Sieg und Niederlage zugleich – Panthers bezwingen Texans

Erstmals seit 2015 starten die Panthers mit 3-0. Hat die Defense das Spiel erneut entschieden oder machte die Offense auf sich aufmerksam?

Bullenstarke Defense hält Saints in Schach und sichert den Heimsieg

Zweites Spiel – Zweiter Sieg. Der Auftakt ist geglückt. Die Carolina Panthers gewinnen auch das Spiel gegen die New Orleans Saints. Bei der 26-7 Machtdemonstration macht besonders wieder die Defense auf sich aufmerksam und führt das Team schnell auf die Siegerstraße. Die Saints fanden nie so richtig ins Spiel und folglich kam auch nie wirklich das Gefühl auf, dass das Spiel hätte kippen können.

Die Stats der Offense

Overall: 383 Yards und 0,09Epa/Play (Platz 17 am gesamten Spieltag)

Passing: 294Yards und 0,3Epa/Play (Platz 7)

Rushing: 89 Yards und -0,2Epa/Play (Platz 22)

Wo konnte die Offense überzeugen?

Das Passing Game funktionierte das ganze Spiel über extrem gut. Die Receiver waren oft sehr frei und machten es dem Quarterback sehr einfach. Der letzte Woche noch gescholtene Offensive Coordinator Joe Brady zeigte mit seinen Passkonzepten immer wieder, dass es gegen die Saints Defense nicht so schwer war, mit all dem zur Verfügung stehenden Waffenarsenal, einen Receiver frei zu bekommen. Besonders DJ Moore bekam als Folge 11 Targets im Spiel und war damit auch der Leader.

Sam Darnold konnte die Offense gut umsetzen. War ein Receiver frei, bekam dieser oftmals auch schnell den Ball. Der Quarterback agierte in diesem Spiel als klassischer Game Manager, der alle Bereiche auf dem Feld anwerfen konnte. Wirklich tolle Plays, wie noch letzte Woche bei Pässen auf Moore oder Anderson, entstanden diesmal aber nicht. Die Fehleranzahl nahm diesmal leider auch zu. Nicht nur warf er via Shuffle Pass seinen ersten Pick der Saison, auch hatte er schon im Vorfeld Glück, dass Saints LB Demario Davis eine Interception fallen ließ. Auch zwei ärgerliche Sacks musste er dann noch kassieren.

Die Fehler waren in diesem Spiel natürlich überhaupt noch nicht schlimm und auch unpräzise Bälle konnten der Offense keinen Schaden anrichten, denn die Offense rund um die Receiver war viel besser. Selbst wenn das Team in lange 2nd oder 3rd Downs musste, wurde immer wieder ein neues First Down erzielt, vor allem durch die Hilfe des neuen Quarterbacks.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Das Running Game in diesem Jahr ist bisher sehr schlecht. Konnte die OLine im ersten Spiel noch einige gute Plays machen, war sie diesmal der Saints DLine unterlegen. Gab es doch nochmal freie Wege, konnten diese wie beim Touchdown von McCaffrey genutzt werden. Dies hatte allerdings aber äußersten Seltenheitswert. Immer wieder wurde die Offense bei Early Down früh gestoppt. Hätte das Passing Game nicht so gut funktioniert, wäre es der Offense wohl sehr schwer gefallen zu punkten.

Noch schlimmer wurde es, als Chuba Hubbard laufen musste. Er bekam nie die Chance, durch gut vorgeblockte Gaps zu laufen. Demnach machte er kein vernünftiges Play auf dem Boden.

Die Stats der Defense

Overall: 128 Yards und -0,5Epa/Play (Platz 1 / negativ ist bei der Defense gut)

Passing: 80 Yards und -0,41Epa/Play (Platz 4)

Rushing: 48Yards (Platz 2) und -0,69Epa/Play (Platz 1)

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Die Front der Carolina Panthers ist unglaublich gut eingestellt. Wieder machte Defensive Coordinator Phil Snow einen tollen Plan mit seinen Pass Rush Konzepten. Jameis Winston wurde extrem oft geblitzt und so kam wieder, wie in Woche 1, sehr oft ein freier Pass Rusher durch. Dieser führte in vielen Situationen dazu, dass Winston schnell in Panik geriet.

Dazu ragten diesmal aber auch einzelne Spieler aus der DLine heraus. Morgan Fox hatte das Spiel seines Lebens und stellte sogar die eigentlichen Stars des Teams Brian Burns und Haason Reddick in den Schatten. Diese hatten zwar auch ihre Momente gegen die starke Saints OLine, konnten ihre Matchups aber nicht so konstant gewinnen wie Fox.

Eine ganz große Stärke bleibt auch die Laufverteidigung. Alvin Kamara wurde an diesem Spieltag immer gestoppt und wurde komplett aus dem Spiel genommen. Die Panthers hatten somit auch die beste Laufverteidigung des gesamten Spieltags nach Epa.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Die Leistung der Defense war sehr gut. Seit Jahren konnte die Mannschaft aus Carolina nicht mehr so überzeugen und so fällt es auch sehr schwer, eine Schwäche zu finden. Donte Jackson und Bravvion Roy hatten jeweils zwei verpasste Tackles. Beide hatten aber auch mit QB Hurries und wichtigen Stopps, wichtige Aktionen, die auch dazu führten, dass die Defense so glänzte.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Defense könnte in diesem Jahr die Panthers in die Playoffs führen. Bei aller Vorfreude darf dabei aber auch nicht vergessen werden, dass die Defense mehr vom Gegner abhängig ist, als andersrum die Offense. Da die Panthers bisher auf zwei schwache Teams getroffen sind, konnte so überzeugt werden. Trotzdem zeigt die Leistung, dass sich die Defense der Panthers auf jeden Fall gesteigert hat und so wahrscheinlich auch noch einige Spiele gewinnen wird.

Spannend wird dann die Leistung des Quarterbacks zu beobachten sein. Die Coaches werden ihn wohl aktuell sehr mögen, denn er kann genau das liefern, was von ihm gefordert wird. Die Frage ist nur, ob er auch überzeugen kann, wenn der Gegner besser ist und die Fehler einen größeren Einfluss haben werden. Das wird sich aber erst mit der Zeit zeigen und so kann man mit der derzeitigen Situation sehr zufrieden sein.

 

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

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Carolina Panthers gewinnen mit starker Defense gegen die Jets

Der erwünschte positive Auftakt ist eingetreten. Die Panthers konnten die Eröffnungspartie mit 19:14 gegen die New York Jets für sich entscheiden und haben nun einen 1-0 Record. Carolina zeigte früh im Spiel die Vorteile des Teams und so war der Halbzeitstand von 16-0 auch hochverdient. Danach war gerade in der Offense eine Art Verwaltungsmodus zu beobachten. Die Jets konnten infolgedessen ihren Rückstand zwar noch verkleinern, doch Carolinas Sieg geriet eigentlich nicht mehr wirklich in Gefahr.

Die Stats der Offense

Overall: 381Yards (Platz 18 am Spieltag) und -0,04Epa/Play (Platz 22)

Passing: 270Yards (Platz 13) und 0,05Epa/Play (Platz 22)

Rushing: 111Yards (Platz 17) und -0,18Epa/Play (Platz 21)

Wo konnte die Offense überzeugen?

Im Mittelpunkt des Spiels stand natürlich Sam Darnold. Der Quarterback wurde in der Offseason für einen Zweit- und Viertrundenpick vom Rivalen aus New York geholt und wurde vom Coaching Staff als Lösung auf der so wichtigen Position angesehen. Darauf folgte eine etwas größere Kritikwelle und so war der Druck auf Darnold im ersten Spiel natürlich recht groß. Dieser machte seine Sache aber gut. Zwar passierten ihm auch einige Ungenauigkeiten, besonders bei Würfen in die Endzone, aber insgesamt lieferte er eine runde Vorstellung.

Das Highlight der Partie war natürlich der 57 Yard lange Touchdown-Pass auf Robby Anderson, jedoch erhielt auch DJ Moore zuvor zwei sehr präzise geworfene Pässe. Nach der Halbzeit erwischte Darnold keinen guten Start und wurde sogar einmal gesackt. Anschließend wurde das Spiel nur noch verwaltet und der junge Quarterback konnte so nicht mehr in Szene treten. Insgesamt wird man aber in Carolina wohl zufrieden sein mit dem Auftakt.

Auch das Rushing Game wusste zu gefallen. Zwar liegt das Team dort nach Epa nur auf Platz 21, doch das liegt auch am Turnover kurz vor der Endzone. Hervorzuheben ist das Blocken der OLine. Machte diese in der Pass Protection, besonders auf der linken Seite, einen teilweise schon katastrophalen Job, konnten im Rushing Game viele Wege für den genesenen Star-Running Back Christian McCaffrey freigeblockt werden.

McCaffrey musste kaum Tackles durchbrechen und konnte am Ende am Boden 98 Yards aus 21 Versuchen erzielen. Die Stärken McCaffreys kamen auch gleich zum Vorschein. Konnten letztes Jahr mit dem eher langsamen Mike Davis kaum Big Plays am Boden erzielt werden, nutzte McCaffrey die gut freigeblockten Wege öfter für größeren Raumgewinn.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

In der zweiten Halbzeit wurde das Passing Game sehr stark eingeschränkt. Lag es am schlechten ersten Drive Darnolds nach der Pause oder wollte Offensive Coordinator Joe Brady einfach kein Risiko eingehen? Die Fans sahen auf jeden Fall fast ausschließlich Läufe oder kurze Pässe auf McCaffrey. Dieser konnte zwar seine Total Yards verbessern und war für jeden Fantasy Owner ein absoluter Glücksgriff, doch die Offense wurde so eher eingebremst. Zumindest konnten aber Turnover durch diese Taktik vermieden werden.

Eine weitere Schwäche war die Offense bei Third Down. Nur knapp 29% der dritten Versuche konnten in ein neues First Down umgewandelt werden. Gerade, falls einmal ein Gegner kommen sollte, der mit der eigenen Offense auch mehr punktet, müssen sich die Panthers in diesem Bereich verbessern, denn ansonsten sollten sie dann nicht mithalten können.

Eine kuriose Szene entstand zudem noch im ersten Quarter. Carolina hatte an der gegnerischen 34 Yard Linie einen vierten Versuch, doch anstatt Rhule sein Team den Versuch ausspielen ließ oder den Kicker Santoso einsetzte, kam Punter Joseph Charlton aufs Feld und puntete den Ball an die 15 Yard Linie. Statistisch gesehen war diese Entscheidung die schlechteste.

Die Stats der Defense

Overall: 252Yards (Platz 4) und -0,16Epa/Play (Platz 4 / negativ ist bei der Defense gut)

Passing: 207Yards (Platz 8) und -0,12Epa/Play (Platz 6)

Rushing: 45Yards (Platz 2) und -0,26Epa/Play (Platz 8)

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Der Pass Rush entschied fast von selbst das Spiel. Dabei waren nicht unbedingt die Spieler die Stars, welche natürlich trotzdem auch alle gute spielten. Brian Burns und Haason Reddick gewannen einige ihrer direkten Duelle gegen die OLiner und auch aus der Mitte erzeugten Derrick Brown, DaQuon Jones und Co. viel Druck. Betrachtet man allerdings nur die Win-Rates der einzelnen Spieler, fällt auf, dass die gar nicht so viel höher ausfallen als in den vergangenen Spielen. Natürlich war die DLine überlegen, aber der eigentliche Star war der Defensive Coordinator Phil Snow.

Die neu zusammengestellte Jets OLine und der Rookie Quarterback Zach Wilson waren oft extrem überfordert. Die Pass Rush Konzepte der Panthers waren immer unterschiedlich. Spieler aus der DLine gingen direkt nach dem Snap des Centers in Coverage und dafür täuschten andere Defender an, in Coverage zu gehen, um dann aber doch Jagd auf den Quarterback zu machen.

Die Jets hatten dagegen kein Konzept. Selbst noch einige Momente nach dem Snap ihres Centers wussten sie nicht, welche Spieler in Coverage gehen würden und welche als Pass Rusher agieren. Für einen Rookie Quarterback war es quasi unmöglich, dies vor dem Snap herauszufinden. Zumal es auch sein erstes Spiel überhaupt in der NFL war.

Als Resultat stimmte bei der New Yorker OLine die Zuteilung nicht. Pass Rusher hatten so keinen Gegenspieler mehr und konnten ungeblockt zum Quarterback laufen. Die Ausbeute von 6 Sacks geht somit größtenteils auf das Konto von Phil Snow.

Nicht unerwähnt bleiben darf zudem die gute Leistung gegen den Lauf. Zwar machte Shaq Thompson, der ansonsten ein herausragendes Spiel hatte, gegen Ende ein paar Mal den Weg nicht zu und so hatte der Running Back der Jets doch nochmal eine freie Bahn, doch in der Regel war die Run Defense extrem stark und konnte den Gegner immer früh stoppen.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Wenn bei den Jets was funktionierte, dann über die Receiver. Jeremy Chinn und Donte Jackson hatten beide Aktionen, bei denen sie einen Pass Breakup hatten und somit für einen Incomplete Pass sorgten. Jedoch liefen sie bei einigen Aktionen dann doch den Receivern Corey Davis und Denzel Mims hinterher. Das war in diesem Spiel kein großes Problem, denn der Pass Rush entschied quasi allein das Spiel, aber die Coverage könnte eine Schwäche der Panthers werden, da sich nun mit Myles Hartsfield ein weiterer Spieler verletzt hat.

Wie fällt das Fazit aus?

Der erste Sieg ist in den Büchern. Natürlich waren es „nur“ die Jets, aber selbst die mussten die Panthers erstmal in der Art und Weise besiegen. Der Pass Rush profitierte sehr von der Schwäche auf der Gegenseite. Bei stärkerem Gegner wird es wahrscheinlich einen anderen Verlauf geben, doch eine gewisse Dominanz sollte die DLine auch im Laufe der Saison behalten.

Wie sich die Offense und das Play-Calling darum entwickelt, wird sich zeigen. Brady machte aus diesem Spiel eine McCaffrey Show. Gerade in der zweiten Halbzeit schien es so, als wäre das der einzige Plan und dementsprechend machte die Offense auch kaum noch Punkte. Man muss dabei aber auch den Spielverlauf betrachten. Carolina ging mit 16 Punkten Vorsprung aus der Halbzeit und musste die Führung nur verwalten. Es kann durchaus sein, dass in Zukunft wieder mehr Optionen, auch in der Offense, zu sehen sind. Das zweite Quarter macht da schon mal Hoffnung.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

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Das Saisonfinale endet mit einer Niederlage: Panthers unterliegen den Saints deutlich

Die Saison der Carolina Panthers ist nun vorbei. Sicherlich gab es in den sechzehn Spielen viele Tiefschläge, doch diese Vorstellung überbot nochmal alles. In der Offense produzierte das Team ganze fünf Turnover und auch die Defense fand insgesamt auch nicht wirklich ins Spiel. Der 33-7 Endstand fällt am Ende vielleicht doch ein bisschen zu hoch aus, denn gerade in der ersten Halbzeit konnte Carolina noch oft über das Feld marschieren. Aber spätestens in der zweiten Halbzeit nahm das Unheil wirklich seinen Lauf und besonders in der Offense gab es ein katastrophales Play nach dem nächsten.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

In diesem Spiel gab es viele Plays, die entweder nah an einem Turnover waren oder dann tatsächlich von der gegnerischen Defense abgefangen wurden. Besonders die Spielweise von Quarterback Teddy Bridgewater war diesmal sehr überraschend. Spielte er zuvor immer sehr vorsichtig und warf lieber immer sichere und kurze Routen an, so war er in diesem Spiel deutlich aggressiver. Seine durchschnittliche Targettiefe lag bei 12 Yards. Lediglich Lions-Quarterback Matt Stafford warf an diesem Spieltag im Schnitt noch weiter.

Diese Art des Spielens stellte sich aber nicht wirklich als Stärke von Bridgewater heraus. Zwar gelangen ihm auch schöne Completions auf Moore und Samuel, aber insgesamt waren auf einmal viel mehr Pässe dabei, bei denen der Receiver keine Chance auf den Catch hatte. Noch schlimmer waren dann die beiden Turnover, die dafür sorgten, dass die Saints ziemlich schnell davonziehen konnten. Als dann PJ Walker hineinkam und für drei weitere Turnover sorgte, war das Spiel schon längst entschieden.


Wer konnte in der Offense überzeugen?

Wide Receiver Curtis Samuel konnte in diesem Spiel für 121 Total Yards sorgen. Besonders in der ersten Halbzeit war er die beliebteste Anspielstation. Die Saints konnten ihn überhaupt nicht stoppen und so machte Samuel insgesamt 5 First Downs.

Durch dieses starke Spiel konnte Samuel auch die 1000 Total Yards in dieser Saison erreichen. Nach Anderson, Moore und Davis ist er bereits der vierte Spieler, der das in dieser Saison erreicht hat. Vier Spieler mit 1000 Yards total in einem Jahr gab es in der Super Bowl Ära erst fünfmal. Das zeigt natürlich auch wie stark die Panthers um den Quarterback herum aufgestellt sind und dass durchaus Talent im Kader vorhanden ist.

Ein weiteres positives Zeichen konnte der neue Quarterback Tommy Stevens setzen. Er wurde mehrfach als Runner eingesetzt und sorgte bei allen vier Runs für Gewinn. Insgesamt konnte er dabei sogar zwei neue First Downs erzielen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Größte Schwachstelle war die Fehleranfälligkeit im Passing Game. Es gab sicherlich gute Plays der Quarterbacks, doch diese wurden immer wieder durch grobe Schnitzer zu Nichte gemacht.

Als PJ Walker in das Spiel kam, war die Partie sicherlich schon entschieden. Für ihn ging es eigentlich nur noch darum, Werbung für sich zu machen. Dies misslang ihm jedoch komplett. Walker konnte sich oft mit einem Scramble befreien, doch seine Präzision war sehr schlecht. Er hatte teilweise Probleme weit offene Receiver konstant anzuwerfen. Waren sie sogar eng gedeckt, gab es sofort die Gefahr einer Interception. Insgesamt wurden seine Pässe dreimal abgefangen, wobei eine Intereption auch ziemlich unglücklich für den Quaterback war, da der Pass von Samuel nochmal nach oben geschlagen wurde.

Die gesamte Passing Performance litt natürlich sehr unter den insgesamt fünf Turnovern der Quarterbacks (43 Dropbacks für 18 Completions, 3 Sacks, 3 Scrambels, 246 Passing Yards, 5 Interceptions und -0,57 Epa/Play). Für Bridgewater wird am Ende sein Platz als Starter in Frage stehen, bei Walker könnte sein Platz als Backup wackeln.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense spielte besser als noch im ersten Spiel gegen die Saints. Fünfmal mussten die Saints auf ihren Punter zurückgreifen und auch darüber hinaus konnte die Defense der Panthers besonders bei Third Down viel besser verteidigen.

Drew Brees hatte einige unpräzise Würfe in seinem Repertoire, die die Saints oft zum Punten zwangen. Schlecht war das Passspiel der Saints zwar nicht, jedoch leisteten die Panthers kaum Gegenwehr mit der eigenen Offense und folglich reichte den Saints eine durchschnittliche Leistung (35 Passversuche für 201 Passing Yards, 3 Touchdowns und 0,18Epa/Play). Für einen SB Contender benötigen sie dringend die Sicherheit in der Offense, die ihnen Brees die Jahre zuvor immer gab.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Edge Rusher Efe Obada sorgte mit seinem Strip Sack für den einzigen Turnover der Panthers Defense. Es könnte sein letztes Spiel für die Panthers gewesen sein, denn sein Vertrag läuft nach der Saison aus. Normalerweise sollte er sich aber keine Sorgen um seine Zukunft machen, da er bei den Panthers sowohl aus der Mitte als auch von außen als Pass Rusher überzeugen konnte und er sich somit zumindest als Rotationsspieler einen Platz in einem Kader erkämpfen kann.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Zum Ende der Saison konnten die Panthers das Laufspiel nicht mehr gut verteidigen. Schon gegen die Packers und Washington hatte das Team Probleme, den Gegner am Boden zu stoppen und das änderte sich auch nicht gegen die Saints (28 Läufe für 154 Yards, 1 Touchdown und 0,14 Epa/Play).

Das Passverteidigung war sicherlich auch nicht herausragend und sonstige Leistungsträger wie Shaq Thompson und Donte Jackson ließen in der Coverage mehr als in anderen Spielen zu. Abgesehen davon war die Passverteidigung insgesamt in Ordnung.

Wie fällt das Fazit aus?

Nach solch einem schlechten Spiel kann man als Fan schon fast froh sein, dass die Saison vorbei ist. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass das Team das letzte Spiel in der Saison absolviert, probierten die Panthers besonders in der Offense etwas Neues aus, was aber nicht funktionierte. Trotz der schlechten Vorstellung sollten aber auch nicht die Leistungen in den Wochen zuvor vergessen werden. In vielen Spielen konnte klar das Potenzial erkannt werden, welches in diesem Team schlummert. Besonders die drei Receiver Robby Anderson, DJ Moore und Curtis Samuel sorgten immer wieder für Highlights. In der Offseason gilt es nun ein Team zu formen, mit dem man dieses Talent auch nutzen kann und wichtige Spiele auch gewinnen kann.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com  nextgenstats.com

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Wiedersehen mit Coach Rivera geglückt: Panthers nehmen Sieg aus Washington mit

Unverhofft kommt oft. Einige Fans hatten sich schon mit dem schwachen Record abgefunden und über einen Top 5-Pick im Draft gefreut. Nach dem 20-13 Sieg der Panthers gegen das Washington Football Team hat sich die Situation nun verändert, da Carolina aktuell an Stelle 9 picken würde. Folglich wird es nun schwieriger werden, den bereits von einigen geforderten Quarterback in der ersten Runde zu draften.

Im Spiel gegen das Football Team konnte vor allem die Defense überzeugen. Besonders in der ersten Halbzeit konnten viele Fehler von Washington für Turnover genutzt werden, die das Spiel auch für die Offense erleichterten. Um einen Touchdown zu erzielen brauchte sie oftmals nicht mehr allzu viele Yards.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Im ersten Durchgang konnte die Offense die Fehler von Washington noch sehr gut ausnutzen. Einige gute Aktionen – insbesondere von Curtis Samuel  reichten schlussendlich für eine hohe Führung aus. Nach der Pause funktionierte die Offense dann leider nicht mehr. Teddy Bridgewater verursachte eine Interception und zwei Fumbles und war damit wieder maßgeblich ein Faktor für die schwache Passing Offense (34 Dropbacks für 19 Completions, 4 Sacks, 4 Scrambles, 204 Yards und -0,09 Epa/Play).

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Woche für Woche kann immer mindestens ein Receiver genannt werden, der eine herausragende Leistung abgeliefert hat. Diesmal war es Curtis Samuel. Nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden konnte er für einige Highlights sorgen. Unter anderem gelang ihm ein Lauf über 45 Yards. Er war einer der Wenigen, die auch in der zweiten Halbzeit noch Akzente setzen konnten. Am Ende war Samuel allein für 5 First Downs und 158 Total Yards verantwortlich.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

DJ Moore und Robby Anderson hatten zwar insgesamt 20 Targets, doch leider konnten sie diese nicht für viel Raumgewinn nutzen. Anderson sorgte zwar für einen Touchdown, doch ansonsten war er in dieser Offense kaum ein Faktor.

Moore hatte zwar auch gute Momente, in denen er schwierige Catches machen musste, aber seine Performance wurde durch einige etwas ungenauere Würfe von Bridgewater geschmälert. Der Quarterback hatte bezüglich seiner Präzision keinesfalls ein katastrophales Spiel, da er unter anderem einige starke Würfe in enge Fenster und ein absolutes Highlight Play auf Curtis Samuel zeigen konnte. Aber seine Connection mit DJ Moore war in diesem Spiel nicht wirklich gegeben.

Dass Teddy auch noch für zwei Turnover verantwortlich war, unterstrich zudem auch wieder eindrücklich, dass er gegen eine starke Defense immer wieder Schwächen offenbart.

Ein weiteres Manko in dieser Offense war das Running Game. Zwar konnte Samuel mit seinem tollen Big Play den Weg für den Touchdown ebnen, doch ansonsten war der Raumgewinn insgesamt zu wenig. Folglich konnte das Laufspiel einen strauchelnden Quarterback nicht wirklich unterstützen (30 Runs für 113 Yards, 1 Touchdown und -0,27Epa/Play).

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense hatte einen großen Anteil an der siegreichen Vorstellung. Besonders gegen Dwayne Haskins konnte das Team mit vier Turnovern punkten (2 Interceptions und 2 Fumbles).

Gegen Ende wechselte Washington den Quarterback und somit stand der ehemalige Carolina Panther Taylor Heinicke auf dem Feld. Von dort an wurde die Offense auch gleich stärker, was jedoch in der Kürze der Zeit nichts mehr am Ausgang des Spiels änderte. Heinicke sorgte zwar noch für einen Touchdown, aber da der anschließende Onside Kick missglückte, musste Carolina nur noch zum Sieg abknien.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Shaq Thompson hatte in diesem Spiel wieder viele Stops. Zwar funktionierte zunächst noch das Running Game des Football Teams, doch nach den ersten Drives sorgte Thompson immer wieder für eine gute Verteidigung in der Mitte des Feldes. Somit wurde Dwayne Haskins immer wieder gezwungen, schwierige Bälle nach außen zu werfen, was des Öfteren nicht funktionierte.

Auch die Cornerbacks sahen lange Zeit sehr gut aus. Besonders Donte Jackson und Rasul Douglas konnten den Ausfall von Washingtons Wide Receiver Terry McLaurin gut ausnutzen und sich mit mehreren Pass Breakups ins Rampenlicht spielen. Oft kamen diese Aktionen sogar beim Late Down, sodass anschließend ein Turnover on Downs entstand oder Washington punten musste.

Neben der Defense war auch das Special Team sehr stark. Zwar verschoss Kicker Joey Slye einen PAT, doch direkt zuvor sorgte das Punt Team für einen Touchdown. Brandon Zylstra konnte einen Muffed Punt in der Endzone sichern und somit Carolina mit 6-0 in Führung bringen.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Leider hatte Rookie Jeremy Chinn kein gutes Spiel. Im Laufspiel lief er zu oft im falschen Winkel zum Ballträger und konnte folglich den Spieler nicht früh genug zu Boden bringen. Auch im Passspiel ließ er einige Yards zu, unter anderem auch den einzigen Touchdown Washingtons. In diesem Play ließ er nicht nur den Touchdown zu, sondern bekam noch eine Pass-Interference gegen sich ausgesprochen.

Dieses Spiel war mit Blick auf den Defense Rookie of the Year Award sehr wichtig. Mit Chase Young und Jeremy Chinn trafen die beiden Favoriten mit ihren Teams aufeinander. Während Chase Young zwei Turnover forcierte und oftmals den Quarterback unter Druck brachte, erwischte Chinn kein gutes Spiel. Mit diesem Spiel sollte nun leider der Washington Defender seinen Vorsprung gefestigt haben und am Ende den Award wohl auch gewinnen.

Wie fällt das Fazit aus?

In der NFL wird nicht für die Draft-Position gespielt. Wie man es auch bei den Jets und Bengals sehen kann, fangen schwächere Teams auf einmal spät in der Saison an zu gewinnen. Der Blick eines Coaches und besonders eines Spielers ist immer kurzfristig. Das nächste Spiel ist das wichtigste und darüber hinaus werden sich nicht so viele Gedanken gemacht. Coach Matt Rhule betonte einst, dass er keine Spieler im Kader haben möchte, die sich mit einer Niederlage anfreunden können. Wenn dann ein schwacher Gegner wie das Washington Football Team kommt, dann wird dieser auch natürlich besiegt, denn genügend Qualität ist im Kader der Panthers.

Ob das langfristig für die Franchise eine gute Strategie ist, ist gerade in der Community ziemlich umstritten. Im kommenden Draft hat Carolina nach langer Zeit die Chance, einen Franchise Quarterback zu finden. Je weiter das Team nach hinten rutscht, desto wahrscheinlicher ist aber auch das Szenario, dass die Verantwortlichen sich darauf einigen, einen Quarterback erst in den nächsten Jahren zu holen.

Andererseits haben wir auch schon häufiger gesehen, dass gute Quarterbacks nicht der erste Pick im Draft waren. Zwar ist die Trefferquote in der ersten Runde viel höher als in einer späteren, doch innerhalb der ersten Runde ist es oft genug vorgekommen, dass ein Team den besten Quarterback gezogen hatte, obwohl vorher schon Quarterbacks vom Board gingen.

Mit dem Sieg sollten die Diskussionen um das absichtliche Verlieren aber nun ein Ende finden. Eine Niederlage oder ein Sieg gegen die Saints im letzten Spiel wird nicht zu einer großen Veränderung bei der Draft-Position führen und somit kann als Fan auch wieder ohne Bedenken für die Panthers gejubelt werden.

 

 

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Panthers verschlafen erste Halbzeit: Knappe Niederlage gegen Green Bay

Am Ende wurde es nochmal knapp. Die Green Bay Packers gewinnen mit 24-16 gegen die Carolina Panthers. Gerade in der ersten Halbzeit sah es für das Team um Quarterback Aaron Rodgers noch so aus, als sei der Sieg in trockenen Tüchern. Doch im zweiten Abschnitt wachten die Panthers auf und waren am Ende gar nicht so weit vom eigenen Sieg entfernt.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Die Offense wirkte lange Zeit sehr gelähmt. Quarterback Teddy Bridgewater spielte mit seinen kurzen Pässen wieder sehr konservativ und kassierte erneut viele Sacks. Am Ende der Partie sollten es wieder drei Stück an der Zahl sein. Gerade in der ersten Halbzeit machten aber auch andere Spieler um ihn herum Fehler. Unter anderem mit einigen fallen gelassenen Bällen, was zur Folge hatte, dass Punter Joseph Charlton das ein oder andere Mal auf das Spielfeld musste.

Als die Offense dann doch mal ins Rollen kam, machte Bridgewater einen schlimmen Fehler an der Goalline. Mit einem QB Jump versuchte er den Ball über die Linie der Endzone zu halten. Die Defense hatte den Braten jedoch schnell gerochen und schlug Bridgewater den Ball aus der Hand. Der Fumble kostete den Panthers die Chance das Spiel zu diesem Zeitpunkt eng zu gestalten und so zogen die Packers zur Halbzeit mit 18 Punkten Vorsprung davon.

In der zweiten Halbzeit agierte das Team in der Offense sicherer und machte nicht mehr so viele Fehler. Robby Anderson wurde nun auch eingesetzt und hatte am Ende sogar 7 Targets. Er knackte das erste Mal in seiner Karriere die 1000 Yard Marke. Letztendlich konnten die Panthers den Vorsprung der Packers aber nicht mehr aufholen. Der Rückstand in der ersten Halbzeit war einfach zu groß.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

WR DJ Moore war lange Zeit der Spieler der Offense. Gerade in der ersten Halbzeit agierte Quarterback Teddy Bridgewater sehr vorsichtig und traute sich kaum zu, schwere Pässe zu werfen. Wenn er es mal versuchte, war sein Ziel in der Regel DJ Moore. So konnte dieser mit einigen Big Plays bestechen. Sein Catch im ersten Quarter für 37 Yards direkt neben der Sideline blieb nicht sein einziges Highlight, denn im dritten Quarter konnte er gleich drei Tackles nach einem Catch brechen und den Spielzug so für 18 Yards verlängern. Der Wide Receiver war der beste Spieler auf Seiten der Panthers und konnte in diesem Spiel nun auch die 1000 Yards Receiving Marke für das Jahr knacken.

Erstaunlich gut lief diesmal auch das Running Game über die Running Backs Rodney Smith und Mike Davis (18 Läufe für 82 Yards und 0,21 Yards/Play). Im Verlauf der Saison war das eigentlich immer eine große Schwäche der Panthers, doch gegen die Packers konnten die beiden Spieler immer wieder mit guten Aktionen am Boden glänzen und für 7 First Downs sorgen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Quarterback Teddy Bridgewater machte in diesem Spiel wieder einige Fehler. Nach dem Spiel gegen Minnesota war dies nun seine zweite Partie in kurzer Zeit, wo die Präzision zu wünschen übrig ließ (Sein Completion Percentage über den Erwartungen lag bei -6,8%). Gleich zu Beginn verfehlte er den weit offenen Moore und auch im Verlauf des Spiels wirkte er nicht wirklich sicher. Die Drops von Curtis Samuel machten es dem Quarterback natürlich nochmal schwieriger, aber insgesamt war er in diesem Spiel nicht so akkurat wie sonst. Die Präzision war eigentlich immer die Stärke von Bridgewater, doch diese wurde gegen die Packers eher zur Schwäche und gepaart mit dem vorsichtigen Spielstil, war die Panthers Offense lange nicht vorhanden.

Der Fumble an der Goalline war natürlich ein ganz schlimmer Fehler. Die Panthers verloren deshalb ganz schnell den Anschluss zu den Packers. Immerhin funktionierten aber die Scrambles des Quarterbacks. Insgesamt konnte er damit für drei neue First Downs und einen Touchdown sorgen. Seine Stats waren deshalb noch in Ordnung (41 Dropbacks für 21 Completions, 3 Scrambles, 3 Sacks, 1 Touchdown und 0,15 Epa/Play).

Neben der Leistung des Quarterbacks fielen auch die Entscheidungen bei Fourth Down sehr negativ auf. Lediglich ein viertes Down spielte man bis vor dem letzten Drive aus, obwohl das Team weit mehr Möglichkeiten gehabt hätte. Insgesamt entschieden sich die Panthers trotz Rückstands immer wieder für den Punt und das Field Goal weshalb das Team nie wirklich in Schlagdistanz kommen konnte. Ganz kurios war am Ende die Entscheidung, auf den Touchdown zu verzichten, nur weil man so am Ende nochmal die Chance hatte, einen Drive mit weniger als einer Minute Spielzeit zu bekommen.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense ließ weniger zu als vielleicht viele Experten vor dem Spiel vermuteten. Die Packers entschieden sich, ein Kurzpassspiel aufzuziehen (Aaron Rodgers hatte eine Targettiefe von nur 4,5 Yards im Durchschnitt) und dieses konnten die Panthers sehr gut verteidigen. Warum die Packers diese Strategie auswählten, ist schon ein bisschen fragwürdig, denn schon zu Beginn der Saison konnte die Defense der Panthers oft beweisen, dass sie diesen Stil gut verteidigen kann. Davante Adams hatte lediglich ein Target über zehn Yards und war dementsprechend kein entscheidender Faktor in dieser Partie.

Die Defense der Panthers war dieses Mal aber extrem schwach in der Laufverteidigung (23 Läufe für 169 Yards, 1 Touchdown und 0,38 Epa/Play). Gerade in der ersten Halbzeit sorgte Green Bay mit guten Läufen für Big Plays und entschied so auch die Partie.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Selten kommt es vor, doch in diesem Spiel konnten die Panthers den Druck aus der Mitte erzeugen. DT Derrick Brown erzielte seine ersten Sacks in der NFL und auch DT Bravvion Roy konnte mit ein paar QB Hurrys überzeugen. Natürlich hatten auch sie einige schlechte Pass Rush Snaps, in denen sie gerade gegen Double Teams jeweils sehr schwach aussahen, doch insgesamt ist bei beiden ein positiver Trend in puncto Pass Rush zu beobachten.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Größte Schwäche im Spiel war natürlich die Laufverteidigung. Gerade die beiden Leader in der Defense Shaq Thomspon und Jeremy Chinn wurden zu oft von der Offense dominiert und konnten dann immer nur viel zu spät zum Tackle ansetzen. Im ersten Drive konnte Packers RB Aaron Jones bereits ein Big Play kreieren und für einen Raumgewinn für 46 Yards am Boden sorgen. Auch danach sahen die Panthers in der Verteidigung des Laufs nicht stabil aus und so konnten die Packers über den Lauf 8 First Downs erzielen. So schwach am Boden war das Team aus Carolina bisher noch nicht in diesem Jahr.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Bewertung des Spiels fällt ziemlich schwer aus, da die Packers sehr vorsichtig spielten und die Panthers Defense kaum prüften. Dass solch ein Auftritt aber schon ausreichend für einen Sieg gegen die Panthers ist, zeigt wiederum auch, dass Carolina noch weit weg von der Spitze spielt. Gerade die Offense hätte gegen die sonst gar nicht allzu dominante Defense der Packers viel besser auftreten müssen. Doch wieder wurde das Team durch die Limitierungen des eigenen Quarterbacks zurückgehalten.

Positiv lässt wiederum die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit stimmen. Wieder konnten die Panthers zum Ende des Spiels auf einen Score herankommen. Der Record in engen Spielen ist nun bei 2-8, was zeigt, dass Carolina in diesem Jahr auch besser ist als es der Gesamtrecord von 4-10 aussagt. Das Team aus Charlotte tritt eher wie eine Mannschaft auf, die bereits zu diesem Zeitpunkt zwei Siege mehr hat. Deswegen wird man in den kommenden Spielen gegen Washington und New Orleans bestimmt als Underdog in die Partie gehen, doch in beiden Spielen besteht auch eine realistische Chance, dass Carolina siegreich hervorgeht.

 

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Kein Sieg nach der Bye-Week: Schwache Panthers unterliegen Denver zu Hause

Die Serie hält leider weiter an. Zum dritten Mal gingen die Carolina Panthers in dieser Saison als Favorit in eine Partie und zum dritten Mal verlor das Team von Matt Rhule. Gerade die Defense konnte nicht den sonst sehr inkonstanten Drew Lock stoppen, aber auch die Offense hatte viele Phasen im Spiel, in denen nicht viel funktionierte. Zwar wurde das Spiel am Ende nochmal knapp, denn Carolina musste wegen des Rückstands viel aggressiver spielen, doch die 32-27 Niederlage konnte trotzdem nicht verhindert werden.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Lange Zeit kam das Team um Quarterback Teddy Bridgewater nicht in Fahrt. Immer wieder versuchte der Spielmacher mit kurzen Pässen seine Mitspieler einzusetzen. Diese Strategie funktionierte allerdings nicht so gut, da die Broncos die anschließenden Yards nach dem Catch stets unterbinden konnten. Carolina kam schließlich oft in schlechte Feldpositionen, was zur Folge hatte, dass Punter Joseph Charlton insgesamt viermal punten musste.

Gegen Ende des Spiels mussten die Panthers mehr riskieren, da sie mit zwei Scores hinten lagen und das Spiel nicht mehr lange dauerte. Als nun die Offense mit tieferen Pässen agierte, die auch ohne Yards nach dem Catch für ein First Down reichten, funktionierten die Drives. Auf einmal konnte die Offense die Ausfälle der Broncos sehr gut ausnutzen und marschierte immer wieder über das Feld.

Leider kam die Aufholjagd im letzten Drive wegen diverser Fehler von Bridgewater zu spät. Zunächst kassierte er einen Sack und kurz darauf warf er beim vierten Down zum wiederholten Male einen kurzen Pass, ohne dass danach eine Chance auf ein neues First Down in Aussicht war. Das Spiel war anschließend vorbei.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Gerade als die Offense mit Pässen hinter den Sticks agierte, funktionierte das Passspiel sehr gut. Gerade Robby Anderson und Curtis Samuel konnten immer wieder für Raumgewinn sorgen und hielten das Spiel eng.

Überraschenderweise konnte diesmal auch das Rushing Game der Panthers überzeugen (19 Läufe für 110 Yards, 2 Touchdowns und 0,24Epa/Play). Solch eine gute Performance am Boden gab es zuvor in dieser Saison noch nicht. Grund dafür waren unter anderem auch vier WR Sweeps. Der Ball wurde an den Receiver als Ballträger übergeben, der anschließend immer ein First Down erzielte. Solch eine Abwechslung im Running Game tat dem Team sehr gut.

Zudem mussten die Panthers aufgrund des Spielstands mehr mit dem Pass agieren. Viele Läufe in vollgestellte Boxen der Defense kamen deshalb kaum vor.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Das Passing Game war die große Schwäche der Offense (47 Dropbacks für 283 Yards, 4 Sacks, 2 Scambles, 1 Touchdown und 0Epa/Play). Bridgewater agierte, wie schon so oft, sehr akkurat (6,4% Completion Percentage über den Erwartungen), aber leider spielte er auch sehr ängstlich. Wegen seiner durchschnittlichen Targettiefe von nur 5,9 Yards konnte die Offense lange Zeit kein explosives Play kreieren. Der Quarterback versuchte immer die sichere Variante, selbst wenn der Receiver keine Chance hatte, ein First Down zu erreichen.

Dieses Problem tritt bei Bridgewater schon während der gesamten Saison auf. Gerade in der Redzone musste das Team sich deshalb oft mit einem Field Goal zufrieden geben. Im Spiel gegen die Broncos verlor man die Partie sogar durch solch eine falsche Entscheidung. Hätte Bridgewater beim vierten Down länger gewartet und einen tieferen Pass gewählt, hätten die Panthers zumindest die Chance auf ein First Down gehabt. Leider entschied sich Bridgewater für den sicheren Weg und warf einen kurzen Pass. So hatte er zwar eine hohe Completion Percentage von 66,7%, doch das Spiel verlor das Team aus Carolina dennoch.

Ein weiteres Manko in diesem Spiel war das Pocket-Verhalten von Bridgewater. Der Quarterback kassierte insgesamt vier Sacks und sah in den Situationen teilweise sehr unglücklich aus. Konnte er sonst immer die O-Line mit schnellen Pässen unterstützen, war in diesem Spiel oft das Gegenteil der Fall und so provozierte er teilweise einen Sack. Die schwächelnde Performance von LT Russel Okung war zudem keine Unterstützung dabei.


Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Sahen die Panthers bisher gegen schlechte Gegner mit der eigenen Defense recht solide aus, wurde man diesmal gegen eine sonst schlechte Passing Offense immer wieder viel zu einfach geschlagen. Die Denver Broncos hatten zuvor häufig Probleme mit dem Play ihrer Quarterbacks, doch diesmal agierte Drew Lock sehr abgeklärt und zeigte seine Stärken (33 Dropbacks für 280 Yards, 3 Scrambles, 1 Sack, 4 Touchdowns und 0,39 Epa/Play). Weder der Pass Rush noch die Coverage trumpfte bei den Panthers groß auf und so fiel es dem Quarterback der Broncos nicht schwer, einige Big Plays zu zeigen.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Jeremy Chinn entwickelt sich immer mehr zum Favoriten auf den Defensive Rookie of the Year Award. Hatte er zu Beginn der Saison noch Probleme mit vielen verpassten Tackles und zugelassenen Catches, wirkt er nun viel stabiler und macht so gut wie keine Fehler mehr. Im Spiel gegen die Broncos hatte er wieder viele gute Stops und auch einen Strip Sack, den Efe Obada fast bis zur Endzone zurücktragen konnte. Kurz darauf veredelte Mike Davis diesen Effort mit einem Touchdown.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Große Schwäche im Spiel war leider die Coverage. Gerade Cornerback Rasul Douglas wurde zu oft in Duellen, in denen er allein den Receiver verteidigen musste, geschlagen und so konnten die Broncos wiederholt Touchdowns erzielen. Douglas war in der Saison eigentlich mit vielen Pass Breakups aufgefallen und konnte oft überzeugen, doch diesmal hatte er einen gebrauchten Tag. Für einen guten Saisonabschluss ist zu hoffen, dass er sich wieder steigern wird, denn bisher war er eine wichtige Stütze für das Team und konnte Carolina mit seinen guten Aktionen oft im Spiel halten.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Ergebnis ist natürlich ernüchternd. Gegen die Denver Broncos wäre definitiv mehr möglich gewesen, doch leider machten die Panthers auf beiden Seiten des Balls zu viele Fehler. Unerwartet war Drew Lock auch der bessere Quarterback in diesem Spiel. Nun wird natürlich auch die Diskussion um einen neuen Quarterback immer lauter. Teddy Bridgewater hat nach seiner Verletzung nicht mehr gut gespielt und auch zuvor offenbarte er bereits seine Limitierungen. Die Diskussion wird natürlich umso brisanter, da es nun sehr absehbar ist, dass Carolina im kommenden Draft einen Spieler in den Top Ten picken wird und die Quarterbacks aus dem College sehr vielversprechend sind.

Nichtsdestotrotz befinden wir uns aber noch in der Saison 2020. Für das Team geht es nun darum, einen guten Saisonabschluss zu liefern. Das Restprogramm ist dabei aber ziemlich anspruchsvoll. Mit Green Bay, Washington und New Orleans treffen die Panthers auf drei Gegner, die aktuell in den Playoffs wären. Trotzdem sollte Carolina in allen Spielen zumindest nicht ganz ohne Chance sein und vielleicht kann das Team dort für eine Überraschung sorgen. Als Underdog agierte man ja sowieso bisher am besten.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com  nextgenstats.com

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Bittere Niederlage kurz vor Schluss: Panthers geben sicheren Sieg aus den Händen

Die Geschichte wiederholt sich. Wie so oft in dieser Saison kam es auch im Spiel gegen die Vikings auf Kicker Joey Slye an. Mit einem 54 Yard Field Goal hätten die Panthers das Spiel gewinnen können, doch wie schon gegen die Saints und Chiefs verschoss Slye auch Dieses Mal.

War die Erfolgswahrscheinlichkeit bei den Versuchen in den Wochen zuvor noch gering, sah es diesmal so aus, dass die Panthers hätten gewinnen können. 54 Yards waren in der Vergangenheit eine Distanz, die der Kicker schon gemeistert hatte, doch im Spiel gegen die Minnesota Vikings verschoss er und besiegelte so die 27-28 Niederlage.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Die Vorstellung der Offense war eine der schwächsten Leistungen der bisherigen Saison. Besonders Quarterback Teddy Bridgewater zeigte in diesem Spiel unbekannte Schwächen. War er sonst immer recht sicher wenn er auf freie Receiver werfen konnte und der Druck der Gegner nicht durchkam, überwarf er diese im gestrigen Spiel gegen Minnesota. Seine zu erwartende Completion Percentage lag in diesem Spiel bei 68,9%. In der Regel konnte er diese stets steigern, was ihm dieses Mal mit einer Completion Percentage von 59,4% misslang und er folglich deutlich darunter lag.

Die Vermutung ist natürlich sofort da, dass er in diesem Spiel noch nicht ganz fit war, denn normalerweise begeht er selten solche Fehler. Vielleicht erwischte er auch einfach nur einen schlechten Tag.


Ähnlich schwach war das Laufspiel. In den ersten Drives funktionierte dieses mit sehr viel Raumgewinn und einigen First Downs noch sehr gut. Doch leider übertrieb es das Team dann mit der Anzahl an Läufen und so ist das Laufspiel im Gesamtbild dann doch wieder als eher schwach zu bewerten (26 Läufe für 95 Yards und -0,07Epa/Play).

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Trotz vieler Fehler hatte Bridgewater auch einige gute Aktionen. Besonders im letzten Viertel passte er zweimal extrem gut in eine enge Coverage. Beim Pass auf Anderson waren die Panthers anschließend sofort in Field Goal Range und nach dem Zuspiel auf Samuel im letzten Drive war Carolina dem Sieg sehr nah. Die Connection zwischen Bridgewater und Anderson war das ganze Spiel über sehr stark und so ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet Anderson in der ersten Hälfte den Touchdown erzielte.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Zwar konnte die Klasse der Offense in einigen Aktionen gezeigt werden, doch insgesamt wurden einfach zu viele Fehler begangen. Das resultierte in einer ganz schlimmen Incompletion auf DJ Moore kurz vor Schluss in der Endzone. Die Panthers entschieden sich bei Third Down innerhalb der letzten zwei Minuten einen Pass zu spielen. Der Plan ging eigentlich auf, denn WR DJ Moore war weit offen, aber Bridgewater konnte diesen leichten Wurf nicht anbringen. Statt in diesem Play die Entscheidung herbeizuführen verlor das Team aus Carolina das Spiel.

Das Passing Game war leider generell nicht gut. Eric Kendricks konnte in der ersten Halbzeit für eine Interception sorgen. Danach folgten noch weitere Fehlwürfe, die in den Wochen zuvor in der Anzahl so nicht vorkamen.

Auch das Special Team hatte nicht seinen besten Tag. Es sticht natürlich das vergebene Field Goal am Ende hervor, doch bereits zuvor vergab Carolina ein FG für 28 Yard. Glücklicherweise gab es kurz vor Ende noch einen Muffed Punt, der vom Special Team der Panthers gesichert werden konnte. Leider verhalf dieser nicht zum Sieg.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Carolina Panthers können keine Receiver covern. Das Missmanagement von Marty Hurney zu Beginn der Saison wird von Spieltag zu Spieltag immer deutlicher. Diesmal ist die Tatsache umso schrecklicher, denn die Secondary hatte bereits Probleme mit Leuten wie Chad Beebe oder Bisi Johnson. Zuvor wurde die Defense meist nur von wirklich guten Receivern geschlagen und so war es kein Wunder, dass Justin Jefferson viele Big Plays machte. Doch auch die Leute hinter Jefferson konnten in diesem Spiel überzeugen.

Die Laufverteidigung der Panthers war in diesem Spiel dagegen richtig gut (21 Läufe für 79 Yards und -0,44Epa/Play). Das half besonders im ersten Durchgang, denn dort wichen die Vikings nicht von ihrem Plan ab und liefen viel auf early Down. Als Minnesota aber durch den Rückstand mehr passen musste, wurden wieder die Schwächen der Panthers durch die Luft deutlicher.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Jeremy Chinn machte mit seinen beiden Touchdowns wieder ordentlich auf sich aufmerksam. Zunächst war er Nutznießer eines Strip Sacks und gleich im nächsten Play verursachte er selbst den Fumble und returnierte auch diesmal bis in die Endzone. Zwei Touchdowns eines Defense Spielers gab es in den letzten 70 Jahren nicht.

Der Pass Rush gab über lange Zeit eine gute Figur ab. Wie schon im Spiel gegen die Lions war es nicht nur Brian Burns von dem der Druck ausging, sondern wieder von einer ganzen Reihe an Pass Rushern. Gekrönt wurde die Arbeit von Zach Kerr, der mit seinem Strip Sack den Weg für Jeremy Chinns Touchdown ebnete.

Im Laufe der Partie wurde aber immer mehr auf einen Pass Rush mit drei D-Linern umgestellt, da die Coverage dem Druck nicht standhalten konnte. Infolgedessen funktionierte der Pass Rush nicht mehr so gut und leider wurde die Coverage auch nicht besser.

Trotz schwacher Coverage im Gesamtbild des Teams war die Leistung von Troy Pride recht ordentlich. Er wurde nicht so oft wie Rasul Douglas oder Corn Elder geschlagen und hatte auch einen Pass Breakup gegen keinen Geringeren als Justin Jefferson. Dieser Pass Breakup war umso wichtiger, denn er bewahrte die Panthers vor einem Touchdown.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Rasul Douglas hatte zwar auch einige gute Aktionen und konnte sein Können mit mehreren Pass Breakups beweisen, doch insgesamt ließ er in diesem Spiel zu viel zu. Gerade gegen Justin Jefferson hatte er oft das Nachsehen.

Für Slot Cornerback Corn Elder lief es dagegen noch schlimmer. Zeigte er sonst bisher in der Saison erstaunlicherweise recht solide Leistungen, sah er gegen die Vikings wieder so aus wie in den letzten Jahren. Ausgerechnet er ließ auch den letzten Touchdown zu, der Minnesota in Führung brachte und letztendlich die Niederlage bedeutete.

Wie fällt das Fazit aus?

Diese Niederlage war nicht unbedingt nötig. Gerade die Offense machte viele Fehler. Obwohl Defense und Special Team für 17 Punkte sorgten und der lauflastige Gameplan die Vikings lange Zeit stark bremste, konnten die Panthers dieses Spiel nicht gewinnen. Sie stehen nun bei einem Record von 4-8 und sind folglich auch aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden.

Mit der Enttäuschung über das Spiel sollte aber auch nochmal deutlich herausgestellt werden, dass sich das Team im Umbruch befindet. Im Vordergrund sollte eher die Evaluation der Spieler und auch des Trainerteams stehen.

Aus dem letzten Draft stammende Spieler wie Jeremy Chinn und Troy Pride wussten zu überzeugen. Natürlich ist die Niederlage extrem ärgerlich, doch die Panthers sind aktuell nicht im Super Bowl Fenster. Für den Verlauf in den nächsten Jahren wird das Ergebnis aus diesem Spiel kaum eine Rolle spielen.

Für diese Saison ist zudem davon auszugehen, dass sich die Panthers wieder steigern werden. Teddy Bridgewater hat durchaus seine Limitierungen, zeigte aber ansonsten ein konstantes Niveau. Dieses Spiel war gerade unter dem Aspekt Genauigkeit im Vergleich zu den letzten Spielen ein extrem negativer Ausreißer. Vielleicht lag das wirklich noch an seiner Knieverletzung, wegen der er auch im letzten Spiel ausfiel. Glücklicherweise muss er nächste Woche nicht spielen, denn dann haben die Carolina Panthers ihre Bye Week.

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Shutout! Panthers bescheren Fans lang ersehnten Victory Monday!

Die Carolina Panthers sind wieder auf der Siegesstraße. Der 20-0 Heimerfolg war sicherlich spielerisch nicht auf höchstem Niveau, aber die Panthers konnten trotzdem gerade mit ihrer Defense überzeugen. Besonders in der zweiten Halbzeit sah das Team phasenweise richtig stark aus, denn zu diesem Zeitpunkt konnte auch die Offense den Ball gut bewegen. Die Detroit Lions dagegen waren eine wahre Katastrophe und haben nach der Niederlage keine wirklich realistische Chance mehr, die Playoffs zu erreichen.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

In der ersten Halbzeit wirkte die Offense sehr schwach. Zu oft entschied man sich auf early Down zu laufen und so hatte PJ Walker bei seinem ersten Start in der NFL oft schwierige Situationen zu meistern. Dies gelang ihm dann auch nur halbwegs gut. Durch seine Scrambling-Fähigkeiten konnte er zwar oft noch ein Play retten, aber immer wieder wurden Unsicherheiten in der Präzision sichtbar. Gepaart mit der Wahl des Spielzuges kostete dies oft den Drive und Punter Joseph Charlton musste auf das Feld.

In der zweiten Halbzeit bekam Walker mehr Vertrauen von Playcaller Joe Brady. Folglich konnte die Offense auch bessere Drives auf das Spielfeld bringen, wobei die Fehleranfälligkeit aber trotzdem noch bestehen blieb. Gegen einen halbwegs guten Gegner hätte das wahrscheinlich in einer Niederlage resultiert, aber die Lions konnten an diesem Tag keinen Profit daraus schlagen.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Selbst mit dem Backup Quarterback konnten die Receiver wieder zeigen, dass man auf dieser Position am besten aufgestellt ist. DJ Moore sorgte für 148 Total Yards und auch Curtis Samuel wusste mit 8 Targets und 74 Total Yards zu überzeugen. Gekrönt wurde die Leistung mit dem Touchdown im dritten Quarter auf Curtis Samuel. Es war der allererste Touchdown in PJ Walkers NFL Karriere.


Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

PJ Walker konnte stellenweise richtig gute Pässe zeigen, was in Kombination mit seinen Scrambles echt gut aussah. Leider gab es aber auch immer wieder Unsicherheiten. Manchmal interpretierte er die Routen der Receiver falsch und warf so zu viele Pässe in zu enge Fenster, welche zwei Mal zu Interceptions führte.

Die Interceptions in der Redzone waren natürlich katastrophal und schmälern  ungemein die ansonsten doch recht solide Vorstellung Walkers (36 Dropbacks für 24 Completions, 3 Scrambles, 258 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions und -0,03Epa/Play).

Die gesamte Offense erwischte aber keinen guten Tag. Wie schon die gesamte Saison, konnte Carolina überhaupt nicht den Ball laufen und brachte Walker somit gerade in der ersten Halbzeit in große Bedrängnisse (31 Läufe für 118 Yards, 1 Touchdown und -0,08Epa/Lauf).

Ganz so schlimm wie es die Statistiken aussagen, war das Laufspiel allerdings auch nicht. Mitte des letzten Quarters war das Spiel bereits entschieden und die Panthers wählten bei der Spielzugauswahl oft den Lauf, um die Zeit schneller verstreichen zu lassen. In neutralen Situationen wäre ein Pass die bessere Option gewesen. Dies mündete in weiteren Punts, die aber keinen Einfluss auf das Spiel nahmen.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense erwischte einen guten Tag und ließ nicht einen einzigen Punkt zu. Profitieren konnte man dabei natürlich auch vom schlechten Gameplan der Lions. Die Panthers haben eine der schlechtesten Cornerback-Gruppen der gesamten Liga, doch die Lions versuchten eine ganze Zeit lang ausschließlich den Ball zu laufen oder mit kurzen Pässen die Defense zu attackieren. Dass Carolina in diesen Regionen der Verteidigung gar nicht schlecht ist, konnte das Team aber schon während der Siegesserie zu Beginn der Saison beweisen und nun schlugen die Panthers wieder zu.

Das Laufspiel der Detroit Lions war wirklich nicht NFL-tauglich. Lediglich 7% der Runs resultierten in ein First Down und auch insgesamt sahen die Statistiken grausam aus (15 Runs für 40 Yards, 1 Turnover und -0,65Epa/Lauf).

Gegen Ende der Partie war Detroit durch den hohen Rückstand dazu gezwungen, den Ball auch auf Early Down zu werfen. In dieser Phase kam der Pass Rush der Panthers aber zum Vorschein und konnte die Offense Line der Lions dominieren.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Der Pass Rush war diesmal nicht nur eine One-Man-Show von Brian Burns. Neben ihm konnten sich auch Spieler wie Efe Obada, Zach Kerr oder Marquise Haynes ins Rampenlicht spielen. Gepaart mit verbesserter Coverage, konnte Burns endlich ein Spiel mit mehreren Sacks generieren. Seine Leistung in den vorherigen Spielen war nicht unbedingt schwächer, doch diesmal konnte der Quarterback durch eine gute Teamleistung der Panthers nicht mehr so leicht ausweichen.

Auch das Tackling war in diesem Spiel viel besser als noch zuvor. Juston Burris und Jeremy Chinn hatten in der gesamten Saison zu viele Spiele mit mehreren verpassten Tackles. In diesem agierten sie sehr sicher und sorgten mit ihren wichtigen Stops für lange Third Downs, die die Lions lediglich viermal in ein neues First Down umwandeln konnten.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Wie man sich bei keinem zugelassenen Punkt vorstellen kann, hatten die Panthers im Spiel keine wirkliche Schwäche. Die Mannschaft agierte im Gesamtbild sehr gut und glücklicherweise stach kein Spieler negativ heraus.

Die Leistung der Lions half dabei natürlich sehr. In diesem Spiel traf eine schlechte Offense auf eine gute Defense. Wenn Carolina aber in Zukunft wieder auf ein Team trifft, das aggressiver die intermediate und tiefen Routen anwerfen wird, ist leider wieder davon auszugehen, dass die Schwächen der Defense mehr zum Vorschein treten werden.

Andererseits zeigte dieses Spiel aber auch, dass es eine gewisse Qualität braucht, um die Panthers in Bedrängnis zu bringen. Hat man diese Qualität nicht oder erwischt als Team einen schlechten Tag, dann kann Carolina ein sehr unangenehmer Gegner sein.

Wie fällt das Fazit aus?

Der Spielplan in den Wochen zuvor war überaus schwer. Nun kommen endlich wieder Gegner, die für die Carolina Panthers schlagbar sind. In der Phase des Umbruchs kann man sicherlich noch nicht mit Teams wie Tampa Bay, Kansas City oder New Orleans mithalten, aber das sollte im ersten Jahr auch noch nicht das Ziel sein.

Gegen die Lions konnte das Team nun wieder beweisen, dass im Kader auch Potenzial steckt. Der Schedule wird nun einfacher und deswegen sollte es für Carolina auch noch mehr Siege geben. Andererseits hat das Spiel auch gezeigt, dass noch nicht alles funktioniert, denn in der Offense strauchelte man noch viel zu häufig.

Eine große Hilfe wird es aber sein, wenn Starting Quarterback Teddy Bridgewater wieder zum Team stoßen kann. Mit ihm ist es durchaus vorstellbar, dass der Record aus dem letzten Jahr mit fünf Siegen noch überboten werden kann. Dafür fehlen jetzt nur noch zwei Spiele, die die Panthers gewinnen müssen.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

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Eine gute Hälfte reicht nicht: Panthers gehen in der zweiten Halbzeit gegen Tampa Bay baden

Die Niederlagen fangen an, sich zu häufen. Nachdem die Carolina Panthers vor dem sechsten Spieltag noch einen positiven Record hatten, stehen sie nach der bitteren Heimniederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers nun bei 3-7. Die Leistung in dieser Partie war vor allem in der zweiten Halbzeit unterirdisch. Unterschiede zwischen den Panthers und einem Super Bowl Contender wurden deutlich und folglich war auch das 23-46 in der Höhe vollkommen gerechtfertigt.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Die Offense spielte eine gute erste Halbzeit, konnte aber den Schwung nicht in die zweite Hälfte mitnehmen. Nach der Pause funktionierte nichts mehr. Aufgrund des Spielstands wurde das Playcalling sehr passlastig. Da Teddy Bridgewater aber nicht mehr abliefern konnte, gelang es den Panthers in der zweiten Hälfte lediglich nach einem starken Kick-Return von Trent Cannon bis tief in die Redzone der Bucs, zu punkten. Aus eigener Kraft konnte die Offense nicht mehr scoren.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

DJ Moore war der beste Spieler in der Offense. Wann immer er den Ball bekam, wurde es für den Gegner gefährlich. Einerseits konnte er sich auf tiefen Routen gegen Carlton Davis durchsetzen und andererseits glänzte er auch immer wieder mit Yards nach dem Catch. Seine Leistung wurde mit 96 Yards und einem Touchdown belohnt.

Auch das Play-Calling war gerade in der ersten Halbzeit richtig gut. Die Designs im Screen-Game waren für die Defense schwierig zu lesen und so konnte Carolina auch einen Touchdown erzielen. Die Receiver liefen sich auch zunächst gut frei und erleichterten somit die Arbeit unseres Quarterbacks sehr.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Wie gegen die Chiefs, mussten die Panthers gegen Tampa Bay auch dieses Mal ins Risiko gehen. Wieder wurden vierte Downs ausgespielt und Fake Punts versucht. Wie zu erwarten, konnte die 100% – Erfolgsquote aus dem Spiel gegen die Chiefs nicht gehalten werden. Diesmal wurde das Risiko nicht belohnt und so zogen die Buccaneers immer weiter davon.

Teddy Bridgewater demonstrierte, wie so oft, wo seine Schwächen liegen und welche Grenzen sein Spiel hat. Klappten in der ersten Halbzeit selbst seine tiefen Würfe, wurde er nach der Pause viel ungenauer. Die Buccaneers verstanden es gut, Bridgewater weniger offene Receiver zu geben und so kam dieser in arge Probleme.

War der Quarterback sonst jemand, der immer versucht hatte auf freie Receiver zu werfen, war er diesmal gezwungen, bei 21% seiner Pässe in engere Fenster zu werfen. Das ist in der NFL kein extrem hoher Wert, doch bei Bridgewater ist in diesen Situationen besonders oft zu beobachten, dass er dann dramatisch schwächer spielt. Die Interception im dritten Quarter war dann das absolute Lowlight im Spiel. Infolgedessen waren seine Leistungen in der Gesamtbetrachtung auch nicht mehr besonders gut (30 Dropbacks für 18 Completions, 3 Scrambles, 3 Touchdowns, 1 Interception und -0,07Epa/Play).

Kurz vor Ende der Partie wurde der Quarterback extrem unglücklich vom Bucs Defender Jason Piere-Paul umgehauen. Dabei wurde Bridgewater so schwer verletzt, dass er bis zum Ende durch PJ Walker ersetzt werden musste.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Marty Hurney erzählte nach dem Draft, dass er eine Defense von der Front aus aufbauen will. Die Probleme dieser Taktik werden gegen gute Teams nun immer deutlicher. Die Panthers können keine guten Receiver covern. Bereits Drew Brees und Patrick Mahomes zeigten den Panthers dieses Problem auf und gegen Tampa Bay sah die Defense noch schlechter aus, da neben der Quarterback-Position bei den Buccaneers auch die Receiver exzellent besetzt sind. Folglich zeigte Tom Brady eine bravuröse Vorstellung (39 Dropbacks für 28 Completions, 1 Scramble, 343 Yards, 3 Touchdowns und 0,49Epa/Play).

Die Offense der Buccaneers ist im Passspiel sehr stark auf intermediate und tiefen Routen aufgebaut. Genau diese waren aber die großen Schwächen in der Passverteidigung der Panthers und so war es am Ende auch kein Wunder, dass Tampa Bay 46 Punkte erzielen konnte.

Die Laufverteidigung war dagegen besser. Immer wieder konnten Ronald Jones und Leonard Fournette früh im Spielzug gestoppt werden. Da aber im dritten Quarter die Panthers doch einen Fehler machten, kam Center Jenssen viel zu schnell zu Tre Boston durch und blockte so gut den Weg frei, dass Jones für einen 98 Yards Rushing Touchdown sorgen konnte, der auch die Statistik aufbesserte (33 Läufe für 209 Yards, 2 Touchdowns und 0,15Epa/Play).

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Shaq Thompson erwischte einen Sahnetag. Nicht nur sorgte er mit seinem Forced Fumble im ersten Drive für den einzigen Turnover der Panthers, sondern hatte er danach gerade in der ersten Halbzeit viele wichtige Stops. Leider war seine Leistung nicht wirklich ansteckend und so blieb seine Performance eher eine Randerscheinung im Spiel.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

In der Passverteidigung gab das Team eine ganz schwache Figur ab. Der sonst so starke Brian Burns hatte in diesem Spiel häufiger als sonst das Nachsehen. Da Brady zudem ein Quarterback ist, bei dem es für die Defense schwer ist Druck auszuüben, zeigte der Pass Rush sich insgesamt ziemlich zahnlos.

Größeres Problem war aber natürlich die Coverage. Die Panthers taten sich bereits in der gesamten Saison schwer, wenn der Gegner einen Elite-Receiver hatte.  Die Bucs kamen mit Mike Evans, Antonio Brown und Chris Godwin gleich mit dreien und folglich sah die Defense kein Land gegen diese starken Passempfänger.

Carolina versuchte die Spieler oft in einer mannorientierten Verteidigung zu decken, doch Troy Pride sah gerade gegen Ende extrem schlecht gegen Brown aus. Rasul Douglas hatte selten eine Chance gegen Evans und Godwin wurde oft im Duell gegen Corn Elder gefunden. Elders Deckung war dabei oft gar nicht so schlecht, doch da Brady immer wieder extrem genau den Pass spielte, kamen auch gegen Elder viele Completions zustande.

Zudem suchten die Buccaneers gerne das Duell der Tight Ends gegen Jeremy Chinn. Dieser zeigte auch wieder seine Schwäche im Tackling und beendete, wie so oft, ein Spiel mit mehreren Missed Tackles.

Die schlechte Coverage wurde – wie auch die Wochen zuvor – gerade bei Third Down deutlich. Die Panthers konnten die Buccaneers zwar mit einigen Stops in Third Downs bringen, doch in diesen Situationen hielt die Defense nicht Stand. Tampa Bay konnte sogar aus einem 3 & 19 ein neues First Down erzielen.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Tampa Bay Buccaneers scheinen zu stark für die Carolina Panthers zu sein. Im ersten Spiel in Woche 2 konnte das Team von Matt Rhule noch froh sein, dass es bereits zur Halbzeit 21-0 stand, denn dann nahm das Team aus Florida das Tempo raus. Fortan spielten sie viele kurze Pässe und liefen viel, sodass in diesem Spiel das Ergebnis mit 31-21 noch relativ knapp ausfiel. Beim zweiten Aufeinandertreffen stand es zur zweiten Halbzeit allerdings noch ausgeglichen und so musste Tampa Bay fast bis zum Ende alles geben. Dementsprechend ist auch die schwache Leistung der Defense zu erklären.

Auch wurde deutlich, dass die Panthers gegen starke Teams wie die Buccaneers extrem ins Risiko gehen müssen. Die Leistung gegen die Chiefs war, abgesehen vom letzten Quarter, gar nicht unbedingt besser, doch dort hatte das Team aus Charlotte eine Erfolgsquote bei 4th Down von 100%. Ist dieses Glück gegen so starke Teams aber mal nicht gegeben, treten die Schwächen auch auf dem Scoreboard zum Vorschein und die Spiele sind nicht mehr knapp.

Die schwierigste Phase im Schedule sollte das Team aber nun überstanden haben. Nachdem man nun nacheinander gegen die Saints, Chiefs und Buccaneers spielen musste, wird der Schedule wieder einfacher. Das heißt auch, dass nun Siege gegen Teams wie die Lions, Broncos oder Vikings wieder möglich sein sollten.

Wichtige Personalie ist dabei natürlich Teddy Bridgewater. Gute Verteidigungen können zwar oft seine Limitierungen aufdecken, doch insgesamt hat er das Team in seiner Struktur schon besser gemacht. Von PJ Walker oder Will Grier wäre er wohl kaum adäquat zu ersetzen.

Glücklicherweise ist nicht das schon bereits lädierte Knie verletzt worden. Bridgewater hatte sich bei den Vikings nämlich eine Knieverletzung zugezogen, wo zunächst nicht einmal feststand, ob er das Knie überhaupt behalten könne. Trotzdem ist die neue Verletzung extrem ärgerlich für ihn. Erste Informationen besagen, dass nichts gravierendes passiert sei und es sich um Schwellungen handelt. Sein Status für Sonntag ist jedoch weiterhin ungewiss. Von Seiten des „The German Riot e.V.“  kann man da natürlich nur beste Genesungswünsche abgeben.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com  nextgenstats.com

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