Recap: Carolina Panthers vs. Indianapolis Colts

Die Carolina Panthers vergeben auch ihre vorletzte Chance auf einen Sieg. Unter Will Grier verlor das Team gegen die Colts in Indianapolis mit 38:6. Hatte man vor dem Spiel noch Hoffnung, dass man gegen die Colts Chancen haben könnte, wurde man dann sehr enttäuscht. Mit dem ersten Drive zog Indianapolis bereits davon und wurde nie eingeholt. Was waren die Gründe für diese schwache Vorstellung Carolinas?

Will Grier feiert Debüt in Indianapolis

Die Erleichterung vor dem Spiel bei den Fans war groß. Endlich wurde verkündet, dass Grier ein Spiel starten sollte. Für die Evaluierung in der Offseason ist ein Start des jungen Quarterbacks, der in der dritten Runde des letzten Drafts gezogen wurde, sehr hilfreich. Der Zeitpunkt war am Ende vielleicht ein bisschen zu spät, doch ist es schon mal positiv, dass man sich überhaupt dafür entschied Grier starten zu lassen.

Im Spiel wiederum zeigte Will Grier zwar gute Ansätze, doch insgesamt hatte er einige Probleme. Viele der Pässe waren nicht ehr präzise. Immer wieder passte er sehr ungenau und gab den Receivern keine Chance den Ball zu fangen. Dass dann auch DJ Moore früh das Spiel mit einer Gehirnerschütterung verlassen musste, brachte weitere Unsicherheit ins Team. Auch die Receiver machten anschließend viele Fehler. Zwei davon führten sogar zu Interceptions. Grier warf zweimal in Double Coverage, doch der Ball wurde jeweils von der Defense gesichert. Da Grier dann noch eine weitere Interception warf, beendete er das Spiel mit keinem Touchdown und drei Turnover. Es bleibt nun zu hoffen, dass er im nächsten Spiel sich steigern wird, gerade was die Präzision betrifft.

#3 Will Grier, QB

Der Quarterback wurde zum Teil aber auch durch schlechtes Play-Calling in schwierige Situationen gebracht. Oft musste er ein langes Third Down überwinden, weil man zuvor in falschen Situationen mit Christian McCaffrey zu sehr den Ball laufen wollte. In diesen Momenten sah man dann aber auch einige positive Aktionen Griers. Sein Verhalten in der Pocket war echt gut und so konnte er doch ein paar Akzente setzen.

In der Offense war dann noch neben den OLinern Moton und Turner lediglich Christian McCaffrey auffällig. Dabei hatte er am Boden einen ganz schwachen Tag. Immer wieder rannte er in eine volle Box und beendete das Spiel mit einer Erfolgsrate von lediglich 31% am Boden. Als Receiver war er dafür aber umso effektiver. Immer wieder fing er den Ball auf kurzen Routen und erzielte dann oft mit vielen Yards nach dem Catch ein neues First Down. 

Die gleiche Defense – die gleichen Probleme

Konnten die Panthers im letzten Spiel das Laufspiel der Seahawks nach dem ersten Quarter gut stoppen, verfiel man nun wieder in alte Muster. Gegen die starke Offensive Line der Colts hatte Carolina nichts entgegenzusetzen. Immer wieder erzielten die Running Backs viel Raumgewinn und beendeten das Spiel mit einer Erfolgsrate von 57%. Dieser Wert ist schon extrem hoch, doch da es zudem viele Big Plays durch Läufe gab, konnten die Colts allein auf das Laufspiel setzen. Es fiel überhaupt nicht ins Gewicht, dass Colts Quarterback Jacoby Brissett auch nicht gut spielte. Lediglich durch Scrambles konnte er oft für Raumgewinn sorgen. Mitten im Spiel dezimierten sich die Panthers dann noch selbst. Nachdem er seinen Gegenspieler schlug, wurde Defensive Tackle Vernon Butler disqualifiziert. Er hat im nächsten Jahr keinen Vertrag. Da die NFL ihn wahrscheinlich sperren wird, war diese Aktion wohl seine letzte im Panthers Jersey. Nach der Disqualifikation funktionierte das Laufspiel der Colts natürlich noch besser.

Neben der Defense war auch das Special Team sehr schlecht. Zwei Punts wurden zum Touchdown zurückgetragen. Ein weiterer wurde dann so weit in die gegnerische Hälfte gebracht, dass Indianapolis es anschließend einfach hatte für den Touchdowns zu sorgen. Diese insgesamt 21 Punkte machten das ohnehin schon deutliche Spiel noch deutlicher. Es ist ein weiterer Tiefpunkt in Carolinas Saison. Offense, Defense und Special Team zeigten ganz schwache Performances. Hoffentlich können sich die Panthers in allen Bereichen nächste Woche gegen die Saints steigern, denn ansonsten könnte man im eigenen Stadion gegen New Orleans ähnlich hoch verlieren.

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