Recap: Seattle Seahawks vs. Carolina Panthers

Die Carolina Panthers verlieren auch ihr sechstes Spiel in Folge. Nach den zuvor desolaten Leistungen konnte man sich gegen die Seattle Seahawks nun zwar steigern, am Ende wurde aber auch dieses Spiel mit 24:30 verloren. Durch diese Niederlage fallen die Panthers noch weiter zurück und stehen nun bei einem Record von 5-9. Mit dem Spiel kann das Team aber wohl gut leben. Zwar ist der Ausgang natürlich ärgerlich, aber durch das Ergebnis konnte die Position im kommenden Draft verbessert werden. Darüber hinaus zeigte man gegen einen Super Bowl Contender eine ansprechende Leistung. Trotzdem gab es in Carolinas Spiel mal wieder viele Fehler, worauf natürlich auch eingegangen werden muss.

Kyle Allen erneut Schwachpunkt des Teams

Woche für Woche müssen Fans der Panthers sich anschauen, wie die Offense um Kyle Allen ins Straucheln gerät. Immer wieder entstehen eklatante Fehler unter Druck und auch die Präzision des Quarterbacks lässt zu wünschen übrig. Wurden diese Problematiken in den ersten Wochen dieser Saison durch gute Defense noch wegkaschiert, fällt nun immer mehr auf, dass Allen nicht gut genug für die NFL ist. Auch in diesem Spiel war das klar zu erkennen. Gerade die erste Halbzeit war wieder sehr schlecht. Lediglich Checkdowns und Screen-Pässe führten zu Completions. Immer wieder musste Punter Michael Palardy auf das Feld kommen, weil die Offense kaum First Downs erzielen konnte. Es entstand zwar in der ersten Halbzeit doch noch ein Touchdown für Carolina, was allerdings an einem Drive lag, der gute Variationen im Laufspiel hatte und so Christian McCaffrey, Curtis Samuel und DJ Moore viel Raumgewinn erzeugen konnten. Da aber die Seahawks mit der eigenen Offense zunächst immer scoren konnten, stand es zur Halbzeit bereits 20:7 für Seattle. Danach verbesserte sich Allens Performance zwar, doch machte er immer noch seine altbekannten Fehler. Insgesamt hatte er am Ende drei Interceptions und leistete damit seinem Team einen Bärendienst. Natürlich wurden bei diesem Spiel wieder Stimmen laut, die Will Grier auf der Quarterback-Position sehen wollten. Trotzdem spielte Allen das Spiel durch und es ist auch in Zukunft gut möglich, dass sich an dieser Situation nichts ändert.

#7 Kyle Allen, QB
Defense verschläft die Startphase

Auch in der Defense sah nicht alles gut aus. Gerade zu Beginn hatten die Panthers keine Chance. Jeder der drei ersten Drives der Seahawks endete mit einem Touchdown. Weder in der Laufverteidigung noch in der Passverteidigung konnte man einen wichtigen Stop erzielen. Schnell sah es danach aus, dass die Seahawks ziemlich unbedrängt zum Sieg marschieren könnten. Da man aber am lauflastigen Gameplan festhielt und Chris Carson immer wieder schnell gestoppt werden konnte, konnte Seattle nie davonziehen. Für Carolina war es wohl die beste Leistung in der Laufverteidigung der letzten Wochen. Zwar ließ man immer noch zu viel zu am Boden zu, doch insgesamt konnten die Seahawks trotz der starken Anfangsphase bei einer Erfolgsquote von lediglich 35% am Boden gehalten werden. Beim ersten und zweiten Versuch konnte die Quote sogar auf 31% verbessert werden. Immer wieder musste Seattle Running Back Carson in eine volle Box laufen und durch die große Anzahl an Läufen kam es dann auch häufiger zum Punt. 

Zeigte sich die Laufverteidigung verbessert, war die Passverteidigung dafür umso schlechter. Zwar erzielte Tre Boston eine tolle Interception, als bei einem Trickplay der Ball von Josh Gordon geworfen wurde, doch insgesamt ließ man viel zu viel zu. Gerade die Kombination Russell Wilson auf Tyler Lockett war von der Secondary der Panthers nicht zu stoppen, doch auch andere Receiver wie Josh Gordon konnten in dieser Offense mit den vielen vertikalen Pässen gut eingesetzt werden. Immer wieder attackierten die Seahawks die Schnittstellen zwischen Eric Reid und Donte Jackson und hatten damit sehr oft großen Erfolg. In der zweiten Halbzeit war die Präzision von Wilson nicht mehr ganz so gut wie noch zuvor, doch es war symbolisch für das Spiel, dass die Panthers bei dem letzten Spielzug nicht durch einen Lauf geschlagen wurden, sondern durch einen Pass, als die Seahawks noch ein First Down zum Abknien benötigten

#26, Donte Jackson & #25, Eric Reid
Offense solide

Letztendlich können die Panthers froh sein, dass Seattle das Passspiel nicht so oft einsetzte, denn ansonsten hätte Carolina wohl wieder 40 Punkte kassiert. So lässt sich nun aber ein bisschen Selbstbewusstsein tanken. Obwohl die Seahawks im Moment den zweiten Seed der NFC belegen, konnten sie das Spiel nur mit sechs Punkten gewinnen. Mit besserer Quarterback-Leistung hätte Carolina unter Umständen sogar das Spiel für sich entscheiden können. Die Offense scheint außer des Quarterbacks auch zu funktionieren. Samuel, Moore und McCaffrey sollten auch im nächsten Jahr bei den Panthers sein, weswegen man mit neuem Quarterback eine verbesserte Offense erwarten kann. Nun stehen allerdings noch zwei Spiele in diesem Jahr an. Zunächst treffen die Panthers auf die Indianapolis Colts. Dort wird die Laufverteidigung nochmal stark geprüft, denn Indianapolis ist bekannt dafür hinter einer starken Offensive Line viele effektive Läufe zu haben. Für die Panthers gibt das Spiel am Sonntag nochmal eine Chance die Saison versöhnlicher abzuschließen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.