Sam Darnold ist zurück. Nachdem der Quarterback letztes Jahr eine Seuchensaison hatte, durfte er sich nun wieder bei den Carolina Panthers beweisen. Gegen die Denver Broncos konnte er sein Team zu einem 23-10 Sieg führen. Das Spiel war ungefährdet. Carolina war das erste Team, das punktete und zog mit fortlaufender Spielzeit davon. Das Team aus Charlotte ist somit seit drei Heimspielen ungeschlagen.

Die Stats der Offense

Overall: 349Yards und 0,06Epa/Play (Platz 15/32 am Spieltag)

Passing: 164Yards und 0,25Epa/Play (Platz 9)

Rushing: 185Yards und -0,03Epa/Play (Platz 14)

Wie ist die Offense zu bewerten?

Die Panthers wollen seit der Übernahme von Wilks den Ball einfach nur laufen. Es ist dabei egal, ob der Lauf dabei funktioniert. Betrachtet man die Statistik auf First und Second Down in diesem Spiel, liefen die Panthers in diesen Situationen 39mal und passten dagegen bei lediglich 13 Versuchen.

Die Spielzugauswahl ist umso verrückter, wenn man die Erfolgsrate betrachtet. Wurde auf Early Down gelaufen, hatten die Panthers bei 38% der Spielzüge Erfolg für -0.04Epa/Run, während beim Pass die Erfolgsrate bei 54% und 0,71Epa/Dropback lag.

Steve Wilks hat aber nunmal diesen einen Plan. Geht die Strategie auf und hält die Defense, können leichte Gegner so besiegt werden. Problematisch wird es dann aber gegen stärkere Gegner wie in den vorherigen Wochen gegen Cincinnati oder Baltimore. Carolina hat aktuell nur einen Plan A. Zum Glück können so aber einige Spiele gewonnen werden.

D‘onta Foreman blüht auf

Nutznießer der lauflastigen Ausrichtung ist sicherlich RB D’Onta Foreman. In diesem Spiel konnte er wieder vier Tackles verhindern und hatte im Spiel drei Versuche über zehn Yards. Ob die Box mit Defendern zugestellt war oder nicht, Foreman bekam sehr oft den Ball.

Dabei war seine Situation alles andere als wünschenswert. Bei insgesamt 41% seiner Runs stellten die Broncos einen zusätzlichen Run Defender in die Box und darüber hinaus schwächelte die OLine in diesem Spiel im Run Blocking. Trotzdem schaffte es Forman am Ende 113 Rushing Yards bei 24 Versuchen zu erzielen.

Auch erwähnenswert ist der große Workload von Chuba Hubbard. Der Running Back hatte in diesem Spiel ganze 17 Runs. Wirklich erfolgreich war er dabei aber nicht. Er beendete das Spiel mit 68 Rushing Yards und -0,1Epa/Play.

Bei den ganzen Läufen war das erste Spiel Sam Darnolds schon fast eine Nebenattraktion. Der Quarterback hatte allerdings eine ansprechende Partie. Es war sofort die Chemie mit DJ Moore zu spüren. Nicht nur sein Touchdown Pass auf den Receiver zu Beginn der Partie war das Highlight im Spiel, sondern auch im letzten Quarter konnte er zielgenau eine 52 Yard Bombe präzise werfen.

Belohnt wurde Darnold mit jeweils einem Receiving- und einem Rushing Touchdown. Trotzdem war in diesem Spiel nicht alles gut vom jungen Quarterback. Vor seinem Rushing Touchdown fumbelte er den Ball und auch einige Pässen waren nicht präzise genug. Bei diesen Plays waren die Receiver zwar nicht weit offen, doch mit einem guten Pass wäre oft eine weitere Completion möglich gewesen. Insgesamt sollte das aber den Trend nicht schmälern. Das Spiel des Quarterbacks war vielversprechend.

Die Stats der Defense

Overall: 246Yards und -0,2Epa/Play (Platz 4)

Passing: 125Yards und -0,25Epa/Play (Platz 3)

Rushing: 121Yards und -0,07Epa/Play (Platz 18)

Wie ist die Defense zu bewerten?

Die Denver Broncos haben in der Offense das Problem, eine Offense mit Russell Wilson zu integrieren. Gerade wenn sie schnell im Rhythmus agieren müssen, haben sie Probleme.

Für die Panthers Defense war das eine gute Chance. Wilson hielt den Ball im Schnitt immer drei Sekunden bevor er den Ball warf. Durch einen starken Pass Rush konnte das Team aus Charlotte damit viel Schaden anrichten.

Überragender Akteur war dabei wie so oft Edge Rusher Brian Burns. Im ganzen Spiel hatte er zwei Sacks, zwei QB Hits und vier QB Hurrys. Er entschied das Spiel fast allein. Ein Drittel der Pressures des gesamten Teams entstanden durch ihn.

Auch Yetur Gross-Matoes beendete das Spiel mit sechs Pressures. Bei ihm muss im Gegensatz zu Burns allerdings angemerkt werden, dass viele der Pressures einfach ungeblockt waren, da die Panthers es immer wieder schafften, einen Pass Rusher durch Blitz Variationen freizumachen.

Mit dem starken Pass Rush und der soliden Laufverteidigung hatten die Panthers keine Probleme die Broncos zu stoppen. Bis tief ins vierte Quarter stand das Team aus Denver bei lediglich drei Punkten. Mit dieser Sicherheit konnte der Plan für die Panthers Offense dementsprechend auch sehr konservativ gewählt werden.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel der Panthers war sehr dominant. Der Trend der Defense geht klar nach oben. Mit solch einer Spitzenleistung der Verteidigung und einer gut aufgelegten OLine gibt es zumindest einen Plan, wie Carolina Spiele gewinnen kann. Das wird wahrscheinblich nicht für die Playoffs reichen, auch wenn die NFC South extrem schlecht ist, aber immerhin gewinnt das Team mit dieser Art und Weise einige Spiele und blamiert sich nicht in dieser Liga.

Nächste Woche haben die Panthers die Bye Week. Danach können sie gut gestärkt sicherlich noch einige Spiele gewinnen. Zwar ist ein Playoff-Einzug eher unwahrscheinlich, aber bei dem Restprogramm können Fans zumindest hoffen. Kann Darnold seine Leistung betätigen, sind die Spiele bestimmt auch wieder schön anzusehen.

Quellen: rbsdm.com  espn.com   nextgenstats.com