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Upset Sieg in der Prime-Time

Was für eine Nacht in Charlotte.

Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt durften die Carolina Panthers ein Sunday-Night-Football-Spiel im heimischen Bank of America Stadium austragen. Und unsere Panthers lieferten. In einem über weite Strecken hochklassigen und am Ende dramatischen Spiel bezwang Carolina die Detroit Lions mit 32:26 und sichert sich damit den zweiten Sieg der Saison.

Nach dem überzeugenden Auftritt gegen die Atlanta Falcons war die Partie gegen Detroit der nächste echte Härtetest. Und auch wenn es am Ende noch einmal unnötig spannend wurde, zeigte Carolina über weite Strecken, dass man mit den Lions auf Augenhöhe ist.

Analyse des Spielverlaufs

Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Detroit eröffnete das Scoring mit einem 54-Yard-Field-Goal durch Jake Bates. Carolina antwortete jedoch schnell und brachte mit Chuba Hubbard erstmals die Endzone ins Spiel.

Im ersten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Panthers bewegten den Ball gut und fanden immer wieder Lücken in der Defense der Lions. Gleichzeitig gelang es Carolina, Jahmyr Gibbs weitgehend aus dem Laufspiel herauszuhalten.

Nach einem weiteren Field Goal von Ryan Fitzgerald und einem Touchdown von Tetairoa McMillan ging Carolina mit einer 13:10-Führung in die Schlussphase der ersten Halbzeit.

Detroit antwortete allerdings noch vor der Pause. Jared Goff fand seine Receiver immer wieder, während Jake Bates weiterhin zuverlässig blieb. Zur Halbzeit stand es schließlich 16:16.

Nach der Pause gehörte das Spiel dann zunächst klar den Panthers.

Carolina erzielte im dritten Viertel zwei Touchdowns und konnte sich erstmals etwas absetzen. Chuba Hubbard sorgte mit seinem zweiten Touchdown des Abends für die 29:16-Führung.

Doch Detroit gab sich nicht geschlagen.

Jared Goff brachte die Lions zurück ins Spiel und verkürzte den Rückstand. Spätestens nach dem Touchdown von Sam LaPorta im vierten Viertel wurde aus einem eigentlich kontrollierten Panthers-Sieg wieder ein echter Krimi.

Carolina führte 32:26 – und Detroit bekam noch einmal den Ball.

Bryce Young – Das bisher beste Spiel der Saison

Wenn man über diesen Sieg spricht, muss man bei Bryce Young anfangen.

Der Panthers-Quarterback spielte eines seiner besten Spiele im Trikot von Carolina. 29 von 41 Pässen für 329 Yards und zwei Touchdowns zeigen bereits die nackten Zahlen. Vor allem aber wirkte Young über weite Strecken ruhig, sicher und kontrolliert.

Die Lions Defense fand lange Zeit kein Mittel gegen ihn.

Young verteilte den Ball konsequent und nahm auch unter Druck immer wieder die richtigen Entscheidungen. Besonders beeindruckend war seine Präzision über die Mitte des Feldes und bei den wichtigen Third Downs.

Nach den ersten vier Spielen der Saison lässt sich damit durchaus feststellen: Bryce Young macht den nächsten Schritt.

Tetairoa McMillan – Ein Abend für die Geschichtsbücher

Was soll man dazu noch sagen?

Tetairoa McMillan hatte gegen Detroit einen absoluten Sahnetag. Der Passempfänger stellte mit 14 gefangenen Pässen für 192 Yards einen neuen Karrierebestwert auf und fing zudem beide Touchdown-Pässe von Bryce Young.

14 Receptions. 192 Yards. Zwei Touchdowns.

McMillan war für die Lions Defense praktisch nicht zu stoppen.

Immer wieder fand Young seinen Receiver in wichtigen Situationen. Egal ob kurze Pässe, schwierige Würfe über die Mitte oder die großen Plays – McMillan war der zentrale Faktor in Carolinas Passing Game.

Die Verbindung zwischen Young und McMillan entwickelt sich damit immer mehr zu einem der spannendsten Duos der Panthers.

Chuba Hubbard – Der perfekte Ausgleich

Während Bryce Young durch die Luft dominierte, sorgte Chuba Hubbard am Boden für die nötige Balance.

122 Rushing Yards und zwei Touchdowns bei 20 Läufen waren ein weiterer Schlüssel zum Erfolg.

Besonders wichtig war, dass Carolina auch im Laufspiel konstant Yards generieren konnte. Die Panthers zwangen Detroit dadurch, nicht ausschließlich auf das Passspiel zu reagieren.

Hubbard zeigte dabei erneut, warum er für diese Offense so wichtig ist.

Wenn Carolina sowohl über Young durch die Luft als auch über Hubbard am Boden funktionieren kann, wird die Panthers-Offense für gegnerische Defenses deutlich schwerer auszurechnen.

Die Defense – Am Ende zählt der letzte Drive

Defensiv war es sicherlich nicht die perfekte Vorstellung.

Jared Goff warf für 412 Yards und die Lions bewegten den Ball gerade in der zweiten Hälfte immer wieder gut über das Feld. Trotzdem gelang es Carolina, die wichtigsten Situationen zu gewinnen.

Besonders wichtig war dabei, dass Jahmyr Gibbs im Laufspiel weitgehend kontrolliert werden konnte. Gibbs kam auf lediglich 46 Rushing Yards.

Und dann kam der letzte Drive.

Detroit hatte beim Stand von 32:26 noch die Möglichkeit, das Spiel komplett zu drehen. Doch Carolina hielt stand.

Bei Fourth Down und 13 Yards musste Detroit tief in der eigenen Hälfte alles auf eine Karte setzen. Goff fand Isaac TeSlaa, doch der Receiver wurde kurz vor dem benötigten Yard gestoppt.

Game Over.

Die Panthers übernahmen den Ball, Bryce Young kniete ab und Carolina durfte den Sieg feiern.

Fazit und Ausblick

Was bleibt nach diesem Spiel?

Vor allem eines: Die Panthers haben gezeigt, dass sie auch in engen Spielen gewinnen können.

Gegen Atlanta war es ein dominanter 34:3-Sieg. Gegen Detroit musste Carolina bis zur letzten Sekunde kämpfen. Genau diese unterschiedlichen Wege zum Erfolg sind für ein Team in der Entwicklung enorm wichtig.

Bryce Young spielt mit zunehmender Sicherheit. Chuba Hubbard liefert konstant. Tetairoa McMillan entwickelt sich zu einer echten Nummer-eins-Waffe und die Defense schafft es, in den entscheidenden Momenten die nötigen Stops zu setzen.

Mit dem 32:26 gegen die Detroit Lions verbessert sich Carolina auf 2:2.

Und jetzt kommt die Bye Week.

Nach vier Spielen steht damit eine ausgeglichene Bilanz zu Buche. Zwei Siege, zwei Niederlagen – aber vor allem eine Mannschaft, die nach der bitteren Niederlage gegen Chicago eine bemerkenswerte Reaktion gezeigt hat.

Atlanta geschlagen.

Detroit geschlagen.

Und plötzlich sieht die Saison der Carolina Panthers deutlich interessanter aus, als viele nach Woche eins gedacht haben.

Jetzt heißt es erst einmal durchatmen, Verletzungen auskurieren und Kräfte sammeln.

Denn nach der Bye Week wartet mit den Philadelphia Eagles direkt die nächste große Aufgabe.

KEEP POUNDING

Panthers verlieren mehr als nur das Spiel

Das dritte Spiel der Saison ist in den Büchern. Gegen die Cleveland Browns verloren die Carolina Panthers leider mit 18:21. Lange Zeit sah es nach einer zähen Angelegenheit aus, wobei der enge Spielstand die Partie stets spannend hielt. Im letzten Quarter fielen dann die meisten Punkte und die Partie wurde sogar dramatisch. Am Ende konnte Cleveland aber als Sieger vom Feld gehen.

Bryce Young erneut unter Dauerdruck

Zum wiederholten Male sah die OLine wacklig aus. Bei insgesamt 54,9 % der Dropbacks stand Bryce Young unter Druck. Lediglich G Damien Lewis zeigte eine brauchbare Leistung. Alle anderen Starter ließen immer wieder Pressures, Hurries und sogar Sacks zu. C Luke Fortner war in der Mitte immer wieder mit Browns-DT Mason Graham überfordert.

Die Browns zeigten vor dem Snap immer wieder Pressure-Looks und brachten damit die Protection der Panthers ins Schwimmen. Dabei wusste die Protection der Panthers anschließend nicht, welche Spieler in Coverage droppen und welche auf Bryce Young Druck machen würden. Die Abstimmung innerhalb der OLine fehlte immer wieder. Doch auch die einzelnen Duelle über außen wurden von den beiden OTs Monroe Freeling und Rasheed Walker zu oft verloren.

Das Running Game kommt erst im Verlauf des Spiels in Fahrt

Auch das Running Game litt unter der schwächelnden Leistung der OLine. RB Chuba Hubbard hatte eine schwierige erste Hälfte, in der er häufig früh gestoppt wurde. In Hälfte zwei wurde das Laufspiel besser. Besonders im vierten Quarter tat die Rückkehr des zuvor verletzten G Damien Lewis gut, sodass einige Duo-Runs nun häufiger mehr als 10 Yards einbrachten. Hubbard konnte die Partie dadurch mit 19 Carries für 82 Yards beenden.

Cleveland nimmt die tiefen Big Plays weg

Für Cleveland fiel der starke CB Tyson Campbell für die Partie aus. Vielleicht war das ein wichtiger Grund dafür, dass die Browns immer wieder vor dem Snap mit zwei tiefen Safetys spielten und mehr auf Zone Coverage setzten. WR Tetairoa McMillan konnte kaum eingesetzt werden und kam lediglich auf 2 Catches für 17 Yards.

Eine fast identische Statline hatte WR Jalen Coker. Auch er tat sich diesmal schwer, Big Plays aufzulegen. Dabei erhielt der Receiver zwei tiefe Targets, bei denen Bryce Young sogar eine cleane Pocket hatte. Beim ersten Pass war der Ball extrem gut platziert, doch Browns-Cornerback Mekhi Blackmon war extrem eng in Coverage und verhinderte den Catch. Bei der zweiten Situation lief Coker sogar endlich einmal hinter die Safetys und hätte einen grandiosen Touchdown erzielen können. Doch genau dann warf Young einen zu unpräzisen Pass, der für Coker nicht zu fangen war.

In der zweiten Halbzeit fiel Coker dann sogar aus und kehrte nicht mehr zurück. Neben G Damien Lewis war er damit der zweite große Verlust für die Offense in diesem Spiel. Young musste nun häufiger die kürzeren Pässe spielen, unter anderem auf die Tight Ends Waller, Tremble und Evans sowie auf WR John Metchie. Das funktionierte in der zweiten Hälfte besser und so konnte der Ball zunehmend besser durch die Offense bewegt werden.

Neben der schwächelnden Protection der OLine führten auch einzelne Ungenauigkeiten von Young zu Incompletions. Es war ihm anzumerken, dass ihm der Spielstil mit schnelleren Pässen ohne große Big Plays nicht unbedingt lag. Trotzdem zeigte er eine ordentliche Partie und hielt die Panthers trotz des hohen Drucks mit guten Scrambles immer wieder im Spiel. Am Ende standen für ihn 291 Passing Yards bei 6,1 Yards pro Versuch zu Buche.

Zu viele Fehler auch in der Defense

Die Offense schwächelte zwar, schaffte es am Ende aber, Punkte aufs Board zu bringen. Eigentlich hätte eine gute Leistung der Defense gereicht, um das Spiel zu gewinnen, doch auch hier passierten zu viele Fehler.

In der ersten Halbzeit schafften es die Browns, mit RB Quinshon Judkins einige Plays am Boden aufzulegen. Das Running Game der Browns war zwar nicht überragend, reichte aber immer wieder aus, um die Offense in Schwung zu halten. In der zweiten Halbzeit agierte Carolina dann besser. Besonders Tyrel Dodson, Derrick Brown und Pat Jones hatten einige Highlight Plays und konnten das Laufspiel immer wieder gut stoppen.

Wie schon in den Partien zuvor konnte der gegnerische Quarterback allerdings wieder einige gute Scrambles für großen Raumgewinn erzielen. Gegen die Browns hatte der Panthers Pass Rush um Princely Umanmielen, Jaelan Phillips und Derrick Brown einige gute Plays an der Line, doch zu oft fand Browns Quarterback Deshaun Watson einen Ausweg. Dabei erreichte er nicht nur die First-Down-Markierung, sondern sorgte auch immer wieder für größere Raumgewinne. Watson beendete die Partie dadurch mit 45 Rushing Yards.

Die Panthers scheitern an den Fourth Downs

Ein weiteres Problem war die Ausbeute auf Fourth Down. Während die Browns zwei Conversions in diesen Situationen hatten, klappte bei den Panthers keines der drei Fourth Downs.

Besonders ärgerlich war die Aktion im letzten Drive von Cleveland. Die Browns benötigten einen Touchdown, denn ansonsten hätte Carolina die Partie gewonnen. Die Panthers schafften es eigentlich, den Drive zu stoppen, doch dann kam auf Fourth Down eine zweifelhafte Flagge. Bobby Okereke wurde wegen „Roughing the Passer“ bestraft. Cleveland nutzte die zusätzliche Chance anschließend und erzielte den Touchdown. Bryce Young erhielt mit der Offense zwar noch einmal den Ball, doch es war zu wenig Zeit auf der Uhr, um das Spiel noch einmal zu drehen.

Die Panthers verlieren mehr als nur das Spiel

Auch wenn Deshaun Watson durch die Luft gut gestoppt werden konnte, sorgten die Cornerbacks der Panthers für große Negativschlagzeilen. Mit Mike Jackson und Jaycee Horn mussten gleich beide Starter verletzungsbedingt das Spiel vorzeitig beenden. Besonders bei Horn sieht es nach einer Verletzung aus, die ihn auch die nächsten Wochen oder gar die Saison kosten könnte. War die Niederlage schon nicht schlimm genug, machten die vielen Verletzungen wichtiger Starter die Lage für die Zukunft der Panthers noch schlimmer.

Immerhin kam Bryce Young aber immer wieder zurück in die Partie. Nach den abgeschlossenen Drives war zu sehen, wie er immer wieder humpelnd zur Seitenlinie zurücklief. Insgesamt sah es nicht nach einer schwerwiegenden Verletzung aus, doch auch bei ihm bleibt abzuwarten, wie sich die Verletzung im Laufe der Saison weiterentwickelt.

Als Nächstes stehen die Detroit Lions an. Sollten Coker und Lewis fit sein, sollte die Offense gegen die schwächere Defense wieder einige Punkte auflegen können. Mit den Lions kommt allerdings auch eine sehr starke Offense, die den Panthers sowohl am Boden als auch durch die Luft große Probleme bereiten wird.

Ein Statement in Atlanta – Sieg im Divisionsduell

Nach der bitteren 37:59-Niederlage gegen die Chicago Bears war die Ausgangslage für die Carolina Panthers klar: Im ersten NFC-South-Duell der Saison musste eine Reaktion her. Und wie unsere Panthers reagierten. Mit einem überzeugenden 34:3-Auswärtssieg bei den Atlanta Falcons zeigte Carolina am Sonntag ein komplett anderes Gesicht und lieferte insbesondere defensiv eine beeindruckende Antwort auf die schwache Leistung der Vorwoche.

Analyse des Spielverlaufs

Von Beginn an war zu erkennen, dass die Panthers dieses Spiel unbedingt kontrollieren wollten. Bereits der erste Drive der Falcons endete mit einem Fumble, den Carolina tief in der Hälfte Atlantas übernehmen konnte. Wenig später fand Bryce Young Chuba Hubbard in der Endzone – 7:0 Panthers.

Es entwickelte sich anschließend ein Spiel, das Carolina über weite Strecken vollständig im Griff hatte. Die Panthers bewegten den Ball effizient, vermieden eigene Turnover und setzten Atlanta gleichzeitig konstant unter Druck.

Nach einem Field Goal von Ryan Fitzgerald und einem weiteren Field Goal zum 13:0 übernahm Carolina endgültig die Kontrolle. Atlanta konnte lediglich durch ein 41-Yard-Field-Goal von Nick Folk antworten.

Kurz vor der Halbzeit folgte dann ein weiterer wichtiger Moment: Young fand Xavier Legette für 55 Yards und nur wenige Plays später Darren Waller zum Touchdown. Mit einer 20:3-Führung ging es in die Kabine.

Nach der Pause machte Carolina genau dort weiter. Ein langer Drive über 73 Yards endete mit dem zweiten Touchdown von Darren Waller. Spätestens beim 27:3 war klar, dass Atlanta an diesem Nachmittag keine Antwort mehr finden würde.

Den endgültigen Deckel auf das Spiel setzte anschließend Devin Lloyd. Nachdem Cooper Rush bereits zweimal Turnover produziert hatte, übernahm Rookie Jack Strand das Quarterback-Spiel der Falcons. Gleich sein erster NFL-Pass wurde von Lloyd abgefangen und über 16 Yards zum Pick-Six zurückgetragen.

34:3 – und damit war die Wiedergutmachung perfekt.

Bryce Young – Effizient, kontrolliert und ohne Turnover

Nach seinem starken Auftritt gegen die Falcons in der vergangenen Saison war Bryce Young auch dieses Mal einer der entscheidenden Faktoren.

23 von 36 Pässen für 287 Yards und drei Touchdowns sprechen eine deutliche Sprache. Besonders wichtig war jedoch, dass Young ohne Turnover blieb und das Spiel jederzeit unter Kontrolle hatte.

Dabei musste er gar nicht versuchen, das Spiel mit spektakulären Würfen alleine zu entscheiden. Young verteilte den Ball, nahm die richtigen Entscheidungen und attackierte die Schwächen der Falcons Defense genau dort, wo sie entstanden.

Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte sich, wie gut Carolina mittlerweile verschiedene Waffen im Passspiel einsetzen kann. Xavier Legette und Darren Waller sorgten für unterschiedliche Matchups und gaben Young mehrere Möglichkeiten.

Nach der Niederlage gegen Chicago war genau diese Ruhe und Kontrolle wichtig.

Darren Waller – Die neue Red-Zone-Waffe

Es hat nicht lange gedauert, bis sich die Verpflichtung von Darren Waller bemerkbar macht.

Der 34-jährige Tight End fing drei Pässe für 33 Yards – zwei davon allerdings für Touchdowns. Gerade in der Red Zone zeigte sich seine Erfahrung. Beide Scores kamen aus kurzer Distanz und unterstrichen, welchen Wert Waller für Bryce Young und die Panthers-Offense haben kann.

Besonders interessant ist dabei die Entwicklung der Chemie zwischen Young und Waller. Waller ist aufgrund seiner Erfahrung ein Spieler, dem Young offenbar bereits früh vertraut. Genau diese Verbindung könnte im weiteren Saisonverlauf noch häufiger entscheidend werden.

Für eine Offense, die in der vergangenen Saison häufig nach einem verlässlichen Red-Zone-Target gesucht hat, ist das definitiv ein vielversprechendes Signal.

Defense der Panthers – Von 59 auf 3 Punkte

Über die Defense muss nach diesem Spiel eigentlich kaum diskutiert werden.

Eine Woche nach 59 zugelassenen Punkten gegen Chicago hielt Carolina die Falcons bei gerade einmal drei Punkten. Atlanta kam zwar insgesamt auf 286 Yards, konnte daraus aber nahezu überhaupt keinen Profit schlagen.

Besonders beeindruckend war der Umgang mit den Turnovern. Insgesamt erzwangen die Panthers fünf Turnover. Cooper Rush warf zwei Interceptions und verlor zusätzlich einen Fumble. Rookie Jack Strand warf bei seinem ersten NFL-Pass ebenfalls eine Interception und verlor später noch einen Fumble.

Und mittendrin: Devin Lloyd.

Der Linebacker war der überragende Spieler dieser Defense. Neun Tackles, ein Sack, drei Pass Deflections und zwei Interceptions – inklusive Pick-Six. Eine derartige Allround-Performance lässt sich kaum besser zusammenfassen.

Nach dem Debakel gegen Chicago war das genau die Antwort, die es gebraucht hat.

Fazit und Ausblick

Dieser Sieg war weit mehr als nur ein weiterer Erfolg in einem NFC-South-Duell. Die Panthers haben nach der enttäuschenden Leistung gegen Chicago eine deutliche Reaktion gezeigt.

Besonders wichtig ist dabei die Balance: 34 erzielte Punkte, nur drei zugelassene Punkte, fünf erzwungene Turnover und kein eigener Turnover.

Genau diese Kombination hat Carolina in Atlanta zum ungefährdeten Sieger gemacht. Die Offense muss dabei gar nicht perfekt sein, wenn die Defense solche Leistungen abliefert und Bryce Young das Spiel kontrolliert.

Mit dem 34:3-Erfolg holen sich unsere Panthers nicht nur den ersten Sieg der Saison, sondern auch ein Stück des verlorenen Vertrauens zurück.

Jetzt gilt es, diese Leistung zu bestätigen. Denn mit den Cleveland Browns wartet in der kommenden Woche bereits die nächste Aufgabe auf Carolina.

Der erste Schritt nach der Chicago-Klatsche ist gemacht. Jetzt muss sich zeigen, ob die Panthers aus dieser Reaktion einen Trend machen können.

KEEP POUNDING

59 Punkte! Panthers-Defense erlebt Debakel gegen Chicago

Die Saison 2026 ist gestartet. Wie so oft in den letzten Jahren verloren die Carolina Panthers ihr erstes Spiel. Gegen die Chicago Bears wurde es zu Hause leider auch sehr deutlich. Mit 59:37 bekam besonders die Defense keinen Zugriff auf das Spiel. Was die weiteren Gründe und Geschichten der Niederlage waren, erfahrt ihr hier.

Chicago läuft Carolina einfach über den Haufen

Wie so oft in der Vergangenheit müssen wir wieder über die schlechte Run Defense der Panthers sprechen. Carolina ließ insgesamt gegen die Bears 291 Yards am Boden zu. Pro Lauf erzielte Chicago dabei 7,5 Yards. Die 6 Rushing-Touchdowns komplettieren dabei die vernichtende Statistik.

Eigentlich war allen bewusst, dass Bears HC Ben Johnson mit seinen Duo-Run-Konzepten die Panthers DLine attackieren würde. Die physische Dominanz war dabei aber enorm. Die ausgewählten Double Teams brachten die Panthers DLine immer wieder in Bedrängnis. Immer wieder schafften es die Bears OLiner schnell ins nächste Level zu gelangen und dort große Lücken zu reißen, die von den Running Backs Swift und Monangai genutzt werden konnten.

Johnson nutzte immer wieder vor dem Snap Motion, um seine Blocking-Konzepte anzupassen und die Panthers vor Schwierigkeiten zu stellen. Auch die Receiver spielten dabei eine wichtige Rolle. Beim Touchdown zum 45:31 lief Kalif Raymond von außen nach innen. Obwohl er neben Jimmy Horn der wohl leichteste Spieler auf dem Feld war, konnte er durch das Momentum aus der Motion Panthers Edge Princely Umanmielen wegblocken und seinem Running Back Kyle Monangai den Weg zum Touchdown ebnen.

Die Panthers waren insgesamt nicht nur physisch, sondern auch schematisch unterlegen. Die beiden neuen Linebacker Bobby Okereke und besonders Devon Lloyd waren dabei nicht die erhoffte Unterstützung gegen den Lauf. Das spiegelte sich auch in ihren PFF-Rushing-Grades wider: Okereke kam gegen den Lauf auf 56,8, Lloyd sogar nur auf 45,8.

Will Lee und Devon Lloyd werden zum Problem

Bei 59 zugelassenen Punkten war aber nicht nur das Running Game ein Problem. Auch durch die Luft konnten die Panthers kaum einen Stop erzielen. Chicago QB Caleb Williams hatte zwar Phasen mit weniger Präzision, am Ende erzielte er aber trotzdem starke 269 Passing Yards. Pro Versuch entsprach das einem Schnitt von starken 9,3 Yards (21 angekommene Pässe bei 29 Versuchen). Zusätzlich konnte er 2 Passing Touchdowns auflegen.

Ziemlich schnell stach Panthers CB Will Lee als Schwachstelle heraus. Bei einem tiefen Pass auf Rome Odunze verlor er den Bears-Receiver schnell aus den Augen und ließ einen 47-Yard-Catch zu. Er stabilisierte sich nie wirklich im Spiel und war am Ende mit 98 zugelassenen Coverage Yards der schwächste Panthers-Defender.

Dass Lee überhaupt 24 Snaps spielte, lag an einem schematischen Kniff von DC Ejiro Evero. Durch den jungen Cornerback konnte Jaycee Horn mehr Snaps im Slot spielen und dort die im letzten Jahr schwächelnde Panthers-Coverage über die Mitte unterstützen. Da Lee aber außen so überrumpelt wurde, hatte diese Taktik nur mäßigen Erfolg.

Die zweitmeisten Coverage-Yards gab überraschenderweise LB Devon Lloyd ab. Der All-Pro 2025 wurde eigentlich extra geholt, um die Coverage über die Mitte zu stabilisieren. Mit einer PFF Coverage Grade von 36,7 war er allerdings eher ein weiterer Unsicherheitsfaktor auf dem Feld.

Williams entkommt dem Panthers Pass Rush

Auch wenn die Defense so schwach auftrat, waren im Pass Rush ein paar wenige Lichtblicke vorhanden. Princely Umanmielen, Travis Gipson und Jaelan Phillips beendeten alle den Spieltag in den Top 25 bei der Pass Rush Win Rate aller Edge Rusher. Neben 2 Sacks konnte Carolina Caleb Williams in 42,1 % seiner Passing Plays unter Druck setzen.

Der Bears QB wusste aber immer wieder, dem Druck auszuweichen und sich als Scrambler Zeit zu erkaufen. Insgesamt benötigte er 3,47 Sekunden, um den Ball zu werfen. Fand er keinen freien Receiver, sorgte Williams selbst für Raumgewinn. Carolina schaffte es kaum, ihn in der Pocket zu halten.

Bryce Young und Coker sorgen für Hoffnung

Bis spät ins dritte Quarter konnten die Panthers die Partie eng gestalten. Unter dem neuen Playcaller Brad Idzik spielte QB Bryce Young groß auf. Immer wieder konnte er seine starken tiefen Pässe nach außen anbringen und in der Redzone seine Scramblingqualitäten aufzeigen. Insgesamt beendete er das Spiel mit 22 angebrachten Pässen bei 37 Versuchen für 361 Yards. Er erzielte dabei einen starken Schnitt von 9,5 Yards pro Passversuch.

Besonders die Connection mit WR Jalen Coker war überragend. Die Bears Cornerbacks bissen immer wieder auf die Double Moves von Coker an. Der junge Receiver konnte die Partie so mit 8 Receptions für 138 Yards und 2 Touchdowns abschließen.

Mit zunehmender Spieldauer verstanden es die Bears aber immer besser, die tiefen Pässe der Panthers wegzunehmen. Dadurch musste Bryce Young mehr über die ungeliebte Mitte passen. Diesmal wirkte er dabei sicher. Es fehlten nun aber die explosiven Plays. Es fiel auf, dass hinter Coker und WR Tet McMillan auf den kurzen Routen ein dritter Receiver fehlte. Wirklich gute Separation konnten die Panthers nicht mehr kreieren und so wurde das Passing Game mit zunehmendem Spielverlauf immer schwächer.

Turnover bremsen die Aufholjagd

Ein großes Thema dieser Niederlage waren die eigenen Turnover. Nach gutem Beginn verursachte Returner Jimmy Horn einen Muffed Punt, der den Bears in die Karten spielte. Gegen Ende der Halbzeit fehlte es dann Bryce Young bei einem Wurf auf Coker ein wenig an Präzision. Der Pass geriet nicht nur Incomplete, sondern wurde von den Bears abgefangen.

In der zweiten Halbzeit mussten die Panthers gegen den immer größer werdenden Rückstand ankämpfen. Mitten in der Aufholjagd verlor Tet McMillan per Fumble den Ball und verursachte damit den dritten kostspieligen Turnover.

Insgesamt haben die Turnover wahrscheinlich nicht den Sieg gekostet, doch sie machten das Spiel so eindeutig, dass die Panthers am Ende keine Chance auf ein Comeback mehr hatten.

Eine weitere tolle Leistung erzielte OT Rasheed Walker. Neben Jalen Coker und Bryce Young war er wahrscheinlich der drittbeste Mann der Panthers. Seine Leistung im Blocking war so gut, dass er von PFF eine Pass Block Grade von 88,6 und eine Run Block Grade von 81,8 erhielt.

Die Playoffs geraten früh in Gefahr

Nach einer Offseason voller Vorfreude ist die Stimmung nach dieser Niederlage stark gedämpft. Besonders DC Ejiro Evero steht stark in der Kritik. Eigentlich sollte die Defense durch die Neuverpflichtungen von Jaelan Phillips und Devon Lloyd zum Anker des Teams werden. Gegen die Bears war diese Unit allerdings unterirdisch schlecht.

Die Bears waren mit ihrem Running Game natürlich aber auch eine der schwierigsten Aufgaben. Dass die Performance gegen den Lauf dann aber so schlecht ausfiel, hätten wahrscheinlich auch die größten Kritiker nicht erwartet.

In der NFC South haben an diesem Spieltag alle Teams verloren. Für die Panthers ist das zunächst ein kleiner Lichtblick. Viel wichtiger ist aber die eigene Leistung. Vor allem die Probleme gegen den Lauf müssen schnell behoben werden. Andernfalls könnte der schwache Saisonstart schon früh die Playoff-Hoffnungen gefährden.

Zwischen Hoffnung und Fragezeichen: Die Panthers vor der neuen Saison

Am Sonntag startet die neue Saison 2026. Kurz vor Beginn schauen wir nochmal genau auf die Carolina Panthers. Was hat sich im Vergleich zur letzten Saison getan und gibt es wieder eine Chance auf die Playoffs?

Neue Saison – Alter Quarterback

Auf der wichtigen Quarterback-Position bleibt alles wie zuvor. Bryce Young hat sogar die Fünfjahresoption bekommen, was ihn nicht nur diese Saison, sondern auch 2027 an die Panthers bindet.

Der junge Quarterback kommt dabei leider wieder aus einer schwächeren Saison. Mit einer PFF Passing Grade von 68,2 belegte er lediglich Platz 25 von 36 in der NFL. Nach EPA/Play war es gar nur Platz 29.

Nach einem verkorksten Start riss er ab Woche 11 zumindest das Ruder einigermaßen um und beendete die Saison mit einer guten Performance in den Playoffs gegen die Los Angeles Rams. In diesem Jahr gilt es nun, Konstanz in sein Spiel zu bringen. Besonders seine große Schwäche bei mittellangen Pässen über die Mitte (3 Big Time Throws im Gegensatz zu 10 Turnover Worthy Throws und einem NFL Passer Rating von lediglich 60,5 bei diesen Würfen) gilt es zu überbrücken. Seine Stärke bei tiefen Pässen nach außen und Würfen aus Scrambles sollte dagegen weiterhin ausgespielt werden.

Unterstützt wird er in diesem Jahr von Backup Kenny Pickett. Andy Dalton zeigte im letzten Jahr, dass er nicht mehr in der Lage ist, das Team bei einem Young-Ausfall gut zu vertreten. Pickett sollte diese Rolle nun besser ausfüllen können und bei einer möglichen Implosion Youngs sogar bis zum Saisonende übernehmen.

Auch die Waffen bleiben (fast) gleich

Mit dem Rookie of the Year Tet McMillan und Jalen Coker hatten die Panthers bereits in der letzten Saison ein vielversprechendes WR-Duo. Coker war zu Beginn noch nicht fit und benötigte fast eine halbe Saison, um seine Form aufzubauen. Danach funktionierte er in der Offense sehr gut und verhalf seinem Partner McMillan zu weiteren Räumen.

Mit ihrer Größe konnten beide besonders bei den tiefen Pässen nach außen Youngs Stärken unterstützen. In dieser Saison könnten beide mehr herumgeschoben werden und auch vermehrt im Slot spielen. So wäre die Offense für die Gegner schwerer zu antizipieren.

Hinter den beiden klafft allerdings eine kleine Lücke. TE Ja‘Tavion Sanders hatte zwar eine vielversprechende Rookie-Saison, konnte aber aufgrund von Verletzungen im zweiten Jahr nicht mehr daran anknüpfen. Sein Standing sank wohl so stark, dass er von 2025-Rookie Mitchell Evans im Depth Chart überholt wurde und nur knapp an einem Roster Cut vorbeischlitterte. Nun gilt es für ihn, sich seinen Starting Job zurückzuerkämpfen.

Konkurrenz bekommt er von Neuzugang Darren Waller. Der Altstar wurde für ein Jahr verpflichtet und könnte den Panthers helfen, mit mehr Formationen mit mehreren Tight Ends zu agieren. Tommy Tremble wäre dafür eine weitere Option.

Insgesamt scheint die dritte und vierte Anspielstation aber eher eine Schwäche der Panthers zu sein. Daran können auch die weiteren Receiver wie Xavier Legette, Jimmy Horn oder John Metchie wenig ändern. Vielleicht kristallisiert sich hier noch eine gute Nummer drei heraus, aber allzu hohe Erwartungen sollten an diese Gruppe nicht gestellt werden.

Eine OLine mit neuen Gesichtern

In der OLine hat sich so viel getan, dass daraus eigentlich ein eigener Bericht gemacht werden könnte. Mit Cade Mays hatte das Team einen wichtigen Abgang in der Free Agency. In der Offseason wurde dann ein Blutgerinnsel bei Taylor Moton festgestellt. Der Tackle wird den Panthers damit zumindest zum Saisonstart fehlen.

Mit Ickey Ekwonu war zudem ein weiterer Ausfall bereits früh bekannt. Der Tackle zog sich im letzten Spiel der vergangenen Saison eine Patellasehnenruptur im Knie zu. Diese Verletzung ist besonders auf dieser Position kritisch, allerdings gibt es inzwischen Hoffnung, dass Ekwonu noch in dieser Saison zurückkehren kann.

Trotz der Rückschläge haben die Panthers Lösungen gefunden. Als Mays-Ersatz wurde auf Center Luke Fortner in der Free Agency geholt. Nach drei schwachen Jahren bei den Jaguars konnte er sich bei den Saints zuletzt etwas stabilisieren. Aus Panthers-Sicht bleibt zu hoffen, dass er an diese Leistungen anknüpfen kann.

Auf der Tackle-Position wurde mit Rasheed Walker ebenfalls ein relativ günstiger Ersatz für ein Jahr geholt. Der ehemalige Starter der Green Bay Packers konnte dort besonders in der Pass Protection überzeugen, hatte im Run Blocking allerdings größere Schwächen und sollte deshalb zumindest dort ein Downgrade gegenüber Ekwonu sein.

Die größte Investition war schließlich Monroe Freeling. Der Georgia-Tackle wurde in der ersten Runde des Drafts gezogen und wird nach dem Ausfall Motons sofort starten. Freeling beendete die College-Saison mit einer 86,1 PFF Pass Protection Grade und galt in dieser Beziehung als eines der größten Talente. Im Run Blocking gibt es dagegen noch Fragezeichen. Nun muss er sofort in die großen Fußstapfen von Taylor Moton treten und bereits in Woche eins als Starter abliefern.

Die OLine ist für den Start damit erstmal aufgestellt. Einerseits haben die Panthers guten Ersatz für die Starter geholt und es könnte am Ende auch erfolgreich funktionieren. Andererseits steht diese Gruppe auf einem nicht mehr ganz so stabilen Fundament wie in den letzten beiden Jahren. Nach dem Seuchenjahr von Robert Hunt ist Guard Damien Lewis nur noch der einzige Spieler dieser Line mit verlässlich gutem Niveau. Im Joint Practice wurden von den Houston Texans deswegen auch schon große Schwächen aufgedeckt. Es bleibt zu hoffen, dass die OLine zusammenfindet und der Offense die benötigte Stabilität bringen kann.

Ein Backfield voller Unsicherheiten

Die schwächste Gruppe der Offense ist die RB-Position. Rico Dowdle war 2025 der Back mit den meisten Snaps, wurde allerdings nicht gehalten. Bis auf die beiden perfekt vorgeblockten Performances gegen die Cowboys und Dolphins war er aber nicht unbedingt besser als der Ligadurchschnitt.

Das Problem ist, dass die Panthers keinen gleichwertigen Ersatz gefunden haben. Trevor Etienne konnte mit 4,7 Yards pro Run zwar den gleichen Schnitt wie Dowdle erreichen, hatte allerdings nur 20 Läufe in der gesamten Saison. Zudem ist er aktuell auf der Injury-Reserve-Liste und sollte nach seiner Rückkehr nur Running Back Nummer drei sein.

Die Snaps sollten sich deshalb größtenteils Chuba Hubbard und Jonathan Brooks teilen. Brooks konnte aufgrund von zwei Kreuzbandrissen quasi seine ersten beiden Jahre nicht spielen. Hubbard dagegen zeigte im vergangenen Jahr ebenfalls große Schwächen und schaffte es bei 134 Läufen nicht, einen einzigen Lauf über 15 Yards zu erzielen.

Die Running-Back-Situation sieht damit nicht vielversprechend aus. Gerade mit Blick auf Dave Canales laufintensiven Ansatz könnte das zu einem Problem werden. Die OLine bringt zudem nicht die Physis der letzten Jahre mit, was sich ebenfalls auf das Laufspiel auswirken könnte.

Sollte es zusätzlich im Passspiel zu keiner Konstanz kommen, sähe die Situation in der Offense deswegen schnell düster aus. Im schlimmsten Falle stünde erneut eine Performance im unteren Drittel der Liga an. Bereits im letzten Jahr belegten die Panthers offensiv nach EPA/Play lediglich Platz 26.

Umbruch in der Defense

Während sich in der Offense bis auf die OLine gar nicht so viel verändert hat, wurden in der Defense die großen Problemzonen gezielt angegangen. Die größten Schwächen lagen im Pass Rush und auf den LB-Positionen. Beide Problemfelder wurden in der Free Agency adressiert.

Frischer Wind im Pass Rush

Mit Jaelan Phillips haben die Panthers einen neuen Edge Rusher. 2025 schaffte es noch kein Edge Rusher der Panthers, bei der Pass Rush Win Rate zu den besten 70 der Liga zu gehören. Mit Phillips haben die Panthers nun einen Spieler geholt, der 2025 in dieser Kategorie zu den besten zehn Edge-Rushern gehörte.

Wermutstropfen ist sicherlich die Verletzung von Nic Scourton, der die gesamte Saison verpassen wird. Einige Experten vermuteten seinen Durchbruch im Schatten von Phillips. Besonders seine Fähigkeiten gegen den Lauf werden den Panthers fehlen. Vielleicht könnte nun Princely Umanmielen seine Rolle übernehmen, der als Pass Rusher nochmal mehr Potenzial haben könnte, aber aus einer sehr schlechten Rookie-Saison kommt.

In der Mitte der DLine dreht sich alles um Derrick Brown. Die Panthers werden weiterhin mit wenig Personal in der Box versuchen, den Lauf zu verteidigen. Das wird auch funktionieren, wenn Brown weiterhin auf einem hohen Niveau spielen sollte. In der letzten Saison konnte man aber auch schon beobachten, dass das nicht immer klappte. Gute OLines wie die der Falcons, 49ers und besonders der Rams schafften es, Derrick Brown zu dominieren. In diesen Spielen hatte Carolina dann auch keinen Zugriff mehr auf das gegnerische Laufspiel. Dieses Phänomen gilt es in dieser Saison zu unterbinden.

Sorgen die neuen Linebacker für den Aufschwung?

Neben dem Pass Rush war die Coverage der Linebacker das größte Problem der Defense. Mit Christian Rozeboom und Trevin Wallace hatte Carolina zwei unglaublich schwache Coverage-Linebacker. Als Folge sind nun beide nicht mehr im Team.

In der Free Agency kam All-Pro Devin Lloyd. Der Linebacker hatte zuerst drei durchwachsene Jahre bei den Jacksonville Jaguars, bevor er letzte Saison seinen Durchbruch hatte und ein wichtiger Bestandteil der Defense in Jacksonville war.

Lloyds Stärke ist definitiv die Coverage. Allein durch seine Anwesenheit sollte die Defense einen Sprung machen. Zusätzlich könnte er als Blitzer den Pass Rush unterstützen. Bei der fehlenden Tiefe im Roster könnte man sogar behaupten, dass er der zweitbeste Pass Rusher des Teams wäre.

Unterstützt wird er durch Bobby Okereke. Der Linebacker konnte kurz vor Saisonbeginn noch geholt werden und musste nach einer schwächeren letzten Saison länger warten.

Okereke geht in seine achte Saison und bringt neben Lloyd eine gewisse Erfahrung mit. Seine Schwäche war im letzten Jahr das Tackling gegen den Lauf. Bei 21 Missed Tackles erreichte er lediglich eine PFF Tackling Grade von 50,2. Allerdings sollte er in Coverage mit seiner Erfahrung immer noch ein gewisses Grundniveau mitbringen, das den Panthers zuletzt gefehlt hat.

Seine Verpflichtung im Zusammenspiel mit Devin Lloyd sollte den Panthers um Defensive Coordinator Ejiro Evero insgesamt mehr Freiheiten geben. Mit besseren Coverage-Linebackern kann Evero nun variabler agieren und unterschiedliche Coverage-Strukturen spielen, ohne dabei dauerhaft Angst haben zu müssen, dass die Linebacker in Coverage zum Schwachpunkt werden.

Starke Cornerbacks als Rückgrat der Secondary

Carolina hatte 2025 eines der stärksten Cornerback-Duos. Mike Jackson hatte seine Breakout-Season, während Jaycee Horn immer noch als einer der Besten aufspielte. Zwar hatten beide Spieler auch schlechtere Partien und ließen ihre Yards zu, doch über die Saison gesehen waren nur ganz wenige Duos wirklich besser als die beiden.

In dieser Saison stellt sich die Frage, wie konstant diese Performance war. Jackson spielte bisher noch nicht so oft auf diesem Niveau. Für die Panthers wird es wichtig sein, dass er allerdings wieder genauso viele Bälle verteidigt oder gar abfängt.

Jaycee Horn könnte zudem eine leicht veränderte Rolle haben. Mit dem Viertrundenpick Will Lee im Haus könnten mehr Räume im Slot für Horn frei werden. So könnten die Panthers sich mit ihrem besten Cornerback besser auf die Gegner einstellen und vielseitiger sein. Horn könnte demnach eine ähnliche Rolle wie Devon Witherspoon bei den Seattle Seahawks einnehmen und noch mehr zum Playmaker werden.

Safetys als flexible Schachfiguren

Die Safety-Position ist ähnlich aufgebaut wie in der letzten Saison. 2025 zeigte Carolina vor dem Snap häufig einen Two-High-Look, aus dem die Defense anschließend sowohl in Two-High als auch in Single-High rotieren konnte. Durch diese Variabilität war es für gegnerische Quarterbacks schwieriger, die Coverage bereits vor dem Snap zu erkennen. Häufig übernahm Nick Scott nach dem Snap die Rolle des alleinigen tiefen Safetys.

Die Defense gehörte dabei zu den variabelsten der NFL. Laut MatchQuarters zeigte Carolina bei 41,5 Prozent der Plays eine andere Coverage als zunächst zu erwarten war. Das war der zweithöchste Wert der Liga. Für gegnerische Quarterbacks war es dadurch schwieriger, bereits vor dem Snap zu erkennen, welche Coverage tatsächlich gespielt wurde.

Tre’von Moehrig war dabei eine Art Chess Piece für Evero. Er wurde nicht nur als Safety eingesetzt, sondern rückte regelmäßig näher an die Line of Scrimmage oder in den Slot.

Bekannte Schwächen in der Coverage

Ransom und Moehrig sind gut gegen den Lauf und können sehr schnell nach vorne schießen, haben aber wohl weiterhin Schwächen in der Coverage. Gerade bei Moehrig könnte sich durch die verbesserten Linebacker allerdings eine interessante Möglichkeit ergeben. Evero könnte ihn noch flexibler einsetzen.

Sollten die Panthers stärker in Man-Coverage agieren, könnte Nick Scott zum Problem werden. Der Safety agierte als tiefer Free Safety noch halbwegs solide, konnte es mit guten Receivern allein aber kaum aufnehmen. Hier könnte langfristig Draftpick Zakee Wheatley eine Außenseiterchance auf mehr Spielzeit bekommen.

Kann die Defense mit der Konkurrenz mithalten?

Die Panthers haben große Ambitionen. Nachdem das Team es letztes Jahr in die Playoffs geschafft hat, muss es vom Anspruch her auch dieses Jahr wieder mit der Postseason klappen. Die großen Problemzonen wurden in der Defense dabei gezielt angegangen. Das war auch notwendig, denn letztes Jahr belegte die Defense nach EPA/Play nur Platz 23.

Neben den Neuverpflichtungen gibt es kaum Abgänge. A’Shawn Robinson verabschiedete sich aus der DLine nach Tampa Bay. Zudem konnte die Verletzung von Nic Scourton kaum aufgefangen werden. Die Defense hat deshalb weiterhin noch Lücken. Insgesamt kann die Unit aber potenziell trotzdem bis in die Top Ten der Liga vorrücken.

Dafür müsste allerdings viel zusammenkommen, besonders mit Blick auf Verletzungen. Allein vom Personal dürfte die Defense aber eine der stärksten der letzten Jahre bei den Panthers sein und in einer schwächeren Division absolut auf Playoff-Niveau spielen können.

Wie stehen die Chancen auf die Playoffs?

Die Panthers gehen in der NFC South trotz des Titels 2025 nicht als Favorit auf den Sieg in der Division ins Rennen. Profitierte das Team in der letzten Saison noch von der Schwäche der Gegner, gelten die anderen Teams bei den Buchmachern dieses Jahr als leicht besser.

Die acht Siege dürften in dieser Saison nicht zum Einzug in die Playoffs reichen. Zudem ist eine Regression zu erwarten. Die Panthers hatten in One-Scoring Games eine starke Bilanz von 7-3. Solche engen Spiele lassen sich allerdings nur schwer dauerhaft in diesem Ausmaß gewinnen. Bei einer ausgeglichenen Bilanz in diesen Spielen wäre Carolina in der vergangenen Saison lediglich bei etwa sechs Siegen und elf Niederlagen gelandet. Die Buchmacher sehen das ähnlich. Trotz verbesserter Defense stehen die Quoten bei etwa sieben Siegen.

Als Fan kann man vielleicht aber auf eine Überraschung in der Offense hoffen. Inzwischen sollte ziemlich klar für die Liga sein, was die Stärken und Schwächen von Bryce Young sind. Sollte die OLine gut performen, Young konstanter über die Mitte werfen können und dazu die Running Backs besser performen als erwartet, könnten die Panthers auch dieses Jahr ein großes Wort um den Divisionsieg mitreden. Es müssten dabei aber sehr viele Rädchen ineinanderlaufen.

In einzelnen Spielen sollte das Team um Dave Canales auf Augenhöhe mit den Saints oder Buccaneers sein. Für eine erneute Playoff-Teilnahme müsste Carolina allerdings deutlich mehr Konstanz zeigen als im vergangenen Jahr. Das Potenzial für eine Überraschung ist da, auch wenn die Panthers aktuell nicht als Divisionfavorit in die Saison gehen.

Ein Abschied mit Stil – Panthers beenden die Saison mit einer Niederlage gegen die Rams

Die Saison ist vorbei. Nach einem packenden Heimspielgegen die Los Angeles Rams scheiden die Carolina Panthers mit 31-34 in der Wildcard-Runde aus. Nach einem hochspannenden Spiel entscheiden am Ende Kleinigkeiten, die leider zugunsten der Rams ausgehen.

Ein großer Schreck zu Beginn

Das Spiel fing sofort schlecht an. Die Defense der Panthers konnte Puka Nacua nicht stoppen und mit der Offense wurde entweder der vierte Versuch erfolglos ausgespielt oder die Rams fingen eine Interception ab. Bereits im ersten Quarter zog Los Angeles mit 14-0 davon.

Zu allem Überfluss kam es dann auch noch zu einer schwerwiegenden Verletzung. LT Ickey Ekwonu riss sich wohl die Patellasehne. Mit dieser schweren Knieverletzung könnte er vielleicht sogar zu Beginn des nächsten Jahres fehlen und danach auch Schwierigkeiten haben überhaupt sein altes Level jemals zu erreichen.

In seinen acht Pass Protection Snaps spielte Ekwonu in diesem Spiel allerdings perfekt und ließ nicht einen Pressure zu. Als Backup Yosh Nijman in die Partie kam, änderte sich die Situation schlagartig. Nijman sah gegen Jared Verse und dem Rams Pass Rush nicht gut aus und so standen nach der Partie 6 zugelassene QB Hurrys auf dem Tableau.

Das Comeback währt nur kurz

Die OLine war in diesem Spiel wieder neu besetzt. Nach seiner Bizepsverletzung zu Beginn der Saison konnte RG Robert Hunt endlich wieder als Starter auflaufen. Leider verlief sein Auftritt anders als gewünscht. Zunächst ließ er 3 Pressures zu und wurde anschließend auch wieder verletzt herausgetragen.

Der Backup für ihn war Austin Corbett. Leider sank das Niveau noch weiter. Mit einer Pass Block Win Rate von 87,5% war er der schlechteste Spieler von allen OLinern, die in dieser Partie einen Snap spielten.

Endlich ein Spiel auf den Schultern von Bryce Young

Lange Zeit in dieser Saison waren die Panthers sehr lauflastig unterwegs. Besonders in der zweiten Saisonhälfte war das aber nicht unbedingt ein gutes Rezept. Das Laufspiel funktionierte nicht mehr und als Folge kam QB Bryce Young in schwierigere Situationen.

Im Spiel gegen die Rams war das anders. Carolina war in dieser Partie sehr darauf ausgerichtet den Ball zu passen. Bryce Young beendete die Partie mit insgesamt 40 Passversuchen, wovon 21 für 264 Yards ankamen.

Der durchschnittliche 6,6 Yards pro Versuch Wert spiegelt dabei nicht unbedingt die gute Leistung des Quarterbacks wieder. Es gab zwar auch unschöne Situationen. Bei der Interception las er die Defense falsch und warf WR Jalen Coker auf einer falschen Route an. Zudem war das Kurzpassspiel auch nicht wirklich immer on point.

Andererseits waren die tiefen Shots ein Traum. Young galt bereits vor dem Spiel schon als einer der erfolgreichen tiefen Passer der Liga, der sich aber nicht oft traute tief zu gehen. Gegen die Rams sah das anders aus. Insgesamt warf er 17 Mal den Ball tiefer als 10 Yards. Das Highlight war dabei sicherlich der Touchdown auf den stark aufgelegten Jalen Coker.

Doch nicht nur mit seinen tiefen Pässen wusste Young zu überzeugen. Wie schon so oft war er auch am Boden als Scrambler eine Gefahr. Hier lief er auch für 16 Yards in der zweiten Halbzeit zum Touchdown und brachte so die Panthers sogar in Führung.

Jalen Coker – der neue Joker

Los Angeles war in den letzten Wochen bekannt für schwächelnde Defensive Backs. Der zu Beginn noch gut aufspielende Emmanuel Forbes war kaum mehr wieder zu erkennen. Auch in diesem Spiel wurde er oftmals als Schwachstelle auserkoren und erfolgreich attackiert.

Die Panthers hatten dabei zwei gefährliche Waffen. WR Tet McMillan war wie zu erwarten eine sichere Bank. Mit 5 Catches für 81 Yards konnte er Big Plays auflegen und für jeden gefangenen Ball auch ein neues First Down rausholen. Es war der Abschluss einer tollen Saison, die wahrscheinlich bald mit dem Preis des Offensive Rookie oft the Years honoriert wird.

Die Panthers hatten in diesem Spiel aber nicht nur ein weiteres Ass im Ärmel, sondern gleich einen Joker: Jalen Coker. Der junge Wide Receiver war von der Rams Secondary nicht im Ansatz zu verteidigen. Mit seinen 9 Catches konnte er neben seinem Touchdown auch 134 Receiving Yards rausholen. Wie McMillan holte er dabei auch fünf First Downs heraus. Er zementierte damit wohl auch seinen Anspruch auf den zweiten Wide Receiver Spot in der kommenden Saison.

Weitere Honorable Mentions

Die Offense der Panthers erzielte 31 Punkte und neben Young und den beiden Wide Receivern gab es noch weitere Spieler, die zu diesem Punktefestival als tragende Säule beisteuern konnten. Chuba Hubbard erzielte an der Goal Line zwei Touchdowns und konnte als Pass Catcher ein weiteres First Down erzielen. Im ersten Quarter hatte er allerdings einen schlimmen Drop auf Third Down. Hier war allerdings die Ballplatzierung nicht optimal, wobei der Ball für einen NFL-Spieler fangbar war.

In der OLine war Taylor Moton in Pass Protection wieder sehr sicher unterwegs. Einmal musste er gegen Byron Young einen QB Hurry zulassen, doch ansonsten spielte er fehlerlos.

Ein bisschen dünn war die Offense hinter den beiden Top-Wide Receivern im Team aufgestellt. McMillan und Coker erzielten im Passing Game zusammen zehn First Downs. Dahinter klaffte aber eine große Lücke, denn ohne die beiden waren es nur noch zwei weitere First Downs im Passing Game.

Gerade aus kurzen Pässen konnte nicht viel erreicht werden. Das Muster verfolgt die Panthers schon seit längerer Zeit. Da im Gegensatz zur Vergangenheit diesmal aber viele tiefe Pässe eingestreut wurden, fiel diese Schwäche kaum auf.

Der Star der Defense

Ja, die Defense ließ 34 Punkte zu. Gerade in der ersten Hälfte war das auch teilweise vogelwild. Allerdings taten sich die Rams besonders im zweiten Abschnitt immer schwerer. Ein Grund dafür war eine Monstervorstellung von CB Mike Jackson, der in dieser Saison zu den besten Cornerbacks der Liga gehörte.

Gegen Los Angeles wurden seine direkten Gegenspieler insgesamt 7 Mal angeworfen. Nur ein Pass für läppische 14 Yards kam davon nur an. Das Highlight war dabei sicherlich die Interception im dritten Quarter, die das Spiel fast auf den Kopf stellte. Viele der Pässe waren auch wirklich gut platziert, aber Jackson wertete seine Vorstellung noch mit zwei weiteren Pass Breakups auf.

Nicht nur Licht, sondern auch viel Schatten

So gut Jackson auch spielte, so viel Probleme hatten andere Panthers Defender in der Secondary. Einen rabenschwarzen Tag erwischte dabei FS Nick Scott. Durch das vermehrte Blitzen der Defense erhielt Scott mehrere Targets in Man Coverage. Dabei ließ er 79 Yards zu und war damit der schlechteste Coverage Spieler der Panthers.

Es war aber nicht nur Scott, der in Coverage viel zuließ. Die Schnittstellen zwischen den Linebackern und Safetys waren wieder eine Schwachstelle im Defenivverbund. Ob Rozeboom, Cherelus, Ransom oder Moehrig, wirklich überzeugen konnte keiner von ihnen. 

Die Honorable Mentions in der Defense

Wie in der Offense gab es auch in der Defense einige versteckte Leistungen, die zu würdigen sind. Nic Scourton hatte zum Beispiel drei QB Hurrys und eine starke Pass Rush Win Rate von 21,4%. Ganz verrückt war zudem die Statline von seinem Backup Trevis Gipson. Dreimal war er als Rusher aktiv und jedes Mal konnte er entweder einen QB Hurry erzeugen oder sogar einen Sack vollenden. Der Sack war zwar eher ein Abstauber, aber trotzdem war das zum Ende der Saison eine beeindruckende Leistung.

Ansonsten war durch die Mitte Bobby Brown eine Bank gegen den Lauf. In Coverage konnten zudem Christian Rozeboom und Jaycee Horn mit jeweils einem Pass Breakup auf sich aufmerksam machen. Horn hatte allerdings auch vor der Halbzeit Glück, dass Puka Nacua einen potenziellen Touchdown einfach fallen ließ.

Unglückglich auf Fourth Down

Die Plays auf Fourth Down waren in der Regular Season gegen die Rams noch ein Schlüssel zum Erfolg für die Panthers. In dieser Partie war das Glück nicht auf der Seite. Beide Versuche bei 4th&Short endeten in Turnover on Downs.

Beim Stand von 17:14 für die Rams entschied sich dann aber HC Canales für ein Field Goal bei einer Short Yardage Situation. Der sonst so mutige Panthers Coach traute seinem Team hier nicht zu die benötigten Yards rauszuholen. Zwar schaffte Kicker Fitzegerald ohne Probleme das Field Goal, doch war die Entscheidung den Versuch nicht auszuspielen im Nachgang umso fragwürdiger, wenn man an die drei fehlenden Punkte zum Weiterkommen denkt.

Auch bei den Turnovern bot das Spiel eine andere Geschichte als noch in der Regular Season. Zwar fischte Mike Jackson wieder eine Interception ab, doch im Gegenzug sicherten die Rams einen Muffed Punt von Trevor Etienne und fingen zusätzlich eine Interception von Bryce Young ab.

Das macht die Partie aber fast noch beeindruckender, denn obwohl die Panthers als Underdog das Turnover-Battle verloren, waren sie drauf und dran dieses Spiel am Ende noch umzubiegen. Eine wirklich tolle Leistung in der Gesamtbetrachtung, auch wenn es in der NFL dafür keinen Preis gibt und die Saison nun leider vorbei ist.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel war wirklich verrückt. Leistungstechnisch hätten die Panthers nicht in die Playoffs gehört, doch dort angekommen, waren sie einem Super Bowl Contender ebenbürtig. Besonders das aggressive Passing Game tat der Offense gut und so konnte trotz kleinerer Fehler ein packender Nailbiter entstehen.

In der Offseason wird sich nun viel ändern. Mit der Left Tackle Position gibt es wieder eine neue Baustelle. Die Offense war dieses Jahr generell nicht wirklich konstant und wird eigentlich weitere Verstärkung gebrauchen. Eine Entscheidung wurde hier bereits schon getroffen: Bei Bryce Young wird die 5th-Year Option gezogen. Damit nehmen sich die Panthers die Möglichkeit nach dem nächsten Jahr Abstand von ihrem QB zu nehmen. Andererseits könnte durch diesen Move Geld eingespart werden, sollte Young nächstes Jahr doch endlich durchstarten. Insgesamt ist das ein riskanter Move, der sich aber hoffentlich auszahlen wird.

Die Saison voller Höhen und Tiefen ist nun vorbei. Mit den Playoffs stand am Ende ein echtes Highlight auf dem Plan. Diese Emotionen gab es bei den Panthers in den letzten Jahren eigentlich nicht mehr. Es fing schon mit Cam Newtons Auftritt an, der vor dem Spiel die Menge mit der Trommel einheizen durfte. Die Stimmung im Spiel war wirklich atemberaubend. Auch wenn die Panthers noch einen weiten Weg vor sich haben, sind das genau die Momente, die ein Fan genießt und weswegen wir wohl auch umso stolzer auf die tolle Leistung unserer Panthers sind

Playoffs trotz Niederlage – Panthers unterliegen Buccaneers

Die Playoffs standen auf dem Spiel. Mit einem Auswärtssieg gegen die Tampa Bay Buccaneers hätten die Carolina Panthers direkt das Ticket in die KO-Phase klarmachen können. Leider verloren sie auf fast tragischer Weise mit 14-16… und stehen, wie zu dieser Division passend, trotzdem in den Playoffs.

Ein Start zum Vergessen

Der Anfang der Partie erinnerte an das Hinspiel. Tampa Bay dominierte die ersten Drives und ging schnell mit 10-0 in Führung. Der sonst so schwache Baker Mayfield brachte alle seiner ersten sechs Pässe an den Mann. Die DLine der Panthers war komplett überfordert und eigene First Downs schaffte Carolina auch nicht.

Nach den ersten beiden Drives der Teams änderte sich dann langsam die Situation. Mayfield verfiel in alte Muster und warf einen Pass direkt auf Christian Rozeboom. Der Linebacker der Panthers hatte keine Probleme den Ball abzufangen und returnierte diesen anschließend in die Buccaneers Redzone. Dort angekommen machten es die Panthers sehr schnell und verkürzten durch den komplett offenen TE Tommy Tremble auf 7-10.

Leider war der Touchdown ein Startschuss für schlechten offensiven Football. Carolinas DLine kam langsam besser in die Partie und ließ sich gegen den Lauf nicht mehr überrumpeln. Im Passing Game dagegen fanden die Panthers keine Lösungen. Sie agierten wieder sehr vorsichtig und trauten sich wie schon so oft in dieser Saison keine tiefen Pässe zu. So plätscherte die Partie dahin, bis es im vierten Quarter 7-16 stand und Carolina mehr riskieren musste.

Warum nicht von Beginn an?

Bryce Young erwischte in der Gesamtbetrachtung keinen schlechten Tag. Zwar hatte er einen dicken Schnitzer, als er im dritten Quarter mit zu wenig Armkraft auf Tet McMillan nach außen warf und dabei nur Buccaneers DB Jacob Parrish traf, ansonsten machte er aber eigentlich keine Fehler.

Im vierten Quarter mit den „Playoffs on the line“ legte er dann auch das Visier ab. Zweimal bediente er tief mit zwei Pässen über 40 Yards Tet McMillan. Bei der ersten Entscheidung wurde der Receiver aufgrund einer Strafe noch zurückgepfiffen. Beim zweiten Catch blieb der Yardgewinn bestehen. Young veredelte den Drive direkt danach mit einem tollen Touchdown-Pass auf Jalen Coker, doch die Antwort kam leider zu spät.

Gute Stats und schlechte Umstände

Obwohl die Offense so einen geringen Output generierte, war Bryce Young keineswegs schlecht unterwegs. Von 35 Versuchen konnte er 25 Pässe für 266 Yards anbringen. Das entsprach einen ordentlichen Wert von 7,6 Yards pro Versuch. Der Pick war sicherlich auf seine Armkraft zurückzuführen und kostete den Panthers auch sehr viel an Siegchancen, doch insgesamt war er sicherlich nicht das schwache Glied in der Panthers Offense.

Das Running Game funktionierte in diesem Spiel überhaupt nicht. Chuba Hubbard brach zwar ein Tackle in dieser Partie, erzielte insgesamt bei fünf Runs aber auch nur schwache 2 Yards pro Lauf. Bei Rico Dowdle lief es sogar noch schlechter. Bei 7 Runs konnte er nur einen Schnitt von 1,4 Yards pro Lauf erzielen.

Gepaart mit einem nicht explosiven Passspiel war die Offense lange Zeit zahnlos und stand bis tief ins letzte Quarter bei nur sieben Punkten. Young warf lange Zeit nicht tief und Receiver für viele Yards nach dem Catch waren nicht vorhanden. Dowdle konnte bei einem Screen Pass für 25 Yards glänzen und Tommy Tremble spazierte ohne Gegenspieler in die Endzone. Das waren dann aber auch alle offensiven Highlights in den ersten drei Quartern – viel zu wenig.

Zusätzlich verhaute Kicker Ryan Fitzgerald auch noch sein 54 Yard – Field Goal. In der DLine gab es keinen Pass Rusher mit einer Win Rate von über 20% und der in dieser Saison sonst so starke CB Mike Jackson ließ 4 Catches zu. Insgesamt groovte sich die Defense irgendwann ein und hatte den schwachen Baker Mayfield unter Kontrolle, doch betrachtet man sich insgesamt das Panthers Team, war die Leistung gegen Tampa Bay deutlich zu wenig.

Ein Spiel mit großem Einfluss der Schiedsrichter

Ein großes Thema des Spiels waren sicherlich die Refs. Ich finde einige Diskussionen von Fans extrem schwierig, wenn sofort Bestechlichkeit vorgeworfen und der große Skandal ausgerufen wird. So weit sollte man hier auch auf keinen Fall gehen. Die Leistung der Refs war aber so schlecht, dass hier auf jeden Fall darüber berichtet werden muss.

Es fing auch schon früh an. Bereits im ersten Play der Panthers erhielt Buccaneers DLiner Elijah Robert eine sehr schmeichelhafte Unnecessary Roughness Strafe gegen sich. Im direkten Gegenzug erhielt dann Mike Jackson nach seinen Stop gegen Baker Mayfield eine Taunting Strafe.

Besonders mit Blick auf den Playoff-Charakter dieses Spiels waren beide Strafen viel zu kleinlich ausgelegt. Danach verbesserte sich allerdings erstmal die Leistung der Refs. Wäre es bei den beiden Calls geblieben, wären sie keine Erwähnung wertgewesen, besonders da beide Teams gleichermaßen betroffen waren.

Als aber Carolina anfing aufzuholen, wurden die Entscheidungen skurril. Carolina erhielt vier Flaggen-Entscheidungen gegen sich, bei der jede einzelne eine enorme Auswirkung mit sich zog.

Die Refs als Handicap

Die wohl verrückteste Situation war der Backwards-Pass auf Rico Dowdle. Der Screen-Pass auf den Running Back missglückte, der Ball fiel zu Boden. Allerdings warf Young den Ball minimal nach hinten und so hätte der Pass eigentlich als Fumble gewertet werden müssen. Als Dowdle den Ball aufhob, pfiff ein Ref den Spielzug aber sofort auf und so konnte Dowdle auch keinen Raumgewinn mehr generieren. Nach Besprechung entschieden die Refs, dass der Spielzug doch als Fumble gewertet werden würde und Carolina an der Position zum Zeitpunkt des Pfiffs weitermachen müsse. Durch den Raumverlust wurde das anschließende Field Goal für Fitzgerald erschwert, der schließlich auch vergab.

Die Misere an falschen Entscheidungen gegen die Panthers fing allerdings erst an. Tommy Tremble wurde ungestraft im Play der Helm vom Kopf gerissen. Im nächsten Play dominierte Tet McMillan seinen Gegner direkt an der Line of Scrimmage so doll, dass er deswegen fälschlicherweise eine Strafe kassierte und sein Monstercatch revidiert wurde. Anscheinend musste man nur schlecht genug sein um eine Flagge für den Gegner zu erzwingen. Im Gegenzug fiel Buccaneers TE Cade Otten fast über seine eigenen Füße und erhielt dadurch einen PI-Call.

Die Panthers wurden mit diesen Entscheidungen stark benachteiligt und fielen auch deswegen zwei Scores zurück. Als die Refs endlich wieder keine Fehler machten, wurde es auch wieder spannender, weil Carolina das bessere Team in der zweiten Halbzeit war. Leider konnte das Team von HC Dave Canales aber die Partie nicht mehr umbiegen.

Wie fällt das Fazit aus?

Auch wenn die Refs das Spiel sehr stark gegen Carolina pfiffen, war ein Sieg möglich. Schwache Leistungen im Running Game und drei schwache Quarter der Offense brachten die Panthers überhaupt in die Lage so weit zurückzuliegen. Die erste Halbzeit wurde komplett von Tampa Bay dominiert und so war der 13-6 – Halbzeitstand sehr schmeichelhaft für Carolina.

Nach dem schwachen Start kamen die Panthers aber wieder zurück. Tampa Bay dominierte Hälfte eins, Carolina Hälfte zwei. Auch die Erfolgsrate beider Teams war am Ende auf einem Niveau. Während die Buccaneers 45% ihrer Plays erfolgreich gestalteten, lag der Wert bei den Panthers bei 43%.

Ähnlich sah es auch bereits im Hinspiel aus und so lässt sich konstatieren, dass es trotz der Refs durchaus fair ist ,die Serie der beiden Teams unentschieden zu gestalten.

Playoffs wir kommen!

Einen kleinen Nachklapp muss es aber natürlich auch zu den Playoffs geben. Nach acht Jahren haben es die Panthers endlich geschafft. Durch den Sieg der Atlanta Falcons am Sonntag stehen die Carolina Panthers tatsächlich in den Playoffs. Nach einer turbulenten Saison mit Überraschungssiegen gegen die Packers und Rams konnte man alle Teams in der Division hinter sich lassen.

Das Team von Dave Canales gestaltete die gesamte Saison sicherlich nicht glanzvoll und erzielte in nicht mal der Hälfte der Spiele mehr als 17 Punkte. Insgesamt gibt das Erreichen der Playoffs dem Team und den Fans aber endlich wieder Freude. Acht Jahre lang ging es mit der Mannschaft nur abwärts. Trainer wurden verschlissen und gute Spieler abgegeben, weil es in den schlechten Situationen keinen Sinn machte sie zu halten. Dass die Panthers nun wieder in den Playoffs stehen, ist der pure Gegensatz dazu.

Mit den Los Angeles Rams trifft man nun auf einen harten Brocken. In der Regular Season gewann Carolina zwar die Partie, war aber eigentlich extrem unterlegen und hatte an diesem Tag das Glück auf der richtigen Seite. Die Buchmacher sehen die Rams dementsprechend als haushohen Favoriten.

In den Playoffs geht es allerdings von null wieder los. Los Angeles wird in dieser Situation sicherlich auch sehr aufgeregt sein und sollte es lange Zeit ausgeglichen zugehen, könnten kleine Fehler das Spiel entscheiden. Die Chance auf ein Weiterkommen Carolinas ist in dieser Partie sicherlich sehr klein, aber bereits das Erreichen der Playoffs ist bereits eine Auszeichnung, über die sich gefreut werden kann.

Erster Matchball verschenkt – Panthers unterliegen Seahawks

Die Tür zu den Playoffs stand offen. Mit einem Sieg gegen die Seattle Seahawks hätten die Carolina Panthers endlich nach acht Jahren wieder in die Playoffs einziehen können. Es wurde „nur“ noch ein Sieg benötigt. Leider konnte das Team um HC Dave Canales den Sack nicht zumachen und verlor das Spiel mit 10-27.

Der Offense fehlt der Mut

Die Partie war zu Beginn geprägt von vielen Punts der Panthers. Wie gewohnt lief das Team auf Early Down gerne mit Chuba Hubbard und Rico Dowdle. Einige Runs waren dabei auch brauchbar, doch geriet die Offense immer wieder in ungünstige Third Downs.

Im Gegensatz zu den letzten Spielen konnte das Passspiel um Bryce Young dann nicht erfolgreich umgesetzt werden. Die Panthers schafften keine einzige Completion, bei der der Ball mehr als acht Yards in der Luft unterwegs war. Young wirkte generell sehr unsicher und ging immer wieder zum Checkdown, weil kein Receiver sich freilaufen konnte. Am Ende kam er auf drei Versuche über zehn Yards, wobei davon noch ein Pass von Seahawks DB Julian Love abgefangen wurde. Youngs durchschnittliche Targettiefe lag bei lediglich 1,6 Yards.

Zurück in alte Zeiten

Die Offense wirkte wieder so schwach wie zu Beginn der Saison. Bryce Young erzielte mit seinen 24 Versuchen nur 56 Yards. Die 2,3 Yards pro Versuch sind für ihn ein neuer Saisontiefstwert.

Besonders enttäuschend war dabei die Entscheidungsfindung. Es wirkte so, als solle die Offense nur keine Fehler machen. Immer wieder unterbanden die Seahawks die Chance auf den tiefen Pass. Die Panthers fanden keine Lösung darauf und spielten einen kurzen Pass nach dem anderen. Young blieb mit 3.08s pro Versuch auch länger in der Pocket, wählte schlussendlich dann aber doch den Checkdown.

WR Tet McMillan blieb lange Zeit ohne Catch in der Partie. Erst als das Spiel schon fast entschieden war, trat er dann doch einmal ins Rampenlicht mit einer einzigen Aktion. Immerhin hatte Mannschaftskollege Jalen Coker sogar doppelt so viele Catches, was in diesem Fall aber leider nur zwei waren. Diese hatten leider aber überhaupt keinen Impact auf das Spiel.

Running Back Chuba Hubbard war der einzige Spieler überhaupt mit drei Catches bei drei Targets. Bei ihm gab es allerdings Probleme mit der Ball Security. Als die Panthers nach einem Mike Jackson Pick zurück ins Spiel kommen konnten, ließ sich Hubbard den Ball aus der Hand schlagen. Dieser Fumble hatte großen Anteil an der Niederlage und sorgte dafür, dass die Seahawks davonziehen konnten und nicht mehr eingeholt wurden.

Wie Hubbard konnte auch Rico Dowdle drei Catches machen. Dabei erzielte er allerdings nur 4 Yards (Hubbard war mit 6 Yards auch nicht viel besser dran). Bei Dowdle hätte es sogar einen vierten Catch geben können, doch konnte der Running Back den Ball beim vierten Target nicht festhalten. Nach Mitchell Evans sorgte er für den zweiten Drop der Offense.

Eine Niederlage mitsamt ihrem Unglück

Mit der Niederlage wurden die Playoffs vorerst verwehrt. Allerdings war das nicht die einzige schlechte Nachricht. Bereits nach dem ersten Play der Offense musste TE Ja’Tavion Sanders verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Damit konnten die Panthers gerade im Running Game nicht mehr in ihre Sets mit drei Tight Ends und waren somit eingeschränkter. Ein anderen Ausgang hätte es ohne die Verletzung wohl nicht gegeben, aber trotzdem könnte die Offense im Saisonfinale ohne Sanders mehr Probleme haben.

Neben Sanders war CB Jaycee Horn der Unglücksrabe in diesem Spiel. Beim Stand von 10-17 im vierten Quarter konnte die Defense von DC Ejiro Evero die Seahawks vom Feld schicken. Die Panthers waren somit noch voll im Spiel und hatten eine gute Chance das Spiel auszugleichen. Leider fiel eine Flagge, denn Jaycee Horn griff seinem Gegenspieler Jaxon Smith-Njigba ins Gesichtsgitter und kassierte dafür eine 15-Yardsstrafe und somit ein neues First Down. Im Anschluss ließ Horn einen weiteren wichtigen Catch gegen Smith-Njigba zu. Die Seahawks konnten scoren und sorgten für einen 2-Scoring-Abstand

Defense hält die Panthers lange im Spiel

Obwohl die Offense so schwach agierte und Carolina immer wieder individuelle Fehler machte, waren die Panthers lange in aussichtsreicher Position. Besonders die Defense spielte auf hohem Niveau und brachte Seahawks Quarterback Sam Darnold immer wieder in die Bredouille. Besonders Mike Jackson war der Man oft the Match. Neben einem Pass Breakup verhinderte er auch noch in der Endzone mit einer Interception den Touchdown der Seahawks.

Der Pass Rush hatte dazu wohl das beste Spiel der Saison. Es war das erste Mal, dass DJ Wonnum und Nic Scourton eine Pass Rush Win Rate über 20% hatten. Beide wurden dafür auch mit jeweils einem Sack belohnt. Daneben war Derrick Brown durch die Mitte wieder eine sichere Bank.

Wie fällt das Fazit aus?

Mit den Seahawks traf eine starke Defense auf die Panthers. Wie schon so oft in der Saison konnte die Offense der Panthers gegen so ein großes Kaliber nicht mithalten. Trotzdem ist die Tür zu den Playoffs noch offen. Mit einem eigenen Sieg gegen die Buccaneers oder einem Sieg der Falcons gegen die Saints wäre Carolina in den Playoffs.

Sicherlich hat das Team aus Charlotte nur noch diese Chance, weil die Division dieses Jahr so schlecht ist und man überperformt hat. Weder mit der Offense noch mit der Defense sind die Panthers nach EPA pro Play in den Top 20 der Liga. Doch andererseits ist das natürlich auch egal, denn gegen die Buccaneers startet das Spiel bei null. Sollte Carolina gegen den schwachen Baker Mayfield gewinnen, würden die Panthers das erste Mal seit acht Jahren wieder in den Playoffs stehen. Das Spiel wird natürlich mit Hochspannung erwartet.

Spieltagsanalyse: Erster Schritt Richtung Playoffs – Panthers erfolgreich im Divisionsduell

Der knappe 23:20-Sieg der Carolina Panthers gegen die Tampa Bay Buccaneers war weniger ein spektakuläres Offensivfeuerwerk als vielmehr ein kontrolliertes, strukturiertes Footballspiel, das durch Effizienz, eine starke Teamleistung und wenige Fehler entschieden wurde. In einem klassischen Divisionsduell setzte sich am Ende das Team durch, das in den entscheidenden Downs, Red-Zone-Situationen und in der Schlussphase die besseren Entscheidungen traf.

Analyse des Spielverlaufs

Der Spielverlauf spiegelte über vier Viertel ein Gleichgewicht wider, das erst in der späten Crunchtime zugunsten der Panthers kippte. Unsere Panthers eröffneten das Spiel mit konservativen, aber sauberen Drives, setzten früh auf Ballkontrolle und verzichtete bewusst auf vertikale Risiken. Tampa Bay konnte zwar mehrfach antworten, schaffte es jedoch nicht, nachhaltigen Druck auf das Spiel zu entwickeln.

Auffällig war, dass beide Teams lange Drives bevorzugten, was zu einer überschaubaren Anzahl an Possessions führte. Carolina nutzte diese Struktur besser: Während Tampa Bay mehrfach in Field-Goal-Reichweite stagnierte, verwerteten die Panthers ihre Chancen effizienter. Besonders der Touchdown kurz vor der Halbzeit stellte einen Wendepunkt dar, da er nicht nur Punkte brachte, sondern auch das Momentum klar auf Seite unserer Panthers zog.

Im vierten Viertel zeigte sich dann der entscheidende Unterschied im Game Management. Während Tampa Bay nach dem Ausgleich konservativ agierte, gelang Bryce Young erneut ein erfolgreicher Abschlussdrive, der gezielt die Uhr, Feldposition und die Stärke und das Vertrauen in unseren Kicker einband.

Bryce Young – Entscheidungsqualität vor Explosivität

Bryce Youngs Leistung lässt sich weniger über Quantität als über Effizienz und Fehlervermeidung erklären. Mit 18 von 28 Pässen (64 %) für 191 Yards, zwei Touchdowns und null Turnovern spielte er augenscheinlich ein kontrolliertes Spiel, das aber exakt dem Matchplan von Dave Canales entsprach.

Besonders auffällig war seine Performance bei Third Downs und in der Red Zone. Young identifizierte den Blitz der Buccaneers Defense früh, verkürzte seine Reads und nahm konsequent die kurzen bis mittleren Optionen. Seine durchschnittliche Time-to-Throw war niedrig, was die angeschlagene Pass Protection der O-Line entlastete und Turnover-Risiken minimierte. Statt waghalsigen Throws zeigte Young situative Reife – ein klarer Fortschritt im Vergleich zu früheren Phasen seiner Karriere.

Insbesondere in den Momenten als es darauf ankam ein Anführer zu sein, brachte Bryce Young wieder einmal seine Klasse aufs Feld. Verlängerte überraschend einige Drives und machte entscheidende Throws, welche dann auch zu spielentscheidenden Touchdowns führten.

Tetairoa McMillan – Verlässlicher Passempfänger in der Offense

Tetairoa McMillan fungierte als primärer Mismatch-Generator im Passspiel der Panthers. Mit 5 Receptions für 73 Yards und einem Touchdown war er statistisch auffällig, analytisch jedoch noch wertvoller. Seine größte Stärke lag im Timing: McMillan gewann seine Routen besonders gegen Zone Coverage, indem er die entsprechenden Fenster präzise attackierte.

Der Touchdown vor der Halbzeit ist exemplarisch: Saubere Release-Technik, exaktes Route-Timing und ein Pass, der genau in das entstehende Coverage-Loch fiel. McMillans Präsenz zwang Tampa Bay dazu, ihre Safeties tiefer zu halten, was wiederum Räume für andere Receiver öffnete.

McMillan bestätigte gegen die Buccaneers erneut seinen Anspruch, als bester offensiver Rookie seiner Draftklasse die Season zu beenden. 

Jalen Coker – Unsichtbarer Effizienzfaktor

Jalen Coker ist ein klassisches Beispiel für einen Spieler, dessen Einfluss sich nur begrenzt im Score widerspiegelt. Seine Receptions kamen überwiegend in kritischen Down-&-Distance-Situationen, insbesondere bei Third and Medium.

Coker lief präzise, disziplinierte Routen und half Bryce Young, schnelle und sichere Entscheidungen zu treffen. Seine Fähigkeit, Yards nach dem Catch zu generieren, stabilisierte mehrere Drives und verhinderte, dass Carolina in lange Third Downs gedrängt wurde. In der Gesamtstruktur der Offense war Coker ein verbindendes Element.

Der Trend der letzten Woche geht auch ganz klar in die Richtung, dass Coker sich als sogenannter WR2 im Spiel von Bryce Young etabliert.

Defense der Panthers – Bend, but don’t break

Die Defense der Panthers agierte nach dem Prinzip der kontrollierten Aggressivität. Statt auf konstante Big Plays zu setzen, fokussierte man sich auf saubere Tackles, Gap-Disziplin und das Verhindern explosiver Spielzüge. Tampa Bay durfte zwar ihre Yards sammeln, hatte jedoch Schwierigkeiten, Drives konsequent zu vollenden.

Der entscheidende Moment kam spät im vierten Viertel mit der Interception von Lathan Ransom, die das Spiel faktisch beendete. Zuvor hatte die Defensive Line konstant Druck aufgebaut, ohne die Secondary zu entblößen. Besonders gegen Play-Action zeigte Carolina gute Kommunikation und Assignment-Sicherheit.

Im Endeffekt ließ man nur 20 Punkte gegen eine Offense zu, welche nach einer verletzungsgeplagten Season gegen die Panthers wieder komplett zur Verfügung stand. Ein ganz starkes Zeichen unserer Defense, auch im Hinblick auf die ausstehenden Spiele.

Fazit und Ausblick 

Dieser Sieg war weniger ein Produkt individueller Glanzleistungen als vielmehr das Ergebnis eines guten Gameplans und einer starken Teamleistung. Die Panthers zeigten, dass sie Spiele auch ohne offensive Explosion kontrollieren und gewinnen können. Entscheidend waren dabei effizientes Quarterback-Spiel, klare Rollenverteilung im Passspiel und eine Defense, die in kritischen Momenten liefert.

Für den weiteren Saisonverlauf ist dieses Spiel ein positives Signal: Sollte Carolina diese Disziplin auf beiden Seiten des Balles beibehalten und weiter auf die Entwicklung von Young und seinen jungen Receivern setzen, besitzt das Team ein stabiles Fundament für konstante Leistungen – unabhängig vom Gegnerprofil. Unsere Panthers wirken aktuell weniger spektakulär, aber deutlich reifer und effizienter als in vorangegangenen Spielzeiten. 

Es bleibt also zu hoffen, dass es dem Team dieses Mal gelingt, die starke Leistung zu konservieren und in die neue Woche mitzunehmen. Mit den Seahawks wartet zwar ein echter Contender auf unsere Panthers, aber wir haben diese Season schon öfters bewiesen, dass wir gerade in solchen Spielen über uns hinaus wachsen können. – KEEP POUNDING

Mit den Playoffs vor Augen zur Niederlage – Panthers unterliegen Saints

Was war das für eine große Chance? Seit 2017 war die Möglichkeit auf einen Playoff-Einzug der Carolina Panthers nicht mehr so groß. Ein Sieg gegen die New Orleans Saints sowie ein weiterer Sieg aus den beiden Spielen gegen die Tampa Bay Buccaneers hätte gereicht. Leider konnte bereits der erste Teil nicht erfüllt werden. Gegen New Orleans mussten die Panthers eine herbe 17-20 Niederlage einstecken. Nun müssen beide Spiele gegen Tampa Bay gewonnen werden, falls das Ticket für die Playoffs gebucht werden soll.

Eine Offense mit zwei Gesichtern

Gleich mit dem ersten Drive schafften es die Panthers, einen Touchdown zu erzielen. Rico Dowdle lief den Ball von der 2-Yardlinie in die Endzone. Im weiteren Spielverlauf wurde es dann aber zäh.

Eine große Schwachstelle war die Performance auf Early Down. Besonders das Running Game funktionierte nicht. Auf First und Second Down hatten die Panthers eine Erfolgsquote von schwachen 33% (Erfolgsquote auf Late Down: 43%). Insgesamt erzielte Chuba Hubbard bei seinen acht Läufen einen Schnitt von nur 3,6 Yards pro Lauf, bei Rico Dowdle waren es derweil bei 16 Läufen sogar nur 3,1 Yards.

Viele Runs wurden auf 2&lang gecallt. Das brachte wenig Erfolg und führte die Panthers immer wieder in schwierige dritte Versuche. Das Passing Game sah zudem auch nicht besser aus. Hier lag die Erfolgsquote auf Early Down sogar nur bei 27% (Erfolgsquote auf Late Down: 60%).

Bryce Young hält das Team am Leben

Der einzige Grund, dass die Panthers so lange im Spiel waren und sogar die meiste Zeit in Führung lagen, war die Performance ihres Quarterbacks. Immer wieder musste Young auf Third Down kreieren. Er wirkte in der Pocket sehr sicher und verstand es gut, wann er die Pocket verlassen musste, um außerhalb der Struktur ein Play aufzulegen.

Die beste Connection hatte der junge Quarterback diesmal wie zuletzt auch mit Jalen Coker. Das Highlight war sicherlich zu Beginn der zweiten Halbzeit der Touchdown nach einer Sluggo-Route für 32 Yards.

Im Gegensatz zur ersten Begegnung gegen die Saints funktionierte diesmal das tiefe Passspiel. Durch die Sicherheit traute sich Young mehr zu und brachte 5 von 9 Pässen über 10 Yards an und erzielte dabei 126 Yards. Zusätzlich kamen noch 49 Yards aus Scrambeln hinzu. Immer wieder stand der junge Quarterback vor einer großen Aufgabe auf Third Down, doch zumindest in den ersten drei Quartern hielt er die Panthers im Spiel.

Schwierige Umstände bremsen die Panthers

Zwar lagen die Panthers den Großteil des Spiels in Führung, doch wirklich kontrollieren konnten sie die Partie nie. Neben des schwachen Running Games machte besonders LT Ickey Ekwonu gegen Saints Edge Rusher Chase Young keinen guten Eindruck. Je länger die Partie dauerte, desto mehr wurde Ekwonu von seinem Gegner dominiert. Am Ende ließ er nicht nur im letzten Panthers-Drive des Spiels einen Sack zu, sondern verursachte zuvor im Spielverlauf noch einen Hit und drei QB Hurrys.

Sein sonst so sicherer Nebenmann Taylor Moton wirkte auch nicht wie gewohnt auf der Höhe. Er bekam es hauptsächlich mit Carl Granderson zu tun und musste neben einem Hit auf drei weitere QB Hurrys zulassen.

Es war aber nicht nur die OLine, die die Panthers bremste. Ein großes Problem waren die Flaggen. Insgesamt erhielt Carolina 11 Penalties und kassierte deswegen 103 Yards an Strafe. Zwar sah es auf Seiten der Saints unwesentlich besser aus, doch hatten die vielen Flaggen sicherlich einen großen Anteil an der Niederlage. Die Third Downs wurden noch länger und die Drives der Saints dramatisch erleichtert.

Die Defense wird düpiert

Ähnlich wie die Panthers hatten auch die Saints keinen großen Erfolg am Boden. Im Gegensatz dazu schafften sie es aber über das Passing Game immer wieder neue First Downs zu erzielen. Die Passing-Erfolgsquote auf Early Down der Saints lag bei 61%. Das Screen-Game funktionierte vorzüglich und stand Tyler Shough auf Third Down doch mal in der Verantwortung, wusste er zu überzeugen.

Besonders die Schnittstellen zwischen den Linebackern Christian Rozeboom und Trevin Wallace mit dem Safety Tre‘von Moehrig waren ein beliebtes Ziel der Saints. Die Problematik mit der Coverage über die Mitte war bereits zu Beginn der Saison ein großes Thema bei den Panthers, jedoch wirkte Carolina zuletzt allerdings stabiler. Gegen New Orleans sah es nun wieder aus wie zu Beginn.

Zudem kam es im vierten Quarter zum Chris Olave-Drive. Beim Stand von 17-10 bekamen die Saints nochmal den Ball und benötigten einen Touchdown. Viermal ging der Ball in Richtung des Receivers und jedes Mal erzielte er ein neues First Down bzw. am Ende den 12-Yard-Touchdown. Zweimal gab dabei Jaycee Horn kein gutes Bild ab. Am Ende war es auch er, der in Man-Coverage den Touchdown gegen sich zuließ.

Kein Druck auf den Quarterback

Ein viel größeres Problem war aber wiedermal der Pass Rush. Die Panthers schaffen es diese Saison nicht, Druck auf den Quarterback auszuüben. Besonders die Edge Rusher sind dabei die wahrscheinlich größte Schwäche des kompletten Kaders (während der vor der Saison abgegebene Jadeveon Clowney bei den Cowboys die neuntbeste Win-Rate der Liga aller Edge Rusher erzielt, schafft es bei den Panthers kein Edge Rusher unter die Top 75).

Immerhin konnte Backup Trevis Gipson mit einem Sack und einem QB Hurry auf sich aufmerksam machen. Daneben kam aber kein Edge Rusher mehr zum Zuge. Nic Scourton konnte immerhin einen Clean-Up-Sack im zweiten Quarter erzielen und dazu ein weiteres Mal Tyler Shough unter Druck setzen. Ansonsten gewann er kein weiteres Duell gegen Saints-OT Taliese Fuaga.

Und Scourton war dabei noch die Speerspitze der Panthers Edge Rusher Gruppe. Princley Umanmielen und DJ Wonnum schafften es in dieser Partie, in allen ihrer Snaps dominiert zu werden. Sie verloren wirklich jedes einzelne ihrer Pass-Rush-Duelle.

Schlüsselmoment im vierten Quarter ändert den Spielverlauf

Auch wenn die Panthers sich sehr schwer gegen die Saints taten, lagen sie lange Zeit in Führung. 12 Minuten vor Ende hätte das Team von HC Dave Canales das Spiel vielleicht sogar entscheiden können. Beim Stand von 17-10 bekam die Offense wieder den Ball. Ein Touchdown hätte eine komfortable 14-Punkte Führung eingebracht.

Nach einer verlorenen Challenge kam es dann aber zum 4&1 an der gegnerischen 35. Ein Field Goal würde die Saints wohl noch im Spiel halten und so ging Canales bei den wenigen Yards für das neue First Down für den vierten Versuch.

Das Problem war allerdings sein kleiner Quarterback. Carolina setzt diese Saison generell nicht auf den QB Sneak und hat für Bryce Young auch keinen Ersatzspieler, der dieses Play für ihn ausführen kann (beispielsweise setzen die Seattle Seahawks in diesen Situationen ihren TE AJ Barner als QB für den Sneak ein).

Es kam wie es kommen musste. Direkt beim Snap ging eine Lücke hinter RG Austin Corbett auf. Chuba Hubbard musste aber erstmal noch die Yards zur Line of Scrimmage zurücklaufen. In diesem kleinen Moment schaffte es aber Saints DB Jordan Howden diese Lücke wieder zu schließen und Chuba Hubbard zu stoppen.

Danach konnten die Panthers sich nicht mehr aufrichten. Besonders die Pass Protection brach im weiteren Spielverlauf immer weiter zusammen und so zogen die Saints nicht nur gleich, sondern konnten mit ihrem letzten Play das Game-Winning FG erzielen. Diesem ging natürlich eine weitere dumme 15 Yards-Strafe gegen Lathan Ransom voraus.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel gegen die Saints war eine große Chance im Playoffrennen. New Orleans war an diesem Tag aber leider wirklich zu gut. Sicherlich hatten die Panthers mehrere Chancen das Spiel zu gewinnen und machten einige ärgerliche Fehler. Am Ende der Partie hat aber trotzdem die bessere Mannschaft gewonnen.

Für die Playoffs sieht es nun schwieriger aus. Laut ESPN haben die Panthers nun eine Chance von 25%. Der wahrscheinlichste Weg in die Playoffs wären wohl zwei Siege gegen die Buccaneers. Diese verloren wie die Panthers auch zuletzt gegen die Saints. Besonders Quarterback Baker Mayfield hat bisher eine Seuchensaison erwischt. Allerdings hat er mit WR Mike Evans einen wichtigen Receiver zurück. Bereits im letzten Spiel zeigten die beiden eine gute Connection zusammen.

Die Tampa Bay Buccaneers sind leistungstechnisch im freien Fall. Neben der schlechten Performance ihres Quarterbacks ist auch die Defense inzwischen eine weitere Schwachstelle. Besonders die Linebacker um Lavonte David sind dieses Jahr nicht auf NFL-Niveau. Hier wird es auf jeden Fall eine Chance für Bryce Young und die Offense geben diese Schwachstellen zu attackieren und gerade auf Early Down wieder erfolgreicher zu agieren.

Eine Niederlage im nächsten Spiel würde die Playoffchance der Panthers dramatisch minimieren, wenngleich Carolina theoretisch noch weiterhin die Chance hätte die Division zu gewinnen. Der einfachste Weg wäre aber sicherlich ein Sieg, der gegen die schwächelnden Buccaneers durchaus möglich sein sollte.