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Playoffs trotz Niederlage – Panthers unterliegen Buccaneers

Die Playoffs standen auf dem Spiel. Mit einem Auswärtssieg gegen die Tampa Bay Buccaneers hätten die Carolina Panthers direkt das Ticket in die KO-Phase klarmachen können. Leider verloren sie auf fast tragischer Weise mit 14-16… und stehen, wie zu dieser Division passend, trotzdem in den Playoffs.

Ein Start zum Vergessen

Der Anfang der Partie erinnerte an das Hinspiel. Tampa Bay dominierte die ersten Drives und ging schnell mit 10-0 in Führung. Der sonst so schwache Baker Mayfield brachte alle seiner ersten sechs Pässe an den Mann. Die DLine der Panthers war komplett überfordert und eigene First Downs schaffte Carolina auch nicht.

Nach den ersten beiden Drives der Teams änderte sich dann langsam die Situation. Mayfield verfiel in alte Muster und warf einen Pass direkt auf Christian Rozeboom. Der Linebacker der Panthers hatte keine Probleme den Ball abzufangen und returnierte diesen anschließend in die Buccaneers Redzone. Dort angekommen machten es die Panthers sehr schnell und verkürzten durch den komplett offenen TE Tommy Tremble auf 7-10.

Leider war der Touchdown ein Startschuss für schlechten offensiven Football. Carolinas DLine kam langsam besser in die Partie und ließ sich gegen den Lauf nicht mehr überrumpeln. Im Passing Game dagegen fanden die Panthers keine Lösungen. Sie agierten wieder sehr vorsichtig und trauten sich wie schon so oft in dieser Saison keine tiefen Pässe zu. So plätscherte die Partie dahin, bis es im vierten Quarter 7-16 stand und Carolina mehr riskieren musste.

Warum nicht von Beginn an?

Bryce Young erwischte in der Gesamtbetrachtung keinen schlechten Tag. Zwar hatte er einen dicken Schnitzer, als er im dritten Quarter mit zu wenig Armkraft auf Tet McMillan nach außen warf und dabei nur Buccaneers DB Jacob Parrish traf, ansonsten machte er aber eigentlich keine Fehler.

Im vierten Quarter mit den „Playoffs on the line“ legte er dann auch das Visier ab. Zweimal bediente er tief mit zwei Pässen über 40 Yards Tet McMillan. Bei der ersten Entscheidung wurde der Receiver aufgrund einer Strafe noch zurückgepfiffen. Beim zweiten Catch blieb der Yardgewinn bestehen. Young veredelte den Drive direkt danach mit einem tollen Touchdown-Pass auf Jalen Coker, doch die Antwort kam leider zu spät.

Gute Stats und schlechte Umstände

Obwohl die Offense so einen geringen Output generierte, war Bryce Young keineswegs schlecht unterwegs. Von 35 Versuchen konnte er 25 Pässe für 266 Yards anbringen. Das entsprach einen ordentlichen Wert von 7,6 Yards pro Versuch. Der Pick war sicherlich auf seine Armkraft zurückzuführen und kostete den Panthers auch sehr viel an Siegchancen, doch insgesamt war er sicherlich nicht das schwache Glied in der Panthers Offense.

Das Running Game funktionierte in diesem Spiel überhaupt nicht. Chuba Hubbard brach zwar ein Tackle in dieser Partie, erzielte insgesamt bei fünf Runs aber auch nur schwache 2 Yards pro Lauf. Bei Rico Dowdle lief es sogar noch schlechter. Bei 7 Runs konnte er nur einen Schnitt von 1,4 Yards pro Lauf erzielen.

Gepaart mit einem nicht explosiven Passspiel war die Offense lange Zeit zahnlos und stand bis tief ins letzte Quarter bei nur sieben Punkten. Young warf lange Zeit nicht tief und Receiver für viele Yards nach dem Catch waren nicht vorhanden. Dowdle konnte bei einem Screen Pass für 25 Yards glänzen und Tommy Tremble spazierte ohne Gegenspieler in die Endzone. Das waren dann aber auch alle offensiven Highlights in den ersten drei Quartern – viel zu wenig.

Zusätzlich verhaute Kicker Ryan Fitzgerald auch noch sein 54 Yard – Field Goal. In der DLine gab es keinen Pass Rusher mit einer Win Rate von über 20% und der in dieser Saison sonst so starke CB Mike Jackson ließ 4 Catches zu. Insgesamt groovte sich die Defense irgendwann ein und hatte den schwachen Baker Mayfield unter Kontrolle, doch betrachtet man sich insgesamt das Panthers Team, war die Leistung gegen Tampa Bay deutlich zu wenig.

Ein Spiel mit großem Einfluss der Schiedsrichter

Ein großes Thema des Spiels waren sicherlich die Refs. Ich finde einige Diskussionen von Fans extrem schwierig, wenn sofort Bestechlichkeit vorgeworfen und der große Skandal ausgerufen wird. So weit sollte man hier auch auf keinen Fall gehen. Die Leistung der Refs war aber so schlecht, dass hier auf jeden Fall darüber berichtet werden muss.

Es fing auch schon früh an. Bereits im ersten Play der Panthers erhielt Buccaneers DLiner Elijah Robert eine sehr schmeichelhafte Unnecessary Roughness Strafe gegen sich. Im direkten Gegenzug erhielt dann Mike Jackson nach seinen Stop gegen Baker Mayfield eine Taunting Strafe.

Besonders mit Blick auf den Playoff-Charakter dieses Spiels waren beide Strafen viel zu kleinlich ausgelegt. Danach verbesserte sich allerdings erstmal die Leistung der Refs. Wäre es bei den beiden Calls geblieben, wären sie keine Erwähnung wertgewesen, besonders da beide Teams gleichermaßen betroffen waren.

Als aber Carolina anfing aufzuholen, wurden die Entscheidungen skurril. Carolina erhielt vier Flaggen-Entscheidungen gegen sich, bei der jede einzelne eine enorme Auswirkung mit sich zog.

Die Refs als Handicap

Die wohl verrückteste Situation war der Backwards-Pass auf Rico Dowdle. Der Screen-Pass auf den Running Back missglückte, der Ball fiel zu Boden. Allerdings warf Young den Ball minimal nach hinten und so hätte der Pass eigentlich als Fumble gewertet werden müssen. Als Dowdle den Ball aufhob, pfiff ein Ref den Spielzug aber sofort auf und so konnte Dowdle auch keinen Raumgewinn mehr generieren. Nach Besprechung entschieden die Refs, dass der Spielzug doch als Fumble gewertet werden würde und Carolina an der Position zum Zeitpunkt des Pfiffs weitermachen müsse. Durch den Raumverlust wurde das anschließende Field Goal für Fitzgerald erschwert, der schließlich auch vergab.

Die Misere an falschen Entscheidungen gegen die Panthers fing allerdings erst an. Tommy Tremble wurde ungestraft im Play der Helm vom Kopf gerissen. Im nächsten Play dominierte Tet McMillan seinen Gegner direkt an der Line of Scrimmage so doll, dass er deswegen fälschlicherweise eine Strafe kassierte und sein Monstercatch revidiert wurde. Anscheinend musste man nur schlecht genug sein um eine Flagge für den Gegner zu erzwingen. Im Gegenzug fiel Buccaneers TE Cade Otten fast über seine eigenen Füße und erhielt dadurch einen PI-Call.

Die Panthers wurden mit diesen Entscheidungen stark benachteiligt und fielen auch deswegen zwei Scores zurück. Als die Refs endlich wieder keine Fehler machten, wurde es auch wieder spannender, weil Carolina das bessere Team in der zweiten Halbzeit war. Leider konnte das Team von HC Dave Canales aber die Partie nicht mehr umbiegen.

Wie fällt das Fazit aus?

Auch wenn die Refs das Spiel sehr stark gegen Carolina pfiffen, war ein Sieg möglich. Schwache Leistungen im Running Game und drei schwache Quarter der Offense brachten die Panthers überhaupt in die Lage so weit zurückzuliegen. Die erste Halbzeit wurde komplett von Tampa Bay dominiert und so war der 13-6 – Halbzeitstand sehr schmeichelhaft für Carolina.

Nach dem schwachen Start kamen die Panthers aber wieder zurück. Tampa Bay dominierte Hälfte eins, Carolina Hälfte zwei. Auch die Erfolgsrate beider Teams war am Ende auf einem Niveau. Während die Buccaneers 45% ihrer Plays erfolgreich gestalteten, lag der Wert bei den Panthers bei 43%.

Ähnlich sah es auch bereits im Hinspiel aus und so lässt sich konstatieren, dass es trotz der Refs durchaus fair ist ,die Serie der beiden Teams unentschieden zu gestalten.

Playoffs wir kommen!

Einen kleinen Nachklapp muss es aber natürlich auch zu den Playoffs geben. Nach acht Jahren haben es die Panthers endlich geschafft. Durch den Sieg der Atlanta Falcons am Sonntag stehen die Carolina Panthers tatsächlich in den Playoffs. Nach einer turbulenten Saison mit Überraschungssiegen gegen die Packers und Rams konnte man alle Teams in der Division hinter sich lassen.

Das Team von Dave Canales gestaltete die gesamte Saison sicherlich nicht glanzvoll und erzielte in nicht mal der Hälfte der Spiele mehr als 17 Punkte. Insgesamt gibt das Erreichen der Playoffs dem Team und den Fans aber endlich wieder Freude. Acht Jahre lang ging es mit der Mannschaft nur abwärts. Trainer wurden verschlissen und gute Spieler abgegeben, weil es in den schlechten Situationen keinen Sinn machte sie zu halten. Dass die Panthers nun wieder in den Playoffs stehen, ist der pure Gegensatz dazu.

Mit den Los Angeles Rams trifft man nun auf einen harten Brocken. In der Regular Season gewann Carolina zwar die Partie, war aber eigentlich extrem unterlegen und hatte an diesem Tag das Glück auf der richtigen Seite. Die Buchmacher sehen die Rams dementsprechend als haushohen Favoriten.

In den Playoffs geht es allerdings von null wieder los. Los Angeles wird in dieser Situation sicherlich auch sehr aufgeregt sein und sollte es lange Zeit ausgeglichen zugehen, könnten kleine Fehler das Spiel entscheiden. Die Chance auf ein Weiterkommen Carolinas ist in dieser Partie sicherlich sehr klein, aber bereits das Erreichen der Playoffs ist bereits eine Auszeichnung, über die sich gefreut werden kann.

Spieltagsanalyse: Erster Schritt Richtung Playoffs – Panthers erfolgreich im Divisionsduell

Der knappe 23:20-Sieg der Carolina Panthers gegen die Tampa Bay Buccaneers war weniger ein spektakuläres Offensivfeuerwerk als vielmehr ein kontrolliertes, strukturiertes Footballspiel, das durch Effizienz, eine starke Teamleistung und wenige Fehler entschieden wurde. In einem klassischen Divisionsduell setzte sich am Ende das Team durch, das in den entscheidenden Downs, Red-Zone-Situationen und in der Schlussphase die besseren Entscheidungen traf.

Analyse des Spielverlaufs

Der Spielverlauf spiegelte über vier Viertel ein Gleichgewicht wider, das erst in der späten Crunchtime zugunsten der Panthers kippte. Unsere Panthers eröffneten das Spiel mit konservativen, aber sauberen Drives, setzten früh auf Ballkontrolle und verzichtete bewusst auf vertikale Risiken. Tampa Bay konnte zwar mehrfach antworten, schaffte es jedoch nicht, nachhaltigen Druck auf das Spiel zu entwickeln.

Auffällig war, dass beide Teams lange Drives bevorzugten, was zu einer überschaubaren Anzahl an Possessions führte. Carolina nutzte diese Struktur besser: Während Tampa Bay mehrfach in Field-Goal-Reichweite stagnierte, verwerteten die Panthers ihre Chancen effizienter. Besonders der Touchdown kurz vor der Halbzeit stellte einen Wendepunkt dar, da er nicht nur Punkte brachte, sondern auch das Momentum klar auf Seite unserer Panthers zog.

Im vierten Viertel zeigte sich dann der entscheidende Unterschied im Game Management. Während Tampa Bay nach dem Ausgleich konservativ agierte, gelang Bryce Young erneut ein erfolgreicher Abschlussdrive, der gezielt die Uhr, Feldposition und die Stärke und das Vertrauen in unseren Kicker einband.

Bryce Young – Entscheidungsqualität vor Explosivität

Bryce Youngs Leistung lässt sich weniger über Quantität als über Effizienz und Fehlervermeidung erklären. Mit 18 von 28 Pässen (64 %) für 191 Yards, zwei Touchdowns und null Turnovern spielte er augenscheinlich ein kontrolliertes Spiel, das aber exakt dem Matchplan von Dave Canales entsprach.

Besonders auffällig war seine Performance bei Third Downs und in der Red Zone. Young identifizierte den Blitz der Buccaneers Defense früh, verkürzte seine Reads und nahm konsequent die kurzen bis mittleren Optionen. Seine durchschnittliche Time-to-Throw war niedrig, was die angeschlagene Pass Protection der O-Line entlastete und Turnover-Risiken minimierte. Statt waghalsigen Throws zeigte Young situative Reife – ein klarer Fortschritt im Vergleich zu früheren Phasen seiner Karriere.

Insbesondere in den Momenten als es darauf ankam ein Anführer zu sein, brachte Bryce Young wieder einmal seine Klasse aufs Feld. Verlängerte überraschend einige Drives und machte entscheidende Throws, welche dann auch zu spielentscheidenden Touchdowns führten.

Tetairoa McMillan – Verlässlicher Passempfänger in der Offense

Tetairoa McMillan fungierte als primärer Mismatch-Generator im Passspiel der Panthers. Mit 5 Receptions für 73 Yards und einem Touchdown war er statistisch auffällig, analytisch jedoch noch wertvoller. Seine größte Stärke lag im Timing: McMillan gewann seine Routen besonders gegen Zone Coverage, indem er die entsprechenden Fenster präzise attackierte.

Der Touchdown vor der Halbzeit ist exemplarisch: Saubere Release-Technik, exaktes Route-Timing und ein Pass, der genau in das entstehende Coverage-Loch fiel. McMillans Präsenz zwang Tampa Bay dazu, ihre Safeties tiefer zu halten, was wiederum Räume für andere Receiver öffnete.

McMillan bestätigte gegen die Buccaneers erneut seinen Anspruch, als bester offensiver Rookie seiner Draftklasse die Season zu beenden. 

Jalen Coker – Unsichtbarer Effizienzfaktor

Jalen Coker ist ein klassisches Beispiel für einen Spieler, dessen Einfluss sich nur begrenzt im Score widerspiegelt. Seine Receptions kamen überwiegend in kritischen Down-&-Distance-Situationen, insbesondere bei Third and Medium.

Coker lief präzise, disziplinierte Routen und half Bryce Young, schnelle und sichere Entscheidungen zu treffen. Seine Fähigkeit, Yards nach dem Catch zu generieren, stabilisierte mehrere Drives und verhinderte, dass Carolina in lange Third Downs gedrängt wurde. In der Gesamtstruktur der Offense war Coker ein verbindendes Element.

Der Trend der letzten Woche geht auch ganz klar in die Richtung, dass Coker sich als sogenannter WR2 im Spiel von Bryce Young etabliert.

Defense der Panthers – Bend, but don’t break

Die Defense der Panthers agierte nach dem Prinzip der kontrollierten Aggressivität. Statt auf konstante Big Plays zu setzen, fokussierte man sich auf saubere Tackles, Gap-Disziplin und das Verhindern explosiver Spielzüge. Tampa Bay durfte zwar ihre Yards sammeln, hatte jedoch Schwierigkeiten, Drives konsequent zu vollenden.

Der entscheidende Moment kam spät im vierten Viertel mit der Interception von Lathan Ransom, die das Spiel faktisch beendete. Zuvor hatte die Defensive Line konstant Druck aufgebaut, ohne die Secondary zu entblößen. Besonders gegen Play-Action zeigte Carolina gute Kommunikation und Assignment-Sicherheit.

Im Endeffekt ließ man nur 20 Punkte gegen eine Offense zu, welche nach einer verletzungsgeplagten Season gegen die Panthers wieder komplett zur Verfügung stand. Ein ganz starkes Zeichen unserer Defense, auch im Hinblick auf die ausstehenden Spiele.

Fazit und Ausblick 

Dieser Sieg war weniger ein Produkt individueller Glanzleistungen als vielmehr das Ergebnis eines guten Gameplans und einer starken Teamleistung. Die Panthers zeigten, dass sie Spiele auch ohne offensive Explosion kontrollieren und gewinnen können. Entscheidend waren dabei effizientes Quarterback-Spiel, klare Rollenverteilung im Passspiel und eine Defense, die in kritischen Momenten liefert.

Für den weiteren Saisonverlauf ist dieses Spiel ein positives Signal: Sollte Carolina diese Disziplin auf beiden Seiten des Balles beibehalten und weiter auf die Entwicklung von Young und seinen jungen Receivern setzen, besitzt das Team ein stabiles Fundament für konstante Leistungen – unabhängig vom Gegnerprofil. Unsere Panthers wirken aktuell weniger spektakulär, aber deutlich reifer und effizienter als in vorangegangenen Spielzeiten. 

Es bleibt also zu hoffen, dass es dem Team dieses Mal gelingt, die starke Leistung zu konservieren und in die neue Woche mitzunehmen. Mit den Seahawks wartet zwar ein echter Contender auf unsere Panthers, aber wir haben diese Season schon öfters bewiesen, dass wir gerade in solchen Spielen über uns hinaus wachsen können. – KEEP POUNDING

Spieltagsanalyse: Sweet Caroline – Heroische Teamleistung besiegtfavorisierte LA Rams

Am Sonntag gelang den Carolina Panthers ein spektakulärer Sieg gegen die Los Angeles Rams — mit 31:28 besiegte man einen der Favoriten der Liga und beendete damit die sechs Spiele andauernde Siegesserie der Rams. Das Spiel wurde Dank einer starken Leistung von Bryce Young und einer bissigen Panthers‑Defense entschieden.

Spielverlauf und entscheidende Momente

Die Rams begannen stark und gingen früh durch einen Touchdown von Davante Adams in Führung. Doch Carolina antwortete noch im ersten Viertel — Young fand Chuba Hubbard, der per Pass 35 Yards zum Touchdown lief und damit das Gleichgewicht wiederherstellte. Kurz darauf drehte die Panthers‑Defense zum ersten Mal das Spiel: Ein Pass von Rams‑Quarterback Matthew Stafford wurde abgefälscht und von Mike Jackson für einen 48‑Yard‑Pick‑Six zurückgetragen.

Die Rams kämpften sich zurück und erzielten vor der Halbzeit einen weiteren Touchdown durch Adams. Im dritten Viertel erhöhte Carolina durch ein Field Goal zunächst auf 17:14, bis das Spiel dann im vierten Viertel richtig Fahrt aufnahm.

Unsere Carolina Panthers bewegten den Ball gut, nahmen entscheidende Zeit von der Uhr und Bryce Young zeigte Nervenstärke. Auf einem vierten Down, wie schon zuvor beim Touchdown von Jalen Coker, brachte er einen 43‑Yard‑Pass zu Tetairoa McMillan an, welcher den entscheidenden Touchdown bedeutete und die Panthers mit 31:28 in Führung brachte. Die Rams antworteten zwar, doch kurz vor Schluss setzte die Defense das entscheidende Ausrufezeichen: Derrick Brown sackte Stafford, erzwang einen Fumble, der von D.J. Wonnum gesichert wurde — die Vorentscheidung.

Kurz vor der Two-Minute-Warning war es dann erneut ein eiskalter Bryce Young, welcher bei 3rd Down den entscheidenen Pass zu Coker warf – die endgültige Entscheidung.

Bryce Young — Ruhe in der Crunchtime

Young lieferte einen seiner besten Auftritte der Saison: 15 von 20 Pässen, 206 Yards und drei Touchdowns, zwei davon auf vierten Downs. Bryce Young wies am Ende vom Spiel ein Passer-Rating von 147,1 auf, persönlicher Rekord. In kritischen Momenten behielt er die Ruhe und führte die Offense konstant zu Punkten. Sein Zusammenspiel mit Hubbard, Coker und McMillan war ausschlaggebend. Es war aber auch beeindruckend wie er zwei Mal beim vierten Versuch die Nerven behielt und richtig starke Bälle zu seinen Receivern brachte. Wurde er nach vergangener Woche bereits von vielen wieder abgeschrieben, zeigte er diese Woche wieder eindrucksvoll welch ein Potenzial in ihm steckt.

Panthers‑Defense und Derrick Brown — Turnover als Schlüssel

Die Panthers‑Defense war der Matchwinner. Sie zwang LA Rams Quarterback Stafford zu insgesamt drei Turnovern. Der Pick‑Six von Jackson war ein Wendepunkt. Derrick Brown dominierte, fälschte einen Pass zur Interception ab und erzwang den spielentscheidenden Fumble kurz vor Schluss. Bis zum Spiel gegen unsere Panthers hatte Matthew Stafford lediglich zwei Interceptions zu verbuchen, wahre MVP Werte. Umso beeindruckender, dass es unserer Defense gelang, diese Turnover zu kreieren. Es ist zudem lobend zu erwähnen, dass die Defense trotz der zwischenzeitlichen Dominanz der Rams immer am Ball blieb, immer versuchte ihre Chance zu nutzen und nie aufgab. Letztendlich wurde sie so dann mit dem entscheidenden Fumble belohnt.

Chuba Hubbard — Balance im Angriff

Auf der offensive Seite glänzte zudem ein Spieler, welcher in den letzten Wochen ebenfalls bereits abgeschrieben wurde. Chuba Hubbard glänzte sowohl im Lauf- als auch im Passspiel. Er erzielte 83 Rushing Yards und war zudem als Receiver gefährlich. Sein früher Touchdown setzte ein wichtiges Zeichen und half, das Offensivspiel der Panthers ausgeglichen zu halten. Bei immer starker werdendem Regen war es diese Woche nicht Rico Dowdle, sondern Hubbard, welcher die Rams Defense ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Oft wurde Hubbard frühzeitig von der Rams Defense aufgenommen, schaffte es aber immer wieder noch weitere, wichtige Yards zu erzielen. Seine Leistung im Laufspiel ermöglichte es erst unserer Offense entscheidende Zeit von der Uhr zu nehmen und die Rams Offense an der Seitenlinie zu halten.

Fazit

Der 31:28‑Sieg der Panthers war ein Statement. Mit einer Kombination aus effizienter Offense, starken Leistungen von Young, Hubbard und der dominanten Defense um Brown holte Carolina einen Sieg gegen ein Top‑Team und geht mit neuem Selbstvertrauen in die Bye-Week. Viele hatten gehofft, dass man gegen die LA Rams irgendwie mithalten kann, aber an einen Sieg haben nur ganz wenige geglaubt. Wirkte die Rams Offensive während der ganzen Partie dominant und beeindruckend, so gelangen der Defense von Evero doch entscheidende Turnover. Nun gilt es in der Bye Week mit diesem Sieg neues Selbstbewusstsein zu tanken und dann voller Euphorie die nächsten Aufgaben anzugehen. Beenden wir endlich die Up and Downs in unseren Auftritten und können an diese Leistung anknüpfen, wird der Kampf um die Playoffs neu entfacht. – KEEP POUNDING

Spieltagsanalyse: LOSE – Zu viele Fehler besiegeln Niederlage gegendie 49ers

In einem fehlerbehafteten Monday-Night-Game unterlagendie Carolina Panthers den San Francisco 49ers mit 20:9. Das Spiel war geprägt von defensiven Highlights, mehreren Turnovers und einer Panthers-Offense, die sich nicht konsequent genug durchsetzen konnte. Insbesondere Jaycee Horn stach hervor, doch Verletzungen und fehlende Effizienz von Bryce Young verhinderten eine engere Schlussphase und einen positiven Ausgang für die Carolina Panthers.

Spielverlauf

Das Spiel begann mit einer soliden ersten Angriffsserie der 49ers: Unser ehemaliger RB McCaffrey war stark involviert und am Ende des Drives folgte ein Touchdown-Pass, der San Francisco früh mit 7:0 in Führung brachte. In der Folge entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, bei dem beide Mannschaften Fehler machten – Purdy warf drei Interceptions in der ersten Halbzeit. Die Panthers bestraften diese aber nur zum Teil: Ein Field Goal von Ryan Fitzgerald brachte sie auf 4 Punkte heran, doch die 49ers antworteten vor der Pause per 47-Yard-Field-Goal durch Matt Gay und nahmen ein 10:3 mit in die Kabine. 

Im dritten Viertel zündete die Offense der 49ers wieder unter McCaffrey – er lief über 12 Yards zum Touchdown und erhöhte auf 17:3. Carolina antwortete jedoch mit einem guten Drive: Quarterback Bryce Young spielte einen 29-Yard-Pass auf Tetairoa McMillan zum Touchdown. Im Anschluss entschied sich das Coaching Team für die Two-Point-Conversion von der Ein-Yard-Linie – der Pass wurde aber getippt und scheiterte, sodass die Panthers bei 9 Punkten verharrten. 

Im letzten Viertel gelang San Francisco noch ein 29-Yard-Field-Goal, das den Endstand von 20:9 herstellte. 

Jaycee Horn und die Defense wehren sich lange

Die Panthers hatten ihre Chancen, vor allem weil 49ers-Quarterback Brock Purdy in der ersten Hälfte dreimal den Ball hergab. Zwei dieser Pässe fing Cornerback Jaycee Horn ab, der damit eindrucksvoll zeigte, wie wertvoll er für die Secondary ist. Seine Antizipation und die enge Coverage machten es Purdy schwer, Rhythmus zu entwickeln. Als Horn später jedoch mit einer Kopfverletzung ausschied, verlor die Panthers-Defense einen ihrer wichtigsten Stützpfeiler. Trotzdem hielt die Verteidigung Carolina lange im Spiel, verteidigte physisch, verhinderte explosive Spielzüge der 49ers und zwang diese immer wieder in lange Drives.

Bryce Young zeigt wieder altbekannte Schwächen

Auf der anderen Seite tat sich die Offense der Panthers deutlich schwerer. Bryce Young, der eine Woche zuvor ein Rekordspiel hingelegt hatte, fand nicht in seinen Rhythmus. Er brachte 18 von 29 Pässen für 169 Yards und einen Touchdown an, warf aber auch zwei Interceptions. Sein 29-Yard-Touchdown zu Tetairoa McMillan war ein Ausrufezeichen, doch insgesamt fehlte es dem Passspiel an Sicherheit und Tiefe.

Hinzu kam ein kaum existierendes Laufspiel, was die Offense eindimensional machte. Young musste häufig improvisieren, ohne dass das Playcalling ihm half. Zudem kamen auch Spielzüge von Young, welche für den beobachtenden Fan keinen Sinn ergaben. Bei seiner ersten Interception hatte er die Endzone frei vor sich, entschied sich dann aber für einen sehr riskanten Ball in die Endzone, welcher dann auch intercepted wurde. Für viele Fans bleibt es unerklärlich, wie innerhalb von acht Tagen solche Leistungsschwankungen entstehen können. Von einem Spiel mit Franchise-Rekord hin zu einem Spiel voller einfacher Fehler.

Die erneute Kritik an Canales’ Play-Calling 

Headcoach Dave Canales stand nach dem Spiel gegen die 49ers ebenfalls in der Kritik. Sein Offensivplan wirkte in vielen Phasen zu vorsichtig, fast gehemmt. Die Two-Point-Conversion nach dem Touchdown war ein mutiger Moment – und gleichzeitig einer der wenigen. Ansonsten fehlten kreative oder aggressivere Ansätze, um die trotz ihrer Ausfälle starke 49ers-Defense wirklich zu testen. In der ersten Hälfte gelangen der Panthers Offense nur schwache 4 First-Downs. Insgesamt wurden durch Canales über das Spiel hinweg nur neun Laufspielzüge angesagt. San Francisco hingegen kontrollierte das Spiel vor allem durch Christian McCaffrey, dessen Läufe konstant Yards generierten und den 49ers die Kontrolle über die Uhr sicherten.

Fazit & Ausblick

Am Ende spiegelte das 20:9 wider, was sich über die gesamte Partie angedeutet hatte: Carolina zeigte defensiv viel Herz, offensiv aber zu wenig Durchschlagskraft. Die Kombination aus Horns Verletzung, Youngs Unsicherheiten und einem zu konservativen Playcalling ließ das Team nie ernsthaft in Schlagdistanz kommen.

Für die Panthers ist diese Niederlage hoffentlich einer erneuter Weckruf. In der kommenden Woche treffen die Carolina Panthers auf die Los Angeles Rams. Ein Spiel, das viel über die Richtung ihrer Saison aussagen wird. Wenn die Offense wieder mutiger agiert und die Defense an die starken Momente anknüpft, idealerweise mit einem gesunden Jaycee Horn, haben die Panthers eine Chance, wieder in die Spur zu finden und gegen eine favorisierte Rams Mannschaft einen Statement-Sieg einzufahren. Es kann bereits das entscheidende Spiel in Hinblick auf eine mögliche Playoffs-Teilnahme werden. Aber nur wenn insbesondere die Offense um Bryce Young wieder ihr anderes Gesicht zeigen kann. – KEEP POUNDING

Nailbiter! Panthers schocken die Packers im Lambeau Field

Die Carolina Panthers haben am Sonntagabend im legendären Lambeau Field ein Ausrufezeichen gesetzt. In einem zähen, defensiv dominierten Spiel rang Carolina die favorisierten Green Bay Packers mit 16:13 nieder – und feierte damit einen emotionalen Sieg, der ganz nach dem Geschmack der Panthers-Fans war. Schlüssel zum Erfolg war ein überragender Rico Dowdle, der mit zwei Touchdowns und einer wahren Energieleistung zum Helden des Abends wurde.

Dowdle liefert die Power, die Panthers liefern den Willen

Von Beginn an war klar: Dieses Spiel würde kein Offensivspektakel werden. Beide Teams tasteten sich im ersten Viertel ab, ehe die Panthers im zweiten Abschnitt das Kommando übernahmen. Nach einem geduldigen Drive über fast sieben Minuten war es Rico Dowdle, der sich durch die Mitte wühlte und zum ersten Touchdown des Spiels in die Endzone stürmte – 7:6 für Carolina.

Im dritten Viertel legte Dowdle nach. Er fand erneut eine Lücke hinter seiner starken O-Line, tanzte zwei Tackles aus und erhöhte mit seinem zweiten Touchdown auf 13:6. Green Bay kam zwar im Schlussviertel durch Josh Jacobs’ kurzen Lauf noch einmal zurück, doch Carolina blieb cool. 40 Sekunden vor Schluss brachte ein wuchtiger 19-Yard-Lauf von Dowdle die Panthers in Field-Goal-Reichweite – und Rookie Kicker Ryan Fitzgerald verwandelte den Kick aus 49 Yards sicher zum 16:13-Endstand. Der Rest war Jubel – auf dem Feld, an der Seitenlinie und sicher auch in unzähligen Wohnzimmern der Carolina Panthers Fans.

Rico Dowdle als Mann des Spiels

Mit 25 Carries für 130 Yards und zwei Touchdowns war Rico Dowdle der Mann des Spiels. Sein Auftritt war sinnbildlich für den Charakter dieser Panthers-Mannschaft: unermüdlich, physisch und entschlossen. Gegen eine Packers-Defense, die zu den besten gegen den Lauf gehört, fand Dowdle immer wieder Wege, zusätzliche Yards zu erkämpfen. Besonders beeindruckend war sein Instinkt – er las die Blocks seiner Line perfekt, wartete geduldig auf Lücken und nutzte sie konsequent. Dieser Sieg war nicht nur ein persönliches Statement, sondern auch ein Fingerzeig, dass Carolina mit einem dominanten Laufspiel wieder zu alter Identität zurückfinden könnte.

Es lag von Anfang an an der Einstellung, es war Aggression und am Ende Gewalt. ( HC Dave Canales über Dowdles Laufstil am Sonntag)

O-Line: Das Rückgrat des Erfolgs

Die Offensive Line der Panthers, zuletzt häufig in der Kritik, zeigte in Green Bay eine ihrer besten Leistungen der Saison. Trotz Verletzungssorgen hielt die Line stand, öffnete im Laufspiel regelmäßig Räume und setzte physische Akzente. Im Laufspiel schufen sie Räume für Dowdle und Co, sodass insgesamt 163 Rushing-Yards erreicht wurden. Im Passspiel blieb nicht alles perfekt – Quarterback Bryce Young musste mehrfach improvisieren –, doch die Grundidee ging auf: Kontrolle durch Laufdominanz. Der Gameplan von Offensive Coordinator Brad Idzik, das Spieltempo zu bestimmen und den Ballbesitz zu maximieren, passte perfekt zur kämpferischenMentalität des Teams. 

Starke Leistung trotz Verletzungssorgen

Hierbei ist erneut zu erwähnen, dass es nun im neunten Saisonspiel bereits die siebente unterschiedliche O-Line war. Und selbst während des Spiels mussten immer wieder Verletzungen kompensiert werden. Left Guard Damien Lewis musste kurzzeitig wegen einer Schulterverletzung vom Feld, und Jake Curhan ersetzte ihn. Lewis kehrte zurück, doch dann verletzte sich Right Guard Chandler Zavala später im ersten Viertel am Ellbogen und konnte nicht mehr weiterspielen. So spielte Curhan, ein erfahrener Spieler, der bereits mit Cheftrainer Dave Canales aus seiner gemeinsamen Zeit bei den Seahawks zusammengearbeitet hatte, im selben Viertel auf beiden Guard-Positionen.

Er ist ein sehr intelligenter Spieler und äußerst vielseitig. Ihn vor ein paar Wochen aus dem Practice Squad der Arizona Cardinals zu holen, war ein Riesenvorteil fürmich. (Dave Canales über den Einsatz von Jake Curhan)

Defense: Keine Glanzmomente, aber eiserne Nerven

Auch die Panthers-Defense zeigte eine starke Vorstellung – weniger spektakulär, dafür umso disziplinierter. Zwar erlaubte man den Packers über 300 Yards Raumgewinn, doch in den entscheidenden Situationen stand die Verteidigung wie eine Mauer. Besonders in der Red Zone machte Carolina die Räume eng und zwang Green Bay zu Field Goals statt Touchdowns. Eine wichtige Interception von Tre’von Moehrig im dritten Viertel stoppte einen vielversprechenden Drive der Packers und gab der Panthers-Offense neues Leben. Das „bend, don’t break“-Prinzip funktionierte perfekt: Carolina ließ einiges zu, brach aber nie – und genau das war der Unterschied.

Bryce Young: Ruhig, kontrolliert, mannschaftsdienlich

Quarterback Bryce Young zeigte nach seiner Verletzungspause eine eher durchschnittliche Leistung, um das Ganze noch nett auszudrücken. Mit 11 von 20 Pässen für 102 Yards und einer Interception waren seine Statistiken unauffällig, doch sein Game-Management war entscheidend. Young verwaltete das Spiel, forcierte bis auf seine Interception keine riskanten Würfe und passte sich dem lauforientierten Gameplan an. Er agierte ruhig, kontrolliert und überließ es der Defense und dem Laufspiel, das Spiel zu entscheiden. Für unseren Quarterback war das weniger eine Partie der großen Momente, sondern eine der Reife. Ein Schritt in Richtung Stabilität und Teamführung. Zudem war er in den wichtigen Momenten zur Stelle. Im letzten und spielentscheidenden Drive waren es seine beiden Pässe, welche wichtige First-Downs sicherten.

Fazit und Ausblick

Der 16:13-Erfolg in Green Bay war mehr als nur ein weiterer Sieg – er war ein Statement. Die Panthers zeigten Leidenschaft, Teamgeist und die Fähigkeit, Spiele über Physis und Geduld zu gewinnen. Rico Dowdle war der unbestrittene Held, doch dieser Erfolg war das Produkt einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

In der kommenden Woche wartet mit den New Orleans Saints ein bekanntes Gesicht aus der NFC South. Ein Sieg könnte den Panthers nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch neuen Schwung im Divisionsrennen geben. Wenn die Offensive Line weiter so kämpft, die Defense so diszipliniert bleibt und Dowdle seinen Lauf fortsetzt, dann darf man in Carolina vorsichtig wieder von mehr träumen. – KEEP POUNDING

Spieltagsanalyse: Defense wins Championships! Oder besiegt die Jets!

In einem kampfbetonten, defensiv geprägten Spiel setzten sich die Carolina Panthers auswärts gegen die New York Jets mit 13:6 durch. Für unsere Panthers war es ein wichtiges Signal: der erste Auswärtssieg der Saison und damit eine Rückkehr über die .500‑Marke (4‑3). Während das Offensivspiel beider Teams nicht glänzte, stach insbesondere die Panthers‑Defensive heraus. Drei Spieler der Carolina Panthers lieferten herausragende Einzelauftritte, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.

Spielverlauf

Carolina eröffnete mit einem 30‑Yard Field Goal von Ryan Fitzgerald und ging somit früh in Führung. Im zweiten Viertel glichen die Jets per Field Goal aus. Kurz vor der Halbzeit zogen die Panthers auf 10‑3 davon, als Quarterback Bryce Young einen Pass zu Xavier Legette warf. Im dritten Viertel erhöhte Carolina mit einem weiteren Field Goal auf 13‑3, während die Jets erst im vierten Viertel mit einem 47‑Yard‑Field Goal zu ihrem zweiten Score kamen – 13‑6.

Zudem musste Young wegen einer Knöchelverletzung im dritten Viertel den Platz verlassen; Ersatzmann Andy Dalton kam und brachte mit einem wichtigen 33‑Yard‑Pass zu Legette das Spielgerät noch einmal ins Rollen.

Die Defensive der Panthers dominierte: sie ließ lediglich 220 Gesamt‑Yards der Jets zu, erzeugte sechs Sacks und erzielte zwei Interceptions – beide durch Jaycee Horn. Das Spiel zeichnete sich insgesamt durch wenige spektakuläre Offensivaktionen und viele defensive Stops, Strafen und verpasste Chancen auf beiden Seiten aus – aber die Panthers waren effektiv genug, um das Spiel unter Kontrolle zu halten.

Spielerleistungen im Fokus

Jaycee Horn lieferte eine herausragende Partie ab. Er holte zwei Interceptions (sein erstes Spiel mit zwei Picks in der NFL) und war damit maßgeblich daran beteiligt, dass die Jets kaum ins Rollen kamen. Seine erste INT kam im dritten Viertel in der Endzone gegen Tyrod Taylor – eine spektakuläre Aktion mit einem One-Hand-Catch. Die zweite folgte im vierten Viertel, als er erneut einen tiefen Pass antizipierte und so eine mögliche Jets‑Rallye im Keim erstickte.

Darüber hinaus war seine Präsenz spürbar: Horn agierte ruhig und intelligent in Deckung, ließ kaum Separation zu und zwang den Gegner dazu, alternative Wege zu suchen. Seine Leistung war ein großer Faktor dafür, dass das Passspiel der Jets stark eingeschränkt war. Kurz gesagt: Horn war der Leitwolf der Panthers‑Secondary an diesem Tag – eine Partie, wie man sie von einem Cornerback mit All‑Star‑Anspruch erwartet.

Auf den Leader der Defense ist ebenfalls Verlass

Auch Derrick Brown trug maßgeblich zum Erfolg bei. Laut Statistiken verzeichnete er sieben Tackles, zwei Sacks, drei Deflections und war bei mehreren Einwirkungen auf den Quarterback beteiligt. Er spielte 67 % der Defensiv‑Snaps und war konstant in den Plays präsent, die die Jets besonders störten. Brown leitete den starken Pass‑Rush der Panthers ein, die mit sechs Sacks und 16 Total Pressures (36,4 % Pressure‑Rate) ihre bisher beste Saisonleistung zeigte. Brown zeigte damit, dass er nicht nur ein wichtiger Faktor gegen den Lauf ist, sondern auch ein Faktor im Pass‑Rush sein kann. Browns Leistung war ein Schlüsselbaustein – nicht spektakulär in einzelnen Highlight‑Momenten, aber konstant und wirkungsvoll über das ganze Spiel verteilt.

Eine Leistung in der Offensive freut die Fans besonders…

Auf der Offensivseite ragte endlich einmal Xavier Legette heraus. Er fing neun Pässe bei 11 Targets, sammelte 92 Yards und erzielte den einzigen Touchdown des Spiels – seine bisher beste Leistung als Profi der Carolina Panthers. Sein Touchdown war ein 3‑Yard‑Pass von Young kurz vor der Halbzeit – ein wichtiger Momentum‑Moment. Später im Spiel war Legette auch bei Daltons 33‑Yard‑Pass entscheidend beteiligt, der praktisch das Spiel entschied. Seine Rolle war deutlich: Nachdem andere Wide Receiver Schwierigkeiten hatten, Seperation zu kreieren, übernahm Legette Verantwortung, zeigte gutes Route‑Running, sichere Hände und hielt Drives am Leben. Zudem war seine Verbindung mit Dalton im entscheidenden Moment ein Plus. Insgesamt war Legette der offensiv aktivste Panther – vielleicht sogar sein Breakout‑Game, das Vertrauen für die kommenden Wochen geben dürfte.

Fazit & Ausblick

Der 13‑6‑Erfolg der Carolina Panthers war vielleicht nicht schön anzusehen, aber in der Form von Pflicht‑ und Arbeitssieg genau das, was eine Mannschaft braucht, wenn sie sich konsolidieren will. Denn ein Sieg ist ein Sieg und dafür muss man sich nicht entschuldigen, schon gar nicht bei uns Fans. Die Defense legte den Grundstein, die Offense tat gerade genug – das reicht aktuell. Wichtig wird sein, wie Carolina mit der Young‑Verletzung umgeht und ob unsere Defense diese Form halten kann. Nächste Woche kommt mit den Buffalo Bills und insbesondere mit MVP Kandidat Josh Allen der vielleicht stärkste Gegner der bisherigen Saison auf die Panthers zu. Auf beiden Seiten des Balls wird hierbei eine herausragende Leistung nötig sein und vielleicht ist es uns dann sogar möglich, die favorisierten Bills zu ärgern. – KEEP POUNDING

Spieltagsanalyse: Schlechter Start, starkesEnde!

Das Spiel in Charlotte entwickelte sich zu einem echten Herzschlagfinale: Die Panthers lagen früh deutlich hinten, fanden aber zu ihrer Form zurück und drehten die Partie letztlich zu einem 27:24‑Sieg. Für Carolina ist dieser Sieg nicht nur wichtig in der Division, sondern auch ein Statement: Man kann Fehler machen – aber man kann auch zurückkommen. Im Mittelpunkt standen Quarterback Bryce Young, Running Back Rico Dowdle und eine Defense, die im richtigen Moment zuschlug.

Der Spielverlauf im Überblick

Miami startete furios: Dank effizientem Passspiel und Fehlern der Panthers – insbesondere durch zwei frühe Turnover von Young – zog Miami bereits im ersten Viertel und in der ersten Halbzeit auf 17:0 davon. Carolina musste sich einiges gefallen lassen, fand aber noch vor der Halbzeit erste Nadelstiche und verkürzte auf 17:10.  

Im zweiten Durchgang übernahm langsam Carolina das Kommando. Rico Dowdle setzte mit spektakulären Läufen über 43 und 53 Yards Akzente und war das Herzstück des Laufspiels. Besonders im vierten Viertel gelang den Panthers ein 85‑Yard‑Drive, der in einem 1-Yard-Lauf von Dowdle gipfelte und sie erstmals in Führung brachte. Doch Miami antwortete mit einem schnellen Pass auf Waddle und brachte sich mit 24:20 zurück.  

Die Entscheidung fiel in den letzten zwei Minuten: Bryce Young war es, der mit einem Pass auf Mitchell Evans über 4 Yards die Führung erzielte. Miami versuchte noch einmal zurückzukommen, doch ein Sack und eine Strafe für Pass-Interference brachten die Entscheidung. Am Ende stand ein beeindruckender 27:24‑Erfolg für Carolina, nachdem man ein 0:17 gedreht hatte. 

Im Fokus: Bryce Young, Rico Dowdle & die Defense der Panthers

Young begann mit einem holprigen Start, verlor zweimal den Ball – doch er zeigte Nervenstärke. Am Ende landeten 19 von 30 Pässen, 198 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception auf seiner Statistik. Besonders wichtig: der Pass auf Evans kurz vor Schluss. In einem Interview sagte Young nach dem Spiel:

Offensichtlich war das nicht der Start, den wir uns gewünscht hatten. Aber dass wir uns neu fokussieren konnten (…) das hat man in allen Phasen gesehen. Egal, was auf der Anzeigetafel stand – wir haben uns immer auf den nächsten Spielzug konzentriert.

Rico Dowdle war ohne Zweifel der Motor im Laufspiel. Da Starter Chuba Hubbard verletzt fehlte, übernahm er die Verantwortung und lief für 206 Yards und einenTouchdown – ein fantastischer Wert, der ihn in die Nähe des Franchise-Rekords brachte. Seine explosiven Läufe waren entscheidend und er bewies, dass er auch in Druckmomenten effektiv arbeiten kann. Bryce Young selbst beschrieb ihn so:

Explosiv, dynamisch ( …) Er kann bei jedem Spielzug alles – im Laufspiel, im Passspiel, im Screen-Game.


Das verdeutlicht, wie variabel, gefährlich und vor allem wie wichtig Dowdle für Carolina an diesem Sonntag war.

Die Defense der Panthers hatte im ersten Abschnitt große Probleme, Miami im Passspiel zu stoppen und die Dolphins nutzten Schwächen konsequent aus. Doch insbesondere nach der Halbzeit drehte die Defense auf: Sie erzeugte Druck, erzielte Sacks, zwang Miami zu schwierigen Situationen und blieb in entscheidenden Momenten stabil. In der letzten Miami-Offensive gelang schließlich der Sack gegen Tagovailoa sowie eine entscheidende Strafe für Pass-Interference, die der Panthers-Defense zu großem Jubel verhalf.  

Headcoach Dave Canales äußerte sich nach dem Spiel ebenfalls zu dieser Entwicklung:

Im Football wirst du immer mit Rückschlägen konfrontiert. Du wirst schwierige Momente erleben. Aber entscheidend ist, wie du reagierst. Dieses Spiel zeigt, dass alles davon abhängt, wie man auf Widrigkeiten antwortet.

Mit diesem Fokus – nicht auf die Fehler, sondern auf die Reaktion – zeigte Canales, wieso die Panthers in dieser Partie zurückkamen.

Ausblick

Mit diesem Sieg hat die Mannschaft eine enorme Moral gezeigt. Nach dem frühen Rückstand, vorallem verbunden mit den Fehlern von Young, war es am Ende sehr besonders, diese Partie noch einmal zu drehen. Trotzdem darf man sich von diesem Sieg nicht blenden lassen. Eine starke Defense, ein überdurchschnittlich starker Dowdle und Strafen für die Dolphins halfen in dieser Partie. Entscheidend wird in den nächsten Wochen sein, ob Bryce Young seine Fehler abstellen kann, die in dieser Season schon fast wieder zu oft zu seinem Spiel gehörten. Gelingt dies Bryce Young jedoch, können wir uns hoffentlich auf weitere Siege freuen. – KEEP POUNDING

Shutout im Divisionsduell

Am dritten Spieltag der NFL-Saison 2025 empfingen die Carolina Panthers die Atlanta Falcons im heimischen Bank of America Stadium in Charlotte. Nach einem durchwachsenen Start in die Saison gelang den Panthers ein echter Befreiungsschlag: Mit einer dominanten Vorstellung in allen Mannschaftsteilen fegte Carolina die Gäste mit 30:0 vom Feld. Es war der erste Shutout seit fast fünf Jahren und zugleich ein Signal an die Liga, dass das Team um Quarterback Bryce Young durchaus konkurrenzfähig sein kann.

Dominanz auf beiden Seiten des Balles


Die Panthers legten früh den Grundstein für den Erfolg. Bereits im ersten Viertel setzte Bryce Young selbst ein Ausrufezeichen, als er einen 4-Yard-Lauf in die Endzone vollendete und so die 7:0-Führung erzielte. Während Atlanta sich Chancen erarbeitete, scheiterte ihr Kicker gleich zweimal aus großer Distanz.

Das war großartig. Wir wollten schnell starten (…) und unsere Verteidigung hat den Ton angegeben (Bryce Young nach dem Spiel gegen die Falcons)

Im zweiten Viertel stabilisierte Carolina das Spiel, ohne ins Risiko zu gehen. Rookie-Kicker Ryan Fitzgerald verwandelte ein starkes 57-Yard-Field-Goal und erhöhte auf 10:0. Die Defensive der Panthers drängte die Falcons immer wieder in schwierige Situationen und ließ bis zur Pause keinen einzigen Punkt zu.

Nach dem Seitenwechsel folgte der Knackpunkt: Michael Penix Jr. leistete sich eine folgenschwere Interception, die Safety Chau Smith-Wade abfing und direkt über elf Yards zum Touchdown zurücktrug – 17:0. Mit diesem Pick-Six brach der Widerstand der Falcons endgültig.

Ich muss den Trainern ein großes Lob aussprechen, weil sie zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Spielzug angesagt haben und ich das einfach ausnutzen konnte.”(Smith-Wade über seinen Pick-Six)

Im Schlussviertel bauten die Panthers ihre Führung weiter aus. Running Back Rico Dowdle sorgte mit einem kurzen Lauf über die Goal Line für den nächsten Touchdown, während Fitzgerald zwei weitere Field Goals sicher verwandelte. Am Ende stand ein souveräner 30:0-Erfolg, bei dem Carolina nicht nur offensiv diszipliniert auftrat, sondern vor allem defensiv Maßstäbe setzte.

Bryce Young solide, die Defense überragend

Vor dem Spiel stellten sich viele Fans die Frage, welchen Bryce Young man gegen die Falcons zu sehen bekommt. Die zweite Hälfte letzte Woche gegen die Cardinals hatte vielen Fans Hoffnung gemacht. 

Gegen die Atlanta Falcons agierte Bryce Young nicht überragend. Aber er agierte sicher und effizient: 16 von 24 Pässen fanden ihr Ziel, dazu 121 Yards sowie der wichtige Rushing-Touchdown. Er vermied Fehler wie im ersten Saisonspiel und war somit gegen die Falcons ein wichtiger und souveräner Anführer.

Er hat das Spiel richtig gut gemanagt und die aggressiven Würfe gemacht, wenn er das Gefühl dafür hatte (HC Dave Canales über Bryce Young)

Rico Dowdle überzeugte am Boden mit 64 Yards und einem Score. 

Herausragend war jedoch die Defensive. Zwei Interceptions, darunter der Pick-Six von Smith-Wade, sowie ein erzwungener Fumble von Ransom machten den Unterschied.

Die Falcons fanden auf Grund der Panthers Defense nie ins Spiel. Quarterback Michael Penix Jr. brachte lediglich 14 von 27 Pässen für 136 Yards an, blieb ohne Touchdown und warf zwei Interceptions. Auch Running Back Bijan Robinson konnte mit 64 Yards keine Akzente setzen und wurde durch die Panthers Defense in Schach gehalten. 

Fazit und Ausblick

Für das Team und vorallem für uns Fans war dieser Auftritt ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Der erste Shutout seit 2020 zeigt, dass die Defensive zu den Stärken des Teams zählen kann. Auch Bryce Young wirkte gefestigter als in den ersten beiden Spielen, was Hoffnung auf eine positive Entwicklung gibt. Mit der nun fast ausgeglichenen Saisonbilanz von 1:2 hat Carolina sich zurückgemeldet und erwartet in den kommenden Wochen Gegner mit denen man sich wieder auf Augenhöhe befindet. Es ist also gut möglich, dass wir in den kommenden Woche weitere Football-Feste mit unseren Panthers feiern können. – KEEP POUNDING

Spieltagsanalyse – Ein enttäuschender Auftakt

Am vergangenen Sonntag starteten die Carolina Panthers nach einer für die Fans viel zu langen Offseason gegen die Jacksonville Jaguars in die neue Saison. Nicht nur die Fans, sondern auch in unserer Redaktion war man sich in vielen Teilen sicher, dass man positiv in die neue Saison startet. Doch am Sonntag sollte es dann doch wieder anders kommen. 

Das Spiel der Panthers hatte sich dem miserablen Wetter angepasst, welches auch für eine 76-minütige Unterbrechung sorgte. Man startete mit einer hochverdienten 10:26 Niederlage in die neue Saison und hat bereits wieder die Befürchtung, dass sich das Auf- und Ab der letzten Saisons auch dieses Jahr wiederholt.

Die Offense um Bryce Young enttäuscht fast auf ganzer Linie

Im Mittelpunkt des enttäuschenden Auftritts am Sonntag stand leider unser Quarterback Bryce Young. Zwei Interceptions, von denen es ohne eine Strafe für Jacksonville drei gewesen wären. Ein Fumble und diverse Missverständnisse mit Center Austin Corbett bei den Snaps kamen erschwerend hinzu. Für unseren Quarterback lief bei der 26:10-Niederlage gegen die Jaguars am Sonntag nicht viel rund und er versuchte nach dem Spiel auch nicht das Gegenteil zu behaupten.

Natürlich darf man den Ball nicht so verlieren (…) ich muss einfach bessere Entscheidungen treffen. (Bryce Young nach dem Spiel über seine Leistung)

Hatte man die Offseason noch versucht, den offensiven Schwung aus dem zweiten Halbjahr der letzten Saison mitzunehmen, war der Auftritt am Sonntag jedoch wieder sehr ernüchternd. Bryce Young warf in der ersten Halbzeit eine Interception und verursachte einen Fumble, der in seiner Entstehung mehr als unglücklich aussah. Diese Ballverluste führten zu zehn Punkten für die Jaguars. Ein vielversprechender Drive zu Beginn der zweiten Halbzeit scheiterte dann ebenfalls wieder kläglich in der Red Zone.

Hubbard und McMillan als Lichtblicke in der Offense

Die einzigen Punkte an diesem Tag erzielte Rookie-Kicker Ryan Fitzgerald durch einen 48-Yard-Field-Goal, bis Young in den letzten fünf Minuten des Spiels einen Touchdown-Pass auf Chuba Hubbard warf. Doch zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät, um noch etwas gegen die Jaguars zu bewirken.

Einer der wenigen Lichtblicke in der Offense der Carolina Panthers war Rookie Wide Receiver Tetairoa McMillan. Dieser führte die Panthers mit 68 Receiving Yards an. Dies ist der dritthöchste Wert eines Panthers-Rookies bei seinem Debüt, hinter Muhsin Muhammad (96 Yards) und Kelvin Benjamin (92). McMillan führte die Panthers zudem mit fünf Receptions an.

Im vierten Quarter fing Runningback Chuba Hubbard einen 27-Yard-Touchdownpass von Quarterback Bryce Young und krönte damit einen 10-Spiele-Run, in denen er 80 oder mehr Yards erzielte. Zudem war es Hubbards 23. Touchdown in seiner Karriere.

Die Defense leidet unter Turnovern und Misskommunikation

Im dritten Viertel fing unser Star-Cornerback Jaycee Horn einen Pass von Trevor Lawrence ab und trug ihn anschließend noch 9 Yards weit zurück. Dies war Horns sechste Interception seiner Karriere und auch hier leider einer der wenigen Lichtblicke an diesem Tage. Jaycee Horn ist mittlerweile fast 5 Jahre in der NFL und kennt es leider nur zu gut, mit einer Niederlage in die neue Saison zu starten.

Ich meine, es ist hart, besonders für die Jungs, die schon länger hier sind, denn dieses Gefühl ist ihnen irgendwie vertraut. Aber letzten Endes, wenn man es betrachtet, ist es erst Woche 1 (Jaycee Horn über den missglückten Saisonstart)

Trotz diesen Worten und dem Versuch, die Kritik zu entschärfen, dass es sich ja lediglich um Woche 1 handelt, sind die Statistiken rund um die Defense nicht zu leugnen. 

Die Verteidigung der Panthers ließ insgesamt 378 Yards zu, davon 200 Yards am Boden und dazu 19 First Downs der Jaguars.

Nach der 76-minütigen Wetter-Unterbrechung lag man noch mit 3:10 zurück, bis Jaguars Runningback Travis Etienne einen Long-Run über 65 Yards aufs Feld brachte. Diesem Run vorausgegangen war ein verpasstes Tackle durch Safety Nick Scott.  Weitere drei Runs später standen die Jaguars mit einem Vorsprung von 17:3 in der Endzone.

Wir müssen weiter zusammenspielen und ein bisschen besser kommunizieren. Ich glaube, das war heute ein Problem. (Outside Linebacker DJ Wonnum über die Probleme in der Defense)

Mit neuer Zuversicht in Richtung Arizona

Lange Zeit hat man allerdings nicht, sich mit diesem enttäuschenden Auftakt zu beschäftigen. Nächste Woche steht bereits das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm, hier gegen die am Sonntag siegreichen Arizona Cardinals. Hatte man in den letzten Jahren immer wieder gute Leistungen gegen dieses Team gezeigt, so gilt es jetzt, diese Niederlage abzuschütteln und sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren.

Ich glaube, die Jungs sind wirklich enttäuscht, denn wir wissen, dass wir viel besser sind als letztes Jahr (…) und wir wollten allen zeigen, dass wir besser geworden sind. (SafetyNick Scott auch mit Blick auf die nächsten Spiele)

Es wird auch spannend sein zu sehen, wie unser Quarterback Bryce Young mit diesem Auftritt umgeht. In den zurückliegenden Saisons haben solche Spiele Young oft verunsichert und zu ähnlich fragilen Auftritten in den nächsten Spielen geführt. Es wird entscheidend für seine weitere Entwicklung sein, ob er sich dieses Mal nicht von einem schlechten Spiel verunsichern lässt und er an seine Leistungen aus der Endphase der letzten Saison anknüpfen kann.

– KEEP POUNDING

SPIELTAGSANALYSE – BRYCE „QB1“ YOUNG

Als die Carolina Panthers am Sonntag im Mercedes-Benz-Stadium zu Atlanta antraten, hatten viele Fans die Hoffnung, dass man die Saison versöhnlich beenden kann. Der Auftritt der vergangenen Woche gegen die Tampa Bay Buccaneers lag noch vielen Fans schwer im Magen. Was das Team rund um Bryce Young dann jedoch in Atlanta zeigte, das regelrechte Feuerwerk, welches sie auf dem Spielfeld abbrannten, war offensiv das vielleicht beste Spiel der zurückliegenden Saison. Angeführt von einem überragenden Bryce Young gelang ein 44:38 Sieg in Overtime.

Bryce Young mit starker Performance

Was sich bereits die letzten Wochen auf Grund seiner steigenden Form herauskristallisierte, ist nach dem Spiel in Atlanta Gewissheit. Wir haben mit Bryce Young den Quarterback, mit dem man voller Vorfreude in die 2025 Saison gehen kann. Der Quarterback im zweiten Jahr, der nach zwei Spielen auf die Bank gesetzt wurde und seinen Job nur zurückbekam, weil Andy Dalton am Dienstag vor dem Denver-Spiel einen Autounfall hatte, krönte seine zweite Saison vermutlich mit einem sogenannten Legacy-Game.

Bryce Young beendet das Spiel mit drei Touchdown-Pässen und zwei Touchdown-Läufen. Er erreichte mit einem PasserRating von 123,5 die beste Leistung der Saison und gewann zudem noch den entscheidenden Münzwurf in Overtime. Er war erst der dritte Quarterback der Panthers mit insgesamt fünf Touchdowns (Cam Newton, Steve Beuerlein) in einem Spiel. Insgesamt schaffte er 25 von 34 Pässen für 251 Yards und er zeigte fünf Rushes am Boden für 24 Yards.

Ich konnte alles auf dem Spielplan ansagen, was ich wollte und wusste, dass er ein positives Ergebnis erzielen würde. Er würde einen Throwaway, ein Big Play, einen Kampf um einen Touchdown finden, einfach die verschiedenen Dinge.

Dave Canales über Bryce Young

Bei den ganzen starken Zahlen und Aktionen im Spiel gegen die Atlanta Falcons war es aber ein Spielzug, ein Wurf und eine Aktion von Bryce Young, welche in Erinnerung bleibt und seine aktuell auch starke Attitude demonstriert. Nach dem erfolgreichen Touchdown von Tommy Tremble gab es in der Wiederholung eine Aufnahme von Bryce Young, der sich vom Spiel abwandte, während der Ball noch in der Luft war. So sicher und zuversichtlich, dass Tight End Tommy Tremble den Pass fangen würde, den er perfekt platziert hatte, dass er nicht einmal hinsehen musste. Young warf den Ball in die Luft, mit dem Rücken zur Endzone, und signalisierte Touchdown. Als Tremble den Ball fing und der Schiedsrichter den Touchdown anzeigte, nickte Young und grinste.

Er ist ein Baller (…) Ich meine, das ist es, was Baller tun. Wenn du ein Spielmacher bist, Mann, kannst du so was werfen, und er hat heute einfach abgeräumt, Mann. Ich bin so stolz auf ihn.

Tommy Tremble nach dem Spiel über Bryce Young

Miles Sanders mit starkem Comeback

Was die Leistung von Bryce Young nochmals hervorhebt, ist hierbei auch die Tatsache, dass ihm in der Offense auch gegen Atlanta zwei wichtige Mitspieler nicht zur Verfügung standen. Star-Guard Robert Hunt war gegen Atlanta nicht an Bord und unser neuer Star Running Back Chuba Hubbard stand ebenfalls auf der Verletztenliste. Durch den Ausfall von Hubbard rückte aber ein anderer Spieler auf der Running Back Position in den Fokus. Ausgerechnet Miles Sanders, welcher sich bei dem Spiel in München verletzt hatte. Nach der Verletzung in München äußerten nicht Wenige, dass es vielleicht der letzte Auftritt von Sanders in einem Panthers Trikot war. Umso beeindruckender seine Leistung am Sonntag gegen die Falcons. Sanders kam nach einer sechswöchigen Pause zurück, erzielte zwei Touchdowns und beendete das Spiel mit insgesamt 116 Yards.

Defense historisch schlecht

Auf der anderen Seite des Balles sah die Leistung jedoch wiederholt deutlich schlechter aus. Die Defense der Carolina Panthers ließ gegen die Atlanta Falcons insgesamt 38 Punkte, 227 Rushing Yards und katastrophale 537 Total Yards zu. Die Panthers Defense beendete eine historisch schlechte Saison. Mit 534 Punkten halten sie nun den negativen All-Time Ligarekord für die meisten zugelassenen Punkte in einer Saison und übertreffen damit die 533 Punkte der Colts von 1981. Mit 6.877 zugelassenen Yards liegen sie auf dem zweiten Platz aller Zeiten (nur die Saints von 2012 haben 7.042 zugelassen) und auf dem dritten Platz hinsichtlich der in einer Saison zugelassenen Rushing Yards mit 3.057.

Was die Leistung der Defense in dieser Saison mit beeinflusst hat, sind aber sicherlich die zahlreichen Verletzungen. Kurzfristige Ausfälle und natürlich auch die sogenannten Langzeit-Verletzten machten es für die Defense in diesem Jahr nicht einfacher. Im Spiel gegen die Atlanta Falcons mussten Defensive End A’Shawn Robinson (Wade) und Cornerback Akayleb Evans (Rippen) das Spiel bereits in der ersten Hälfte verlassen und kehrten nicht zurück. Evans startete für Pro-Bowl CB Jaycee Horn, der wegen einer Hüftverletzung nicht antreten konnte. Hinzu kamen Derrick Brown, ShaqThompson, Josey Jewell, Amaré Barno oder auch DJ Johnson. Alles Namen, welche der Defense gut zu Gesicht gestanden hätten.

Bei all den negativen Statistiken bleibt aus dem Spiel gegen die Falcons aber positiv in Erinnerung, dass Mike Jackson mit einer Interception und Jadeveon Clowney mit einem Sack zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und dann noch ihren Teil zum Sieg beitragen konnten.

Fazit / Ausblick

Das Spiel gegen die Atlanta Falcons war mehr als nur ein Sieg. Es war offensiv die beste Leistung in dieser Saison. Es war der perfekte Zeitpunkt, um mit einem sehr guten Gefühl in die zu lange Offseason zu gehen. Als Fan der Carolina Panthers kann man voller Zuversicht, insbesondere auf der Quarterback-Position in die Zukunft schauen. Bryce Young startete seine Karriere in der NFL in dieser Saison von vorne. Nach seinem Benching steigerte er sich von Woche zu Woche, gekrönt von seinen Statistiken gegen die Falcons. Was aber noch wichtiger ist, als diese Statistiken, ist die Aura, die Attitude, welche Bryce Young mittlerweile auf dem Spielfeld ausstrahlt. Dass er alleine zum Cointoss antritt, zeigt, welch ein Anführer er geworden ist. Und dass man nach gewonnenen Cointoss unvermittelt an den Sieg glauben kann, das haben wir aktuell Bryce Young zu verdanken. Und entwickelt sich das Team und insbesondere die Defense in der kommenden Offseason ebenfalls nach vorne, dann kann man sich jetzt schon auf die nächste Saison freuen. – KEEP POUNDING