Spieltagsanalyse: Los Angeles Chargers – Week 3

Nach zwei Niederlagen zum Start, trafen die Carolina Panthers am dritten Spieltag auf die Los Angeles Chargers. Das Team aus Charlotte ging zwar als Underdog in die Partie, konnte das Spiel aber lange mit einer Führung bestreiten und schlussendlich auch mit 21-16 gewinnen. Besonders hervorzuheben ist die gute Leistung der Defense. Mit ihren vielen Big Plays war sie ein Garant für den Erfolg.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Auch wenn das Spiel siegreich gestaltet werden konnte, machte die Offense einen kleinen Rückschritt. Sie spielte sehr zurückhaltend, obwohl die Panthers die Führung fast über die gesamte Spiellänge in der eigenen Hand hielten. Versuchte man in vergangenen Spielen immer wieder Robby Anderson oder DJ Moore in Szene zu setzen, kam es in diesem Spiel eher zu kurzen Pässen auf Running Back Mike Davis. Vor dem Spiel erwähnte Offensive Coordinator Joe Brady, dass er Curtis Samuel mehr involvieren und seine Stärken mehr nutzen möchte. Das ein oder andere Mal fand man ihn als Running Back wieder, was sich jedoch nicht als erfolgreich herausstellte. Teddy Bridgewaters durchschnittliche Targettiefe (durchschnittliche Länge der Pässe durch die Luft) lag bei nur 4,5 Yards (nur Jared Goff warf in Woche 1 noch kürzere Pässe). So beendeten die Panthers die Partie zwar ohne Giveaway, gaben aber den Chargers immer wieder die Chance zurückzukommen.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Im Pass Rush kam es zum Duell zweier sehr guter Spieler. Joey Bosa zeigte noch in der letzten Woche, dass er selbst gegen den vielleicht besten Offensive Tackle – Mitchell Schwartz der Kansas City Chiefs – eigentlich nicht zu stoppen ist. Doch dieses Mal konnte er gegen Taylor Moton nicht groß aufspielen und wurde gegen Ende des Spiels sogar oft auf die unbeliebtere andere Seite geschoben, um den Duellen mit Moton aus dem Weg zu gehen.

Wahrscheinlich hat die Offense die Aufgabe bekommen, keine Giveaways zu produzieren. Diese warfen die Panthers vor allem im Spiel gegen Tampa Bay weit zurück. Der Plan ging auf, indem Bridgewater als Game Manager agierte und die Defense das Spiel für die Panthers gewinnen ließ.

Neben der Offense machte auch das Special Team ein schönes Play. Mit dem letzten Punt brachte man die Chargers in eine so schlechte Field Position, dass sie für den entscheidenden Touchdown anschließend 99 Yards benötigten.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Das Laufspiel war das große Manko in der Offensive unserer Panthers (21 Läufe für 81 Yards und -0,33epa/rush). Vor dem Spiel wurde noch von OC Joe Brady angekündigt, dass es leichte Veränderungen im Running Game geben wird, da nun Christian McCaffrey verletzt fehlte. Diese Veränderungen verschlechterten aber eher das Laufspiel. Weder Mike Davis, noch Curtis Samuel konnten in ihren Rollen als Ballträger überzeugen. So kamen die Panthers immer wieder in schwierige Third Down Situationen und mussten anschließend das Field Goal schießen oder den Ball sogar punten. Vielleicht wäre es in Zukunft lukrativer, wenn die Panthers wieder zum alten Running Style zurückzukehren und dann Reggie Bonnafon den Ball als Lead Back geben. Letztes Jahr hat er bereits unter Beweis gestellt, dass er mit diesem System gut zurechtkommt.

Neben dem schlechten Laufspiel brachte auch das Kurzpassspiel von Teddy Bridgewater das Team in schwierige Situationen. Gerade in der Redzone traf er oftmals skurrile Entscheidungen und warf bei Third Downs Receiver an, die keine Chance hatten ein neues First Down zu erreichen. Immer wieder mussten die Panthers ein Field Goal schießen. Der einzige Touchdown wurde auch nur erzielt, weil die Chargers beim Field Goal Versuch von Joey Slye eine Strafe kassierten und so den Drive Carolinas weiter am Leben hielten. Joey Slye verwandelte 5 von 5 Fieldgoals und hat maßgeblich zum Sieg der Panthers beigetragen.

In der zweiten Halbzeit konnten sich die Chargers dann mit ihrer Offense steigern und sorgten nicht mehr für viele Turnover. Das hatte zur Folge, dass die Offense nicht mehr so gute Feldpositionen hatte und dann auch nur noch drei Punkte in der zweiten Halbzeit erzielen konnte.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense war in diesem Spiel der entscheidende Faktor für den Sieg. Zwar konnten die Chargers immer wieder Drives zustande bringen, wo sie viele Yards verbuchten und so in Scoring Range kamen, doch in diesem Spiel gab es dann ganz oft die Big Plays der Panthers Defense, die immer wieder für gute Feldposition des eigenen Teams sorgten.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Der beste Akteur in der Defense war, wie schon gegen Tampa Bay, Edge Rusher Brian Burns. Wieder war er der Mann in der Defense der Panthers, den man nicht stoppen konnte. Diesmal sorgte er sogar mit seinem Strip Sack für einen Turnover. Zwar ist die Defensive Line gerade im Pass Rush nicht allzu stark besetzt, aber dafür kristallisiert sich Brian Burns immer mehr als einer der besten Pass Rusher der Liga heraus.

Neben Burns konnten nicht so viele Spieler im Pass Rush glänzen. Marquise Haynes sorgte jedoch mit seinem Sack für den ersten Sack überhaupt in dieser Saison für die Panthers. Er leitete damit eine verheißungsvolle Vorstellung der gesamten Defense ein.

Insgesamt ist es der Defense deutlich besser als in den ersten Spielen gelungen, Druck auf den Quarterback auszuüben.

Erwähnenswert sind in jeden Falle auch die Rookies, die teilweise mit tollen Aktionen glänzen konnten. Derrick Brown konnte als Run Stopper überzeugen und verbuchte zwei Stops für sich. Jeremy Chinn machte dagegen im vierten Quarter auf sich aufmerksam. Mit einem QB Hurry und einem wichtigen Stop brachte er die Chargers Offense in der ganz wichtigen Phase in große Schwierigkeiten.

Die Defense performte insgesamt als Team sehr gut. Neben den bereits genannten Spielern konnte Donte Jackson mit seiner zweiten Interception der Saison wieder auftrumpfen. Kurze Zeit später sorgte Shaq Thompson mit einem Forced Fumble für den nächsten Turnover.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Das große Problem dieser Defense war erneut die Coverage. Gerade gegen den besten Receiver eines Teams scheint Carolina noch kein Mittel gefunden zu haben. Keenan Allen wurde von QB Justin Herbert immer wieder gesucht und schenkte der Defense 132 Yards ein. Glücklicherweise machte Herbert so viele Fehler, die zu Turnover führten. Denn ansonsten hätten auch die Chargers viele Punkte erzielt. Die Coverage gegen gute Receiver muss sich schnellstmöglich bessern. Als nächster Gegner stehen die Cardinals mit Deandre Hopkins an.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel hat eindrucksvoll gezeigt, dass Carolina Spiele gewinnen kann und wahrscheinlich auch noch welche gewinnen wird. Die “Tanking for Trevor” – Sprechchöre sollten nach der Partie verstummen. Allerdings darf sich auf dieser Leistung nicht ausgeruht werden, denn die Performance war überhaupt nicht frei von Fehlern. Die Defense wird nicht in jedem Spiel gegen einen Rookie Quarterback spielen, der viele unnötige Fehler macht. Punktet der Gegner dann wieder mehr, muss dann auch Carolinas Offense wieder besser agieren. Trotzdem ist der Sieg natürlich Balsam für die Fanseele und lässt die Vorfreude auf das nächste Spiel nochmal ansteigen.

 

 

Quellen: rbsdm.com; espn.com; nextgenstats.com

Bildquelle: panthers.com

 

Game Preview: Carolina Panthers vs. Los Angeles Chargers – Week 3

Hallo und herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 3!

Die zweite Saisonniederlage in Folge steht seit Sonntagabend fest und die Aufholjagd der Panthers wurde leider nicht belohnt. Am kommenden Sonntag wartet mit den L.A. Chargers bereits der nächste Gegner auf uns.

Können die Carolina Panthers gegen die zuletzt gut aufgelegten Chargers standhalten oder wird Superstar Joey Bosa unserem Quarterback Teddy Bridgewater einen unangenehmen Abend bescheren? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Vorstellung der Los Angeles Chargers

Die Los Angeles Chargers wurden 1960 gegründet und waren Gründungsmitglied der American Football League (AFL). Das Team spielte die erste Saison in Los Angeles, ehe es ein Jahr später nach San Diego umzog. Im Jahre 2017 zog die Franchise wieder zurück nach Los Angeles.

Headcoach des Teams ist derzeit Anthony Lynn.

Der deutsche Fanclub heißt „Die Hard Bolt Club – Germany“ und wurde vor ca. einem Jahr gegründet. Derzeit umfasst der Fanclub 25 Mitglieder. Hierzu findet ihr nach der Preview weitere Einblicke im Interview mit Patryk vom DHBC-Germany.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?

Carolina Panthers

Auch im Spiel gegen den überlegenen Gegner aus Tampa Bay konnte unsere Offense hin und wieder ihre Qualität zeigen. So schafften es Robby Anderson mit 109 Receiving Yards und DJ Moore mit 120 Receiving Yards beide die 100 Yard Marke zu knacken. Bei Robby Anderson ist es bereits das zweite Spiel in Folge, in dem er die 100+ Yards erreicht.

Die Verteidigung gegen den Lauf ist und bleibt eine Schwachstelle der Panthers. Nachdem man gegen die Las Vegas Raiders schon 133 Rushing-Yards zugelassen hatte, waren es in diesem Spiel abermals 122 Rushing Yards.

Zudem konnte die Defense wieder keinen Pass Rush etablieren und somit kein Sack und nur einen QB Hit verzeichnen.

Los Angeles Chargers

Die Stärke der LA Chargers waren in den letzten beiden Spielen das Runningback-Duo Austin Ekeler und Joshua Kelley. Die beiden konnten gegen die Bengals 144 Rushing-Yards und gegen die Chiefs 157 Rushing-Yards verzeichnen.

Eine weitere Stärke der Chargers ist der Pass-Rush. 5 Sacks in zwei Spielen ist eine klare Ansage.

Gegen den Lauf fanden die LA Chargers bisher noch kein Mittel. So ließen sie gegen die Bengals 122 Rushing Yards (4,4 Yards per Carry) und gegen die Chiefs 125 Rushing Yards (5,7 Yards per Carry) zu.

Zudem wurde in dieser Saison erst ein Passing-Touchdown erzielt.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?

Carolina Panthers


Offense:

Alle Augen werden auf Mike Davis gerichtet sein. Nach der Verletzung von Christian McCaffrey wird sich jeder fragen, wie die Panthers den Ausfall ihres Superstars auffangen wollen. Wie wird er von Joe Brady eingesetzt werden?

Im Spiel gegen die Bucs kam Mike Davis in erster Linie als Receiving-Runningback zum Einsatz. Dort fing er 8 Bälle für 74 Yards und hatte einen Lauf für einen Yard. Kann er die so wichtige Rolle des Runningbacks für die Carolina Panthers erfüllen? Immerhin erzielte McCaffrey vier der fünf Touchdowns für die Panthers.

Definitiv müssen die Panthers versuchen, das Laufspiel auf den Weg zu bringen. Wie bereits oben erwähnt, haben die Chargers ihre Probleme mit den Läufen und müssen somit von Mike Davis beschäftigt werden. Gelingt dies nicht, könnte sich unser Quarterback öfters auf dem Hosenboden wiederfinden.

Defense:

Es wird wichtig sein, dass die Panthers gegen den Pass gut verteidigen, auch wenn das Laufspiel offensichtlich die größere Baustelle ist.

Sollte Justin Herbert den Starting-Spot erhalten, so spielt man gegen einen Rookie-QB, der natürlich Fehler machen wird. Dazu muss er permanent unter Druck gesetzt werden. Aus den Fehlern müssen die Panthers, am besten in Form von Turnovern, Kapital schlagen. Zu erwähnen ist hier, dass Donte Jackson letzte Woche die erste Interception der laufenden Saison für uns fangen konnte.

Wichtig wird sein, dass er von Anfang an Keenan Allen aus dem Spiel nimmt, welcher Target No. 1 für Herbert sein wird. Sollten wir gegen den Pass gut verteidigen und gegen den Lauf da weitermachen, wo man gegen die Bucs in Hälfte zwei aufgehört hat, sollte es gut möglich sein, die Chargers zu Turnovern und Punts zu zwingen.


Los Angeles Chargers


Offense:

Das Team der Chargers konnte bisher nur einen Touchdown durch die Luft erzielen. Für Los Angeles wird es wichtig sein, dass Keenan Allen seine vielen Targets in Punkte umwandeln kann. Zwar liefen die ersten Spiele für ihn relativ durchwachsen (37 Rec. Yards in Spiel eins und 96 Rec. Yards in Spiel zwei), jedoch weiß jeder, dass der Pro-Bowler stets den Unterschied machen kann.

Gegen eine schwache Passverteidigung der Carolina Panthers wird es für L.A. wichtig sein, Allen ins Spiel zu bekommen und diesem auch das Vertrauen in der Redzone zu geben.

Defense:

Hier sticht ganz klar der Superstar Joey Bosa hervor. Mit zwei Sacks in zwei Spielen führt er die Defense der Chargers an. Die Saison 2019 schloss er mit 11,5 Sacks und 31 QB-Hits ab.

Die schwächelnde Offensive Line der Panthers, welche gegen die Bucs fünf Sacks zuließ, wird einen Sahnetag brauchen, um gegen Bosa bestehen zu können.


Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Auch hier geht die Favoritenrolle an die Chargers. Joey Bosa wird unserer O-Line große Probleme machen und Teddy Bridgewater keine Zeit geben. Dieser hatte schon gegen die Bucs große Probleme unter Druck und verschuldete zwei Interceptions sowie ein Fumble. Fraglich ist, ob das Laufspiel der Panthers für Entlastung von Bridgewater sorgen kann.

Mit dem Ausfall von Christian McCaffrey fehlt zusätzlich unsere beste Waffe im Laufspiel, was das ganze Unterfangen nicht einfacher macht.

Tipp: Ein – 23:13 für die Los Angeles Chargers.

 

Interview mit dem deutschen Chapter des “Die Hard Bolt Club” der Los Angeles Chargers

Der “Die Hard Bolt Club – Germany” ist ein offizielles Chapter des DHBC in den USA. Patryk hat sich für einige Fragen Zeit genommen und stellt seine Sicht auf das kommende Spiel dar. Vielen Dank dafür!

1. Hallo Patryk! Stell den DHBC und sein deutsches Chapter bitte einmal vor!

Der DHBC ist der größte Fanclub der Chargers in den USA. Sowohl in den USA, als auch in Europa gehören ihm mehrere Chapter an. In Europa sind wir in Deutschland, der Schweiz und im UK vertreten. Außerdem gibt es auch ein Chapter in Australien.

Ich habe den deutschen Chapter vor circa einem Jahr in Absprache mit dem Präsidenten des DHBC in San Diego gegründet.

 

In Deutschland haben wir 25 Mitglieder, wovon 8 sehr aktiv sind.  Auf Instagram, Twitter und Facebook finden man uns unter DHBC Germany.

2. Wie schätzt Ihr die Panthers ein? Könnt ihr Stärken und Schwächen ausmachen? 

Für uns sind die Panthers eine absolute Wundertüte. Alles hängt von CMC ab, der wohl euer bester Spieler ist (Anm. d. Red.: Aber für die kommenden Wochen nun fehlen wird.) Euer Quarterback ist in unseren Augen leider nur Durchschnitt und wird sicherlich nicht der Matchwinner werden. Zudem ist euer WR Squad auch nicht allzu stark besetzt.

3. Welche Stärken und Schwächen hat euer Team?

Teamgeist und Zusammenhalt sind die große Stärke im Team. Einzelne Superstars kann man nicht benennen, sondern nur das große Ganze. Mehrere Schlüsselspieler spielen seit über 4 Jahren zusammen. Sie können sich aufeinander verlassen. Die knappen Niederlagen in den vergangenen beiden Saisons lassen die Chargers mit schwierigen und engen Situationen nun besser klar kommen. Dieses Jahr sind sie bereit, diese knappen Spiele zu gewinnen. Mentality ist der Weg zum Sieg für die Chargers. Das Trainerteam um Anthony Lynn gibt das nötige Selbstvertrauen an die Mannschaft weiter.
Als Schwäche schätze ich ein, dass man – nach dem Abgang von Philip Rivers – mit einem neuen Quarterback auftreten muss. Tyrod Taylor ist nicht präzise genug, um 20+ Yard Bälle anzubringen. Dadurch müssen wir uns mühsam nach vorne kämpfen.
Mit Derwin James Verletzung kurz vor Saisonbeginn fehlt uns zudem eine Säule in der Abwehr, was Big Plays der Defense schwieriger werden lässt. Von den benannten Big Plays gab es sowieso schon zu wenige. Die Turnover-Bilanz ist eine Katastrophe gewesen letztes Jahr und dieses Jahr wird es nicht einfacher. Uns fehlen die Typen für eine Interception.

4. Nenne den Schlüsselspieler eurer Defense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

DE Joey Bosa – die Maschine aka der Bär. Es braucht mehr als einen Gegenspieler um ihn aufzuhalten. Seine Kraft ist nicht das Einzige was ihn ausmacht. Seine Hand/Bein Koordination ist in Kombination mit seinen langen Armen und kräftigen flinken Beinen eine Seltenheit in der NFL. Es gibt vielleicht 2 oder 3 Pass Rusher auf seinem Niveau. Sein Pass Rush ist der Schlüssel dafür, den gegnerischen Quarterback in Angst und Schrecken zu versetzen. Wenn Bosa einmal auf dir liegt, dann überlegst du 2 Mal, ob du den Ball beim nächsten Mal noch 1 Sekunde hältst um deine Spieler zu suchen.

5. Nenne den Schlüsselspieler eurer Offense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

WR Keenan Allen. In der aktuellen QB-Situation ist Keenan Allen der perfekte Mann, um uns schnell über das Feld zu bringen. Er läuft die kurzen Routen wie ein Uhrwerk und an seinen Händen bleibt der Ball kleben wie Kaugummi. Er ist neben RB Austin Ekeler der Schlüssel zum Erfolg, da wir keine langen Bälle erwarten können. Keenan Allen öffnet zudem strategisch den Weg für WR Mike Williams, der dann doch einmal das Big Play kreieren kann, da die gegnerische Verteidigung den Fokus auf kurze Pässe und Läufe richten wird. Außerdem genießen andere Spieler wie z.B. TE Hunter Henry dadurch mehr Freiräume.
Keenan Allen ist zudem aufgrund seiner Erfahrung ein super Mentor für die Rookies.

6. Wie geht das Spiel aus? Gib bitte einen Tipp ab!

Die Chargers gewinnen das Spiel mit 24-21.

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: germanriot.de; chargerswire.usatoday.com

Spieltagsanalyse: Tampa Bay Buccaneers – Week 2

Nach der Niederlage der Carolina Panthers gegen die Las Vegas Raiders kam es diesmal zum Aufeinandertreffen mit Superstar Tom Brady und seinen Buccaneers. Nach einer desaströsen ersten Halbzeit konnten sich die Panthers zwar nochmal zurück ins Spiel kämpfen, verloren am Ende die Partie aber mit 17-31. Großes Manko waren dabei die vier Giveaways in der Offense.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Gerade zu Beginn hatte das Team um Quarterback Teddy Bridgewater große Probleme sich auf die Defense von Tampa Bay einzustellen. Wie auch schon 2019 blitzten die Buccaneers sehr oft und brachten dadurch Bridgewater immer wieder unter Druck. Dies führte nicht nur zu vielen ungenauen Pässen, sondern auch zu zwei Giveaways – in Form zweier Interceptions – in der ersten Halbzeit. Nach der Pause konnte man sich auf den Gegner zwar besser einstellen, doch da waren die Buccaneers schon so weit davongezogen, sodass man den Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Nichtsdestotrotz lernte man es auf lange Sicht nicht, Lösungen für die aggressiv spielende Defense zu finden. Fraglich ist, weshalb die Offense nicht auf das viele Blitzen der Buccaneers reagieren konnte.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Das Auftreten in der Offense war zunächst sehr bescheiden. Vor allem die Offensive Line schien einen gebrauchten Tag zu haben. Lediglich Taylor Moton konnte in der Pass Protection gegen Superstar Shaquil Barrett glänzen und ihn gut aus dem Spiel nehmen. Ansonsten gab es eigentlich nur in der zweiten Halbzeit Highlights. Teddy Bridgewater sorgte dort zwar zunächst mit einem Fumble für den dritten Turnover der Panthers, doch zeigte er auch einige starke Würfe in enge Fenster. Die Turnover schmälern natürlich seine Leistung, aber davon abgesehen, sah er statistisch wieder sehr solide aus (33/42 Versuche angebracht, 367 Yards geworfen, 2 Interceptions, -0,14epa/Dropback). Diese Performance half auch den Receivern, denn mit Robby Anderson (109 Yards) und DJ Moore (120 Yards) konnten gleich zwei Passempfänger ihr Können aufzeigen.

Gegen die beste Laufverteidigung aus dem letzten Jahr hatte es Christian McCaffrey sehr schwer. Trotzdem konnte auch er dem Spiel mit zwei Touchdowns seinen Stempel aufdrücken. Bei seinem zweiten Touchdown verletzte er sich allerdings und musste zum Ende von Mike Davis ersetzt werden, der wiederum im Passing Game oft gesucht wurde.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Wie schon im ersten Spiel, sorgte auch gegen die Buccaneers eine Entscheidung beim 4. Versuch und 1 Yard für Diskussionsbedarf bei den Fans. Dabei wurde kritisiert, dass man den Versuch nicht klassisch ausspielte, sondern die Defense mit einem Fake Punt austricksen wollte. Safety Jeremy Chinn konnte bei seinem Lauf kein neues First Down erreichen und so wechselte das Angriffsrecht zu den Buccaneers.

Darüber hinaus kosteten Turnover immer wieder wichtige Punkte bei der Aufholjagd. Im Gegensatz zum Spiel gegen die Raiders hatte Bridgewater diesmal kein Interception-Glück. Neben seinen drei Giveaways verursachte WR Robby Anderson mit einem Fumble sogar noch einen weiteren Turnover. Die Offense wurde so immer wieder zurückgeworfen.

Vielleicht aus Angst vor weiteren Turnovern sah man von der Offense dann viele Läufe auf Early Down. Zwar wurde dies nach der Verletzung McCaffreys weniger, doch ist diese Entwicklung schon verwunderlich, denn OC Joe Brady kam als Passing Game Coordinator nach Carolina und man hätte eher vermutet, dass  der Ball nun grundsätzlich mehr geworfen werden würde. Gegen die wohl stärkste Rushing Defense wurde der Ball stattdessen immer wieder gelaufen, was dann aber auch immer wieder schnell gestoppt wurde. McCaffreys Performance im Running Game war zwar in Ordnung, aber keinesfalls außergewöhnlich (18 Läufe für 59 Yards Raumgewinn, 2 Touchdowns, 0,01epa/Carry).

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Auch dieses Mal offenbarte die Defense wieder große Schwächen. Wide Receiver Mike Evans konnte überhaupt nicht gestoppt werden und sorgte für ein Big Play nach dem anderen. Glücklicherweise änderten die Buccaneers nach der Pause ihren Gameplan und versuchten mehr den Lauf zu etablieren. Da die Panthers diesen aber sehr gut stoppen konnten (22 Läufe für 122 Yards, 3 Touchdowns, -0,13epa/Dropback), blieben die Buccaneers lange Zeit bei den aus der ersten Halbzeit erzielten 21 Punkten. Mit zwei guten Läufen im letzten Quarter sorgte dann aber Runningback Leonard Fournette doch für die Entscheidung zugunsten Tampa Bays.


Wer konnte in der Defense überzeugen?

Die Defense konnte die ersten Turnover der Saison verbuchen. Zunächst sprang DT Woodrow Hamilton nach einem misslungenen Handoff von Tom Brady an seinen Running Back auf den Ball und sorgte für seinen ersten Turnover der Karriere. Später in der Partie fing Cornerback Donte Jackson einen schlecht geworfenen Ball auf TE Rob Gronkowski ab. Jackson wurde zwar zu Beginn im Spiel oft von Evans geschlagen, hatte in der zweiten Halbzeit aber wiederum einige gute Aktionen.

Neben dem jungen Cornerback konnte auch Edge Rusher Brian Burns glänzen. Zwar machte er keinen Sack, doch trat er mit mehreren QB Hurries und Stops in Vorschein. Gegen einen schwächeren Quarterback sollte er mit solch einer Performance zu seinen Sacks kommen.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Wie im ersten Spiel war auch gegen Tampa Bay die Passverteidigung das große Problem (23/35 angebrachte Pässe, 217 Yards Raumgewinn, 1 Touchdown, 1 Interception, 0,16epa/Dropback). Glücklicherweise änderte Bucs Offensive Coordinator Byron Leftwich zur Halbzeit den Gameplan. Statt weiterhin die Duelle mit Mike Evans zu suchen, versuchte man es vermehrt mit dem Laufspiel. Somit endete das Spiel für Carolinas Defense nicht mit einer Katastrophe und man hatte zeitweise sogar die Chance gleichzuziehen.

Die Rookies konnten diesmal nicht so zum Vorschein treten. Gerade DT Derrick Brown zeigte wieder seine Probleme gegen Double Teams. Bei seinen schwerfälligen Vorstellungen jetzt zu Beginn der Saison sollte allerdings nicht vergessen werden, dass solche Performances von Rookies gar nicht unüblich sind und nun auch noch Kawann Short an seiner Seite fehlte.

Schwere Rückschläge bereiteten zudem die vielen Penalties gegen die Defense der Panthers. Statt dem 4. Versuch und einem anschließenden Punt bescherten die Panthers immer wieder neue First Downs. Tahir Whitehead leistete sich, wie schon gegen die Raiders, eine fragwürdige Pass Interference. Derrick Brown warf sich nach einem abgeschlossenen Spiel noch einmal auf den Angreifer der Bucs, welcher es zuvor nicht geschafft hatte ein First Down zu erreichen. Die Flagge flog dann als Folge auf diese unnötige Aktion auf das Spielfeld. Das Angriffsrecht verblieb dann bei Tampa Bay und führte folglich zu einem Touchdown. Diese Fehler müssen abgestellt werden!

Wie fällt das Fazit aus?

Die Tampa Bay Buccaneers waren im Spiel zu stark für die Panthers. Trotz der Überlegenheit wurde es zwischenzeitlich nochmal sehr spannend. Diese positiven Eindrücke gilt es nun mitzunehmen. Die Turnover müssen dabei vermieden werden. Kann man sie abstellen, sind die Panthers auch wieder stärker einzuschätzen. Die 17-31 Niederlage ist zwar vollkommen in Ordnung, Carolina sollte aber im Rückspiel trotz der Stärke des Gegners keinesfalls chancenlos sein.

 

Quelle: rbsdm.com espn.com

Bildquelle: panthers.com

Game Preview: Carolina Panthers vs. Tampa Bay Buccaneers – Week 2

Hallo und herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 2!

Die knappe erste Saisonniederlage in Woche 1 steckt vielen noch in den Knochen. Am kommenden Sonntag treffen die Panthers auf Tom Brady und seine Tampa Bay Buccaneers.

Sind die Panthers gegen die mächtige Offensive der Bucs chancenlos oder werden wir Zeuge eines überraschenden Auswärtssiegs? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Wie gewohnt, fangen wir immer eine Stimme der gegnerischen Fans ein. Unterstützung haben wir dieses Mal von der Fanpage “Bucsgermany” bekommen. Das Interview könnt ihr am Ende des Beitrags nachlesen.

Vorstellung der Tampa Bay Buccaneers

Die Tampa Bay Buccaneers wurden 1976 gegründet und traten im selben Jahr der NFL bei.

Von 1976 bis 1997 wurden die Heimspiele im Houlihan’s Stadium ausgetragen, ehe es vom aktuellen Raymond James Stadium abgelöst wurde. Den bisher einzigen Superbowl-Sieg konnten die Bucs 2002 mit einem 48:21 Sieg gegen die Oakland Raiders verzeichnen.

Der Besitzer des Teams ist die Glazer-Familie, welche auch den Fußballklub Manchester United besitzt.

Headcoach des Teams ist derzeit Bruce Arians.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?

Carolina Panthers:

Beim Spiel gegen die Las Vegas Raiders zeigte sich, dass unsere Offense schon sehr weit ist. Mit 388 Yards und 3 TDs wurde hier bereits ein Zeichen gesetzt. Gerade unser Running Back Christian McCaffrey zeigte, dass er keine anfängliche Ladehemmung hat. Mit 96 Rushing Yards, 2 Rushing TDs und 38 Receiving Yards war er der Key-Player unserer Offense. Auch Robby Anderson konnte mit 6 Receptions für 115 Yards und dem 75 Yard Touchdown unter Beweis stellen, dass er ein brandgefährlicher Spieler ist. Insgesamt wusste die Offense, unter anderem wegen des facettenreichen Playcallings, zu gefallen.

Das Spiel am Sonntag hat aber auch unsere Schwäche offenbart.

Unsere noch junge Defense hatte in allen Teilen ihre Probleme. 133 Rushing Yards und 239 Passing Yards wurden zugelassen. Zudem konnte nur wenig Druck auf Quarterback Derek Carr aufgebaut werden, was mitunter Grund dafür war, dass es weder Turnover noch Sacks gab. Teilweise waren gute Ansätze zu sehen, jedoch braucht die Defense noch Zeit, um sich zu finden.

Tampa Bay Buccaneers

Die Stärke der Buccaneers liegt vor allem an der vielseitigen Offensive. Trotz des Ausfalls von Mike Evans sind mit Chris Godwin, Scotty Miller, O.J. Howard und Rob Gronkowski genügend Waffen in der Offense aufzuzählen. Zudem ist die Running Back-Position mit Ronald Jones II, Leonard Fournette und LeSean McCoy bestens besetzt. (Anm. d. Red.: Mike Evans wird nach neuesten Informationen doch spielen können; Godwin hingegen steht weiterhin  im Concussion-Protokoll und wird nicht spielen)

In der Defense ist vor allem die gute Rush-Defense hervorzuheben. Im Jahre 2019 wurden nur 73.8 Rushing-Yards pro Spiel zugelassen und war damit mit Abstand auf Platz 1 in der NFL. Auch in Spiel 1 hielt man die Saints bei nur bei 82 Rushing-Yards. Man darf jedoch auch nicht außer Acht lassen, dass die Buccaneers den Weg zum gegnerischen Quarterback finden können. Das zeigten sie unter anderem in Person von Shaquil Barrett, der mit 19,5 Sacks die Statistik der letzten Saison anführte.  Klar ist, dass die Offensive Line der Panthers kommenden Sonntag auf eine harte Probe gestellt wird.

Gegen die Saints schwächelte jedoch das Laufspiel der Tampa Bay Buccaneers. Nur 3,31 Yards per Carry konnten sie erreichen, was momentan Platz 27 in der NFL darstellt. Zudem zeigte sich die Offensive Line noch sehr schwach. 3 Sacks und 8 QB Hits standen am Ende der Partie auf dem Zettel. Besonders Left Tackle Donovan Smith stach als Schwachstelle heraus.

Viele Strafen warfen die Bucs in ihrem Spiel zurück. Insgesamt kassierten sie neun Penalties für 103 Yards.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?

Carolina Panthers:


Offense:

Christian McCaffrey. Unser Workhorse wird auch dieses Mal viel Arbeit zu tun bekommen.

Wichtig wird es sein, dass das Run-Game etabliert wird. Es muss versucht werden, die Offense so lange wie möglich auf dem Feld zu halten, damit unsere noch schwächelnde Defense nicht zu viel Druck von der starken Bucs-Offense bekommt.

Kann sich McCaffrey auch gegen die gute Run-Defense der Bucs durchsetzen? Wird er, nachdem er im letzten Spiel nur 3 Bälle gefangen hat, mehr ins Passspiel integriert? Immerhin konnte der Runningback der Saints – Alvin Kamara – gegen Tampa Bay 5 Bälle für 51 Yards und einen Touchdown fangen und war damit der zweitbeste Receiver des Teams.

Defense:

Hier wird es wichtig sein, dass Tom Brady keine Zeit in seiner Pocket bekommt. Denn dann fängt er an Fehler zu machen, so wie es gegen die Saints zu sehen war. Brian Burns ist für den Pass-Rush der Carolina Panthers der Schlüsselspieler. Dies stellte er im letzten Jahr mit 7,5 Sacks unter Beweis, obwohl er lediglich 5 Spiele als Starter bestritten hat. Kann Burns an dieser Statistik anknüpfen und Brady so sehr unter Druck setzen, wie es die Saints-Defense geschafft hat? Die O-Line der Buccaneers ist anfällig, sodass Brian Burns seine Schnelligkeit ausspielen und Tom Brady unter Druck setzen könnte.



Tampa Bay Buccaneers:


Offense:

Der Schlüsselspieler wird Tom Brady sein. Bereits im ersten Spiel waren alle Augen auf ihn gerichtet. Ist er ein System-Quarterback oder kann er sich auch außerhalb von den New England Patriots beweisen? Nach dem enttäuschenden ersten Spiel wird der Druck für Brady im zweiten Spiel deutlich höher sein. Mit 23/36 angebrachten Pässen, zwei Touchdowns aber auch zwei Interceptions – davon ein Pick 6 – brachte Brady nicht die erwartete Leistung. Dennoch kann Brady eine so junge Defense wie die von den Panthers durchschauen und so Play für Play mürbe machen. Hat Brady genug Zeit in der Pocket, so wird es kaum möglich sein, ihn zu stoppen.

Kann er in diesem Spiel die Kritiker verstummen lassen?

Defense:

Mit Lavonte David steht bei den Buccaneers einer der wohl besten Linebacker auf dem Feld. 2019 konnte er in 16 Spielen 123 Tackles verzeichnen, davon 82 Solo-Tackles. Zudem konnte er noch drei Forced-Fumbles, eine Fumble-Recovery und eine Interception aufweisen. Auch gegen die Saints war er mit 11 Tackles – davon 7 Solo-Tackles und 2,5 Tackles for Loss – der Kopf der Defense. Zusammen mit Devin White bilden die beiden eines der besten Linebacker-Duos in der NFL.

Ziel für die Panthers muss sein, dass Linebacker-Duo aus dem Spiel zu nehmen.



Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Der Favorit in diesem Spiel ist klar. Die Tampa Bay Buccaneers werden, meiner Meinung nach, das Spiel gewinnen. Wichtig für die Panthers wird es sein, dass die Defense Fortschritte macht. Wie weit ist die junge Defense gegen den erfahrenen Quarterback?

Tipp: Ein 30:17 für die Tampa Bay Buccaneers.


Inaktive Spieler

  • Carolina Panthers
  • OG Dennis Daley (Knöchel)
  • DE Yetur Gross-Matos (Gehirnerschütterung)
  • DT Kawann Short (Fuß)
  • Tampa Bay Buccaneers
  • WR Chris Godwin (Gehirnerschütterung)
  • TE Antony Auclair (Wade)
  • DT Kawann Short (Fuß)

Interview mit der deutschen Fanpage der Tampa Bay Buccaneers “BucsGermany”

Die “BucsGermany”-Fanpage ist auf der Social Media-Plattform Instagram aktiv . Im Interview mit dem Betreiber / der Betreiberin wird euch eine Einschätzung zum Spiel aus der Sicht des Bucs-Fans dargestellt. Insbesondere werden die Hoffnungen in Tom Brady erläutert. Viel Spaß beim Lesen!

1. Grüß dich! Stell deine Fanpage bitte einmal vor!

Hallo! Die Bucsgermany-Fanpage wurde am 31. Juli 2018 gegründet. Seitdem betreibe ich die Fanpage, die mittlerweile über 2.021 Abonnenten verfügt. Ich persönlich bin seit 2016 ein Fan der Tampa Bay Buccaneers.

2. Wie schätzt Ihr die Panthers ein? Könnt ihr Stärken und Schwächen ausmachen?  Was muss euer Team umsetzen, um das Spiel zu gewinnen?

Ich denke, dass es die Saison schwer für die Panthers sein wird, mit den anderen Teams der NFC South mitzuhalten. Das gesamte Team ist echt noch jung und unerfahren. Als Stärke schätze ich definitiv das Laufspiel der Panthers ein. Schwächen sehe ich vor allem auf der Cornerback-Position.  Die Bucs müssen erst einmal eine gesunde Teamchemie in der Offense aufbauen. Das war bisher leider nur im Training möglich.

3. Welche Stärken und Schwächen hat euer Team?

Als sehr stark schätze ich die Kadertiefe unserer Offense und den gesamten Linebacker-Core ein.

4. Nenne den Schlüsselspieler eurer Defense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Als Schlüsselspieler in der Defense sehe ich ganz klar Linebacker Lavonte David. Meiner Meinung nach ist er der beste Linebacker in der NFL. Das lässt sich auch durch Statistiken belegen. Er ist ein unfassbar guter Mentor für unseren jungen Linebacker Devin White. David hat kaum Schwächen in seinem Spiel.

5. Nenne den Schlüsselspieler eurer Offense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Tom Brady. Von ihm erwarten die Bucs-Fans, dass er ein guter Starting Quarterback sein wird. Er hat ein unglaubliches Spielverständnis. Wenn er es hinkriegt, auf einer Wellenlänge mit seinen Wide-Receivern zu sein, sollte die Bucs-Offense kaum aufzuhalten sein.

6. Wie geht das Spiel aus? Gib bitte einen Tipp ab!

Ich tippe, dass die Bucs 31-14 gewinnen!

 

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: Panthers.com; bucsnation.com

Spieltagsanalyse: Las Vegas Raiders – Week 1

Lange haben wir auf das erste Saisonspiel hingefiebert. Das leider verloren gegangene Spiel am Sonntagabend stellte sich vor allem für die junge Defensive als der erwartete harte Brocken dar. In der folgenden Spieltagsanalyse könnt ihr das Spiel noch einmal Revue passieren lassen! Was lief gut? Was sollte noch dringend besser werden? Lest es hier nach! Viel Spaß!

Spieltagsanalyse Las Vegas Raiders – Week 1

Die Saison 2020 ist endlich gestartet. Die Carolina Panthers empfingen die Las Vegas Raiders und mussten sich in diesem Spiel leider mit 30-34 geschlagen geben. Viele tolle Aktionen konnten bestaunt werden und bis zum Schluss blieb die Partie offen. Ein Stopp der Raiders Defense – beim 4. Versuch & Inches kurz vor Schluss- entschied das so enge Spiel.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Vor dem Spiel waren alle Fans auf den neuen Look der Offense – mit Joe Brady als Offensive-Coordinator – gespannt. Die so sehr erwünschte Verbesserung konnte man bereits beim Season-Opener gegen die Raiders vernehmen. Bridgewater wurden viele Designs zur Verfügung gestellt, in denen er den Ball schnell werfen und somit bei der Offensive Line für Entlastung sorgen konnte. Zwischendurch kam es dennoch zu tiefen Pässen. Einer dieser Pässe führte zu einem 75-Yard Touchdown von Robby Anderson. Zwar wurde der Ball noch verhältnismäßig viel gelaufen, jedoch war eine Veränderung zur letzten Saison schon sehr deutlich zu erkennen. In den nächsten Wochen sind für die Offense weitere Schritte in die richtige Richtung zu erwarten.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Nachdem der große Umbruch eingeleitet wurde und nun das erste Spiel nach der Cam Newton-Ära stattfand, war der Druck auf Teddy Bridgewater enorm. In seinem ersten Spiel lieferte er dann aber eine sehr solide Vorstellung ab (22/34 Pässe angebracht, 270 Yards geworfen, TD, 0,23epa/Dropback, -1,5% Completion Percentage über den Erwartungen). Zwar gab es auch bei ihm noch schwächere Phasen im Spiel, doch insgesamt konnte er den Ball sehr gut und schnell an mehrere Receiver verteilen. Zwar muss seine Leistung innerhalb des Spiels noch konstanter werden, aber für den Beginn war die Performance vollkommen zufriedenstellend.

Im Running Game kam es wieder zu einer One-Man-Show von Christian McCaffrey (23 Carries, 96 Yards, 2 Rushing-TD, 0,13epa/Carry). Dort konnte er seine Klasse mit zwei Touchdowns unter Beweis stellen. Im Passing Game war er dagegen diesmal nicht der Dreh-und Angelpunkt. Bei seinen fünf Targets war er aber extrem effizient. Mit ihm in dieser Rolle scheint das Team sehr zu profitieren.


Was muss sich in der Offense bessern?

Das Play-Calling schien im Vergleich zur letzten Saison gerade im Passing Game deutlich verbessert. Zwar wurde der Ball sehr oft gelaufen, doch konnte man dies mit kreativen Passkonzepten lange Zeit immer wieder ausgleichen. Im letzten Drive übertrieb man es dann aber mit den vielen Runs. Folglich stellten die Raiders sich stärker auf das Laufspiel ein. Kurz vor Schluss durfte die Offense der Panthers noch einmal auf das Feld und hätte das Spiel mit einem Touchdown für sich entscheiden können. Nach drei Läufen durch McCaffrey entschied sich Carolina beim 3. Versuch & 4 erneut zu laufen. Im Zuge dessen kam es zu einem gefährlichen 4. Versuch & Inches. In einer engen Formation bekam Fullback Alex Armah dann die Chance, welche er aber leider nicht nutzen konnte. Die vielen Läufe kosteten den letzten Drive und somit auch den Sieg. Hier sollten die Panthers an einer besseren Balance zwischen Lauf- und Passspiel arbeiten.

Neben dem bitteren Ende fielen auch die vielen Drops bei fangbaren Bällen negativ auf. Schon in New Orleans war zu beobachten, dass die Receiver unter Teddy Bridewater fangbare Bälle viel häufiger fallen ließen als unter Drew Brees. Das Phänomen der vielen Drops ist nun auch in Carolina aufgetreten und zeigt, dass die Drops auf eine gewisse Art auch auf den Quarterback zurückzuführen sind. Um dem entgegenzuwirken muss die Offense am Timing arbeiten. Hier kann man den Spielern aufgrund der kurzen Vorbereitungen und ohne Preseason wenig Vorwürfe machen.


Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Der Umbruch zeigte sich besonders stark in der Defense. Vier Rookies mussten teilweise gleichzeitig auf dem Feld stehen. Dabei konnte weder der Lauf der Raiders (31 Carries, 133 Yards,  3 TD, 0,14epa/Carry) noch der Pass (22/30 Pässe angebracht, 239 Yards, TD, 0,43epa/Dropback) verteidigt werden. Wide-Receiver Henry Ruggs, TE Darren Waller und RB Josh Jacobs konnten immer wieder für Raumgewinn sorgen und auch Quarterback Derek Carr machte ein sehr solides Spiel. Auf die Panthers Defense kommt noch eine Menge Arbeit zu, wenngleich damit auch nach dem Umbruch zu rechnen war. Verpasste Tackles und Abstimmungsschwierigkeiten sollten mit jedem Spiel besser werden.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

In diesem Jahr steht hauptsächlich die Entwicklung der jungen Spieler im Vordergrund. Zwar hatte im ersten Spiel kein Spieler ein wirklich gutes Spiel, doch konnte Safety Jeremy Chinn mit einigen tollen Aktionen auf sich aufmerksam machen. Erstrundenpick Derrick Brown hatte zwar noch große Mühen mit der starken O-Line der Raiders, doch gelangen auch ihm einige gute Aktionen. Einen Stopp und einen abgewehrten Pass an der Line of Scrimmage konnte er für seine Statistik verbuchen. Für die beste Aktion in der Defense sorgte schließlich Rasul Douglas – der durch die Verletzung von Donte Jackson früh ins kalte Wasser geschmissen wurde – im letzten Quarter. Beim dritten Versuch konnte er einen Pass abwehren, was schließlich einen Punt erzwang.

Was muss sich in der Defense bessern?

Dass es das erste Spiel in der NFL für einige ist, merkte man vielen Spielern an. Gerade für Troy Pride Jr. schien alles noch viel zu schnell zu gehen. Immer wieder wurde er als Schwäche ausgemacht und angeworfen. Neben Pride taten sich jedoch die gesamte Secondary und auch die Linebacker schwer. Abgesehen von der tollen Aktion von Douglas gab es kaum gute Aktionen in der Coverage.

In diesem Spiel war auch die Defensive Line der Panthers sehr schwach. Dass der Pass Rush gegen die Offense nicht gut aussehen würde, war durch die schnellen Pässe der Raiders abzusehen. Doch leider konnte auch die Laufverteidigung, trotz zahlreicher Neuzugänge, noch nicht die erhoffte Steigerung zur letzten Saison liefern.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel zeigte eindrucksvoll, dass die Panthers dieses Jahr ein konkurrenzfähiges Team stellen. Die Offense konnte stellenweise schon sehr überzeugen und sollte auch das Fundament für einige Siege sein. Die Defense schwächelte leider erwartungsgemäß. Hier bleibt aber abzuwarten, wie sich das Team im Laufe der Saison steigert. Für viele Spieler war es das erste Spiel, weswegen es auch zu vielen Fehlern kam. Die Niederlage ist natürlich schmerzvoll, doch durch einige vielversprechende Aktionen gibt sie auch Hoffnung auf eine spannende Saison.

 

Quelle: Rbsdm.com; Espn.com

Bildquelle: Panthers.com

Game Preview: Carolina Panthers vs. Las Vegas Raiders – Week 1

Hallo zusammen!

Mit unserer neuen Rubrik „Game Preview“ könnt ihr euch nun jede Woche darauf verlassen, dass wir euch gut auf die kommenden Spieltage vorbereiten und ihr folglich vor Familie und Freunden mit Fachwissen glänzen könnt.

In der heutigen Ausgabe wollen wir euch auf das erste Saisonspiel gegen die Las Vegas Raiders einstimmen.

Hierzu werden wir euch unseren nächsten Gegner zunächst vorstellen. Danach werden die Stärken und Schwächen der beiden Teams beleuchtet, sowie die Key-Player auf beiden Seiten benannt. Zum Schluss wird eine persönliche Einschätzung zum Spielausgang abgegeben.

Außerdem dürft ihr euch über die Stimmen der in Deutschland ansässigen gegnerischen Fanclubs freuen, indem sich diese zunächst vorstellen und schließlich ihre Sicht auf das Spiel kundtun.

Vorstellung der Las Vegas Raiders

Die Las Vegas Raiders nahmen 1960 erstmals am Spielbetrieb in der American Football Leauge (AFL) teil. Damals allerdings unter dem Namen Oakland Raiders.

Aufgrund eines juristischen Streits zogen die Raiders 1982 nach Los Angeles. Bis 1994 existierten die Los Angeles Raiders, bevor sie aufgrund von Streitigkeiten bezüglich des Baus eines neuen Stadions wieder nach Oakland zogen.

2020 zogen die Raiders dann in ihre neue Heimat – nach Las Vegas.

Headcoach des Teams ist derzeit Jon Gruden.

Der deutsche Fanclub heißt „The Black Hole Chapter Germany“ – kurz TBH Germany. Einzelheiten hierzu erfahrt ihr im Interview mit David vom TBH Germany.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?


Carolina Panthers:

Die größte Stärke der Carolina Panthers liegt in der Offense. Hervorzuheben ist unser Wide-Receiver-Trio, bestehend aus Robby Anderson, Curtis Samuel und DJ Moore. Alle drei sind Top-Receiver und ergänzen sich zudem sehr gut.

Auf der Running Back Position spielt Christian McCaffrey. Dieser ist viel mehr als ein einfacher Running Back. Mit über 1.000 Rushing und Receiving Yards im letzten Jahr zeigte McCaffrey, dass er für gegnerische Defenses unberechenbar ist.

Als eine Stärke der Defense ist der Pass Rush der Panthers zu erwähnen. In der letzten Saison konnten wir 53 Sacks verzeichnen, dies stellt den zweitbesten Wert der gesamten NFL dar.

Vorteilhaft auf beiden Seiten des Balles ist in jedem Fall, dass der Gegner die Taktiken der Panthers nur sehr schwer einschätzen kann, da der Trainerstab fast komplett ausgetauscht wurde und es noch kein Tape von den Spielen unter der Leitung der neuen Coaches gibt.

Die Schwäche in dieser Saison wird bei den Panthers in der Pass-Defense liegen. Durch den Verlust von Bradberry und die Verletzung von Eli Apple, sind wir auf der Cornerback-Position dünn besetzt. Es bleibt abzuwarten, wer neben Jackson spielen wird und wie die jungen Rookies sich in der NFL beweisen werden. Womöglich wird Troy Pride Jr. den Spot als Cornerback Nr. 2 bekommen.

Unsere Rush Defense war letztes Jahr mit 5,2 Yards per Carry, 143,5 Yards per Game im unteren Drittel der Liga. Folglich ist die Verteidigung gegen den Lauf als Schwäche der Panthers zu bezeichnen.  An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass unser neuer Starting Middle-Linebacker – Tahir Whitehead – die letzten beiden Saisons bei den Raiders verbracht hat. Beispielsweise trug er mit 108 Tackles im Jahr 2019 zu der starken Verteidigung gegen den Lauf bei.

Doch Whitehead könnte nicht nur ein Upgrade im Hinblick auf die Rush Defense der Panthers sein, vielmehr konnte er wichtige Informationen über das Playbook der Raiders preisgeben. Das kann durchaus insgesamt als Vorteil für die Panthers verbucht werden.

Las Vegas Raiders

Die Stärke der Las Vegas Raiders war 2019 vor allem die Rush-Defense. Mit nur 3,9 Yards per Carry und 98,1 Yards per Game belegten die Raiders damit den 8. Platz in der gesamten NFL.

Zudem war das Laufspiel mit Josh Jacobs auf der Runningback-Position jederzeit gefährlich. Gleich in seiner Rookie-Saison zeigte Jacobs was in ihm steckt. Mit 1.150 Yards und 7 erlaufenen Touchdowns, brauchte er sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken.

So gut die Defense gegen den Rush war, so schwach war die Defense gegen den Pass. Mit einem durchschnittlichem 103,8 Rating des gegnerischen Quarterbacks war die Passing Defense auf Platz 31 der NFL.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?


Carolina Panthers:

Offense:

Alle Augen werden auf Teddy Bridgewater gerichtet sein. Die Ära von Cam Newton ist vorbei, nun beginnt eine neue auf der Position des Quarterbacks.

Kann Teddy Bridgewater an die Leistung bei den Saints (9 TD / 2 INT, 153,8 Rating) anknüpfen? Wie gut konnte sich die Offense in der kurzen Preseason ohne Vorbereitungsspiele schon auf den neuen Quarterback einstellen? Aufgrund der schwachen Passing-Defense der Raiders wird es wichtig sein, dass Teddy Bridgewater die Defense immer wieder mit gefährlichen Pässen attackiert und nicht zur Ruhe kommen lässt. Mit den schnellen Wide-Receivern sollte es möglich sein, Big Plays zu kreieren. Wenn das Passing-Game einmal ins Rollen kommt, wird auch unser Runningback  zu seinen Chancen gegen die gute Rush-Defense der Raiders kommen.

Defense:

Für die Panthers wird es wichtig sein, dass der Lauf gestoppt wird. Hier ist unser erster Pick im 2020er Draft im Mittelpunkt – Derrick Brown.

Brown hatte in der 2019er College Saison 11,5 Tackles for Loss und kann grundsätzlich sein Spiel gegen den Lauf als seine Stärke bezeichnen. Kann er in der NFL an seine starken Leistungen anknüpfen? Kann er sich gegen eine gute O-Line der Raiders beweisen? Dies wird im Duo mit dem wiederkehrenden KK Short interessant zu beobachten sein.

Las Vegas Raiders:

Offense:

Für die Raiders wird es wichtig sein, Josh Jacobs gut ins Spiel zu bekommen. Der Running Back war letztes Jahr mit 1,150 Yards, 4,8 Yards per Carry und 7 TDs der beste Spieler in der Offense der Raiders. Gegen die schwache Lauf-Verteidigung der Panthers kann es ein Schlüssel sein, die Defense immer wieder mit Läufen anzugreifen und lange auf dem Feld zu lassen.

Defense:

Cory Littleton kam von den LA Rams zu den Las Vegas Raiders. Littleton ist ein beweglicher Linebacker, welcher sehr gut in der Coverage ist. Er wird der sonst so schwachen Pass-Defense sicherlich gut tun. 2019 konnte er 2 Interceptions fangen. Dazu hatte er 2 Forced Fumbles und 4 Fumbles recovered.

Kann Littleton dem Backfield genug Unterstützung geben, damit die Pass-Defense stabil bleibt?

Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Eine persönliche Einschätzung zu diesem Spiel abzugeben ist schwierig. Bei beiden Teams kann man noch nicht sagen, was einen zu erwarten hat. Die Offense der Carolina Panthers ist stark genug, um gegen die Raiders viele Punkte zu erzielen. Schwieriger ist es, die Defense einzuschätzen. Wie weit sind die Rookies am Anfang der Saison?

Kann unsere Defense Josh Jacobs aufhalten, so ist ein Sieg hier durchaus möglich. Können wir den Lauf jedoch nicht stoppen, so wird das ein langer Abend für eine noch unerfahrene Defense.

Tipp: Knapper Sieg – 28:21 für die Carolina Panthers.

Interview mit dem Fanclub der Las Vegas Raiders “The Black Hole Germany”

Daniel vom “The Black Hole Germany” hat sich zur Beantwortung der Fragen bereiterklärt. Er teilt uns mit, wie er das Spiel einschätzt und auf welches Ergebnis er tippt. Vielen Dank dafür!

1. Hallo Daniel! Stell dich und deinen Fanclub bitte einmal vor!

Hallo! Mein Name ist Daniel Hambach vom TBH Germany. Stellvertretend werde ich probieren Eure Fragen zu beantworten. Unser Chapter besteht seit etwas mehr als 4 Jahren und wir haben knapp über 30 Mitglieder im Chapter!

2. Wie schätzt Ihr die Panthers ein? Könnt ihr Stärken und Schwächen ausmachen?   Was muss euer Team umsetzen, um das Spiel zu gewinnen?

Die Panthers stehen für mich in dieser Saison vor einem Neuanfang, da wirklich einiges passiert ist in dieser Franchise. Man weiß selbst nicht wo man steht.
Die Stärken der Panthers liegen für mich klar im Laufspiel! Als Schwäche sehe ich generell die Defense!
Die Raiders müssen in diesem Spiel klar auf die Offense setzen. Gerade die O-Line wird ein Schlüssel sein. Sollte Carr Zeit bekommen, hat er Waffen in dieser Saison!

3. Welche Stärken und Schwächen hat euer Team?

Auch für die Raiders ist vieles neu. Gerade was den Roster betrifft, ganz klar! Insgesamt ist das Team jetzt stärker besetzt, insbesondere in der Secondary und grundsätzlich in der Defense!
Auch in der Offense ist mehr zu erwarten diese Saison!

4. Nenne den Schlüsselspieler eurer Defense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Als Schlüsselspieler in der Defense denke ich, wird es nur im Verbund funktionieren. Defensive-End Crosby hatte eine klasse Saison im ersten Jahr seiner NFL-Karriere. Es sind jedoch auch einige Gesichter neu dazu gekommen, es bleibt abzuwarten. Ich denke, dass Crosby ein neues Gesicht der Defense werden kann. Auch wenn er die letzte Saison bestätigen kann, wird es für mich nicht den einen Starspieler in der Defense der Raiders geben.  Es wird auf das Zusammenspiel im gemeinsamen Verbund ankommen!

5. Nenne den Schlüsselspieler eurer Offense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

In der Offense ist es für mich im Laufspiel klar Josh Jacobs. Von ihm wird man noch einiges erwarten können!
Carr hat diese Saison viele Waffen. Ich denke aber auch, dass es in der Offense keine Stars gibt! Sie verfügt dennoch über Qualität, es bleibt abzuwarten.
Letztlich wird viel von Derek Carr abhängen.

6. Wie geht das Spiel aus? Gib bitte einen Tipp ab!

Das Spiel wird meiner Meinung nach knapp ausgehen und spannend werden. Das ist meine Einschätzung!
Ich denke, die Raiders gewinnen knapp mit 20:17!!

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: Panthers.com; Golden Gate Sports

 

Matt Rhule: Der neue Headcoach an der Sideline

Ein Umbruch beginnt meist schon im Coaching-Staff. So verkündeten die Carolina Panthers am 07.01.2020 ihren neuen Headcoach für die kommenden 7 Jahre – Matt Rhule.

Für viele Fans ist Rhule noch ein relativ unbekanntes Gesicht, deshalb wollen wir ihn euch in diesem Bericht etwas vorstellen.

Matt Rhules Werdegang

Matt Rhule wurde am 31. Januar 1975 in New York geboren. Er selbst spielte Football in der Highschool als Linebacker. Seinen ersten Trainer-Job erhielt er 1998 als Linebacker-Coach am Albright-College. Anschließend wurde er Defensive-Line Coach an der Universität in Buffalo. Stationen bei der UCLA und Western Carolina University folgten. Im Jahre 2006 schloss er sich der Temple University in Philadelphia als Defensive-Line-Coach an. Zwei Jahre später wurde er dort als Offensive Coordinator befördert.

Seine erste NFL-Erfahrung konnte er 2012 als Assistent Offensive Line Coach bei den New York Giants sammeln.

Ein Jahr später, im Jahre 2013, wurde er zum Headcoach der Temple Owls ernannt.

In dieser Zeit als Cheftrainer gewann er 28 Spiele und musste hingegen nur 23 als Niederlage hinnehmen. Eine Conference Championship konnte er mit seinem Team gewinnen.

2016 wurde er zum neuen Headcoach der Baylor-University.  Dort konnte er insgesamt 19 Spiele für sich und sein Team entscheiden. 18 Spiele verlor er als Headcoach der Bears. Erwähnenswert ist, Rhule gewann einen Texas Bowl und wurde zum Trainer des Jahres 2019 der Big 12 Conference gewählt.

Wie ist Matt Rhule als Headcoach?

“Matt ist ein guter Menschenkenner. Ich denke, es macht dabei keinen Unterschied, ob er am College oder in der NFL trainiert. Er wird hohe Standards setzen und fordern, dass alle an einem Strang ziehen”, erklärte der Panthers-Besitzer Tepper. “Er musste hart arbeiten, um an diesen Punkt zu kommen. Ich bin froh, dass er hier ist”, fuhr er fort.

Auch in der Eröffnungsrede zeigte Rhule auf, was ihm wichtig ist und wie er dieses Team leiten möchte: „Keep Pounding ist nicht nur der Mannschaftsslogan, sondern eine Arbeitseinstellung. Wir werden ein taffes, wettbewerbsfähiges Team auf den Platz stellen. Dafür werde ich jeden Tag unermüdlich arbeiten und ich erwarte dasselbe von meinen Spielern.”

Zum Abschluss der Eröffnungsrede fügte er selbstbewusst hinzu: „Ich werde den Super Bowl gewinnen. Diese Stadt, dieser Verein, diese Fans haben das verdient. Sobald ich hier fertig bin, lege ich den Anzug ab und werde anfangen zu arbeiten.“

Um sein selbstbewusstes Ziel erreichen zu können, setzt Rhule neben „Old-School-Discipline“ auch auf moderne Technologien. Die medizinische Abteilung sowie detaillierte Analysen und Sportwissenschaft genießen beim neuen Headcoach einen hohen Stellenwert. Genau diese Mischung aus Disziplin, gepaart mit modernen Spielansätzen hatte sich Besitzer Tepper zu Beginn der Kandidatensuche gewünscht.

Seitdem bekannt ist, dass Rhule bei den Carolina Panthers übernimmt, haben mehrere Spieler erwähnt, dass Rhule die Art von Trainer ist, für den sie durchs Feuer gehen würden.

Dazu gehört unter anderem Safety Juston Burris, der auf die Frage, wieso er bei den Panthers unterschrieben hat, folgendes antwortete: „Es ist einfach (Rhules) Anwesenheit. Es war etwas, dass man bei diesen (virtuellen) Teamtreffen erkennen konnte. Er befehligt einen Raum und er verlangt Respekt. Man merkt, wenn wir seinen Lehren folgen, werden wir erfolgreich sein.“

Hohe Intensität beim Training und im Lockerroom

Rhule ist ein Fan davon, das Tempo während dem Training hochzuhalten. „Ich denke, wenn es beim Üben etwas schneller ist, fühlt es sich beim Spiel viel, viel langsamer an”, sagte Rhule. “Dann ist man hoffentlich in besserer Form.“

Auch Taylor Moton scheint diese Art von Training zu gefallen. „Ich denke es ist wirklich gut, dafür zu sorgen, dass wir das Team mit der besten Kondition haben. Vor allem, wenn es auf die knappe Zeit des vierten Viertels ankommt. Wenn wir dann da draußen sind und uns 100-prozentig konzentrieren können, weil wir in der besseren Form sind. Mir gefällt, wie effizient das Training ist”

Rhule sagte, dass er gerne mit einer Wettkampfphase im Training beginnt,  um die Energie der Spieler zu steigern. Daraufhin zollte er seinen Assistenten Anerkennung dafür, wie sie die Spieler während der individuellen Drill-Einweisung mit der nötigen Energie versorgen.

“Ich sage unseren Trainern immer wieder: Lasst uns sicherstellen, dass wir die Energie selbst vorleben, die wir von den Spielern sehen wollen. Lasst uns sicherstellen, dass wir die Detailgenauigkeit haben”, sagte Rhule. “Wir sind kein Rah-Rah, sondern High-Five. Wir coachen und geben Details vor” Es geht also darum, dass man sich beim Trainieren viel Mühe gibt und viele Details kennt.

Aber wenn man bedenkt, wie merkwürdig diese Preseason und dieses Trainingslager ist, macht es Sinn, dass Spieler und Trainer auf dem Rasen voller Energie sind. Wie Burris es ausdrückte, ist Training, wenn sich die Dinge während einer Pandemie so normal anfühlen wie möglich.

Der Headcoach teilte eine ähnliche Einschätzung:

“Das ist es, was wir gerne tun. Wir sitzen hier in Meetings, wir kommen um 6 Uhr morgens ins Gebäude. Wir sind bis acht, neun Uhr abends hier. Die einzige Zeit, in der wir uns amüsieren können, ist das Training. Wir versuchen also, das Training gleichzeitig unterhaltsam, kompetitiv und hart zu gestalten.“

Matt Rhule glaubt an die Kontrolle – idealerweise über das Laufspiel – eines Footballspiels. Er coacht sein Team eher aggressiv, zum Beispiel spielt er gerne – in Absprache mit seinem Offensive Coordinator – kurze, vierte Versuche aus.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass er die Spielzüge der Offense callen wird. Jedoch wird er zusammen mit Brady das Schema bearbeiten und seine Ideen einbringen.

Auch mit Snow harmoniert Rhule perfekt, da diese schon lange zusammenarbeiten und ein super Verhältnis zueinander pflegen.

Einschätzung: Passt Matt Rhule zu den Panthers?

Matt Rhule ist ein Trainer, für den die Spieler durchs Feuer gehen.

Das merkt man unter anderem auch daran, dass Spieler wie Robby Anderson oder auch P.J. Walker, die bereits mit Rhule gearbeitet hatten, sich für die Carolina Panthers entschieden haben.

Gerade in einem jungen Team im Umbruch, ist ein neuer Headcoach, der den Locker-Room hinter sich hat, genau das Richtige.

Nicht nur das Team steht hinter Matt Rhule, sondern auch der Besitzer Tepper scheint sehr angetan vom neuen Headcoach zu sein. Das zeigt auch die Laufzeit des Vertrags von über 7 Jahren.

Rhule wird genug Zeit bekommen, um sich sein Team aufzubauen.

Wir hoffen, dass er sein Versprechen in der Eröffnungsrede halten kann und eines Tages den Superbowl nach Carolina holt.

Empfehlung:

Möchtet ihr mehr über die Spielzüge der Offense oder über die Aufstellungen der Defense wissen? Dann empfehlen wir die Beiträge über Joe Brady oder Phil Snow unter “On Field”

 

Das Geheimnis um Samuels Rolle in der Offense

Offensive-Coordinator Joe Brady äußerte sich bereits im Juni über die Pläne, die er für Curtis Samuel vorsieht. In einem Interview machte er deutlich, dass der 24-Jährige auf dem gesamten Feld eingesetzt werden kann. Hinzu kommt, dass Matt Rhule des Öfteren hervorhebt, welche Erfahrungen Samuel auch auf der Runningback-Position schon sammeln konnte.

Sind das die Indizien für eine neue Allzweckwaffe in der Offense der Carolina Panthers? Und ist vor allem Speed der neue Schlüssel zum Erfolg?

Am Donnerstag den 13.08.2020 stellte sich Curtis Samuel in einer Videokonferenz zur Verfügung, um Fragen zu seiner Rolle in der Offense und dem neuen System zu beantworten.

Vorab sei schon so viel gesagt. Die genauen Pläne von Joe Brady konnte man ihm leider nicht entlocken. Lediglich ein großes Grinsen machte sich bei der Frage nach seiner zukünftigen Rolle in der Offense in seinem Gesicht breit. Details behielt er für sich. Ein aufregendes Geheimnis, was die Vorfreude auf die nächste Saison nur noch mehr steigert.

Coaches wollen seine vielen Facetten ausnutzen

„Ich werde nicht in die Details gehen oder den Leuten irgendwelche Hinweise auf das, was noch alles kommt geben. Aber mit meinem Skillset habe ich Fähigkeiten außen, innen und auch als Runningback zu spielen. In meiner bisherigen Karriere habe ich viel Erfahrung gesammelt, da ich auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kam. Das gibt mir definitiv die Flexibilität, noch mehr machen zu können.“

In seiner letzten Saison auf dem College in Ohio, im Jahr 2016, gelangen Samuel lediglich 74 Receptions für 865 Yards und 7 Touchdowns. Erwähnenswert ist jedoch, dass er auch im Lauf stark war. Dort erzielte er in derselben Saison 771 Yards bei 97 Carries. Daher rührt der Gedanke, ihn auf dem gesamten Feld in Joe Bradys Offense zu installieren. Dies scheint eine faszinierende Chance für einen Spieler zu sein, der bereits stets am Rande einer Break-Out-Saison abliefert.

Samuel freut sich jedes Mal aufs Neue auf das Training. „Weil ich weiß, dass es etwas Besonderes ist, bin ich Tag für Tag gespannt, wenn ich den Trainingsplatz betrete.“

Auf einer Pressekonferenz zu Beginn des Trainingscamps äußerte sich Coach Rhule bereits über Curtis Samuel. (Anm. d. Red.: Den Artikel über die PK findet ihr auf https://www.germanriot.de/matt-rhule-absage-der-preseason-covid-19-und-wie-er-seinen-kader-fuer-2020-aufbauen-wird/). Dort sprach er die Besonderheiten von Samuels Spielstil und die Fähigkeiten von ihm an. Besonders das Spiel in der Tiefe pickte sich der Headcoach heraus, da er bei Samuel die besondere Fähigkeit sieht, hinter die Defense zu kommen. Aber auch unterstrich Rhule, dass unsere Nummer 10 außen, innen, im Slot oder auch als Runningback spielen kann.

Schnelligkeit soll der Schlüssel zum Erfolg werden

Mit dem neuen Quarterback Teddy Bridgewater an der Seite von D.J. Moore und Robby Anderson wird Schnelligkeit definitiv ein zentrales Thema der Joe Brady Offense werden.

„Wir haben so viel Speed in unserem Wide-Receiver-Raum. So viel Speed. Wir haben Leute, die dich einfach überlaufen können. Das stellt eine Bedrohung für andere da und das können wir auf jeden Fall als unseren Vorteil verbuchen. Wenn wir uns gegen die Defense aufstellen, wissen die schon, dass sie rennen werden müssen.“

„Wenn du schnelle Wide-Receiver hast, werden sehr viele Cornerbacks – egal in welchem System sie sich gerade befinden – eher keine Press-Coverage spielen. Dann bieten sich zum Beispiel mehr Räume für die kurzen Pässe unterhalb der Secondary. Auch werden viele Safeties hinten tief sichern, weil sie nicht überlaufen werden wollen. Für die kurzen Bälle – unterhalb der Secondary – können dann Tight Ends, andere Receiver oder auch Runningbacks ihre Routen laufen. Mit Speed hat man so viel mehr Möglichkeiten.“

Zwar beendete Samuel die letzte Saison mit Karriere-Höchstwerten – 757 Scrimmage Yards und 7 Touchdowns – , jedoch hatte man 2019 nicht das Gefühl, dass er richtig zünden konnte. Ursächlich dafür war wohl die schwierige Quarterback-Situation bei den Carolina Panthers. Kyle Allen – laut Josh Hermsmeyer bei „FiveThirtyEight“ als der schlechteste Deep-Passer der Liga gelistet – und Will Grier hatten Probleme damit, den Ball in die Tiefe zu werfen. Was die Separation vom Gegner angeht, hatte  Samuel 2019 einer der besten Werte von allen Wide Receivern der Liga.

Die Dinge, die letzte Saison passiert sind, gehören laut Curtis Samuel jedoch nun der Vergangenheit an.

„Mein Job ist ganz einfach mich frei zu laufen und dem Quarterback eine Möglichkeit mehr zu geben, den Football zu einem Spieler zu werfen. Manchmal laufe ich eine schlechte Route und manchmal ist es auch der Quarterback, der einen schlechten Ball wirft. Es ist wie es ist. Das darf mich dann nicht frustrieren. Es geht dann wieder darum, für den nächsten Spielzug bereit zu sein und weiter durch zu ziehen. Der Ball wird mich dann finden.“

Das Geheimnis um seine zukünftige Rolle in der Offense konnte zwar nicht ganz gelüftet werden, jedoch lassen die Coaches und Curtis Samuel durchblicken, dass er in der Offense jede Position bekleiden wird. Unter Quarterback Teddy Bridgewater kann er sich zu einem wichtigen Ziel als Passempfänger entwickeln. Dass er auch in manchen Spielzügen als Runningback fungieren wird, scheint auch nicht ganz unwahrscheinlich.Vielleicht kann ihm Bridgewater endlich zu der ersehnten Break-Out-Saison verhelfen. Man wird sehen, ob Samuel das neue Schweizer Taschenmesser neben All-Pro Runningback Christian McCaffrey in der Offense werden wird. Wir dürfen gespannt sein.

Quelle: Antwan Staley

Donte Jackson: “Alles oder Nichts”

Wahrscheinlich gibt es zurzeit keinen Spieler im Kader der Panthers, der einen Neustart so gut gebrauchen kann wie der Zweitrundenpick aus dem Jahr 2018, Donte Jackson.

Nicht nur wegen der Tatsache, dass eine Oberschenkelverletzung den Cornerback über weite Strecken der zweiten Saisonhälfte behinderte, jedoch vielmehr, dass Interims-Headcoach Perry Fewell den 24-jährigen für einige Zeit der letzten Saison auf die Bank verfrachtete.

Grund dafür waren laut Fewell mehrere Big Plays, die Jackson im Rahmen seiner Coverage zugelassen habe. Als sich Jackson dann nach dem Falcons-Spiel zu der Aussage „zwei schreckliche Calls von Perry Fewell“ hinreißen ließ, bedeutete dies die Bank für Jackson in Woche 16 gegen die Colts.

Donte Jackson will die Saison 2020 nun positiver als die letzte gestalten. Deswegen arbeitete er in der Offseason mit dem ehemaligen Pro-Bowl-Cornerback Ryan Clark der Pittsburgh Steelers zusammen. Ziel sei es, sein Spiel neu zu definieren sowie Körper und Geist gesund zu halten.

Am Donnerstag den 06.08.2020. stellte er sich einigen Fragen per Video-Liveschaltung.

Dontes Analyse zu den durchwachsenen Leistungen in den ersten zwei Jahren

Auf die Frage, woran er am meisten in der Offseason gearbeitet habe antwortete Jackson, dass er sein Spiel mit den Augen verbessert und an vielen Details für die Cornerback-Position gearbeitet hat. Er betonte, dass die Gesundheit sehr wichtig für ihn sei. Vor allem habe er auch darauf geachtet, dass er seine alten Blessuren aus dem letzten Jahr im Blick behält. In diesem Fall behielt er besonders seinen Oberschenkel, seinen Hüftbeuger und seine Oberschenkelsehnen im Auge. Diese angesprochenen Verletzungen sind laut Donte Grund dafür gewesen, dass er letzte Saison nicht laufen konnte, keine Cuts machen konnte und auch andere Dinge einfach nicht funktionierten.

„Ich muss sicherstellen, die 100 % zu erreichen. Wenn mir das gelingt weiß ich, dass ich einer der besten Cornerbacks dieser Liga sein kann und meinem Team die Möglichkeit gebe zu gewinnen.“

In der Amazon-Dokumentation „All or Nothing“ wurden seine Schwachstellen in seiner Rookie-Saison offengelegt. Schwächen in der Passdeckung und Auffälligkeiten im sozialen Verhalten kamen durch die Serie ans Tageslicht. Vergessen darf man jedoch nicht, dass sein zweifelloses Können mehrfach aufblitzte. Insbesondere seine 4 Interceptions in den ersten 8 Spielen erinnerten die Verantwortlichen daran, weshalb sie Donte im Draft ausgewählt haben. In der zweiten Saisonhälfte ließ seine Leistung nach. Diese Unbeständigkeit zog sich dann auch wie ein roter Faden durch die gesamte 2. Saison mit den Panthers.

In diesen Zeiten machten gegnerische Quarterbacks Donte Jackson vermehrt als Schwachpunkt aus  und warfen deshalb den Ball öfters in seine Richtung. Auch führte er in seiner 2. Saison weniger Tackles als im Jahr zuvor durch.

Seine Qualitäten als „Ball-Hawk“ müssen jedoch auch in seiner zweiten Saison hervorgehoben werden. Immerhin konnte Jackson 3 Interceptions in 13 Spielen verbuchen. Ihm selbst sei bewusst, dass er die vergangenen 2 Jahre nicht konstant genug gespielt hat. Deswegen weiß er, dass die Saison 2020 ganz im Zeichen von „Alles oder Nichts“ stehen wird.

„Letzte Saison hatte ich einige Verletzungen. In dieser Offseason lag deshalb mein Hauptaugenmerk auf meinem Körper. Dementsprechend brauche ich mir keine Sorgen darüber machen, ob ich nächste Saison nicht bei 100% bin.“

Donte hat deswegen diese Offseason mehr Zeit denn je im Kraftraum verbracht. Denn er weiß, dass die Schwierigkeiten auf dem Spielfeld im letzten Jahr mitunter auf die Probleme mit seinem Körper zurückzuführen waren. Ohne die körperlichen Probleme wird er sich mehr auf andere Dinge fokussieren können.

Jackson fügte hinzu, dass die nächste Saison sehr wichtig für ihn sei und dass er viel von sich selbst erwarte. Er ist bereit loszulegen und will am Ball bleiben. Dies will er bewerkstelligen, indem er mehr Zeit im Filmraum verbringt, mehr Zeit in die Physiotherapie steckt und sowohl auf als auch neben dem Spielfeld ein Anführer sein will.

Neuanfang mithilfe des neuen Trainerstabs

Der brandneue Trainerstab – u.a. mit Headcoach Rhule und dem neuen Defense-Koordinator Phil Snow – wird auf Donte Jackson bauen. Nachdem James Bradberry zu den NY Giants wechselte, ist Donte Jackson unter allen Spielern im Kader nun derjenige, der den Job des Cornerbacks bei den Carolina Panthers am längsten ausführt.

Coach Rhule und auch Phil Snow bekundeten bereits, dass sie sehr hohe Erwartungen an den jungen Cornerback stellen. Defensive-Coordinator Snow teilte mit, Donte müsse mehr an den Details in der Deckung arbeiten. Jackson und Snow haben in der Offseason deswegen sehr viel miteinander kommuniziert.

„Coach Snow und ich haben definitiv viel miteinander gesprochen. Auch Coach Rhule und ich tauschen uns in der Offseason sehr oft aus. Ich weiß um meine Qualitäten und auch die Coaches wissen wozu ich zu leisten im Stande bin. Das ist der Grund dafür, weshalb sie mir vertrauen. Sie vertrauen mir an, den Cornerback-Raum anzuführen und einer der besten Cornerbacks der Liga zu werden.“

„Mit jemandem wie Coop arbeiten zu dürfen ist sehr erfrischend und für mich ein Schritt nach vorne.“

Der neue Cornerback-Coach Evan Cooper wird Donte Jackson diese Saison als Hilfe zur Seite stehen. Cooper spielte bei Temple unter Matt Rhule. Später kam er dann als Assistent zu Rhule zurück und verhalf ihm und den Baylor Bears als Cornerback-Coach zu den zweitmeisten Interceptions US-weit.

Laut Jackson haben die beiden bereits in der Kürze der Zeit eine starke Beziehung zueinander aufgebaut. Um seine Techniken zu verbessern, schickte Donte seinem Coach Videos von seinen Spielen. An solch eine Zusammenarbeit war damals zwischen Jackson und dem damaligen Cornerback-Coach Perry Fewell – der später bekannterweise Interims-Headcoach wurde – nicht zu denken.

„Mit Coach Cooper habe ich in der Quarantäne-Zeit so gut wie jeden Tag gesprochen. Nicht ausschließlich über Football, sondern auch über Familie und grundsätzlich um eine Bindung herzustellen. Ich denke, dass wir beide sehr viel gemeinsam haben. Er ist sehr enthusiastisch, er sagt dir geradeaus ins Gesicht was er denkt und ist sehr detailverliebt. Er hat ein Auge für kleinste Details und ebenso auf meine Technik.“

Jackson in der Rolle als Mentor für den jungen Cornerbackraum

Mit den vielen Veränderungen des Kaders wurde Jackson sozusagen über Nacht von einem unerfahrenen Spieler der Defensive zu einem Veteran. Aufgrund dessen ist er für Rookies wie z.B. Troy Pride Jr. oder Stantley Thomas-Oliver zu einem Leader geworden. Da diese Jungs womöglich früh in die Saison eingreifen müssen, können sie bereits schnell in schwere Situation geraten. Diesbezüglich hat Donte Jackson auch seine Erfahrungen gemacht und bereits viel Lehrgeld gezahlt. Diese Erfahrungen kann er nun an die Rookies weitergeben und ihnen bei ihrer Entwicklung helfen.

„Lernen wie man mit Verletzungen umgeht. Damit umgehen zu können, wenn man nicht bei 100% ist. Nicht bei 100% sein und folglich nicht mit Gegnern mitlaufen zu können, mit denen man eigentlich mithalten kann. Das hat mein Selbstvertrauen gebrochen und hat mich völlig aus dem Tritt gebracht. An diesen Punkten will ich ansetzen. Gegen Widrigkeiten anzukämpfen und mit allem was passieren kann umzugehen. Das habe ich letzte Saison nicht hinbekommen.“

Jackson scheint ein wenig älter und weiser geworden zu sein. Ein Spieler, der bereit zu sein scheint, in seiner ausschlaggebenden 3. Saison etwas weniger frech wirken zu wollen. Als man ihn abschließend fragte, ob er oder Troy Pride Jr. – der beim Combine eine 4.4 gelaufen ist – schneller sei, antwortet er in gewohnter, groß tönender Action-Jackson-Manier:

„Komm schon, Mann!“, lachte er. „Was denkst du denn bitte was meine Antwort darauf ist? Er ist schnell, aber komm schon… Er ist nicht schneller als ich.“

Quelle: Antwan Stanley, The Riot Report

Shaq Thompson: Führungsqualitäten, das Team und die Defense

Viele Augen sind nach dem Abgang von Luke Kuechly nun auf Shaq Thompson gerichtet. Führungsqualitäten und der berühmte Schritt nach vorne ins Rampenlicht werden jetzt von ihm gefordert.

Im Trainingslager von Spartanburg sagte Shaq im letzten Jahr, dass er ein gutes Gefühl für die Saison 2019 hat. Was daraufhin folgte, lässt sich als ein ziemlich gutes Jahr betiteln. Unsere Nummer 54 verzeichnete letzte Saison so viele Tackles wie noch nie zuvor. Letztendlich krönte er die Saison mit einer großen Vertragsverlängerung.

In dem Interview vom 02. August 2020 beantwortet er Fragen zu seiner künftigen Rolle als Führungsperson, seine Eindrücke von seinen neuen Kollegen und natürlich auch die anstehenden Herausforderungen im Hinblick auf die etwas andere Preseason.

Saison 2020: Personelle Veränderungen und andere Rollenverteilungen

Dass Shaq Thompson nächste Saison den nächsten Schritt gehen muss, ist ihm bewusst. Er sieht keinerlei Probleme darin, dieser geforderten Rolle in der Saison 2020 gerecht zu werden. Er selbst hat sich dieses Ziel zur Aufgabe gemacht. Als sein Linebacker-Partner Luke Kuechly das Boot verließ, wusste Shaq Thompson, dass er nun die Rolle seines Freundes bekleiden muss.

„Meine Führungsspieler in der Defensive waren damals T.D. und Luke. Beide sagten nun zu mir, dass ich jetzt derjenige bin, der den Ton anzugeben hat. Das werde ich tun.“

In seinen Augen gibt es bei den Panthers auch viele andere Führungsspieler, mit denen er das Team gemeinsam vorantreiben möchte.

„Es gibt viele andere Führungsspieler auf ihren Positionen. Christian McCaffrey als Runningback. Russel Okung, Matt Paradis und Tyler Larsen in der O-Line. Teddy Bridgewater ist es bei den Quarterbacks. D.J. Moore ist ein Leader der Wide Receiver. Tre Boston bei den Safeties. Tahir und ich sind Leader der Linebacker. K.K. Short, Stephen Weatherly und all die anderen in der D-Line. Jede Position verfügt über Leader.“

Shaq Thompson mit Vorfreude und Zuversicht für die nächste Saison

Optimistisch schaut Shaq Thompson in die Zukunft, wenn er an die zukünftigen Leistungen seiner Defensive denkt. Auch scheint er von seinem neuen Defensiv-Koordinator sehr angetan:

„Wir haben ein völlig anderes Coaching Team und werden deren Spielweise umsetzen.“

„Dieses System erlaubt es, viele athletische Spieler auf das Spielfeld zu bringen. Wir werden Plays kreieren und einfach Football spielen. Ich denke Coach Snow hat einen guten Job gemacht und wir sind startklar.“

Vor allem ist er froh, dass er wieder K.K. Short in der D-Line begrüßen kann. Euphorisiert erwähnte er, dass er es kaum abwarten könne K.K. zusammen mit Derrick Brown in Aktion zu sehen. Für ihn ist Brown ein Spieler, der in Shaqs Augen einmal eine gute Rolle in der NFL spielen kann. Vor allem sieht er die D-Line – mit Brian Burns und Stephen Weatherly als Defensive Ends – sehr gut aufgestellt.

„Ich liebe es, dass K.K. wieder da dabei ist. Er ist so wichtig für die Defensive und macht einen so großen Teil aus. Er wird Derrick Brown sehr viel beibringen können.“

An der Vergangenheit will sich Shaq gar nicht messen lassen:

„Man braucht nicht mehr über letztes Jahr zu sprechen, weil alles anders sein wird. Wir haben auch neue Spieler dazu bekommen. Es bringt uns nichts, dem vergangenen Jahr hinterher zu trauern. Es zählt nur das nächste Jahr.“

Wie die Mannschaft nun zusammenwachsen muss

Dass die Verantwortlichen der Panthers ausschließlich Spieler für die defensive Seite des Balles drafteten, nahm Shaq gelassen hin. Er betonte, dass er dem Drafting-Stab vertraue und optimistisch sei, ein gutes Team mit den Rookies zu formen.

Bis jetzt hat er schon alle Rookies im Locker Room, aber auch vorher bei virtuellen Treffen, kennenlernen können. Auch hat er beispielsweise mit dem Neuzugang und zukünftigen Partner auf der Linebacker-Position Tahir Whitehead Kontakte geknüpft.

Gerade mit ihm habe Shaq sich auf Anhieb verstanden, sodass die Chemie sofort stimmte.

Auf die Frage, ob es Schwierigkeiten im sozialen Umgang aufgrund der besonderen Vorkehrungen in Bezug auf das Coronavirus gebe, antwortete Shaq, dass sich bis auf das Abstandhalten nichts geändert habe. „Die Jungs sprechen nach wie vor miteinander über Football und andere Themen.“

Auf was es in der nächsten Zeit besonders ankommt

Herausforderungen sieht Shaq Thompson dennoch  auf sich und die gesamte Defensive zukommen. Ihm ist bewusst, dass die Trainingsphase kürzer ist als gewohnt. Er betont, dass gerade diese junge Defensive viele Erfahrungen sammeln muss. Hervorhebend erwähnt er, dass es am Ende des Tages aber immer nur um die eine Sache geht, welche die Spieler ihr ganzes Leben lang schon betreiben. Und zwar das Footballspielen.

„Wir müssen uns schnell bewegen, raus gehen und spielen. Wir müssen unsere Techniken beherrschen und die Zuordnung in der Defensive muss stimmen. Dann wird alles gut werden.“

Shaq stellt klar, dass er sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft stellt. Als er nach einem weiteren persönlichen Ziel gefragt wurde, bestätigte er dies:

„Ich will mit dem Team Siege feiern und der Franchise helfen Siege einzufahren. Ich habe mir auf die Fahne geschrieben ein Teamplayer zu sein.  Darauf fokussiere ich mich. Es geht nur um das Team.“

Zu Zeiten der anhaltenden Pandemie stellte er klar, dass es in der gesamten NFL nun darauf ankomme, klug zu agieren und nicht in Egoismus zu verfallen. Gerade die jüngeren Spieler müssten zunächst den Spaß hinten anstellen. Alle Spieler in der NFL müssen besonnen reagieren, bis man Covid 19 im Griff hat.

In den Meetings habe man bereits mit den jungen Spielern geredet. Sollte Bedarf bestehen, wird auch Shaq den Austausch mit ihnen anregen. Er weiß, dass die jungen Athleten in Zukunft Profis sein werden und dass er sie bei dem Prozess unterstützen möchte. Man merke jedenfalls sofort, dass die Panthers intelligente Rookies in den Kader geholt haben.

„Wenn du die Saison spielen willst, musst du auch an andere Menschen denken und nicht nur an dich selbst.“

Diese Umstände bringt die Pandemie mit sich

Dass es diese Saison keine Preseason-Spiele gibt, birgt für Shaq Thompson sowohl Vor- als Nachteile.

„Der Nachteil ergibt sich für die Rookies, ungedraftete Free Agents oder die Jungs aus den ersten zwei Jahren. Sie wollen es ins Team schaffen, aber es gibt  keinen Film über sie. So ist es schwer zu zeigen, dass sie es drauf haben und sich in dieser Liga etablieren können.“

„Der Vorteil ist, dass wir uns vor der dem Ligastart besser ausruhen können.“

In der Offseason beteiligte sich Shaq an Protesten und Märschen im Rahmen der Black-Lives-Matter-Bewegung. Darauf angesprochen betonte er, wie wichtig es ihm ist, einen Wechsel auf allen Ebenen herbeizuführen.

„Ich will jeden afroamerikanischen Menschen unterstützen. In jeglicher Hinsicht.“

Schließlich fragte man ihn, was er von der NFL bezüglich der Bewegung sehen möchte. Diese Frage beantwortete Shaq nicht. Stattdessen machte er folgendes Statement :

„Ich will sehen, dass die Polizisten verhaftet werden, die Breonna Taylor getötet haben. Und ich will, dass die Ermittlungen im Fall von Stephon Clark neu aufgerollt wird.“

Auf die Frage, ob er schon Kontakt zu Luke Kuechly in dessen neuer Rolle als Pro Scout hatte, stellte er eindrucksvoll folgendes klar:

„Luke ist mein Bruder. Wir haben immer Kontakt. Wir reden über Football, Familie und so viele andere Sachen. Das halten wir auch so bei. Über sein Aufhören und seinen neuen Job reden wir nicht. Die Beziehung bleibt so wie sie immer war.“

Zusammenfassend machten Shaq Thompson’s Einblicke Lust auf die folgende Saison. Gewiss wird es neben hoffentlich vielen Hochs auch das ein oder andere Tief in der Defensive geben. Dies wird letztlich der Unerfahrenheit und der wenigen Spielpraxis geschuldet sein.

Man wird das Zusammenwachsen der Defense wohl mit Spannung verfolgen dürfen. Ein zentraler Baustein hierfür wird die Nummer 54 der Carolina Panthers, Shaq Thompson, sicherlich sein.

Quelle: Youtube
Bilder: Carolina Panthers