Beiträge

Das Saisonfinale endet mit einer Niederlage: Panthers unterliegen den Saints deutlich

Die Saison der Carolina Panthers ist nun vorbei. Sicherlich gab es in den sechzehn Spielen viele Tiefschläge, doch diese Vorstellung überbot nochmal alles. In der Offense produzierte das Team ganze fünf Turnover und auch die Defense fand insgesamt auch nicht wirklich ins Spiel. Der 33-7 Endstand fällt am Ende vielleicht doch ein bisschen zu hoch aus, denn gerade in der ersten Halbzeit konnte Carolina noch oft über das Feld marschieren. Aber spätestens in der zweiten Halbzeit nahm das Unheil wirklich seinen Lauf und besonders in der Offense gab es ein katastrophales Play nach dem nächsten.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

In diesem Spiel gab es viele Plays, die entweder nah an einem Turnover waren oder dann tatsächlich von der gegnerischen Defense abgefangen wurden. Besonders die Spielweise von Quarterback Teddy Bridgewater war diesmal sehr überraschend. Spielte er zuvor immer sehr vorsichtig und warf lieber immer sichere und kurze Routen an, so war er in diesem Spiel deutlich aggressiver. Seine durchschnittliche Targettiefe lag bei 12 Yards. Lediglich Lions-Quarterback Matt Stafford warf an diesem Spieltag im Schnitt noch weiter.

Diese Art des Spielens stellte sich aber nicht wirklich als Stärke von Bridgewater heraus. Zwar gelangen ihm auch schöne Completions auf Moore und Samuel, aber insgesamt waren auf einmal viel mehr Pässe dabei, bei denen der Receiver keine Chance auf den Catch hatte. Noch schlimmer waren dann die beiden Turnover, die dafür sorgten, dass die Saints ziemlich schnell davonziehen konnten. Als dann PJ Walker hineinkam und für drei weitere Turnover sorgte, war das Spiel schon längst entschieden.


Wer konnte in der Offense überzeugen?

Wide Receiver Curtis Samuel konnte in diesem Spiel für 121 Total Yards sorgen. Besonders in der ersten Halbzeit war er die beliebteste Anspielstation. Die Saints konnten ihn überhaupt nicht stoppen und so machte Samuel insgesamt 5 First Downs.

Durch dieses starke Spiel konnte Samuel auch die 1000 Total Yards in dieser Saison erreichen. Nach Anderson, Moore und Davis ist er bereits der vierte Spieler, der das in dieser Saison erreicht hat. Vier Spieler mit 1000 Yards total in einem Jahr gab es in der Super Bowl Ära erst fünfmal. Das zeigt natürlich auch wie stark die Panthers um den Quarterback herum aufgestellt sind und dass durchaus Talent im Kader vorhanden ist.

Ein weiteres positives Zeichen konnte der neue Quarterback Tommy Stevens setzen. Er wurde mehrfach als Runner eingesetzt und sorgte bei allen vier Runs für Gewinn. Insgesamt konnte er dabei sogar zwei neue First Downs erzielen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Größte Schwachstelle war die Fehleranfälligkeit im Passing Game. Es gab sicherlich gute Plays der Quarterbacks, doch diese wurden immer wieder durch grobe Schnitzer zu Nichte gemacht.

Als PJ Walker in das Spiel kam, war die Partie sicherlich schon entschieden. Für ihn ging es eigentlich nur noch darum, Werbung für sich zu machen. Dies misslang ihm jedoch komplett. Walker konnte sich oft mit einem Scramble befreien, doch seine Präzision war sehr schlecht. Er hatte teilweise Probleme weit offene Receiver konstant anzuwerfen. Waren sie sogar eng gedeckt, gab es sofort die Gefahr einer Interception. Insgesamt wurden seine Pässe dreimal abgefangen, wobei eine Intereption auch ziemlich unglücklich für den Quaterback war, da der Pass von Samuel nochmal nach oben geschlagen wurde.

Die gesamte Passing Performance litt natürlich sehr unter den insgesamt fünf Turnovern der Quarterbacks (43 Dropbacks für 18 Completions, 3 Sacks, 3 Scrambels, 246 Passing Yards, 5 Interceptions und -0,57 Epa/Play). Für Bridgewater wird am Ende sein Platz als Starter in Frage stehen, bei Walker könnte sein Platz als Backup wackeln.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense spielte besser als noch im ersten Spiel gegen die Saints. Fünfmal mussten die Saints auf ihren Punter zurückgreifen und auch darüber hinaus konnte die Defense der Panthers besonders bei Third Down viel besser verteidigen.

Drew Brees hatte einige unpräzise Würfe in seinem Repertoire, die die Saints oft zum Punten zwangen. Schlecht war das Passspiel der Saints zwar nicht, jedoch leisteten die Panthers kaum Gegenwehr mit der eigenen Offense und folglich reichte den Saints eine durchschnittliche Leistung (35 Passversuche für 201 Passing Yards, 3 Touchdowns und 0,18Epa/Play). Für einen SB Contender benötigen sie dringend die Sicherheit in der Offense, die ihnen Brees die Jahre zuvor immer gab.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Edge Rusher Efe Obada sorgte mit seinem Strip Sack für den einzigen Turnover der Panthers Defense. Es könnte sein letztes Spiel für die Panthers gewesen sein, denn sein Vertrag läuft nach der Saison aus. Normalerweise sollte er sich aber keine Sorgen um seine Zukunft machen, da er bei den Panthers sowohl aus der Mitte als auch von außen als Pass Rusher überzeugen konnte und er sich somit zumindest als Rotationsspieler einen Platz in einem Kader erkämpfen kann.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Zum Ende der Saison konnten die Panthers das Laufspiel nicht mehr gut verteidigen. Schon gegen die Packers und Washington hatte das Team Probleme, den Gegner am Boden zu stoppen und das änderte sich auch nicht gegen die Saints (28 Läufe für 154 Yards, 1 Touchdown und 0,14 Epa/Play).

Das Passverteidigung war sicherlich auch nicht herausragend und sonstige Leistungsträger wie Shaq Thompson und Donte Jackson ließen in der Coverage mehr als in anderen Spielen zu. Abgesehen davon war die Passverteidigung insgesamt in Ordnung.

Wie fällt das Fazit aus?

Nach solch einem schlechten Spiel kann man als Fan schon fast froh sein, dass die Saison vorbei ist. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass das Team das letzte Spiel in der Saison absolviert, probierten die Panthers besonders in der Offense etwas Neues aus, was aber nicht funktionierte. Trotz der schlechten Vorstellung sollten aber auch nicht die Leistungen in den Wochen zuvor vergessen werden. In vielen Spielen konnte klar das Potenzial erkannt werden, welches in diesem Team schlummert. Besonders die drei Receiver Robby Anderson, DJ Moore und Curtis Samuel sorgten immer wieder für Highlights. In der Offseason gilt es nun ein Team zu formen, mit dem man dieses Talent auch nutzen kann und wichtige Spiele auch gewinnen kann.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com  nextgenstats.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

 

 

 

Game Preview: Carolina Panthers vs. New Orleans Saints – Week 17

Ein Frohes neues Jahr wünscht der The German Riot e.V.! Herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 17!

Nach langer Zeit konnten die Carolina Panthers endlich wieder einen Sieg feiern. Am Sonntag steht das Division-Duell gegen die New Orleans Saints an, die sich bereits für die Playoffs qualifiziert haben. Können die Panthers die Saison mit einem Sieg beenden? Oder wollen die Saints mit einem Sieg in die Playoffs starten? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Wie gewohnt, fangen wir eine Stimme der gegnerischen Fans ein. Unterstützung haben wir wieder von der Fanpage Saintsgermany bekommen. Das Interview könnt ihr am Ende des Beitrags nachlesen.

Vorstellung der New Orleans Saints

Die New Orleans Saints wurden 1967 gegründet. Der größte Erfolg war der Superbowl-Sieg 2009.

Headcoach des Teams ist derzeit Sean Payton.

Die Saints trafen bisher 52x auf die Panthers. Hierbei liegt das Team aus New Orleans mit 27 Siegen und 25 Niederlagen knapp vorne. Das Hinspiel ging mit 27-24 für die New Orleans Saints aus.

Der deutsche Fanclub heißt „Saintsgermany“ und wurde bereits 2014 als Facebook-Gruppe gegründet und ist besitzt auch seit 2018 eine eigene Instagram-Seite. Die wohl bekanntesten Mitglieder sind Rapper „Casper“ oder Saints-Punter und Superbowl-Champion Thomas Morstead.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?


Carolina Panthers

Die junge Defense trägt gerade das Team der Carolina Panthers. Im Spiel gegen Washington wurde das wieder deutlich. Gerade die Lauf-Defense ist nach anfänglichen Schwächen gegen Ende der Saison immer stabiler geworden. Nach wie vor gehört unser Receiver-Trio aus Samuel, Anderson und Moore weiterhin zu unseren Stärken. Jeder von ihnen kann das Spiel an sich reißen.

Als Schwäche in der Offense muss man ganz klar die Redzone-Effektivität anklagen. Die Panthers erzielen zu wenige Touchdowns aus guten Positionen. Allgemein schwächelt die Offense in den letzten Wochen etwas. In der Defense haben die Panthers weiterhin Probleme bei der Passverteidigung. Gegen Washington (die ohne ihren Starting Quarterback und ohne McLaurin spielten) ließ man 278 Yards und einen Touchdown durch die Luft zu.

New Orleans Saints

Die New Orleans Saints haben ihre Stärke klar in der Offense. Trotz mehreren Ausfällen von Schlüsselspielern wie Drew Brees und Michael Thomas fanden die Saints immer wieder eine Lösung, diese Ausfälle zu kompensieren. Auch zeigte sich, wie wichtig es ist, gute Backup-Spieler auf der Bank zu haben.

Aber auch die Defense überzeugt dieses Jahr. Man stellt mit nur 95,2 zugelassenen Rushing-Yards pro Spiel die viertbeste Laufverteidigung der ganzen Liga. Auch in der Passverteidigung steht man auf Rang 5 in der NFL. Man ließ nur 215 Passing-Yards pro Spiel zu.

Eine wirkliche Schwäche bei den Saints zu finden ist nicht einfach. Anzumerken ist, dass die Saints pro Spiel 1,9 Passing-Touchdowns kassieren. Damit liegt man nur auf Platz 23 in der Liga.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?

Carolina Panthers

Offense:

Curtis Samuel ist durch seine Vielseitigkeit derzeit einer der wichtigsten Spieler in unserer gesamten Offense. Seit dem Ausfall von McCaffrey übernimmt er auch immer wieder die Rolle als Runningback. Im Spiel gegen Washington zeigte er eine seiner besten Leistungen in seiner Karriere. Er hatte insgesamt 5 Receptions für 106 Yards und 7 Rushes für 52 Yards. Mit dem möglichem Ausfall von Mike Davis wird die Rolle von Samuel im Running-Game vermutlich nochmals etwas größer sein als sonst.


Defense:

Das Laufspiel der Saints muss unbedingt gestoppt werden. Was passiert, wenn das nicht funktioniert, zeigte das Spiel gegen die Vikings. Aus diesem Grund muss Derrick Brown hier unbedingt einen Sahnetag erwischen. Brown erzielte in dieser Saison bereits 2 Sacks, 33 Tackles, 8 Tackles for Loss und 11. QB Hits.

New Orleans Saints

Offense:

Nach dem Ausfall von Alvin Kamara wird wohl Tight End Jared Cook eine wichtigere Rolle als Passempfänger spielen. Die Panthers taten sich diese Saison öfters schwer, Tight Ends zu covern.

Cook hat in dieser Saison bereits 33 Receptions für 461 Yards und 6 Touchdowns.

 


Defense:

In der Defense ist in dieser Saison Trey Hendrickson unglaublich gut. Er erzielte bisher schon 12,5 Sacks und liegt damit auf Platz 3 in der Sack-Statistik der NFL.

Die Panthers O-Line wird Probleme bekommen, Hendrickson aus dem Spiel zu nehmen.

Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Sollten die Saints in ihrem letzten Spiel ernst machen, so ist ein Sieg für die Panthers recht unwahrscheinlich. Jedoch kam es in den letzten Jahren durchaus vor, dass im letzten Spiel einige Spieler der Saints dann doch für die Playoffs geschont werden. Ich glaube dennoch, dass die Saints uns gehörig unter Druck setzen können. Die Backups haben in dieser Saison öfters gezeigt, dass sie die Ausfälle der Stars kompensieren können. Die Offense der Panthers macht in den letzten Wochen leider selten einen guten Eindruck. Auch gegen Washington konnte die Offense rund um Bridgewater nicht überzeugen. Ich denke, dass die Panthers in diesem Spiel gut mitspielen können, jedoch die Saints sich den Sieg gegen den Division-Rivalen nicht entgehen lassen wollen.

Tipp: Ein – 27:20 für New Orleans Saints.

Interview mit der Fanpage “Saintsgermany” der New Orleans Saints

Die “Saintsgermany” stellen eine Fanpage dar, welche auf Facebook, Instagram und Twitter vertreten ist. Adrian hat sich die Zeit genommen, seine Meinungen und Einschätzungen zum bevorstehenden Divisionsduell zu hören. Vielen Dank für euer Mitwirken! Eine ausführliche Vorstellung der Saintsgermany könnt ihr unserer Game Preview aus Woche 7 nochmal nachlesen.

1. Hallo Adrian! Die Playoffs sind bereits erreicht. Der Top-Seed in der NFC wird höchstwahrscheinlich an die Packers gehen. Werdet ihr Spieler schonen oder ist es wichtiger, im Rhythmus zu bleiben?

Wir gehen stark davon aus, dass Alvin Kamara tendenziell der einzige sein wird, der geschont werden könnte. Der Top Seed ist noch nicht verloren. Im Falle eines Saints Sieges, eines Bears Sieges und eines Seahawks Siegs wäre der Nr. 1 Seed unserer. Natürlich ist der Kampf um den 2. Seed auch noch nicht beendet also denken wir, dass die Saints das Spiel noch voll angehen werden. Spieler wie Harris, Thomas, Smith wurden alle auf die IR gesetzt um sie für die Playoffs zu schonen. Da diese Spieler bereits „geschont“  werden ist es umso wichtiger, dass der Rest des Teams in einem Rhythmus bleibt.

2. Der vierte Division-Sieg in Folge ist in trockenen Tüchern. Denkt ihr, mit einigen auslaufenden Verträgen und den Bucs im Nacken, dass diese Vormachtstellung nun zu Ende gehen könnte?

Persönlich sehen wir die Bucs was die Zukunft angeht nur auf Platz 3! Die Panthers hingegen sehen wir als größten Konkurrenten der nächsten Jahre an.

Mit Mickey Loomis haben wir einen richtigen „Cap Goat“ als GM, welcher Verträge immer clever herausarbeitet. Somit konnten Spieler wie Davis, Kamara und Jenkins für gute Summen gehalten werden. Die einzigen auslaufenden Verträge, die dieses Jahr schmerzen könnten sind der von FS Williams und von DE Hendrickson. Allerdings vertrauen wir weiter in unser Team welches auch mit vielen Backups auf dem Feld gezeigt hat, dass es dominant ist.

3. Wie seht ihr diesbezüglich die Entwicklung der Panthers? Werden sie bereits in den nächsten 1 bis 2 Jahren einen Angriff auf die Spitze starten können?

Die Panthers sind für uns das zukünftige Team der NFC South, welches mit uns um den Titel spielen wird.

Eine junge Defense, welche enorm Potenzial hat sowie eine schnelle Offensive, könnten mit den richtigen Entscheidungen schnell ein Top Team der NFC, wenn nicht sogar der Liga werden. Mit Verbesserungen in der O-Line und auf der TE Position könnte schon im Jahr 2021 ein Angriff gelingen, wenn die junge Defense sich weiterentwickeln kann.

Wir glauben jeder Saints Fan hat mehr Angst vor Carolina als vor Tampa Bay was die Zukunft angeht.

4. Apropos auslaufende Verträge: Wird Drew Brees, der kürzlich die 80.000 Yards Schallmauer durchbrochen hat, nächstes Jahr noch euer QB sein? Falls nein, kann Taysom Hill es dann richten? Und welche weiteren Verträge haben in euren Augen Priorität?

Bei Brees ist es so eine gewisse Sache. Zwar hat er noch Vertrag bis 2022 allerdings wäre kein Fan ihm böse wenn nach einem SB-Win Schluss ist. Im Falle eines Ausscheidens könnte er seinen letzten Lauf nochmal angehen. Brees will es unbedingt. Nach seiner Verletzung sehen wir die Chancen auf Brees in 2021 bei 30 %.

In einem Interview sagte HC Payton, dass QB Winston seine Chance bekäme. Generell wurde es seitens der Saints nicht ausgeschlossen, dass Winston nur zum Reifen da ist, um dann 2021 ggf. zu starten. Dass Hill jetzt gestartet ist sehen wir eher als Geste für seine harte Arbeit an und eher weniger als ein Zeichen für die Zukunft. Generell ist die QB Frage eine Frage, welche man nicht beantworten kann, da wir sehr viele Optionen haben, die Erfolg versprechen.

Wie schon angesprochen, sind die Verträge von Williams und Hendrickson die beiden wichtigen. Spieler wie Cook und Rankins sehen wir als verkraftbare Verluste aufgrund der Tiefe auf den Positionen an.

5. Welchen Spieler der Panthers würdet ihr gerne in eurem Jersey spielen sehen?

WR Anderson, an dem wir in der Offseason interessiert waren. Ein Wahnsinns Spieler aus unserer Sicht.

6. Teddy spielte 1 Jahr in New Orleans. Denkt ihr, dass er der Franchise Quarterback der Panthers sein kann? Hat er bereits sein ganzes Können gezeigt?

Teddy hat in seinen 2 Jahren auch erst mal 1 Jahr gebraucht um in das System zu finden. Im 2. Jahr war Teddy voll drin und zeigte gute Leistungen.

Ein Franchise QB ist er denke ich nicht, sondern es wäre aus Sicht der Panthers eine Überlegung wert, einen Rookie zu holen, welcher unter Teddy 1-2 Jahre reifen könnte. Als Mentor ist Teddy super. Er ist ein wahrer Vorzeige-QB was Verhalten etc. angeht. Genau das, was ein Rookie braucht. Teddy wird noch zeigen, was er kann!

7. Wie wird das Spiel ausgehen?

31-21 für die Saints. Aber bis zum Schluss umkämpft und spannend!

 

Quelle: NFL.com

Bildquellen: nbcsports.com, bleacherreport.com

Wiedersehen mit Coach Rivera geglückt: Panthers nehmen Sieg aus Washington mit

Unverhofft kommt oft. Einige Fans hatten sich schon mit dem schwachen Record abgefunden und über einen Top 5-Pick im Draft gefreut. Nach dem 20-13 Sieg der Panthers gegen das Washington Football Team hat sich die Situation nun verändert, da Carolina aktuell an Stelle 9 picken würde. Folglich wird es nun schwieriger werden, den bereits von einigen geforderten Quarterback in der ersten Runde zu draften.

Im Spiel gegen das Football Team konnte vor allem die Defense überzeugen. Besonders in der ersten Halbzeit konnten viele Fehler von Washington für Turnover genutzt werden, die das Spiel auch für die Offense erleichterten. Um einen Touchdown zu erzielen brauchte sie oftmals nicht mehr allzu viele Yards.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Im ersten Durchgang konnte die Offense die Fehler von Washington noch sehr gut ausnutzen. Einige gute Aktionen – insbesondere von Curtis Samuel  reichten schlussendlich für eine hohe Führung aus. Nach der Pause funktionierte die Offense dann leider nicht mehr. Teddy Bridgewater verursachte eine Interception und zwei Fumbles und war damit wieder maßgeblich ein Faktor für die schwache Passing Offense (34 Dropbacks für 19 Completions, 4 Sacks, 4 Scrambles, 204 Yards und -0,09 Epa/Play).

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Woche für Woche kann immer mindestens ein Receiver genannt werden, der eine herausragende Leistung abgeliefert hat. Diesmal war es Curtis Samuel. Nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden konnte er für einige Highlights sorgen. Unter anderem gelang ihm ein Lauf über 45 Yards. Er war einer der Wenigen, die auch in der zweiten Halbzeit noch Akzente setzen konnten. Am Ende war Samuel allein für 5 First Downs und 158 Total Yards verantwortlich.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

DJ Moore und Robby Anderson hatten zwar insgesamt 20 Targets, doch leider konnten sie diese nicht für viel Raumgewinn nutzen. Anderson sorgte zwar für einen Touchdown, doch ansonsten war er in dieser Offense kaum ein Faktor.

Moore hatte zwar auch gute Momente, in denen er schwierige Catches machen musste, aber seine Performance wurde durch einige etwas ungenauere Würfe von Bridgewater geschmälert. Der Quarterback hatte bezüglich seiner Präzision keinesfalls ein katastrophales Spiel, da er unter anderem einige starke Würfe in enge Fenster und ein absolutes Highlight Play auf Curtis Samuel zeigen konnte. Aber seine Connection mit DJ Moore war in diesem Spiel nicht wirklich gegeben.

Dass Teddy auch noch für zwei Turnover verantwortlich war, unterstrich zudem auch wieder eindrücklich, dass er gegen eine starke Defense immer wieder Schwächen offenbart.

Ein weiteres Manko in dieser Offense war das Running Game. Zwar konnte Samuel mit seinem tollen Big Play den Weg für den Touchdown ebnen, doch ansonsten war der Raumgewinn insgesamt zu wenig. Folglich konnte das Laufspiel einen strauchelnden Quarterback nicht wirklich unterstützen (30 Runs für 113 Yards, 1 Touchdown und -0,27Epa/Play).

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense hatte einen großen Anteil an der siegreichen Vorstellung. Besonders gegen Dwayne Haskins konnte das Team mit vier Turnovern punkten (2 Interceptions und 2 Fumbles).

Gegen Ende wechselte Washington den Quarterback und somit stand der ehemalige Carolina Panther Taylor Heinicke auf dem Feld. Von dort an wurde die Offense auch gleich stärker, was jedoch in der Kürze der Zeit nichts mehr am Ausgang des Spiels änderte. Heinicke sorgte zwar noch für einen Touchdown, aber da der anschließende Onside Kick missglückte, musste Carolina nur noch zum Sieg abknien.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Shaq Thompson hatte in diesem Spiel wieder viele Stops. Zwar funktionierte zunächst noch das Running Game des Football Teams, doch nach den ersten Drives sorgte Thompson immer wieder für eine gute Verteidigung in der Mitte des Feldes. Somit wurde Dwayne Haskins immer wieder gezwungen, schwierige Bälle nach außen zu werfen, was des Öfteren nicht funktionierte.

Auch die Cornerbacks sahen lange Zeit sehr gut aus. Besonders Donte Jackson und Rasul Douglas konnten den Ausfall von Washingtons Wide Receiver Terry McLaurin gut ausnutzen und sich mit mehreren Pass Breakups ins Rampenlicht spielen. Oft kamen diese Aktionen sogar beim Late Down, sodass anschließend ein Turnover on Downs entstand oder Washington punten musste.

Neben der Defense war auch das Special Team sehr stark. Zwar verschoss Kicker Joey Slye einen PAT, doch direkt zuvor sorgte das Punt Team für einen Touchdown. Brandon Zylstra konnte einen Muffed Punt in der Endzone sichern und somit Carolina mit 6-0 in Führung bringen.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Leider hatte Rookie Jeremy Chinn kein gutes Spiel. Im Laufspiel lief er zu oft im falschen Winkel zum Ballträger und konnte folglich den Spieler nicht früh genug zu Boden bringen. Auch im Passspiel ließ er einige Yards zu, unter anderem auch den einzigen Touchdown Washingtons. In diesem Play ließ er nicht nur den Touchdown zu, sondern bekam noch eine Pass-Interference gegen sich ausgesprochen.

Dieses Spiel war mit Blick auf den Defense Rookie of the Year Award sehr wichtig. Mit Chase Young und Jeremy Chinn trafen die beiden Favoriten mit ihren Teams aufeinander. Während Chase Young zwei Turnover forcierte und oftmals den Quarterback unter Druck brachte, erwischte Chinn kein gutes Spiel. Mit diesem Spiel sollte nun leider der Washington Defender seinen Vorsprung gefestigt haben und am Ende den Award wohl auch gewinnen.

Wie fällt das Fazit aus?

In der NFL wird nicht für die Draft-Position gespielt. Wie man es auch bei den Jets und Bengals sehen kann, fangen schwächere Teams auf einmal spät in der Saison an zu gewinnen. Der Blick eines Coaches und besonders eines Spielers ist immer kurzfristig. Das nächste Spiel ist das wichtigste und darüber hinaus werden sich nicht so viele Gedanken gemacht. Coach Matt Rhule betonte einst, dass er keine Spieler im Kader haben möchte, die sich mit einer Niederlage anfreunden können. Wenn dann ein schwacher Gegner wie das Washington Football Team kommt, dann wird dieser auch natürlich besiegt, denn genügend Qualität ist im Kader der Panthers.

Ob das langfristig für die Franchise eine gute Strategie ist, ist gerade in der Community ziemlich umstritten. Im kommenden Draft hat Carolina nach langer Zeit die Chance, einen Franchise Quarterback zu finden. Je weiter das Team nach hinten rutscht, desto wahrscheinlicher ist aber auch das Szenario, dass die Verantwortlichen sich darauf einigen, einen Quarterback erst in den nächsten Jahren zu holen.

Andererseits haben wir auch schon häufiger gesehen, dass gute Quarterbacks nicht der erste Pick im Draft waren. Zwar ist die Trefferquote in der ersten Runde viel höher als in einer späteren, doch innerhalb der ersten Runde ist es oft genug vorgekommen, dass ein Team den besten Quarterback gezogen hatte, obwohl vorher schon Quarterbacks vom Board gingen.

Mit dem Sieg sollten die Diskussionen um das absichtliche Verlieren aber nun ein Ende finden. Eine Niederlage oder ein Sieg gegen die Saints im letzten Spiel wird nicht zu einer großen Veränderung bei der Draft-Position führen und somit kann als Fan auch wieder ohne Bedenken für die Panthers gejubelt werden.

 

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

 

 

Game Preview: Carolina Panthers vs. Washington Football Team – Week 16

Hallo und herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 16!

Wie zu erwarten, war gegen die Packers nichts zu holen. Dennoch konnten die Panthers das Spiel überraschend eng halten. Nun steht am Sonntag das Duell gegen das Washington Football Team an.

Kann sich die Offense gegen die starke Defense aus Washington behaupten? Oder kann Washington die Playoff-Hoffnungen durch einen Sieg weiterhin offen halten? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Im Anschluss der Game Preview findet ihr ein Interview mit Ralf vom Podcast „Mics in Motion“.

Vorstellung des Washington Football Teams

Das Washington Football Team wurde 1932 als Boston Braves gegründet. Nur ein Jahr später wurde die Franchise auf Boston Redskins umbenannt, ehe sie 1937 nach Washington umgesiedelt wurde. 2020 wurde das Team im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung in das Washington Football Team umbenannt.

Bereits drei Superbowl-Siege kann die Franchise verzeichnen (1982, 1987, 1991).

Headcoach des Teams ist derzeit Ron Rivera.

In insgesamt 15 Spielen gegen Carolina konnte Washington 9 Spiele für sich entscheiden, währen die Panthers dagegen 6x als Sieger vom Platz gingen.

Das letzte Spiel fand am 12.01.2019 statt und ging mit 29-21 an das Team aus der Hauptstadt.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?


Carolina Panthers

Im letzten Spiel zeigte sich der Pass Rush deutlich verbessert. So konnte man Aaron Rodgers insgesamt fünf Mal sacken. Zudem hielt die Secondary überraschend gut mit und man hielt die Packers bei nur 143 Yards durch die Luft.

Im Gegensatz zu den letzten Wochen zeigte die Laufverteidigung eine schwache Leistung. Gegen Green Bay fand man überhaupt kein Mittel um den Lauf zu stoppen und ließ so 195 Rushing Yards und zwei Rushing-TDs zu. In der Offense war man oft zu harmlos. Nur einen Touchdown konnten die Panthers im gesamten Spiel erzielen.

Washington Football Team

Die Stärke liegt ganz klar bei der Defense. Die gegnerischen Teams hält das Football Team bei nur 312,6 Yards im Schnitt. Das ist der viertbeste Wert in der NFL. Besonders hervorzuheben ist die Pass-Defense – hier stellt man den drittbesten Wert bei den zugelassenen Yards durch die Luft (200,2). Zudem hält man die gegnerische Offense bei nur 21,1 Punkten im Schnitt. Das bedeutet Platz 5 in der NFL.

Die Offense von Washington ist als Schwäche des Teams anzusehen. Bei den Yards pro Spiel liegt man nur auf Patz 29 in der NFL (317,3 Yards). Auch bei den Passing-Yards pro Spiel steht man mit 217,3 Yards im unteren Drittel. Daraus resultierend, erzielen sie auch nur 21,6 Punkte pro Spiel – bedeutet Platz 26.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?


Carolina Panthers

Offense:

Da das Washington Football Team stark gegen den Pass verteidigt, wird es wichtig sein, dass DJ Moore seine gute Form weiterhin bestätigen kann und die wenigen Chancen, die er in diesem Spiel erhalten wird, nutzt. Moore konnte im letzten Spiel 6 Receptions für 131 Yards verzeichnen. In dieser Saison steht er bei 1.055 Yards56 Receptions und 4 TDs. In den letzten drei Spielen konnte er 319 Yards erzielen. Auch gegen Washington sollte es einige Möglichkeiten für Bridgewater geben, DJ Moore in Szene zu setzen

Defense:

Bei Washington ist derzeit noch unklar, wer auf der QB-Position startet. Nach der Verletzung von Alex Smith war Dwayne Haskins im letzten Spiel der Starter. Aufgrund von disziplinarischen Maßnahmen könnte er jedoch das Spiel vermissen. Es könnte sogar sein, dass Heinicke für Washington startet. Für die Panthers ist es deshalb wichtig, den Quarterback unter Druck zu setzen und so sein Spiel zu zerstören. In Abwesenheit von Brian Burns ist Efe Obada der Spieler mit den zweitmeisten Sacks – insgesamt bisher 4,5 Sacks und 5 Tackles for Loss. Zudem konnte er bereits zwei Fumbles returnen und hätte sogar beinahe einen Touchdown erzielt.

Am Sonntag könnte er sein Sack-Konto nochmals auffüllen.


Washington Football Team

Offense:

Die größte Waffe in der Offense ist ganz klar Terry McLaurin. Er konnte in dieser Saison 80 Receptions für 1.078 Yards und 3 TDs erzielen. Er ist der ganz klare Nummer 1 Receiver des Teams und immer für ein Big-Play gut. Gerade gegen unsere schwache Secondary kann er der Schlüssel für Washington sein.

Defense:

In der starken Defense von Washington sticht regelmäßig Rookie Chase Young heraus. Young überzeugt immer wieder mit Big-Plays und wichtigen Tackles. Zudem konnte er in dieser Saison 5,5 Sacks, 3 Forced Fumbles und 1 Recovered Fumble in seiner Statistik verzeichnen.

Es wird eine unglaublich schwierige Aufgabe für unsere O-Line sein, gegen die starke D-Line und insbesondere Chase Young standzuhalten.

Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Beide Teams sind eigentlich auf Augenhöhe. Die Panthers haben die bessere Offense – Washington hat die bessere Defense. Es wird abzuwarten zu sein, wer nachher bei Washington als Quarterback auftritt. Nichtsdestotrotz muss sich unsere Offense bei diesem Spiel beweisen. Teddy Bridgewater muss zeigen, dass er auch unter Druck die richtigen Entscheidungen treffen kann. Ich glaube aber, dass wir große Probleme in der Offense bekommen werden. Es wird ein extrem enges Spiel, in dem am Ende das Washington Football Team die Nase knapp vorne hat.

Tipp: Ein – 17:13 für das Washington Football Team.

Wieder einmal stellt sich Ralf vom Podcast „Mics in Motion“ für unser kleines Interview zur Verfügung. Bei „Mics in Motion“ handelt es sich um einen Stammtisch, der sich insbesondere mit den individuellen Defense-Spielern der NFL befasst. Regelmäßige Berichte findet ihr auf www.micsinmotion.de .

Eine ausführliche Vorstellung der Jungs könnt ihr außerdem in unserer Game Preview aus Woche 9 gegen Kansas City anschauen.

Hallo Ralf! Vielen Dank, dass du da bist!

1. Die Stärken von Washington liegen klar in der Defense. Wie groß ist daran der Anteil von Coach Rivera, der bekanntlich seine Wurzeln in der Defense hat? Oder setzte er sich bereits ins gemachte Nest, da einige gute Personalien bereits vorhanden waren?

Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass die Defense von Washington bereits mit Talent gespickt war. Mit Jonathan Allen, DaRon Payne, Montez Sweat und Rookie Chase Young spielen 4 First Round Picks in der Defensive Line. Dazu gesellen sich in dieser Saison außerdem Rückkehrer Kendall Fuller als Cornerback und Landon Collins, dessen Saison bereits durch eine Verletzung beendet ist.

Trotz des enormen Talents, war die Defense aus Washington in den letzten Jahren in den unteren Bereichen anzutreffen. 2019 ließ Washington bei 42% aller Offense Drives einen Score zu. In anderen Bereichen wie Hurries und Quarterback Pressures war die starke Washington Front Seven schon letztes Jahr sichtbar.

Durch Ron Rivera und Jack Del Rio als Defense Coordinator hat sich insbesondere die Identität der Defense verändert. In der Saison 2019/2020 begann die Washington stark in den ersten beiden Quartern und wurde dann von der Offense gelesen und Schwachstellen ausgenutzt. Die Rivera / Del Rio Defense ist das genaue Gegenteil. Washington startet aus einer sehr konservativen Defense, was häufig zu Punkten in den ersten beiden Quartern führt. Die Defense adaptiert dann entsprechend dem Gegner und ermöglicht wenig Punkte in den letzten beiden Quartern.

Zur besseren Übersicht die Points per Quarter:

1st quarter – 30th (6.7 ppq allowed)

2nd quarter – 25th (9.0 ppq allowed)

3rd quarter – 3rd (2.0 ppq allowed)

4th quarter – 5th (5.0 ppq allowed)

Dieses Phänomen ließ sich gegen die Seattle Seahawks letzte Woche sehr gut beobachten. Nach der Halbzeit hatte Seattle Probleme eine 20-3 Führung gegen Washington über die Runden zu bringen, da aufgrund der Adaption der Defense kaum noch Punkte möglich waren. Hatte Ron Rivera einen guten Nährboden? Ohne Zweifel, aber die Identität dieser Defense entstammt aus dem Rivera / Jack Del Rio Duo.

2. Wer ist Washingtons Schlüsselspieler in der Defense?

Dass die Schlüsselspieler aus der Washington Defense demnach aus der Front Four kommen, dürfte keinen verwundern. Montez Sweat und Chase Young bilden dieses Jahr ein kongeniales Edge Defender Duo. Insbesondere Chase Young verdelt seine Rookie Saison Woche für Woche durch neue Big Plays und zeigt, warum er als bester Spieler im Draft 2021 galt. 5,5 Sacks und 3 Forced Fumble, dazu auch einen Touchdown können sich sehen lassen. Mit seinem Partner Montez Sweat der auch 7 Sacks sein Eigen nennen darf, sind die beiden der Hauptgrund warum Washington die NFC East anführt.

3. Was wird von der Panthers Offense gefragt sein, um endlich wieder in Tritt zu kommen? (Welche Schwäche muss man nutzen?)

Im Matchup gegen die Panthers ist die Kreativität der Panthers Offense mehr denn je gefragt. Nach anfänglichem Hype zeigt sich, dass Teddy Bridgewater zwar Plays aus einer cleanen Pocket ausführen kann, aber zu selten eigene kreiert. Mit Tyler Moton als einzige Säule in der Offensive Line wird eine cleane Pocket gegen Washington sicher nicht die Normalität. Am einfachsten wäre es für die Panthers, Washington im Laufspiel anzugreifen und mit einem fitten Christian McCaffrey die Offense variabler zu machen. Ob die Panthers aber in Woche 16 der Regular Saison ihren Franchise Player nochmal auf das Feld schicken, bleibt zu bezweifeln.

Dass die Offense auch ohne McCaffrey flexibel sein kann, hat sie bereits durch kreative Ansätze bei Curtis Samuel gezeigt. Washington verfügt zwar über einen starken Pass Rush, die Secondary ist aber dennoch eine Schwäche. Die Panthers müssen also um den Pass Rush rumspielen z.B. mit Jet Sweeps, Outside Runs oder Quick Releases von Teddy Bridgewater. Ein guter Gameplan für Teddy Bridgewater gegen diesen Druck kann und muss der Schlüssel sein.

4. Wer ist Washingtons Schlüsselspieler in der Offense?

Der Schlüsselspieler der Washington Offense muss der Quarterback sein. Nicht etwa weil Washingtons Quarterbacks dieses Jahr herausragende Leistungen bringen, sondern weil keine Position in Washington für so viel Chaos sorgt.

Mit Ex-Panthers Quarterback Kyle Allen und Alex Smith auf der Verletztenliste wird Dwayne Haskins wohl erneut der Starter mangels Alternativen sein. Wie gut Haskins, trotz all der Diskussionen um ihn, noch performen kann wird Offensiv die große Frage sein. Vielleicht wird dahingehend auch das Spiel von Terry McLaurin belebt, denn Haskins und McLaurin spielen schon seit dem College zusammen und auch McLaurin erlebt bis hierhin eine Saison zum Vergessen.

Einziger Lichtblick dieser Washington Offense ist Tight End Logan Thomas, der auch in Seattle schon Go To Target von Haskins war. Die Panthers Defense sollte besonders auf Ihn ein besonderes Augenmerk werfen.

5. Welche Eigenschaft der jungen Panthers-Defense wird dem Football Team das Leben schwer machen?

Wenn die Panthers Front Ihre Leistung aus dem Green Bay-Spiel konservieren und erneut abrufen, wird das Washington vor besondere Probleme stellen. Die Offensive Line von Washington ist nicht die stärkste und Dwayne Haskins hält den Ball sehr lange.

Hier wird es am ehesten auf Rookie Derrick Brown und Brian Burns ankommen, die beide gegen die Packers schon gut aufgelegt waren. Der Druck auf Haskins oder den spielenden Washington Quarterback muss gegeben sein, um so Big Plays in der Defense forcieren zu können. Wenn die Panthers Line den Schwung aus dem Green Bay-Spiel mitnehmen kann, wird das ein schweres Spiel für Washington.

Ein besonderes Highlight könnte hier auch Rookie Jeremy Chinn werden. Carolinas Schweizer Taschenmesser kann frei über das Feld geschoben werden und der Offense falsche Looks geben. Zusätzlich haben die Panthers auch Chinn an der Defensive Line eingesetzt und sollten dies auch gegen Washington tun um zusätzlichen Druck aufzubauen. Flexibilität und Vielseitigkeit sollten einem unerfahrenen Quarterback mit Schwächen das Leben entscheidend erschweren können.

6. Der „Defensive Rookie of The Year“ – Award wird höchstwahrscheinlich auf Jeremy Chinn oder Chase Young hinauslaufen. Wer hat in deinen Augen die Nase vorne?

Mit Chase Young und Jeremy Chinn auf dem Feld, ist es auch das Duell der beiden heißesten Kandidaten um den Defensive Rookie of the Year Titel.

Während Chase Young bereits im Draft als Top Spieler galt, machte Chinn beim Combine auf sich aufmerksam und wurde trotzdem noch von Arizonas Isaiah Simmons überschattet. Acht Monate später dürften sicher die wenigsten Panthers Fans noch traurig sein, dass man in der ersten Runde Derrick Brown über Isaiah Simmons genommen hat.

Für mich ist Jeremy Chinn der Rookie of the Year. Die Panthers setzten Chinn auf Slot Corner, Outside Corner, Linebacker, Free Safety und auch an der Defensive Line ein. Kurz gesagt, Chinn war überall. Die einzige Downside, die Chinn dieses Jahr gezeigt hat, sind seine Missed Tackles und dass er in Coverage viele Receptions erlaubt.

Chase Young spielt bei allem Hype, der um seine Person generiert wurde, eher eine verhaltene Rookie Saison. Sie liest sich gut mit 5,5 Sacks, 3 Forced Fumbles und einem Touchdown. Für jemanden, der aber als “Generation Player” betitelt wurde, spielt er eine schwächere Saison als der DROY des Vorjahres Nick Bosa. Kurz gesagt, Chase Young spielt gut aber eben nicht so gut wie es mit der Washington Line und dem Draft Hype vorausgesagt wurde.

Die Vielseitigkeit, mit der Jeremy Chinn in seiner ersten Saison auf den unterschiedlichsten Positionen gute Leistungen abliefert, ist für mich nicht hoch genug zu bewerten und daher hat er die Nase vorn.

Wahrscheinlich wird der Award aber dennoch nach Washington gehen, da Chase Young als First Round Pick eben mehr Strahlkraft besitzt. Ein bisschen vergleichbar mit dem Rookie of the Year, der in der Regel von Quarterbacks gestellt wird. Ein bisschen hoffe ich aber auf einen Upset durch Jeremy Chinn oder die anderen Rookie Safeties Julian Blackmon (Indianapolis Colts) und Antoine Winfield (Tampa Bay Buccaneers).

7. Wie geht das Spiel aus?

Der Ausgang des Spiels ist schwer zu bewerten. Aber insbesondere aufgrund des Quarterback-Chaos’ in Washington denke ich, dass die Panthers das Spiel mit 24-17 gewinnen werden.

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: catcrave.com, buckeyeswire.usatoday.com

Panthers verschlafen erste Halbzeit: Knappe Niederlage gegen Green Bay

Am Ende wurde es nochmal knapp. Die Green Bay Packers gewinnen mit 24-16 gegen die Carolina Panthers. Gerade in der ersten Halbzeit sah es für das Team um Quarterback Aaron Rodgers noch so aus, als sei der Sieg in trockenen Tüchern. Doch im zweiten Abschnitt wachten die Panthers auf und waren am Ende gar nicht so weit vom eigenen Sieg entfernt.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Die Offense wirkte lange Zeit sehr gelähmt. Quarterback Teddy Bridgewater spielte mit seinen kurzen Pässen wieder sehr konservativ und kassierte erneut viele Sacks. Am Ende der Partie sollten es wieder drei Stück an der Zahl sein. Gerade in der ersten Halbzeit machten aber auch andere Spieler um ihn herum Fehler. Unter anderem mit einigen fallen gelassenen Bällen, was zur Folge hatte, dass Punter Joseph Charlton das ein oder andere Mal auf das Spielfeld musste.

Als die Offense dann doch mal ins Rollen kam, machte Bridgewater einen schlimmen Fehler an der Goalline. Mit einem QB Jump versuchte er den Ball über die Linie der Endzone zu halten. Die Defense hatte den Braten jedoch schnell gerochen und schlug Bridgewater den Ball aus der Hand. Der Fumble kostete den Panthers die Chance das Spiel zu diesem Zeitpunkt eng zu gestalten und so zogen die Packers zur Halbzeit mit 18 Punkten Vorsprung davon.

In der zweiten Halbzeit agierte das Team in der Offense sicherer und machte nicht mehr so viele Fehler. Robby Anderson wurde nun auch eingesetzt und hatte am Ende sogar 7 Targets. Er knackte das erste Mal in seiner Karriere die 1000 Yard Marke. Letztendlich konnten die Panthers den Vorsprung der Packers aber nicht mehr aufholen. Der Rückstand in der ersten Halbzeit war einfach zu groß.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

WR DJ Moore war lange Zeit der Spieler der Offense. Gerade in der ersten Halbzeit agierte Quarterback Teddy Bridgewater sehr vorsichtig und traute sich kaum zu, schwere Pässe zu werfen. Wenn er es mal versuchte, war sein Ziel in der Regel DJ Moore. So konnte dieser mit einigen Big Plays bestechen. Sein Catch im ersten Quarter für 37 Yards direkt neben der Sideline blieb nicht sein einziges Highlight, denn im dritten Quarter konnte er gleich drei Tackles nach einem Catch brechen und den Spielzug so für 18 Yards verlängern. Der Wide Receiver war der beste Spieler auf Seiten der Panthers und konnte in diesem Spiel nun auch die 1000 Yards Receiving Marke für das Jahr knacken.

Erstaunlich gut lief diesmal auch das Running Game über die Running Backs Rodney Smith und Mike Davis (18 Läufe für 82 Yards und 0,21 Yards/Play). Im Verlauf der Saison war das eigentlich immer eine große Schwäche der Panthers, doch gegen die Packers konnten die beiden Spieler immer wieder mit guten Aktionen am Boden glänzen und für 7 First Downs sorgen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Quarterback Teddy Bridgewater machte in diesem Spiel wieder einige Fehler. Nach dem Spiel gegen Minnesota war dies nun seine zweite Partie in kurzer Zeit, wo die Präzision zu wünschen übrig ließ (Sein Completion Percentage über den Erwartungen lag bei -6,8%). Gleich zu Beginn verfehlte er den weit offenen Moore und auch im Verlauf des Spiels wirkte er nicht wirklich sicher. Die Drops von Curtis Samuel machten es dem Quarterback natürlich nochmal schwieriger, aber insgesamt war er in diesem Spiel nicht so akkurat wie sonst. Die Präzision war eigentlich immer die Stärke von Bridgewater, doch diese wurde gegen die Packers eher zur Schwäche und gepaart mit dem vorsichtigen Spielstil, war die Panthers Offense lange nicht vorhanden.

Der Fumble an der Goalline war natürlich ein ganz schlimmer Fehler. Die Panthers verloren deshalb ganz schnell den Anschluss zu den Packers. Immerhin funktionierten aber die Scrambles des Quarterbacks. Insgesamt konnte er damit für drei neue First Downs und einen Touchdown sorgen. Seine Stats waren deshalb noch in Ordnung (41 Dropbacks für 21 Completions, 3 Scrambles, 3 Sacks, 1 Touchdown und 0,15 Epa/Play).

Neben der Leistung des Quarterbacks fielen auch die Entscheidungen bei Fourth Down sehr negativ auf. Lediglich ein viertes Down spielte man bis vor dem letzten Drive aus, obwohl das Team weit mehr Möglichkeiten gehabt hätte. Insgesamt entschieden sich die Panthers trotz Rückstands immer wieder für den Punt und das Field Goal weshalb das Team nie wirklich in Schlagdistanz kommen konnte. Ganz kurios war am Ende die Entscheidung, auf den Touchdown zu verzichten, nur weil man so am Ende nochmal die Chance hatte, einen Drive mit weniger als einer Minute Spielzeit zu bekommen.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense ließ weniger zu als vielleicht viele Experten vor dem Spiel vermuteten. Die Packers entschieden sich, ein Kurzpassspiel aufzuziehen (Aaron Rodgers hatte eine Targettiefe von nur 4,5 Yards im Durchschnitt) und dieses konnten die Panthers sehr gut verteidigen. Warum die Packers diese Strategie auswählten, ist schon ein bisschen fragwürdig, denn schon zu Beginn der Saison konnte die Defense der Panthers oft beweisen, dass sie diesen Stil gut verteidigen kann. Davante Adams hatte lediglich ein Target über zehn Yards und war dementsprechend kein entscheidender Faktor in dieser Partie.

Die Defense der Panthers war dieses Mal aber extrem schwach in der Laufverteidigung (23 Läufe für 169 Yards, 1 Touchdown und 0,38 Epa/Play). Gerade in der ersten Halbzeit sorgte Green Bay mit guten Läufen für Big Plays und entschied so auch die Partie.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Selten kommt es vor, doch in diesem Spiel konnten die Panthers den Druck aus der Mitte erzeugen. DT Derrick Brown erzielte seine ersten Sacks in der NFL und auch DT Bravvion Roy konnte mit ein paar QB Hurrys überzeugen. Natürlich hatten auch sie einige schlechte Pass Rush Snaps, in denen sie gerade gegen Double Teams jeweils sehr schwach aussahen, doch insgesamt ist bei beiden ein positiver Trend in puncto Pass Rush zu beobachten.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Größte Schwäche im Spiel war natürlich die Laufverteidigung. Gerade die beiden Leader in der Defense Shaq Thomspon und Jeremy Chinn wurden zu oft von der Offense dominiert und konnten dann immer nur viel zu spät zum Tackle ansetzen. Im ersten Drive konnte Packers RB Aaron Jones bereits ein Big Play kreieren und für einen Raumgewinn für 46 Yards am Boden sorgen. Auch danach sahen die Panthers in der Verteidigung des Laufs nicht stabil aus und so konnten die Packers über den Lauf 8 First Downs erzielen. So schwach am Boden war das Team aus Carolina bisher noch nicht in diesem Jahr.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Bewertung des Spiels fällt ziemlich schwer aus, da die Packers sehr vorsichtig spielten und die Panthers Defense kaum prüften. Dass solch ein Auftritt aber schon ausreichend für einen Sieg gegen die Panthers ist, zeigt wiederum auch, dass Carolina noch weit weg von der Spitze spielt. Gerade die Offense hätte gegen die sonst gar nicht allzu dominante Defense der Packers viel besser auftreten müssen. Doch wieder wurde das Team durch die Limitierungen des eigenen Quarterbacks zurückgehalten.

Positiv lässt wiederum die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit stimmen. Wieder konnten die Panthers zum Ende des Spiels auf einen Score herankommen. Der Record in engen Spielen ist nun bei 2-8, was zeigt, dass Carolina in diesem Jahr auch besser ist als es der Gesamtrecord von 4-10 aussagt. Das Team aus Charlotte tritt eher wie eine Mannschaft auf, die bereits zu diesem Zeitpunkt zwei Siege mehr hat. Deswegen wird man in den kommenden Spielen gegen Washington und New Orleans bestimmt als Underdog in die Partie gehen, doch in beiden Spielen besteht auch eine realistische Chance, dass Carolina siegreich hervorgeht.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

 

Game Preview: Carolina Panthers vs. Green Bay Packers

Hallo und herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 15!

Auch gegen die Denver Broncos mussten die Panthers eine Niederlage einstecken, sodass das Team nun bei 4-9 steht, In der Nacht von Samstag auf Sonntag steht das Duell gegen den klaren Favoriten aus Green Bay an.

Können die Panthers eine Leistungssteigerung zeigen und den Packers auf Augenhöhe begegnen? Oder wird Green Bay das Spiel für sich entscheiden? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Wie gewohnt, fangen wir eine Stimme der gegnerischen Fans ein. Unterstützung haben wir dieses Mal vom Fanclub  „Packers Germany“ bekommen. Das Interview könnt ihr am Ende des Beitrags nachlesen.

Vorstellung der Green Bay Packers

Die Green Bay Packers wurden 1919 gegründet und traten zwei Jahre später der American Professional Football Association (APFA) bei.

Bereits vier Super Bowl-Siege kann die Franchise verzeichnen (1966, 1967, 1996, 2010).

Headcoach des Teams ist derzeit Matt LaFleur.

In insgesamt 16 Spielen konnten die Packers 10 Spiele für sich entscheiden. Die Panthers dagegen konnten 6 Mal als Sieger vom Platz gehen. Das letzte Spiel fand am 11.10.2019 statt und ging mit 24-16 an das Team aus Green Bay.

Der deutsche Fanclub heißt „Packers Germany

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?


Carolina Panthers

Weiterhin zeigt sich die Laufverteidigung als Stärke in der Defense. Auch die Gäste aus Denver konnte man bei nur 96 Rushing Yards und keinem Rushing Touchdown halten. Das eigene Laufspiel konnte gegen eine zugegeben schwache Rush Defense von Denver aber wieder besser eingesetzt werden. 125 Rushing Yards und drei Rushing TDs waren eine gute Leistung.

Die Schwäche in der Secondary der Panthers wird immer deutlicher. So ließ man gegen das zweitschwächste Scoring-Team der NFL vier Touchdowns durch die Luft zu. Auch der Pass Rush zeigte keine gute Leistung. Nur einen Sack gegen Drew Lock an den Tag zu legen, ist zu wenig. Insgesamt befinden wir uns mit 1,5 Sacks pro Game im unteren Drittel der Liga.

Green Bay Packers

Die größte Stärke der Packers ist das Passspiel. Mit 273 Passing Yards pro Spiel liegt man hier auf Platz 2 in der NFL. Man erzielt zudem mit drei Passing-Touchdowns im Schnitt die meisten in der gesamten NFL. Die Packers warfen außerdem in dieser Saison durchschnittlich die wenigsten Interception pro Spiel (0,3).

Derzeit ist es schwer, eine klare Schwäche der Packers auszumachen. Hier könnte erwähnt werden, dass die Packers kaum Takeaways (also Interceptions oder recovered Fumbles) erzeugen. Ansonsten ist die Defense im oberen Drittel der Liga anzuordnen.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?


Carolina Panthers

Offense:

Teddy Bridgewater steht nach dem Spiel gegen Denver in heftiger Kritik. Gegen eine ersatzgeschwächte Denver-Secondary konnte er keinen einzigen Offense-Touchdown erzielen. Zudem kamen fragwürdige Entscheidungen bei ausgespielten vierten Versuche hinzu. Teddy erzielte bisher in dieser Saison 14 Touchdowns und 8 Interceptions. Zudem gelangen ihm 4 Rushing-Touchdowns. Die Fans erwarten nach der schwachen Leistung gegen Denver nun eine deutliche Steigerung von Bridgewater.

Defense:

Mit Davante Adams kommt einer der besten Receiver der NFL auf die Panthers zu. Aus diesem Grund muss Donte Jackson eine super Leistung zeigen, um die stärkste Waffe von Aaron Rodgers aus dem Spiel zu nehmen. Jackson erzielte in dieser Saison zwei Interceptions und 21 Tackles. Zudem konnte er 8 Pässe abwehren.


Green Bay Packers

Offense:

Hier ist es schwer, sich zwischen Aaron Rodgers und Davante Adams zu entscheiden. Dennoch spielt Aaron Rodgers derzeit eines seiner besten Jahre und die Stimmen, dass Rodgers dieses Jahr ein Kandidat für den MVP-Award ist, werden lauter. In dieser Saison erzielte er bereits 39 Passing Touchdowns (die meisten in der NFL) und nur vier Interceptions. Hinzu kommen zwei Rushing Touchdowns. Insgesamt konnte er 3.685 Passing Yards in dieser Saison erzielen.

Defense:

In der Defense ist Linebacker Za´Darius Smith hervorzuheben. Bereits 10,5 Sacks und 14,5 Tackles for Loss konnte er in dieser Saison erreichen. Hinzu kommen drei Forced- und zwei Recoverd- Fumbles. Hier müssen die Panthers extrem aufpassen.

Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Die Panthers gehen mal wieder klar als Underdog in die Partie. Die Leistung gegen die Broncos geben einem wenig Hoffnung für dieses Spiel. Gerade unsere Secondary zeigte sich gegen Elite-Receiver bisher unglaublich schwach. Auf der anderen Seite wartet ein Aaron Rodgers, der eine junge Defense jederzeit zerpflücken kann. Trotzdem hoffe ich, dass unsere Offense die Panthers im Spiel halten kann und die Defense rund um Jeremy Chinn und Brian Burns auch einen Aaron Rodgers unter Druck setzen können.

Tipp: Ein – 37:20 für die Green Bay Packers.

Dieses Mal hat sich Chris von den Packers Germany für unser Interview zur Verfügung gestellt. Vielen Dank vorab!

1. Hallo Chris! Stell die Packers Germany bitte einmal vor!

Wir bei den Packers Germany sind erst seit neuestem ein Verein – derzeit ist da vieles noch im Aufbau. Generell waren die Packers Germany lange ausschließlich die Website und Social Media, News und Content standen im Vordergrund.

Mit Max, Gerald und Sascha haben wir jetzt aber ein topmotiviertes Trio an Packersfans gefunden, die die Community an Packersfans in Deutschland versammeln wollen. Derzeit laufen aus organisationstechnischen Gründen unsere Vereinsangelegenheiten über Patreon.


Dort haben wir aktuell über 100 “Patreons” versammelt, die jetzt in den Verein eintreten können/sollen, um das langfristig von Patreon auf ein normales Vereinssystem umzulagern.

Langfristig sind unsere Ziele natürlich, weiterhin guten Content zu machen – jetzt als “zweigleisige” Geschichte möchten wir aber natürlich auch die Community in Deutschland besser verbinden, Treffen organisieren und die typischen Vereinsangelegenheiten unternehmen. Durch Corona sind wir hier zwar derzeit eingeschränkt, das gibt uns aber auch die Möglichkeit, die organisatorischen Vereinsangelegenheiten in Ruhe zu erledigen, bevor es dann richtig losgeht.

2. Wie schätzt Ihr die Panthers ein? Könnt ihr Stärken und Schwächen ausmachen? Was muss euer Team umsetzen, um das Spiel zu gewinnen?

Die Panthers sind für mich – unabhängig davon, wie die restlichen drei Spiele ausgehen – definitiv eine der positiven Überraschungen dieser NFL Saison. Seit der Verpflichtung des neues Coaching Staffs um Matt Rhule war eindeutig, dass dieses Jahr in Carolina nur der Beginn eines langfristigen Umbruchs werden sollte. Dementsprechend niedrig waren auch meine Erwartungen in der Offseason, vor allem in Anbetracht der vielen Rookies und jungen Spieler, die einen großen Teil des Starting Lineups ausmachen (vor allem defensiv). Ich kann jetzt schon sagen, dass sie bereits deutlich übertroffen worden.

Offensiv erkennt man Joe Bradys Handschrift schon längst ziemlich deutlich. Sein Kurzpass-Scheme in Kombination mit gleich drei gefährlichen, explosiven Wide Receivern in Moore, Anderson und Samuel kreiert konstant gute Möglichkeiten für Yards nach dem Catch. Wenn er fit ist, kommt mit McCaffrey natürlich auch noch der wohl beste Running Back der NFL hinzu. Durch die kreativen und intelligenten Play Designs hat die Panthers Offense ein sehr stabiles Fundament. Was der Offense in meinen Augen etwas fehlt, ist Upside. Das liegt für mich vor allem an Teddy Bridgewater, der sehr konstant durchschnittliches Level hält, nach oben aber sehr wenig Ausreißer hat. Hier bin ich ohnehin sehr gespannt, was das Front Office der Panthers in der Offseason vorhat.

Auch wenn die Defense sicher nicht zu den Top-Units der NFL gehört, ist die Leistung dieser Seite des Balls tatsächlich noch beachtlicher, da ich mir im Vorfeld der Saison sicher war, dass sie zu den schlechtesten drei bis fünf Defenses gehören wird – und das tut sie definitiv nicht. Viele der jungen Spieler haben sich deutlich schneller und besser entwickelt als erwartet. Vor allem Brian Burns ist hier wohl zu nennen, der eine extrem starke zweite NFL-Saison spielt und aktuell ein Top 15 Edge Rusher ist. Dazu kommt mit Tre Boston und Jeremy Chinn, der trotz gewisser Inkonstanz mittlerweile einer der besten Defensive Rookies ist, eins der besseren Safety Duos der NFL auf die Packers zu. Was mir diese Saison zudem bereits mehrmals aufgefallen ist: die Panthers Defense spielt mit sehr viel Energie und Einsatz, was gerade gegen Screens und Runs schon viel beiträgt.

Insgesamt nehme ich die Passing Defense dennoch als ziemlich angreifbar wahr. Abgesehen von Burns haben die Panthers keinen Spieler, der konstant Druck auf den gegnerischen Quarterback ausübt. Dazu sind sowohl in Thompson und Carter die Linebacker, als auch alle Cornerbacks durch die Luft relativ angreifbar.

Um das Spiel erfolgreich zu gewinnen, müssen die Packers 100% konzentriert auftreten. Ansonsten wird es gegen die Panthers ziemlich eng. Sie haben diese Saison schon mehrfach bewiesen, dass sie bereits jedem Team Probleme bereiten können (bestes Beispiel ist das Chiefs Spiel).

Offensiv müssen die Packers in erster Linie darauf achten, dass Brian Burns nicht zu viel Einfluss auf das Spiel bekommt. Gerade auf Billy Turner bzw. Rick Wagner, je nachdem wer auf Right Tackle spielt, wird eine Menge Arbeit zukommen.

Defensiv wird es enorm wichtig, dass das Tackling souverän aussieht und die First und Second Downs konzentriert verteidigt werden, denn ich denke, dass die Panthers Offense nicht unbedingt darauf ausgelegt ist, lange Third Downs zu verwerten.

3. Welche Stärken und Schwächen hat euer Team?

Bei den Packers lassen sich die Stärken und Schwächen mittlerweile relativ eindeutig ausmachen.

Die Run Defense wird, so lange Mike Pettine Defensive Coordinator in Green Bay ist, eine große Problemstelle bleiben. Die Passing Defense ist zwar besser, aber eine Stärke ist sie defintiv auch nicht. Die Packers kassieren zwar wenige Big Plays, lassen im Underneath-Passing Game jedoch viel zu große Räume für Offenses, was vor allem für die Mitte des Feldes gilt. Hier spielt Neuzugang Christian Kirksey bisher beispielsweise eine ziemlich enttäuschende Saiosn. Dazu gehören sie traditionell auch eher zu den schlechteren Teams in der NFL was Tackling angeht.
Defensiv sind die zwei Spieler, die deutlich aus der Masse herausstechen, ziemlich einfach zu benennen. In der Secondary hat sich Jaire Alexander in seinem dritten NFL-Jahr zu einem der besten Cornerbacks der Liga entwickelt und spielt eine absolut überragende Saison, während ZaDarius Smith der Elite-Spieler in der Front der Packers ist. Grundsätzlich ist der Pass Rush das, was die Defense zwischenzeitlich immer wieder aufblitzen lässt. Zu Z. Smith kommen mit Kenny Clark, Preston Smith (auch wenn er insgesamt im Vergleich zur Vorsaison eine eher bescheidene Saison spielt) und Rashan Gary weitere gute bis sehr gute Pass Rusher.

 

Offensiv haben die Packers im zweiten Jahr unter Matt LaFleur einen riesigen Schritt gemacht. Die Offense wirkt insgesamt viel flüssiger und rhythmischer als noch im Vorjahr, dazu hat Rodgers sein Spiel in dieser Saison wieder auf Elite-Level gehoben.
Hinzu kommt aktuell eine der besten drei Offensive Lines (zumindest in Pass Protection) und der möglicherweise beste Wide Receiver dieser Saison mit Davante Adams. All das trägt dazu bei, dass die Packers Offense extrem schwer zu stoppen ist und konstant über 30 Punkte auf das Scoreboard bringt (im Schnitt 31,5 pro Spiel – Platz 1). Bemängeln kann man am ehesten das, im Vergleich zum Saisonstart, etwas verschlechterte Run Game. Hier sind die Packers oft noch deutlich zu inkonstant.

4. Nenne den Schlüsselspieler eurer Defense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Hier muss die Wahl, wie oben erwähnt, zwischen Jaire Alexander und ZaDarius Smith fallen. Letztendlich halte ich Alexander aktuell für den etwas wichtigeren Spieler, weil er im Ligavergleich auf seiner Position im Moment höher anzusiedeln ist. Dazu schafft ein richtiger Nr. 1 Cornerback einer Defense einfach sehr viele Räume und Möglichkeiten, ihre Coverages zu variieren und dem Gegner anzupassen.  Unsere Nummer 23 bleibt meistens auf seiner (aus Offense Sicht) rechten Seite, welche mittlerweile auch nur noch sehr selten attackiert wird.

Gegen die Panthers warten spannende Matchups auf Alexander, egal welchem der drei Wide Receiver er gegenübersteht. Ich glaube vom reinen Play Style liegt DJ Moore ihm am wenigstens, deshalb hoffe ich, dass dieses Matchup nicht zu oft zustande kommt.

5. Nenne den Schlüsselspieler eurer Offense. Weshalb ist er unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Auch wenn Davante Adams und David Bakhtiari auf ihren Positionen Top 3 Spieler sind, muss man als Schlüsselspieler seinen Franchise Quarterback wählen. Aaron Rodgers hatte in den letzten drei Jahren die deutlich schwächste Phase seiner gesamten Karriere. Diesen Trend hat er eindrucksvoll gestoppt. Rodgers liefert sich mit Mahomes aktuell ein Kopf-An-Kopf-Rennen um den MVP-Titel und spielt eine der besten Saisons seiner Karriere. Er macht kaum Fehler, was mit ein Grund dafür ist, dass die Packers Offense extrem wenige Turnover hat.

Ich denke, wenn die Packers Brian Burns kontrollieren und den Pass Rush somit neutralisieren, wird Rodgers viel Zeit haben, um die anfällige Coverage der Panthers zu attackieren. Ich erhoffe mir einen weiteren starken Auftritt von ihm.

6. Wie geht das Spiel aus? Gib bitte einen Tipp ab! 

Ich hoffe sehr, dass die Packers das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen, da ich die Panthers Offense dafür für deutlich zu gefährlich halte. Das Spiel letztes Jahr war bereits relativ knapp.

Ich tippe beide Offenses werden relativ gut aussehen und die Packers gewinnen mit 30:24.

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: todaynewspost.com, bleacherreport.com

Kein Sieg nach der Bye-Week: Schwache Panthers unterliegen Denver zu Hause

Die Serie hält leider weiter an. Zum dritten Mal gingen die Carolina Panthers in dieser Saison als Favorit in eine Partie und zum dritten Mal verlor das Team von Matt Rhule. Gerade die Defense konnte nicht den sonst sehr inkonstanten Drew Lock stoppen, aber auch die Offense hatte viele Phasen im Spiel, in denen nicht viel funktionierte. Zwar wurde das Spiel am Ende nochmal knapp, denn Carolina musste wegen des Rückstands viel aggressiver spielen, doch die 32-27 Niederlage konnte trotzdem nicht verhindert werden.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Lange Zeit kam das Team um Quarterback Teddy Bridgewater nicht in Fahrt. Immer wieder versuchte der Spielmacher mit kurzen Pässen seine Mitspieler einzusetzen. Diese Strategie funktionierte allerdings nicht so gut, da die Broncos die anschließenden Yards nach dem Catch stets unterbinden konnten. Carolina kam schließlich oft in schlechte Feldpositionen, was zur Folge hatte, dass Punter Joseph Charlton insgesamt viermal punten musste.

Gegen Ende des Spiels mussten die Panthers mehr riskieren, da sie mit zwei Scores hinten lagen und das Spiel nicht mehr lange dauerte. Als nun die Offense mit tieferen Pässen agierte, die auch ohne Yards nach dem Catch für ein First Down reichten, funktionierten die Drives. Auf einmal konnte die Offense die Ausfälle der Broncos sehr gut ausnutzen und marschierte immer wieder über das Feld.

Leider kam die Aufholjagd im letzten Drive wegen diverser Fehler von Bridgewater zu spät. Zunächst kassierte er einen Sack und kurz darauf warf er beim vierten Down zum wiederholten Male einen kurzen Pass, ohne dass danach eine Chance auf ein neues First Down in Aussicht war. Das Spiel war anschließend vorbei.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Gerade als die Offense mit Pässen hinter den Sticks agierte, funktionierte das Passspiel sehr gut. Gerade Robby Anderson und Curtis Samuel konnten immer wieder für Raumgewinn sorgen und hielten das Spiel eng.

Überraschenderweise konnte diesmal auch das Rushing Game der Panthers überzeugen (19 Läufe für 110 Yards, 2 Touchdowns und 0,24Epa/Play). Solch eine gute Performance am Boden gab es zuvor in dieser Saison noch nicht. Grund dafür waren unter anderem auch vier WR Sweeps. Der Ball wurde an den Receiver als Ballträger übergeben, der anschließend immer ein First Down erzielte. Solch eine Abwechslung im Running Game tat dem Team sehr gut.

Zudem mussten die Panthers aufgrund des Spielstands mehr mit dem Pass agieren. Viele Läufe in vollgestellte Boxen der Defense kamen deshalb kaum vor.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Das Passing Game war die große Schwäche der Offense (47 Dropbacks für 283 Yards, 4 Sacks, 2 Scambles, 1 Touchdown und 0Epa/Play). Bridgewater agierte, wie schon so oft, sehr akkurat (6,4% Completion Percentage über den Erwartungen), aber leider spielte er auch sehr ängstlich. Wegen seiner durchschnittlichen Targettiefe von nur 5,9 Yards konnte die Offense lange Zeit kein explosives Play kreieren. Der Quarterback versuchte immer die sichere Variante, selbst wenn der Receiver keine Chance hatte, ein First Down zu erreichen.

Dieses Problem tritt bei Bridgewater schon während der gesamten Saison auf. Gerade in der Redzone musste das Team sich deshalb oft mit einem Field Goal zufrieden geben. Im Spiel gegen die Broncos verlor man die Partie sogar durch solch eine falsche Entscheidung. Hätte Bridgewater beim vierten Down länger gewartet und einen tieferen Pass gewählt, hätten die Panthers zumindest die Chance auf ein First Down gehabt. Leider entschied sich Bridgewater für den sicheren Weg und warf einen kurzen Pass. So hatte er zwar eine hohe Completion Percentage von 66,7%, doch das Spiel verlor das Team aus Carolina dennoch.

Ein weiteres Manko in diesem Spiel war das Pocket-Verhalten von Bridgewater. Der Quarterback kassierte insgesamt vier Sacks und sah in den Situationen teilweise sehr unglücklich aus. Konnte er sonst immer die O-Line mit schnellen Pässen unterstützen, war in diesem Spiel oft das Gegenteil der Fall und so provozierte er teilweise einen Sack. Die schwächelnde Performance von LT Russel Okung war zudem keine Unterstützung dabei.


Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Sahen die Panthers bisher gegen schlechte Gegner mit der eigenen Defense recht solide aus, wurde man diesmal gegen eine sonst schlechte Passing Offense immer wieder viel zu einfach geschlagen. Die Denver Broncos hatten zuvor häufig Probleme mit dem Play ihrer Quarterbacks, doch diesmal agierte Drew Lock sehr abgeklärt und zeigte seine Stärken (33 Dropbacks für 280 Yards, 3 Scrambles, 1 Sack, 4 Touchdowns und 0,39 Epa/Play). Weder der Pass Rush noch die Coverage trumpfte bei den Panthers groß auf und so fiel es dem Quarterback der Broncos nicht schwer, einige Big Plays zu zeigen.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Jeremy Chinn entwickelt sich immer mehr zum Favoriten auf den Defensive Rookie of the Year Award. Hatte er zu Beginn der Saison noch Probleme mit vielen verpassten Tackles und zugelassenen Catches, wirkt er nun viel stabiler und macht so gut wie keine Fehler mehr. Im Spiel gegen die Broncos hatte er wieder viele gute Stops und auch einen Strip Sack, den Efe Obada fast bis zur Endzone zurücktragen konnte. Kurz darauf veredelte Mike Davis diesen Effort mit einem Touchdown.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Große Schwäche im Spiel war leider die Coverage. Gerade Cornerback Rasul Douglas wurde zu oft in Duellen, in denen er allein den Receiver verteidigen musste, geschlagen und so konnten die Broncos wiederholt Touchdowns erzielen. Douglas war in der Saison eigentlich mit vielen Pass Breakups aufgefallen und konnte oft überzeugen, doch diesmal hatte er einen gebrauchten Tag. Für einen guten Saisonabschluss ist zu hoffen, dass er sich wieder steigern wird, denn bisher war er eine wichtige Stütze für das Team und konnte Carolina mit seinen guten Aktionen oft im Spiel halten.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Ergebnis ist natürlich ernüchternd. Gegen die Denver Broncos wäre definitiv mehr möglich gewesen, doch leider machten die Panthers auf beiden Seiten des Balls zu viele Fehler. Unerwartet war Drew Lock auch der bessere Quarterback in diesem Spiel. Nun wird natürlich auch die Diskussion um einen neuen Quarterback immer lauter. Teddy Bridgewater hat nach seiner Verletzung nicht mehr gut gespielt und auch zuvor offenbarte er bereits seine Limitierungen. Die Diskussion wird natürlich umso brisanter, da es nun sehr absehbar ist, dass Carolina im kommenden Draft einen Spieler in den Top Ten picken wird und die Quarterbacks aus dem College sehr vielversprechend sind.

Nichtsdestotrotz befinden wir uns aber noch in der Saison 2020. Für das Team geht es nun darum, einen guten Saisonabschluss zu liefern. Das Restprogramm ist dabei aber ziemlich anspruchsvoll. Mit Green Bay, Washington und New Orleans treffen die Panthers auf drei Gegner, die aktuell in den Playoffs wären. Trotzdem sollte Carolina in allen Spielen zumindest nicht ganz ohne Chance sein und vielleicht kann das Team dort für eine Überraschung sorgen. Als Underdog agierte man ja sowieso bisher am besten.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com  nextgenstats.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

Nachgehakt & Ausgefragt No. 1

Hallo und herzlich willkommen zu unserer Rubrik “Nachgehakt & Ausgefragt”, dem Samstags-Interview.

In der heutigen Ausgabe sind Vertreter der Fangemeinde Broncos Europe D-A-CH am Start. Im Laufe des Interviews werden sie unsere Front 7 überwinden müssen, ehe es danach für sie in den Fragenhagel geht.

Doch bevor es losgeht, wollen sich die Jungs der Broncos erstmal vorstellen:

Aufbau der Fangemeinde

Wir von Broncos Europe DACH sind der deutschsprachige Ableger von Broncos Europe, einer internationalen Fangemeinde aus Europa. Gegründet 2017, war Broncos Europe zunächst hauptsächlich im Raum UK vertreten, wo auch die Gründer herkommen. Die Community ist über Twitter mit den Jahren stetig gewachsen und so auch der Anspruch der Gründer, dies im viel größeren Stil aufzuziehen.

Anfang des Jahres wurden daher diverse Ableger gegründet – unter anderem wir als deutschsprachiger Channel. Während unsere englischsprachiger Mutter-Kanal inzwischen sogar schon Spieler des Teams und lokale Medienleute aus Denver mit in ihre Show holen konnten, sind wir mit unserem DACH-Kanal noch recht klein, freuen uns aber über einen langsamen und stetigen Wachstum.

Wer sind die Leute hinter dem deutschsprachigen Ableger?

Wir sind vier Jungs quer verteilt aus dem DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) und haben uns im Mai wie gesucht und gefunden. Mit Alex ist sogar ein Schweizer an Bord, und seither produzieren wir mit Support von unseren UK-Kollegen regelmäßig Podcasts für unsere Kanäle auf YouTube, Twitter und Spotify und streamen während der Saison auch Live auf Twitter. Außerdem gibt es eine deutsche Fan-Community auf Facebook (Denver Broncos Fans Germany (D/A/CH)), mit der wir eine Partnerschaft haben.

Die Interaktion mit anderen Fan-Gemeinden ist das schönste an all dem und zeigt uns mal wieder, dass Football Family ist! Wir freuen uns Euch am Sonntag bei unserer live Pregame-Show begrüßen zu dürfen.

Vielen Dank für die Vorstellung. Jetzt geht es ans Eingemachte!

Front Seven
Die erste Hürde 

Seit dem gewonnenen SuperBowl ist euer Team nicht mehr richtig in Fahrt gekommen. Hattet ihr vor dieser Saison Hoffnung auf einen positiven Record? Ordnet die Saison aus eurer Sicht ein.

Vor der Saison gab es berechtigte Hoffnung, dass die Broncos in der 2020 Saison um die Wildcard-Plätze mitspielen können. Grund dafür waren die letzten 5 Spiele der Vorsaison, in der Drew Lock 4:1 war und sich auch verbessert hat.

Zusätzlich wurde die Mannschaft in der Offseason auf dem Papier verbessert: Ein neuer RG, neuer RB1, neuer DL1, neuer CB1 sowie im Draft neue Skill Position Spieler um Jerry Jeudy und KJ Hamler.

Die Defense von Vic Fangio ist das Prunkstück der Broncos und die Defense spielt im Prinzip in Jahr 2 oder 3 von Fangio am besten, weil sie sehr kompliziert ist und eine Weile braucht, um gelernt zu werden. Die Idee war, dass die Broncos dadurch eine Top 5 Defense sind und die jüngste Offense der NFL unter Drew Lock den positiven Trend fortsetzt. Die Defense spielt mehr oder weniger sehr gut, obwohl die vielen Verletzten das Potenzial für Meisterleistung eingeschränkt haben.

Die Offense ist vollgepackt mit super Talenten, welche erst gerade gedraftet wurden, wie z.B. Noah Fant, Cushenberry, Risner, Lindsay, Sutton, Jeudy und Hamler. Leider ist die Entwicklung von Drew rückläufig. Dadurch hat die Offense deutlich under-delivered und die Broncos haben wichtige Matchups verloren. Bestes Beispiel dafür waren die Spiele gegen die Falcons oder die Raiders.

Was muss sich ändern, um den Chiefs in den nächsten Jahren Konkurrenz zu bieten?

Wir brauchen einen kompetitiven Quarterback. Wenn wir gegen die Chiefs einen Touchdown mehr machen, haben wir 23 Punkte und gewinnen das Spiel. Entweder entwickelt sich Drew zu diesem QB oder wir brauchen einen aus FA oder dem Draft. So oder so, die Offense macht zu wenig Punkte und dies liegt hauptsächlich an schlechtem Quarterback Play. Die Defense hat ihren Part übernommen. Special Teams benötigen eine drastische Verbesserung.

Apropos Drew Lock. Er ist nach der Quarantäne wieder an Bord. Seht ihr in dem ZweitrundenPick aus 2019 keinen Franchise-Quarterback?

Das ist die Frage, welche das Fanlager zur Zeit spaltet. Vor der Saison war, wie bereits erwähnt wurde, die Hoffnung groß, die QB-Frage mit Lock gelöst zu haben. Nach einer mehr als durchwachsenen Saison schwindet diese Hoffnung bei den meisten und Fakt ist, dass man noch nicht genug von Lock gesehen hat, um ihm ein weiteres Jahr Entwicklung zu geben.

Ist er der nächste Josh Allen oder der nächste QB-Bust von Broncos-GM John Elway? Fakt ist, dass wir in den letzten vier Spielen eine Steigerung vor allem in den Punkten „Decisionmaking“ und „Reads“ sehen müssen. Eine weitere Baustelle ist seine Fußarbeit, dieses Feld bedarf bekannterweise dauerhafter Verfeinerung und ist fast nie vollends ausgereift. Mit neuem OC und damit in einem neuen System, der jüngsten Offense der Liga und dem Ausfall des Nr.1 Probowl-Receivers, neben all den bekannten COVID-Umständen, hatte er als junger Quarterback sicher keine leichten Voraussetzungen. Er hat im Übrigen in 6 Jahren seinen 5. Offensive Coordinator.

Konstanz für seine bestmögliche Entwicklung wäre hier gefragt, sowie eine ordentliche Saisonvorbereitung nötig gewesen. Doch wenn Lock seine Aussetzer in den letzten vier Spielen nicht in den Griff bekommt, wird er dies im kommenden Jahr womöglich nicht bekommen. Er hat die körperlichen und athletischen Voraussetzungen und auch das nötige Selbstbewusstsein und Mindset, um ein Franchise-QB in der NFL sein zu können, doch er muss alles dauerhaft auf den Platz bringen.

Wo liegt die Stärke in eurem Team?

Die Stärke der Broncos liegt definitiv bei der Defense. Während wir auf der einen Seite die jüngste Offense der Liga mit vielen sehr talentierten Spielern haben, nicht nur durch die Verstärkung im Draft, haben wir auf der anderen Seite die teuerste Defense der Liga.

Leider haben wir besonders hier herbe Ausfälle zu beklagen, wie Eingangs schon erwähnt wurde. Von Miller der sich kurz vor Saisonstart verletzt hat und noch auf ein Comeback für die letzten 1-2 Spiele hofft, ist neben Jurell Casey nur einer von vielen Star-Ausfällen. Dennoch spielt unsere Defense, vor allem aufgrund unseres Head Coaches und Defensiv-Masterminds Vic Fangio auf hohem Niveau.

Nach jedoch zuletzt weiteren schlechten Nachrichten durch Sperre und Verletzung fehlen nun auch noch die zwei starting CBs Bryce Callahan und AJ Bouye. Bereits gegen die Falcons vor wenigen Wochen mussten wir auf beide verzichten, dort konnte ihr Ausfall kaum aufgefangen werden. Hinzu kommt das Saisonaus für Nickel CB Essang Bassey. Dadurch wird es immer schwerer auf Seiten der Defense noch kompetitiv zu bleiben.

Wie nehmen die Broncos-Fans die Carolina Panthers in dieser Saison wahr?

Ich kann nur für mich selbst sprechen und muss gestehen, dass ich die Panthers eher sporadisch verfolge. Die zwischenzeitliche Bilanz von 3-2 hat mich etwas überrascht angesichts des Umbruchs, in dem die Panthers sich befinden (sollten).

Ich denke, dass der Coaching Staff rund um euren neuen HC Matt Rhule einen klasse Job macht, weshalb OC Joe Brady ja bereits als HC Kandidat bei anderen Teams gehandelt wird und das nach nicht mal einem Jahr in dieser Rolle in der NFL.

Mit  Robby Anderson und DJ Moore verfügt Ihr über ein gutes WR-Duo, die beide realistisch gesehen nächste Woche bereits die 1000-Yard-Marke knacken können. Gebt den Jungs die eine Woche Zeit, diesen Sonntag muss es nicht sein. Der Ausfall von CMC wiegt natürlich schwer, konnte aber recht gut durch Mike Davis ersetzt werden – klar eins zu eins kann man jemanden in der Güteklasse von CMC nicht ersetzen.

Überraschend fand ich auch, dass im Draft nur auf Defense gegangen worden ist, scheint sich aber auszuzahlen, betrachtet man Spieler wie bspw. Jeremy Chinn (zu ihm später mehr). Diese recht junge Defense mit einem Luke Kuechly als Leader hätte absolutes Albtraum-Potenzial für gegnerische Offenses, doch ihm sei sein Ruhestand gegönnt.
Die Panthers können unterhaltsamen Football bieten und ich wünsche euch, dass ihr nach unserem Spiel nochmal durchstartet und die Saison mit zwei/drei Siegen aus den letzten vier Spielen beendet. Hätte auch den schönen Nebeneffekt einem anderen Team den Playoff Platz ruinieren zu können.

Die momentane Bilanz von 4-8 passt wunderbar zu einem sich im Umbruch befindenden Team und sollte niemanden besorgen, auch wenn man, mit etwas Glück, ein paar Spiele mehr hätte gewinnen können. Die Panthers befinden sich auf einem sehr guten Weg, um in 2-3 Jahren ihre Division wieder anzuführen, eventuell begünstigt durch Umbrüche bei den Saints und/oder Bucs (Darf ich die Namen hier überhaupt erwähnen?). Sollte der Coaching Staff gehalten werden können und das Team punktuell verstärkt werden, sehe ich alle Möglichkeiten bereits 2021 die Playoffs erreichen zu können.

Christian McCaffrey wird nach langer Abwesenheit wieder auf dem Platz stehen. Muss euer Game Plan extra auf ihn zugeschnitten werden? Gerade in der Offense könnten einige Waffen coronabedingt ausfallen.

Nach jetzigem Stand ist sein Einsatz leider noch in der Schwebe. Bzw. war zu lesen, dass HC Matt Rhule nicht davon ausgeht, dass CMC spielen kann. Aus Broncos-Sicht könnte es eigentlich zur Freude verleiten, aber ich möchte Spieler wie CMC spielen sehen. Er ist nunmal DIE offensive Waffe der Panthers, fängt mitunter mehr Bälle als die WR und über seine „klassischen“ RB-Fähigkeiten muss man auch nicht diskutieren.

Falls er doch spielen kann, muss man sich sicherlich auf ihn einstellen, ohne jedoch die WR und TEs aus den Augen zu verlieren. Sollte es dabei bleiben, dass einige der WR aufgrund der CoViD-Protokolle ausfallen, ist es durchaus vorstellbar, dass McCaffrey vermehrt als Slot-WR aufgestellt wird während Mike Davis den „klassischen“ RB gibt.

Ich vertraue da ganz auf Vic Fangio, dass er mit DC Ed Donatell die Defense richtig einstellt, trotz bereits erwähntem Personalengpass. Komplett stoppen kann man Spieler der Güteklasse eines CMC kaum, ihn stark einzubremsen (< 100 Total Yards 0 TD) wäre ein großer Erfolg.

Jeremy Chinn ist zum zweiten Mal hintereinander „Defensive Rookie of the month“ geworden. Nimmt man ihn außerhalb der Panthers-Sphäre wahr? Welche Meinung habt ihr zu dem Spieler?

Jeremy Chinn war einer meiner Draft-Crushs. Da er zudem eine Beziehung zu den Broncos hat – er ist ein Neffe von nun HoF S Steve Atwater – hatte ich die Hoffnung, er könnte bei uns landen. Als Ihr ihn am Ende der zweiten Runde gepickt habt war der Traum zu Ende, aber Glückwunsch zu diesem Steal!

Es macht einfach verdammt viel Spaß dem Jungen zuzusehen und er wird auch sehr gut durch DC Phil Snow eingesetzt. Das bisher größte Highlight war natürlich die Performance im letzten Spiel gegen die Vikings mit 2 TD in aufeinanderfolgenden Spielzügen. Seine Range ist unglaublich, ebenso seine Vielseitigkeit. Er ist einer der modernen Hybrid-Spielern, die mehrere Positionen einnehmen können und ist damit von enorm hohen Wert. Bei all dem Hype darf man nicht vergessen, dass er noch ein Rookie ist und somit noch viel Entwicklungspotenzial besitzen sollte.

Ich wünsche ihm und denke auch, dass es möglich ist, dass er über kurz oder lang ein Top 5 Spieler auf seiner Position wird. Den Pro Bowl dieses Jahr sollte er zumindest sicher haben, ob’s zum All-Pro reicht entscheiden andere – meine Stimme hätte er.
Erneut – Glückwunsch, dass ihr so einen klasse Spieler bekommen habt, dennoch hoffe ich etwas, dass er am Sonntag seine schlechteste Saisonleistung zeigt.

10 Takeaways – Der Fragenhagel

 

Wer wird mehr Touchdowns werfen? Teddy B oder Drew Lock? Teddy B

Welcher WR der Broncos wird die meisten Total Yards erzielen? Tim Patrick

Drew Lock wird mindestens 2 Mal gesackt? Nein

Philipp Lindsay wird über 50 Yards laufen und einen Touchdown erzielen? Nein

Welcher Panthers-Spieler aus der Defense kann euch das Leben besonders schwer machen? Jeremy Chinn

Dieser Spieler ist in eurer Offense unverzichtbar. Garett Bolles

Die Broncos Defense lässt weniger Total Yards als die der Panthers zu. Ja

Teddy B wirft mindestens eine Interception. Ja

CMC gelingen zwei Touchdowns oder mehr. Nein

Wer gewinnt das Spiel? Broncos

 

Vielen Dank und auf ein spannendes Spiel!

 

Game Preview: Carolina Panthers vs. Denver Broncos – Week 14

Hallo und herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 14!

Nach der Niederlage gegen die Vikings stand nun die Bye-Week an. Die knappe Niederlage konnte man nun gut verdauen und der Blick kann auf den nächsten Gegner, die Denver Broncos, gerichtet werden.

Können die Panthers trotz der vielen Ausfälle gegen die Denver Broncos mithalten? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Zudem fangen wir wie gewohnt eine Stimme es Gegners ein. Am Ende der Game Preview könnt ihr ein kurzes Interview mit den Denver Broncos Germany nachlesen.

Vorstellung der Denver Broncos

Die Denver Broncos waren 1960 ein Gründungsmitglied der American Football League. Die größten Erfolge sind drei Super Bowl-Siege (1997, 1998 und 2015).

Headcoach des Teams ist derzeit Vic Fangio.

In insgesamt 6 Spielen gegen Carolina konnten die Broncos 5 Spiele für sich entscheiden. 2015 unterlagen die Panthers sogar im Super Bowl gegen das Team aus Denver. Das letzte Spiel fand am 09.09.2016 statt und ging mit 21-20 an den damals frisch gebackenen Super Bowl Champion.

Die deutsche Facebookseite heißt „Denver Broncos Germany.“ und wurde 2014 gegründet. Derzeit hat die Facebookseite 2025 Likes, dazu kommen noch 769 Abonnenten auf Instagram.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?


Carolina Panthers

Die Lauf-Defense zeigt sich in letzter Zeit stark verbessert. Gegen die Vikings konnte man Dalvin Cook bei nur 61 Yards halten. Insgesamt ließ man 96 Rushing-Yards zu. Zudem konnte die Defense drei Fumbles erzwingen und recovern.

Die größte Schwäche im Hinblick auf Sonntag werden die Ausfälle sein. Derzeit stehen folgende Spieler auf der Covid/Reserve-list:

WR DJ Moore; WR Curtis Samuel (Anm. d. Red.: Samuel ist inzwischen active)DT Derrick Brown (Anm. d. Red.: Brown ist inzwischen active); DT Zach Kerr; DT Bruce Hector; LB Shaq Thompson (Anm. d. Red.: Thompson ist inzwischen active)WR Ishmael Hyman.

Diese Ausfälle in allen Mannschatsteilen zu kompensieren, scheint kaum machbar. Sowohl in der Offense als auch in der Defense werden diese Ausfälle deutlich zu spüren sein und macht eine Einschätzung der einzelnen Mannschaftsteile sehr schwer.

Fraglich ist auch, ob Christian McCaffrey am Sonntag für sein Team auflaufen kann. Im Training zog er sich eine neue Verletzung zu, sein Status ist noch ungeklärt.

Denver Broncos

Die Stärke der Broncos liegt in der Defense. Man lässt im Schnitt 218,7 Passing Yards pro Spiel zu – damit liegt man auf Platz 8 in der NFL. Auch der Pass-Rush spielt hierbei eine Rolle – mit 2,7 Sacks pro Spiel ist man hier ebenfalls auf Platz 8 in der Rangliste.

Die Schwächen bei Denver sind eher in der Offensive zu suchen. Mit 206,7 Passing Yards pro Spiel findet sich die Mannschaft hier im unteren Drittel der NFL wieder. Zudem führt die Mannschaft die Statistik mit den meisten Interceptions pro Spiel (1,8) an. Außerdem erzielen lediglich die New York Jets noch weniger Punkte als die Broncos. Denver liegt hier bei einem Wert von 18,8 Punkten pro Spiel.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?


Carolina Panthers

Offense:

Nachdem die beiden Receiver DJ Moore und Curtis Samuel ausfallen und auch Christian McCaffrey weiterhin wohl nicht spielen kann, kommt es umso mehr auf Robby Anderson an. Im Spiel gegen die Vikings konnte er 4 Bälle für 94 Yards und einem Touchdown fangen. Er wird in diesem Spiel die No.1 – Option für Teddy Bridgewater sein. Insgesamt erzielte er in dieser Saison 912 Yards und zwei Touchdowns.

Defense:

Nach dem historischen Spiel von Jeremy Chinn gegen die Vikings werden alle Augen auf ihn gerichtet sein. Mit einem forced Fumble und zwei recovered Fumbles, aus denen Chinn zwei TDs kreierte, verewigte er sich in allen Geschichtsbüchern.

Zudem erzielte er in dieser Saison bereits 87 Tackles und ist drauf und dran, den Rookie-Rekord für Safeties von 111 Tackles zu brechen.


Denver Broncos

Offense:

Tim Patrick führt bei den Broncos derzeit die Receiver-Liste an. Mit 607 Yards und 5 TDs zeigt Patrick, dass er sehr gefährlich ist. Bereits 11 Big-Plays (20+ Yards Receptions) konnte er diese Saison zeigen. Gegen eine schwache Panthers-Secondary könnte er der Schlüssel für die Denver Broncos sein.

Defense:

In der Defense sticht Saftey Justin Simmons dieses Jahr heraus. Er konnte bereits vier Interceptions fangen und liegt damit auf Platz 4 aller NFL-Spieler. Er trug die gefangenen Interceptions insgesamt für 83 Yards zurück. Zudem kommt noch ein recovered Fumble für über 18 Yards zu seiner Statistik hinzu.



Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Durch die ganzen Ausfälle der Carolina Panthers Akteure ändert sich natürlich auch die Einschätzung für das Spiel. So viele Starter kann man nicht gleichwertig ersetzen.

Die Hoffnung auf einen Sieg basiert lediglich auf der Rückkehr von Christian McCaffrey. Ich glaube jedoch, dass wir gegen die gute Denver-Defense in dieser Konstellation nicht mithalten können.

Tipp: Ein – 23:13 für die Denver Broncos.

Dieses Mal haben sich die Denver Broncos Germany Zeit für unser Interview genommen. Wie sie das Spiel einschätzen und auf welches Ergebnis sie tippen, könnt ihr hier nachlesen. Vielen Dank für eure Teilnahme!

1. Hallo! Stell die Denver Broncos Germany bitte einmal vor!

Gegründet wurden wir 2014. Wir sind eine Facebook Fanseite, die deutschen Fans die Möglichkeit geben soll, alle Infos in deutsch zu erhalten. Derzeit haben wir 2025 likes auf Facebook. Dazu noch 769 Abonnenten bei Instagram. Da ich das persönlich alles nebenbei zum Beruf mache, habe ich mich gegen ein e.V. entschieden.

2017 & 2018 hatten wir ein Fan Treffen in Frankfurt mit Spiel gucken, Burger Truck und live Auftritt von The Madfanatic aus den USA. Beide mal waren wir auch bei Ran Football im TV zu sehen.


Seit diesem Jahr haben wir über First Down auch einen eigenen Shop mit Fanartikeln.

2. Wie schätzt Ihr die Panthers ein? Könnt ihr Stärken und Schwächen ausmachen? Was muss euer Team umsetzen, um das Spiel zu gewinnen?

Die Panthers sind ein an sich solides Team, welches allerdings stark unter dem langen Ausfall von RB Christian McCaffrey gelitten hat.

3. Welche Stärken und Schwächen hat euer Team?

Als Stärke sehe ich das Laufspiel, was auch gleichzeitig eine Schwäche ist, da es von OC Pat Shurmur leider nur sehr unkonstant und unregelmäßig genutzt wird. Da bleibt das Potential oft auf der Strecke.

4. Nenne den Schlüsselspieler eurer Defense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Schlüsselspieler der Defense ist unser FS Justin Simmons. Er ist ein Ball Hawk und hat sich zu einem super Führungsspieler entwickelt.

5. Nenne den Schlüsselspieler eurer Offense. Weshalb ist er unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Schlüsselspieler der Offense ist für mich eigentlich RB Phillip Lindsay, aber OC Pat Shurmur nutzt sein großartiges Potential leider nur ungenügend. Gerade deswegen ist aktuell QB Drew Lock der Schlüsselspieler, denn von seiner Tagesform hängt ein großer Teil des Spielverlaufes ab.

6. Wie geht das Spiel aus?

Ich tippe ein 23-13 für die Broncos.

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: pantherswire.usatoday.com, profootballnetwork.com

Bittere Niederlage kurz vor Schluss: Panthers geben sicheren Sieg aus den Händen

Die Geschichte wiederholt sich. Wie so oft in dieser Saison kam es auch im Spiel gegen die Vikings auf Kicker Joey Slye an. Mit einem 54 Yard Field Goal hätten die Panthers das Spiel gewinnen können, doch wie schon gegen die Saints und Chiefs verschoss Slye auch Dieses Mal.

War die Erfolgswahrscheinlichkeit bei den Versuchen in den Wochen zuvor noch gering, sah es diesmal so aus, dass die Panthers hätten gewinnen können. 54 Yards waren in der Vergangenheit eine Distanz, die der Kicker schon gemeistert hatte, doch im Spiel gegen die Minnesota Vikings verschoss er und besiegelte so die 27-28 Niederlage.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Die Vorstellung der Offense war eine der schwächsten Leistungen der bisherigen Saison. Besonders Quarterback Teddy Bridgewater zeigte in diesem Spiel unbekannte Schwächen. War er sonst immer recht sicher wenn er auf freie Receiver werfen konnte und der Druck der Gegner nicht durchkam, überwarf er diese im gestrigen Spiel gegen Minnesota. Seine zu erwartende Completion Percentage lag in diesem Spiel bei 68,9%. In der Regel konnte er diese stets steigern, was ihm dieses Mal mit einer Completion Percentage von 59,4% misslang und er folglich deutlich darunter lag.

Die Vermutung ist natürlich sofort da, dass er in diesem Spiel noch nicht ganz fit war, denn normalerweise begeht er selten solche Fehler. Vielleicht erwischte er auch einfach nur einen schlechten Tag.


Ähnlich schwach war das Laufspiel. In den ersten Drives funktionierte dieses mit sehr viel Raumgewinn und einigen First Downs noch sehr gut. Doch leider übertrieb es das Team dann mit der Anzahl an Läufen und so ist das Laufspiel im Gesamtbild dann doch wieder als eher schwach zu bewerten (26 Läufe für 95 Yards und -0,07Epa/Play).

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Trotz vieler Fehler hatte Bridgewater auch einige gute Aktionen. Besonders im letzten Viertel passte er zweimal extrem gut in eine enge Coverage. Beim Pass auf Anderson waren die Panthers anschließend sofort in Field Goal Range und nach dem Zuspiel auf Samuel im letzten Drive war Carolina dem Sieg sehr nah. Die Connection zwischen Bridgewater und Anderson war das ganze Spiel über sehr stark und so ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet Anderson in der ersten Hälfte den Touchdown erzielte.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Zwar konnte die Klasse der Offense in einigen Aktionen gezeigt werden, doch insgesamt wurden einfach zu viele Fehler begangen. Das resultierte in einer ganz schlimmen Incompletion auf DJ Moore kurz vor Schluss in der Endzone. Die Panthers entschieden sich bei Third Down innerhalb der letzten zwei Minuten einen Pass zu spielen. Der Plan ging eigentlich auf, denn WR DJ Moore war weit offen, aber Bridgewater konnte diesen leichten Wurf nicht anbringen. Statt in diesem Play die Entscheidung herbeizuführen verlor das Team aus Carolina das Spiel.

Das Passing Game war leider generell nicht gut. Eric Kendricks konnte in der ersten Halbzeit für eine Interception sorgen. Danach folgten noch weitere Fehlwürfe, die in den Wochen zuvor in der Anzahl so nicht vorkamen.

Auch das Special Team hatte nicht seinen besten Tag. Es sticht natürlich das vergebene Field Goal am Ende hervor, doch bereits zuvor vergab Carolina ein FG für 28 Yard. Glücklicherweise gab es kurz vor Ende noch einen Muffed Punt, der vom Special Team der Panthers gesichert werden konnte. Leider verhalf dieser nicht zum Sieg.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Carolina Panthers können keine Receiver covern. Das Missmanagement von Marty Hurney zu Beginn der Saison wird von Spieltag zu Spieltag immer deutlicher. Diesmal ist die Tatsache umso schrecklicher, denn die Secondary hatte bereits Probleme mit Leuten wie Chad Beebe oder Bisi Johnson. Zuvor wurde die Defense meist nur von wirklich guten Receivern geschlagen und so war es kein Wunder, dass Justin Jefferson viele Big Plays machte. Doch auch die Leute hinter Jefferson konnten in diesem Spiel überzeugen.

Die Laufverteidigung der Panthers war in diesem Spiel dagegen richtig gut (21 Läufe für 79 Yards und -0,44Epa/Play). Das half besonders im ersten Durchgang, denn dort wichen die Vikings nicht von ihrem Plan ab und liefen viel auf early Down. Als Minnesota aber durch den Rückstand mehr passen musste, wurden wieder die Schwächen der Panthers durch die Luft deutlicher.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Jeremy Chinn machte mit seinen beiden Touchdowns wieder ordentlich auf sich aufmerksam. Zunächst war er Nutznießer eines Strip Sacks und gleich im nächsten Play verursachte er selbst den Fumble und returnierte auch diesmal bis in die Endzone. Zwei Touchdowns eines Defense Spielers gab es in den letzten 70 Jahren nicht.

Der Pass Rush gab über lange Zeit eine gute Figur ab. Wie schon im Spiel gegen die Lions war es nicht nur Brian Burns von dem der Druck ausging, sondern wieder von einer ganzen Reihe an Pass Rushern. Gekrönt wurde die Arbeit von Zach Kerr, der mit seinem Strip Sack den Weg für Jeremy Chinns Touchdown ebnete.

Im Laufe der Partie wurde aber immer mehr auf einen Pass Rush mit drei D-Linern umgestellt, da die Coverage dem Druck nicht standhalten konnte. Infolgedessen funktionierte der Pass Rush nicht mehr so gut und leider wurde die Coverage auch nicht besser.

Trotz schwacher Coverage im Gesamtbild des Teams war die Leistung von Troy Pride recht ordentlich. Er wurde nicht so oft wie Rasul Douglas oder Corn Elder geschlagen und hatte auch einen Pass Breakup gegen keinen Geringeren als Justin Jefferson. Dieser Pass Breakup war umso wichtiger, denn er bewahrte die Panthers vor einem Touchdown.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Rasul Douglas hatte zwar auch einige gute Aktionen und konnte sein Können mit mehreren Pass Breakups beweisen, doch insgesamt ließ er in diesem Spiel zu viel zu. Gerade gegen Justin Jefferson hatte er oft das Nachsehen.

Für Slot Cornerback Corn Elder lief es dagegen noch schlimmer. Zeigte er sonst bisher in der Saison erstaunlicherweise recht solide Leistungen, sah er gegen die Vikings wieder so aus wie in den letzten Jahren. Ausgerechnet er ließ auch den letzten Touchdown zu, der Minnesota in Führung brachte und letztendlich die Niederlage bedeutete.

Wie fällt das Fazit aus?

Diese Niederlage war nicht unbedingt nötig. Gerade die Offense machte viele Fehler. Obwohl Defense und Special Team für 17 Punkte sorgten und der lauflastige Gameplan die Vikings lange Zeit stark bremste, konnten die Panthers dieses Spiel nicht gewinnen. Sie stehen nun bei einem Record von 4-8 und sind folglich auch aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden.

Mit der Enttäuschung über das Spiel sollte aber auch nochmal deutlich herausgestellt werden, dass sich das Team im Umbruch befindet. Im Vordergrund sollte eher die Evaluation der Spieler und auch des Trainerteams stehen.

Aus dem letzten Draft stammende Spieler wie Jeremy Chinn und Troy Pride wussten zu überzeugen. Natürlich ist die Niederlage extrem ärgerlich, doch die Panthers sind aktuell nicht im Super Bowl Fenster. Für den Verlauf in den nächsten Jahren wird das Ergebnis aus diesem Spiel kaum eine Rolle spielen.

Für diese Saison ist zudem davon auszugehen, dass sich die Panthers wieder steigern werden. Teddy Bridgewater hat durchaus seine Limitierungen, zeigte aber ansonsten ein konstantes Niveau. Dieses Spiel war gerade unter dem Aspekt Genauigkeit im Vergleich zu den letzten Spielen ein extrem negativer Ausreißer. Vielleicht lag das wirklich noch an seiner Knieverletzung, wegen der er auch im letzten Spiel ausfiel. Glücklicherweise muss er nächste Woche nicht spielen, denn dann haben die Carolina Panthers ihre Bye Week.

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com