In Bryce Young I Trust

Warum ich glaube, dass Bryce Young mehr ist als nur der Quarterback der Carolina Panthers

Einleitung

Es gibt Spieler, bei denen man irgendwann merkt, dass es um mehr geht als um Statistiken, Siege oder Niederlagen. Spieler, mit denen man sich identifizieren kann. Spieler, bei denen man nicht nur auf den nächsten Touchdown hofft, sondern sich wünscht, dass sie Erfolg haben, weil man ihnen diesen Erfolg einfach gönnt.

Für mich ist Bryce Young genau so ein Spieler.

Natürlich bin auch ich Panthers-Fan. Natürlich möchte ich, dass unser Team gewinnt. Und natürlich wünsche ich mir einen Quarterback, der Spiele entscheidet, Touchdowns wirft und uns endlich wieder dauerhaft zu einer ernst zu nehmenden Mannschaft in der NFL macht. Aber bei Bryce Young geht es mir inzwischen um mehr als das.

Ich glaube an diesen Quarterback. Ich glaube an seine Entwicklung. Und ich glaube, dass die Carolina Panthers mit ihm langfristig planen müssen.

Warum? Dafür müssen wir noch einmal zurückblicken.

1. Der Nummer-eins-Pick und die riesigen Erwartungen

Als die Carolina Panthers Bryce Young 2023 an erster Stelle des NFL Drafts auswählten, waren die Erwartungen riesig. Der Heisman-Trophy-Gewinner sollte das Gesicht einer Franchise werden, die nach Jahren der sportlichen Enttäuschung endlich wieder eine klare Richtung brauchte.

Doch die Realität sah zunächst ganz anders aus.

Die Rookie-Saison verlief schwierig. Die Offensive fand kaum ihren Rhythmus, die Unterstützung war überschaubar und Young musste früh Verantwortung für eine Mannschaft übernehmen, die als Ganzes nicht funktionierte. Seine Zahlen waren ernüchternd, die Niederlagen häuften sich und die Zweifel wurden immer lauter.

2024 wurde die Situation zunächst nicht besser. Young verlor seinen Platz als Starter und musste von der Seitenlinie aus zusehen. Für einen jungen Quarterback, der mit so großen Erwartungen in die NFL gekommen war, muss das ein schwieriger Moment gewesen sein.

Die Kritik war verständlich. Wer an erster Stelle gedraftet wird, muss sich an einem hohen Anspruch messen lassen. Aber rückblickend sollten wir uns auch eine andere Frage stellen: Haben wir Bryce Young damals vielleicht zu früh abgeschrieben?

2. Rückschläge gehören zur Entwicklung

Was mir an Bryce Young gefällt, ist nicht, dass bei ihm immer alles funktioniert. Das tut es nicht. Auch er wirft schlechte Pässe, trifft falsche Entscheidungen und hat Spiele, in denen die Offensive nicht ins Rollen kommt.

Entscheidend ist für mich vielmehr, wie er mit solchen Situationen umgeht.

Nach seiner Rückkehr in die Starting Eleven 2024 zeigte sich eine andere Seite. Er wirkte zunehmend sicherer, fand wieder Vertrauen in sein Spiel und konnte die Saison mit deutlich besseren Leistungen beenden. 2025 setzte sich diese Entwicklung fort. Die Panthers wurden konkurrenzfähiger und schafften es zurück in die Playoffs.

Und jetzt, in der Saison 2026, liefert Young weitere Argumente für sich. Nach den ersten vier Saisonspielen steht er bei 1.268 Passing Yards, neun Touchdown-Pässen und zwei Interceptions. Beim 32:26-Sieg gegen die Detroit Lions warf er für 329 Yards und zwei Touchdowns, ohne eine Interception zu produzieren.

Mir ist dabei wichtig, eines klarzustellen: Ich werde Bryce Young nicht nach jedem guten Spiel zum kommenden MVP erklären. Dafür ist die Saison noch jung und dafür gibt es auch bei ihm noch genügend Bereiche, in denen er sich verbessern kann.

Aber ich sehe eine Entwicklung. Ich sehe einen Quarterback, der aus schwierigen Phasen gelernt hat und der sich von Rückschlägen nicht einfach aus der Bahn werfen lässt.

3. Mehr als Zahlen, Yards und Touchdowns

Ich beschäftige mich nicht nur mit Bryce Young, weil er unser Quarterback ist. Ich beschäftige mich auch mit ihm, weil mich seine Persönlichkeit beeindruckt.

Young spricht offen über seinen christlichen Glauben. Er hat wiederholt erklärt, dass sein Vertrauen in Gott eine wichtige Grundlage seines Lebens ist. In einem Interview mit Sports Spectrum beschrieb er, wie sein Glaube seit seiner Kindheit gewachsen ist und dass er sich bemüht, Christus in seinem Leben und Handeln widerzuspiegeln.

Im Profisport dreht sich vieles um Leistung, Geld, Ruhm und öffentliche Anerkennung. Quarterbacks werden gefeiert, wenn sie gewinnen und kritisiert, wenn sie verlieren. Innerhalb kürzester Zeit kann sich die Stimmung um einen Spieler komplett verändern.

Wer seinen eigenen Wert ausschließlich an solchen Dingen festmacht, kann sich schnell darin verlieren.

Young vermittelt dagegen den Eindruck, dass seine Identität nicht allein von seiner Leistung auf dem Footballfeld abhängt. Sein Glaube gibt ihm einen Bezugspunkt, der über Siege und Niederlagen hinausgeht.

Für mich ist das ein wichtiger Teil dessen, was ihn ausmacht.

Hinzu kommt seine menschliche Seite. Berichte über Young und seine Familie beschreiben einen jungen Mann, dem Empathie und ein respektvoller Umgang mit anderen Menschen wichtig sind. Diese Eigenschaften stehen nicht in einer Quarterback-Statistik. Sie entscheiden nicht darüber, ob ein Pass ankommt oder ein Drive mit einem Touchdown endet.

Aber sie entscheiden mit darüber, was für ein Mensch jemand ist.

4. Warum Bryce Young ein Vorbild sein kann

Ich finde, wir sollten bei der Bewertung eines NFL-Spielers nicht ausschließlich auf seine sportliche Leistung schauen. Gerade Kinder orientieren sich an Sportlern, die sie bewundern. Sie sehen ihre Highlights, tragen ihre Trikots und verfolgen ihre Karrieren.

Damit geht auch eine gewisse Verantwortung einher.

Ein Quarterback kann jungen Fans zeigen, wie man mit Druck umgeht, wie man nach Rückschlägen wieder aufsteht und wie man andere Menschen behandelt. Er kann vermitteln, dass Erfolg nicht alles ist und dass man sich auch in schwierigen Zeiten nicht über jede Kritik definieren muss.

Für mich zählt, dass er sich nicht allein über Ruhm und Anerkennung definiert, seinen Glauben offen lebt und auch die menschliche Seite nicht aus den Augen verliert.

Das ist etwas, das ich mir von einem Spieler wünsche, der eine ganze Franchise repräsentiert.

Und deshalb geht es für mich bei Bryce Young nicht nur um die Frage, ob er irgendwann zu den besten Quarterbacks der NFL gehören kann. Es geht auch darum, welche Werte er verkörpert und welches Bild er von den Carolina Panthers nach außen trägt.

5. Mein Fazit: Bryce Young ist das Gesicht unserer Panthers

Ich weiß, dass diese Meinung nicht jeder teilen wird. Manche Fans werden weiterhin skeptisch bleiben. Andere werden erst dann wirklich überzeugt sein, wenn Young über mehrere Jahre hinweg konstant abliefert und Carolina regelmäßig in die Playoffs führt.

Das ist ihr gutes Recht.

Auch ich möchte Siege sehen. Ich möchte, dass die Panthers wieder um die großen Ziele mitspielen. Ich möchte, dass wir nicht jede Saison von vorne anfangen müssen, nach dem nächsten Quarterback suchen und wieder hoffen, dass der nächste Draft-Pick endlich die Lösung ist.

Genau deshalb bin ich überzeugt, dass Carolina langfristig mit Bryce Young verlängern muss.

Nicht, weil er bereits alles erreicht hätte. Nicht, weil er keine Schwächen mehr hätte. Sondern weil ich glaube, dass die Entwicklung stimmt und dass er das Potenzial besitzt, diese Franchise sportlich anzuführen.

Ein Quarterback braucht Vertrauen. Er braucht ein funktionierendes Team, eine gute Offensive Line, verlässliche Anspielstationen und ein Umfeld, in dem er sich weiterentwickeln kann. Die Panthers müssen ihren Teil dazu beitragen, wenn sie wirklich an Young glauben.

Für mich ist er inzwischen mehr als ein ehemaliger Nummer-eins-Pick, der seine Kritiker widerlegen möchte. Er ist der Quarterback, mit dem ich die Zukunft dieser Mannschaft verbinden will.

Und er ist für mich auch abseits des Spielfeldes das Gesicht, das ich mir für diese Franchise wünsche.

Die Carolina Panthers brauchen einen Quarterback, der Spiele gewinnen kann. Aber sie können auch einen Quarterback gebrauchen, der die Werte der Franchise glaubwürdig nach außen vertritt.

Vielleicht werden wir in ein paar Jahren auf diese Zeit zurückblicken und sagen, dass wir damals kurz davor waren, den Glauben an ihn zu verlieren. Vielleicht wird Young noch viele Kritiker verstummen lassen. Garantieren kann uns das niemand.

Aber ich möchte nicht erst dann hinter ihm stehen, wenn jeder Zweifel beseitigt ist.

Ich möchte, dass Carolina ihm die Chance gibt, diese Geschichte zu Ende zu schreiben.

Denn für mich ist Bryce Young das Gesicht unserer Carolina Panthers. Und ich möchte, dass er es noch viele Jahre bleibt.

In Bryce Young I trust.

German Riot | In Bryce Young I Trust | Thomas Kandulla

Vom Trainingscamp, neuen Gesichtern und einem Hall of Fame Game

Carolina Panthers – erste Eindrücke aus dem Trainingscamp 2026 (Bericht von Thomas)

Für jeden NFL-Fan ist die Zeit zwischen Draft und Trainingscamp irgendwie eine seltsame Zeit. Man verfolgt jede noch so kleine Meldung, schaut sich Videos von OTAs an und versucht aus irgendwelchen Trainingseinheiten herauszulesen, welcher Rookie vielleicht der nächste Star werden könnte.

Und dann ist es plötzlich wieder soweit.

Die Spieler stehen wieder in voller Ausrüstung auf dem Platz, die ersten Pads knallen und spätestens jetzt merkt man: Die neue Saison ist nicht mehr nur irgendeine Zahl im Kalender. Sie kommt.

Auch bei den Carolina Panthers ist das Trainingscamp 2026 mittlerweile in vollem Gange. Und während man in den ersten Wochen natürlich noch vorsichtig mit irgendwelchen großen Prognosen sein muss, gibt es bereits einige Eindrücke, die durchaus Hoffnung machen. Andere dagegen sorgen für Sorgenfalten.

Neue Gesichter, neue Erwartungen

Die Panthers haben in der Offseason ordentlich am Kader geschraubt. Vor allem die Defense bekam mit Jaelan Phillips und Devin Lloyd zwei Spieler, von denen man sich einiges verspricht. Phillips soll endlich wieder für den dringend benötigten Pass Rush sorgen, während Lloyd als neuer Leader in der Mitte der Defense vorgesehen ist.

Gerade Phillips ist dabei natürlich besonders interessant. Die Panthers hatten in der vergangenen Saison weiterhin große Probleme damit, konstant Druck auf den gegnerischen Quarterback auszuüben. Phillips bringt mit seinen bisher 28 Sacks in fünf NFL-Saisons genau das mit, was Carolina dringend benötigt.

Und auch Devin Lloyd scheint sich bereits sehr gut in Carolina einzufügen. Der Linebacker arbeitet nicht nur auf dem Feld, sondern beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte der Position bei den Panthers. Passenderweise bekam er dabei sogar Unterstützung von Luke Kuechly. Viel mehr Panthers-DNA kann man eigentlich kaum bekommen.

Auf der anderen Seite des Balls dürfte Rasheed Walker eine der interessantesten Verpflichtungen sein. Durch die Verletzung von Ikem Ekwonu und die Probleme rund um Taylor Moton, ist die Offensive Line aktuell eine der größten Baustellen im Camp. Walker bringt Erfahrung aus Green Bay mit und hat dort bereits 48 Spiele gestartet.

Monroe Freeling – der Rookie mittendrin

Mit Monroe Freeling haben die Panthers an Position 19 einen Offensive Tackle ausgewählt. Ursprünglich war noch offen, wo genau der ehemalige Georgia-Spieler eingesetzt werden soll. Im Camp musste er dann relativ schnell zeigen, dass er flexibel einsetzbar ist.

Aktuell wird Freeling vor allem auf der rechten Seite eingesetzt und bekommt dort wichtige Reps. Gleichzeitig ist er Teil des Wettbewerbs um die Position des Left Tackles hinter beziehungsweise neben Rasheed Walker.

Und auch die anderen Rookies konnten in den ersten Camp-Tagen durchaus auf sich aufmerksam machen.

Cornerback Will Lee III beispielsweise sorgte früh für Aufsehen und fing im Training einen Pass von Bryce Young ab. Gerade die Secondary zeigte in den ersten Tagen des Camps immer wieder, dass sie nicht gewillt ist, der Offense einfach das Feld zu überlassen.

Defensive Tackle Lee Hunter bekommt ebenfalls die Gelegenheit, sich in einer noch relativ jungen Defensive Line zu beweisen. Zakee Wheatley und Jackson Kuwatch kämpfen derweil um ihre Plätze im finalen Kader.

Der wohl bitterste Teil des Camps

Leider gehört auch das zu einem NFL-Trainingscamp: Verletzungen. Und die Panthers wurden dabei gleich mehrfach hart getroffen.

Bereits am ersten Camp-Tag erwischte es Nic Scourton. Der junge Pass Rusher, der in seiner Rookie-Saison fünf Sacks gesammelt hatte und damit gemeinsam mit Derrick Brown Team-Leader war, zog sich eine schwere Knieverletzung zu. Wenig später war klar: Scourton hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird die Saison verpassen.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, folgte wenige Tage später die nächste Hiobsbotschaft.

Chris Brazzell II, der dritte Pick der Panthers im Draft, hatte im Camp zunächst mit starken Eindrücken auf sich aufmerksam gemacht. Der 6’4″ große Receiver bringt eine Kombination aus Größe und Geschwindigkeit mit, die dem Panthers-Receiving-Corps eine weitere Dimension geben sollte. Schon im Rookie Minicamp war sein enormer Catch-Radius aufgefallen.

Doch dann verletzte sich auch Brazzell am Knie. Nach einer weiteren Untersuchung entschied man sich schließlich für eine Operation – seine Rookie-Saison ist damit beendet. Ein bitterer Schlag für den jungen Receiver und natürlich auch für die Panthers.

Dazu kommen die Verletzungen beziehungsweise Reha-Situationen von Ikem Ekwonu, Tershawn Wharton und Taylor Moton. Ekwonu arbeitet nach seinem Patellasehnenriss aus den Playoffs an seinem Comeback, Wharton befindet sich nach einer Halsoperation noch auf der PUP-Liste und Moton musste aufgrund eines Blutgerinnsels zunächst auf Kontaktsport verzichten.

Und wie sieht es auf dem Platz aus?

Was bleibt also nach den ersten Camp-Wochen? Ehrlich gesagt: einiges.

Die Defense hatte gerade zu Beginn des Camps einige sehr starke Tage. Die Panthers gingen in den ersten Einheiten sehr physisch zu Werke und konnten die Offense mehrfach vor große Probleme stellen. Besonders die Secondary machte einen guten Eindruck.

Aber natürlich kann auch die Offense Football spielen.

Bryce Young zeigte im Camp immer wieder seine Genauigkeit bei tiefen Pässen und scheint mit seinem Receiving Corps weiter eine gute Chemie aufzubauen. Besonders Tetairoa McMillan, Xavier Legette und einige der jungen Receiver konnten mit starken Plays auf sich aufmerksam machen.

Bryce Young und seine neuen Möglichkeiten

Natürlich bleibt Bryce Young eine der zentralen Geschichten.

2025 konnte Young einen deutlichen Schritt nach vorne machen und warf für 3.011 Yards, 23 Touchdowns und nur elf Interceptions. Die Panthers haben entsprechend seine Fifth-Year Option gezogen und ihm damit auch für die kommenden Jahre Vertrauen ausgesprochen.

Im Camp wirkt er selbstbewusst. Und vielleicht ist genau das der Unterschied zu den ersten Jahren seiner Karriere.

Young hat mittlerweile Erfahrung, kennt das System von Dave Canales und bekommt gleichzeitig ein Receiving Corps, das mit Tetairoa McMillan, Xavier Legette, Jalen Coker und den weiteren jungen Spielern einiges an Potenzial besitzt.

Und dann kam Canton…

Eigentlich sollte man das Hall of Fame Game gar nicht überbewerten. Und genau deshalb möchte ich es auch gar nicht tun.

Die Panthers traten in Canton gegen die Arizona Cardinals an – und wie erwartet bekamen die meisten Starter eine Pause. Bryce Young durfte sich das Ganze entspannt von der Seitenlinie ansehen, während Kenny Pickett als Starting Quarterback begann und anschließend Haynes King reichlich Spielzeit bekam.

Und der Rookie nutzte seine Chance.

King führte die Panthers zu einem 33:30-Sieg und zeigte dabei genau das, was man sich von einem dritten Quarterback wünscht. Er warf zwei Touchdown-Pässe, kam auf 180 Passing Yards und erlief zusätzlich 39 Yards.

Und dann war da natürlich noch der letzte Drive.

Dritter Versuch und 14. King lief für 26 Yards und hielt die Panthers damit im Spiel. Wenige Plays später nahm die Sache ihren Lauf und Carolina sicherte sich mit 33:30 den Sieg.

Erste Eindrücke? Durchaus positiv.

Was bleibt also nach dem Trainingscamp und dem ersten Spiel?

Bei aller Vorsicht würde ich sagen: Die Panthers machen aktuell einen interessanten Eindruck.

Die neuen Verpflichtungen wirken sinnvoll und bringen genau das mit, was dem Team in den vergangenen Jahren teilweise gefehlt hat. Devin Lloyd gibt der Defense eine neue Stimme. Jaelan Phillips soll endlich wieder für Druck sorgen. Rasheed Walker bringt dringend benötigte Erfahrung in die Offensive Line.

Und bei den Rookies gibt es ebenfalls einige spannende Ansätze.

Monroe Freeling bekommt aufgrund der Verletzungssituation eine große Bühne. Will Lee III hat bereits gezeigt, dass er keine Angst vor großen Namen hat. Lee Hunter und Zakee Wheatley müssen sich ihre Plätze erst noch verdienen.

Leider gehören zu einem Trainingscamp aber auch die bitteren Momente. Der Verlust von Nic Scourton wiegt schwer und die Verletzung von Chris Brazzell II ist für ihn persönlich und für die Panthers gleichermaßen bitter.

Trotzdem bleibt der Gesamteindruck für mich positiv.

Noch ist kein einziger regulärer Snap gespielt. Noch ist kein Spiel gewonnen. Noch ist überhaupt nicht klar, wie gut diese Panthers 2026 tatsächlich sein werden.

Aber genau das ist doch das Schöne am Trainingscamp.

Man darf wieder hoffen.

Keep Pounding!

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Neue Saison, neue Spieler – Eine Übersicht unserer Neuzugänge

Wir stellen euch noch einmal die Neuzugänge der Panthers vor und prognostizieren ihre Rolle im Team. Hier geht es zum Bericht.

Helden aus der zweiten Reihe – Mit Euphorie und Vorfreude in die letzten Wochen der Saison

Der gleichnamige Hollywood-Film „Helden aus der zweiten Reihe“ (eng: The Replacements) handelt von einer imaginären American-Football-Liga, welche in einen Streik tritt. Noch vor den Playoffs wird hier ein bereits in Rente gegangener Coach eingestellt, um aus Ersatzspielern und gescheiterten Spielern ein neues Team zusammenzustellen. Das Resultat ist eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Underdogs, die völlig unverhofft ihre zweite Chance erhalten.

Natürlich ist diese aus der Feder Hollywoods stammende Sportgeschichte nur bedingt auf die aktuelle Situation der Carolina Panthers anwendbar, doch immer, wenn augenscheinlich gescheiterte Teams mit eher unbekannten oder als mittelmäßig geltenden Spielern anfangen Spiele zu gewinnen, wird dieser Vergleich mit den „Helden aus der zweiten Reihe“ herangezogen.

Thomas aus unserer Redaktion hat sich die Mühe gemacht und vorliegenden Bericht verfasst, welcher einen Kommentar zur aktuellen Situation der Carolina Panthers darstellt. Ein Kommentar, der weniger auf Statistiken beruht, sondern einfach sein und vielleicht auch euer Gefühl zur aktuellen Situation beschreibt.

Einblick in die Gefühlswelt von Thomas aus der Redaktion des „The German Riot e.V.“

Natürlich handelt es sich bei unserem aktuellen Headcoach Steve Wilks nicht um einen bereits in Rente gegangenen Coach. Aber es ist ein Coach, der aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht gerückt ist. Ein Coach, der beispielsweise bei seiner Anstellung bei den Arizona Cardinals als gescheitert galt und jetzt nochmals beweisen will, dass er es besser kann. Dass auch er ein erfolgreicher NFL Headcoach sein kann.

Weiter wäre da ein Runningback wie D’Onta Foreman zu erwähnen, der 2017 von den Houston Texans gedraftet wurde und anschließend bereits mehrere Teams in der NFL durchlaufen musste. Ein Spieler, der nach dem Trade unseres einstigen Megastars Christian McCaffrey aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht rückte und hier zu überzeugen weiß. So konnte er seit seinem Aufstieg zum Starting-Runningback bereits 4 Spiele mit deutlich mehr als 100 Yards absolvieren.

Neben Foreman gibt es da aber endlich auch junge Spieler wie Terrace Marshall Jr., welche immer mehr in das Offensivspiel eingebunden werden und sich so endlich im Trikot der Carolina Panthers beweisen dürfen. 

Und neben all diesen Namen gibt es dann noch hochveranlagte Talente wie Jaycee Horn, Jeremy Chinn, Ikem Ekwonu oder Derrick Brown. Junge Spieler, die nun auch gefühlt von Spiel zu Spiel besser werden und ihr Herz auf dem Platz lassen. Angeführt werden die Jungstars von einem Shaq Thompson oder einem bärenstarken Frankie Luvu, welcher sich vor allem in dieser Saison zu einem meiner Lieblingsspieler entwickelt. 

Und dann haben wir da noch einen Brian Burns, für mich gefühlt der absolute Leader dieser Mannschaft. Ein Spieler, der bei Experten „noch“ nicht auf einer Stufe mit einem Myles Garrett oder Aaaron Donald gesehen wird. Ein Spieler, der zumeist auch noch unter dem Radar vieler Fans und Experten flog, aber diese Season alle Lügen straft. Mit seinen Stats hinsichtlich Sacks, Tackles und QB-Pressures beweist auch er, dass er zu den Elite-Passrushern gehört.

Steve Wilks haucht reißt Team und Fans wieder mit

All diese vorgenannten Faktoren, Coaches und Spieler sind dafür verantwortlich, dass es seit Wochen wieder Spaß macht, die Spiele der Carolina Panthers zu verfolgen. Am Ende der letzten Saison und zu Beginn dieser Season war es oft demotivierend und enttäuschend, die Spiele unserer Panthers anzuschauen. Jede Woche wurde über einen neuen möglichen Tiefpunkt gesprochen. Auch ohne jetzt unserem ehemaligen Headcoach die alleinige Schuld daran zu geben oder gar ihn zu „bashen“, muss man einfach konstatieren, dass mit der Verpflichtung von Steve Wilks neues Leben, ein neuer Spirit in das Team gebracht wurde.

War man vorher noch geneigt, sich lieber die Redzone anzuschauen, fiebert man jetzt wieder bei den Spielen der Carolina Panthers mit. Wir liefern in Spielen wie gegen die Broncos auch nicht die Stats eines Playoff-Contenders, aber das müssen wir auch nicht. Aber unsere Spieler, die Coaches an der Seitenlinie lassen ihr Herz auf dem Platz, sie kämpfen bis zum Schluss, versuchen alles für den Erfolg der Franchise.

Natürlich sehen wir unter Steve Wilks und gerade in der aktuellen Entwicklung des Teams auch immer wieder Niederlagen, auch schmerzhafte Niederlagen wie gegen die Cincinnati Bengals. Aber gerade nach diesem Spiel kommt unsere Mannschaft zurück und gewinnt in einer Regenschlacht ein Thursday-Night-Game gegen die Falcons.

Für mich persönlich, und darum handelt es sich auch hier um einen persönlichen Kommentar, sind wir aktuell in der besten Phase seit mindestens 3 Jahren. Ich hatte zwischenzeitlich Bedenken wie sich unsere Franchise entwickelt. Dass mit negativen Ergebnissen und vor allem der dazugehörigen Spielweise immer mehr Fans den Heimspielen fernbleiben, sich von der Franchise abwenden. Gerade in Hinblick auf die kommenden Spiele in Deutschland wären positive Ergebnisse und ein Team mit Charakter, ein Team, dass um jeden Punkt kämpft einfach Gold wert, um unsere Franchise, die Fanbase und in Hinblick auf die Deutschland Spiele auch den German Riot noch größer zu machen.

Blick nach vorne

Ich persönlich freue mich richtig auf die Zukunft dieses Teams, sei es die nahe Zukunft mit den restlichen Spielen der Season oder einfach die Entwicklung unserer jungen Spielern in den nächsten Jahren. Natürlich wird in der nächsten Offseason die Besetzung des Headcoaches, ein möglicher QB im Draft mitentscheidend für die Zukunft sein. Aber die letzten Spiele dieser Season zeigen uns, dass wir über genügend Spieler mit Talent und vor allem Herz verfügen. Insbesonders zeigt sich aber, dass diese Spieler endlich wieder für das stehen, was unsere Franchise ausmacht…KEEP POUNDING.

Wir stellen vor: Unsere Draft Picks des Jahres 2022

Wir stellen euch unsere Draft Picks 2022 vor. Wofür stehen die Spieler, was kann man erwarten und welche Rolle können sie spielen?

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