Spieltagsanalyse: Los Angeles Chargers – Week 3

Nach zwei Niederlagen zum Start, trafen die Carolina Panthers am dritten Spieltag auf die Los Angeles Chargers. Das Team aus Charlotte ging zwar als Underdog in die Partie, konnte das Spiel aber lange mit einer Führung bestreiten und schlussendlich auch mit 21-16 gewinnen. Besonders hervorzuheben ist die gute Leistung der Defense. Mit ihren vielen Big Plays war sie ein Garant für den Erfolg.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Auch wenn das Spiel siegreich gestaltet werden konnte, machte die Offense einen kleinen Rückschritt. Sie spielte sehr zurückhaltend, obwohl die Panthers die Führung fast über die gesamte Spiellänge in der eigenen Hand hielten. Versuchte man in vergangenen Spielen immer wieder Robby Anderson oder DJ Moore in Szene zu setzen, kam es in diesem Spiel eher zu kurzen Pässen auf Running Back Mike Davis. Vor dem Spiel erwähnte Offensive Coordinator Joe Brady, dass er Curtis Samuel mehr involvieren und seine Stärken mehr nutzen möchte. Das ein oder andere Mal fand man ihn als Running Back wieder, was sich jedoch nicht als erfolgreich herausstellte. Teddy Bridgewaters durchschnittliche Targettiefe (durchschnittliche Länge der Pässe durch die Luft) lag bei nur 4,5 Yards (nur Jared Goff warf in Woche 1 noch kürzere Pässe). So beendeten die Panthers die Partie zwar ohne Giveaway, gaben aber den Chargers immer wieder die Chance zurückzukommen.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Im Pass Rush kam es zum Duell zweier sehr guter Spieler. Joey Bosa zeigte noch in der letzten Woche, dass er selbst gegen den vielleicht besten Offensive Tackle – Mitchell Schwartz der Kansas City Chiefs – eigentlich nicht zu stoppen ist. Doch dieses Mal konnte er gegen Taylor Moton nicht groß aufspielen und wurde gegen Ende des Spiels sogar oft auf die unbeliebtere andere Seite geschoben, um den Duellen mit Moton aus dem Weg zu gehen.

Wahrscheinlich hat die Offense die Aufgabe bekommen, keine Giveaways zu produzieren. Diese warfen die Panthers vor allem im Spiel gegen Tampa Bay weit zurück. Der Plan ging auf, indem Bridgewater als Game Manager agierte und die Defense das Spiel für die Panthers gewinnen ließ.

Neben der Offense machte auch das Special Team ein schönes Play. Mit dem letzten Punt brachte man die Chargers in eine so schlechte Field Position, dass sie für den entscheidenden Touchdown anschließend 99 Yards benötigten.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Das Laufspiel war das große Manko in der Offensive unserer Panthers (21 Läufe für 81 Yards und -0,33epa/rush). Vor dem Spiel wurde noch von OC Joe Brady angekündigt, dass es leichte Veränderungen im Running Game geben wird, da nun Christian McCaffrey verletzt fehlte. Diese Veränderungen verschlechterten aber eher das Laufspiel. Weder Mike Davis, noch Curtis Samuel konnten in ihren Rollen als Ballträger überzeugen. So kamen die Panthers immer wieder in schwierige Third Down Situationen und mussten anschließend das Field Goal schießen oder den Ball sogar punten. Vielleicht wäre es in Zukunft lukrativer, wenn die Panthers wieder zum alten Running Style zurückzukehren und dann Reggie Bonnafon den Ball als Lead Back geben. Letztes Jahr hat er bereits unter Beweis gestellt, dass er mit diesem System gut zurechtkommt.

Neben dem schlechten Laufspiel brachte auch das Kurzpassspiel von Teddy Bridgewater das Team in schwierige Situationen. Gerade in der Redzone traf er oftmals skurrile Entscheidungen und warf bei Third Downs Receiver an, die keine Chance hatten ein neues First Down zu erreichen. Immer wieder mussten die Panthers ein Field Goal schießen. Der einzige Touchdown wurde auch nur erzielt, weil die Chargers beim Field Goal Versuch von Joey Slye eine Strafe kassierten und so den Drive Carolinas weiter am Leben hielten. Joey Slye verwandelte 5 von 5 Fieldgoals und hat maßgeblich zum Sieg der Panthers beigetragen.

In der zweiten Halbzeit konnten sich die Chargers dann mit ihrer Offense steigern und sorgten nicht mehr für viele Turnover. Das hatte zur Folge, dass die Offense nicht mehr so gute Feldpositionen hatte und dann auch nur noch drei Punkte in der zweiten Halbzeit erzielen konnte.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense war in diesem Spiel der entscheidende Faktor für den Sieg. Zwar konnten die Chargers immer wieder Drives zustande bringen, wo sie viele Yards verbuchten und so in Scoring Range kamen, doch in diesem Spiel gab es dann ganz oft die Big Plays der Panthers Defense, die immer wieder für gute Feldposition des eigenen Teams sorgten.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Der beste Akteur in der Defense war, wie schon gegen Tampa Bay, Edge Rusher Brian Burns. Wieder war er der Mann in der Defense der Panthers, den man nicht stoppen konnte. Diesmal sorgte er sogar mit seinem Strip Sack für einen Turnover. Zwar ist die Defensive Line gerade im Pass Rush nicht allzu stark besetzt, aber dafür kristallisiert sich Brian Burns immer mehr als einer der besten Pass Rusher der Liga heraus.

Neben Burns konnten nicht so viele Spieler im Pass Rush glänzen. Marquise Haynes sorgte jedoch mit seinem Sack für den ersten Sack überhaupt in dieser Saison für die Panthers. Er leitete damit eine verheißungsvolle Vorstellung der gesamten Defense ein.

Insgesamt ist es der Defense deutlich besser als in den ersten Spielen gelungen, Druck auf den Quarterback auszuüben.

Erwähnenswert sind in jeden Falle auch die Rookies, die teilweise mit tollen Aktionen glänzen konnten. Derrick Brown konnte als Run Stopper überzeugen und verbuchte zwei Stops für sich. Jeremy Chinn machte dagegen im vierten Quarter auf sich aufmerksam. Mit einem QB Hurry und einem wichtigen Stop brachte er die Chargers Offense in der ganz wichtigen Phase in große Schwierigkeiten.

Die Defense performte insgesamt als Team sehr gut. Neben den bereits genannten Spielern konnte Donte Jackson mit seiner zweiten Interception der Saison wieder auftrumpfen. Kurze Zeit später sorgte Shaq Thompson mit einem Forced Fumble für den nächsten Turnover.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Das große Problem dieser Defense war erneut die Coverage. Gerade gegen den besten Receiver eines Teams scheint Carolina noch kein Mittel gefunden zu haben. Keenan Allen wurde von QB Justin Herbert immer wieder gesucht und schenkte der Defense 132 Yards ein. Glücklicherweise machte Herbert so viele Fehler, die zu Turnover führten. Denn ansonsten hätten auch die Chargers viele Punkte erzielt. Die Coverage gegen gute Receiver muss sich schnellstmöglich bessern. Als nächster Gegner stehen die Cardinals mit Deandre Hopkins an.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel hat eindrucksvoll gezeigt, dass Carolina Spiele gewinnen kann und wahrscheinlich auch noch welche gewinnen wird. Die “Tanking for Trevor” – Sprechchöre sollten nach der Partie verstummen. Allerdings darf sich auf dieser Leistung nicht ausgeruht werden, denn die Performance war überhaupt nicht frei von Fehlern. Die Defense wird nicht in jedem Spiel gegen einen Rookie Quarterback spielen, der viele unnötige Fehler macht. Punktet der Gegner dann wieder mehr, muss dann auch Carolinas Offense wieder besser agieren. Trotzdem ist der Sieg natürlich Balsam für die Fanseele und lässt die Vorfreude auf das nächste Spiel nochmal ansteigen.

 

 

Quellen: rbsdm.com; espn.com; nextgenstats.com

Bildquelle: panthers.com

 

Spieltagsanalyse: Tampa Bay Buccaneers – Week 2

Nach der Niederlage der Carolina Panthers gegen die Las Vegas Raiders kam es diesmal zum Aufeinandertreffen mit Superstar Tom Brady und seinen Buccaneers. Nach einer desaströsen ersten Halbzeit konnten sich die Panthers zwar nochmal zurück ins Spiel kämpfen, verloren am Ende die Partie aber mit 17-31. Großes Manko waren dabei die vier Giveaways in der Offense.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Gerade zu Beginn hatte das Team um Quarterback Teddy Bridgewater große Probleme sich auf die Defense von Tampa Bay einzustellen. Wie auch schon 2019 blitzten die Buccaneers sehr oft und brachten dadurch Bridgewater immer wieder unter Druck. Dies führte nicht nur zu vielen ungenauen Pässen, sondern auch zu zwei Giveaways – in Form zweier Interceptions – in der ersten Halbzeit. Nach der Pause konnte man sich auf den Gegner zwar besser einstellen, doch da waren die Buccaneers schon so weit davongezogen, sodass man den Rückstand nicht mehr aufholen konnte. Nichtsdestotrotz lernte man es auf lange Sicht nicht, Lösungen für die aggressiv spielende Defense zu finden. Fraglich ist, weshalb die Offense nicht auf das viele Blitzen der Buccaneers reagieren konnte.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Das Auftreten in der Offense war zunächst sehr bescheiden. Vor allem die Offensive Line schien einen gebrauchten Tag zu haben. Lediglich Taylor Moton konnte in der Pass Protection gegen Superstar Shaquil Barrett glänzen und ihn gut aus dem Spiel nehmen. Ansonsten gab es eigentlich nur in der zweiten Halbzeit Highlights. Teddy Bridgewater sorgte dort zwar zunächst mit einem Fumble für den dritten Turnover der Panthers, doch zeigte er auch einige starke Würfe in enge Fenster. Die Turnover schmälern natürlich seine Leistung, aber davon abgesehen, sah er statistisch wieder sehr solide aus (33/42 Versuche angebracht, 367 Yards geworfen, 2 Interceptions, -0,14epa/Dropback). Diese Performance half auch den Receivern, denn mit Robby Anderson (109 Yards) und DJ Moore (120 Yards) konnten gleich zwei Passempfänger ihr Können aufzeigen.

Gegen die beste Laufverteidigung aus dem letzten Jahr hatte es Christian McCaffrey sehr schwer. Trotzdem konnte auch er dem Spiel mit zwei Touchdowns seinen Stempel aufdrücken. Bei seinem zweiten Touchdown verletzte er sich allerdings und musste zum Ende von Mike Davis ersetzt werden, der wiederum im Passing Game oft gesucht wurde.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Wie schon im ersten Spiel, sorgte auch gegen die Buccaneers eine Entscheidung beim 4. Versuch und 1 Yard für Diskussionsbedarf bei den Fans. Dabei wurde kritisiert, dass man den Versuch nicht klassisch ausspielte, sondern die Defense mit einem Fake Punt austricksen wollte. Safety Jeremy Chinn konnte bei seinem Lauf kein neues First Down erreichen und so wechselte das Angriffsrecht zu den Buccaneers.

Darüber hinaus kosteten Turnover immer wieder wichtige Punkte bei der Aufholjagd. Im Gegensatz zum Spiel gegen die Raiders hatte Bridgewater diesmal kein Interception-Glück. Neben seinen drei Giveaways verursachte WR Robby Anderson mit einem Fumble sogar noch einen weiteren Turnover. Die Offense wurde so immer wieder zurückgeworfen.

Vielleicht aus Angst vor weiteren Turnovern sah man von der Offense dann viele Läufe auf Early Down. Zwar wurde dies nach der Verletzung McCaffreys weniger, doch ist diese Entwicklung schon verwunderlich, denn OC Joe Brady kam als Passing Game Coordinator nach Carolina und man hätte eher vermutet, dass  der Ball nun grundsätzlich mehr geworfen werden würde. Gegen die wohl stärkste Rushing Defense wurde der Ball stattdessen immer wieder gelaufen, was dann aber auch immer wieder schnell gestoppt wurde. McCaffreys Performance im Running Game war zwar in Ordnung, aber keinesfalls außergewöhnlich (18 Läufe für 59 Yards Raumgewinn, 2 Touchdowns, 0,01epa/Carry).

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Auch dieses Mal offenbarte die Defense wieder große Schwächen. Wide Receiver Mike Evans konnte überhaupt nicht gestoppt werden und sorgte für ein Big Play nach dem anderen. Glücklicherweise änderten die Buccaneers nach der Pause ihren Gameplan und versuchten mehr den Lauf zu etablieren. Da die Panthers diesen aber sehr gut stoppen konnten (22 Läufe für 122 Yards, 3 Touchdowns, -0,13epa/Dropback), blieben die Buccaneers lange Zeit bei den aus der ersten Halbzeit erzielten 21 Punkten. Mit zwei guten Läufen im letzten Quarter sorgte dann aber Runningback Leonard Fournette doch für die Entscheidung zugunsten Tampa Bays.


Wer konnte in der Defense überzeugen?

Die Defense konnte die ersten Turnover der Saison verbuchen. Zunächst sprang DT Woodrow Hamilton nach einem misslungenen Handoff von Tom Brady an seinen Running Back auf den Ball und sorgte für seinen ersten Turnover der Karriere. Später in der Partie fing Cornerback Donte Jackson einen schlecht geworfenen Ball auf TE Rob Gronkowski ab. Jackson wurde zwar zu Beginn im Spiel oft von Evans geschlagen, hatte in der zweiten Halbzeit aber wiederum einige gute Aktionen.

Neben dem jungen Cornerback konnte auch Edge Rusher Brian Burns glänzen. Zwar machte er keinen Sack, doch trat er mit mehreren QB Hurries und Stops in Vorschein. Gegen einen schwächeren Quarterback sollte er mit solch einer Performance zu seinen Sacks kommen.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Wie im ersten Spiel war auch gegen Tampa Bay die Passverteidigung das große Problem (23/35 angebrachte Pässe, 217 Yards Raumgewinn, 1 Touchdown, 1 Interception, 0,16epa/Dropback). Glücklicherweise änderte Bucs Offensive Coordinator Byron Leftwich zur Halbzeit den Gameplan. Statt weiterhin die Duelle mit Mike Evans zu suchen, versuchte man es vermehrt mit dem Laufspiel. Somit endete das Spiel für Carolinas Defense nicht mit einer Katastrophe und man hatte zeitweise sogar die Chance gleichzuziehen.

Die Rookies konnten diesmal nicht so zum Vorschein treten. Gerade DT Derrick Brown zeigte wieder seine Probleme gegen Double Teams. Bei seinen schwerfälligen Vorstellungen jetzt zu Beginn der Saison sollte allerdings nicht vergessen werden, dass solche Performances von Rookies gar nicht unüblich sind und nun auch noch Kawann Short an seiner Seite fehlte.

Schwere Rückschläge bereiteten zudem die vielen Penalties gegen die Defense der Panthers. Statt dem 4. Versuch und einem anschließenden Punt bescherten die Panthers immer wieder neue First Downs. Tahir Whitehead leistete sich, wie schon gegen die Raiders, eine fragwürdige Pass Interference. Derrick Brown warf sich nach einem abgeschlossenen Spiel noch einmal auf den Angreifer der Bucs, welcher es zuvor nicht geschafft hatte ein First Down zu erreichen. Die Flagge flog dann als Folge auf diese unnötige Aktion auf das Spielfeld. Das Angriffsrecht verblieb dann bei Tampa Bay und führte folglich zu einem Touchdown. Diese Fehler müssen abgestellt werden!

Wie fällt das Fazit aus?

Die Tampa Bay Buccaneers waren im Spiel zu stark für die Panthers. Trotz der Überlegenheit wurde es zwischenzeitlich nochmal sehr spannend. Diese positiven Eindrücke gilt es nun mitzunehmen. Die Turnover müssen dabei vermieden werden. Kann man sie abstellen, sind die Panthers auch wieder stärker einzuschätzen. Die 17-31 Niederlage ist zwar vollkommen in Ordnung, Carolina sollte aber im Rückspiel trotz der Stärke des Gegners keinesfalls chancenlos sein.

 

Quelle: rbsdm.com espn.com

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Spieltagsanalyse: Las Vegas Raiders – Week 1

Lange haben wir auf das erste Saisonspiel hingefiebert. Das leider verloren gegangene Spiel am Sonntagabend stellte sich vor allem für die junge Defensive als der erwartete harte Brocken dar. In der folgenden Spieltagsanalyse könnt ihr das Spiel noch einmal Revue passieren lassen! Was lief gut? Was sollte noch dringend besser werden? Lest es hier nach! Viel Spaß!

Spieltagsanalyse Las Vegas Raiders – Week 1

Die Saison 2020 ist endlich gestartet. Die Carolina Panthers empfingen die Las Vegas Raiders und mussten sich in diesem Spiel leider mit 30-34 geschlagen geben. Viele tolle Aktionen konnten bestaunt werden und bis zum Schluss blieb die Partie offen. Ein Stopp der Raiders Defense – beim 4. Versuch & Inches kurz vor Schluss- entschied das so enge Spiel.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Vor dem Spiel waren alle Fans auf den neuen Look der Offense – mit Joe Brady als Offensive-Coordinator – gespannt. Die so sehr erwünschte Verbesserung konnte man bereits beim Season-Opener gegen die Raiders vernehmen. Bridgewater wurden viele Designs zur Verfügung gestellt, in denen er den Ball schnell werfen und somit bei der Offensive Line für Entlastung sorgen konnte. Zwischendurch kam es dennoch zu tiefen Pässen. Einer dieser Pässe führte zu einem 75-Yard Touchdown von Robby Anderson. Zwar wurde der Ball noch verhältnismäßig viel gelaufen, jedoch war eine Veränderung zur letzten Saison schon sehr deutlich zu erkennen. In den nächsten Wochen sind für die Offense weitere Schritte in die richtige Richtung zu erwarten.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Nachdem der große Umbruch eingeleitet wurde und nun das erste Spiel nach der Cam Newton-Ära stattfand, war der Druck auf Teddy Bridgewater enorm. In seinem ersten Spiel lieferte er dann aber eine sehr solide Vorstellung ab (22/34 Pässe angebracht, 270 Yards geworfen, TD, 0,23epa/Dropback, -1,5% Completion Percentage über den Erwartungen). Zwar gab es auch bei ihm noch schwächere Phasen im Spiel, doch insgesamt konnte er den Ball sehr gut und schnell an mehrere Receiver verteilen. Zwar muss seine Leistung innerhalb des Spiels noch konstanter werden, aber für den Beginn war die Performance vollkommen zufriedenstellend.

Im Running Game kam es wieder zu einer One-Man-Show von Christian McCaffrey (23 Carries, 96 Yards, 2 Rushing-TD, 0,13epa/Carry). Dort konnte er seine Klasse mit zwei Touchdowns unter Beweis stellen. Im Passing Game war er dagegen diesmal nicht der Dreh-und Angelpunkt. Bei seinen fünf Targets war er aber extrem effizient. Mit ihm in dieser Rolle scheint das Team sehr zu profitieren.


Was muss sich in der Offense bessern?

Das Play-Calling schien im Vergleich zur letzten Saison gerade im Passing Game deutlich verbessert. Zwar wurde der Ball sehr oft gelaufen, doch konnte man dies mit kreativen Passkonzepten lange Zeit immer wieder ausgleichen. Im letzten Drive übertrieb man es dann aber mit den vielen Runs. Folglich stellten die Raiders sich stärker auf das Laufspiel ein. Kurz vor Schluss durfte die Offense der Panthers noch einmal auf das Feld und hätte das Spiel mit einem Touchdown für sich entscheiden können. Nach drei Läufen durch McCaffrey entschied sich Carolina beim 3. Versuch & 4 erneut zu laufen. Im Zuge dessen kam es zu einem gefährlichen 4. Versuch & Inches. In einer engen Formation bekam Fullback Alex Armah dann die Chance, welche er aber leider nicht nutzen konnte. Die vielen Läufe kosteten den letzten Drive und somit auch den Sieg. Hier sollten die Panthers an einer besseren Balance zwischen Lauf- und Passspiel arbeiten.

Neben dem bitteren Ende fielen auch die vielen Drops bei fangbaren Bällen negativ auf. Schon in New Orleans war zu beobachten, dass die Receiver unter Teddy Bridewater fangbare Bälle viel häufiger fallen ließen als unter Drew Brees. Das Phänomen der vielen Drops ist nun auch in Carolina aufgetreten und zeigt, dass die Drops auf eine gewisse Art auch auf den Quarterback zurückzuführen sind. Um dem entgegenzuwirken muss die Offense am Timing arbeiten. Hier kann man den Spielern aufgrund der kurzen Vorbereitungen und ohne Preseason wenig Vorwürfe machen.


Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Der Umbruch zeigte sich besonders stark in der Defense. Vier Rookies mussten teilweise gleichzeitig auf dem Feld stehen. Dabei konnte weder der Lauf der Raiders (31 Carries, 133 Yards,  3 TD, 0,14epa/Carry) noch der Pass (22/30 Pässe angebracht, 239 Yards, TD, 0,43epa/Dropback) verteidigt werden. Wide-Receiver Henry Ruggs, TE Darren Waller und RB Josh Jacobs konnten immer wieder für Raumgewinn sorgen und auch Quarterback Derek Carr machte ein sehr solides Spiel. Auf die Panthers Defense kommt noch eine Menge Arbeit zu, wenngleich damit auch nach dem Umbruch zu rechnen war. Verpasste Tackles und Abstimmungsschwierigkeiten sollten mit jedem Spiel besser werden.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

In diesem Jahr steht hauptsächlich die Entwicklung der jungen Spieler im Vordergrund. Zwar hatte im ersten Spiel kein Spieler ein wirklich gutes Spiel, doch konnte Safety Jeremy Chinn mit einigen tollen Aktionen auf sich aufmerksam machen. Erstrundenpick Derrick Brown hatte zwar noch große Mühen mit der starken O-Line der Raiders, doch gelangen auch ihm einige gute Aktionen. Einen Stopp und einen abgewehrten Pass an der Line of Scrimmage konnte er für seine Statistik verbuchen. Für die beste Aktion in der Defense sorgte schließlich Rasul Douglas – der durch die Verletzung von Donte Jackson früh ins kalte Wasser geschmissen wurde – im letzten Quarter. Beim dritten Versuch konnte er einen Pass abwehren, was schließlich einen Punt erzwang.

Was muss sich in der Defense bessern?

Dass es das erste Spiel in der NFL für einige ist, merkte man vielen Spielern an. Gerade für Troy Pride Jr. schien alles noch viel zu schnell zu gehen. Immer wieder wurde er als Schwäche ausgemacht und angeworfen. Neben Pride taten sich jedoch die gesamte Secondary und auch die Linebacker schwer. Abgesehen von der tollen Aktion von Douglas gab es kaum gute Aktionen in der Coverage.

In diesem Spiel war auch die Defensive Line der Panthers sehr schwach. Dass der Pass Rush gegen die Offense nicht gut aussehen würde, war durch die schnellen Pässe der Raiders abzusehen. Doch leider konnte auch die Laufverteidigung, trotz zahlreicher Neuzugänge, noch nicht die erhoffte Steigerung zur letzten Saison liefern.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel zeigte eindrucksvoll, dass die Panthers dieses Jahr ein konkurrenzfähiges Team stellen. Die Offense konnte stellenweise schon sehr überzeugen und sollte auch das Fundament für einige Siege sein. Die Defense schwächelte leider erwartungsgemäß. Hier bleibt aber abzuwarten, wie sich das Team im Laufe der Saison steigert. Für viele Spieler war es das erste Spiel, weswegen es auch zu vielen Fehlern kam. Die Niederlage ist natürlich schmerzvoll, doch durch einige vielversprechende Aktionen gibt sie auch Hoffnung auf eine spannende Saison.

 

Quelle: Rbsdm.com; Espn.com

Bildquelle: Panthers.com

Matt Rhule: Der neue Headcoach an der Sideline

Ein Umbruch beginnt meist schon im Coaching-Staff. So verkündeten die Carolina Panthers am 07.01.2020 ihren neuen Headcoach für die kommenden 7 Jahre – Matt Rhule.

Für viele Fans ist Rhule noch ein relativ unbekanntes Gesicht, deshalb wollen wir ihn euch in diesem Bericht etwas vorstellen.

Matt Rhules Werdegang

Matt Rhule wurde am 31. Januar 1975 in New York geboren. Er selbst spielte Football in der Highschool als Linebacker. Seinen ersten Trainer-Job erhielt er 1998 als Linebacker-Coach am Albright-College. Anschließend wurde er Defensive-Line Coach an der Universität in Buffalo. Stationen bei der UCLA und Western Carolina University folgten. Im Jahre 2006 schloss er sich der Temple University in Philadelphia als Defensive-Line-Coach an. Zwei Jahre später wurde er dort als Offensive Coordinator befördert.

Seine erste NFL-Erfahrung konnte er 2012 als Assistent Offensive Line Coach bei den New York Giants sammeln.

Ein Jahr später, im Jahre 2013, wurde er zum Headcoach der Temple Owls ernannt.

In dieser Zeit als Cheftrainer gewann er 28 Spiele und musste hingegen nur 23 als Niederlage hinnehmen. Eine Conference Championship konnte er mit seinem Team gewinnen.

2016 wurde er zum neuen Headcoach der Baylor-University.  Dort konnte er insgesamt 19 Spiele für sich und sein Team entscheiden. 18 Spiele verlor er als Headcoach der Bears. Erwähnenswert ist, Rhule gewann einen Texas Bowl und wurde zum Trainer des Jahres 2019 der Big 12 Conference gewählt.

Wie ist Matt Rhule als Headcoach?

“Matt ist ein guter Menschenkenner. Ich denke, es macht dabei keinen Unterschied, ob er am College oder in der NFL trainiert. Er wird hohe Standards setzen und fordern, dass alle an einem Strang ziehen”, erklärte der Panthers-Besitzer Tepper. “Er musste hart arbeiten, um an diesen Punkt zu kommen. Ich bin froh, dass er hier ist”, fuhr er fort.

Auch in der Eröffnungsrede zeigte Rhule auf, was ihm wichtig ist und wie er dieses Team leiten möchte: „Keep Pounding ist nicht nur der Mannschaftsslogan, sondern eine Arbeitseinstellung. Wir werden ein taffes, wettbewerbsfähiges Team auf den Platz stellen. Dafür werde ich jeden Tag unermüdlich arbeiten und ich erwarte dasselbe von meinen Spielern.”

Zum Abschluss der Eröffnungsrede fügte er selbstbewusst hinzu: „Ich werde den Super Bowl gewinnen. Diese Stadt, dieser Verein, diese Fans haben das verdient. Sobald ich hier fertig bin, lege ich den Anzug ab und werde anfangen zu arbeiten.“

Um sein selbstbewusstes Ziel erreichen zu können, setzt Rhule neben „Old-School-Discipline“ auch auf moderne Technologien. Die medizinische Abteilung sowie detaillierte Analysen und Sportwissenschaft genießen beim neuen Headcoach einen hohen Stellenwert. Genau diese Mischung aus Disziplin, gepaart mit modernen Spielansätzen hatte sich Besitzer Tepper zu Beginn der Kandidatensuche gewünscht.

Seitdem bekannt ist, dass Rhule bei den Carolina Panthers übernimmt, haben mehrere Spieler erwähnt, dass Rhule die Art von Trainer ist, für den sie durchs Feuer gehen würden.

Dazu gehört unter anderem Safety Juston Burris, der auf die Frage, wieso er bei den Panthers unterschrieben hat, folgendes antwortete: „Es ist einfach (Rhules) Anwesenheit. Es war etwas, dass man bei diesen (virtuellen) Teamtreffen erkennen konnte. Er befehligt einen Raum und er verlangt Respekt. Man merkt, wenn wir seinen Lehren folgen, werden wir erfolgreich sein.“

Hohe Intensität beim Training und im Lockerroom

Rhule ist ein Fan davon, das Tempo während dem Training hochzuhalten. „Ich denke, wenn es beim Üben etwas schneller ist, fühlt es sich beim Spiel viel, viel langsamer an”, sagte Rhule. “Dann ist man hoffentlich in besserer Form.“

Auch Taylor Moton scheint diese Art von Training zu gefallen. „Ich denke es ist wirklich gut, dafür zu sorgen, dass wir das Team mit der besten Kondition haben. Vor allem, wenn es auf die knappe Zeit des vierten Viertels ankommt. Wenn wir dann da draußen sind und uns 100-prozentig konzentrieren können, weil wir in der besseren Form sind. Mir gefällt, wie effizient das Training ist”

Rhule sagte, dass er gerne mit einer Wettkampfphase im Training beginnt,  um die Energie der Spieler zu steigern. Daraufhin zollte er seinen Assistenten Anerkennung dafür, wie sie die Spieler während der individuellen Drill-Einweisung mit der nötigen Energie versorgen.

“Ich sage unseren Trainern immer wieder: Lasst uns sicherstellen, dass wir die Energie selbst vorleben, die wir von den Spielern sehen wollen. Lasst uns sicherstellen, dass wir die Detailgenauigkeit haben”, sagte Rhule. “Wir sind kein Rah-Rah, sondern High-Five. Wir coachen und geben Details vor” Es geht also darum, dass man sich beim Trainieren viel Mühe gibt und viele Details kennt.

Aber wenn man bedenkt, wie merkwürdig diese Preseason und dieses Trainingslager ist, macht es Sinn, dass Spieler und Trainer auf dem Rasen voller Energie sind. Wie Burris es ausdrückte, ist Training, wenn sich die Dinge während einer Pandemie so normal anfühlen wie möglich.

Der Headcoach teilte eine ähnliche Einschätzung:

“Das ist es, was wir gerne tun. Wir sitzen hier in Meetings, wir kommen um 6 Uhr morgens ins Gebäude. Wir sind bis acht, neun Uhr abends hier. Die einzige Zeit, in der wir uns amüsieren können, ist das Training. Wir versuchen also, das Training gleichzeitig unterhaltsam, kompetitiv und hart zu gestalten.“

Matt Rhule glaubt an die Kontrolle – idealerweise über das Laufspiel – eines Footballspiels. Er coacht sein Team eher aggressiv, zum Beispiel spielt er gerne – in Absprache mit seinem Offensive Coordinator – kurze, vierte Versuche aus.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass er die Spielzüge der Offense callen wird. Jedoch wird er zusammen mit Brady das Schema bearbeiten und seine Ideen einbringen.

Auch mit Snow harmoniert Rhule perfekt, da diese schon lange zusammenarbeiten und ein super Verhältnis zueinander pflegen.

Einschätzung: Passt Matt Rhule zu den Panthers?

Matt Rhule ist ein Trainer, für den die Spieler durchs Feuer gehen.

Das merkt man unter anderem auch daran, dass Spieler wie Robby Anderson oder auch P.J. Walker, die bereits mit Rhule gearbeitet hatten, sich für die Carolina Panthers entschieden haben.

Gerade in einem jungen Team im Umbruch, ist ein neuer Headcoach, der den Locker-Room hinter sich hat, genau das Richtige.

Nicht nur das Team steht hinter Matt Rhule, sondern auch der Besitzer Tepper scheint sehr angetan vom neuen Headcoach zu sein. Das zeigt auch die Laufzeit des Vertrags von über 7 Jahren.

Rhule wird genug Zeit bekommen, um sich sein Team aufzubauen.

Wir hoffen, dass er sein Versprechen in der Eröffnungsrede halten kann und eines Tages den Superbowl nach Carolina holt.

Empfehlung:

Möchtet ihr mehr über die Spielzüge der Offense oder über die Aufstellungen der Defense wissen? Dann empfehlen wir die Beiträge über Joe Brady oder Phil Snow unter “On Field”

 

Die 5 größten Duelle im Trainingscamp der Carolina Panthers

Die Carolina Panthers haben ihre Franchise in der Offseason 2020 ordentlich umgekrempelt. Im Trainerstab, sowie auf dem Spielfeld haben einige Veränderungen stattgefunden.

Begonnen hat alles mit dem Trainerwechsel von Ron Rivera zu Matt Rhule, der 3 Jahre lang die College-Mannschaft von Baylor betreute. Seitdem wurde der Kader stark verändert. Unser jahrelanger Franchise-Quarterback Cam Newton wurde entlassen und durch Teddy Bridgewater ersetzt. Dieser wurde mit einem 3-Jahresvertrag in Höhe von 63 Mio. Dollar ausgestattet. Namen wie Luke Kuechly, Greg Olsen, Eric Reid oder Gerald McCoy werden nächste Saison nicht mehr für die Panthers auf dem Platz stehen.

Ein Lichtblick der Offseason war die Vertragsverlängerung von Star-Runningback Christian McCaffrey. Mit der Einigung auf einen 4-Jahresvertrag in Höhe von 64 Mio. Dollar machte man ihn zum bestbezahlten Runningback der NFL.

Zudem stimmte der Draft die Panthers-Fans größtenteils positiv. Historisch bisher einmalig drafteten die Carolina Panthers ausschließlich Defensivspieler mit ihren insgesamt 7 zur Verfügung stehenden Picks. Die Hoffnung auf eine starke Defensive in den nächsten Jahren wächst in allen Anhängern der Panthers heran.

 

 

 

 

Nach dieser kleinen Rückschau ist es Zeit in die Zukunft und somit auf die heißen Duelle des Trainingscamps zu schauen. Wer kann sich beweisen und sich einen Platz im Kader erkämpfen? Schauen wir es uns an!

Juston Burris gegen Jeremy Chinn um die Rolle des Strong Safety (SS)

Um Jeremy Chinn an der 64. Stelle des Drafts auszuwählen, tradeten sie extra hoch. Das ist ein Indiz dafür, welch hohes Ansehen Jeremy Chinn bei der Führungsetage genießt. Viele sehen ihn als zukünftigen Strong Safety der Panthers. Doch könnte es sein, dass hier die Rechnung ohne den Wirt gemacht wird? Ganz unwahrscheinlich ist es schließlich nicht, dass Juston Burris – kommt als Free Agent aus einer seiner besten Saisons – als SS gegen die Raiders starten wird. Es hängt auch davon ab, wie die Panthers Jeremy Chinn einsetzen wollen. Aufgrund seiner Athletik könnten sie ihn auch auf anderen Positionen gut gebrauchen. Und das muss nicht zwangsläufig direkt als Starter sein.

Coach Rhule äußerte sich via „The Charlotte Observer“ folgendermaßen über Chinn:

„Wir denken, dass wir ihn so trainieren können, dass er Safety, Nickel oder auch SAM spielen kann. Er kann aber auch als Cornerback Nr. 2 agieren, wenn er reinkommt. Danach wieder den Nickel oder Dime übernehmen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass er die Runningbacks oder Tight Ends decken kann. Wenn ich mir anschaue, auf welche wir davon in der NFC South treffen, ist Jeremy Chinn ein Spieler, den wir auf sie ansetzen können.“

 

Eli Apple gegen Troy Pride Jr. im Duell um den Job als startender Cornerback (CB) neben Donte Jackson

 In der Secondary der Panthers hat sich in der Offseason einiges verändert. James Bradberry, Ross Cockrell und Javien Elliot werden nicht mehr für die Panthers auflaufen und wurden durch Troy Pride Jr., Thomas-Oliver und Eli Apple ersetzt. Eli Apple ist ein ehemaliger 1. Runden-Pick, der letzte Saison 15. Mal für die Saints startete. Donte Jackson ist der beste Cornerback des Teams. Die Panthers brauchen jedoch auf der anderen Seite eine solide Nr. 2. Es scheint so, als wäre Eli Apple favorisiert. Man darf jedoch nicht Troy Pride Jr. außer Acht lassen, der sich die Aufmerksamkeit des Head Coaches bereits erarbeitet hat.

Coach Rhule sprach in einem Interview über Pride Jr.:

„Ich hatte bereits eine großartige Videokonferenz mit ihm. Meine Frau bekam die Unterhaltung während sie kochte mit und fragte mich nach Beendigung der Videokonferenz, mit wem ich gesprochen habe. „Das ist ein Profi“ sagte sie zu mir. Bei Troy handelt es sich um einen sehr reifen Mann, der viel Football gespielt hat. Und bei solch einer Offseason, ohne die offiziellen Trainingseinheiten, denke ich, wird er aufgrund seiner Reife reinkommen und sofort helfen.“

Dass es keine richtige Vorbereitung gab, wird besonderen Einfluss auf die „Rookies gegen Veteranen“-Duelle haben. Die Rookies waren die letzten Monate sehr fleißig was ihre Vorbereitung angeht. Dies kann im Einzelfall dafür ausschlaggebend sein, dass sie am Ende die Nase vorne haben.

Es scheint so, als könnte Troy Pride Jr., der auf seinem College Notre Dame auch Teil des Sprintteams war, aus seiner guten Vorbereitung Kapital schlagen können.

 

Das Battle um den Spot als Rechter Guard (RG) zwischen Michael Schofield und Dennis Daley

 Center Matt Paradis und rechter Tackle Taylor Moton werden offensichtlich als einzige Starter aus der Saison 2019 zurückkommen. Unser ehemaliger Pro Bowler und rechter Guard Trai Turner wurde gegen Russel Okung, den linken Tackle der Chargers getradet.

Zudem verpflichteten die Panthers den 60-maligen Starter John Miller von den Bengals. Ihm scheint der Spot als Starter auf der linken Guard-Position so gut wie sicher.

Folglich bleibt nur noch der Platz des rechten Guards vakant. Und dieser wird schwer umkämpft sein. Hier könnte es zum Show-Down zwischen Michael Schofield und Dennis Daley kommen.

Dennis Daley wurde letztes Jahr in der 6. Runde gedraftet und wurde direkt ins kalte Wasser geworfen. Und man kann sagen, dass er hinsichtlich der Pass Protection ganz gut abgeliefert hat. Diese Erfahrung könnte ihm für eine komplette Saison 2020 weiterhelfen.

Ihm im Weg steht kein geringerer als Michael Schofield, der 7 Jahre Erfahrung mit sich bringt und die Panthers als rechter Tackle der Denver Broncos im SuperBowl 50 besiegte. Seine Erfahrung kann ausschlaggebend sein für seine Rolle als Starter bei den Panthers. Zudem hat Schofield bereits mit Okung und auch dem neuen Offensive Line Coach Pat Meyer in Los Angeles zusammengearbeitet. Zuletzt kommt hinzu, dass Schofield auch 3 Jahre lang zusammen mit Matt Paradis in der O-Line der Broncos stand.

Wer wird Backup Quarterback (QB) hinter Teddy-B ? Wird es Will Grier oder P.J. Walker?

Dass Teddy Bridgewater der gesetzte Quarterback ist, daran zweifelt niemand. Das Rennen und seinen Backup-Platz scheint jedoch offen zu sein.

Will Grier wurde letzte Saison in der 3. Runde des Drafts von den Panthers ausgewählt. 2 Mal stand Grier als Starter auf dem Spielfeld. Dort brachte er weniger als 54% der Bälle an den Mann. Zudem warf er insgesamt 4 Interceptions. Dass er die wiederkehrenden Spieler der letzten Saison schon kennt, könnte in seine Karten spielen und ihm einen Vorteil verschaffen.

P.J. Walker spielte in den Jahren 2013-2016 unter Coach Rhule für die Temple University. Letztes Jahr war auf bestem Wege der MVP der neugeschaffenen XFL zu werden, ehe diese inmitten der Saison abgebrochen wurde. Walker‘s Rekord mit den Houston Roughnecks lag bei 5:0 Siegen. Er warf 1,388 Yards, 15 Touchdowns und dabei 4 Interceptions. Walker lebt seit einigen Monaten in Charlotte und trainierte in der letzten Zeit mit Daniel Jones von den New York Giants und dem ehemaligen Duke Quarterback Anthony Boone.

Boone über P.J. Walker via „The Observer“:

„Er ist der Typ, der bei der richtigen Möglichkeit, in der richtigen Zeit und den richtigen Umständen, dieselben Leistungen in der NFL abrufen kann. Er ist geschärft und geschliffen“

 

Wird Tahir Whitehead der Nachfolger von Luke Kuechly als Middle Linebacker (MLB), oder hat Jermaine Carter eine Chance?

Bekannterweise begab sich die Franchise-Legende Luke Kuechly in die frühe, jedoch wohl verdiente Rente. Anstatt den einen Erben für den Posten neben Shaq Thompson zu verpflichten, priorisierte man eher den Aufbau der gesamten Defensive beim Draft. Tahir Whitehead wurde als Ersatz für Luke Kuechly in der Free Agency verpflichtet. Whitehead tat sich in der letzten Saison bei den Raiders schwer beim Verteidigen gegen den Pass.

Die langjährige Erfahrung von Whitehead wird ihm zunächst einen vorläufigen Vorsprung für das Duell mit Carter geben. Doch klar ist auch, dass die Türe für jüngere Athleten aus den eigenen Reihen offen steht.

Und in den Startlöchern steht Jermaine Carter, welcher der wohl interessantere Spieler im dritten Jahr bei den Panthers ist. Immerhin hat der 5. Runden-Pick im Saisonfinale gegen die Saints Tackles im zweistelligen Bereich auf dem Spielfeld gezeigt. Andre Smith, der 2 Runden später als Jermaine Carter im selben Draft gewählt wurde, wird sich wahrscheinlich hinten anstellen müssen. Denn bis jetzt konnte er noch nicht auf sich aufmerksam machen. Aber auch da ist abzuwarten, ob er den Trainerstab nicht doch durch starke Leistungen im Trainingscamp überzeugen kann.

Letztlich ist noch Pass-Rushing-Spezialist Christian Miller zu erwähnen, der normalerweise eine Rolle als Outside-Linebacker einnehmen wird. Wie Smith hat auch er nur eine minimale Chance auf den Job als Erbe von Luke Kuechly.) (Anm. d. Red.: Christian Miller gab am 03.08.2020 bekannt, dass er freiwillig die Saison 2020 aussetzen wird) . Der Trainerstab wird wohl auf ein gutes Trainingscamp vom jungen Jermaine Carter hoffen und ihn dann guten Gewissens in das Duell mit Whitehead schicken.

Quelle: CBS Sports
Bilder: Carolina Panthers

Phil Snow: Der neue Defensive Coordinator bei den Panthers

Am 20. Januar 2020 stellten die Carolina Panthers ihren neuen Defense-Coordinator Phil Snow vor. Doch wer ist unser neues Mitglied im Coaching-Staff?

Rückblick

Phil Snow wurde am 22. Dezember 1955 in California geboren. Snow ist derjenige, der die meiste Erfahrung in unserem neuen Coaching-Staff in der Vergangenheit sammeln konnte. Er hat bereits 37 Jahre Erfahrung als College-Coach und war bereits für sieben Colleges tätig, u.a. bei UCLA, Washington, Arizona State, Boise State und Temple and Baylor. Zudem konnte er bereits, von 2005 – 2008, vier Jahre NFL-Erfahrung als Linebacker-Coach bei den Detriot Lions sammeln.

2013 wurde Snow Defense-Coordinator in Temple. Headcoach war zu dieser Zeit Matt Rhule. Zusammen wurde die Defense von Snow und Rhule in der AAC die beste Defense in den Jahren 2015 und 2016. Auch die Zeit in Baylor sollte für Snow erfolgreich werden, denn dort wurde die Defense 1st in der „total-Defense“, zweiter bei den meisten Turnover (30), dritter was Interceptions (17) betrifft und achter in Sacks per Game (3,31).

In dieser Zeit bei Baylor lies Phil Snow seine beste Fähigkeit aufblitzen, durch das Anpassen der Defense-Formationen an das Spielerpersonal. Während er die ersten zwei Jahre eine 4-3 Base oder Bear-Front spielen lies, switchte er 2019 auf eine 3-3-5 („30 Stack“) – Defense, da sich sein Spielerpersonal änderte. Dies brachte auch umgehend Erfolg, hatte man in den ersten beiden Jahren noch die zweit und drittmeisten Punkte kassiert, konnte man im dritten Jahr die wenigsten Punkte pro Spiel in der Conference verzeichnen (19,3).

Snow kommentierte dies, dass er normalerweise zwei Jahre bräuchte, um seine Defense erfolgreich umzustellen. Da er aber bei Baylor 20 Freshmans hatte, brauchte er dort ein Jahr mehr, um die Defense richtig zu justieren.

Auswirkungen und Formationen

Welche Defense-Formation können wir bei den Carolina Panthers erwarten?

Dazu gibt sich Snow noch sehr bedeckt. “Sie werden uns in vielen verschiedenen Formationen sehen, ich denke, dass man heute sehr vielfältig sein muss“, kommentierte Snow auf die Frage, wie die Defense bei den Panthers aussehen werde. Jedoch lies er auch schon hören, dass er gerne Four-man, Three-man und Bear – Formationen spielen lassen würde.

4-3 Defense:

Die 4-3 Defense ist eine der bekanntesten Defense-Formationen in der NFL. Aus dieser Grundformation werden die meisten, bekannten, Zone-Coverages, wie Cover 2, Cover 3 oder Cover 4 gespielt. Aber auch eine Man-to-Man Coverage ist hier durchaus möglich. Die 4-3 Formation besteht aus vier Defensive-Linemans und drei Linebacker. Diese werden oft als „Front-Seven“ betitelt. Unterstütz werden diese durch vier Defensive Backs in der „Secondary“ – also Cornerbacks oder Safties.

Bei der 4-3 Defense kommt es vor allem auf die Defensive Ends an. Hier ist jeder für einen so genannten „Gap“ zuständig. Gaps sind die festgelegten Lücken zwischen den Spielern der O-Line.

  • A-Gap: Zwischen Center und Guard
  • B-Gap: Zwischen Guard und Tackle
  • C-Gap: Zwischen Tackle und Tight End
  • D-Gap: Außenseite des Blocking Tight Ends

Jeder der vier Linemans ist für mindestens eins dieser Gaps zuständig und versucht hier entweder das Running-Game zu stoppen oder zum Quaterback durchzubrechen.

Vorteil:

Druck ausüben – Die 4-3 Defense ermöglicht durch die zwei Pass-Rusher genug Druck auf den Quarterback auszuüben, während sieben Spieler in Deckung gehen können (die drei Linebacker + vier Defensive Backs).

Nachteil:

Qualität ist wichtig – Das wichtigste in dieser Formation sind die Defensive-Ends. Sind diese nicht gut genug, hat der Quarterback zu viel Zeit. Gap-Verteidigung – Sollte bei einem Laufspielzug ein Verteidiger seinen Gap nicht verteidigen können, bricht das System in sich zusammen. Wird zum Beispiel bei einem Lauf die Mitte freigeblockt und der Running Back kommt durch, steht der Middle-Linebacker alleine da.

3-3-5 Defense:

Die 3-5-5 Defense ist perfekt für Verteidiger mit einer Kombination aus Speed, Power und guten Coverage-Fähigkeiten. Dies ist besonders wichtig, um mit einer gegnerischen Offense mitzuhalten, die den Ball häufig passt. Die Formation besteht aus drei Defensive-Linemans und fünf Defensive-Backs.

Vorteil:

Schnellere Defense – Durch das Einsetzen von mehr Defensive Backs als Defensive Linemans kann die Defense mehr Speed auf das Spielfeld bringen.

Verwirrung stiften – Da viele Offense mit einer 3-5-5 Formation nicht so vertraut sind, werden es die Quarterbacks und O-Line schwerer haben, die Matchups anhand der Formationen zu erkennen.

Vielfältig einsetzbar – Die 3-5-5 Defense ist nicht nur gegen Pass effektiv, sondern kann auch gut gegen Lauf eingesetzt werden. Die Safties können nahe der Line of Scrimmage eingesetzt werden und so den Lauf besser unterstützen.

Die Mitte ist zu – Durch die extra Defensive Backs und Linebacker ist die Lücke in der Mitte zu. Dies ist besonders gut, da heutzutage die Offensive diesen Platz gerne für kurze Crossing Routes nutzen wollen.

Nachteil:

Schweres Durchkommen zum QB – Mit nur drei Linemans ist die O-Line in der Überzahl. Die O-Line hat nun mehr Spieler zur Verfügung, um bei einem Blitz den Verteidiger abzufangen, bevor dieser Druck auf den Quarterback ausüben kann.

Mehr Zeit zum werfen – Der Druck bei einer 3-3-5 Verteidigung dauert länger, da die Linebacker und der Saftey weiter von der Line of Scrimmage entfernt sind. Somit hat der Quarterback mehr Zeit sich einen Receiver auszusuchen und den Pass anzubringen.

Erfordert Schnelligkeit – Ein langsames Defense-Team könnte Probleme haben, mit den Receivern, Tight Ends oder Running Backs mitzuhalten.

Erfordert Athletik – Eine 3-5-5- Verteidigung kann ohne größere, stärkere Defensive Backs, die gut Tackeln können, nicht funktionieren. Weniger Linemans bedeutet, dass mehr in der Secondary getackelt werden muss, die oft aber die letzten Spieler in der Formation sind. Sollte hier nicht richtig getackelt werden, ist der Weg zur Endzone frei.

Bear-Formation (46 Formation):

Die Bear-Formation besteht aus vier Defensive Linemans, einem Linebacker und vier Spieler in der Secondary. Der Unterschied ist jedoch, wie sich die Spieler aufstellen. Zusätzlich zu den vier Linemans stellen sich der Strong-Saftey sowie ein Linebacker noch vor dem Snap an die Line of Scrimmige. Dies bringt von Beginn an Druck auf die O-Line.

Vorteil:

Verwirrung stiften – Wie oft sieht die Offense 6 Defender noch vor dem Snap an der Line of Scrimmige stehen? Die Antwort ist, vermutlich nicht sehr oft. Die Formation hält die Offense auf Trab und zwingt sie dazu, ihr Spiel an die eine Formation anzupassen, die sie bisher kaum kennen.

Druck schaffen – Sechs Spieler die bei jedem Play die Line of Scrimmige attackieren. Und das bereits ohne, dass die Defense sich für einen Blitz entscheidet und noch einen Spieler nach vorne schicken. Bei den meisten Plays sind das zu viele Verteidiger für die O-Line zum Blocken und so können schnell Lücken für Sacks entstehen.

Vielseitig – Die 46 Defense ist nicht nur gegen den Lauf gut. Auch gegen den Pass ist sie wirksam, da immer fünf Verteidiger gegen den Pass verteidigen, zusätzlich kann hier immer einer der zusätzlichen Defensive Linemans zurückfallen und ebenfalls in die Coverage übergehen.

Nachteil:

Anfällig für Crossing-Routes – Da der Quarterback keine Zeit hat um den Ball lange zu halten, wird die Offense hier mit kurzen Pässen agieren. Die zwei extra Spieler an der Line of Scrimmage könnten Platz für die Receiver offenbaren.

Ohne Druck anfällig – Sollte die O-Line dem Druck standhalten können, so könnte es für die Verteidiger ein langer Abend werden. Keinen Druck mit einer 4-6 Formation erzeugen zu können ist der Alptraum für jede Defense. Die Offense kann nun den offenen Platz nutzen, um die Defense zu zerlegen, da in der Secondary nur drei Spieler stehen.

Erfordert viel Kraft – Die Formation verlangt viel Kraft von den beiden zusätzlichen Verteidigern ab.

Die Defensive Linemans sind es gewohnt bei jedem Snap einiges abzubekommen. Die Strong Safteys und Linebacker aber nicht. Das könnte die Spieler über die gesamte Spielzeit extrem ermüden, wenn sie nicht auf diese zusätzliche Physis vorbereitet sind.

Einschätzung

Passt Phil Snow zu den Panthers?

Ja – aufjedenfall. Gerade die Fähigkeit seine Formation auf das vorhandene Spielermaterial anzupassen wird bei den Panthers aufgrund der neu zusammengesetzten und vor allem sehr jungen Defense wichtig sein. Snow erwähnte immer wieder, dass er erst Aussagen zu seinem Coaching treffen könne, sobald er seine Spieler kennenlernen kann. Dennoch – er kennt sich mit jungen Spielern bestens aus und kann, wenn man ihm die Zeit dazu gibt, die Formation und die Spieler bestens abstimmen.

Zudem ist er ein Coach, der es liebt aggressiv und physisch zu spielen, Turnovers zu kreieren und die Offense mürbe zu machen. Außerdem sind Rhule und Snow seit Jahren ein gutes Team und kennen sich bestens. Phil Snow ist ein erfahrener, motivierter Coach, der selbst kein Interesse an einem Headcoach – Job hat: „Ich wusste, dass ich Coordinator werden wollte. Ich wollte unterrichten. Ich liebe es, ein Playbook zusammenzustellen und dieses auf dem Football-Feld lebendig werden zu lassen“.

Gerade dieser jungen Defense wird ein so motivierter und erfahrener Coach guttun. Wir werden gespannt sein, wie lange Phil Snow brauchen wird, um eine Defense zu formen, vor der die Quarterbacks in der NFL Alpträume haben werden.

 

Quelle Bilder: www.footballadvantage.com

Community Pick No7 – Isaiah Simmons

Als letzten Kandidaten und somit auf Platz 1 mit 63% der Stimmen gewählt, stellen wir euch heute Isaiah Simmons, Linebacker von den Clemson Tigers vor.


1.Down & short

  • Alter: 21 Jahre, geboren  in Omaha, Nebraska
  • 108Kg auf 193cm
  • Highschool: Olathe North HS, Kansas
  • College: Clemson Tigers
  • Award: Unanimous All-American, ACC Defensiv-player of the year, First Team All-ACC, Unanimous All-American, Butkus Award (alle 2019)

2nd & long

„Seine Position ist Defensive.“;„Er ist der moderne Prototyp eines NFL-Defensiv-Spielers. “Nur ein kleiner Auszug von Aussagen einiger Experten zu Isaiah Simmons. Er wird mit Sicherheit einer der spannendsten und in vielen Augen auch der vielversprechendste defensive Rookie im Draft. Simmons kann 5 Positionen spielen. Im College spielte er als Slot-Cornerback, Strong Safety, Free Safety, Middle- und auf seiner Stammposition des Outside-Linebackers. Auch wenn er auf der Position des  Outside-Linebacker seine Auszeichnungen erhalten hat, hätte er auf mindestens 2 weiteren Positionen diese Auszeichnungen erhalten können. Simmons gilt eigentlich als klarer Pick in den Top 5 der ersten Draftrunde 2020. Da die Teams vor uns aber andere „Needs“ haben könnte es passieren, dass er bis zu uns an Nr.7 rutscht.

Allerdings beginnt Isaiah Simmons Football-Geschichte etwas früher und genau dort beginnen wir nun.
Geboren im Juli 1998 in Omaha Nebraska interessiert sich Isaiah schon früh für Sport. Im Jahr 2006 von Mitschülern in Omaha noch als lang und schlaksig betitelt, entwickelt sich Simmons schnell im Laufe der Jahre zu einem athletischen Sportler mit Interesse an vielen Sportarten. Nach einem Umzug nach Kansas City ist in der Highschool aber schnell klar, Isaiah will Football spielen. Wer denkt, dass Simmons „NUR“ ein defensiver Allrounder ist liegt falsch. In der Highschool spielte er nicht nur Linebacker und Safety sondern auch Running Back und Wide Receiver. Und das, wer könnte es auch anders denken, mit richtig ordentlichen Zahlen. 92 defensiven Tackles stehen 29 Passfänge für 994 yards und 13 Touchdowns gegenüber. Außerdem lief Simmons 23 Mal als Running Back für 148 yards, 2 Touchdowns und einen 98 yard Kickoff-Return Touchdown.

Unter vielen College-Angeboten aus Michigan, Nebraska, Missouri und von der LSU entschied er sich Ende 2015 für die Clemson University in South Carolina. Nun könnte man meinen, weil dort Carolina steht, könnte es sich um ein gutes Omen für uns handeln. Wer aber nun hofft, wir könnten aufgrund der Nähe gute Verbindungen nach Clemson und somit zu einem der Top 10 Colleges des Landes haben, liegt komplett falsch. In der gesamten Geschichte unserer Franchise haben wir nicht einen Spieler aus Clemson im Draft gezogen. Es gibt viele Theorien, warum wir nie einen Spieler aus einem der besten Colleges des Landes gedraftet haben. Aber hoffen wir, dass nicht eine davon wahr ist. Das würde sonst bedeuten, dass Isaiah auch wenn er nochauf dem Draft Board wäre, nicht von uns gepickt werden würde und ich bin mir sicher, dass würde niemand nachvollziehen können.

In Clemson spielte Simmons unter dem bekannten Headcoach Dabo Swinney und dessen congenialen Defensiv-Koordinator Brent Venables und legte 2016 zunächst ein Redshirt Jahr ein. In 5 Jahren am College dürfen Studenten 4 Jahre sportlich an offiziellen Spielbetrieben teilnehmen. Manche von Ihnen entscheiden sich für dieses Redshirt-Jahr um sich ein Jahr Zeit zu „verschaffen“. Das kann viele verschiedene Gründe haben. Verletzungen, schulische- oder soziale Probleme. In Simmons Fall war es so, dass er sich noch nicht bereit für die großen Spiele gefühlt hat und körperlich noch weiter zulegen wollte. Redshirt bedeutet sportlich, dass er zwar mit dem Team trainieren aber nicht am aktiven Spielbetrieb teilnehmen durfte.Dennoch können Redshirts unter bestimmten Voraussetzungen auch in Spielen zum Einsatz kommen. So konnte Simmons auch 2016 schon Erfahrung und auch seinen ersten Tackle am College sammeln. Scheinbar war das auch die richtige Entscheidung. Danach ging es nur noch steil bergauf.

War er 2017 in den ersten Spielen nur Rotationsspieler, wurde er zum Ende der Saison schon oft als Linebacker, safety und hybrider Nickelback in einer 4-2-5 Formation eingesetzt. Wer die Season-Review von Clemson von 2018 liest, kommt an dem Namen Isaiah Simmons nicht vorbei. Hauptsächlich auf der Außenseite spielt Simmons aber auch immer mehr als Middle Linebacker und kommt auch als Edge-Rusher und Slot-Cornerback zum Einsatz. Seine Tackles- &  Tackles für Raumverlust-Statistiken überschlagen sich von Jahr zu Jahr. In der letzten Saison toppt Isaiah seine Zahlen nochmal und legt bei Sacks und Interceptions richtig zu. Er verpasst mit Clemson 2017 knapp das Championship Game gegen Alabama, kann sich aber in diesem Finale ein Jahr später 2018 unter anderem mit einem Forced Fumble den Sieg und somit den Titel im National College Football sichern. 2019 unterliegt Clemson dann wieder im Finale Joe Burrow und seiner LSU.

sein letztes Senior-Jahr auszusetzen  und 2020 in den Draft zu gehen. Auch hier denke ich, ist es die richtige Entscheidung. Aus Isaiah Simmons ist nun der hybride Prototyp eines modernen Defensiv-Spielers geworden. Das spiegeln auch seine Statistiken aus den College-Jahren wieder.

2017 – 45 Tackles – 3 für Raumverlust – 1 Sack – 6 Pass-Deflection – 1 forcierter Fumble

2018 – 88 Tackles – 9 für Raumverlust – 2 Sacks – 1 Interception – 6 Pass-Deflection – 3 forcierte Fumbles

2019 – 104 Tackles – 16,5 für Raumverlust – 8 Sacks – 3 Interception – 8 Pass-Deflection – 2 forcierte Fumbles

Nach seiner Saison 2019 wurde Isaiah genau wie Jeff Okudah mit dem „unanimous All-American“ ausgezeichnet und ins First Team All-ACC gewählt. Außerdem erhielt er den  „ACC Defensiv-player of the year“ und den „Dick Butkus“ Award.

Beim Combine ließ Simmons, so wie viele Top-Prospects einige On-Field-Drills beiseite. Die Drills die er dann aber machte, überragte er mal wieder mit seiner Athletik. Er lief die 40 yards in 4,39 Sekunden und war mit dieser Zeit mit 10 Hundertstel Abstand der schnellste Linebacker. Auch beim „Vertical-Jump“ springt Simmons 98cm hoch und wird dritter. Beim „Broad Jump“ springt Simmons mal eben 3,35m aus dem Stand und wird in dieser Kategorie zweiter. Und das sind nur die messbaren Athletik-Daten. Jeder der Isaiah´s Tapes gesehen hat weiß, wie Intelligent er die Offensive lesen und seine Defensive dirigieren kann. 

Simmons ist ähnlich wie Brown und Okudah ein absoluter Leader-Typ. Dies ist natürlich gerade auf der Position des Linebackers, ob außen oder innen enorm wichtig. Er kann noch reagieren, wenn sich die Defensiv-Tackles in Stellung gebracht haben und die Cornerbacks in der Man-to-Man nur noch Augen für den Wide Receiver haben.


 

3th & Down

Nein, ich werde jetzt nicht Luke nachweinen. Denn ihr wisst selbst wie es ist. Luke hat unsere Defensive über Jahre geführt und uns oft genug den Allerwertesten gerettet. Wir müssen nun nach vorne schauen und natürlich, da sind wir uns alle einig, würde ein Isaiah Simmons uns sehr gut tun. Da Matt Rhule schon offiziell bekannt gegeben hat, dass wir nächstes Jahr überwiegend in einer 4-3 Defensive spielen werden fällt im Vergleich zur letzten Saison in der wir viel 3-4 spielten sozusagen ein Linebacker Spot weg. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass Phil Snow nicht auch die 3-4 ausprobieren bzw. in einer gewissen Anzahl an Snaps, nicht auch fest integrieren wird. Momentan sieht es nicht so aus, als wären wir auf den Tackle- sowie den Linebacker-Positionen tief genug aufgestellt, um nur eine Defensive spielen zu lassen. 

Wir haben mit Shaq Thompson einen erfahrenen und soliden Linebacker der allerdings bisher meist über die Außen kam. Ich denke man wird Thompson als Inside Linebacker „umschulen“ wollen und traue ihm diesen Schritt auch definitiv zu. Neben Thompson haben wir mit Marquise Haynes, Jermaine Carter und Andre Smith 3 Linebacker, die 2018 in den Runden 4, 5 und 6 gedraftet wurden. Zudem kommt der 4. Runden Pick aus dem letzten Jahr Christian Miller. Alle konnten noch nicht wirklich überzeugen wobei mir Christian Miller und Andre Smith noch am besten gefielen. Ob alle vier Starter-Potenzial haben lässt sich nur schwer sagen. Ich denke aber, dass Christian Miller auf Außen seine Snaps mit Sicherheit bekommen wird. 

Zudem haben wir mit Tahir Whitehead einen weiteren Outside-Linebacker von den Oakland Raiders verpflichtet. Whitehead ist 30 Jahre alt, ein Veteran und wird unserer Defensive mit Sicherheit weiterhelfen können. Er ist natürlich nicht das große Signing wie z.B. ein Littleton oder Barrett die sich einige vielleicht gewünscht hätten. So bleibt aber die Position des Linebackers und auch die Verteilung weiterhin und spätestens bis zum Draft sehr spannend. Einen „Need“ haben wir definitiv auf dieser Position.


4th & Goal – Impact

Welchen Impact wird Simmons haben – Einen großen!

Da bin ich mir und auch ihr euch sicher. Nicht umsonst gilt er als Top 5 oder sogar als Top 3 Pick in diesem Draft. Wie schon beschrieben können wir froh sein, wenn Simmons aufgrund der „Needs“ anderer Teams bis zu uns an 7 fällt. Ob wir warten sollten oder zum Beispiel mit den Giants an Nummer 4 traden sollen kann und möchte ich hier nicht beantworten. Der Preis wäre wahrscheinlich für die Spieler, die dennoch auf dem Board wären sehr hoch und auch ein „down-Trade“ sollte definitiv im Raum stehen wenn Okudah und Simmons nicht mehr an 7 verfügbar wären. Ob aber zu hoch wird nur die Zukunft zeigen können. Isaiah Simmons Impact auf unseren Linebacker-Core wäre natürlich gewaltig. Man könnte in den Trainings testen ob Shaq oder Isaiah sich eher als Middle-Linebacker eignen. Wobei ich diese Rolle zunächst klar bei Thompson sehe.

Mit Simmons und Thompson hätten wir in einer 4-3 Defensive zwei sehr solide, wenn nicht sogar Top Linebacker die auch das Talent besitzen auf Interception-Jagd zu gehen oder hinter einem schnellen Outside-Run noch hinterher zu kommen. Das Simmons auch Slot-Cornerback und Safety spielen kann ist natürlich für jede Defensive ein Segen sowie für jede Offensive ein hartes Stück Arbeit. In heutigen Zeiten ist es so schon oft schwer genug, auf die schnelle zu erkennen welche Defensive gespielt wird. Blitze und Tiefe Coverages werden mittlerweile aufgrund der Geschwindigkeit der Spieler oft aus der gleichen Formation gespielt. Wenn dann dort ein Spieler steht, von dem man nicht weiß, ob er gleich tief auf die Safety Position, die Mitte oder sogar als Edge verteidigt, dann wird es schwer wenn dieser Spieler auch noch alle Voraussetzungen für jede dieser Positionen mitbringt. Simmons ist ein Hybrid und das er dieses Talent so genial ausführen und so viel aus sich heraus holen kann macht ihn so wertvoll und für mich sogar zu dem wertvollsten Prospect dieses Drafts wenn man die Quarterbacks mal herauslässt. Die 63% der Stimmen für Isaiah Simmons in der Abstimmung waren ein klares Ergebnis. So denke ich, kann ich für uns alle sprechen und sagen das ich hoffe, dass wir ihn noch an Nummer 7 draften können und dann auch werden. Vielleicht wird der „Clemson-Fluch“ in diesem, jetzt schon in allen Belangen verrückten Jahr 2020 endlich gebrochen und wir bekommen einen Top Linebacker für die nächsten Jahre.

Es hat mir  sehr viel Spaß gemacht die Draft-Prospects für euch zu Analysieren. Ich freue mich auf den Draft und kann es kaum noch erwarten, endlich wieder etwas Live-Spannung zu verspüren und in diesen sportleeren Zeiten mit unseren Panthers und Prospects mitzufiebern. Wir bleiben gespannt was die Panthers in der Nacht von Donnerstag und Freitag tun werden. Wir bedanken uns für das Mitmachen – Keep Pounding

Community Pick No7 – Jeffrey Okudah

Auf in die zweite Runde. In der letzten Woche präsentierten wir euch die Nummer 3 in eurem Ranking. Als nächsten Kandidaten und mit 23% der Stimmen auf Platz 2 gewählt, stellen wir euch heute Jeffrey Okudah, Cornerback von den Ohio State Buckeyes vor.


1.Down & Short


  • Alter: 21, geboren in Grand Prairie, Texas
  • 91Kg auf 185cm
  • Highschool: South Grand Prairie High School
  • College: Ohio State Buckeyes
  • Award: Unanimous All American 2019 – First Team All-Big Ten 2019
  • Cornerback

2nd & Long

Jeffrey Okudah wusste schon immer was er kann und auch was er bisher auf dem Feld gezeigt hat.  Folgendes, sehr kurzes Interview ging nach dem Combine viral: Reporter: “Sie sammeln sehr viele Strafen. Wie wollen Sie das abstellen?”  Okudahs Antwort: “Ich hatte vergangene Saison keine Pass-Interference und kein Holding. Schauen sie sich das Tape nochmal an, dann werden sie es vielleicht sehen.” Okudah hatte recht. Nicht eine Holding- oder Interference-Flagge wurde in der Saison 2019 gegen ihn geworfen. Jeffreys Statistiken der letzten Jahre lesen sich fast wie ein Märchenbuch.  Er hat in den letzten 2 Jahren nicht ein Spiel gehabt in dem er mehr als 50yards zugelassen hat.

Aber beginnen wir zunächst etwas früher. Jeffrey Okudah wird 1999 in ärmlichen Verhältnissen in Grand Praire, Texas geboren wo er auch seine Schullaufbahn durchläuft. Er war an seiner Highschool als ehrgeiziger Sportler aber auch als fleißiger Schüler bekannt. 

Seine relevanten Sportstatistischen Aufzeichnungen beginnen im Jahr 2015. In der South Grand Prairie High School spielt Okudah noch auf der Position des Safetys. Bei etwa 20% der Defensiv-Snaps kommt er aber damals schon als Cornerback zum Einsatz. Da sich bei gewissen Spielzügen in der Highschool und im College die Positionen auch teilweise vermischen, sind solche Statistiken natürlich immer mit Vorsicht zu betrachten. Über 90 Tackles, 10 Pass-Deflection und eine Interception in 2 Highschool Jahren sprechen allerdings für sich.

Genau wie Derrick Brown wurde Okudah unter die Top 10 aller Highschool Spieler seines Jahrgangs gewählt. (USA Today All-American 2016) Auch Jeffrey durfte sich sein College quasi aussuchen und entschied sich bereits früh im Januar 2017 für die Ohio State University in Columbus Ohio. Anders als Brown entschied sich Okudah  für ein College ca. 1000 Meilen von seinem Zuhause entfernt. Heute sagt er, dass genau dieser Schritt sehr entscheidend und wichtig für ihn war auch wenn seine Mutter 2017, Monate nach seinem Wechsel zum College an Krebs verstarb. Ihr widmete Okudah auch später einen Brief auf „The Player Tribune“ in dem er sich für alles bedankt und betont wie viel Einfluss sie auf ihn hatte. In Ohio wollte er unbedingt in der berühmten Ohio State Defensive unter Defensiv-Coordinator Greg Shiano spielen. Shiano kennt man vielleicht noch aus seiner Zeit als relativ erfolgloser Headcoach 2012 & 2013 bei den Tampa Bay Buccaneers.


Unter Shiano wurde Okudah dann auch endgültig zum Cornerback umgeschult.  Jeffrey spielte schon als „true Freshman“ in 2017 alle 13 Spiele hinter Danzel Ward welcher danach als 4. Overall im Draft 2018 von den Browns gepickt wurde. 

Ab 2018 war er dann Starter Cornerback Nummer 1 in Ohio. Seine College Stats stehen für einen soliden Cornerback. Wer Okudah allerdings nicht nur in Highlight-Videos verfolgt hat erkennt, dass er weitaus mehr zu bieten hat. Er hat ein unglaublich gutes Spielverständnis und kann die Offensive sehr gut lesen. John Gruden soll ihn beim Interview vor dem Combine gefragt haben ob er ein Alien sei, weil er so ein unfassbares Spielverständnis habe. Zum Glück picken die Raiders erst an Position 12.

 

Jeffrey Okudahs College Statistiken:
2017 – 17 Tackles, 1 Pass-deflection 2018 – 32 Tackles, 8 Pass-deflection. 2019 – 35 Tackles, 9 Pass-deflection, 2 forced Fumble, 3 Interceptions

Nach seiner Saison 2019 wurde Jeff mit dem „unanimous All-American“ ausgezeichnet und ins „First Team All-Big Ten“ gewählt. Genau wie Denzel Ward entschied er nach einer grandiosen Junior Saison 2019 das 4. Senior Jahr nicht mehr für Ohio zu spielen sondern sich zum Draft 2020 anzumelden. Ein Schritt, den man nachvollziehen kann da sein Value kaum größer werden könnte. Viele Experten sehen ihn sogar unter den Top 5 Picks in dem diesjährigen Draft.

Beim Combine nahm Okudah wie viele Top-Prospects nicht an allen On-Field Disziplinen teil. Er war mit 4,48 Sekunden auf 40yards unter den Top 10 der Defensiven-Backs. Beim „Broad-Jump“ schaffte er 3,40m und belegte damit den 2. Platz. Den holte er auch im „Vertical-Jump“ mit unglaublichen 104cm beim Sprung aus dem Stand.


3rd & Down – Aktuelle Position

Wie schon im Beitrag zu Derrick Brown beschrieben benötigt unsere Defensive auch nach der Free Agency noch eine Menge Verstärkung. Da wir nun mit Robby Anderson einen Top-Free-Agent für die Offensive verpflichtet und mit McCaffrey einen weiteren Offensiv-Spieler für viel Geld verlängert haben ist nur noch mehr davon auszugehen, dass die Picks im Draft ausschließlich bis auf eventuell noch einen offensiven Tackle in die Defensive investiert werden.

Mit James Bradberry ist unser Nummer 1 Cornerback, welchen ich nie wirklich als solchen wahrgenommen hatte, nun nach New York abgewandert. Ich kann gut verstehen, dass die Panthers nicht bereit waren ihm die geforderten 15mio pro Jahr zu zahlen. Allerdings haben uns außerdem die Cornerbacks Ross Cockrell, Javien Elliot und Cole Luke verlassen. So steht außer Donte Jackson kein Nennenswerter Cornerback im Roster unserer Panthers. Wenn man bedenkt, dass ein NFL-Team normalerweise 2-3 ordentliche oder vorsichtig ausgedrückt gute Cornerbacks aufweisen sollte, lässt das schon die Frage offen was wir auf dieser Position noch vorhaben. Ob wir es uns leisten können mit Jackson als „erfahrensten“ Cornerback in die Saison zu starten? Unabhängig von einem Pick Okudah´s gehe ich davon aus, dass die Panthers sich auf der Position noch mit dem ein oder anderen Free-Agent verstärken müssen und das auch tun werden. 


4th & Goal – Impact

Mit Okudah hätten die Panthers auf Cornerback definitiv mehr als nur einen guten Spieler der eine Positionslücke füllt. Okudah hat Persönlichkeit, das Potenzial zum Topstar und er hat bei Ohio auch Führungsqualitäten bewiesen. In manchen Szenen, wenn er vor dem Snap den Spielzug liest und die Defensive umdirigiert, erinnert er von der Strahlkraft und der Körpersprache an einen Linebacker namens Luke Kuechly in jungen Jahren.

Genau wie mit Brown hätten wir in Okudah einen Anwärter auf einen langjährigen Stammplatz und eine Führungsrolle in unserer Secondary. Jeffrey hat keinerlei nennenswerte Verletzungshistorie. Er kann aufgrund seiner hochgelobten Fußarbeit außen genauso wie in engen Slot-Duellen spielen. Er könnte für unsere Secondary vor allem gegen den Pass aber auch gegen Lauf ein gewaltiges Upgrade bedeuten.

Ob er seine Topleistungen im ersten Jahr schon so zeigen kann bleibt natürlich egal wo er landet abzuwarten. Es gibt aber schon Experten die ihn neben Chase Young als zukünftigen „Defensiv-Rookie of the Year“ sehen. 

Wir würden uns mit Sicherheit alle freuen, wenn Okudah bis an 7 fällt. Viele Experten rechnen damit, dass die Lions ihn nach dem Abgang von Darius Slay an Nummer 3 picken könnten auch wenn sie Desmond Trufant von den Falcons verpflichtet haben. Wie ihr in der Abstimmung, sind auch wir der Meinung, dass wir einen soliden Defensiv-Tackle auch in späteren Runden picken können. Derrick Brown ist also unsere klare Nummer 3. Ein Cornerback wie Okudah wäre ein Spieler an dem wahrscheinlich kaum bis gar keine „Bust-Gefahr“ haftet und der uns auf der Position mit dem größten „Need“ auf Anhieb auf Top-Niveau helfen könnte.


Er ist unsere klare Nummer 2. Auf Nummer 1 habt ihr euch für die Position des Linebackers und somit für einen anderen Spieler als Favorit für unsere Panthers entschieden. Ich freue mich jetzt schon, euch nächste Woche Isiah Simmons von den Clemson Tigers vorstellen zu dürfen. Ihn habt ihr mit 63% der Stimmen auf Platz 1 gewählt.

Community Pick No7 – Derrick Brown

Ihr habt abgestimmt! In den vergangen Wochen haben wir auf Instagram und Facebook aufgerufen uns mitzuteilen und abzustimmen, welchen Spieler die Carolina Panthers in diesem Jahr an erster Stelle picken sollen und wen ihr ganz persönlich in unserem Team sehen wollt. Wir stellen euch eure Top 3 Rookies etwas genauer vor und analysieren, welchen Impact die Spieler auf die Panthers und den jeweiligen Mannschaftsteil haben könnten. Als ersten Kandidaten und auf Platz 3, stellen wir euch heute Derrick Brown, Defensiv Tackle der Auburn Tigers vor.


1.Down & Short

  • 21, geboren in Sugar Hill, Georgia
  • 196cm auf 148Kg
  • Highschool: Lanier (LHS), Sugar Hill
  • College: Auburn, 2016 bis 2019
  • Award: SFC Defensiv-Spieler des Jahres 2019Award
  • Defensiv Tackle

2nd & Long

Derrick Browns Talent wurde schon früh erkannt. Bereits nach der Highschool in Sugar Hill wurde er mit 2 landesweiten Awards ausgezeichnet. Brown ging 2016, gewählt unter die Top 10 aller Highschoolspieler zum College. Mit Georgia, Alabama und Auburn klopften gleich 3 große Defensiv-Schmieden bei Brown an. Er entschied sich sehr schnell für die Auburn Tigers unter Headcoach Gus Malzahn und Defensiv Koordinator Kevin Steele. Steele war übrigens 1995 unser erster Linebacker Coach, der allerdings 1997 u.a.wegen eines Streits mit NFL-Legende Kevin Green die Panthers in Richtung Baylor verließ.

In Auburn spielte Brown in seinem ersten Jahr in allen 13 Spielen als Rotationsspieler wie es bei vielen „Freshman-Neulingen“ der Fall ist. Seit seinem 2. Jahr war er dann Starter auf seiner Position des Defensiv Tackle bzw. Nose Tackle. 

 

Seine College Statistiken können sich mehr als sehen lassen und das wichtigste; Er spielt Konstant auf einem absoluten Topniveau.

2016 – 11 Tackles, 2 for loss, 1,0 Sack (Rotationsspieler)

2017 – 57 Tackles, 9,5 for loss, 3,5 Sacks

2018 – 48 Tackles, 10,5 for loss, 4,5 Sacks

2019 – 54 Tackles, 11,5 for loss, 4,0 Sacks

Brown erhielt nach der letzten Saison den „South-Eastern Conference Football Award “als „Defensive Player of the year 2019“. Diesen Award haben in den letzten Jahren Spieler wie Roquan Smith (CHI), Josh Allen (JAX) oder Jadavion Clowney (FA) erhalten welche alle in den Top 10 gepickt wurden.

 


3th & Down – Position

Unsere Defensive benötigt auch nach der Free Agency noch eine Menge Verstärkung. Nicht wenige rechnen damit, dass die Panthers einen großen Teil ihrer Picks in die Defensive investieren werden. Das ist auf der Linie genauso bitter nötig wie in der Secondary. Da wir mit Gerald McCoy, Dontari Poe und Vernon Butler gleich 3 Defensive Tackles haben gehen lassen, muss die Linie bis zu Saisonbeginn noch ordentlich gestärkt werden. Andernfalls könnte es dieses Jahr noch schlimmer gegen Lauf aussehen als 2019.

Mit Zack Kerr und Stephen Weatherly wurden zwar 2 Spieler für die Linie geholt, allerdings ist abzuwarten wie stark der Impact der beiden wirklich sein wird. Somit bleibt zunächst nur noch Kawann Short als sicherer Starter welcher aber leider das komplette letzte Jahr aufgrund einer Verletzung verpasst hat.

 

4th & Goal – Impact

Mit Derrick Brown würden die Panthers kaum etwas falsch machen können. Er gilt als ruhig und sehr professionell für sein Alter. Bei den Tigers soll er auch in der Kabine immer vorbildlich und ohne Auffälligkeiten geblieben sein.  Er hat zweifelsfrei Führungsqualitäten auf dem Feld und sein Spiel gegen den Lauf ist genau das, was unsere Defensive dringend benötigt. Er erkennt offene Gaps sehr schnell und kann trotz das er aus der Mitte kommt auch im Pass-Rush viel Druck aufbauen. Auch wenn seine Ergebnisse beim Combine nicht die allerbesten waren, ist er mit Abstand der beste Defensive Tackle in dieser Draftklasse. Mit Brown würden die Panthers sich einen absolut soliden Spieler und potenziellen Topstar auf dieser Position picken. Die „Bust-Gefahr“, dass er nicht die gewünschte Entwicklung nehmen könnte ist bei ihm sehr gering. Auch das Brown keinerlei Verletzungshistorie vorzuweisen hat ist sehr wichtig und macht ihn nur noch attraktiver.

 
 

Dennoch gehen wir genauso wie ihr davon aus, dass es noch 2 Spieler gibt, welche wir vor Derrick Brown picken sollten. Mit dem Cornerback Jeffrey Okudah und dem Linebacker Isaiah Simmons sind 2 weitere potenzielle Topstars auf dem Panthers-Board. In der kommenden Woche berichten wir dann über Platz 2.