Ein Abschied mit Stil – Panthers beenden die Saison mit einer Niederlage gegen die Rams

Die Saison ist vorbei. Nach einem packenden Heimspielgegen die Los Angeles Rams scheiden die Carolina Panthers mit 31-34 in der Wildcard-Runde aus. Nach einem hochspannenden Spiel entscheiden am Ende Kleinigkeiten, die leider zugunsten der Rams ausgehen.

Ein großer Schreck zu Beginn

Das Spiel fing sofort schlecht an. Die Defense der Panthers konnte Puka Nacua nicht stoppen und mit der Offense wurde entweder der vierte Versuch erfolglos ausgespielt oder die Rams fingen eine Interception ab. Bereits im ersten Quarter zog Los Angeles mit 14-0 davon.

Zu allem Überfluss kam es dann auch noch zu einer schwerwiegenden Verletzung. LT Ickey Ekwonu riss sich wohl die Patellasehne. Mit dieser schweren Knieverletzung könnte er vielleicht sogar zu Beginn des nächsten Jahres fehlen und danach auch Schwierigkeiten haben überhaupt sein altes Level jemals zu erreichen.

In seinen acht Pass Protection Snaps spielte Ekwonu in diesem Spiel allerdings perfekt und ließ nicht einen Pressure zu. Als Backup Yosh Nijman in die Partie kam, änderte sich die Situation schlagartig. Nijman sah gegen Jared Verse und dem Rams Pass Rush nicht gut aus und so standen nach der Partie 6 zugelassene QB Hurrys auf dem Tableau.

Das Comeback währt nur kurz

Die OLine war in diesem Spiel wieder neu besetzt. Nach seiner Bizepsverletzung zu Beginn der Saison konnte RG Robert Hunt endlich wieder als Starter auflaufen. Leider verlief sein Auftritt anders als gewünscht. Zunächst ließ er 3 Pressures zu und wurde anschließend auch wieder verletzt herausgetragen.

Der Backup für ihn war Austin Corbett. Leider sank das Niveau noch weiter. Mit einer Pass Block Win Rate von 87,5% war er der schlechteste Spieler von allen OLinern, die in dieser Partie einen Snap spielten.

Endlich ein Spiel auf den Schultern von Bryce Young

Lange Zeit in dieser Saison waren die Panthers sehr lauflastig unterwegs. Besonders in der zweiten Saisonhälfte war das aber nicht unbedingt ein gutes Rezept. Das Laufspiel funktionierte nicht mehr und als Folge kam QB Bryce Young in schwierigere Situationen.

Im Spiel gegen die Rams war das anders. Carolina war in dieser Partie sehr darauf ausgerichtet den Ball zu passen. Bryce Young beendete die Partie mit insgesamt 40 Passversuchen, wovon 21 für 264 Yards ankamen.

Der durchschnittliche 6,6 Yards pro Versuch Wert spiegelt dabei nicht unbedingt die gute Leistung des Quarterbacks wieder. Es gab zwar auch unschöne Situationen. Bei der Interception las er die Defense falsch und warf WR Jalen Coker auf einer falschen Route an. Zudem war das Kurzpassspiel auch nicht wirklich immer on point.

Andererseits waren die tiefen Shots ein Traum. Young galt bereits vor dem Spiel schon als einer der erfolgreichen tiefen Passer der Liga, der sich aber nicht oft traute tief zu gehen. Gegen die Rams sah das anders aus. Insgesamt warf er 17 Mal den Ball tiefer als 10 Yards. Das Highlight war dabei sicherlich der Touchdown auf den stark aufgelegten Jalen Coker.

Doch nicht nur mit seinen tiefen Pässen wusste Young zu überzeugen. Wie schon so oft war er auch am Boden als Scrambler eine Gefahr. Hier lief er auch für 16 Yards in der zweiten Halbzeit zum Touchdown und brachte so die Panthers sogar in Führung.

Jalen Coker – der neue Joker

Los Angeles war in den letzten Wochen bekannt für schwächelnde Defensive Backs. Der zu Beginn noch gut aufspielende Emmanuel Forbes war kaum mehr wieder zu erkennen. Auch in diesem Spiel wurde er oftmals als Schwachstelle auserkoren und erfolgreich attackiert.

Die Panthers hatten dabei zwei gefährliche Waffen. WR Tet McMillan war wie zu erwarten eine sichere Bank. Mit 5 Catches für 81 Yards konnte er Big Plays auflegen und für jeden gefangenen Ball auch ein neues First Down rausholen. Es war der Abschluss einer tollen Saison, die wahrscheinlich bald mit dem Preis des Offensive Rookie oft the Years honoriert wird.

Die Panthers hatten in diesem Spiel aber nicht nur ein weiteres Ass im Ärmel, sondern gleich einen Joker: Jalen Coker. Der junge Wide Receiver war von der Rams Secondary nicht im Ansatz zu verteidigen. Mit seinen 9 Catches konnte er neben seinem Touchdown auch 134 Receiving Yards rausholen. Wie McMillan holte er dabei auch fünf First Downs heraus. Er zementierte damit wohl auch seinen Anspruch auf den zweiten Wide Receiver Spot in der kommenden Saison.

Weitere Honorable Mentions

Die Offense der Panthers erzielte 31 Punkte und neben Young und den beiden Wide Receivern gab es noch weitere Spieler, die zu diesem Punktefestival als tragende Säule beisteuern konnten. Chuba Hubbard erzielte an der Goal Line zwei Touchdowns und konnte als Pass Catcher ein weiteres First Down erzielen. Im ersten Quarter hatte er allerdings einen schlimmen Drop auf Third Down. Hier war allerdings die Ballplatzierung nicht optimal, wobei der Ball für einen NFL-Spieler fangbar war.

In der OLine war Taylor Moton in Pass Protection wieder sehr sicher unterwegs. Einmal musste er gegen Byron Young einen QB Hurry zulassen, doch ansonsten spielte er fehlerlos.

Ein bisschen dünn war die Offense hinter den beiden Top-Wide Receivern im Team aufgestellt. McMillan und Coker erzielten im Passing Game zusammen zehn First Downs. Dahinter klaffte aber eine große Lücke, denn ohne die beiden waren es nur noch zwei weitere First Downs im Passing Game.

Gerade aus kurzen Pässen konnte nicht viel erreicht werden. Das Muster verfolgt die Panthers schon seit längerer Zeit. Da im Gegensatz zur Vergangenheit diesmal aber viele tiefe Pässe eingestreut wurden, fiel diese Schwäche kaum auf.

Der Star der Defense

Ja, die Defense ließ 34 Punkte zu. Gerade in der ersten Hälfte war das auch teilweise vogelwild. Allerdings taten sich die Rams besonders im zweiten Abschnitt immer schwerer. Ein Grund dafür war eine Monstervorstellung von CB Mike Jackson, der in dieser Saison zu den besten Cornerbacks der Liga gehörte.

Gegen Los Angeles wurden seine direkten Gegenspieler insgesamt 7 Mal angeworfen. Nur ein Pass für läppische 14 Yards kam davon nur an. Das Highlight war dabei sicherlich die Interception im dritten Quarter, die das Spiel fast auf den Kopf stellte. Viele der Pässe waren auch wirklich gut platziert, aber Jackson wertete seine Vorstellung noch mit zwei weiteren Pass Breakups auf.

Nicht nur Licht, sondern auch viel Schatten

So gut Jackson auch spielte, so viel Probleme hatten andere Panthers Defender in der Secondary. Einen rabenschwarzen Tag erwischte dabei FS Nick Scott. Durch das vermehrte Blitzen der Defense erhielt Scott mehrere Targets in Man Coverage. Dabei ließ er 79 Yards zu und war damit der schlechteste Coverage Spieler der Panthers.

Es war aber nicht nur Scott, der in Coverage viel zuließ. Die Schnittstellen zwischen den Linebackern und Safetys waren wieder eine Schwachstelle im Defenivverbund. Ob Rozeboom, Cherelus, Ransom oder Moehrig, wirklich überzeugen konnte keiner von ihnen. 

Die Honorable Mentions in der Defense

Wie in der Offense gab es auch in der Defense einige versteckte Leistungen, die zu würdigen sind. Nic Scourton hatte zum Beispiel drei QB Hurrys und eine starke Pass Rush Win Rate von 21,4%. Ganz verrückt war zudem die Statline von seinem Backup Trevis Gipson. Dreimal war er als Rusher aktiv und jedes Mal konnte er entweder einen QB Hurry erzeugen oder sogar einen Sack vollenden. Der Sack war zwar eher ein Abstauber, aber trotzdem war das zum Ende der Saison eine beeindruckende Leistung.

Ansonsten war durch die Mitte Bobby Brown eine Bank gegen den Lauf. In Coverage konnten zudem Christian Rozeboom und Jaycee Horn mit jeweils einem Pass Breakup auf sich aufmerksam machen. Horn hatte allerdings auch vor der Halbzeit Glück, dass Puka Nacua einen potenziellen Touchdown einfach fallen ließ.

Unglückglich auf Fourth Down

Die Plays auf Fourth Down waren in der Regular Season gegen die Rams noch ein Schlüssel zum Erfolg für die Panthers. In dieser Partie war das Glück nicht auf der Seite. Beide Versuche bei 4th&Short endeten in Turnover on Downs.

Beim Stand von 17:14 für die Rams entschied sich dann aber HC Canales für ein Field Goal bei einer Short Yardage Situation. Der sonst so mutige Panthers Coach traute seinem Team hier nicht zu die benötigten Yards rauszuholen. Zwar schaffte Kicker Fitzegerald ohne Probleme das Field Goal, doch war die Entscheidung den Versuch nicht auszuspielen im Nachgang umso fragwürdiger, wenn man an die drei fehlenden Punkte zum Weiterkommen denkt.

Auch bei den Turnovern bot das Spiel eine andere Geschichte als noch in der Regular Season. Zwar fischte Mike Jackson wieder eine Interception ab, doch im Gegenzug sicherten die Rams einen Muffed Punt von Trevor Etienne und fingen zusätzlich eine Interception von Bryce Young ab.

Das macht die Partie aber fast noch beeindruckender, denn obwohl die Panthers als Underdog das Turnover-Battle verloren, waren sie drauf und dran dieses Spiel am Ende noch umzubiegen. Eine wirklich tolle Leistung in der Gesamtbetrachtung, auch wenn es in der NFL dafür keinen Preis gibt und die Saison nun leider vorbei ist.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel war wirklich verrückt. Leistungstechnisch hätten die Panthers nicht in die Playoffs gehört, doch dort angekommen, waren sie einem Super Bowl Contender ebenbürtig. Besonders das aggressive Passing Game tat der Offense gut und so konnte trotz kleinerer Fehler ein packender Nailbiter entstehen.

In der Offseason wird sich nun viel ändern. Mit der Left Tackle Position gibt es wieder eine neue Baustelle. Die Offense war dieses Jahr generell nicht wirklich konstant und wird eigentlich weitere Verstärkung gebrauchen. Eine Entscheidung wurde hier bereits schon getroffen: Bei Bryce Young wird die 5th-Year Option gezogen. Damit nehmen sich die Panthers die Möglichkeit nach dem nächsten Jahr Abstand von ihrem QB zu nehmen. Andererseits könnte durch diesen Move Geld eingespart werden, sollte Young nächstes Jahr doch endlich durchstarten. Insgesamt ist das ein riskanter Move, der sich aber hoffentlich auszahlen wird.

Die Saison voller Höhen und Tiefen ist nun vorbei. Mit den Playoffs stand am Ende ein echtes Highlight auf dem Plan. Diese Emotionen gab es bei den Panthers in den letzten Jahren eigentlich nicht mehr. Es fing schon mit Cam Newtons Auftritt an, der vor dem Spiel die Menge mit der Trommel einheizen durfte. Die Stimmung im Spiel war wirklich atemberaubend. Auch wenn die Panthers noch einen weiten Weg vor sich haben, sind das genau die Momente, die ein Fan genießt und weswegen wir wohl auch umso stolzer auf die tolle Leistung unserer Panthers sind

Playoffs trotz Niederlage – Panthers unterliegen Buccaneers

Die Playoffs standen auf dem Spiel. Mit einem Auswärtssieg gegen die Tampa Bay Buccaneers hätten die Carolina Panthers direkt das Ticket in die KO-Phase klarmachen können. Leider verloren sie auf fast tragischer Weise mit 14-16… und stehen, wie zu dieser Division passend, trotzdem in den Playoffs.

Ein Start zum Vergessen

Der Anfang der Partie erinnerte an das Hinspiel. Tampa Bay dominierte die ersten Drives und ging schnell mit 10-0 in Führung. Der sonst so schwache Baker Mayfield brachte alle seiner ersten sechs Pässe an den Mann. Die DLine der Panthers war komplett überfordert und eigene First Downs schaffte Carolina auch nicht.

Nach den ersten beiden Drives der Teams änderte sich dann langsam die Situation. Mayfield verfiel in alte Muster und warf einen Pass direkt auf Christian Rozeboom. Der Linebacker der Panthers hatte keine Probleme den Ball abzufangen und returnierte diesen anschließend in die Buccaneers Redzone. Dort angekommen machten es die Panthers sehr schnell und verkürzten durch den komplett offenen TE Tommy Tremble auf 7-10.

Leider war der Touchdown ein Startschuss für schlechten offensiven Football. Carolinas DLine kam langsam besser in die Partie und ließ sich gegen den Lauf nicht mehr überrumpeln. Im Passing Game dagegen fanden die Panthers keine Lösungen. Sie agierten wieder sehr vorsichtig und trauten sich wie schon so oft in dieser Saison keine tiefen Pässe zu. So plätscherte die Partie dahin, bis es im vierten Quarter 7-16 stand und Carolina mehr riskieren musste.

Warum nicht von Beginn an?

Bryce Young erwischte in der Gesamtbetrachtung keinen schlechten Tag. Zwar hatte er einen dicken Schnitzer, als er im dritten Quarter mit zu wenig Armkraft auf Tet McMillan nach außen warf und dabei nur Buccaneers DB Jacob Parrish traf, ansonsten machte er aber eigentlich keine Fehler.

Im vierten Quarter mit den „Playoffs on the line“ legte er dann auch das Visier ab. Zweimal bediente er tief mit zwei Pässen über 40 Yards Tet McMillan. Bei der ersten Entscheidung wurde der Receiver aufgrund einer Strafe noch zurückgepfiffen. Beim zweiten Catch blieb der Yardgewinn bestehen. Young veredelte den Drive direkt danach mit einem tollen Touchdown-Pass auf Jalen Coker, doch die Antwort kam leider zu spät.

Gute Stats und schlechte Umstände

Obwohl die Offense so einen geringen Output generierte, war Bryce Young keineswegs schlecht unterwegs. Von 35 Versuchen konnte er 25 Pässe für 266 Yards anbringen. Das entsprach einen ordentlichen Wert von 7,6 Yards pro Versuch. Der Pick war sicherlich auf seine Armkraft zurückzuführen und kostete den Panthers auch sehr viel an Siegchancen, doch insgesamt war er sicherlich nicht das schwache Glied in der Panthers Offense.

Das Running Game funktionierte in diesem Spiel überhaupt nicht. Chuba Hubbard brach zwar ein Tackle in dieser Partie, erzielte insgesamt bei fünf Runs aber auch nur schwache 2 Yards pro Lauf. Bei Rico Dowdle lief es sogar noch schlechter. Bei 7 Runs konnte er nur einen Schnitt von 1,4 Yards pro Lauf erzielen.

Gepaart mit einem nicht explosiven Passspiel war die Offense lange Zeit zahnlos und stand bis tief ins letzte Quarter bei nur sieben Punkten. Young warf lange Zeit nicht tief und Receiver für viele Yards nach dem Catch waren nicht vorhanden. Dowdle konnte bei einem Screen Pass für 25 Yards glänzen und Tommy Tremble spazierte ohne Gegenspieler in die Endzone. Das waren dann aber auch alle offensiven Highlights in den ersten drei Quartern – viel zu wenig.

Zusätzlich verhaute Kicker Ryan Fitzgerald auch noch sein 54 Yard – Field Goal. In der DLine gab es keinen Pass Rusher mit einer Win Rate von über 20% und der in dieser Saison sonst so starke CB Mike Jackson ließ 4 Catches zu. Insgesamt groovte sich die Defense irgendwann ein und hatte den schwachen Baker Mayfield unter Kontrolle, doch betrachtet man sich insgesamt das Panthers Team, war die Leistung gegen Tampa Bay deutlich zu wenig.

Ein Spiel mit großem Einfluss der Schiedsrichter

Ein großes Thema des Spiels waren sicherlich die Refs. Ich finde einige Diskussionen von Fans extrem schwierig, wenn sofort Bestechlichkeit vorgeworfen und der große Skandal ausgerufen wird. So weit sollte man hier auch auf keinen Fall gehen. Die Leistung der Refs war aber so schlecht, dass hier auf jeden Fall darüber berichtet werden muss.

Es fing auch schon früh an. Bereits im ersten Play der Panthers erhielt Buccaneers DLiner Elijah Robert eine sehr schmeichelhafte Unnecessary Roughness Strafe gegen sich. Im direkten Gegenzug erhielt dann Mike Jackson nach seinen Stop gegen Baker Mayfield eine Taunting Strafe.

Besonders mit Blick auf den Playoff-Charakter dieses Spiels waren beide Strafen viel zu kleinlich ausgelegt. Danach verbesserte sich allerdings erstmal die Leistung der Refs. Wäre es bei den beiden Calls geblieben, wären sie keine Erwähnung wertgewesen, besonders da beide Teams gleichermaßen betroffen waren.

Als aber Carolina anfing aufzuholen, wurden die Entscheidungen skurril. Carolina erhielt vier Flaggen-Entscheidungen gegen sich, bei der jede einzelne eine enorme Auswirkung mit sich zog.

Die Refs als Handicap

Die wohl verrückteste Situation war der Backwards-Pass auf Rico Dowdle. Der Screen-Pass auf den Running Back missglückte, der Ball fiel zu Boden. Allerdings warf Young den Ball minimal nach hinten und so hätte der Pass eigentlich als Fumble gewertet werden müssen. Als Dowdle den Ball aufhob, pfiff ein Ref den Spielzug aber sofort auf und so konnte Dowdle auch keinen Raumgewinn mehr generieren. Nach Besprechung entschieden die Refs, dass der Spielzug doch als Fumble gewertet werden würde und Carolina an der Position zum Zeitpunkt des Pfiffs weitermachen müsse. Durch den Raumverlust wurde das anschließende Field Goal für Fitzgerald erschwert, der schließlich auch vergab.

Die Misere an falschen Entscheidungen gegen die Panthers fing allerdings erst an. Tommy Tremble wurde ungestraft im Play der Helm vom Kopf gerissen. Im nächsten Play dominierte Tet McMillan seinen Gegner direkt an der Line of Scrimmage so doll, dass er deswegen fälschlicherweise eine Strafe kassierte und sein Monstercatch revidiert wurde. Anscheinend musste man nur schlecht genug sein um eine Flagge für den Gegner zu erzwingen. Im Gegenzug fiel Buccaneers TE Cade Otten fast über seine eigenen Füße und erhielt dadurch einen PI-Call.

Die Panthers wurden mit diesen Entscheidungen stark benachteiligt und fielen auch deswegen zwei Scores zurück. Als die Refs endlich wieder keine Fehler machten, wurde es auch wieder spannender, weil Carolina das bessere Team in der zweiten Halbzeit war. Leider konnte das Team von HC Dave Canales aber die Partie nicht mehr umbiegen.

Wie fällt das Fazit aus?

Auch wenn die Refs das Spiel sehr stark gegen Carolina pfiffen, war ein Sieg möglich. Schwache Leistungen im Running Game und drei schwache Quarter der Offense brachten die Panthers überhaupt in die Lage so weit zurückzuliegen. Die erste Halbzeit wurde komplett von Tampa Bay dominiert und so war der 13-6 – Halbzeitstand sehr schmeichelhaft für Carolina.

Nach dem schwachen Start kamen die Panthers aber wieder zurück. Tampa Bay dominierte Hälfte eins, Carolina Hälfte zwei. Auch die Erfolgsrate beider Teams war am Ende auf einem Niveau. Während die Buccaneers 45% ihrer Plays erfolgreich gestalteten, lag der Wert bei den Panthers bei 43%.

Ähnlich sah es auch bereits im Hinspiel aus und so lässt sich konstatieren, dass es trotz der Refs durchaus fair ist ,die Serie der beiden Teams unentschieden zu gestalten.

Playoffs wir kommen!

Einen kleinen Nachklapp muss es aber natürlich auch zu den Playoffs geben. Nach acht Jahren haben es die Panthers endlich geschafft. Durch den Sieg der Atlanta Falcons am Sonntag stehen die Carolina Panthers tatsächlich in den Playoffs. Nach einer turbulenten Saison mit Überraschungssiegen gegen die Packers und Rams konnte man alle Teams in der Division hinter sich lassen.

Das Team von Dave Canales gestaltete die gesamte Saison sicherlich nicht glanzvoll und erzielte in nicht mal der Hälfte der Spiele mehr als 17 Punkte. Insgesamt gibt das Erreichen der Playoffs dem Team und den Fans aber endlich wieder Freude. Acht Jahre lang ging es mit der Mannschaft nur abwärts. Trainer wurden verschlissen und gute Spieler abgegeben, weil es in den schlechten Situationen keinen Sinn machte sie zu halten. Dass die Panthers nun wieder in den Playoffs stehen, ist der pure Gegensatz dazu.

Mit den Los Angeles Rams trifft man nun auf einen harten Brocken. In der Regular Season gewann Carolina zwar die Partie, war aber eigentlich extrem unterlegen und hatte an diesem Tag das Glück auf der richtigen Seite. Die Buchmacher sehen die Rams dementsprechend als haushohen Favoriten.

In den Playoffs geht es allerdings von null wieder los. Los Angeles wird in dieser Situation sicherlich auch sehr aufgeregt sein und sollte es lange Zeit ausgeglichen zugehen, könnten kleine Fehler das Spiel entscheiden. Die Chance auf ein Weiterkommen Carolinas ist in dieser Partie sicherlich sehr klein, aber bereits das Erreichen der Playoffs ist bereits eine Auszeichnung, über die sich gefreut werden kann.

Erster Matchball verschenkt – Panthers unterliegen Seahawks

Die Tür zu den Playoffs stand offen. Mit einem Sieg gegen die Seattle Seahawks hätten die Carolina Panthers endlich nach acht Jahren wieder in die Playoffs einziehen können. Es wurde „nur“ noch ein Sieg benötigt. Leider konnte das Team um HC Dave Canales den Sack nicht zumachen und verlor das Spiel mit 10-27.

Der Offense fehlt der Mut

Die Partie war zu Beginn geprägt von vielen Punts der Panthers. Wie gewohnt lief das Team auf Early Down gerne mit Chuba Hubbard und Rico Dowdle. Einige Runs waren dabei auch brauchbar, doch geriet die Offense immer wieder in ungünstige Third Downs.

Im Gegensatz zu den letzten Spielen konnte das Passspiel um Bryce Young dann nicht erfolgreich umgesetzt werden. Die Panthers schafften keine einzige Completion, bei der der Ball mehr als acht Yards in der Luft unterwegs war. Young wirkte generell sehr unsicher und ging immer wieder zum Checkdown, weil kein Receiver sich freilaufen konnte. Am Ende kam er auf drei Versuche über zehn Yards, wobei davon noch ein Pass von Seahawks DB Julian Love abgefangen wurde. Youngs durchschnittliche Targettiefe lag bei lediglich 1,6 Yards.

Zurück in alte Zeiten

Die Offense wirkte wieder so schwach wie zu Beginn der Saison. Bryce Young erzielte mit seinen 24 Versuchen nur 56 Yards. Die 2,3 Yards pro Versuch sind für ihn ein neuer Saisontiefstwert.

Besonders enttäuschend war dabei die Entscheidungsfindung. Es wirkte so, als solle die Offense nur keine Fehler machen. Immer wieder unterbanden die Seahawks die Chance auf den tiefen Pass. Die Panthers fanden keine Lösung darauf und spielten einen kurzen Pass nach dem anderen. Young blieb mit 3.08s pro Versuch auch länger in der Pocket, wählte schlussendlich dann aber doch den Checkdown.

WR Tet McMillan blieb lange Zeit ohne Catch in der Partie. Erst als das Spiel schon fast entschieden war, trat er dann doch einmal ins Rampenlicht mit einer einzigen Aktion. Immerhin hatte Mannschaftskollege Jalen Coker sogar doppelt so viele Catches, was in diesem Fall aber leider nur zwei waren. Diese hatten leider aber überhaupt keinen Impact auf das Spiel.

Running Back Chuba Hubbard war der einzige Spieler überhaupt mit drei Catches bei drei Targets. Bei ihm gab es allerdings Probleme mit der Ball Security. Als die Panthers nach einem Mike Jackson Pick zurück ins Spiel kommen konnten, ließ sich Hubbard den Ball aus der Hand schlagen. Dieser Fumble hatte großen Anteil an der Niederlage und sorgte dafür, dass die Seahawks davonziehen konnten und nicht mehr eingeholt wurden.

Wie Hubbard konnte auch Rico Dowdle drei Catches machen. Dabei erzielte er allerdings nur 4 Yards (Hubbard war mit 6 Yards auch nicht viel besser dran). Bei Dowdle hätte es sogar einen vierten Catch geben können, doch konnte der Running Back den Ball beim vierten Target nicht festhalten. Nach Mitchell Evans sorgte er für den zweiten Drop der Offense.

Eine Niederlage mitsamt ihrem Unglück

Mit der Niederlage wurden die Playoffs vorerst verwehrt. Allerdings war das nicht die einzige schlechte Nachricht. Bereits nach dem ersten Play der Offense musste TE Ja’Tavion Sanders verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Damit konnten die Panthers gerade im Running Game nicht mehr in ihre Sets mit drei Tight Ends und waren somit eingeschränkter. Ein anderen Ausgang hätte es ohne die Verletzung wohl nicht gegeben, aber trotzdem könnte die Offense im Saisonfinale ohne Sanders mehr Probleme haben.

Neben Sanders war CB Jaycee Horn der Unglücksrabe in diesem Spiel. Beim Stand von 10-17 im vierten Quarter konnte die Defense von DC Ejiro Evero die Seahawks vom Feld schicken. Die Panthers waren somit noch voll im Spiel und hatten eine gute Chance das Spiel auszugleichen. Leider fiel eine Flagge, denn Jaycee Horn griff seinem Gegenspieler Jaxon Smith-Njigba ins Gesichtsgitter und kassierte dafür eine 15-Yardsstrafe und somit ein neues First Down. Im Anschluss ließ Horn einen weiteren wichtigen Catch gegen Smith-Njigba zu. Die Seahawks konnten scoren und sorgten für einen 2-Scoring-Abstand

Defense hält die Panthers lange im Spiel

Obwohl die Offense so schwach agierte und Carolina immer wieder individuelle Fehler machte, waren die Panthers lange in aussichtsreicher Position. Besonders die Defense spielte auf hohem Niveau und brachte Seahawks Quarterback Sam Darnold immer wieder in die Bredouille. Besonders Mike Jackson war der Man oft the Match. Neben einem Pass Breakup verhinderte er auch noch in der Endzone mit einer Interception den Touchdown der Seahawks.

Der Pass Rush hatte dazu wohl das beste Spiel der Saison. Es war das erste Mal, dass DJ Wonnum und Nic Scourton eine Pass Rush Win Rate über 20% hatten. Beide wurden dafür auch mit jeweils einem Sack belohnt. Daneben war Derrick Brown durch die Mitte wieder eine sichere Bank.

Wie fällt das Fazit aus?

Mit den Seahawks traf eine starke Defense auf die Panthers. Wie schon so oft in der Saison konnte die Offense der Panthers gegen so ein großes Kaliber nicht mithalten. Trotzdem ist die Tür zu den Playoffs noch offen. Mit einem eigenen Sieg gegen die Buccaneers oder einem Sieg der Falcons gegen die Saints wäre Carolina in den Playoffs.

Sicherlich hat das Team aus Charlotte nur noch diese Chance, weil die Division dieses Jahr so schlecht ist und man überperformt hat. Weder mit der Offense noch mit der Defense sind die Panthers nach EPA pro Play in den Top 20 der Liga. Doch andererseits ist das natürlich auch egal, denn gegen die Buccaneers startet das Spiel bei null. Sollte Carolina gegen den schwachen Baker Mayfield gewinnen, würden die Panthers das erste Mal seit acht Jahren wieder in den Playoffs stehen. Das Spiel wird natürlich mit Hochspannung erwartet.

Spieltagsanalyse: Erster Schritt Richtung Playoffs – Panthers erfolgreich im Divisionsduell

Der knappe 23:20-Sieg der Carolina Panthers gegen die Tampa Bay Buccaneers war weniger ein spektakuläres Offensivfeuerwerk als vielmehr ein kontrolliertes, strukturiertes Footballspiel, das durch Effizienz, eine starke Teamleistung und wenige Fehler entschieden wurde. In einem klassischen Divisionsduell setzte sich am Ende das Team durch, das in den entscheidenden Downs, Red-Zone-Situationen und in der Schlussphase die besseren Entscheidungen traf.

Analyse des Spielverlaufs

Der Spielverlauf spiegelte über vier Viertel ein Gleichgewicht wider, das erst in der späten Crunchtime zugunsten der Panthers kippte. Unsere Panthers eröffneten das Spiel mit konservativen, aber sauberen Drives, setzten früh auf Ballkontrolle und verzichtete bewusst auf vertikale Risiken. Tampa Bay konnte zwar mehrfach antworten, schaffte es jedoch nicht, nachhaltigen Druck auf das Spiel zu entwickeln.

Auffällig war, dass beide Teams lange Drives bevorzugten, was zu einer überschaubaren Anzahl an Possessions führte. Carolina nutzte diese Struktur besser: Während Tampa Bay mehrfach in Field-Goal-Reichweite stagnierte, verwerteten die Panthers ihre Chancen effizienter. Besonders der Touchdown kurz vor der Halbzeit stellte einen Wendepunkt dar, da er nicht nur Punkte brachte, sondern auch das Momentum klar auf Seite unserer Panthers zog.

Im vierten Viertel zeigte sich dann der entscheidende Unterschied im Game Management. Während Tampa Bay nach dem Ausgleich konservativ agierte, gelang Bryce Young erneut ein erfolgreicher Abschlussdrive, der gezielt die Uhr, Feldposition und die Stärke und das Vertrauen in unseren Kicker einband.

Bryce Young – Entscheidungsqualität vor Explosivität

Bryce Youngs Leistung lässt sich weniger über Quantität als über Effizienz und Fehlervermeidung erklären. Mit 18 von 28 Pässen (64 %) für 191 Yards, zwei Touchdowns und null Turnovern spielte er augenscheinlich ein kontrolliertes Spiel, das aber exakt dem Matchplan von Dave Canales entsprach.

Besonders auffällig war seine Performance bei Third Downs und in der Red Zone. Young identifizierte den Blitz der Buccaneers Defense früh, verkürzte seine Reads und nahm konsequent die kurzen bis mittleren Optionen. Seine durchschnittliche Time-to-Throw war niedrig, was die angeschlagene Pass Protection der O-Line entlastete und Turnover-Risiken minimierte. Statt waghalsigen Throws zeigte Young situative Reife – ein klarer Fortschritt im Vergleich zu früheren Phasen seiner Karriere.

Insbesondere in den Momenten als es darauf ankam ein Anführer zu sein, brachte Bryce Young wieder einmal seine Klasse aufs Feld. Verlängerte überraschend einige Drives und machte entscheidende Throws, welche dann auch zu spielentscheidenden Touchdowns führten.

Tetairoa McMillan – Verlässlicher Passempfänger in der Offense

Tetairoa McMillan fungierte als primärer Mismatch-Generator im Passspiel der Panthers. Mit 5 Receptions für 73 Yards und einem Touchdown war er statistisch auffällig, analytisch jedoch noch wertvoller. Seine größte Stärke lag im Timing: McMillan gewann seine Routen besonders gegen Zone Coverage, indem er die entsprechenden Fenster präzise attackierte.

Der Touchdown vor der Halbzeit ist exemplarisch: Saubere Release-Technik, exaktes Route-Timing und ein Pass, der genau in das entstehende Coverage-Loch fiel. McMillans Präsenz zwang Tampa Bay dazu, ihre Safeties tiefer zu halten, was wiederum Räume für andere Receiver öffnete.

McMillan bestätigte gegen die Buccaneers erneut seinen Anspruch, als bester offensiver Rookie seiner Draftklasse die Season zu beenden. 

Jalen Coker – Unsichtbarer Effizienzfaktor

Jalen Coker ist ein klassisches Beispiel für einen Spieler, dessen Einfluss sich nur begrenzt im Score widerspiegelt. Seine Receptions kamen überwiegend in kritischen Down-&-Distance-Situationen, insbesondere bei Third and Medium.

Coker lief präzise, disziplinierte Routen und half Bryce Young, schnelle und sichere Entscheidungen zu treffen. Seine Fähigkeit, Yards nach dem Catch zu generieren, stabilisierte mehrere Drives und verhinderte, dass Carolina in lange Third Downs gedrängt wurde. In der Gesamtstruktur der Offense war Coker ein verbindendes Element.

Der Trend der letzten Woche geht auch ganz klar in die Richtung, dass Coker sich als sogenannter WR2 im Spiel von Bryce Young etabliert.

Defense der Panthers – Bend, but don’t break

Die Defense der Panthers agierte nach dem Prinzip der kontrollierten Aggressivität. Statt auf konstante Big Plays zu setzen, fokussierte man sich auf saubere Tackles, Gap-Disziplin und das Verhindern explosiver Spielzüge. Tampa Bay durfte zwar ihre Yards sammeln, hatte jedoch Schwierigkeiten, Drives konsequent zu vollenden.

Der entscheidende Moment kam spät im vierten Viertel mit der Interception von Lathan Ransom, die das Spiel faktisch beendete. Zuvor hatte die Defensive Line konstant Druck aufgebaut, ohne die Secondary zu entblößen. Besonders gegen Play-Action zeigte Carolina gute Kommunikation und Assignment-Sicherheit.

Im Endeffekt ließ man nur 20 Punkte gegen eine Offense zu, welche nach einer verletzungsgeplagten Season gegen die Panthers wieder komplett zur Verfügung stand. Ein ganz starkes Zeichen unserer Defense, auch im Hinblick auf die ausstehenden Spiele.

Fazit und Ausblick 

Dieser Sieg war weniger ein Produkt individueller Glanzleistungen als vielmehr das Ergebnis eines guten Gameplans und einer starken Teamleistung. Die Panthers zeigten, dass sie Spiele auch ohne offensive Explosion kontrollieren und gewinnen können. Entscheidend waren dabei effizientes Quarterback-Spiel, klare Rollenverteilung im Passspiel und eine Defense, die in kritischen Momenten liefert.

Für den weiteren Saisonverlauf ist dieses Spiel ein positives Signal: Sollte Carolina diese Disziplin auf beiden Seiten des Balles beibehalten und weiter auf die Entwicklung von Young und seinen jungen Receivern setzen, besitzt das Team ein stabiles Fundament für konstante Leistungen – unabhängig vom Gegnerprofil. Unsere Panthers wirken aktuell weniger spektakulär, aber deutlich reifer und effizienter als in vorangegangenen Spielzeiten. 

Es bleibt also zu hoffen, dass es dem Team dieses Mal gelingt, die starke Leistung zu konservieren und in die neue Woche mitzunehmen. Mit den Seahawks wartet zwar ein echter Contender auf unsere Panthers, aber wir haben diese Season schon öfters bewiesen, dass wir gerade in solchen Spielen über uns hinaus wachsen können. – KEEP POUNDING

Mit den Playoffs vor Augen zur Niederlage – Panthers unterliegen Saints

Was war das für eine große Chance? Seit 2017 war die Möglichkeit auf einen Playoff-Einzug der Carolina Panthers nicht mehr so groß. Ein Sieg gegen die New Orleans Saints sowie ein weiterer Sieg aus den beiden Spielen gegen die Tampa Bay Buccaneers hätte gereicht. Leider konnte bereits der erste Teil nicht erfüllt werden. Gegen New Orleans mussten die Panthers eine herbe 17-20 Niederlage einstecken. Nun müssen beide Spiele gegen Tampa Bay gewonnen werden, falls das Ticket für die Playoffs gebucht werden soll.

Eine Offense mit zwei Gesichtern

Gleich mit dem ersten Drive schafften es die Panthers, einen Touchdown zu erzielen. Rico Dowdle lief den Ball von der 2-Yardlinie in die Endzone. Im weiteren Spielverlauf wurde es dann aber zäh.

Eine große Schwachstelle war die Performance auf Early Down. Besonders das Running Game funktionierte nicht. Auf First und Second Down hatten die Panthers eine Erfolgsquote von schwachen 33% (Erfolgsquote auf Late Down: 43%). Insgesamt erzielte Chuba Hubbard bei seinen acht Läufen einen Schnitt von nur 3,6 Yards pro Lauf, bei Rico Dowdle waren es derweil bei 16 Läufen sogar nur 3,1 Yards.

Viele Runs wurden auf 2&lang gecallt. Das brachte wenig Erfolg und führte die Panthers immer wieder in schwierige dritte Versuche. Das Passing Game sah zudem auch nicht besser aus. Hier lag die Erfolgsquote auf Early Down sogar nur bei 27% (Erfolgsquote auf Late Down: 60%).

Bryce Young hält das Team am Leben

Der einzige Grund, dass die Panthers so lange im Spiel waren und sogar die meiste Zeit in Führung lagen, war die Performance ihres Quarterbacks. Immer wieder musste Young auf Third Down kreieren. Er wirkte in der Pocket sehr sicher und verstand es gut, wann er die Pocket verlassen musste, um außerhalb der Struktur ein Play aufzulegen.

Die beste Connection hatte der junge Quarterback diesmal wie zuletzt auch mit Jalen Coker. Das Highlight war sicherlich zu Beginn der zweiten Halbzeit der Touchdown nach einer Sluggo-Route für 32 Yards.

Im Gegensatz zur ersten Begegnung gegen die Saints funktionierte diesmal das tiefe Passspiel. Durch die Sicherheit traute sich Young mehr zu und brachte 5 von 9 Pässen über 10 Yards an und erzielte dabei 126 Yards. Zusätzlich kamen noch 49 Yards aus Scrambeln hinzu. Immer wieder stand der junge Quarterback vor einer großen Aufgabe auf Third Down, doch zumindest in den ersten drei Quartern hielt er die Panthers im Spiel.

Schwierige Umstände bremsen die Panthers

Zwar lagen die Panthers den Großteil des Spiels in Führung, doch wirklich kontrollieren konnten sie die Partie nie. Neben des schwachen Running Games machte besonders LT Ickey Ekwonu gegen Saints Edge Rusher Chase Young keinen guten Eindruck. Je länger die Partie dauerte, desto mehr wurde Ekwonu von seinem Gegner dominiert. Am Ende ließ er nicht nur im letzten Panthers-Drive des Spiels einen Sack zu, sondern verursachte zuvor im Spielverlauf noch einen Hit und drei QB Hurrys.

Sein sonst so sicherer Nebenmann Taylor Moton wirkte auch nicht wie gewohnt auf der Höhe. Er bekam es hauptsächlich mit Carl Granderson zu tun und musste neben einem Hit auf drei weitere QB Hurrys zulassen.

Es war aber nicht nur die OLine, die die Panthers bremste. Ein großes Problem waren die Flaggen. Insgesamt erhielt Carolina 11 Penalties und kassierte deswegen 103 Yards an Strafe. Zwar sah es auf Seiten der Saints unwesentlich besser aus, doch hatten die vielen Flaggen sicherlich einen großen Anteil an der Niederlage. Die Third Downs wurden noch länger und die Drives der Saints dramatisch erleichtert.

Die Defense wird düpiert

Ähnlich wie die Panthers hatten auch die Saints keinen großen Erfolg am Boden. Im Gegensatz dazu schafften sie es aber über das Passing Game immer wieder neue First Downs zu erzielen. Die Passing-Erfolgsquote auf Early Down der Saints lag bei 61%. Das Screen-Game funktionierte vorzüglich und stand Tyler Shough auf Third Down doch mal in der Verantwortung, wusste er zu überzeugen.

Besonders die Schnittstellen zwischen den Linebackern Christian Rozeboom und Trevin Wallace mit dem Safety Tre‘von Moehrig waren ein beliebtes Ziel der Saints. Die Problematik mit der Coverage über die Mitte war bereits zu Beginn der Saison ein großes Thema bei den Panthers, jedoch wirkte Carolina zuletzt allerdings stabiler. Gegen New Orleans sah es nun wieder aus wie zu Beginn.

Zudem kam es im vierten Quarter zum Chris Olave-Drive. Beim Stand von 17-10 bekamen die Saints nochmal den Ball und benötigten einen Touchdown. Viermal ging der Ball in Richtung des Receivers und jedes Mal erzielte er ein neues First Down bzw. am Ende den 12-Yard-Touchdown. Zweimal gab dabei Jaycee Horn kein gutes Bild ab. Am Ende war es auch er, der in Man-Coverage den Touchdown gegen sich zuließ.

Kein Druck auf den Quarterback

Ein viel größeres Problem war aber wiedermal der Pass Rush. Die Panthers schaffen es diese Saison nicht, Druck auf den Quarterback auszuüben. Besonders die Edge Rusher sind dabei die wahrscheinlich größte Schwäche des kompletten Kaders (während der vor der Saison abgegebene Jadeveon Clowney bei den Cowboys die neuntbeste Win-Rate der Liga aller Edge Rusher erzielt, schafft es bei den Panthers kein Edge Rusher unter die Top 75).

Immerhin konnte Backup Trevis Gipson mit einem Sack und einem QB Hurry auf sich aufmerksam machen. Daneben kam aber kein Edge Rusher mehr zum Zuge. Nic Scourton konnte immerhin einen Clean-Up-Sack im zweiten Quarter erzielen und dazu ein weiteres Mal Tyler Shough unter Druck setzen. Ansonsten gewann er kein weiteres Duell gegen Saints-OT Taliese Fuaga.

Und Scourton war dabei noch die Speerspitze der Panthers Edge Rusher Gruppe. Princley Umanmielen und DJ Wonnum schafften es in dieser Partie, in allen ihrer Snaps dominiert zu werden. Sie verloren wirklich jedes einzelne ihrer Pass-Rush-Duelle.

Schlüsselmoment im vierten Quarter ändert den Spielverlauf

Auch wenn die Panthers sich sehr schwer gegen die Saints taten, lagen sie lange Zeit in Führung. 12 Minuten vor Ende hätte das Team von HC Dave Canales das Spiel vielleicht sogar entscheiden können. Beim Stand von 17-10 bekam die Offense wieder den Ball. Ein Touchdown hätte eine komfortable 14-Punkte Führung eingebracht.

Nach einer verlorenen Challenge kam es dann aber zum 4&1 an der gegnerischen 35. Ein Field Goal würde die Saints wohl noch im Spiel halten und so ging Canales bei den wenigen Yards für das neue First Down für den vierten Versuch.

Das Problem war allerdings sein kleiner Quarterback. Carolina setzt diese Saison generell nicht auf den QB Sneak und hat für Bryce Young auch keinen Ersatzspieler, der dieses Play für ihn ausführen kann (beispielsweise setzen die Seattle Seahawks in diesen Situationen ihren TE AJ Barner als QB für den Sneak ein).

Es kam wie es kommen musste. Direkt beim Snap ging eine Lücke hinter RG Austin Corbett auf. Chuba Hubbard musste aber erstmal noch die Yards zur Line of Scrimmage zurücklaufen. In diesem kleinen Moment schaffte es aber Saints DB Jordan Howden diese Lücke wieder zu schließen und Chuba Hubbard zu stoppen.

Danach konnten die Panthers sich nicht mehr aufrichten. Besonders die Pass Protection brach im weiteren Spielverlauf immer weiter zusammen und so zogen die Saints nicht nur gleich, sondern konnten mit ihrem letzten Play das Game-Winning FG erzielen. Diesem ging natürlich eine weitere dumme 15 Yards-Strafe gegen Lathan Ransom voraus.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel gegen die Saints war eine große Chance im Playoffrennen. New Orleans war an diesem Tag aber leider wirklich zu gut. Sicherlich hatten die Panthers mehrere Chancen das Spiel zu gewinnen und machten einige ärgerliche Fehler. Am Ende der Partie hat aber trotzdem die bessere Mannschaft gewonnen.

Für die Playoffs sieht es nun schwieriger aus. Laut ESPN haben die Panthers nun eine Chance von 25%. Der wahrscheinlichste Weg in die Playoffs wären wohl zwei Siege gegen die Buccaneers. Diese verloren wie die Panthers auch zuletzt gegen die Saints. Besonders Quarterback Baker Mayfield hat bisher eine Seuchensaison erwischt. Allerdings hat er mit WR Mike Evans einen wichtigen Receiver zurück. Bereits im letzten Spiel zeigten die beiden eine gute Connection zusammen.

Die Tampa Bay Buccaneers sind leistungstechnisch im freien Fall. Neben der schlechten Performance ihres Quarterbacks ist auch die Defense inzwischen eine weitere Schwachstelle. Besonders die Linebacker um Lavonte David sind dieses Jahr nicht auf NFL-Niveau. Hier wird es auf jeden Fall eine Chance für Bryce Young und die Offense geben diese Schwachstellen zu attackieren und gerade auf Early Down wieder erfolgreicher zu agieren.

Eine Niederlage im nächsten Spiel würde die Playoffchance der Panthers dramatisch minimieren, wenngleich Carolina theoretisch noch weiterhin die Chance hätte die Division zu gewinnen. Der einfachste Weg wäre aber sicherlich ein Sieg, der gegen die schwächelnden Buccaneers durchaus möglich sein sollte.

Carolina Panthers: Eine Saison zwischenUnbeständigkeit und Erfolg

Die Carolina Panthers erleben in der NFL-Saison 2025 einen bemerkenswerten Wandel. Nach Jahren der Enttäuschungen wirkt das Team erstmals wieder stabiler, konkurrenzfähiger – und zeitweise sogar wie ein potenzielles Überraschungsteam im Kampf um die Playoffs. Doch trotz deutlicher Fortschritte bleibt die Saison geprägt von Schwankungen, offenen Baustellen und entscheidenden Fragen für die Zukunft.

Aktuelle Lage und statistischer Überblick

Die Carolina Panthers erleben in der NFL-Saison 2025 eine ihrer besseren Spielzeiten seit mehreren Jahren. Mit einer aktuellen Bilanz von 7:6 liegen sie auf dem zweiten Platz der NFC South und damit klar in Schlagdistanz zur Divisionsspitze. Offensiv erzielt Carolina im Schnitt rund 19 Punkte pro Spiel, während die Defensive durchschnittlich etwa 22,8 Punkte zulässt – Werte, die das Team im Ligavergleich im Mittelfeld einordnen. Schon diese Zahlen zeigen: Die Panthers haben sich stabilisiert, bleiben aber noch entfernt von der absoluten Spitze. Besonders vor dem Hintergrund der enttäuschenden, vergangenen Jahre. Zwischen 2021 und 2024 holte Carolina insgesamt nur 26 Siege bei 55 Niederlagen. Daher wirkt die aktuelle Saison 2025 wie ein Schritt in die richtige Richtung.

Stärken des Teams: Offensive Line und Laufspiel als Motor

Auffällig ist vor allem die verbesserte Offensive Line, die in dieser Saison zu den klaren Stärken zählt. Der Schutz für den Quarterback hat sich spürbar erhöht, was nicht nur die Passoffensive entlastet, sondern auch dem Laufspiel neuen Raum gibt. Besonders Running Back Rico Dowdle, welchen man in der Offseason als Backup für Chuba Hubbard vermutete, sorgt immer wieder für wichtige Impulse und hat das Offensiv- und Laufspiel der Panthers belebt. Dowdle übertraf in mehreren Spielen deutlich die 100-Yard-Marke und machte sich damit mehr als nur zu einer Ergänzung im Laufspiel. Über die Saison hinweg sammelte er mehr als 1000 Scrimmage-Yards, hier 929 Yards am Boden und nochmals 254 Yards durch die Luft.

Defense der Panthers – Fortschritt messbar, Probleme konkret

Auch defensiv zeigt Carolina Fortschritte. Im Vergleich zur Vorsaison lässt die Mannschaft weniger Yards und Punkte gegen den Lauf zu, was in mehreren Spielen den Unterschied machte. Insgesamt hat sich die Defense 2025 gegenüber den Vorjahren stabilisiert, bleibt aber ein Zwiespalt aus positiven Ansätzen und klaren Schwächen. Auf Teamebene lassen die Panthers circa 22 Punkte pro Spiel zu. Das ordnet sie ligaweit im Mittelfeld ein.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt der Pass Rush jedoch eine der größten Baustellen. Der Druck auf gegnerische Quarterbacks ist zu gering und der Defense insgesamt fehlt es an Tiefe. Gerade gegen Offensivreihen mit viel Variabilität könnte sich dieser Mangel im Saisonendspurt bemerkbar machen. So hatte man im Spiel gegen die Rams, trotz vieler Big Plays der Defense, immer das Gefühl deutlich unterlegen zu sein gegen deren Offensivreihe.

Schwankende Leistungen und offene Probleme

Probleme gibt es zudem weiterhin in der Konstanz. Manche Wochen präsentiert sich Carolina als gefährliches, gut organisiertes Team. An anderen Spieltagen wirkt die Offense fahrig und unpräzise. Diese Schwankungen spiegeln sich auch in den bisherigen Spielanalysen wider, in denen die Panthers von einer frühen D+-Bewertung inzwischen auf ein deutlich respektableres B+ klettern konnten. Diese Verbesserung zeigt zwar den positiven Trend, unterstreicht aber auch, wie wechselhaft die Leistungen noch sind. Auch unter Fans wird diese Unbeständigkeit intensiv diskutiert.

Bryce Young – Reifeprozess und Kennzahlen

Bryce Young profitiert merklich von der stabileren Offensive Line und dem oben genannten, produktiven Laufspiel. Bryce Young hat bisher 2337 Passing-Yards, 18 Touchdown Pässe bei 9 Interceptions und einer Completion-Rate von circa 63%. Diese Werte zeigen, dass sich Bryce Young in dieser Saison in einem soliden, aber immer noch ausbaufähigen Leistungsbereich befindet. Besonders auffällig war sein Career-Game gegen die Atlanta Falcons, in dem Young für über 400 Yards geworfen hatte. Ein Beispiel dafür welches Upside in seinem Spiel steckt, wenn Protection und Playcalling passen.

Ausblick: Dark Horse oder doch nur Zwischenschritt?

Trotz aller Herausforderungen gelten die Panthers für manche Expertinnen und Experten als potenzielles ‚Dark Horse‘ im Playoff-Rennen der NFC. Die vergleichsweise schwache Division und ein günstiger Spielplan könnten dem Team helfen, eine vielversprechende Ausgangslage aufzubauen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Carolina sowohl offensiv als auch defensiv eine nachhaltige Stabilität findet, um entscheidende Partien kontrolliert zu bestreiten.

Fazit: Ein Team im Wandel

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Saison 2025 bislang eine der hoffnungsvollsten seit Jahren ist. Die Panthers zeigen klare Fortschritte in Schlüsselbereichen und wirken im Vergleich zu den Vorjahren deutlich konkurrenzfähiger. Ob die Entwicklung am Ende für den großen Schritt – möglicherweise sogar für die Playoffs – reicht, hängt nun ganz wesentlich davon ab, wie konstant die Mannschaft den Rest der Saison bestreiten kann. Eines ist jedoch sicher: Carolina befindet sich auf einem guten Weg, aus einer Phase des Umbruchs wieder in Richtung Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg zu steuern. – KEEP POUNDING

Spieltagsanalyse: Sweet Caroline – Heroische Teamleistung besiegtfavorisierte LA Rams

Am Sonntag gelang den Carolina Panthers ein spektakulärer Sieg gegen die Los Angeles Rams — mit 31:28 besiegte man einen der Favoriten der Liga und beendete damit die sechs Spiele andauernde Siegesserie der Rams. Das Spiel wurde Dank einer starken Leistung von Bryce Young und einer bissigen Panthers‑Defense entschieden.

Spielverlauf und entscheidende Momente

Die Rams begannen stark und gingen früh durch einen Touchdown von Davante Adams in Führung. Doch Carolina antwortete noch im ersten Viertel — Young fand Chuba Hubbard, der per Pass 35 Yards zum Touchdown lief und damit das Gleichgewicht wiederherstellte. Kurz darauf drehte die Panthers‑Defense zum ersten Mal das Spiel: Ein Pass von Rams‑Quarterback Matthew Stafford wurde abgefälscht und von Mike Jackson für einen 48‑Yard‑Pick‑Six zurückgetragen.

Die Rams kämpften sich zurück und erzielten vor der Halbzeit einen weiteren Touchdown durch Adams. Im dritten Viertel erhöhte Carolina durch ein Field Goal zunächst auf 17:14, bis das Spiel dann im vierten Viertel richtig Fahrt aufnahm.

Unsere Carolina Panthers bewegten den Ball gut, nahmen entscheidende Zeit von der Uhr und Bryce Young zeigte Nervenstärke. Auf einem vierten Down, wie schon zuvor beim Touchdown von Jalen Coker, brachte er einen 43‑Yard‑Pass zu Tetairoa McMillan an, welcher den entscheidenden Touchdown bedeutete und die Panthers mit 31:28 in Führung brachte. Die Rams antworteten zwar, doch kurz vor Schluss setzte die Defense das entscheidende Ausrufezeichen: Derrick Brown sackte Stafford, erzwang einen Fumble, der von D.J. Wonnum gesichert wurde — die Vorentscheidung.

Kurz vor der Two-Minute-Warning war es dann erneut ein eiskalter Bryce Young, welcher bei 3rd Down den entscheidenen Pass zu Coker warf – die endgültige Entscheidung.

Bryce Young — Ruhe in der Crunchtime

Young lieferte einen seiner besten Auftritte der Saison: 15 von 20 Pässen, 206 Yards und drei Touchdowns, zwei davon auf vierten Downs. Bryce Young wies am Ende vom Spiel ein Passer-Rating von 147,1 auf, persönlicher Rekord. In kritischen Momenten behielt er die Ruhe und führte die Offense konstant zu Punkten. Sein Zusammenspiel mit Hubbard, Coker und McMillan war ausschlaggebend. Es war aber auch beeindruckend wie er zwei Mal beim vierten Versuch die Nerven behielt und richtig starke Bälle zu seinen Receivern brachte. Wurde er nach vergangener Woche bereits von vielen wieder abgeschrieben, zeigte er diese Woche wieder eindrucksvoll welch ein Potenzial in ihm steckt.

Panthers‑Defense und Derrick Brown — Turnover als Schlüssel

Die Panthers‑Defense war der Matchwinner. Sie zwang LA Rams Quarterback Stafford zu insgesamt drei Turnovern. Der Pick‑Six von Jackson war ein Wendepunkt. Derrick Brown dominierte, fälschte einen Pass zur Interception ab und erzwang den spielentscheidenden Fumble kurz vor Schluss. Bis zum Spiel gegen unsere Panthers hatte Matthew Stafford lediglich zwei Interceptions zu verbuchen, wahre MVP Werte. Umso beeindruckender, dass es unserer Defense gelang, diese Turnover zu kreieren. Es ist zudem lobend zu erwähnen, dass die Defense trotz der zwischenzeitlichen Dominanz der Rams immer am Ball blieb, immer versuchte ihre Chance zu nutzen und nie aufgab. Letztendlich wurde sie so dann mit dem entscheidenden Fumble belohnt.

Chuba Hubbard — Balance im Angriff

Auf der offensive Seite glänzte zudem ein Spieler, welcher in den letzten Wochen ebenfalls bereits abgeschrieben wurde. Chuba Hubbard glänzte sowohl im Lauf- als auch im Passspiel. Er erzielte 83 Rushing Yards und war zudem als Receiver gefährlich. Sein früher Touchdown setzte ein wichtiges Zeichen und half, das Offensivspiel der Panthers ausgeglichen zu halten. Bei immer starker werdendem Regen war es diese Woche nicht Rico Dowdle, sondern Hubbard, welcher die Rams Defense ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Oft wurde Hubbard frühzeitig von der Rams Defense aufgenommen, schaffte es aber immer wieder noch weitere, wichtige Yards zu erzielen. Seine Leistung im Laufspiel ermöglichte es erst unserer Offense entscheidende Zeit von der Uhr zu nehmen und die Rams Offense an der Seitenlinie zu halten.

Fazit

Der 31:28‑Sieg der Panthers war ein Statement. Mit einer Kombination aus effizienter Offense, starken Leistungen von Young, Hubbard und der dominanten Defense um Brown holte Carolina einen Sieg gegen ein Top‑Team und geht mit neuem Selbstvertrauen in die Bye-Week. Viele hatten gehofft, dass man gegen die LA Rams irgendwie mithalten kann, aber an einen Sieg haben nur ganz wenige geglaubt. Wirkte die Rams Offensive während der ganzen Partie dominant und beeindruckend, so gelangen der Defense von Evero doch entscheidende Turnover. Nun gilt es in der Bye Week mit diesem Sieg neues Selbstbewusstsein zu tanken und dann voller Euphorie die nächsten Aufgaben anzugehen. Beenden wir endlich die Up and Downs in unseren Auftritten und können an diese Leistung anknüpfen, wird der Kampf um die Playoffs neu entfacht. – KEEP POUNDING

Spieltagsanalyse: LOSE – Zu viele Fehler besiegeln Niederlage gegendie 49ers

In einem fehlerbehafteten Monday-Night-Game unterlagendie Carolina Panthers den San Francisco 49ers mit 20:9. Das Spiel war geprägt von defensiven Highlights, mehreren Turnovers und einer Panthers-Offense, die sich nicht konsequent genug durchsetzen konnte. Insbesondere Jaycee Horn stach hervor, doch Verletzungen und fehlende Effizienz von Bryce Young verhinderten eine engere Schlussphase und einen positiven Ausgang für die Carolina Panthers.

Spielverlauf

Das Spiel begann mit einer soliden ersten Angriffsserie der 49ers: Unser ehemaliger RB McCaffrey war stark involviert und am Ende des Drives folgte ein Touchdown-Pass, der San Francisco früh mit 7:0 in Führung brachte. In der Folge entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, bei dem beide Mannschaften Fehler machten – Purdy warf drei Interceptions in der ersten Halbzeit. Die Panthers bestraften diese aber nur zum Teil: Ein Field Goal von Ryan Fitzgerald brachte sie auf 4 Punkte heran, doch die 49ers antworteten vor der Pause per 47-Yard-Field-Goal durch Matt Gay und nahmen ein 10:3 mit in die Kabine. 

Im dritten Viertel zündete die Offense der 49ers wieder unter McCaffrey – er lief über 12 Yards zum Touchdown und erhöhte auf 17:3. Carolina antwortete jedoch mit einem guten Drive: Quarterback Bryce Young spielte einen 29-Yard-Pass auf Tetairoa McMillan zum Touchdown. Im Anschluss entschied sich das Coaching Team für die Two-Point-Conversion von der Ein-Yard-Linie – der Pass wurde aber getippt und scheiterte, sodass die Panthers bei 9 Punkten verharrten. 

Im letzten Viertel gelang San Francisco noch ein 29-Yard-Field-Goal, das den Endstand von 20:9 herstellte. 

Jaycee Horn und die Defense wehren sich lange

Die Panthers hatten ihre Chancen, vor allem weil 49ers-Quarterback Brock Purdy in der ersten Hälfte dreimal den Ball hergab. Zwei dieser Pässe fing Cornerback Jaycee Horn ab, der damit eindrucksvoll zeigte, wie wertvoll er für die Secondary ist. Seine Antizipation und die enge Coverage machten es Purdy schwer, Rhythmus zu entwickeln. Als Horn später jedoch mit einer Kopfverletzung ausschied, verlor die Panthers-Defense einen ihrer wichtigsten Stützpfeiler. Trotzdem hielt die Verteidigung Carolina lange im Spiel, verteidigte physisch, verhinderte explosive Spielzüge der 49ers und zwang diese immer wieder in lange Drives.

Bryce Young zeigt wieder altbekannte Schwächen

Auf der anderen Seite tat sich die Offense der Panthers deutlich schwerer. Bryce Young, der eine Woche zuvor ein Rekordspiel hingelegt hatte, fand nicht in seinen Rhythmus. Er brachte 18 von 29 Pässen für 169 Yards und einen Touchdown an, warf aber auch zwei Interceptions. Sein 29-Yard-Touchdown zu Tetairoa McMillan war ein Ausrufezeichen, doch insgesamt fehlte es dem Passspiel an Sicherheit und Tiefe.

Hinzu kam ein kaum existierendes Laufspiel, was die Offense eindimensional machte. Young musste häufig improvisieren, ohne dass das Playcalling ihm half. Zudem kamen auch Spielzüge von Young, welche für den beobachtenden Fan keinen Sinn ergaben. Bei seiner ersten Interception hatte er die Endzone frei vor sich, entschied sich dann aber für einen sehr riskanten Ball in die Endzone, welcher dann auch intercepted wurde. Für viele Fans bleibt es unerklärlich, wie innerhalb von acht Tagen solche Leistungsschwankungen entstehen können. Von einem Spiel mit Franchise-Rekord hin zu einem Spiel voller einfacher Fehler.

Die erneute Kritik an Canales’ Play-Calling 

Headcoach Dave Canales stand nach dem Spiel gegen die 49ers ebenfalls in der Kritik. Sein Offensivplan wirkte in vielen Phasen zu vorsichtig, fast gehemmt. Die Two-Point-Conversion nach dem Touchdown war ein mutiger Moment – und gleichzeitig einer der wenigen. Ansonsten fehlten kreative oder aggressivere Ansätze, um die trotz ihrer Ausfälle starke 49ers-Defense wirklich zu testen. In der ersten Hälfte gelangen der Panthers Offense nur schwache 4 First-Downs. Insgesamt wurden durch Canales über das Spiel hinweg nur neun Laufspielzüge angesagt. San Francisco hingegen kontrollierte das Spiel vor allem durch Christian McCaffrey, dessen Läufe konstant Yards generierten und den 49ers die Kontrolle über die Uhr sicherten.

Fazit & Ausblick

Am Ende spiegelte das 20:9 wider, was sich über die gesamte Partie angedeutet hatte: Carolina zeigte defensiv viel Herz, offensiv aber zu wenig Durchschlagskraft. Die Kombination aus Horns Verletzung, Youngs Unsicherheiten und einem zu konservativen Playcalling ließ das Team nie ernsthaft in Schlagdistanz kommen.

Für die Panthers ist diese Niederlage hoffentlich einer erneuter Weckruf. In der kommenden Woche treffen die Carolina Panthers auf die Los Angeles Rams. Ein Spiel, das viel über die Richtung ihrer Saison aussagen wird. Wenn die Offense wieder mutiger agiert und die Defense an die starken Momente anknüpft, idealerweise mit einem gesunden Jaycee Horn, haben die Panthers eine Chance, wieder in die Spur zu finden und gegen eine favorisierte Rams Mannschaft einen Statement-Sieg einzufahren. Es kann bereits das entscheidende Spiel in Hinblick auf eine mögliche Playoffs-Teilnahme werden. Aber nur wenn insbesondere die Offense um Bryce Young wieder ihr anderes Gesicht zeigen kann. – KEEP POUNDING

Bryce Young ist zurück – Panthers ringen Falcons nieder

Die Carolina Panthers sind zurück! Nach einer enttäuschenden Vorstellung gegen die New Orleans Saints konnte das Team von Head Coach Dave Canales nun die Atlanta Falcons mit 30-27 in der Verlängerung besiegen. Im Zentrum stand dabei ganz klar Quarterback Bryce Young. War er in der Saison bisher ein Schatten seiner selbst, zeigte er gegen Atlanta erstmalig wieder die Leistungen aus dem Ende des letzten Jahres.

Die schnelle Führung mit dem ersten Drive

Wie so oft fing das Spiel für Carolina gut an. Young wirkte dabei auffällig sicher. Die Pässe kamen gut an und auch wenn er vom ersten Read weggehen musste, blieb er cool und machte keinen Fehler.

Da die explosiven Plays zunächst ausblieben und das Running Game nicht funktionierte, mussten die Panthers in dritte und vierte Versuche. Mit zwei starken Pässen auf Jalen Coker und Xavier Legette blieben die Panthers aber weiterhin in Ballbesitz. Am Ende konnte trotz Sack im Play zuvor Tet McMillan mit einem Touchdown den Drive veredeln.

Gerade die drei Passempfänger sollten in diesem Spiel eine große Rolle spielen. Es zeigte sich früh, dass Young sich in kritischen Momenten oft auf einen der drei verließ und dann auch präzise abliefern konnte.

Nach dem Start kommt wieder die Ernüchterung

Wie gegen New Orleans lieferten die Panthers nach ihrem ersten Drive erstmal nicht ab. Besonders die Defense strauchelte bedenklich. Michael Penix brachte einen Pass nach dem anderen an. Besonders Drake London bekam einen Pass nach dem anderen. Glücklicherweise war er am Ende des Spiels nicht mehr ganz so sicher und ließ auch den ein oder anderen Pass fallen.

Es war aber nicht nur die Passing Defense. Falcons Running Back Bijan Robinson legte ein Big Play nach dem anderen hin und so stand es Mitte des zweiten Quarters bereits schon 21-7.  

Der Rückstand kam allerdings auch durch Fehler in der Offense zustande. Atlantas Ziel war es primär den Lauf aus dem Spiel zu nehmen und so gerieten die Panthers immer wieder in schwierige dritte Downs. Zudem hatte die Offense zunächst auch neben mehrerer Strafen Probleme bei Blitzen von der Falcons Defense. Es deutete erstmal nicht viel auf eine Aufholjagd hin.

Das überraschende Comeback

Die Falcons fanden mit ihren vielen Blitzen frühen Erfolg und blieben bei dieser Taktik. Beim letzten Drive vor der Halbzeit nutzte Young allerdings den extra eingesetzten Pass Rusher sofort im ersten Play des Drives aus und warf aus der engen Pocket präzise auf Tet McMillan. Der Receiver lief eine Route nach innen und konnte danach bis an die gegnerische 30 Yard Line laufen.

Die Panthers verkürzten anschließend per Field Goal auf 10-21. Es war der Beginn der starken Phase. Die Pässe kamen schnell von Young und danach wurden immer wieder viele Yards nach dem Catch gemacht werden. Am Ende erzielte das Team von Dave Canales unglaubliche 251 Yards nach dem Catch.

Nach der Halbzeit wendet sich das Blatt

Die Panthers bekamen durch die Halbzeit wieder den Ball und traten nun sehr dominant auf. Strauchelte Rico Dowdle in der ersten Halbzeit noch bei Blitzen den extra eingesetzten Pass Rusher aufzunehmen, war er maßgeblich für seinen Block dafür ausschlauggebend, dass Bryce Young den vielleicht besten Pass des Tages auflegen konnte.

Kurz vor der Spielfeldhälfte blitzten die Falcons wieder, doch Dowdle passte auf und konnte DB Billy Bowman noch gerade wegblocken. Young geriet dabei aber stark unter Druck, konnte sich davon aber noch gerade lösen. Derweil lief Jalen Coker eine Crossing Route quer über das Feld. Young musste also nun auch quer über das Feld werfen und brachte den Ball in Bedrängnis 20 Yards tief zur Seitenlinie punktgenau zu Coker an.

Direkt im nächsten Play entstand außen ein Eins-gegen-Eins Duell für Xavier Legette gegen die Schwachstelle der Falcons Defense Natrone Brooks. Young sah seinen offenen Receiver und konnte mit seinem 38 Yards-Touchdownpass auf 16-21 verkürzen.

Es läuft alles nach Plan, aber Atlanta bleibt in Führung

Carolina war nun drauf und dran das Spiel zu gewinnen. Atlanta versuchte immer wieder beim ersten und zweiten Versuch den Lauf zu stoppen. Besonders bei Play-Action waren sie aber extrem anfällig bei Pässen. Bei 11 Versuchen fanden 9 Pässe für insgesamt 143 Yards ihr Ziel. Zur Wahrheit gehörte allerdings auch, dass dabei zwei Sacks entstanden und so die Falcons weiterhin in Führung blieben.

Daran konnte zunächst auch nicht der Umstand ändern, dass die Panthers mit ihrer Defense einen Turnover kreierten und Michael Penix verletzungsbedingt ausfiel. Als dann Kirk Cousins das Ruder übernahm, funktionierte das Falcons Passspiel überhaupt nicht mehr. Zusätzlich fanden die Panthers nun auch einen Weg das Laufspiel zu stoppen.

Der große Showdown am Ende des Spiels

Die Panthers spielten danach weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders Tet McMillan konnte weiterhin mit Big Plays auf sich aufmerksam machen. Insgesamt legte er in diesem Spiel bei 12 Targets 8 Catches für 133 Yards auf. Carolina wurde in den entscheidenden Momenten aber doch gestoppt und so stand es kurz vor dem Ende 19-24. Die Panthers benötigten mit dem letzten eigenen Drive einen Touchdown.

Bei weniger als zwei Minuten zu spielen hatte Carolina in der eigenen Hälfte einen vierten Versuch. Atlanta blitzte wieder, aber Young sah sofort, dass sein Tight End Ja’Tavion Sanders komplett offen war. Dadurch konnte der Drive fortgeführt werden.

Kurz darauf kam ein Screen genau zur richtigen Zeit. Wie so oft fingen die Falcons wieder an zu blitzen und wurden dadurch eiskalt vom Screen-Pass erwischt. Dowdle lief bis an die gegnerische 10 Yardlinie.

Anschließend benötigte die Offense noch drei weitere Versuche, damit Young nach einem starken Scramble Tet McMillan in der Ecke der Endzone einsetzen konnte und den Receiver perfekt für die Führung bediente.

Ein Krimi bis in die Verlängerung

Es sollte aber nicht das Ende des Spiel sein. Atlanta kam mit einem starken Return bis zur Spielfeldhälfte und konnte per Field Goal zum 27-27 ausgleichen. In der anschließenden Verlängerung bekamen sie sogar den Ball, wurden aber schnell gestoppt.

Für Carolina hieß es also, dass nun ein Field Goal den Sieg bedeutete. Es folgte der große Auftritt von Tommy Tremble. Beim zweiten Plays des Drives erhielt er an der eigenen 36 Yardlinie den Ball und hatte auch schnell zwei Defender an den Hacken. Diese konnte er aber abschütteln und anschließend bis zur gegnerischen 15 Yardlinie laufen. Für Kicker Ryan Fitzgerald war das darauffolgende Field Goal kein Problem, wenngleich es viel knapper wurde als erwartet. Die Panthers hatten gewonnen.

Wie fällt das Fazit aus?

Bryce Young scheint zurück zu sein. Mit 448 Passing Yards stellte er einen neuen Franchise Rekord auf und konnte damit sogar den großen Cam Newton übertrumpfen. Er wirkte deutlich selbstbewusster. In der Pocket steckte er die Hits ein und warf nicht aus Angst sofort den Checkdown. Gerade die tiefen Pässe funktionierten auf einmal, obwohl gerade diese zuletzt eine große Schwäche waren.

Von 14 Pässen über 10 Yards tief kamen 10 für 225 Yards an. Neben Young schafften es aber auch die drei Receiver Tet McMillan, Xavier Legette und Jalen Coker endlich mal zusammen ins Rampenlicht zu kommen. Alle drei waren in wichtigen Momenten für das Team da und zeigten mit 133 Receiving Yards, 83 Yards und 52 Yards tolle Leistungen.

Als nächstes stehen die San Francisco 49ers auf dem Schedule der Panthers. Falls man noch ein Wörtchen um die Playoffs mitreden will, muss dieses Auswärtsspiel unbedingt gewonnen werden. Die 49ers haben ein unglaubliches Krankenlazarett in der Defense, weswegen Bryce Young bereits die nächste Chance haben wird zu glänzen.

Nachdem nun aber Quarterback Brock Purdy und Wide Receiver Ricky Pearsall zurück sind, scheint die Offense der 49ers wieder besser zu funktionieren. San Francisco wird gerade nach der Performance der Panthers Defense gegen Michael Penix als recht deutlicher Favorit in die Partie gehen. Für Carolina aber kein ungewohntes Gefühl. Alle sechs Siege erzielte das Team von Dave Canales als Underdog. Demnach sollten die Panthers auch in diesem Spiel nicht abgeschrieben werden.

Panthers gehen mit Bryce Young unter – Saints triumphieren

Erstmalig gingen die Carolina Panthers in dieser Saison als Favorit in eine Partie. Gegen die New Orleans Saints war alles darauf ausgerichtet, die gute Serie von drei Siegen in vier Spielen noch weiter zu verbessern. Leider kam es ganz anders und das Team von Head Coach Dave Canales musste eine 7-17 Heimniederlage einstecken.

Die Saints hatten gegen den Lauf einen guten Plan und verteidigten den Pass mit dem Hauptaugenmerk die tiefen Zonen zu sichern. So kam es diesmal sehr auf den Panthers Quarterback Bryce Young an, der mit diesen Umständen nicht klarkam.

Nur zwei Würfe über 10 Yards kommen an

Youngs Stats zeigen deutlich seine Schwächen auf. Bei Pässen für zehn Yards oder kürzer hatte er nicht eine Incompletion. Bei 15 Versuchen konnte er alle seine Pässe anbringen. Dagegen stehen aber nur zwei Completions im gesamten Spiel bei Pässen für mindestens 10 Yards auf dem Statsheet (lediglich sechs Versuche).

Es scheint dem jungen Quarterback schwerzufallen innerhalb der Strukturen Möglichkeiten für tiefe Pässe überhaupt zu erkennen und dann diese Pässe auch erfolgreich anzubringen. Dieses Problem wird umso deutlicher, wenn der Gegner aktiv den tieferen Pass verteidigt. Dabei hatte Young auch bessere Momente. Nach einem Scramble fand er über die Mitte mal wieder Tet McMillan für 26 Yards, der sich gut von seinem Gegenspieler lösen konnte.

Seinen besten Pass hatte Young wahrscheinlich auf Xavier Legette. Die Saints versuchten den Quarterback mit einem Blitz zu überraschen, doch dieser konnte den Druck innerhalb der Pocket ausweichen. Durch den Blitz ergab sich über außen eine 1vs1 Situationen, die Young zum Ende der letzten Saison immer wieder nutzen konnte. Bei dem guten Pass in die Endzone ließ ihn diesmal aber sein Receiver im Stich und so endete dieser Drive schlussendlich wieder ohne Punkte.

Fehler als einzige Konstante

Es fällt auf, dass explosive Passspielzüge hauptsächlich nur noch nach Improvisation stattfinden. Young kann vor dem Snap sehr gut ausmachen, welcher Receiver wahrscheinlich frei wird. Ist sein erster Read dann doch zugestellt, wird dann sehr schnell der Checkdown gewählt. Dass es auch anders gehen kann, hat man an der Vorstellung der Panthers mit Andy Dalton gesehen. Die Passing Offense war grausam, doch traute sich Dalton immerhin auch tiefe Pässe innerhalb der Struktur zu.

Gegen die Saints kam es ohne Hilfe eines explosiven Running Games auf die fehlerfreie Präzision und Entscheidungsfindung des jungen Quarterbacks an. Zwar kamen bei kurzen Pässen die Bälle immer an, doch zu oft war die Platzierung des Balles nicht optimal und so wurden Yards nach dem Catch erschwert. Auch zwei Sacks musste Young einstecken, obwohl die OLine bis auf wenige Aktionen von Ekwonu und Corbett eine solide Arbeit in der Pass Protection absolvierte.

Der größte Fehler war sicherlich aber der Turnover. Saints Defender Taylor deutete einen Blitz an. Demnach wäre Tet McMillan wieder frei gewesen und hätte locker ein First Down erzielen können. Taylor ging aber wieder zurück in Coverage und da Young den Ball auch noch zu kurz warf, hatte der Saints Defender keine Probleme den Ball abzufangen.

Spielt der High Ankle Sprain noch eine Rolle?

Das Passing Game läuft für die Panthers in dieser Saison noch sehr unrund. Nur gegen die schwache Cowboys Defense konnte Bryce Young die Marke von 7 Yards pro Versuch erreichen (mit 8 Yards pro Versuch). Allerdings sind die Stats seit Youngs Knöchelverletzung und der anschließenden Pause noch schlechter geworden. PFF verteilte ihm in den letzten beiden Spielen die Passing Grades 37,6 und 34,3. Gerade mit Blick auf Präzision und Entscheidungsfindung gab Young ein grausames Bild ab.

Auch wenn Young bisher keine All-Time Karriere hatte, ist es durchaus möglich davon auszugehen, dass die Verletzung immer noch Auswirkung hat. Andere Quarterbacks sind mit der gleichen Verletzung mehrere Wochen ausgefallen, Young dagegen wurde nach der katastrophalen Vorstellung Daltons bereits nach einer Woche Pause wieder eingesetzt. Sicherlich waren die Schemes der Saints und Packers nicht unbedingt auf ihn zugeschnitten, doch trotzdem war auch für ihn diese Vorstellung ein Tiefpunkt in dieser Saison.

Wie sieht die Zukunft aus?

Als nächstes treffen die Carolina Panthers auf die Falcons. Während die Saints immer besser über die Saison in der Laufverteidigung geworden sind, zeigt der Trend bei Atlanta eher nach unten. Hier könnte es also wieder explosive Plays von Rico Dowdle am Boden geben.

Für Young wird dieses Spiel sicherlich nicht einfach. Bereits in der ersten Partie der beiden Teams in dieser Saison konnte er wie jetzt gegen die Saints nur schwache 5 Yards pro Versuch auflegen. Damals ließ die Defense allerdings keinen einzigen Punkt zu. Davon ist bei der Wiederholung des Divisionsduells leider nicht auszugehen. Carolina wird deswegen wieder als Underdog ins Rennen gehen, doch dass das nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, hat man in dieser Saison schon öfter bezeugen dürfen.