Panthers unterliegen Minnesota Vikings nach erneut schwacher Performance

Eine Niederlage folgt auf die Nächste. Die Panthers spielten gegen die Vikings besonders mit der Offense extrem schlecht und gerieten so früh in Rückstand. Mit zwei guten Drives kurz vor Schluss konnte zwar die Overtime erreicht werden, doch dort erzielte Minnesota den Touchdown zum 34-28 Endstand. Lange war das Spiel auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Vikings verloren sich wie zu erwarten schnell in ihrem Laufspiel und bei den Panthers kriselte es in der Offense an ganz vielen Stellen.

Die Stats der Offense

Overall: 306Yards und -0,2Epa/Play (Platz 24/28 am Spieltag)

Passing: 188Yards und -0,26Epa/Play (Platz 26)

Rushing: 118Yards und -0,03Epa/Play (Platz 11)

Wo konnte sich die Offense im Gegensatz zum letzten Spiel verbessern?

Die OLine hatte gegen Philadelphia einen rabenschwarzen Tag. Nun kam Left Tackle Cam Erving gegen die Vikings wieder zurück. Er gehört sicherlich zu den schlechtesten Starting Tackles der Liga, aber durch seine Genesung konnte Taylor Moton wieder zurück auf die rechte Seite. Das führte dazu, dass gerade der so gefürchtete Edge Rush der Vikings mit Danielle Hunter und Everson Griffin gut gestoppt werden konnte. Das erleichterte natürlich die Arbeit für Quarterback Sam Darnold enorm. Die Pressure-Zahlen gingen deswegen auch auf das gewohnte Panthers-Saisonlevel zurück.

Problematisch wurde es aber in der Interrior OLine nach dem frühen Ausfall von Denis Daley. Er wurde ersetzt durch Guard Michael Jordan. Die Abstimmung mit Center Matt Paradis funktionierte leider überhaupt nicht. Der Drittrundenpick von Cincinnati konnte in diesem Spiel eindrucksvoll beweisen, warum die Bengals sich bereits nach einem Jahr schon von ihm trennten. Alle Sacks kamen über seinem Gap zustande und so musste Darnold dann doch recht oft im Spiel unter Druck stehen.

Wo lagen die Schwächen in der Offense?

Die Offense war leider wieder der große Schwachpunkt des Teams. Im Zentrum stand dabei natürlich wieder einmal der Quarterback Sam Darnold. Seine Fehler kosteten dem Team einfach zu viel. Er war extrem schlecht unter Druck und traf immer wieder schlechte Entscheidungen, auch wenn er nicht unter Druck stand. Am Ende hatte er zwei Turnover sowie drei Sacks auf dem Konto, wobei er sogar noch Glück hatte, dass Kendricks einen weiteren Pick fallen ließ.

Ein weiteres Problem bleibt auch die Entscheidungsunsicherheit. Darnold versteht überhaupt nicht welche Receiver frei werden. Das führt einerseits dazu, dass er länger braucht den Ball zu werfen und andererseits auch dazu, dass offene Receiver nicht antizipiert beziehungsweise übersehen werden. Gepaart mit der oft schlechteren Präzision der Würfe entsteht dadurch ein höheres Turnover-Risiko, gerade wenn der Druck zu ihm durchkommt.

Diesmal hatte Darnold aber auch Pech, dass die Receiver nicht so frei waren wie sonst. Joe Brady gilt seit langer Zeit mit seinen tollen Designs im Passing Game als jemand, der wohl bald einen Head Coach Job angeboten bekommt, doch in diesem Spiel wurde er von Mike Zimmer geschlagen. Carolina versuchte es mit vielen vertikalen Routen, den Gegner in Bedrängnis zu bringen. In diesem Game konnten die Receiver die Cornerbacks nicht besiegen. Darnold musste deswegen immer wieder tiefe Pässe in enge Coverages werfen und gerade mit den Problemen in der Präzision war das natürlich schwierig.

In den letzten fünf Minuten funktionierte die Offense dann doch. Gerade Darnold warf grandiose Pässe auf Moore und Ian Thomas im letzten Drive. Insgesamt sollte dieser Drive aber natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Offense schon wieder eine ganz schwache Vorstellung darbot.

Mitverantwortlich waren neben Darnold und den nicht optimalen Play-Designs natürlich auch die Drops der Receiver. Nicht nur hatten die Receiver Probleme sich freizulaufen, sondern konnten sie einfache Pässe nicht festhalten. Dass ein Spieler wie Chuba Hubbard im Passing Game quasi unbrauchbar ist, hatten schon die letzten Spiele zuvor gezeigt. Drops von ihm waren zu erwarten, doch dass auch die beiden Top-Receiver im Team mit Robby Anderson und DJ Moore so viele fallengelassene Pässe hatten, war dann doch überraschend. Insgesamt hatten die drei Spieler acht Drops zusammen und so wurden die wenigen Chancen in der Offense oft liegengelassen.

Die Stats der Defense

Overall: 571Yards und 0,09Epa/Play (Platz 15)

Passing: 373Yards und 0,19Epa/Play (Platz 16)

Rushing: 198Yards und -0,04Epa/Play (Platz 14)

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Fünftrundenpick Keith Taylor hatte ein richtig starkes Spiel. Er musste teilweise in enger Einzelcoverage gegen Justin Jefferson und Adam Thielen spielen. Natürlich ließ er auch immer wieder einen Pass zu, denn das passiert zwangsläufig, wenn der Gegner gut spielt. Selbst die besten Cornerbacks haben nur Completion Raten von knapp unter 50%. In diesem Spiel konnte Taylor aber mit insgesamt zwei Pass Breakups und einem weiteren wichtigen Stop die Vikings stoppen. Gerade da die Vikings zu Beginn noch viel am Laufen waren und öfter in Third Downs mussten, waren Taylors Aktionen extrem wichtig.

Wo waren die Schwächen in der Defense?

Auch dieses Spiel hat wieder eine wichtige Erkenntnis in der NFL gezeigt. Eine dominante Defense kann in der heutigen NFL eigentlich nur noch gegen schwächere Teams wirklich dominant auftreten. Das heißt natürlich nicht, dass gegen eine gute Offense eine starke Defense total wertlos ist. Leider können starke Offenses aber nicht so stark kontrolliert werden, sodass auch immer eine dominante Offense dann notwendig ist.

Dabei hatten die Cornerbacks Taylor, Jackson und Bouye auch ihre guten Momente im Spiel. Leider verloren sie gegen die Star-Receiver aber auch ein paar ihrer Duelle und ließen so wichtige Catches zu. Was bei den Panthers in der Offense fehlte, konnten die Vikings mit ihrer Offense gut umsetzen. Kirk Cousins hatte viele sehr genaue Pässe in enge Fenster und die Receiver machten dazu auch Catches in schwierigen Situationen.

Ein Problem der Panthers ist zudem seit längerer Zeit die Leistung der Safetys in Coverage. Dass die Cornerbacks auch Duelle gegen die besten Receiver der Liga verlieren, ist absolut legitim. Normalerweise sollten dann aber auch Safetys zur Hilfe kommen. Minnesota versuchte es einige Male tief den Safety mit ins Spiel zu bringen und immer wieder hatten Sam Franklin und Sean Chandler schwache Situationen in Coverage. So entstand auch das entscheidende Play am Ende, als Chandler den Receiver KJ Osborn nicht covern konnte und dieser den entscheidenden Touchdown in Overtime erzielte.

Auffällig in diesem Spiel war auch die sonst fehlende Dominanz im Pass Rush. Natürlich hatten die Panthers auch einige Plays, wo sie Kirk Cousins unter Druck setzen konnten, aber es ist sehr auffällig, dass die Defense nicht mehr die ganzen freien Pass Rusher durch das Scheme kreieren kann. So mussten die DLiner ihre Duelle an der Line gewinnen und dafür war das Talent nicht da, um konstant Druck zu generieren.

Brian Burns hatte einige schlechte Snaps gegen die OTs Brian O`Neill und Christian Darrisaw. Natürlich hatte er auch einige Wins, doch gerade jemand mit seiner Klasse hätte in diesem Spiel beweisen können, dass er einer der besten Pass Rusher der Liga ist. Leider konnte er das mit seiner Performance nicht beweisen.

Auch schwach war gegen Ende die Verteidigung des Laufs. Lange liefen die Vikings immer wieder in zugestellte Boxen. Am Ende entstanden aber auch damit einige gute Raumgewinne. Ein Grund dafür war einerseits das schlechte Tackling der Defense. Zu oft ließen die Ballträger einen Defender stehen. Zudem kam hinzu, dass die Panthers die Lücken in der Line nicht mehr richtig verteidigten. Gerade bei Jermaine Carter stimmte oft die Zuordnung nicht und so hatte die Offense einige Runs, bei denen der Running Back viel zu spät den ersten Kontakt mit der Defense hatte.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Team war wieder überhaupt nicht gut. Die Defense hatte auf jeden Fall ihre Momente, doch diese konnten wie schon in den letzten Wochen nicht von der Offense ausgenutzt werden. Sam Darnold hatte einen tollen letzten Drive und sicherte sich mit diesem wahrscheinlich die Starting Garantie für die nächsten Wochen. Ansonsten war das wieder eine sehr schwache Leistung von vielen Komponenten. Die Playoffs rücken nun natürlich in weiterer Ferne, wobei bei einem 3-3 Record auch in der Hinsicht alles offen ist, besonders wenn nun mit den Giants und Falcons zwei leichtere Gegner anstehen.

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com  

Panthers unterliegen im schwachen Spiel gegen die Philadelphia Eagles

Die Carolina Panthers verlieren ein schwaches Spiel zu Hause gegen die Eagles aus Philadelphia. Bei beiden Teams machten die Quarterbacks immer wieder Fehler und so wurde es für die jeweilige Defense immer leichter. Zwar half den Panthers lange die tolle Vorstellung der Defense, doch am Ende machten sich die ganzen Turnover der Offense und der geblockte Punt bemerkbar. In einem zähen Spiel konnten die Philadelphia Eagles den 21-18-Sieg holen und die Panthers auf einen 3-2 Record stürzen.

Die Stats der Offense

Overall: 267Yards und -0,3Epa/Play (Platz 32 am Spieltag)

Passing: 158Yards und -0,41Epa/Play (Platz 32)

Rushing: 109Yards und -0,14Epa/Play (Platz 24)

Die Panthers hatten die schlechteste Offense am Spieltag, weswegen gab es natürlich nicht viele überzeugende Situationen. Mit einigen Plays am Boden konnte allerdings ab und zu guter Raumgewinn rausgeholt werden. Lief am letzten Spieltag das Running Game über die rechte Seite noch gut, war diesmal zu beobachten, dass bei Runs links am Tackle vorbei der meiste Raumgewinn zu erzielen war. An beiden Spieltagen war das jeweils die Seite, an der Taylor Moton auf Tackle spielte.

Mit der Führung im Rücken übertrieb die Offense es allerdings mit der Anzahl an Running Plays und so kam die Offense im Laufe des Spiels am Boden nicht mehr wirklich in Rhythmus.

Auch einige Designs im Passing Game waren sehr gut. Besonders beim einzigen Touchdown-Drive ging ein Receiver oft in Motion und lief exakt hinter einen anderen Receiver. Genau in dem Moment, als die Receiver dann stacked hintereinanderstanden, kam es zum Snap. Die Passrouten der Receiver bauten natürlich aufeinander auf und neben den beiden Receivern stand dann noch ein weiterer Passempfänger.

Für die Defense war das schwierig zu verteidigen, denn sie musste sofort erkennen, welcher Defender welchen Receiver verteidigen musste. Das gelang ihr beim Touchdown Drive zweimal nicht. Einmal konnte DJ Moore das First Down erreichen und beim Touchdown von Tommy Tremble war dieser komplett allein in der Endzone, weil zwei Defender auf Robby Anderson in Coverage gingen.

Auch im weiteren Spielverlauf hatte die Offense gute Designs im Passing Game, nur leider konnten diese durch schwache Pass Protection und schlechtem Quarterback Play nicht genutzt werden.

Wo lagen die Schwächen in der Offense?

Die offensichtliche Schwäche lag diesmal in der Pass Protection. Schon vor dem Spiel gab es bei einigen Zuschauern eine Verwunderung. Taylor Moton, der seit der Highschool auf der rechten Seite spielt, wurde auf Left Tackle aufgestellt und Brady Christensen, der im College auf der linken Seite gespielt hat, wurde auf Right Tackle aufgestellt.

Beide OLiner zeigten anschließend nicht ihr bestes Spiel. Moton machte zwar seine Sache echt gut, denn er dominierte teilweise seinen Gegner und ließ auch nur zwei QB Hits zu, doch es konnte ihm auch angesehen werden, dass er sich etwas unwohl fühlte. Der Stand und die Fußabfolge waren auf der linken Seite etwas anders und so machte er auch ein paar Fehler. Auffällig waren natürlich die beiden Fehlstarts.

Christensen dagegen war der Aufgabe noch nicht gewachsen und verlor oft sein Duell, sodass Quarterback Sam Darnold öfter durch ihn unter Druck geriet.

Größtes Problem in der OLine war aber die Mitte. Die beiden Interior DLiner Javon Hargreave und Fletcher Cox waren zu zweit, doch konnten die drei Interior OLiner komplett dominieren. Center Matt Paradis wurde immer zu einer Seite geschoben, sodass die Panthers ein Double Team hatten. Das bedeutete aber auch, dass es ein Eins-gegen-Eins Duell immer geben musste. Weder Dennis Daley hatte dann gegen Javon Hargreave eine Chance, noch konnte John Miller dem Druck von Fletcher Cox standhalten. So stand Sam Darnold bei über 50% der Dropbacks unter Druck.

Dieser machte es auch extrem schlecht. Bis zum Ende war eigentlich klar, dass Darnold immer Druck über die Mitte kriegen würde, doch er konnte sich darauf überhaupt nicht einstellen. Er konnte die Pocket bei Druck überhaupt nicht navigieren und fand nicht die offenen Lanes, wo er hätte immer entkommen können. Stattdessen forcierte er oftmals den Ball noch schnell in eine enge Coverage und hatte dabei überhaupt keine Präzision. So entstanden dann auch die ersten beiden Interceptions.

Die Präzision war insgesamt auch nicht gut. Offene Receiver über- bzw. unterwarf Darnold ständig und war der Receiver nicht komplett frei, gab es gleich die Gefahr des Turnovers. Ein großes Problem war auch die fehlende Antizipation.

Gute Quarterbacks erkennen schon frühzeitig die frei werdenden Receiver, doch das kann Darnold nicht. Besonders wichtig war dies in diesem Spiel, da die OLine konstant ihre Duelle verlor. Die Philadelphia Eagles spielten oft in einer Cover-2 Defense und Offensive Coordinator Joe Brady wählte oft Passkonzepte aus, die diese Defense schlagen würde. Anderson und Moore schafften es auch immer wieder sich frei zu laufen, doch erst in dem Moment, in dem der Druck zu Darnold durchkam. Dieser wiederum antizipierte die frei werdenden Receiver nicht und geriet folglich unter Druck, was teilweise eher nach Panik aussah.

Natürlich hatte er auch gute Momente. Vor dem dritten Pick warf er einen punktgenauen Ball auf Anderson und auch im dritten Quarter antizipierte er mal den frei werdenden Ian Thomas. Dort warf er einen wunderschönen Ball genau in die Mitte. Insgesamt versagte die Offense aber auf ganzer Linie. Die OLine verlor zu viele Duelle, der Quarterback wusste sich nicht in der enger werdenden Pocket zu verhalten und wurde den Ball nicht schnell genug los. Das alles im Zusammenhang erklärt die wirklich groteske Leistung, die hoffentlich in Zukunft besser werden wird.

Die Stats der Defense

Overall: 273Yards und -0,27Epa/Play (Platz 2)

Passing: 182Yards und -0,4Epa/Play (Platz 2)

Rushing: 91Yards und 0,06Epa/Play (Platz 25)

Wieso kritisiert Matt Rhule auch die Defense?

Das Spiel war vorbei und alle waren aufgrund der Niederlage sehr traurig. Auf der Pressekonferenz am nächsten Tag versuchte Head Coach Matt Rhule die Niederlage mit den Journalisten aufzuarbeiten. Komisch stieß dabei die Aussage auf, dass er auch die Defense in die Pflicht nimmt, da sie mit ihrer Qualität es nicht geschafft hat, die Führung im vierten Quarter zu halten.

Dieses Statement verwundert deswegen so, da die Defense extrem gut gespielt hat und eigentlich nichts zugelassen hat. Persönlich frag ich mich, ob Matt Rhule mit seiner Philosophie wirklich der Richtige für einen Head Coach Job ist. Offensichtlich will er die Spiele durch gute Defense gewinnen. Selbst wenn das Team extrem dominant dort auftritt, wie an diesem Spieltag, kritisiert er diesen Mannschaftsteil immer noch, weil das Spiel nicht gewonnen wurde.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie aktuell die Philosophie von Rhule noch ist. Aus der Vergangenheit zeigt sich klar der Trend, dass Erfolg über die Defense nicht nachhaltig ist. Die Broncos 2015, die Jaguars 2016, die Bears 2017 und die 49ers 2019 hatten alle Probleme im Folgejahr, das Niveau zu halten. Der Spruch „Offense wins Games, Defense wins Championships“ ist schon lange nicht mehr wahr. Das kann man schön oder doof finden, doch Teams, die längerfristig Erfolg zuletzt hatten, hatten alle eine gute Offense und meist einen guten Quarterback.

Wie sich zuletzt gezeigt hat, haben die Panthers nun einen Coach, der sehr auf defensiven Football-Erfolg aus ist. Ob das nachhaltig ist, wird die Zukunft zeigen, doch die nahe Vergangenheit lässt eher auf ein ungutes Ende deuten. Auch die Kaderbildung lässt auf eine schwierige Zukunft deuten. Seitdem Rhule Coach ist, wurde sich nicht getraut, viel in einen QB zu investieren. Stattdessen holte man sich mit Darnold und Bridgewater jeweils einen Quarterback, der nicht wirklich gut ist, aber im guten Umfeld und toller Defense Performance erfolgreich sein kann.

Kaderzusammenstellung und Vertrauen in die Mannschaft

Auch ist die Kaderzusammenstellung auffällig. Seitdem Rhule in Carolina ist, wird bei einer Verpflichtung extrem auf das physische Talent eines Spielers geguckt. Selbst wenn der Spieler zuvor keine guten Leistungen gezeigt hat, wird dieser gerne von den Panthers verpflichtet. Im College hat das noch gut funktioniert, denn dort verbesserten sich die Spieler innerhalb ihrer Karriere, doch in der NFL ist das anders.

Gerade auf Positionen wie der OLine ist, trotz Talents, nach drei Jahren kaum noch eine Verbesserung zu erwarten. Trotzdem waren die Panthers bei Spielern ganz vorne dabei, die zwar in College Zeiten als talentiert galten, aber in der NFL keine Leistung erbrachten. Die Quittung gab es nun in der Saison mit dem Lowlight in diesem Spiel. Die OLine der Panthers ist so schlecht wie lange nicht mehr.

Leider gibt es aber auch ein weiteres Problem im Coaching. Beim Spiel gegen die Eagles fiel wieder ein Punt bei 4&2 in der gegnerischen Hälfte auf. Rhule lässt in zu vielen Situationen punten und verringert so die Siegwahrscheinlichkeit seines Teams.

Natürlich hat er viel Vertrauen in die Defense, dass er die auf dem Feld haben will und dass die dem Druck standhält. Aber auch da ist das Problem, dass diese immer sehr abhängig vom Gegner ist und deswegen nie so konstant abliefern kann wie eine Offense. Das Vertrauen in die Offense fehlt Rhule aber komplett und so vergab er schon oft die Möglichkeit, einen vierten Versuch auszuspielen.

Fraglich bleibt auch, wie groß seine Rolle während des Spiels ist. Hat er einen Einfluss auf die Offense? Zuletzt sagte er in der Pressekonferenz, dass Joe Brady deutlich öfter gerne tiefe Versuche nehmen würde, doch sie das wegen der Pass Protection nicht können.

Ist das dann letztendlich der Grund, warum die Panthers so schnell in den Verwaltungsmodus wechseln, wenn sie eine Führung haben? Gegen die Jets ging das zwar noch gut, aber in diesem Spiel hätte die Offense durch aggressiveres Auftreten auf jeden Fall gewinnen können. Auch hier liegt die Vermutung wieder nah, dass Rhule der Offense nicht vertraut hat und deswegen alles mit der Defense regeln wollte. So würde sich dann auch die Aussage über die Defense in der Pressekonferenz erklären.

Gab es eine Schwäche in der Defense?

Das Schlüsselplay war sicherlich der tiefe Pass auf Quez Watkins. Die Eagles hatten ein gutes Passkonzept, bei dem der tiefe Safety Sam Franklin den Receiver einzeln covern musste. Franklin zeigte schon während der ganzen Saison große Schwächen und so war es für Watkins sehr einfach, sich frei zu laufen. Jalen Hurts traf diesmal den tief laufenden Receiver, was selten in dem Spiel passierte, und veredelte später selbst den Drive mit dem Rushing Touchdown.

Ansonsten kann man der Defense kaum etwas vorwerfen. Extrem viele Drives endeten mit einem Punt oder sogar mit einem Turnover. Donte Jackson mag vielleicht nicht der beste Man-to-Man Cornerback sein, aber er ist immer für einen Turnover gut und so forcierte er in diesem Spiel sogar zwei.

Die Offense und das Special Team brachte die Defense aber immer wieder in schlechte Feldposition und so musste man leider einen weiteren Touchdown zulassen. Jalen Hurts täuschte die Ballübergabe an den Running Back an und vier Defender der Panthers fielen drauf rein, sodass Hurts leicht in die Endzone stolzieren konnte und den Cam-Newton-Jubel auspackte.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Offense zeigte das schlechteste Spiel der Saison. Es ist nun durchaus möglich, dass Christian McCaffrey wieder zurückkommt. Damit hätte Sam Darnold eine weitere Anwurfmöglichkeit und somit würde auch das Turnoverrisiko sinken. Dass die Offense mit McCaffrey nun sprungartig besser wird, wenn Darnold sich nicht extrem verbessert, ist eher unwahrscheinlich. Doch mit einer Führung im Rücken könnte der Running Back zu weniger Fehler führen. Damit könnte gegen schwächere Teams wieder eine dominante Vorstellung der Defense reichen um einen Sieg einzufahren.

Das Spiel gegen die Eagles sollte aber schnellstmöglich vergessen werden. Der Sieg wurde sehr einfach hergeschenkt und könnte mit Sicht auf das Playoff-Rennen noch sehr schmerzhaft werden.

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com   nfl.com bleacherreport.com

Zurück auf dem Boden der Tatsachen – Panthers verlieren gegen die Cowboys

Die Siegesserie ist leider gerissen. Die Carolina Panthers konnten den Dallas Cowboys gerade in der zweiten Halbzeit nicht viel entgegensetzen und verloren das Auswärtsspiel mit 28-36. Das erste Mal musste das Team aus Charlotte gegen einen potenziellen SB Contender ran und sowohl die Offense, als auch die Defense, konnten leider nicht mit diesem Tempo mitgehen. Wie es zu dieser Niederlage kam, könnt ihr im folgenden nachlesen!

Die Stats der Offense

Overall: 379Yards und 0,1Epa/Play (Platz 14 am Spieltag)

Passing: 266Yards und 0,05Epa/Play (Platz 14)

Rushing: 113Yards und 0,2Epa/Play (Platz 3)

Wo konnte die Offense überzeugen?

Die Offense lief im gesamten Spiel eher unrund und machte regelmäßig Fehler. Allerdings muss es auch einige positive Aspekte gegeben haben, denn ansonsten hätten die Panthers keine 28 Punkte erzielt.

Es war spannend zu sehen, wie Carolina Christian McCaffrey ersetzen würde. Im Running Game war das erwartungsgemäß kein großes Problem, denn einerseits hat ein Running Back dort einen großen Einfluss und andererseits waren die Panthers am Boden bisher ziemlich schlecht.

Diesmal gelang es den Panthers jedoch, mit Chuba Hubbard einige First Down zu erzielen. Das machte es für Quarterback Sam Darnold leichter, da er weniger Yards im Drive zur Endzone zu gehen hatte. Aber auch er selbst konnte am Boden glänzen und erzielte sogar wieder 2 Rushing Touchdowns. Mit 0,2Epa/Play hatten die Panthers sogar die drittbeste Rushing Offense der Liga. Leider musste die Offense schnell das Running Game aufgeben, da das Team früh im dritten Quarter mit großem Rückstand hinten lag.

Im Passing Game war die Veränderung spannender, denn da hatte Christian McCaffrey einen hohen Wert als eine Art Checkdown-Waffe. Diese Art von Pässen fiel diesmal fast komplett weg, denn Hubbard konnte diese Rolle überhaupt nicht einnehmen.

Mit DJ Moore hatten die Panthers aber jemanden, der viele Yards nach dem Catch erzielen konnte. Seine durchschnittliche Target-Tiefe lag mit 9Yards/Target immer noch relativ tief, aber danach konnte er im Schnitt immer neun weitere Yards machen. Rekordwert für diese Saison.

Was war mit Sam Darnold los?

Die Offense erwischte ansonsten einen mäßigen Tag, was besonders am Quarterback lag. Zwar hatte er seine guten Plays als Runner und auch innerhalb der gut vorgegebenen Struktur konnte er liefern und das Team zu Touchdowns führen. Jedoch war in diesem Spiel noch mehr als sonst gefordert und das konnte er leider nicht erfüllen.

Bei Third Down war Carolina diesmal öfter in schwierigeren Positionen als die Wochen zuvor und auch Darnold strauchelte dort mit seiner Präzision. Immer wieder überwarf er einen freien Receiver, was gleichbedeutend mit einem Punt war. Ganz schlimm waren dann natürlich die beiden Interceptions. Bei der ersten übersah er einfach den Defender in der Mitte und bei der zweiten erkannte er erst viel zu spät, dass DJ Moore frei war. So konnte Diggs seinen verlorenen Raum wieder gutmachen und den Ball sogar abfangen.

Ganz schwach war Darnolds Performance in der Pocket. Mit 2,9 Sekunden ist er sowieso schon jemand, der länger braucht, um den Ball zu werfen. Allerdings gibt es auch andere Quarterbacks wie Patrick Mahomes, Aaron Rodgers oder Josh Allen, die auch ein bisschen mehr Zeit benötigen, aber trotzdem nicht so oft unter Druck stehen.

Diese Quarterbacks erkennen allerdings frühzeitig den Pressure und können sich innerhalb der Pocket so positionieren, dass der Druck nicht zu ihnen durchkommt. Bei Darnold ist das leider nicht der Fall. Erst wenn der Defender wirklich in seinem Gesicht ist, kommen die ersten Reaktionen. Das ist natürlich nicht immer so, aber leider viel zu oft, um in einem Shootout mithalten zu können. In den ersten drei Spielen konnte er noch in den letzten Momenten den Sack vermeiden und mit einigen Hero-Plays den Spielzug retten. Dieses Mal kam es zum Desaster, weshalb 32% der Pressures in einem Sack endeten. Das erinnert schon ein bisschen an den Darnold, den man aus New York Zeiten kennt.

Dass dann auch LT Cam Erving extrem viele Duelle in der Pass Protection verlor, machte das Geschehen natürlich schlimmer. In einem guten Umfeld hätte die Offense mit Sam Darnold sicherlich besser performen können, doch dieses war diesmal leider nicht gegeben. Auf Left Tackle sollten die Coaches sich Gedanken machen, ob dort nicht der Rookie Brady Christiansen starten sollte. Denn bereits in der gesamten Saison ist Erving am straucheln und macht das Leben für Sam Darnold umso schwieriger.

Die Stats der Defense

Overall: 423Yards und 0,28Epa/Play (Platz 30)

Passing: 188Yards und 0,46Epa/Play (Platz 29)

Rushing: 245Yards und 0,14Epa/Play (Platz 28)

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Die Defense um Defensive Coordinator Phil Snow konnte in der Saison bisher immer mit einer dominanten Front und gutem Pass Rush überzeugen. In diesem Spiel funktionierten diese Konzepte leider nicht. Konnten die Panthers zuvor bei etwa jedem zweiten Dropback den Quarterback unter Druck setzen, war es diesmal nur jeder vierte. Auch mit schnellen Pressures konnte das Team nicht überzeugen. Lag dort der Schnitt bei 30%, konnte man diesmal nur jedes zehnte Mal den Quarterback innerhalb von 2,5 Sekunden unter Druck setzen.

Spannend dabei ist der Fakt, dass die Panthers über 50% der Snaps blitzten und die Pass Rush Win Rate nicht so unglaublich viel schlechter war, als die Wochen zuvor. Allerdings hieß diesmal der gegnerische Quarterback nicht Jameis Winston oder war Rookie, sondern war mit Dak Prescott jemand im erweiterten MVP-Rennen.

Prescott erkannte schnell die freien Receiver und brauchte nur 2,3 Sekunden im Schnitt, den Ball zu werfen. Sein Verhalten in der Pocket war viel besser als das von Darnold und so kam ein Defender auch nur selten zu ihm durch. Gab es dann doch Situationen, in denen kein Receiver frei war und die Pocket enger wurde, fand er immer wieder einen Weg und sorgte mit einigen Scrambles für enormen Raumverlust.

Das Fehlen Jaycee Horns war zudem sehr bemerkbar. Durch die hohe Blitz-Rate mussten die Cornerbacks außen oft allein gegen die Receiver spielen. Die Duelle zwischen Amari Cooper gegen Rashaan Melvin oder CJ Henderson waren natürlich sehr unfair. Prescott antizipierte immer wieder frühzeitig diese Mismatches und brachte richtig tolle Pässe an. Neben Cooper machte auch Tight End Dalton Schultz der Defense sehr zu schaffen.

Auch die Schwäche in der Laufverteidigung war neu. Die OLine der Cowboys war physisch auf einem viel höheren Level und konnte immer wieder sehr große Lücken für die Running Backs freiblocken. Auch taktisch unterlief Dallas fast kein Fehler und so saßen sehr viele Blocks ganz genau. Wurden in den ersten Spielen Defender von den Panthers öfter übersehen, zündete diesmal kaum ein taktischen Mittel, die Überlegenheit der Cowboys zu stoppen. Dallas nutze das natürlich aus und agierte folglich überwiegend am Boden. Gegen Ende übertrieben sie es ein bisschen und so wurde der Spielstand nochmal knapp, aber das Spiel war zu der Zeit eigentlich schon entschieden.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Die Defense erwischte zwar keinen guten Tag, aber einige tolle Aktionen gab es doch noch. Spieler wie Derrick Brown oder Shaq Thompson hatten einige gute Aktionen gegen den Lauf, die Dallas in missliche Situationen brachten. Auch Donte Jackson konnte wieder mit einem Pass Breakup auf sich aufmerksam machen. Leider traf Carolina diesmal aber auf einen viel zu starken Gegner und so fehlte der Defense komplett die Konstanz im Spiel.

Wie fällt das Fazit aus?

Dass die Panthers bis auf einen Score am Ende das Spiel verkürzen konnten, ist natürlich sehr schmeichelhaft und darauf zurückzuführen, dass Dallas das Spiel gegen Ende mit vielen Läufen und bevorzugter Coverage der tiefen Zonen nur noch verwaltet hat. Allerdings hatte Carolina in der ersten Halbzeit auch Pech mit den Referees, als ein Fumble von Jeremy Chinn nicht gegeben wurde.

Wahrscheinlich hätte das den Ausgang des Spiels nicht wirklich geändert, denn die Cowboys traten besonders in der zweiten Halbzeit sehr dominant auf. Doch so hat die Niederlage natürlich einen faden Beigeschmack. Als nächstes warten nur die Philadelphia Eagles. Diese sollten mit Quarterback Jalen Hurts zwar eine schwierige, aber auch machbarere Aufgabe sein.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com  Podcast: Unexpected Points

Bildquelle: panthers.com

 

 

Sieg und Niederlage zugleich – Panthers bezwingen Texans

Erstmals seit 2015 starten die Panthers mit 3-0. Hat die Defense das Spiel erneut entschieden oder machte die Offense auf sich aufmerksam?

Bullenstarke Defense hält Saints in Schach und sichert den Heimsieg

Zweites Spiel – Zweiter Sieg. Der Auftakt ist geglückt. Die Carolina Panthers gewinnen auch das Spiel gegen die New Orleans Saints. Bei der 26-7 Machtdemonstration macht besonders wieder die Defense auf sich aufmerksam und führt das Team schnell auf die Siegerstraße. Die Saints fanden nie so richtig ins Spiel und folglich kam auch nie wirklich das Gefühl auf, dass das Spiel hätte kippen können.

Die Stats der Offense

Overall: 383 Yards und 0,09Epa/Play (Platz 17 am gesamten Spieltag)

Passing: 294Yards und 0,3Epa/Play (Platz 7)

Rushing: 89 Yards und -0,2Epa/Play (Platz 22)

Wo konnte die Offense überzeugen?

Das Passing Game funktionierte das ganze Spiel über extrem gut. Die Receiver waren oft sehr frei und machten es dem Quarterback sehr einfach. Der letzte Woche noch gescholtene Offensive Coordinator Joe Brady zeigte mit seinen Passkonzepten immer wieder, dass es gegen die Saints Defense nicht so schwer war, mit all dem zur Verfügung stehenden Waffenarsenal, einen Receiver frei zu bekommen. Besonders DJ Moore bekam als Folge 11 Targets im Spiel und war damit auch der Leader.

Sam Darnold konnte die Offense gut umsetzen. War ein Receiver frei, bekam dieser oftmals auch schnell den Ball. Der Quarterback agierte in diesem Spiel als klassischer Game Manager, der alle Bereiche auf dem Feld anwerfen konnte. Wirklich tolle Plays, wie noch letzte Woche bei Pässen auf Moore oder Anderson, entstanden diesmal aber nicht. Die Fehleranzahl nahm diesmal leider auch zu. Nicht nur warf er via Shuffle Pass seinen ersten Pick der Saison, auch hatte er schon im Vorfeld Glück, dass Saints LB Demario Davis eine Interception fallen ließ. Auch zwei ärgerliche Sacks musste er dann noch kassieren.

Die Fehler waren in diesem Spiel natürlich überhaupt noch nicht schlimm und auch unpräzise Bälle konnten der Offense keinen Schaden anrichten, denn die Offense rund um die Receiver war viel besser. Selbst wenn das Team in lange 2nd oder 3rd Downs musste, wurde immer wieder ein neues First Down erzielt, vor allem durch die Hilfe des neuen Quarterbacks.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Das Running Game in diesem Jahr ist bisher sehr schlecht. Konnte die OLine im ersten Spiel noch einige gute Plays machen, war sie diesmal der Saints DLine unterlegen. Gab es doch nochmal freie Wege, konnten diese wie beim Touchdown von McCaffrey genutzt werden. Dies hatte allerdings aber äußersten Seltenheitswert. Immer wieder wurde die Offense bei Early Down früh gestoppt. Hätte das Passing Game nicht so gut funktioniert, wäre es der Offense wohl sehr schwer gefallen zu punkten.

Noch schlimmer wurde es, als Chuba Hubbard laufen musste. Er bekam nie die Chance, durch gut vorgeblockte Gaps zu laufen. Demnach machte er kein vernünftiges Play auf dem Boden.

Die Stats der Defense

Overall: 128 Yards und -0,5Epa/Play (Platz 1 / negativ ist bei der Defense gut)

Passing: 80 Yards und -0,41Epa/Play (Platz 4)

Rushing: 48Yards (Platz 2) und -0,69Epa/Play (Platz 1)

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Die Front der Carolina Panthers ist unglaublich gut eingestellt. Wieder machte Defensive Coordinator Phil Snow einen tollen Plan mit seinen Pass Rush Konzepten. Jameis Winston wurde extrem oft geblitzt und so kam wieder, wie in Woche 1, sehr oft ein freier Pass Rusher durch. Dieser führte in vielen Situationen dazu, dass Winston schnell in Panik geriet.

Dazu ragten diesmal aber auch einzelne Spieler aus der DLine heraus. Morgan Fox hatte das Spiel seines Lebens und stellte sogar die eigentlichen Stars des Teams Brian Burns und Haason Reddick in den Schatten. Diese hatten zwar auch ihre Momente gegen die starke Saints OLine, konnten ihre Matchups aber nicht so konstant gewinnen wie Fox.

Eine ganz große Stärke bleibt auch die Laufverteidigung. Alvin Kamara wurde an diesem Spieltag immer gestoppt und wurde komplett aus dem Spiel genommen. Die Panthers hatten somit auch die beste Laufverteidigung des gesamten Spieltags nach Epa.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Die Leistung der Defense war sehr gut. Seit Jahren konnte die Mannschaft aus Carolina nicht mehr so überzeugen und so fällt es auch sehr schwer, eine Schwäche zu finden. Donte Jackson und Bravvion Roy hatten jeweils zwei verpasste Tackles. Beide hatten aber auch mit QB Hurries und wichtigen Stopps, wichtige Aktionen, die auch dazu führten, dass die Defense so glänzte.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Defense könnte in diesem Jahr die Panthers in die Playoffs führen. Bei aller Vorfreude darf dabei aber auch nicht vergessen werden, dass die Defense mehr vom Gegner abhängig ist, als andersrum die Offense. Da die Panthers bisher auf zwei schwache Teams getroffen sind, konnte so überzeugt werden. Trotzdem zeigt die Leistung, dass sich die Defense der Panthers auf jeden Fall gesteigert hat und so wahrscheinlich auch noch einige Spiele gewinnen wird.

Spannend wird dann die Leistung des Quarterbacks zu beobachten sein. Die Coaches werden ihn wohl aktuell sehr mögen, denn er kann genau das liefern, was von ihm gefordert wird. Die Frage ist nur, ob er auch überzeugen kann, wenn der Gegner besser ist und die Fehler einen größeren Einfluss haben werden. Das wird sich aber erst mit der Zeit zeigen und so kann man mit der derzeitigen Situation sehr zufrieden sein.

 

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

Carolina Panthers gewinnen mit starker Defense gegen die Jets

Der erwünschte positive Auftakt ist eingetreten. Die Panthers konnten die Eröffnungspartie mit 19:14 gegen die New York Jets für sich entscheiden und haben nun einen 1-0 Record. Carolina zeigte früh im Spiel die Vorteile des Teams und so war der Halbzeitstand von 16-0 auch hochverdient. Danach war gerade in der Offense eine Art Verwaltungsmodus zu beobachten. Die Jets konnten infolgedessen ihren Rückstand zwar noch verkleinern, doch Carolinas Sieg geriet eigentlich nicht mehr wirklich in Gefahr.

Die Stats der Offense

Overall: 381Yards (Platz 18 am Spieltag) und -0,04Epa/Play (Platz 22)

Passing: 270Yards (Platz 13) und 0,05Epa/Play (Platz 22)

Rushing: 111Yards (Platz 17) und -0,18Epa/Play (Platz 21)

Wo konnte die Offense überzeugen?

Im Mittelpunkt des Spiels stand natürlich Sam Darnold. Der Quarterback wurde in der Offseason für einen Zweit- und Viertrundenpick vom Rivalen aus New York geholt und wurde vom Coaching Staff als Lösung auf der so wichtigen Position angesehen. Darauf folgte eine etwas größere Kritikwelle und so war der Druck auf Darnold im ersten Spiel natürlich recht groß. Dieser machte seine Sache aber gut. Zwar passierten ihm auch einige Ungenauigkeiten, besonders bei Würfen in die Endzone, aber insgesamt lieferte er eine runde Vorstellung.

Das Highlight der Partie war natürlich der 57 Yard lange Touchdown-Pass auf Robby Anderson, jedoch erhielt auch DJ Moore zuvor zwei sehr präzise geworfene Pässe. Nach der Halbzeit erwischte Darnold keinen guten Start und wurde sogar einmal gesackt. Anschließend wurde das Spiel nur noch verwaltet und der junge Quarterback konnte so nicht mehr in Szene treten. Insgesamt wird man aber in Carolina wohl zufrieden sein mit dem Auftakt.

Auch das Rushing Game wusste zu gefallen. Zwar liegt das Team dort nach Epa nur auf Platz 21, doch das liegt auch am Turnover kurz vor der Endzone. Hervorzuheben ist das Blocken der OLine. Machte diese in der Pass Protection, besonders auf der linken Seite, einen teilweise schon katastrophalen Job, konnten im Rushing Game viele Wege für den genesenen Star-Running Back Christian McCaffrey freigeblockt werden.

McCaffrey musste kaum Tackles durchbrechen und konnte am Ende am Boden 98 Yards aus 21 Versuchen erzielen. Die Stärken McCaffreys kamen auch gleich zum Vorschein. Konnten letztes Jahr mit dem eher langsamen Mike Davis kaum Big Plays am Boden erzielt werden, nutzte McCaffrey die gut freigeblockten Wege öfter für größeren Raumgewinn.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

In der zweiten Halbzeit wurde das Passing Game sehr stark eingeschränkt. Lag es am schlechten ersten Drive Darnolds nach der Pause oder wollte Offensive Coordinator Joe Brady einfach kein Risiko eingehen? Die Fans sahen auf jeden Fall fast ausschließlich Läufe oder kurze Pässe auf McCaffrey. Dieser konnte zwar seine Total Yards verbessern und war für jeden Fantasy Owner ein absoluter Glücksgriff, doch die Offense wurde so eher eingebremst. Zumindest konnten aber Turnover durch diese Taktik vermieden werden.

Eine weitere Schwäche war die Offense bei Third Down. Nur knapp 29% der dritten Versuche konnten in ein neues First Down umgewandelt werden. Gerade, falls einmal ein Gegner kommen sollte, der mit der eigenen Offense auch mehr punktet, müssen sich die Panthers in diesem Bereich verbessern, denn ansonsten sollten sie dann nicht mithalten können.

Eine kuriose Szene entstand zudem noch im ersten Quarter. Carolina hatte an der gegnerischen 34 Yard Linie einen vierten Versuch, doch anstatt Rhule sein Team den Versuch ausspielen ließ oder den Kicker Santoso einsetzte, kam Punter Joseph Charlton aufs Feld und puntete den Ball an die 15 Yard Linie. Statistisch gesehen war diese Entscheidung die schlechteste.

Die Stats der Defense

Overall: 252Yards (Platz 4) und -0,16Epa/Play (Platz 4 / negativ ist bei der Defense gut)

Passing: 207Yards (Platz 8) und -0,12Epa/Play (Platz 6)

Rushing: 45Yards (Platz 2) und -0,26Epa/Play (Platz 8)

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Der Pass Rush entschied fast von selbst das Spiel. Dabei waren nicht unbedingt die Spieler die Stars, welche natürlich trotzdem auch alle gute spielten. Brian Burns und Haason Reddick gewannen einige ihrer direkten Duelle gegen die OLiner und auch aus der Mitte erzeugten Derrick Brown, DaQuon Jones und Co. viel Druck. Betrachtet man allerdings nur die Win-Rates der einzelnen Spieler, fällt auf, dass die gar nicht so viel höher ausfallen als in den vergangenen Spielen. Natürlich war die DLine überlegen, aber der eigentliche Star war der Defensive Coordinator Phil Snow.

Die neu zusammengestellte Jets OLine und der Rookie Quarterback Zach Wilson waren oft extrem überfordert. Die Pass Rush Konzepte der Panthers waren immer unterschiedlich. Spieler aus der DLine gingen direkt nach dem Snap des Centers in Coverage und dafür täuschten andere Defender an, in Coverage zu gehen, um dann aber doch Jagd auf den Quarterback zu machen.

Die Jets hatten dagegen kein Konzept. Selbst noch einige Momente nach dem Snap ihres Centers wussten sie nicht, welche Spieler in Coverage gehen würden und welche als Pass Rusher agieren. Für einen Rookie Quarterback war es quasi unmöglich, dies vor dem Snap herauszufinden. Zumal es auch sein erstes Spiel überhaupt in der NFL war.

Als Resultat stimmte bei der New Yorker OLine die Zuteilung nicht. Pass Rusher hatten so keinen Gegenspieler mehr und konnten ungeblockt zum Quarterback laufen. Die Ausbeute von 6 Sacks geht somit größtenteils auf das Konto von Phil Snow.

Nicht unerwähnt bleiben darf zudem die gute Leistung gegen den Lauf. Zwar machte Shaq Thompson, der ansonsten ein herausragendes Spiel hatte, gegen Ende ein paar Mal den Weg nicht zu und so hatte der Running Back der Jets doch nochmal eine freie Bahn, doch in der Regel war die Run Defense extrem stark und konnte den Gegner immer früh stoppen.

Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Wenn bei den Jets was funktionierte, dann über die Receiver. Jeremy Chinn und Donte Jackson hatten beide Aktionen, bei denen sie einen Pass Breakup hatten und somit für einen Incomplete Pass sorgten. Jedoch liefen sie bei einigen Aktionen dann doch den Receivern Corey Davis und Denzel Mims hinterher. Das war in diesem Spiel kein großes Problem, denn der Pass Rush entschied quasi allein das Spiel, aber die Coverage könnte eine Schwäche der Panthers werden, da sich nun mit Myles Hartsfield ein weiterer Spieler verletzt hat.

Wie fällt das Fazit aus?

Der erste Sieg ist in den Büchern. Natürlich waren es „nur“ die Jets, aber selbst die mussten die Panthers erstmal in der Art und Weise besiegen. Der Pass Rush profitierte sehr von der Schwäche auf der Gegenseite. Bei stärkerem Gegner wird es wahrscheinlich einen anderen Verlauf geben, doch eine gewisse Dominanz sollte die DLine auch im Laufe der Saison behalten.

Wie sich die Offense und das Play-Calling darum entwickelt, wird sich zeigen. Brady machte aus diesem Spiel eine McCaffrey Show. Gerade in der zweiten Halbzeit schien es so, als wäre das der einzige Plan und dementsprechend machte die Offense auch kaum noch Punkte. Man muss dabei aber auch den Spielverlauf betrachten. Carolina ging mit 16 Punkten Vorsprung aus der Halbzeit und musste die Führung nur verwalten. Es kann durchaus sein, dass in Zukunft wieder mehr Optionen, auch in der Offense, zu sehen sind. Das zweite Quarter macht da schon mal Hoffnung.

 

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Das Saisonfinale endet mit einer Niederlage: Panthers unterliegen den Saints deutlich

Die Saison der Carolina Panthers ist nun vorbei. Sicherlich gab es in den sechzehn Spielen viele Tiefschläge, doch diese Vorstellung überbot nochmal alles. In der Offense produzierte das Team ganze fünf Turnover und auch die Defense fand insgesamt auch nicht wirklich ins Spiel. Der 33-7 Endstand fällt am Ende vielleicht doch ein bisschen zu hoch aus, denn gerade in der ersten Halbzeit konnte Carolina noch oft über das Feld marschieren. Aber spätestens in der zweiten Halbzeit nahm das Unheil wirklich seinen Lauf und besonders in der Offense gab es ein katastrophales Play nach dem nächsten.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

In diesem Spiel gab es viele Plays, die entweder nah an einem Turnover waren oder dann tatsächlich von der gegnerischen Defense abgefangen wurden. Besonders die Spielweise von Quarterback Teddy Bridgewater war diesmal sehr überraschend. Spielte er zuvor immer sehr vorsichtig und warf lieber immer sichere und kurze Routen an, so war er in diesem Spiel deutlich aggressiver. Seine durchschnittliche Targettiefe lag bei 12 Yards. Lediglich Lions-Quarterback Matt Stafford warf an diesem Spieltag im Schnitt noch weiter.

Diese Art des Spielens stellte sich aber nicht wirklich als Stärke von Bridgewater heraus. Zwar gelangen ihm auch schöne Completions auf Moore und Samuel, aber insgesamt waren auf einmal viel mehr Pässe dabei, bei denen der Receiver keine Chance auf den Catch hatte. Noch schlimmer waren dann die beiden Turnover, die dafür sorgten, dass die Saints ziemlich schnell davonziehen konnten. Als dann PJ Walker hineinkam und für drei weitere Turnover sorgte, war das Spiel schon längst entschieden.


Wer konnte in der Offense überzeugen?

Wide Receiver Curtis Samuel konnte in diesem Spiel für 121 Total Yards sorgen. Besonders in der ersten Halbzeit war er die beliebteste Anspielstation. Die Saints konnten ihn überhaupt nicht stoppen und so machte Samuel insgesamt 5 First Downs.

Durch dieses starke Spiel konnte Samuel auch die 1000 Total Yards in dieser Saison erreichen. Nach Anderson, Moore und Davis ist er bereits der vierte Spieler, der das in dieser Saison erreicht hat. Vier Spieler mit 1000 Yards total in einem Jahr gab es in der Super Bowl Ära erst fünfmal. Das zeigt natürlich auch wie stark die Panthers um den Quarterback herum aufgestellt sind und dass durchaus Talent im Kader vorhanden ist.

Ein weiteres positives Zeichen konnte der neue Quarterback Tommy Stevens setzen. Er wurde mehrfach als Runner eingesetzt und sorgte bei allen vier Runs für Gewinn. Insgesamt konnte er dabei sogar zwei neue First Downs erzielen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Größte Schwachstelle war die Fehleranfälligkeit im Passing Game. Es gab sicherlich gute Plays der Quarterbacks, doch diese wurden immer wieder durch grobe Schnitzer zu Nichte gemacht.

Als PJ Walker in das Spiel kam, war die Partie sicherlich schon entschieden. Für ihn ging es eigentlich nur noch darum, Werbung für sich zu machen. Dies misslang ihm jedoch komplett. Walker konnte sich oft mit einem Scramble befreien, doch seine Präzision war sehr schlecht. Er hatte teilweise Probleme weit offene Receiver konstant anzuwerfen. Waren sie sogar eng gedeckt, gab es sofort die Gefahr einer Interception. Insgesamt wurden seine Pässe dreimal abgefangen, wobei eine Intereption auch ziemlich unglücklich für den Quaterback war, da der Pass von Samuel nochmal nach oben geschlagen wurde.

Die gesamte Passing Performance litt natürlich sehr unter den insgesamt fünf Turnovern der Quarterbacks (43 Dropbacks für 18 Completions, 3 Sacks, 3 Scrambels, 246 Passing Yards, 5 Interceptions und -0,57 Epa/Play). Für Bridgewater wird am Ende sein Platz als Starter in Frage stehen, bei Walker könnte sein Platz als Backup wackeln.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense spielte besser als noch im ersten Spiel gegen die Saints. Fünfmal mussten die Saints auf ihren Punter zurückgreifen und auch darüber hinaus konnte die Defense der Panthers besonders bei Third Down viel besser verteidigen.

Drew Brees hatte einige unpräzise Würfe in seinem Repertoire, die die Saints oft zum Punten zwangen. Schlecht war das Passspiel der Saints zwar nicht, jedoch leisteten die Panthers kaum Gegenwehr mit der eigenen Offense und folglich reichte den Saints eine durchschnittliche Leistung (35 Passversuche für 201 Passing Yards, 3 Touchdowns und 0,18Epa/Play). Für einen SB Contender benötigen sie dringend die Sicherheit in der Offense, die ihnen Brees die Jahre zuvor immer gab.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Edge Rusher Efe Obada sorgte mit seinem Strip Sack für den einzigen Turnover der Panthers Defense. Es könnte sein letztes Spiel für die Panthers gewesen sein, denn sein Vertrag läuft nach der Saison aus. Normalerweise sollte er sich aber keine Sorgen um seine Zukunft machen, da er bei den Panthers sowohl aus der Mitte als auch von außen als Pass Rusher überzeugen konnte und er sich somit zumindest als Rotationsspieler einen Platz in einem Kader erkämpfen kann.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Zum Ende der Saison konnten die Panthers das Laufspiel nicht mehr gut verteidigen. Schon gegen die Packers und Washington hatte das Team Probleme, den Gegner am Boden zu stoppen und das änderte sich auch nicht gegen die Saints (28 Läufe für 154 Yards, 1 Touchdown und 0,14 Epa/Play).

Das Passverteidigung war sicherlich auch nicht herausragend und sonstige Leistungsträger wie Shaq Thompson und Donte Jackson ließen in der Coverage mehr als in anderen Spielen zu. Abgesehen davon war die Passverteidigung insgesamt in Ordnung.

Wie fällt das Fazit aus?

Nach solch einem schlechten Spiel kann man als Fan schon fast froh sein, dass die Saison vorbei ist. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass das Team das letzte Spiel in der Saison absolviert, probierten die Panthers besonders in der Offense etwas Neues aus, was aber nicht funktionierte. Trotz der schlechten Vorstellung sollten aber auch nicht die Leistungen in den Wochen zuvor vergessen werden. In vielen Spielen konnte klar das Potenzial erkannt werden, welches in diesem Team schlummert. Besonders die drei Receiver Robby Anderson, DJ Moore und Curtis Samuel sorgten immer wieder für Highlights. In der Offseason gilt es nun ein Team zu formen, mit dem man dieses Talent auch nutzen kann und wichtige Spiele auch gewinnen kann.

 

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Wiedersehen mit Coach Rivera geglückt: Panthers nehmen Sieg aus Washington mit

Unverhofft kommt oft. Einige Fans hatten sich schon mit dem schwachen Record abgefunden und über einen Top 5-Pick im Draft gefreut. Nach dem 20-13 Sieg der Panthers gegen das Washington Football Team hat sich die Situation nun verändert, da Carolina aktuell an Stelle 9 picken würde. Folglich wird es nun schwieriger werden, den bereits von einigen geforderten Quarterback in der ersten Runde zu draften.

Im Spiel gegen das Football Team konnte vor allem die Defense überzeugen. Besonders in der ersten Halbzeit konnten viele Fehler von Washington für Turnover genutzt werden, die das Spiel auch für die Offense erleichterten. Um einen Touchdown zu erzielen brauchte sie oftmals nicht mehr allzu viele Yards.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Im ersten Durchgang konnte die Offense die Fehler von Washington noch sehr gut ausnutzen. Einige gute Aktionen – insbesondere von Curtis Samuel  reichten schlussendlich für eine hohe Führung aus. Nach der Pause funktionierte die Offense dann leider nicht mehr. Teddy Bridgewater verursachte eine Interception und zwei Fumbles und war damit wieder maßgeblich ein Faktor für die schwache Passing Offense (34 Dropbacks für 19 Completions, 4 Sacks, 4 Scrambles, 204 Yards und -0,09 Epa/Play).

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Woche für Woche kann immer mindestens ein Receiver genannt werden, der eine herausragende Leistung abgeliefert hat. Diesmal war es Curtis Samuel. Nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden konnte er für einige Highlights sorgen. Unter anderem gelang ihm ein Lauf über 45 Yards. Er war einer der Wenigen, die auch in der zweiten Halbzeit noch Akzente setzen konnten. Am Ende war Samuel allein für 5 First Downs und 158 Total Yards verantwortlich.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

DJ Moore und Robby Anderson hatten zwar insgesamt 20 Targets, doch leider konnten sie diese nicht für viel Raumgewinn nutzen. Anderson sorgte zwar für einen Touchdown, doch ansonsten war er in dieser Offense kaum ein Faktor.

Moore hatte zwar auch gute Momente, in denen er schwierige Catches machen musste, aber seine Performance wurde durch einige etwas ungenauere Würfe von Bridgewater geschmälert. Der Quarterback hatte bezüglich seiner Präzision keinesfalls ein katastrophales Spiel, da er unter anderem einige starke Würfe in enge Fenster und ein absolutes Highlight Play auf Curtis Samuel zeigen konnte. Aber seine Connection mit DJ Moore war in diesem Spiel nicht wirklich gegeben.

Dass Teddy auch noch für zwei Turnover verantwortlich war, unterstrich zudem auch wieder eindrücklich, dass er gegen eine starke Defense immer wieder Schwächen offenbart.

Ein weiteres Manko in dieser Offense war das Running Game. Zwar konnte Samuel mit seinem tollen Big Play den Weg für den Touchdown ebnen, doch ansonsten war der Raumgewinn insgesamt zu wenig. Folglich konnte das Laufspiel einen strauchelnden Quarterback nicht wirklich unterstützen (30 Runs für 113 Yards, 1 Touchdown und -0,27Epa/Play).

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense hatte einen großen Anteil an der siegreichen Vorstellung. Besonders gegen Dwayne Haskins konnte das Team mit vier Turnovern punkten (2 Interceptions und 2 Fumbles).

Gegen Ende wechselte Washington den Quarterback und somit stand der ehemalige Carolina Panther Taylor Heinicke auf dem Feld. Von dort an wurde die Offense auch gleich stärker, was jedoch in der Kürze der Zeit nichts mehr am Ausgang des Spiels änderte. Heinicke sorgte zwar noch für einen Touchdown, aber da der anschließende Onside Kick missglückte, musste Carolina nur noch zum Sieg abknien.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Shaq Thompson hatte in diesem Spiel wieder viele Stops. Zwar funktionierte zunächst noch das Running Game des Football Teams, doch nach den ersten Drives sorgte Thompson immer wieder für eine gute Verteidigung in der Mitte des Feldes. Somit wurde Dwayne Haskins immer wieder gezwungen, schwierige Bälle nach außen zu werfen, was des Öfteren nicht funktionierte.

Auch die Cornerbacks sahen lange Zeit sehr gut aus. Besonders Donte Jackson und Rasul Douglas konnten den Ausfall von Washingtons Wide Receiver Terry McLaurin gut ausnutzen und sich mit mehreren Pass Breakups ins Rampenlicht spielen. Oft kamen diese Aktionen sogar beim Late Down, sodass anschließend ein Turnover on Downs entstand oder Washington punten musste.

Neben der Defense war auch das Special Team sehr stark. Zwar verschoss Kicker Joey Slye einen PAT, doch direkt zuvor sorgte das Punt Team für einen Touchdown. Brandon Zylstra konnte einen Muffed Punt in der Endzone sichern und somit Carolina mit 6-0 in Führung bringen.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Leider hatte Rookie Jeremy Chinn kein gutes Spiel. Im Laufspiel lief er zu oft im falschen Winkel zum Ballträger und konnte folglich den Spieler nicht früh genug zu Boden bringen. Auch im Passspiel ließ er einige Yards zu, unter anderem auch den einzigen Touchdown Washingtons. In diesem Play ließ er nicht nur den Touchdown zu, sondern bekam noch eine Pass-Interference gegen sich ausgesprochen.

Dieses Spiel war mit Blick auf den Defense Rookie of the Year Award sehr wichtig. Mit Chase Young und Jeremy Chinn trafen die beiden Favoriten mit ihren Teams aufeinander. Während Chase Young zwei Turnover forcierte und oftmals den Quarterback unter Druck brachte, erwischte Chinn kein gutes Spiel. Mit diesem Spiel sollte nun leider der Washington Defender seinen Vorsprung gefestigt haben und am Ende den Award wohl auch gewinnen.

Wie fällt das Fazit aus?

In der NFL wird nicht für die Draft-Position gespielt. Wie man es auch bei den Jets und Bengals sehen kann, fangen schwächere Teams auf einmal spät in der Saison an zu gewinnen. Der Blick eines Coaches und besonders eines Spielers ist immer kurzfristig. Das nächste Spiel ist das wichtigste und darüber hinaus werden sich nicht so viele Gedanken gemacht. Coach Matt Rhule betonte einst, dass er keine Spieler im Kader haben möchte, die sich mit einer Niederlage anfreunden können. Wenn dann ein schwacher Gegner wie das Washington Football Team kommt, dann wird dieser auch natürlich besiegt, denn genügend Qualität ist im Kader der Panthers.

Ob das langfristig für die Franchise eine gute Strategie ist, ist gerade in der Community ziemlich umstritten. Im kommenden Draft hat Carolina nach langer Zeit die Chance, einen Franchise Quarterback zu finden. Je weiter das Team nach hinten rutscht, desto wahrscheinlicher ist aber auch das Szenario, dass die Verantwortlichen sich darauf einigen, einen Quarterback erst in den nächsten Jahren zu holen.

Andererseits haben wir auch schon häufiger gesehen, dass gute Quarterbacks nicht der erste Pick im Draft waren. Zwar ist die Trefferquote in der ersten Runde viel höher als in einer späteren, doch innerhalb der ersten Runde ist es oft genug vorgekommen, dass ein Team den besten Quarterback gezogen hatte, obwohl vorher schon Quarterbacks vom Board gingen.

Mit dem Sieg sollten die Diskussionen um das absichtliche Verlieren aber nun ein Ende finden. Eine Niederlage oder ein Sieg gegen die Saints im letzten Spiel wird nicht zu einer großen Veränderung bei der Draft-Position führen und somit kann als Fan auch wieder ohne Bedenken für die Panthers gejubelt werden.

 

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

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Panthers verschlafen erste Halbzeit: Knappe Niederlage gegen Green Bay

Am Ende wurde es nochmal knapp. Die Green Bay Packers gewinnen mit 24-16 gegen die Carolina Panthers. Gerade in der ersten Halbzeit sah es für das Team um Quarterback Aaron Rodgers noch so aus, als sei der Sieg in trockenen Tüchern. Doch im zweiten Abschnitt wachten die Panthers auf und waren am Ende gar nicht so weit vom eigenen Sieg entfernt.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Die Offense wirkte lange Zeit sehr gelähmt. Quarterback Teddy Bridgewater spielte mit seinen kurzen Pässen wieder sehr konservativ und kassierte erneut viele Sacks. Am Ende der Partie sollten es wieder drei Stück an der Zahl sein. Gerade in der ersten Halbzeit machten aber auch andere Spieler um ihn herum Fehler. Unter anderem mit einigen fallen gelassenen Bällen, was zur Folge hatte, dass Punter Joseph Charlton das ein oder andere Mal auf das Spielfeld musste.

Als die Offense dann doch mal ins Rollen kam, machte Bridgewater einen schlimmen Fehler an der Goalline. Mit einem QB Jump versuchte er den Ball über die Linie der Endzone zu halten. Die Defense hatte den Braten jedoch schnell gerochen und schlug Bridgewater den Ball aus der Hand. Der Fumble kostete den Panthers die Chance das Spiel zu diesem Zeitpunkt eng zu gestalten und so zogen die Packers zur Halbzeit mit 18 Punkten Vorsprung davon.

In der zweiten Halbzeit agierte das Team in der Offense sicherer und machte nicht mehr so viele Fehler. Robby Anderson wurde nun auch eingesetzt und hatte am Ende sogar 7 Targets. Er knackte das erste Mal in seiner Karriere die 1000 Yard Marke. Letztendlich konnten die Panthers den Vorsprung der Packers aber nicht mehr aufholen. Der Rückstand in der ersten Halbzeit war einfach zu groß.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

WR DJ Moore war lange Zeit der Spieler der Offense. Gerade in der ersten Halbzeit agierte Quarterback Teddy Bridgewater sehr vorsichtig und traute sich kaum zu, schwere Pässe zu werfen. Wenn er es mal versuchte, war sein Ziel in der Regel DJ Moore. So konnte dieser mit einigen Big Plays bestechen. Sein Catch im ersten Quarter für 37 Yards direkt neben der Sideline blieb nicht sein einziges Highlight, denn im dritten Quarter konnte er gleich drei Tackles nach einem Catch brechen und den Spielzug so für 18 Yards verlängern. Der Wide Receiver war der beste Spieler auf Seiten der Panthers und konnte in diesem Spiel nun auch die 1000 Yards Receiving Marke für das Jahr knacken.

Erstaunlich gut lief diesmal auch das Running Game über die Running Backs Rodney Smith und Mike Davis (18 Läufe für 82 Yards und 0,21 Yards/Play). Im Verlauf der Saison war das eigentlich immer eine große Schwäche der Panthers, doch gegen die Packers konnten die beiden Spieler immer wieder mit guten Aktionen am Boden glänzen und für 7 First Downs sorgen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Quarterback Teddy Bridgewater machte in diesem Spiel wieder einige Fehler. Nach dem Spiel gegen Minnesota war dies nun seine zweite Partie in kurzer Zeit, wo die Präzision zu wünschen übrig ließ (Sein Completion Percentage über den Erwartungen lag bei -6,8%). Gleich zu Beginn verfehlte er den weit offenen Moore und auch im Verlauf des Spiels wirkte er nicht wirklich sicher. Die Drops von Curtis Samuel machten es dem Quarterback natürlich nochmal schwieriger, aber insgesamt war er in diesem Spiel nicht so akkurat wie sonst. Die Präzision war eigentlich immer die Stärke von Bridgewater, doch diese wurde gegen die Packers eher zur Schwäche und gepaart mit dem vorsichtigen Spielstil, war die Panthers Offense lange nicht vorhanden.

Der Fumble an der Goalline war natürlich ein ganz schlimmer Fehler. Die Panthers verloren deshalb ganz schnell den Anschluss zu den Packers. Immerhin funktionierten aber die Scrambles des Quarterbacks. Insgesamt konnte er damit für drei neue First Downs und einen Touchdown sorgen. Seine Stats waren deshalb noch in Ordnung (41 Dropbacks für 21 Completions, 3 Scrambles, 3 Sacks, 1 Touchdown und 0,15 Epa/Play).

Neben der Leistung des Quarterbacks fielen auch die Entscheidungen bei Fourth Down sehr negativ auf. Lediglich ein viertes Down spielte man bis vor dem letzten Drive aus, obwohl das Team weit mehr Möglichkeiten gehabt hätte. Insgesamt entschieden sich die Panthers trotz Rückstands immer wieder für den Punt und das Field Goal weshalb das Team nie wirklich in Schlagdistanz kommen konnte. Ganz kurios war am Ende die Entscheidung, auf den Touchdown zu verzichten, nur weil man so am Ende nochmal die Chance hatte, einen Drive mit weniger als einer Minute Spielzeit zu bekommen.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense ließ weniger zu als vielleicht viele Experten vor dem Spiel vermuteten. Die Packers entschieden sich, ein Kurzpassspiel aufzuziehen (Aaron Rodgers hatte eine Targettiefe von nur 4,5 Yards im Durchschnitt) und dieses konnten die Panthers sehr gut verteidigen. Warum die Packers diese Strategie auswählten, ist schon ein bisschen fragwürdig, denn schon zu Beginn der Saison konnte die Defense der Panthers oft beweisen, dass sie diesen Stil gut verteidigen kann. Davante Adams hatte lediglich ein Target über zehn Yards und war dementsprechend kein entscheidender Faktor in dieser Partie.

Die Defense der Panthers war dieses Mal aber extrem schwach in der Laufverteidigung (23 Läufe für 169 Yards, 1 Touchdown und 0,38 Epa/Play). Gerade in der ersten Halbzeit sorgte Green Bay mit guten Läufen für Big Plays und entschied so auch die Partie.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Selten kommt es vor, doch in diesem Spiel konnten die Panthers den Druck aus der Mitte erzeugen. DT Derrick Brown erzielte seine ersten Sacks in der NFL und auch DT Bravvion Roy konnte mit ein paar QB Hurrys überzeugen. Natürlich hatten auch sie einige schlechte Pass Rush Snaps, in denen sie gerade gegen Double Teams jeweils sehr schwach aussahen, doch insgesamt ist bei beiden ein positiver Trend in puncto Pass Rush zu beobachten.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Größte Schwäche im Spiel war natürlich die Laufverteidigung. Gerade die beiden Leader in der Defense Shaq Thomspon und Jeremy Chinn wurden zu oft von der Offense dominiert und konnten dann immer nur viel zu spät zum Tackle ansetzen. Im ersten Drive konnte Packers RB Aaron Jones bereits ein Big Play kreieren und für einen Raumgewinn für 46 Yards am Boden sorgen. Auch danach sahen die Panthers in der Verteidigung des Laufs nicht stabil aus und so konnten die Packers über den Lauf 8 First Downs erzielen. So schwach am Boden war das Team aus Carolina bisher noch nicht in diesem Jahr.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Bewertung des Spiels fällt ziemlich schwer aus, da die Packers sehr vorsichtig spielten und die Panthers Defense kaum prüften. Dass solch ein Auftritt aber schon ausreichend für einen Sieg gegen die Panthers ist, zeigt wiederum auch, dass Carolina noch weit weg von der Spitze spielt. Gerade die Offense hätte gegen die sonst gar nicht allzu dominante Defense der Packers viel besser auftreten müssen. Doch wieder wurde das Team durch die Limitierungen des eigenen Quarterbacks zurückgehalten.

Positiv lässt wiederum die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit stimmen. Wieder konnten die Panthers zum Ende des Spiels auf einen Score herankommen. Der Record in engen Spielen ist nun bei 2-8, was zeigt, dass Carolina in diesem Jahr auch besser ist als es der Gesamtrecord von 4-10 aussagt. Das Team aus Charlotte tritt eher wie eine Mannschaft auf, die bereits zu diesem Zeitpunkt zwei Siege mehr hat. Deswegen wird man in den kommenden Spielen gegen Washington und New Orleans bestimmt als Underdog in die Partie gehen, doch in beiden Spielen besteht auch eine realistische Chance, dass Carolina siegreich hervorgeht.

 

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Kein Sieg nach der Bye-Week: Schwache Panthers unterliegen Denver zu Hause

Die Serie hält leider weiter an. Zum dritten Mal gingen die Carolina Panthers in dieser Saison als Favorit in eine Partie und zum dritten Mal verlor das Team von Matt Rhule. Gerade die Defense konnte nicht den sonst sehr inkonstanten Drew Lock stoppen, aber auch die Offense hatte viele Phasen im Spiel, in denen nicht viel funktionierte. Zwar wurde das Spiel am Ende nochmal knapp, denn Carolina musste wegen des Rückstands viel aggressiver spielen, doch die 32-27 Niederlage konnte trotzdem nicht verhindert werden.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Lange Zeit kam das Team um Quarterback Teddy Bridgewater nicht in Fahrt. Immer wieder versuchte der Spielmacher mit kurzen Pässen seine Mitspieler einzusetzen. Diese Strategie funktionierte allerdings nicht so gut, da die Broncos die anschließenden Yards nach dem Catch stets unterbinden konnten. Carolina kam schließlich oft in schlechte Feldpositionen, was zur Folge hatte, dass Punter Joseph Charlton insgesamt viermal punten musste.

Gegen Ende des Spiels mussten die Panthers mehr riskieren, da sie mit zwei Scores hinten lagen und das Spiel nicht mehr lange dauerte. Als nun die Offense mit tieferen Pässen agierte, die auch ohne Yards nach dem Catch für ein First Down reichten, funktionierten die Drives. Auf einmal konnte die Offense die Ausfälle der Broncos sehr gut ausnutzen und marschierte immer wieder über das Feld.

Leider kam die Aufholjagd im letzten Drive wegen diverser Fehler von Bridgewater zu spät. Zunächst kassierte er einen Sack und kurz darauf warf er beim vierten Down zum wiederholten Male einen kurzen Pass, ohne dass danach eine Chance auf ein neues First Down in Aussicht war. Das Spiel war anschließend vorbei.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Gerade als die Offense mit Pässen hinter den Sticks agierte, funktionierte das Passspiel sehr gut. Gerade Robby Anderson und Curtis Samuel konnten immer wieder für Raumgewinn sorgen und hielten das Spiel eng.

Überraschenderweise konnte diesmal auch das Rushing Game der Panthers überzeugen (19 Läufe für 110 Yards, 2 Touchdowns und 0,24Epa/Play). Solch eine gute Performance am Boden gab es zuvor in dieser Saison noch nicht. Grund dafür waren unter anderem auch vier WR Sweeps. Der Ball wurde an den Receiver als Ballträger übergeben, der anschließend immer ein First Down erzielte. Solch eine Abwechslung im Running Game tat dem Team sehr gut.

Zudem mussten die Panthers aufgrund des Spielstands mehr mit dem Pass agieren. Viele Läufe in vollgestellte Boxen der Defense kamen deshalb kaum vor.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Das Passing Game war die große Schwäche der Offense (47 Dropbacks für 283 Yards, 4 Sacks, 2 Scambles, 1 Touchdown und 0Epa/Play). Bridgewater agierte, wie schon so oft, sehr akkurat (6,4% Completion Percentage über den Erwartungen), aber leider spielte er auch sehr ängstlich. Wegen seiner durchschnittlichen Targettiefe von nur 5,9 Yards konnte die Offense lange Zeit kein explosives Play kreieren. Der Quarterback versuchte immer die sichere Variante, selbst wenn der Receiver keine Chance hatte, ein First Down zu erreichen.

Dieses Problem tritt bei Bridgewater schon während der gesamten Saison auf. Gerade in der Redzone musste das Team sich deshalb oft mit einem Field Goal zufrieden geben. Im Spiel gegen die Broncos verlor man die Partie sogar durch solch eine falsche Entscheidung. Hätte Bridgewater beim vierten Down länger gewartet und einen tieferen Pass gewählt, hätten die Panthers zumindest die Chance auf ein First Down gehabt. Leider entschied sich Bridgewater für den sicheren Weg und warf einen kurzen Pass. So hatte er zwar eine hohe Completion Percentage von 66,7%, doch das Spiel verlor das Team aus Carolina dennoch.

Ein weiteres Manko in diesem Spiel war das Pocket-Verhalten von Bridgewater. Der Quarterback kassierte insgesamt vier Sacks und sah in den Situationen teilweise sehr unglücklich aus. Konnte er sonst immer die O-Line mit schnellen Pässen unterstützen, war in diesem Spiel oft das Gegenteil der Fall und so provozierte er teilweise einen Sack. Die schwächelnde Performance von LT Russel Okung war zudem keine Unterstützung dabei.


Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Sahen die Panthers bisher gegen schlechte Gegner mit der eigenen Defense recht solide aus, wurde man diesmal gegen eine sonst schlechte Passing Offense immer wieder viel zu einfach geschlagen. Die Denver Broncos hatten zuvor häufig Probleme mit dem Play ihrer Quarterbacks, doch diesmal agierte Drew Lock sehr abgeklärt und zeigte seine Stärken (33 Dropbacks für 280 Yards, 3 Scrambles, 1 Sack, 4 Touchdowns und 0,39 Epa/Play). Weder der Pass Rush noch die Coverage trumpfte bei den Panthers groß auf und so fiel es dem Quarterback der Broncos nicht schwer, einige Big Plays zu zeigen.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Jeremy Chinn entwickelt sich immer mehr zum Favoriten auf den Defensive Rookie of the Year Award. Hatte er zu Beginn der Saison noch Probleme mit vielen verpassten Tackles und zugelassenen Catches, wirkt er nun viel stabiler und macht so gut wie keine Fehler mehr. Im Spiel gegen die Broncos hatte er wieder viele gute Stops und auch einen Strip Sack, den Efe Obada fast bis zur Endzone zurücktragen konnte. Kurz darauf veredelte Mike Davis diesen Effort mit einem Touchdown.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Große Schwäche im Spiel war leider die Coverage. Gerade Cornerback Rasul Douglas wurde zu oft in Duellen, in denen er allein den Receiver verteidigen musste, geschlagen und so konnten die Broncos wiederholt Touchdowns erzielen. Douglas war in der Saison eigentlich mit vielen Pass Breakups aufgefallen und konnte oft überzeugen, doch diesmal hatte er einen gebrauchten Tag. Für einen guten Saisonabschluss ist zu hoffen, dass er sich wieder steigern wird, denn bisher war er eine wichtige Stütze für das Team und konnte Carolina mit seinen guten Aktionen oft im Spiel halten.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Ergebnis ist natürlich ernüchternd. Gegen die Denver Broncos wäre definitiv mehr möglich gewesen, doch leider machten die Panthers auf beiden Seiten des Balls zu viele Fehler. Unerwartet war Drew Lock auch der bessere Quarterback in diesem Spiel. Nun wird natürlich auch die Diskussion um einen neuen Quarterback immer lauter. Teddy Bridgewater hat nach seiner Verletzung nicht mehr gut gespielt und auch zuvor offenbarte er bereits seine Limitierungen. Die Diskussion wird natürlich umso brisanter, da es nun sehr absehbar ist, dass Carolina im kommenden Draft einen Spieler in den Top Ten picken wird und die Quarterbacks aus dem College sehr vielversprechend sind.

Nichtsdestotrotz befinden wir uns aber noch in der Saison 2020. Für das Team geht es nun darum, einen guten Saisonabschluss zu liefern. Das Restprogramm ist dabei aber ziemlich anspruchsvoll. Mit Green Bay, Washington und New Orleans treffen die Panthers auf drei Gegner, die aktuell in den Playoffs wären. Trotzdem sollte Carolina in allen Spielen zumindest nicht ganz ohne Chance sein und vielleicht kann das Team dort für eine Überraschung sorgen. Als Underdog agierte man ja sowieso bisher am besten.

 

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