Schockierende Vorstellung – Panthers haben keine Chance gegen die zweite Garde der Giants

Es hätte die Trendwende werden können. Nach zuletzt drei verlorenen Spielen trafen die Carolina Panthers auf die Giants. New York galt in der Offseason als eines der potenziellen Überraschungsteams, doch der Hype war nach dem 1-5 Start schnell beendet. Mit den ganzen verletzten sahen sie gegen Carolina vor dem Spiel wie der Underog aus. Endlich wieder eine Chance für die Panthers das Ruder rumzureißen und wieder Spiele zu gewinnen, doch es kam leider komplett anders. Gegen das dezimierte Giants Team konnte Carolina überhaupt nicht dagegenhalten und verlor auch in der Höhe verdientermaßen mit 3-25.

Die Stats der Offense

Overall: 173Yards und -0,38Epa/Play (Platz 24/26 am Spieltag)

Passing: 117Yards und -0,48Epa/Play (Platz 24)

Rushing: 56Yards und -0,08Epa/Play (Platz 12)

Was passierte in der Offense?

Anfang des vierten Quarters musste es passieren. Quarterback Sam Darnold wurde nach einer wiederholt eklatant schwachen Performance aus dem Spiel genommen und durch PJ Walker ersetzt. Wieder kassierte er zuvor drei Sacks und warf erneut eine Interception. Das Projekt Sam Darnold scheint schon bereits nach sieben Wochen gescheitert. Für ihn gaben die Panthers einen Zweit-, Viert-, und Sechstrundenpick auf und zogen anschließend die kostspielige 5th-Year Option. Nun sieht es so aus, dass alles umsonst war.

Wie auch in den Spielen zuvor waren seine enormen Schwächen im Processing zu erkennen. Darnold erkennt nicht welche Receiver frei werden und trifft darauf basierend die falschen Entscheidungen. Dazu kommt dann die Schwäche in der Genauigkeit. Forciert er den Ball in einer engen Double Coverage, kann ein unpräzise geworfener Ball sofort in einer Interception enden und das spüren die Panthers durch ihren Quarterback nun enorm.

OC Joe Brady konnte in diesem Spiel wieder mit besseren Play-Designs glänzen. Receiver wie DJ Moore oder Robby Anderson konnten sich im Gegensatz zur letzten Woche diesmal wieder oft freilaufen. Leider war allerdings Darnold hinter einer schwächelnden OLine derart verunsichert, dass er konstant seine Receiver übersah und den Ball einfach zu lange festhielt. Auch bei Run-Pass-Option-Spielzügen traf er wiederholt falsche Entscheidungen, die den Drive dann killten.

In diesem Spiel zeigte sich der absolute Tiefpunkt der bisherigen Saison. Darnold spielte noch schlechter. Konnte er zuvor immer noch einzelne Drives gut aussehen lassen, machte er diesmal konstant Fehler und das führte letztendlich zu einer gruseligen Performance der Offense ohne erzielten Touchdown.

Eine weitere Schwäche der Offense war, wie so oft, die Pass Protection. Allein gegen Brady Christiensen konnten die Giants insgesamt zwei Sacks erzielen. Der junge Tackle von BYU machte sein erstes NFL Spiel auf der linken Seite und sah dort nicht gut aus. Glücklicherweise spielt er aber auf einer Position, die sich oft am Anfang eher schwer in den ersten NFL-Jahren tut und sich danach konstant verbessert. Die schwache Performance ist natürlich nicht schön, doch eine Leistungsverbesserung kann trotzdem bei ihm in den nächsten Jahren erwartet werden.

Die Stats der Defense

Overall: 302Yards und -0,12Epa/Play (Platz 8)

Passing: 199Yards und -0,06Epa/Play (Platz 9)

Rushing: 103Yards und -0,21Epa/Play (Platz 7)

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Die Defense war insgesamt stärker als die Offense. Gerade im dritten Quarter konnte der Pass Rush einige wichtige Plays machen. Besonders Brian Burns konnte auf der rechten Seite spielend seine Duelle gewinnen und so Daniel Jones unter Druck bringen. Darüber hinaus schafften es die Panthers auch wieder, schnellen Druck auf den Quarterback zu erzeugen, sodass dieser oftmals kein Play mehr herauszaubern konnte.

Zur Wahrheit im Spiel gehört aber leider auch, dass die Panthers Front nur phasenweise dominant war. Neben Burns, der auch nicht unbedingt wie ein Elite Pass Rusher in dieser Saison auftritt, fehlte die individuelle Klasse selbst gegen die schwache OLine der Giants. Konnten die Panthers nicht über geniale Pass Rush Konzepte ihren Druck aufbauen, kam New York zu guten Plays. Daniel Jones stand so bei nur neun Dropbacks unter Druck.

Bemerkenswert war aber die Laufverteidigung. Gegen die schwache OLine der Giants ohne den Star-Running Back Saquon Barkley mussten die Panthers zwar doch in wenigen Momenten kritischen Raumverlust am Boden hinnehmen, doch insgesamt konnte die Defense den Lauf recht gut verteidigen.

Was lief schief in der Defense?

Je weiter die Saison fortschreitet, desto besser ist ein Muster zu erkennen. Gegen schwache Teams kann die Defense der Panthers dominant auftreten, doch spielt man gegen einen guten Quarterback, ist sie nicht mehr so dominant. Schon gegen Dak Prescott und Kirk Cousins wurden die Panthers teilweise wirklich vorgeführt und auch diesmal zeigte Daniel Jones oft die Grenzen auf.

Carolina versuchte oft zu blitzen und spielte dafür oft in einer mannorientierten Coverage. Gerade der noch letzte Woche so starke Keith Taylor zeigte diesmal leider eindrucksvoll, warum er nur an Tag 3 aus dem Draft rausging. Gegen Darius Slayton hatte er nicht den Hauch einer Chance in der Coverage. Bereits früh in der Route wurde er zu oft geschlagen und so konnte Daniel Jones viele schnelle Bälle anbringen.

Taylor war aber nicht das einzige Problem in der Secondary. Seine Nebenleute CJ Henderson und Donte Jackson hatten auch keinen Sahnetag und ließen zusammen fünf weitere Catches zu. Glücklicherweise, aus Panthers-Sicht, fehlten bei den Giants die beiden besten Receiver Golladay und Toney. Wie wäre sonst das Spiel wohl ausgegangen?

Wie fällt das Fazit aus?

Hatte man als Fan zuvor noch irgendwie Hoffnung auf eine Teilnahme in den Playoffs, sollte diese jetzt fast schon verflogen sein. Gegen ein bisher schwaches Giants Team, das zudem noch mit Verletzungen zu kämpfen hatte, waren die Panthers chancenlos. Nur durch die ganzen Strafen auf New Yorker Seite blieb das Spiel vom Spielstand lange offen.

Für Matt Rhule muss so langsam einen Umdenkprozess beginnen. Wie lange hält er an seiner Philosophie und seinem Quarterback fest? Er dürfte sich seinen Job über die nächsten Jahre sicher sein, doch trotzdem sollte die Performance besser werden als bisher gezeigt. Gerade für die Zukunft sollten Fortschritte zu erkennen sein, damit auf diese aufgebaut werden kann. Leider waren bei den Panthers in letzter Zeit lediglich Rückschritte zu verzeichnen.

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com   nfl.com

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