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Trey Lance: Der Modellathlet aus dem Norden wird immer gefragter

In vier Wochen beginnt der Draft für die Saison 2021 und wir wollen vorher mehrere Spieler vorstellen und etwas genauer unter die Lupe nehmen. Bei diesen Spielern handelt es sich um die Top Prospects, die für den Erstrundenpick der Panthers in Frage kommen. Wir gehen in den Artikeln genauer auf die Stärken und Schwächen der jeweiligen Spieler ein und wie sie in das Team der Panthers passen könnten.

Trey Lance

  • QB; North Dakota State
  • 6’4“ (1,93m) 226 Pfund (103 kg)
  • 20 Jahre alt (09.05.2000)
  • Redshirt Sophomore
  • 17 Spiele (alle gestartet), 46 Touchdowns (30 Passing, 16 Rushing) 1(!) Interception

Stärken

Lance vereint fast alle physischen Anforderungen, die ein Coach in der heutigen NFL an einen Quaterback stellt. Er bringt eine gute Athletik mit, die ihn auch im Laufspiel zu einer enormen Bedrohung macht. Mit dem Ball in der Hand hat er viel Power, ist schwer zu tackeln und erinnert an Cam Newton, wenn er den Kopf runter nimmt und durch die Tackleversuche der Verteidiger läuft. Auch wenn er nicht ganz die Maße von Cam mitbringt, ist auch er in und außerhalb der Pocket schwer zu  Boden zu bringen. Ebenso ist er ein sehr flinker Läufer, ähnlich wie z.B Lamar Jackson oder Kyler Murray.

Zu dieser generellen Athletik kommt noch eine richtige Kanone von einem rechten Arm. Durch seine phänomenale Armstärke kann er das gesamte Feld attackieren und auch unter Druck einen 40 Yard-Pass an den Mann bringen. Er hat jedoch auch die Fähigkeit, seine Armstärke bewusst einzusetzen. So kann er zum einen den Ball wie an der Schnur gezogen in enge Passfenster bringen, ihn zum anderen aber auch mit Gefühl über die Schulter in die Arme des Receivers fliegen lassen.

Eine Besonderheit ist auch die Offense, in der er auf dem College gespielt hat. Dort hatte er viele Freiheiten was das Play angeht und war auch für die Protection an der Line of Scrimmage zuständig, was nur die wenigsten QB im College übernehmen. Mit anderen Worten hatte er eine große Verantwortung, jedoch auch bereits viele Elemente, die von einem NFL-Quaterback erwartet werden. So hat Trey Lance auch in verschiedenen Formationen gespielt und nicht nur in der Shotgun, wie viele andere College-Qbs. Deshalb ist er auch ein exzellenter Passer aus Play-Action, wenn er „under Center“ aufgestellt ist. Generell ist er sehr flexibel und nicht auf ein bestimmtes Offensive Scheme festgelegt.

Trotz seiner geringen Erfahrung ist er auch schon sehr weit, was seine Reads angeht. Man sieht regelmäßig Würfe von ihm, bei denen sein erster und zweiter Read nicht anspielbar ist, er dann nicht in Panik verfällt und dann seinen dritten oder vierten Read anspielt. Ebenso kann er auch schon die Verteidiger mit seinen Augen manipulieren. Das heißt, er schaut in die Richtung eines Passemfängers, damit die Verteidiger sich in die Richtung bewegen, wohlwissend, dass sich dadurch auf der anderen Spielfeldseite ein Passfenster ergibt. Ebenfalls eine Eigenschaft, die einen guten Quaterback ausmacht.

Ein weiteres beeindruckendes Attribut ist, dass er gut auf den Ball „aufpasst“. Jedoch ist er kein einfacher Game-Manager, wie zum Beispiel Teddy Bridgewater. In seiner einzigen vollen Saison als Starter hatte er in 16 Spielen 42 Touchdowns und keine einzige Interception. Er ist auf Sicherheit bedacht, scheut sich aber auch nicht, den tiefen Pass zu spielen. Außerdem ist er ein Team-Spieler und sehr smart. Zum Beispiel schaut er enorm viel Video-Tape um sich zu verbessern und seine Schwächen auszumerzen. Dies hat man auch bei seinem Pro Day gesehen, bei dem er eine verbesserte Fußarbeit zeigte. Seine Beliebtheit bei seinen Mitspielern hat man vor allem in seinem letzten Spiel gesehen. Nach seinem Touchdown kamen seine Mitspieler direkt zu ihm gerannt, da sie wissen, wie wichtig das Spiel für ihn war. Mit anderen Worten, er bringt keine Fragezeichen was seinen Charakter und sein Verhalten abseits des Platzes anbelangt mit.

Schwächen

Bei den Schwächen von Trey ist als erstes seine geringe Erfahrung zu nennen. Er hat lediglich eine Saison als Starter absolviert, da er in seinem ersten Collegejahr nur auf der Bank saß und in seinem finalen Jahr nur ein Spiel aufgrund von Corona gespielt wurde. Zusätzlich hat er bei North Dakota State gespielt, bei denen er lediglich gegen zweitklassige Gegner gespielt hat.

Die Offense ist auch sehr stark auf das Laufspiel aufgebaut, sodass er mit nur 318 Passversuchen in die NFL kommt. Diese geringe Erfahrung merkt man seinem Spiel auch noch an. Zum einen muss er an seiner Fußarbeit noch arbeiten, zum anderen fehlt ihm auch noch etwas die Genauigkeit in seinen Würfen. Dies ist auch bei seinen tiefen Würfen zu beobachten, da er zwar die Armstärke mitbringt um jeden Wurf zu machen, jedoch zu ungenau ist.

Gelegentlich bricht er auch zu schnell aus der Pocket aus um dann zu scrambeln, anstatt seiner Pocket zu vertrauen und seine Receiver die Routen zu Ende laufen zu lassen. Bei manchen von seinen Würfen ist er etwas spät und wirft erst wenn das Passfenster schon offen ist. In der NFL wird er kleinere Passfenster haben und muss dann kurz bevor sich das Fenster öffnet, werfen. Generell hat er viele weit offene Receiver gehabt, die er in der NFL so nicht haben wird. Insofern wird er lernen müssen, kleinere Passfenster zu treffen und noch sicherer in seinen Reads werden.

Auch wenn er in seiner vollen Saison keine Interception geworfen hat, las er trotzdem bei einigen Würfen die Verteidiger falsch und wurde nur mit Glück nicht intercepted. Dies kann man auch bei seiner einzigen Interception in seinem letzten Spiel sehen. Bei diesem Spielzug hat er den Safety komplett übersehen und wirft ihm quasi in den Laufweg. (Der Spielzug war vom Design aber auch fragwürdig)

Passt er in das Profil der Panthers?

Die Panthers können mit Trey Lance die Rolle des Franchise Quaterbacks füllen. Nach der Entlassung von Cam Newton letztes Jahr ist die Position noch offen. Durch seine Athletik gibt er der Offense neue Möglichkeiten. Deshalb könnten wieder mehr Read-Option Plays und designte QB-Läufe in die Offense eingebaut werden. Die Verteidiger müssen immer die Gefahr des QB einbeziehen, folglich öffnen sich Räume.

Zusätzlich gibt er Joe Brady die Möglichkeiten der „6 Routen“, die er bei LSU schon gerne gespielt hat. Damit ist gemeint, dass der Lauf des Quaterback immer eine Option ist, obwohl 5 Passempfänger eine Route laufen. Dies hilft, die Defense auseinander zu ziehen. Dadurch, dass seine Armstärke eine Klasse über Bridgewater ist, gibt er der Offense eine ganz andere Dimension. Bei vielen von Bradys designten Plays ist neben den klassischen Crossingroutes auch noch eine Vertikale dabei. Während Bridgewater am meisten die kurzen Pässe gespielt hat, kann Lance ohne Probleme auch den tiefen Pass anbringen.

Darüber hinaus haben die Panthers den Luxus, ihn nicht direkt ins kalte Wasser werfen zu müssen. Mit der Laufzeit von Bridgewaters Vertrag können die Panthers ihn sich in Ruhe entwickeln lassen (wie die Chiefs mit Mahomes). So kann er noch von Bridgewater lernen, vor allem was die Passgenauigkeit angeht (Platz 4 in der NFL in prozentual angekommener Pässe). Er ist auch der mit Abstand jüngste Quaterback (der einzige 2000er Jahrgang) dieser Draft-Klasse. Somit ist er, selbst wenn er ein Jahr hinter Teddy lernt und dann im zweiten Jahr als Starter übernimm, gerade erst 22 Jahre. Zum Vergleich: Joe Burrow wurde erst mit 23,5, Justin Herbert mit 22 Jahren gedraftet.

 

Quellen:

www.profootballnetwork.com, www.thedraftnetwork.com, www.nfl.com, www.nflgamepass.com

Bildquellen:

www.49webzone.com, www.startribune.com

Free Agency Signings 2021

Die Panthers haben die Free Agency bereits genutzt, um einige Spieler für die anstehende Saison zu verpflichten. Wir, Kevin in der Offense und David in der Defense, stellen euch die neuen Gesichter im Team von Coach Matt Rhule vor und geben eine Prognose ab, welche Rolle sie im Team spielen könnten. Infos zu den Spielern, die bereits bei uns spielten und nun resigned wurden, findet ihr in dem Artikel „Free Agents 2021 – wer soll bleiben, wer darf gehen?“. Hier geht es zum Artikel.

Offense

Die größten Needs in der Offense haben die Panthers wohl in der O-Line zu verzeichnen. Aber auch die Skillpositionen haben an Tiefe verloren, sodass hier auch Nachholbedarf besteht. Im Folgenden gehen wir die Positionen in der Offense durch, auf denen sich etwas auf dem Free Agency Markt getan hat.

Offensive Line

Cameron (Cam) Erving (OT, Dallas Cowboys)

  • 28 Jahre, 6 Jahre NFL Erfahrung, Florida State University
  • 2 Jahresvertrag bis zu 10.000.000 $, 8.000.000 $ garantiert
  • Stats 2020: 6 Spiele gespielt, davon 5 als Left Tackle gestartet
  • Saisonaus wegen Verstauchung des Kniegelenks

Gedrafted wurde Erving im Jahre 2015 von den Cleveland Browns an der 19. Stelle. Auf dem College der Florida State University spielte er als Center und auch als Left Tackle. Er ist der zweifache Gewinner der Jacobs Blocking Trophy und landete in aufeinanderfolgenden Jahren im „All ACC“-Team, sowohl als Left Tackle als auch Center.

Bei den Browns spielte er Center und auf beiden Offensive Guard Positionen. Insgesamt stand er für die Browns 29 Mal auf dem Feld und durfte 17 Mal davon starten.

In den Saisons 2017-2019 sammelte er Einsatzminuten für die Kansas City Chiefs. 2017-2018 spielte er überwiegend auf der Position des Right Guards und 2019 als Left Tackle. Insgesamt startete er 25 Mal für das Team aus Missouri, welches in der Saison 2018 die meisten Passing Yards verbuchen konnte und 2019 die drittwenigsten Sacks zuließ.

Erving fehlte zu Anfangs der 2020er Saison bei den Dallas Cowboys wegen Knieproblemen. Nachdem er dann den Left Tackle Tyron Smith ersetzte, verletzte er sich erneut am Knie und fiel für den Rest der Saison aus.

Prognose:
Wie das Profil von Cam Erving bereits zeigt, haben sich die Panthers eine Allzweckwaffe für die O-Line geholt. Er hat bereits auf jeder Position NFL Erfahrung gesammelt und das auch stets auf gutem Niveau. Diese Eigenschaft ist besonders wertvoll, da sich die O-Line der Panthers noch nicht richtig gefunden hat und man, bis auf die Positionen des Centers und des Right Tackle, noch nicht weiß, welcher Spieler wo starten kann.

Wenn er ein gutes Trainings Camp absolviert und gesund bleibt, wird er in der Verlosung um den Left Tackle Spot mit Dennis Daley und Greg Little konkurrieren und eine gute Chance haben. Die Verlierer des Duells könnten sich dann auf den Platz des Offensive Guards fokussieren.

Pat Elflein (OG, New York Jets)

  • 27 Jahre, 4 Jahre NFL Erfahrung, Ohio State University
  • 3 Jahresvertrag, bis zu 13.500.000 $, 6.000.000 $ garantiert
  • Stats 2020: 7 Spiele gespielt, davon 7 als Left Guard gestartet
  • Saisonaus wegen einer Daumenverletzung

Pat Elflein bringt, wie auch Cam Erving, sehr viel Erfahrung und ebenfalls Flexibilität mit. Auf dem College begann er zunächst als Left Guard, wechselte zum Right Guard und fand sich dann am Ende auf der Position des Centers wieder. Als Center erhielt er 2016 den Rimington Award als bester College-Center.

Als 70. Pick wurde er 2017 von den Minnesota Vikings ausgewählt. Dort wechselte er die Positionen wieder umgekehrt zurück. Als Center begann er seine Karriere und wurde ins PFWA-All-Rookie Team gewählt. Startete er in die Saison 2019 noch als Left Guard, so wechselte er 2020 auf die Guard-Position auf der anderen Seite. Nach einem Spiel für die Vikings wurde er in Richtung New York abgegeben.

Prognose:

Elflein bringt eigentlich alles mit, um den Starting-Job in der O-Line zu bekommen. Nicht nur, dass er beide Seiten als Guard bekleiden kann, könnte er auch den Backup für Matt Paradis geben. Elflein hat, bis auf ein Mal, jedes Spiel in seiner Profi-Karriere gestartet und spielte auf hohem Niveau (Bowl Games auf dem College, Playoffs in der NFL).

Einige Verletzungen warfen ihn zurück. Sollte er sich ausreichend regeneriert haben, wird er eine Verstärkung für uns sein. Zwei flexible und gestandene O-Liner zu verpflichten, war ein cleverer Schachzug von den Panthers.

Running Back

Darius Clark (RB, Newberry College)

  • Keine NFL Erfahrung
  • 1 Jahresvertrag

Clark wurde nach seiner College Karriere von keinem Team gesigned. Auf dem Newberry College gelangen ihm 384 Rushing Yards, 264 Receiving Yards und 397 Yards beim Kick Return.

Seitdem hielt er sich eigenständig fit und wurde nun von den Panthers bei einem Camp für Free Agents (HUB Football Camp) gesichtet und unter Vertrag genommen.

Prognose:

Clark ist ein relativ großer und physisch starker Running Back. Er wird sich nun im Trainingscamp auf Profi-Niveau präsentieren können und kämpft für einen der letzten freien Plätze auf der RB-Position.

Tight End

Dan Arnold (TE, Arizona Cardinals)

  • 26 Jahre, 4 Jahre NFL Erfahrung, Wisconsin-Platteville (Division III)
  • 2 Jahresvertrag, bis zu 6.000.000 $, 4.500.000 $ garantiert
  • Stats 2020: 31 Pässe gefangen, 438 Yards, 4 Touchdowns

Dan Arnold spielte als Wide Receiver auf einem Division III College. 2017 wurde er von den New Orleans Saints als undrafted Free Agent verpflichtet. Wissenswert ist hier, dass er somit 2 Jahre mit dem damaligen „Offensive Assistant“ der Saints, Joe Brady, zusammenarbeitete. Seine Breakout-Saison gelang ihm jedoch erst in seinem 4. Jahr in der NFL, dann bei den Cardinals aus Arizona.

Prognose:

Arnold ist definitiv als „Receiving Threat“ zu bezeichnen. Diese Berufsgruppe ist letztes Jahr ein wenig bei den Panthers eingeschlafen. Thomas und Manhertz erzielten gemeinsam gerade einmal einen Touchdown.

Es ist zu erwarten, dass Dan Arnold des Öfteren von dem Quarterback (wer auch immer das sein wird) der Panthers gesucht werden wird. Für den Preis und das Potenzial geht Carolina wenig Risiko ein. Stand jetzt, wird er wahrscheinlich Ian Thomas den Rang ablaufen. Weitere Verpflichtungen auf dieser Position sind jedoch wahrscheinlich, da es nominell keinen TE gibt, der im Blocking stark ist.

Stephen Sullivan (TE, Seattle Seahawks)

  • 24 Jahre, 1 Jahr NFL Erfahrung, Louisiana State University
  • 1 Jahresvertrag, 660.000 $ Base Salary, keine Garantien
  • Stats 2020: 1 Spiel gespielt, keine Receptions

Sullivan spielte 2019 unter OC Joe Brady bei LSU und wurde in der 7. Runde des Drafts von den Seahawks ausgewählt. Am College fungierte er in den ersten 2 Jahren noch als Wide Receiver. In seiner letzten Saison schulte er auf Tight End um und erzielte in 6 Spielen 130 Yards. Er ist mit 1,96m ein großer Passempfänger, der von den Seahawks auch als Tight End angesehen wurde.

Prognose:

Der junge Tight End ist noch am Anfang seiner Entwicklung. Die Verpflichtung von ihm zeigt, dass entweder Brady, Scott Fitterer oder auch beide gemeinsam, Potenzial in ihm sehen. Sullivan ist ein Athlet, der seine Position und seine Funktion noch nicht gefunden hat. Deshalb wurde er unter anderem auch als Defensive End bei den Seahawks geschult. Es ist ein Versuch wert, ihn im Trainingscamp zu testen, da die TE-Position dünn besetzt ist und Joe Brady vielleicht die ein oder andere Rolle für ihn vorgesehen haben könnte.

Wide Receiver

David Moore (WR, Seattle Seahawks)

  • 26 Jahre, 4 Jahre NFL Erfahrung, East Central University (Division II)
  • 2 Jahresvertrag, bis zu 4.750.000 $, 1.250.000 $ garantiert
  • Stats 2020: 35 Pässe gefangen, 417 Yards, 6 Touchdowns; 61 Rushing Yards, keinen Touchdown

David Moore hat in den 3 Jahren bei Seattle immerhin 13 Mal den Ball in die Endzone bringen können. Obwohl er nicht das Ziel Nummer 1 oder 2 von QB Russell Wilson war, lässt sich diese Statistik sehen. Somit ist Moore auf Platz 6 der NFL, was das Verhältnis zwischen Receptions und Touchdowns (mindestens 10 TD) seit 2018 angeht.

Prognose:

Moore könnte den WR 3 verkörpern, den wir in Curtis Samuel verloren haben. Eine 1 zu 1 Ersetzung wird er wohl nicht werden, jedoch hat er mit vielen guten Catches, vor allem bei tiefen Pässen, bereits für Aufsehen gesorgt. Unser GM Scott Fitterer hat Moore 2017 in der 7. Runde im Draft gezogen und ist von seinem Potenzial überzeugt. Er könnte diese Saison eine Überraschung werden, wenn man ihn vernünftig einbindet.

Kicker

Matt Ammendola (K, Oklahoma State University)

  • 24 Jahre, keine NFL Erfahrung
  • Erzielte 60 Field Goals aus 78 Versuchen (76,9%)
  • Ihm gelangen 179 von 183 Extra-Punkten nach Touchdown

Ammendola führte die BIG 12 Conference in seinem Senior Year in Field Goals und erzielten Punkten an.

Prognose:

Ammendola soll Joey Slye einen Wettkampf im Trainingscamp liefern, da es sich ohne Konkurrenz nicht gut weiterentwickeln lässt. Der nicht immer fest im Sattel sitzende Slye sollte die Nase vorne haben, sollte sich jedoch im Vergleich zur letzten Saison steigern.

Fazit Offense

Die Panthers waren bemüht, ihre offensichtlichen Needs mit flexiblen Spielern zu bedienen. Wegen der vielen Lücken in der O-Line sind Spieler hinzugekommen, die mehrere Positionen bekleiden können. Die Tight End-Position wurde mit dem im Passspiel starken Arnold besetzt. Nichtsdestotrotz wird hier entweder im Draft oder der in der Free Agency nachgelegt werden müssen. Da die Draft-Klasse erneut mit starken Wide Receivern besetzt ist, kann man hier auf eine gute Verpflichtung hoffen. Auch die Quarterback-Frage und die Dichte der O-Line könnte im Draft adressiert werden. Wir können gespannt bleiben.

Defense

In der sehr jungen Panthers Defense musste aufgrund von auslaufenden Verträgen und teilweise überraschenden Entlassungen auf allen drei Leveln Verstärkungen geholt werden. Vor allem in der Defensive Front musste etwas getan werden, aber auch in der Secondary täten Unterstützungen gut. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Spieler, welche die Panthers für die defensive Seite des Balls verpflichtet haben.

Cornerback

Rashaan Melvin (CB, Jacksonville Jaguars)

  • 31 Jahre, 8 Jahre NFL Erfahrung, Northern Illinois
  • 1 Jahresvertrag zu momentan noch nicht bekannten Konditionen
  • Stats 2020: wegen Corona ausgesetzt

Melvin kam als Undrafted Free Agent in die NFL und wurde 2013 von den Tampa Bay Buccaneers unter Vertrag genommen. In den darauffolgenden Jahren wurde er zu einem Wandervogel in der NFL und wechselte regelmäßig die Teams. So stand er nach seiner Zeit in Tampa Bay bei den Dolphins, Ravens und Patriots unter Vertrag, bis er 2016 zu den Colts ging.

Bei den Colts kam er daraufhin zum ersten Mal über die Rolle eines Back-ups hinaus und spielte in 15 Spielen, wovon er 9 startete. Auch in der folgenden Saison war er der Starting Cornerback der Colts und sammelte die ersten drei Interceptions seiner Profikarriere. Er spielte 10 Spiele, die er allesamt startete, bevor er die letzten Saisonspiele aufgrund einer Verletzung verpasste. Nichtsdestotrotz war dies die beste Saison seiner Karriere und er wurde von PFF als 11.-bester Cornerback im zugelassenden Passer-Rating und 24.-bester Cornerback im Gesamtrating ausgezeichnet.

Nach seiner Zeit in Indianapolis wanderte er wieder durch die NFL, verbrachte die 2018er Saison bei den Raiders (14 Spiele, 7 Starts), die 2019er Saison bei den Lions, wo er sowohl einen Karrierebestwert mit 12 gestarteten Spielen als auch mit 68 Tackles setzte und die 2020er Saison bei den Jaguars, wo er aber wegen Corona aussetzte.

Prognose:

Melvin ist mit seinen 31 Jahren der älteste Defense Spieler im Kader der Panthers und bringt die dringend benötigte Erfahrung in die sehr junge Panthers Secondary. Außerdem erfüllt er mit seinen 1,88m (6‘2‘‘) und 87 kg (192lbs) sowie seinem 4,42s 40 Yard Dash das Anforderungsprofil für einen klassischen Cover 3 Cornerback (die von den Panthers am meisten gespielte Defense).

Er hat unter vielen Defense Koordinatoren gespielt und Erfahrung in den besten Secondaries der Liga gesammelt. Vermutlich wird er zu Beginn als Starter gegenüber von Donte Jackson auserkoren um gegen die größeren und physischen Wide Receiver zu spielen. Er wird diesen Platz im Trainingscamp jedoch gegen die jungen Cornerbacks Pride und Thomas-Oliver behaupten müssen.

Linebacker

Denzel Perryman (MLB, Los Angeles Chargers)

  • 28 Jahre, 6 Jahre NFL Erfahrung, Miami
  • 2 Jahresvertrag bis zu 6.000.000 $; 2.990.000 $ garantiert
  • Stats 2020: 13 Spiele, davon 6 gestartet, 48 Tackles, 3 for loss, 1 Sack, 1 Forced Fumble

Perryman wurde in der zweiten Runde des 2015er Drafts gepickt, wo er als einer der besten Linebacker seines Jahres gesehen wurde, da er schon im College die Fähigkeit zeigte, alle drei Downs spielen zu können. Bei den Chargers erkämpfte er sich in der ersten Saison bereits einen Platz als einer der beiden Inside Linebacker in der 3-4 Defense und beendete seine Rookie-Saison mit 14 gespielten Spielen, in denen er 9 Mal startete.

In seine zweite Saison ging er als Starter auf der Linebackerposition und spielte 12 Spiele, davon 11 als Starter (Karriere-Bestwert). Zu Beginn der Saison 2017 änderten die Chargers ihre Base-Defense von einer 3-4 auf eine 4-3, trotzdem blieb er der Starter auf der Position des Middle Linebackers. Jedoch häuften sich kleinere Verletzungen, was sich auch in den folgenden Saisons fortsetzte und so schaffte er es nie, eine volle Saison zu spielen.

Aufgrund dieser Verletzungen startete er nie mehr als 10 Spiele und war auch nie mehr als 37 % der Snaps auf dem Platz.

Prognose:

Perryman ist ein erfahrender Linebacker, der sowohl in einer 3-4 Defense als auch in einer 4-3 gespielt hat und in beiden Formationen überzeugen konnte. Trotz seiner für einen Linebacker eher geringen Größe mit 1,8m (5‘11‘‘), ist er ein guter Laufverteidiger. Er erkennt einen Laufspielzug sehr gut, schießt dann regelrecht durch sein Gap um den Lauf zu stoppen und ist dabei auch ein sehr harter Tackler. Generell ist er ein sehr disziplinierter Laufverteidiger, der sein Gap hält und sicher gegen den Lauf tackled (nur ein verpasstes Tackle in der letzten Saison).

Obwohl er für die Linebackerposition auch keine überragende Geschwindigkeit mitbringt (4,78s im 40 Yard-Dash), die von den sogenannten „Sideline to Sideline“ Verteidigern gefordert wird, ist er trotzdem schnell genug um auch Läufe oder kurze Pässen nach außen zu verteidigen. Der viel wichtigere Part in der heutigen NFL ist aber die Pass-Verteidigung und da ist Perryman ein deutliches Upgrade gegenüber Tahir Whitehead. 

Wer jetzt jedoch erwartet, einen Kuechly 2.0 zu sehen, der wird enttäuscht sein, denn so einen Spielertyp wird es vermutlich so schnell nicht noch einmal geben. Nichtsdestotrotz hat er sowohl in der Zonen-Verteidigung, als auch in der Manndeckung Erfahrung gesammelt und ist auch hier sehr solide. Lediglich 3 zugelassene Touchdowns in den letzten drei Saisons, bei 65 % angekommener Pässe (zum Vergleich Whitehead hat 11 zugelassene Touchdowns bei 78 % angekommener Pässe). Zusätzlich war er bei den Chargers im Locker-Room ein Anführer und bringt dies auch auf den Platz. Die Verpflichtung ermöglicht es den Panthers, mit drei Linebackern zu spielen und Chinn auf Safety zurückzuziehen.

Das Fragezeichen bei Perryman ist seine Gesundheit und ob er es zum ersten Mal in seiner Karriere schafft, eine verletzungsfreie Saison zu bestreiten. Wenn er verletzungsfrei bleibt, wird er vermutlich den Platz des Middle Linebackers übernehmen und aufgrund seiner Erfahrung auch in den von Snow gespielten multiplen Fronten ohne Probleme spielen können. Er bringt eine wichtige Veteranen- und Anführermentalität in die junge Panthers-Defense.

Frankie Luvu (OLB,DE New York Jets)

  • 24 Jahre, 3 Jahre NFL Erfahrung, Washington State
  • 1 Jahresvertrag über 675.000 $
  • Stats 2020: 13 Spiele, davon 3 gestartet, 25 Tackles, 2 Sacks, 1 Forced Fumble, 1 Safety

Auch Luvu wurde im Draft nicht berücksichtigt und unterschrieb als Undrafted Free Agent bei den Jets. Luvu schaffte es im Practice Squad der Jets auf sich aufmerksam zu machen und konnte zu Beginn seiner ersten Saison einen Kaderplatz ergattern. In der 3-4 Defensive Front der New York Jets spielte er auf der Position des Outside Linebackers, der in dieser Defense aber eher als Edge-Rusher anzusehen ist.

So spielte er in seiner ersten NFL-Saison als Rotationsspieler 40% der Defense Snaps und sammelte 22 Tackles, 3 Sacks und 20 Quaterback-Pressures. Zusätzlich war er ein wichtiger Bestandteil des Special Teams. Auch in den beiden nächsten Saisons wurde er vornehmlich im Special Team eingesetzt (beide Jahre ungefähr 50% der Special Team Snaps). Während er in der zweiten Saison kaum noch in der Defense (lediglich 6% der Snaps) eingesetzt wurde, konnte er in seiner dritten Saison wieder mehr Defense-Spielzeit sammeln (23 % der Snaps) und schaffte seinen ersten Safety.

Prognose:

Luvu ist ein ähnlicher Spielertyp wie der 2019er 4. Rundenpick Christian Miller und wird mit diesem um einen Platz im Team kämpfen. Er ist wohl vornehmlich als Special Team Spieler eingeplant, passt jedoch aufgrund seiner Flexibilität und seines jungen Alters gut in die Panthers Defense. Phil Snow mag es, multiple Fronten zu spielen und in diesen kann Luvu verschiedene Rollen erfüllen. Vermutlich wird er als Rotationspieler in der Defense eingesetzt.

Defensive Line

Morgan Fox (DT/DE, Los Angeles Rams)

  • 26 Jahre, 5 Jahre NFL Erfahrung, Colorado State
  • 2 Jahresvertrag bis zu 8.100.000 $; 5.035.000 $ garantiert
  • Stats 2020: 16 Spiele, davon 2 gestartet, 27 Tackles (8 for loss), 6 Sacks, 1 Forced Fumble

Auch Fox wurde nicht gedrafted und kam somit undrafted zu den Rams. In seiner ersten Saison musste er noch hart um seinen Platz im Kader kämpfen, sah lediglich in vier Spielen Spielzeit und wanderte immer zwischen dem Practice Squad und dem aktiven Kader hin und her.

In seiner zweiten Saison schaffte er es hingegen, sich einen festen Platz im Kader zu sichern und war ein fester Bestandteil der D-Line Rotation. Er spielte in allen 16 Spielen (1 Start) und sammelte in 31 % der Defense Snaps 2,5 Sacks sowie 19 Tackles. Nachdem er die Saison 2018 komplett aufgrund eines Kreuzbandrisses fehlte, spielte er 2019 wieder und legte fast identische Werte auf, wie in der Spielzeit 2017: 32% der Snaps, 2 Sacks und 18 Tackles.

In der letzten Saison zeigte er jedoch, dass er noch mehr drauf hat und setzte in fast allen Kategorien Karrierebestwerte: 39% der Snaps, 6 Sacks, 27 Tackles davon 8 for loss.

Prognose:

Fox ist zwar als Defensive End gelistet, jedoch spielen auch die Rams eine 3-4 Defense, in der die Defensive Ends eher Defensive Tackles sind. Bei den Panthers wird er vermutlich die Rolle von Efe Obada übernehmen und vor allem bei Passing Downs als Inside Rusher eingesetzt werden. Auch bei ihm ist eine gewisse Flexibilität vorhanden und er kann sowohl in Drei-Mann-Fronten als DE, als auch in Vier-Mann-Fronten als DT oder DE eingesetzt werden. Er entspricht also ebenfalls dem Anforderungsprofi von Phil Snow.

Das große Fragezeichen bei ihm ist jedoch, ob er an die Produktivität des Vorjahres anknüpfen kann, da er in der Rams-Front einen gewissen Aaron Donald neben sich hatte und somit oft die einfacheren Match-ups bekam. Für die D-Line Rotation der Panthers ist er eine gute und dringend benötigte Verstärkung und wird im Trainingscamp um den Platz neben Derrick Brown kämpfen.

Haason Reddick (OLB/DE, Arizona Cardinals)

  • 26 Jahre, 4 Jahre NFL Erfahrung, Temple
  • 1 Jahresvertrag bis zu 8.000.000$; 6.000.000 $ garantiert
  • Stats 2020: 16 Spiele, davon 11 gestartet, 63 Tackles, 15 for loss, 12,5 Sacks, 6 Forced Fumbles

Haason Reddick wurde an 13. Stelle des 2017er Drafts von den Arizona Cardinals gedrafted. Auf dem College spielte er in Temple unter, wen wundert es, Matt Rhule und Phil Snow. Nachdem er seine Collegezeit ohne Stipendium begonnen hatte, bekam er nach guten Leistungen ein volles für seine restliche Collegezeit. Nach sehr guten Leistungen in seinem letzten Jahr am College als Defensive End (10,5 Sacks), zeigte er beim Senior Bowl auch als Inside Linebacker eine sehr starke Leistung und wurde auf einmal als Top 20 Prospect gehandelt. Diesen Eindruck festigte er mit einem absolut beeindruckenden Auftritt beim NFL Combine: 4.52s im 40-Yard-Dash (bester Defensive Lineman und zweitbester Linebacker), 11‘1‘‘ im Standweitsprung (bester Defensive Lineman seit 2003!).

Nach dem Combine wurde er von fast allen Experten als bester oder zweitbester Linebacker seines Jahrgangs gesehen und wurde dementsprechend auch früh gedrafted. Bei den Cardinals sollte er dann die Rolle als Inside Linebacker in der 3-4 Defense einnehmen und nicht, wie noch im College, als Edge-Rusher fungieren. Aufgrund seiner mangelnden Erfahrung auf dieser Position (er hatte sie nur im Senior Bowl gespielt) hatte er in seiner Rookie-Saison mit deutlichen Probleme zu kämpfen und spielte lediglich 42 % der Snaps, obwohl er in jedem Spiel spielte und 3 sogar startete.

In seiner zweiten NFL-Saison änderten die Cardinals dann ihre Defense auf eine 4-3 und Reddick spielte nun zwar als Outside Linebacker, jedoch immernoch als Off-Ball-Linebacker. Somit durfte er in seiner zweiten Saison wieder eine neue Position lernen und hatte weiterhin Probleme, vor allem in der Pass-Verteidigung und mit verpassten Tackles. Diese Achterbahnfahrt ging auch in seiner dritten Saison weiter, als die Cardinals wieder zu einer 3-4 Defense zurückkehrten, Reddick jedoch wieder als Inside Linebacker eingesetzt wurde, wo seine Defizite in der Pass-Verteidigung weiter aufgedeckt wurden (6 zugelassene Touchdowns bei 75 % angekommener Pässe).

Nach Ende seiner dritten NFL-Saison wurde er bereits von vielen als Draftbust abgestempelt und die Cardinals verzichteten daraufhin auch auf die Option des fünften Jahres im Rookievertrag. Reddick ging somit in das letzte Jahr seines Rookievertrages und die Erwartungen waren sehr gering. Wie vor jeder bisherigen Saison, wurde auch vor der 2020er Saison wieder die Position geändert, auf der er spielen sollte. Diesmal wurde er jedoch als Outside Linebacker deklariert, was in einer 3-4 Defense auch als Edge-Rusher zählt. Er durfte somit zum ersten Mal in seiner NFL-Karriere das machen, was ihn im College ausgezeichnet hatte: als Vollzeit Pass-Rusher spielen.

Nach einem langsamen Start in die Saison, wurde er zur Mitte hin immer stärker, bevor er gegen die Giants regelrecht explodierte: 5 Sacks, drei davon als Stripsack, 2 Tackles for loss und noch einen weiteren Quaterback Hit. Er war das ganze Spiel nicht aufzuhalten und brach den Franchise Rekord der Cardinals für die meisten Sacks in einem Spiel. Er beendete die Saison mit 12,5 Sacks auf dem vierten Platz in der NFL und 15 Tackles for loss auf dem dritten Platz in der NFL. Reddick ist außerdem seit 2017 der einzige Spieler in der NFL mit mindestens 250 Tackles und 20 Sacks.

Prognose:

Reddick ist ein Speed-Rusher, ähnlich wie Brian Burns, der seine Stärken als Pass-Rusher in einer 3-4 Defense hat. Für eine Rolle als Defensive End in der 4-3 Base Defense der Panthers könnte er hingegen, aufgrund seiner Statur mit 1,85 m (6‘1‘‘) und 111kg (245lbs), Probleme in der Laufverteidigung bekommen.

Seine Vergangenheit mit Rhule und vor allem mit Phil Snow zeigt jedoch, dass sie genau wissen, wie sie Reddick am besten einsetzen um das Maximale aus ihm herauszuholen. Aufgrund seiner enormen Athletik kann er auch in der 3-3-5 Defense, die Snow gerne spielen lässt, agieren und als Gegenstück von Burns spielen. Dies kann den Gegner vor Probleme stellen, da man nie weiß, wer von den beiden als Pass-Rusher spielt und wer sich in die Coverage fallen lässt.

Generell gibt er den Panthers noch mehr Flexibilität in der Defense, da auch er nicht nur eine Position spielen kann und dabei hilft, mit den anderen flexiblen Spielern der Panthers (Chinn, Burns, Thompson, Burris) die Defense noch unberechenbarer zu machen und für den Quaterback schwerer zu lesen.

Reddick wird in der Edge-Rotation der Panthers einen wichtigen Part einnehmen und dabei helfen, Burns als Alleinunterhalter im Pass-Rush zu entlasten. Er wird ein wichtiger Bestandteil der Hybrid/Multiplen Fronten der Defense sein und versuchen zu bestätigen, dass seine letzte Saison keine Ausnahme war und sich für einen großen Vertrag zu empfehlen.

Fazit Defense

Die Panthers haben in der Free Agency vor allem ihre Front Seven verstärkt und dabei lag der Fokus auf Spielern, die keine feste Position haben. Dies ermöglicht den Panthers somit, je nach Gegner die Defense anzupassen und auch ohne zwischen den Spielzügen das Personal tauschen zu müssen, verschiedene Formationen dem Gegner präsentieren zu können. Mit der immer weiter fortschreitenden Entwicklung des Passspiels in der NFL, ist es als Defense umso wichtiger, dass man Spieler in den Reihen hat, die man in der Defense verschieben kann.

Quellen: Panthers.com, spotrac.com, espn.com, pantherswire.com, pro-football-reference.com

Bildquellen: Panthers.com, profootballnetwork.com, cdn.profootballrumors.com

Season Review Teil 3: Offense

Nachdem im zweiten Teil des Rückblicks die Defense der Panthers in der letzten Saison ausgiebig analysiert wurde, wird im dritten Teil ein genauerer Blick auf die Offense geworfen. Kann man mit dem neuen Coaching Staff zufrieden sein? Und wo lagen die Schwachstellen der Mannschaft?

Teddy Bridgewater der Mittelpunkt der Offense

In der Offseason entschieden sich die Panthers vom langjährigen Franchise Quarterback Cam Newton abzurücken. Newton feierte große individuelle Erfolge und hatte mit seinen tollen Leistungen wahrscheinlich auch den größten Anteil an den zahlreichen Playoff-Teilnahmen und dem Super Bowl. Doch in den letzten Jahren kämpfte der Leader des Teams immer wieder mit Verletzungen und konnte keine gesamte Saison mehr durchspielen, was dazu führte, dass die Panthers nicht mehr konkurrenzfähig mit Teams waren, die in die Playoffs kommen wollten.

Sein Nachfolger wurde nun Teddy Bridgewater. Bridgewater war 2014 bis 2017 bei den Minnesota Vikings, verletzte sein Knie aber dort so schwer, dass sogar ein Karriereende drohte. Aber er kämpfte sich zurück. Bei den New York Jets und New Orleans Saints wurde er Backup und konnte sich von dort aus ins Rampenlicht spielen. Bei den Carolina Panthers bekam er nun wieder die Chance, als Starter in der NFL zu spielen.

Sein Stil zu spielen war in den Jahren zuvor schon bekannt. Bridgewater scheute in vielen Situationen das Risiko und spielte lieber einen sicheren Pass. Das änderte sich auch kaum in der Saison 2020. Mit einer durchschnittlichen Targettiefe von 7,1 Yards pro Versuch, lag er ligaweit im unteren Drittel. Wenn er schnell im Rhythmus seine Pässe anbringen konnte, war er sehr sicher und machte auch kaum Fehler. Die Receiver mussten dann natürlich mehr durch Yards nach dem Catch für explosive Plays sorgen, doch gerade in den ersten Wochen funktionierte das noch gut (von Woche 1 bis 8 waren die Panthers auf Platz 14 in Passing EPA/Play).

Das Problem dabei war, dass er auch bei wichtigen Third Down Situationen oder in der Red Zone zu oft sehr konservativ agierte. Nach seinem Pass mussten die Passempfänger in zu vielen Situationen noch Yards nach dem Catch machen. Dadurch kam es dann vermehrt zu Field Goals oder Punts.

Bis zur Mitte der Saison war aber die Stimmung rund um den neuen Quarterback noch in Ordnung. Die Fans konnten die Limitierungen zwar schon wahrnehmen, doch war das Niveau des Quarterbackspiels viel besser als die Jahre zuvor bei den Panthers und bei einigen Leuten war sogar noch die Hoffnung, dass sich Bridgewater noch verbessern würde. Im Verlauf der Saison kam es dann aber zum Stimmungswechsel.

Zunächst verletzte sich Bridgewater und fiel gegen die Lions auch aus. Danach verlor er ein bisschen seine Genauigkeit. Machte er in der ersten Saisonhälfte selten grobe Schnitzer, bauten sich nun viel mehr Ungenauigkeiten bei ihm ein. Pässe, bei denen der Receiver mindestens einen Schritt Abstand zum Defender hatte, kamen nicht mehr so sicher wie zuvor an. Das schlug sich nicht nur auf die Stats nieder (Panthers waren von Woche 9 bis 17 nur noch Platz 26 in EPA/Passing Play), sondern auch auf die Stimmung der Fans und die des Owners David Tepper. Es ist vor Beginn der Offseason nun sehr wahrscheinlich, dass Teddy Bridgewater in der nächsten Saison nicht mehr der Franchise Quarterback der Panthers sein wird.

Receiver zeigen sich als beste Positionsgruppe des Teams

Neuverpflichtung Robby Anderson stellte sich gerade zu Beginn als wahrer Volltreffer heraus. In dieser Zeit konnte er besonders bei kurzen Pässen sein Können unter Beweis stellen. Das war soweit überraschend, da er eigentlich als Deep Threat ausgemacht wurde, doch in den ersten Wochen zeigte er immer wieder seine Fähigkeiten bei Pässen bis zu 10 Yards Tiefe.

Mit der Zeit konnte er aber nicht mehr ganz so stark glänzen. Das lag auch zum Teil an seiner veränderten Rolle. Die Pässe auf ihn wurden immer tiefer und so sah er am Ende wieder ähnlich aus, wie zu seinen Zeiten bei den Jets. Trotzdem konnte er am Ende starke 1096 Receiving Yards aufweisen.

Curtis Samuel hatte dagegen einen komplett anderen Trend seiner Leistungskurve. Zu Beginn schien der Coaching Staff noch keine Rolle für ihn gefunden zu haben, doch das änderte sich im Verlauf der Saison. Er bekam immer öfter den Ball und konnte mit seinen Fähigkeiten mit den Ball in der Hand für viele Yards sorgen. Auch im Running Game wurde er dabei eingesetzt. Insgesamt war er gerade zum Ende das wertvollste Target von Teddy Bridgewater. Nicht nur konnte er mit dem Ball in der Hand glänzen, sondern war er auch besonders stark in Contested Situations. Das führte dazu, dass er am Ende ein oft gesuchtes Ziel bei Third Downs war.

Der dritte Receiver des starken Receiving Trios war DJ Moore. Wie Samuel und Anderson konnte er auch mehr als 1000 Yards total erzielen und erreichte dabei sogar 1193 Receiving Yards. Was vorher allerdings nicht so zu erwarten war, dass er primär als Deep Threat eingesetzt werden würde. Er musste viele tiefe Pässe außerhalb der Nummern fangen, bei denen er sogar eng in Deckung war.

Auf ihn zu passen war deshalb ein bisschen schwieriger, was nicht unbedingt zu der Spielweise von Teddy Bridgewater passte. Es gab deswegen zu viele Spiele, wo die Verbindung der beiden nicht wirklich gut war. Fast die Hälfte der 11 Interceptions gingen auf das Konto von Pässen auf Moore. Daran war aber nicht unbedingt der Receiver schuld. Bridgewater war bei dieser Art der Pässe einfach nicht konstant genug und machte zu viele Fehler.

McCaffrey spielt insgesamt nur drei Spiele

Eine große Story des Jahres war Running Back Christian McCaffrey. Vor so vielen Spielen stellte sich immer die Frage, ob er fit genug für das Spiel war, doch sehr oft fiel die Antwort dann negativ aus. Besonders im Passing Game wäre seine Rolle spannend gewesen. In den Jahren zuvor lief er den Großteil seiner Routen aus dem Backfield heraus und dann eigentlich auch nur Option Routes oder geschemte Pässe. Dieses Jahr sah man in der kurzen Zeit schon mehr Varianz. Zwar starteten seine Routen immer noch sehr oft aus dem Backfield, aber trotzdem lief er mehrere Wheel- oder Texas Routes, was in der Art und Weise in der Vergangenheit nicht vorkam.

Trotzdem sah man auch wieder viele gewohnte Dinge. Seine durchschnittliche Targettiefe betrug in den drei Spielen nur ein Yard. Die drei Top-Receiver im Team hatten im Vergleich eine durchschnittliche Targettiefe zwischen 7 und 14 Yards.

Darin könnte auch der Grund liegen, warum die Offense der Panthers den Ausfall McCaffreys so gut kompensieren konnte. In den Jahren zuvor tendierte das Team sehr dazu, den Star-Running Back in bestimmten Situationen zu oft anzuwerfen. So konnte man zwar einige Highlights liefern und auch wichtige First Downs erzielen, aber insgesamt fehlte die Explosivität in der Offense und es brauchte zum Punkten eine Menge Geduld. Wenige Fehler konnten zum Punt bzw. Field Goal führen.

In dieser Saison war Carolina aber dazu gezwungen, mehr die Receiver einzubinden. Es gab weniger Pässe mit dem ersten Read auf den Running Back und so konnte das Team auch mehr Punkte erzielen. Die Aufgabe für die Zukunft besteht nun darin, wie man beide Aspekte kombinieren kann. McCaffrey ist der beste Spieler im Team, doch der Fokus im Passing Game sollte keineswegs bei ihm liegen. Das würde zwar zu weniger Total Yards für ihn führen, doch insgesamt wäre die Offense wohl effizienter.

Andererseits sollte in keinem Falle auf seine Stärken verzichtet werden. McCaffrey ist extrem stark bei Yards nach dem Catch und auch seine Route Running Fähigkeiten sind für einen Running Back extrem gut. Zwar sollte nicht unbedingt der Fokus auf ihm liegen, doch andererseits könnte er immer noch ein wichtiger Bestandteil des Teams bleiben. Besonders bei Third Down oder in der Red Zone sollte McCaffrey nochmal einiges zeigen können und auch im Passing Game für das Team hilfreich sein. Die schwierige Aufgabe des Coaching Staffs besteht darin, dass sie diese Stärken des Ausnahmetalents nutzen müssen ohne ihn zu viel in die Offense einzubinden.

Laufspiel in der Saison kaum existent

Konnte eine Verbesserung im Passing Game beobachtet werden, war im Laufspiel eher das Gegenteil zu beobachten (Platz 21 in EPA/Laufspielzug). Nicht nur fiel Christian McCaffrey verletzungsbedingt aus, sondern auch Reggie Bonnafon stand für die meisten Spiele nicht zur Verfügung. Als Running Back wurde nun hauptsächlich Mike Davis eingesetzt, der ein ganz anderer Typ von Running Back war. Es wurde nicht mehr so stark versucht, Räume für den Running Back zu kreieren und so hatte es Davis immer sehr schwer. Seine erwartbaren Yards pro Laufspielzug zum Zeitpunkt des Handoffs lagen bei 3,8 Yards (zum Vergleich: McCaffreys erwartbaren Yards pro Laufspielzug im Jahr 2019 lagen bei 4,1 Yards).

Davis machte aus der Situation noch relativ viel. Konnte er gerade zu Beginn der Saison viele Yards nach dem Kontakt erzielen, fehlte ihm jedoch abschließend einfach die Explosivität. Das Team hatte mit ihm viel weniger Läufe, die 15 Yards oder länger gingen und so konnte Bridgewater im Passing Game kaum unterstützt werden.

Auch im Passing Game war die Performance von Davis sehr limitiert. Viele Screen Pässe und Checkdowns wurden auf ihn geworfen und so erreichte auch er die Marke von über 1000 Yards total, doch insgesamt konnte er als Receiver nicht wirklich glänzen. Sein Vertrag läuft aus und es ist nicht davon auszugehen, dass dieser verlängert wird.

Joe Bradys Einstand gelingt

Die vielleicht spannendste Personalie im neuen Coaching Staff in der Offseason war Offensive Coordinator Joe Brady. Er galt schon vor der Saison als eines der größten Trainertalente. Im Jahr zuvor war er der Architekt der neuen Offense bei LSU und sorgte zusammen mit Quarterback Joe Burrow im College dafür, dass keine Defense LSU stoppen konnte.

In der NFL blieb sein Hype bestehen. Teddy Bridgewater musste nur bei 12,2% der Pässe in enge Fenster werfen. Das ist der viertbeste Wert der gesamten Liga. Die Panthers spielten dabei gerne mit drei (57%) oder gar vier Receivern (5%) auf dem Feld. Durch mehrere kreuzende Routen wurden in der Coverage dann viele softe Spots genutzt, die es dem Quarterback einfach machten, den Ball anzubringen.

Neben dem Vernachlässigen des Laufspiels war auch das Blocking allerdings eine Schwäche im Play-Calling. Bei LSU blockten teilweise nur fünf Spieler (die OLiner), doch das war nie ein Problem, da der Quarterback den Ball schnell loswurde. In der Saison bei den Panthers war das ein bisschen anders. Das Blocking der OLine war im Vergleich zur Liga im durchschnittlichen Bereich, doch am Ende ließen die Panthers in 47% der klassischen Pass Block Snaps Druck innerhalb von 2,5 Sekunden zu. Das ist in der Liga lediglich Platz 23 (niedriger Wert ist gut).

Eine Challenge wird es für die Zukunft sein, dass der Quarterback trotz solider Blocking Leistung nicht so oft so schnell unter Druck steht (wobei nicht vergessen werden darf, dass der Quarterback selbst für viele Pressures verantwortlich ist). Play-Action Pässe sollten vielleicht mehr eingebaut werden. Bei diesen Pässen ist der Pass Rush in der Regel nicht so gut und der Quarterback kann länger in der Pocket bleiben. Das hatten die Panthers 2020 noch nicht oft genug eingesetzt.

Zu Brady muss aber abschließend unbedingt nochmal unterstrichen werden, dass er wirklich gut als Play-Caller agiert hat. So ist es auch kein Wunder, dass er trotz seines jungen Alters schon viele Vorstellungsgespräche für den Head Coach Job hatte. Da die Wertigkeit des Passing Games in der NFL immer mehr zunimmt, muss leider auch der Fan sich darauf einstellen, dass Joe Brady wohl nicht allzu lange der Offensive Coordinator der Panthers bleiben wird.

Fazit

Die Saison war in der Offense wahrlich eine Achterbahnfahrt. Zu Beginn waren die Panthers zwar nicht unbedingt ein Topteam, aber die Mannschaft hatte so viel Qualität, dass gegen gute Teams das Spiel eng gehalten werden konnte und am Ende nur durch ärgerliche Situationen das Spiel verloren wurde. Gegen Ende beging man dann einfach zu viele Fehler, die dann auch offensiv zu mehreren nicht so schön anzusehenden Spielen führten.

Wie ist diese Saison aber zu werten? Auf der einen Seite stehen die tollen Performances der Receiver und des Offensive Coordinators. Dass die Panthers dort so stark besetzt waren, war vor Jahren nicht unbedingt denkbar, denn die Identität des Teams war es eher mit dem Laufspiel den Lauf durch die Mitte zu pounden. Mit dem neuen Owner David Tepper wurden aber anscheinend auch Leute angeheuert, die für eine modernere Spielphilosophie stehen.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die Quarterback-Situation. Diese wird uns wohl auch die komplette Offseason begleiten und für viel Gesprächsstoff sorgen. In der Saison 2020 waren die Panthers dort einfach nicht gut besetzt. Bridgewater machte zwar das Nötigste, doch er besaß nicht die Qualität, die es braucht, damit ein Team konstant gut in der Offense spielt. Somit konnten die Panthers zwar phasenweise mit ihrer Offense überzeugen, doch über die gesamte Spielzeit waren dann doch die Lücken zu groß.

 

Quelle: nextgenstats.com   rbsdm.com   espn.com   sharpfootballstats.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

Season Review Teil 2: Defense

Die Saison 2020/2021 steht nun in den Geschichtsbüchern. Wir wollen einen kleinen Blick auf die Leistung unserer Defense in der vergangenen Spielzeit werfen. Wie gut konnte sich die junge Defense schlagen, nachdem einige Spieler das Schiff verließen und der Coaching Staff ausgetauscht wurde?

Einige Statistiken zum Anfang: Die Panthers führen die NFL mit den meisten Fumble Recoveries (15) an und sind damit das siebtbeste Team in der Geschichte. Leider gab es auch einige Negativ-Rekorde zu verzeichnen. Zum Beispiel setzte das Team einen neuen negativen Franchise-Rekord mit der schlechtesten Third-Down-Percentage (49,2) und den wenigsten Interceptions (7).

Um sich einen Überblick über die Leistung zu verschaffen, hier ein kleiner Ausschnitt der Statistiken, welcher zeigt, auf welchem Platz wir im Vergleich mit den anderen Teams stehen:

Wie zu sehen ist, befinden wir uns statistisch gesehen im unteren Mittelfeld der Liga. Aber die Saison nur nach Statistiken zu bewerten tut der jungen Mannschaft Unrecht. Man hatte zwar den Großteil der Saison zu kämpfen, jedoch konnte man sich gegen Ende der Spielzeit deutlich stabilisieren. Getreu nach Motto: Aller Anfang ist schwer. Das gilt gerade für eine in allen Teilen unerfahrene Defense. Hinzu kam, dass aufgrund der Covid-Pandemie keine richtige Offseason möglich war. Die Spieler konnten sich nicht einspielen und die Abläufe konnten nicht optimiert werden. Also war jedem klar, dass es ein schwerer Start für die Defense wird.

Phil Snow übernimmt das Ruder in der Defense

Der neue Defense Coordinator Phil Snow hat immer wieder versucht, die Formation auf den Gegner anzupassen. Spielte er meist eine Cover-3-Zonenverteidigung (40%), so stellte er zum Beispiel gegen die Green Bay Packers auf eine 3-3-5 „College“-Formation um. In den ersten drei Drives kassierte man zwar drei Touchdowns, jedoch konnte man nach der Umstellung Aaron Rodgers bei nur 44 Passing-Yards in der zweiten Halbzeit halten.

Snow ist ein Fan von Spielern wie z.B. Brian Burns oder Jeremy Chinn, die in der Defense sehr variabel einsetzbar sind. Sollte er mehr Zeit in der Offeseason haben, um noch mehr Formationen einzustudieren, so werden wir in Zukunft eine noch flexiblere Defense sehen. Das Ziel von Snow ist es, dass die Defense einen guten Rush mit vier Spielern schafft und dann die Coverage mit sieben Spielern abdeckt.

Leistungsträger kristallisierten sich langsam heraus

Als konstante Kraft in der Defense ist eindeutig  Brian Burns zu benennen. Er beendete die Saison mit 9 Sacks, 3 Forced Fumbles und unzähligen Pressures und QB Hits. Er gehört bereits zum erweiterten Kreis der besten Edge-Rusher und könnte im nächsten Jahr den Schritt zu den allerbesten der NFL machen.

Mit den Wochen wurde die Defense sattelfester, sodass den Panthers in Woche 11 dann ihre beste Saison-Leistung bei dem 20:0 Sieg über die Detroit Lions gelang. Über die gesamte Partie ließ man nur 185 Yards zu. In genau diesem Spiel wurde Tahir Whitehead durch den jüngeren und schnelleren Jermaine Carter ersetzt. Seit dieser Beförderung von Carter zum Starter begann die Defense deutlich besser zu spielen.

Auch unser Erstrundenpick Derrick Brown begann konstanter zu spielen. Immer besser kam er durch die gegnerische O-Line und konnte am Ende der Saison 2 Sacks und 8 Tackles for Loss verzeichnen.

Der nächste große Lichtblick der Defense war Jeremy Chinn. Er war auf dem ganzen Feld zu finden, hatte am Ende 117 Tackles und ist besonders durch seine zwei TDs im Spiel gegen die Vikings aufgefallen.

Gut Ding will Weile haben

Man merkte, dass die Defense sich immer weiter steigerte. Haben die Panthers am Anfang der Saison durchschnittlich 133,4 Rushing Yards zugelassen, so waren es in den letzten zehn Spielen nur noch 111,3. In den ersten fünf Spielen ließ die Defense die gleiche Anzahl an Rushing Touchdowns (acht) wie in den letzten zehn Spielen zu. Auch die oben bereits erwähnte, schwache Third-Down-Percentage war in den ersten sieben Spielen noch bei 56,3 %. Diese konnte dann später auf 43,9% gedrückt werden. Diese Zahlen lassen darauf hoffen, dass die Zahnrädchen auch über die Saison hinaus immer besser ineinandergreifen. Zudem muss bei allen Statistiken beachtet werden, dass die Panthers gegen viele High-Scoring-Offenses spielen mussten.

Eine Übersicht welche Defense-Formationen unser Defense-Coordinator gerne spielen lässt, findet ihr auf unserer Webseite unter dem Titel „Phil Snow: Der neue Defense-Coordinator bei den Panthers„. Dort sind die einzelnen Formationen nochmals aufgezählt und ihr findet zu jeder davon eine kleine Erläuterung.


Ausblick auf die Saison 2021 / 2022

Passing-Defense

Auf der Safety-Position gab es mit der Entlassung von Tre Boston eine große Überraschung für viele Fans. Boston spielte eine solide Saison, welche er mit einem Karrierehöchstwert von 95 Tackles abschloss. Hierzu kamen noch ein Sack, eine Interception und zwei Fumble Recoveries. Jedoch passt Boston mit seiner eindimensionalen Spielweise nicht unbedingt in das Anforderungsprofil von Phil Snow.

Weiterhin stellen aktuell die Cornerback – und die Linebacker – Positionen das größte Problem der Passing-Defense dar. Donte Jackson ist ein guter Starter, aber Carolina muss sich unbedingt einen guten zweiten Cornerback zulegen. Zudem sind Rasul Douglas und Corn Elder beide Free Agents. Eine Reihe weiter vorn haben die Panthers mit DE Brian Burns, DE Yetur Gross-Matos und DT Derrick Brown sehr gute Pass Rusher, die sich in den nächsten Jahren prächtig entwickeln sollten. Nächstes könnte es einen deutlichen Anstieg in der Sacks-Statistik geben.

Rushing-Defense

Die Linebacker-Position war dieses Jahr bei den Panthers nicht gut besetzt. Shaq Thompson spielte eine solide Saison, jedoch stand kaum gutes Personal für die Posten neben ihm zur Verfügung. Vor allem der zunächst als Starter verpflichtete Tahir Whitehead enttäuschte auf ganzer Linie. Folglich wurde er durch Jermaine Carter ersetzt, der noch etwas Erfahrung benötigt, aber gute Ansätze zeigte. Die Interior Defensive Line ist mit DT Derrick Brown, DT Kawann Short und NT Zach Kerr ausgestattet. Short wurde bereits von den Panthers entlassen. Hier wird es wichtig sein, einen guten Nachfolger zu finden. Gerüchteweise möchte man ihn für weniger Geld zurückholen. Dies bleibt abzuwarten.


Fazit

Unter Phil Snow sind die Panthers noch immer dabei herauszufinden, was in der NFL funktioniert und was nicht. Die Drei-Safety-Verteidigung aus der letzten Saison war angesichts des jungen Teams und den wenigen Möglichkeiten in der Offseason zu trainieren, in Ordnung und sollte die nächste Saison nochmals besser werden. Wo sich ein Spieler wie Jeremy Chinn aufstellen wird und wie sehr die Panthers an der Cover-3-Zonenverteidigung festhalten (letztes Jahr waren wir das Team mit der höchsten Cover-3-Rate mit 40%), wird davon abhängig sein, wer in der Offseason zu uns stoßen wird. Snow sagte, dass es das Ziel ist, mit vier Spielern zu rushen und mit sieben Spielern zu decken. Macht die Defense-Line den nächsten Schritt, sollte dies in der nächsten Saison gut möglich sein. Sollten die Panthers dann zusätzlich einen starting Linebacker und starting Cornerback finden, so könnte uns die Defense in der neuen Saison richtig Spaß machen.

 

Bilder-Quellen: Catscratchreader.com; cdn.vox-cdn.com; Panthers.com

 

Season Review: Teil 1 – Rookies & Free Agents

Im ersten Teil des Saisonrückblicks werfen wir einen Blick auf die Offseason und was sich dort getan hat. Es war im letzten Jahr wahrscheinlich die turbulenteste Offseason in der Franchise-Geschichte, was sowohl den Coaching Tree als auch die Veränderungen des Roster angeht. Zu Beginn der letzten Offseason stand die Free Agency und da hat sich schon eine Menge getan. Im Folgenden werden die Free Agent-Signings und unsere Rookies genauer unter die Lupe genommen. Anschließend wird eine persönliche Einschätzung in Form von Schulnoten abgegeben.

Free Agency

In der Free Agency wurde der Kader der Panthers stark verändert. Mit vielen alten Spielern wurde nicht verlängert und andere Akteure wurden frühzeitig entlassen. Nicht zu vergessen das Retirement von Luke Kuechly, welches aus heiterem Himmel kam. Natürlich wurden aber auch neue Spieler verpflichtet. Nach ihrem ersten (bei manchen evtl. gleichzeitig dem letzten) Jahr evaluieren wir nun die Neuzugänge und prüfen, wessen Verpflichtung sich gelohnt hat.

QB Teddy Bridgewater, Dreijahresvertrag über 63 Millionen

Teddy sollte die Nachfolge vom Cam Newton antreten, nachdem dieser in der letzten Offseason entlassen wurde. Dies gelang ihm nicht. Selten zeigte er sehr gute Ansätze, zum Beispiel im Spiel gegen Arizona, und man konnte sehen, warum er letztes Jahr in der Abwesenheit von Drew Brees fünf Siege für die Saints holen konnte.

Im Laufe der Saison wurden jedoch auch genau die Aspekte sichtbar, weshalb die Verpflichtung auch Kritik bekam. Wenn das Spiel läuft zeigt Teddy, dass er ein guter Game Manager ist. Er macht wenige Fehler, verteilt gerade mit seinem sehr genauen Kurzpassspiel den Ball gut und hält die Offense am Laufen. Leider läuft eine Offense nicht immer rund und schnell kamen seine Limitierungen, zum Teil sehr deutlich, zum Vorschein.

Auffällig ist, dass fast alles über das Kurzpassspiel läuft. Wenn er Druck bekam, war er sehr anfällig für Fehler. In acht Spielen lagen die Panthers mit lediglich einem Score zurück und hatten den Ball innerhalb der letzten Zwei Minuten. Allesamt haben die Panthers verloren. Diese Statistik sagt viel über Bridgewater und sein Verhalten in Drucksituationen aus.

Es ist nicht davon auszugehen, dass Teddy die langfristige Lösung ist. Viele Gerüchte um Trades machen bereits die Runde und Owner David Tepper hat Bridgewater auch in keinem Interview den Rücken gestärkt. Wenn keine Leistungsexplosion von ihm kommt, werden die Panthers spätestens im nächsten Jahr einen neuen Starting Quarterback haben.

Vor dem Hintergrund, dass er nicht die erhoffte Langzeitlösung ist und relativ viel Geld gezahlt wurde, sehen wir dieser Verpflichtung mit Skepsis entgegen.

Note: 3-

FS Tre Boston, Dreijahresvertrag über 18 Millionen

Nachdem Boston die letzten drei Jahre immer nur unter einem Jahresvertrag bei verschiedenen Teams gespielt hat, bekam er in der letzten Offseason, nach einer guten Leistung im letzten Jahr, einen längeren Vertrag von den Panthers.

Boston ist ein klassischer Single High Safety, also am besten, wenn er die Tiefe  Zone in der Mitte des Feldes spielen kann und zählte dort in den letzten Jahren zu den besten und konstantesten Spielern. Seine Defizite sind vor allem seine Flexibilität, weshalb auch die meisten Teams Abstand von einer Verpflichtung genommen haben, da er fast ausschließlich tief spielt und in Man Coverage und als Box Safety Probleme hat.

Nachdem er in der Saison 2019 noch einer der besten Safetys in der Passverteidigung war, nur 61% der Pässe in seine Richtung kamen an und er drei Interceptions bei zwei zugelassenen Touchdowns sammelte, machte er in dieser Saison einen Schritt zurück. 67% angekommene Pässe bei nur einer Interception und drei zugelassene Touchdowns stehen zu Buche.

Dieser Rückschritt ist aber vor allem darauf zurückzuführen, dass die Panthers in ihrer Defense flexibler agierten und Boston nicht nur tief, sondern auch vermehrt nahe der Line of Scrimmage eingesetzt wurde, was auch in seinen Statistiken deutlich wird. Er sammelte mit 95 Tackles einen Karrierebestwert und wurde 22 Mal als Blitzer eingesetzt (im Vorjahr lediglich zweimal). Auch die durchschnittlich zugelassenen Yards pro angekommenen Pass sanken von 15 Yards auf 9. Man konnte bei ihm merken, dass er sich in seiner neuen Rolle erst einfinden musste, was ihm aber zum Ende der Saison deutlich besser gelang.

Tre ist vor allem für die sehr junge Secondary und junge Defense allgemein ein Leader und mit seiner Erfahrung eine Stütze. Der Vertrag ist für jemanden auf seiner Postionsgruppe gehaltstechnisch im Mittelmaß der Liga anzusiedeln und somit sehr risikofrei.

Wir denken, dass er in der nächsten Saison wieder an seine alten Leistungen anknüpfen wird und zeigt warum er den Vertrag verdient hat.

Note: 2-

DE Stephen Weatherly, Zweijahresvertrag über 12,5 Millionen

Weatherly sollte, nachdem er in den letzten beiden Jahren als DE Nummer 3 bei den Vikings einen ordentlichen Job gemacht hat, die Nachfolge von Mario Addison antreten. Er hatte vor allem in der Laufverteidigung bei den Vikings ein gutes Bild gezeigt und auch für das ein oder andere Big-Play als Pass-Rusher gesorgt. Vor der Saison noch als Starter auserkoren, hatte er schon im Trainigscamp diesen Platz an den Rookie Gross-Matos verloren und rutschte nur aufgrund der Verletzung von diesem wieder in das Starting Line-up.

Bis Woche 9 startete er in jedem Spiel, schaffte es aber nicht auch nur einen Sack zu sammeln. Danach fiel er verletzungsbedingt aus. Insgesamt gelangen ihm lediglich 9 QB Pressures und auch nur ein Tackle for loss. Die Saison war eine große Enttäuschung.

Da die Panthers mehrere junge und vielversprechende DE im Roster haben, die noch unter ihren günstigen Rookieverträgen stehen, ist gut vorstellbar, dass er in der Offseason gecuttet wird. Dies würde lediglich 2 Millionen an Dead Cap verursachen.

Note: 5-

S Juston Burris, Zweijahresvertrag über 8 Millionen

Burris sollte als Safety neben Boston den Job von Eric Reid übernehmen, der zwar in der Laufverteidigung Tackles ohne Ende sammelte, jedoch in der Coverage einer der anfälligsten Safetys der Liga war und somit in der Passverteidigung unbrauchbar.

Ursprünglich war Burris als Cornerback in die NFL gekommen und wurde erst in der letzten Saison auch als Safety eingesetzt, weswegen man also die von Phil Snow gerne gesehene Flexibilität erwarten konnte. Das Fragezeichen bei Burris war jedoch, dass er erst im Laufe der letzten Saison zum Starter wurde, vorher lediglich limitierte Rollen hatte und sogar zweimal gecuttet wurde.

Bei den Panthers wurde er als flexibler Defensiv Back eingesetzt. Im Slot, als tiefer Safety und als Box-Safety erfüllte er seinen Job sehr solide, ohne, bis auf die Endzone-Interception gegen die Falcons, für viele Big Plays zu sorgen. Er verlieh der Secondary Stabilität und spielte eine gute Saison, was für den Preis vollkommen in Ordnung ist und den Erwartungen entsprach.

Note: 2

WR Pharoh Cooper, Einjahresvertrag über 1,2 Millionen

Die Verpflichtung von Cooper sollte endlich Konstanz auf die Returnposition bei den Panthers bringen, nachdem es aufgrund von Fumbleproblemen bei den Panthers ein munteres Wechselspiel auf der Position gab. Zudem sollte er für Tiefe auf der Wide Receiver-Position sorgen.

Cooper wurde von seinen vorherigen Teams haupsächlich als Returner eingesetzt und war dort auch in der Saison 2017 in das All-Pro Team gewählt worden. Auch bei den Panthers füllte er diese Rolle aus und machte dort einen guten Job. Zwar konnte er nicht für viele Big Plays sorgen, jedoch verlor er auch keinen Fumble.

Als Wide Receiver wurde er eher wenig eingesetzt und machte dort auch wenige Plays, was aber auch daran lag, dass die Panthers drei gute Wide Receiver haben und eher selten mit vier Receivern auf dem Platz spielten. Letztendlich war Cooper für den Preis eine solide Verpflichtung.

Note: 2-

 WR Seth Roberts, Einjahresvertrag über 3,75 Millionen

Auch Roberts wurde geholt um die Wide Receiver-Position in der Tiefe zu verstärken und sollte eine große Anspielstation in der Endzone sein, was er mit 15 Touchdowns in seiner Karriere bei nur 183 Reception (ca. jede 12 Reception war ein Touchdown) bereits unter Beweis gestellt hatte.

Er wurde den Ansprüchen nicht gerecht und enttäuschte auf ganzer Linie, sodass er nach gescheiterten Tradeversuchen während der Saison entlassen wurde. Was diese Verpflichtung noch schmerzhafter macht, ist die Tatsache, dass die Panthers ohne diese Verpflichtung einen Compensatory Pick in der sechsten Runde bekommen hätten, der nun wegfällt. Man kann also sagen, die Verpflichtung war ein kompletter Flop.

Note: 6

LB Tahir Whitehead, Einjahresvertrag über 2,5 Millionen

Tahir wurde geholt, um mit seiner Erfahrung von 8 Jahren in der NFL, davon 6 als Starter, das aufgrund des Karriereendes von Luke Kuechly klaffende Loch in der Mitte der Panthers Defense zu schließen. Es war natürlich schon vorher klar, dass er einen Luke Kuechly nicht 1:1 ersetzen kann, jedoch enttäuschte er in allen Belangen. In der Coverage ließ er 83% angekommene Pässe zu, wurde auch immer wieder für Pass Interference-Strafen belangt und auch in der Laufverteidigung, die eigentlich seine Stärke ist, verpasste er regelmäßig Tackles und wurde auf dem falschen Fuß erwischt.

So war es wenig verwunderlich, dass seine Snaps im Laufe der Saison immer weniger wurden und er nach der Mitte der Saison seinen Startplatz verloren hatte. Danach wirkten die Panthers deutlich stabiler und in den letzten Spielen stand er kaum noch auf dem Platz. Auch diese Verpflichtung kann man getrost als Flop abstempeln. Zum Glück war dies kein allzu teures Experiment.

Note: 6

 QB PJ Walker, Zweijahresvertrag über 1,6 Millionen

Wieder die Verpflichtung eines „Rhule-Spielers“, da er auf dem College in Temple unter Rhule gespielt hat. Walker wurde nach sehr guten Leistungen in der XFL verpflichtet, nachdem er vorher in der NFL lediglich auf dem Practice Squad der Colts war und noch keinen Snap in der NFL gesehen hatte. Er sollte mit Will Grier um den Platz als Back-up Quaterback kämpfen und gewann diesen Job.

Nach der Verletzung von Teddy Bridgewater startete er in Woche 11 gegen die Lions zum ersten Mal und führte die Panthers zu einem Shutout-Sieg, bei dem er ansehnliche Leistungen zeigte, aber auch zwei katastrophale Endzone-Interceptions warf. Auch im letzten Spiel der Saison gegen die Saints bekam er noch einmal Spielzeit, war jedoch gegen die starke Defense komplett überfordert und warf drei Interceptions bei lediglich 14 Passversuchen.

Für seine erste NFL Saison zeigte er in Ansätzen, dass er Potential hat, aber nicht NFL bereit ist. Er hat aber das Zeug zu einem guten Back-up und ist sehr kostengünstig.

Note: 3+

OT Russel Okung, Einjahresvertrag über 13 Millionen

Okung kam via Trade von den Chargers, im Gegenzug wurde Trai Turner abgegeben, was für viele Panthers Fans sehr fragwürdig war, da Turner 5 Jahre jünger ist und gerade seinen fünften aufeinanderfolgenden Pro Bowl erreicht hatte. Jedoch ist die Position des Left Tackle in der NFL weitaus wichtiger als die des Guards und die Panthers hatten keinen zuverlässigen Left Tackle mehr seit dem Karriereende von Jordan Gross 2014.

Es bestand somit die Hoffnung, dass Okung nach seiner von Verletzungen geplagten 2019er Saison wieder an die Leistungen anknüpfen könnte, die ihm schon zwei Pro Bowls beschert haben. Leider wurde er auch in dieser Saison immer wieder von Verletzung zurückgeworfen, sodass er lediglich 7 Spiele absolvierte. Wenn er spielte, war er zwar sehr solide und ließ kaum etwas zu, jedoch verpasste er zu viel Zeit um seinem Gehalt gerecht zu werden. Es lässt sich aber noch sagen, dass auch Turner einen Großteil der Saison verletzt fehlte. Man kann also von einem Trade ohne Sieger sprechen. Die Idee war gut, jedoch standen die Vorzeichen wegen der langen Verletzungsmisere denkbar schlecht.

Note: 4

RG John Miller, Einjahresvertrag über 4 Millionen

Da die Panthers in der Free Agency beide Starting Guards der letzten Saison verloren haben, holten sie Miller für einen relativ günstigen Jahresvertrag. Miller kam mit der Erfahrung von bereits 60 NFL Starts bei einem Alter von nur 26 Jahren, weshalb man sich von ihm erhoffte, den getradeten Turner zu ersetzen.

Er spielte in 14 Spielen, die er auch allesamt startete und machte vor allem im Run-Blocking eine gute Figur, ließ aber auch nur 3 Sacks zu und sorgte mit Moton dafür, dass die rechte Seite der Offensive Line der stärkere Teil war. Dass er einen Pro Bowl Guard nicht 1:1 ersetzen konnte war zu erwarten, jedoch war er eine überraschend gute und günstige Verstärkung.

Note: 2-

DT Zach Kerr Zweijahresvertrag über 3 Millionen

Aufgrund der vielen Abgänge in der D-Line wurde Kerr geholt um für Kadertiefe zu sorgen und als Rotationsspieler zu agieren. Nachdem sich jedoch KK Short zu Beginn der Saison verletzte und die Saison für ihn damit beendet war, spielte Kerr eine deutlich größere Rolle als ursprünglich geplant und startete sogar in vier von seinen 13 Saisonspielen.

Diese unerwartete Chance nutze er in allem Maße und lieferte die wahrscheinlich beste Saison seiner Karriere mit 2 Sacks, 12 Quaterback Pressures und keinem verpassten Tackle. Er spielte deutlich besser als erwartet und man kann bei dem niedrigen Preis von einem Free Agency Steal reden.

Note: 1

CB Rasul Douglas, Einjahresvertrag über 0,825 Millionen

Douglas kann man nicht als direkte Free Agency Verpflichtung sehen, da die Panthers ihn erst kurz vor dem ersten Spieltag über den Waiver Wire verpflichtet hatten, nachdem die Eagles ihn kurz zuvor „gewaived“ haben. Er kam somit ohne lange Eingewöhnungszeit bei den Panthers an und überzeugte direkt in seinem ersten Spiel, sodass er zum Starter erklärt wurde.

Mit seiner Größe von 6‘2‘‘ (1,88m) sollte er den Gegenpart des eher kleinen Donte Jackson übernehmen und die großen Wide Receiver der Gegner covern. Gerade die ersten Wochen der Saison spielte er teilweise wie ein Nummer 1 Cornerback und war während der drei Siege am Stück einer der Garanten für die überraschend stabile Defense. Nachdem er aufgrund von einer Corona-Infektion in den Woche 7 und 8 pausieren musste, flachten seine Leistungen etwas ab und er war nicht mehr so stark wie zu Beginn.

Trotzdem spielte er eine sehr stabile Saison und war, vor allem was die geringen Kosten angeht, eine sehr gute Verstärkung für die dünn besetzte Panthers Secondary.

Note: 2

WR Keith Kirkwood, Einjahresvertrag über 0,8 Millionen

Ebenfalls eine Verpflichtung, die für die Kadertiefe gedacht war und zusätzlich noch den Trainerstab kannte, da er eine Saison in Temple unter Rhule spielte und bereits bei den Saints mit Joe Brady zusammenarbeitete. Er sollte eine Redzone-Anspielstation für Teddy Bridgewater sein, mit dem er auch schon bei den Saints gespielt hatte. Seine Saison war von Verletzungen geplagt und er war lediglich in einem Spiel aktiv.

Note: keine

WR Robby Anderson, Zweijahresvertrag über 20 Millionen

Als die Verpflichtung bekannt gegeben wurde, durfte man zu Beginn etwas skeptisch sein, da Anderson in seiner Karriere bei den Jets lediglich als Deep Threat eingesetzt wurde und 10 Millionen im Jahr für einen eindimensionalen Wide Receiver sehr viel Geld ist. Vor allem da Teddy B in seiner Karriere noch nie für seine Armstärke oder tiefen Würfe bekannt war.

Es war also sehr verwunderlich, wieso die Panthers auf einmal viel Geld für einen Wide Receiver in die Hand nahmen, der eigentlich nicht zum Spielstil des Quaterbacks passt, während Cam Newton in seiner Zeit bei den Panthers nie ein vernünftiger Wide Receiver in der Free Agency zur Seite gestellt wurde.

Einer der Punkte bei dieser Verpflichtung war auch wiederum die Vergangenheit von ihm und Matt Rhule, da er unter ihm in Temple spielte und Rhule sich für ihn stark gemacht hat, obwohl er schlechte Noten hatte. Anderson schwärmte außerdem in der letzten Offseason von Rhule als Trainer und sagte bei einem Interview, dass er glaubt, die Panthers würden mit Ruhle in den nächsten Jahren den Super Bowl gewinnen. Dies alles Wochen bevor die Panthers Anderson verpflichteten.

Auch mit Teddy Bridgewater hatte er, wenn auch nur für ein halbes Jahr, bei den Jets zusammengespielt und somit hatte er genügend Verbindungen, dass man auf eine Überraschung hoffen konnte. Diese Überraschung lieferte er in allem Maße und zeigte, dass er bei weitem nicht nur ein Deep Threat ist, sondern auch gute Routen läuft. Er wurde sowohl bei Kurzpässen als auch in mittleren Tiefe eingesetzt, was er zuvor so gut wie nie machte, und lieferte ab:

  • Top 10 in Reception
  • Top 10 in Targets
  • Top 10 in Targets pro Spiel
  • Top 10 in Reception pro Spiel
  • Top 10 in Yards nach dem Catch
  • 1096 Receiving Yards (Platz 15)

In all diesen Kategorien sammelte er seine Karrierebestwerte und zeigte, dass er durchaus ein Nummer 1 Receiver in der NFL sein kann. Vor allem zu Beginn der Saison war er kaum zu verteidigen und war deshalb für einen Großteil der Saison auch in den Top 5 der Receiving Yard Liste. Lediglich zum Ende der Saison hatte er ein paar Spiele, in denen er weniger Yards sammelte, was aber auch teilweise dem Quaterbackspiel geschuldet war.

Anderson war nicht nur die absolute Top-Verpflichtung der Panthers in der letzten Free Agency, sondern wurde auch von Experten als zweitbester Free Agency Neuzugang in der NFL gewertet (nach, wenig verwunderlich, Tom Brady). Es ist also durchaus berechtigt davon zu sprechen, dass die Panthers mit Anderson einen Volltreffer gelandet haben und das einzige Manko ist, dass er nur noch für die nächste Saison unter Vertrag steht und dann deutlich teurer wird.

Note: 1+

Die Gesamtnote der Free Agency ist eine gute 3.

Rookies

Im letztjährigen Draft schrieben die Panthers Geschichte, indem sie mit jedem ihrer sieben Picks einen Spieler der defensiven Seite des Balles pickten. Dies war das erste Mal in der Geschichte der NFL, dass ein Team lediglich Spieler der Defensive auswählte. Hier findet ihr die Bewertung unserer Rookies nach ihrem ersten Jahr in der NFL.

1. Runde, 7 Overall Pick: Derrick Brown

An Stelle 7 einen Defensiv Tackle zu draften bezeichnet man in der heutigen NFL als einen „unsexy“ Pick, da diese Position eher wenig Aufmerksamkeit bekommt und für wenige Highlight Plays steht. Zu Beginn waren Panthers Fans teilweise enttäuscht, dass man nicht LB Isaiah Simmons genommen hat, die Do-it-all Defensivwaffe von Clemson. Jedoch ist die Entscheidung für Brown letztendlich die richtige gewesen, da er der beste Spieler im Draft auf der bei den Panthers am schwächsten besetzten Position war.

Bei Brown war die große Frage, ob er die Dominanz, die ihn im College ausgezeichnet hat, auch in die NFL übertragen kann. Im College wurde er im Grunde dauerhaft gedoppelt oder sogar getriplet und war trotzdem eine ständige Bedrohung, gerade in der Run-Defense. Wird ihm dies auch gelingen wenn er deutlich stärkere Gegenspieler hat, mit seiner Power alleine nicht mehr voran kommt und mehr über die Technik kommen muss?

Nachdem Brown zu Beginn der Saison noch öfters Flaggen für sogenannte „Rookie-Fehler“ kassierte (mehrere Offside- und Unnecessary Roughness-Penalties), steigerte er sich im Laufe der Saison deutlich und nahm nach der Verletzung von KK Short den Platz als No.1 Defensiv Tackle ein. Vor allem seine Dominanz in der Run-Defense zeigte er mit 8 Tackles for loss (drittmeisten aller Rookies) und 34 Gesamttackles (die meisten aller Rookie Defensive Tackles) und hatte großen Anteil daran, dass die Run-Defense sich vom letzten Platz auf den 21. Platz verbesserte.

Einer der Hauptkritikpunkte des Brown-Picks war, dass er im College relativ wenig Big-Plays als Pass-Rusher hatte. Aber auch in dieser Disziplin zeigte er gute Leistungen und war mit 34 Quarterback-Pressures auf Platz zwei aller Rookies, obwohl seine Double Teamrate von ca 65% die sechsthöchste aller NFL Defensive Tackles war. Er hat zwar lediglich 2 Sacks gesammelt, hinzukommen aber noch vier herunter geschlagene Bälle mit denen er das Play ebenfalls zerstört hat. Den Analysten blieb die Saison von Brown auch nicht verborgen und er wurde sowohl von der NFL als auch von PFF im All-Rookie Team aufgestellt.

Mit der Leistung von Brown kann man sehr zufrieden sein und anhand seiner Leistungssteigerung am Ende der Saison ist davon auszugehen, dass er noch lange nicht am Ende seines Könnens ist und in den nächsten Jahren zu dem wird, was die Panthers sich erhofft haben: zu einem der besten Defensive Tackle der Liga und Anker unserer D-Line.

Draftnote: 1-

2. Runde, Pick 38 Overall: Yetur Gross-Matos

Der Gross-Matos Pick kam aus zweierlei Gründen überraschend: zum einen erwarteten viele, dass die Panthers eher einen der verbliebenen Top-Cornerbacks picken würden, zum anderen war es verwunderlich, dass Gross-Matos noch verfügbar war (ich persönlich hatte ihn zu den Seahawks in der ersten Runde gemockt). Der Pick passt jedoch zu der Aussage von Matt Rhule, er wolle die Defense „up Front“ aufbauen, also beginnend mit der D-Line.

Anhand des Collegetapes und der Statistiken von YGM passt er als sehr athletischer Power Rusher und einer der besten DE in der Run-Defense (35 Tackles for loss in seinen beiden Saison als Starter) gut, um als Gegenstück des Speed Rusher Brian Burns zu agieren. Nachdem er in dem vor dieser Saison eher kurzen Trainingscamp gute Leistungen zeigte und sogar als Starter in die Saison gehen sollte, bekam er durch Verletzungen zu Beginn nur limitierte Spielzeit und musste vier Spiele komplett aussetzen. Er startete aufgrund verschiedener kleiner Verletzungen und Krankheiten somit in seiner Rookie Saison lediglich die letzten sieben Spiele und war in insgesamt 12 Spielen aktiv.

Aber auch in dieser limitierten Spielzeit (lediglich 35% der Defensiv Snaps) zeigte er sehr gute Ansätze und warum er für viele Experten nach Chase Young der beste DE im 2020er Draft war und sammelte 2,5 Sacks (einer davon als Strip-Sack), 6 QB-Hits, 12 QB-Pressures und 2 Tackles for loss. Nicht in diesen Statistiken zu sehen ist, dass er am meisten als rechter DE aufgestellt wurde und somit gegen den Left Tackle der Offense spielen musste, welcher bei den meisten Teams der stärkste Offensive Lineman ist. Beachtlich ist, dass er diesen aber trotzdem öfters schlagen konnte, auch wenn der QB dann den Ball schon geworfen hatte.

Auch YGM steht noch nicht am Ende seines Könnens, da man auch bei ihm die Fortschritte während der Saison sehen konnte und er auch in der Offseason erst 23 Jahre alt wird. YGM wird in der nächsten Saison den nächsten Schritt machen und wir können uns darauf freuen, mit ihm und Burns, der sogar noch zwei Monate jünger ist, eines der besten (vielleicht sogar das beste) jungen Pass-Rush Duos der Liga zu haben.

Draftnote: 3+

Runde 2, Pick 64 Overall: Jeremy Chinn

Als beim Draft der Uptrade der Panthers angezeigt wurde, war ich persönlich im ersten Moment verwundert, da ich nicht wusste, welchen Spieler die Panthers als so wichtig klassifizierten, um lediglich fünf Plätze hochzutraden und einen Fünftrundepick dafür zu opfern. Die Pre-Draft Analysen von Chinn waren alle ziemlich ähnlich: ein Safety, der gebaut ist wie ein Linebacker, eine enorme Athletik besitzt und covert wie ein Cornerback; ein Isaiah Simmons „light“.

Die Panthers bekamen somit ihren von Phil Snow geforderten „Positionless Player“ für die Defense, den er je nach Aufstellung der Offense verschieben konnte. Das große Fragezeichen bei Chinn jedoch, weswegen er sich auch von Simmons unterschied und nicht so hoch gehandelt wurde, war, dass er nur auf einem sehr kleinen College gespielt hatte. Dort traf er teilweise auf drittklassige Gegner, denen er aufgrund seiner Physis schon deutlich überlegen war.

Es stellte sich somit die Frage, wie und ob er sein Spiel auch in die NFL übernehmen könnte. Nach dem Ende seiner Rookie Saison wissen die Panthers (und die restliche NFL) nun: Er kann. Seine Statistiken sind unglaublich und er stellte mehrere Franchise und sogar NFL Rekorde auf:

  • erster Panthers Spieler mit mehreren Defensive Rookie of the Month Titeln
  • erster Spieler in der Super Bowl Ära mit zwei Fumble Recovery Touchdowns in einem Spiel
  • Rekord für den kürzesten Abstand zwischen zwei Defensive Touchdwons mit 10 Sekunden

Auch seine versprochene Vielseitigkeit stellte er eindrucksvoll unter Beweis. So sammelte er mit 967 Defensive Snaps die dritt-meisten im Team, davon jeweils über 200 als Linebacker, im Slot oder als Tiefer Safety, sogar Snaps als Outside Cornerback und in der D-Line waren dabei. Er erfüllte die Rolle des in der heutigen NFL immer wichtigeren und gefragten Hybrid-Defender und sammelte dabei 117 Tackles (68 Solo), 2 Tackles for loss, 5 QB-Hits, 2 Forced Fumbles, 2 Fumble Recoverys, 1 Interception und 2 Defensive Touchdowns.

Nach dieser eindrucksvollen Rookie Saison kann man nur sagen, dass den Panthers ein absoluter Steal (vielleicht sogar der Steal) im Draft gelungen ist. Natürlich ist auch bei ihm noch leistungstechnisch Luft nach oben, da seine 15 missed Tackles (11,4 % missed Tackle Rate) schon sehr viel sind und er gerade in der Coverage mit einer Rate von 73% angekommener Pässe und einem Quaterbackrating von 115,7 noch nicht auf dem höchsten Niveau war.

Trotzdem ist Chinn noch jung (auf den Tag genauso alt wie YGM) und seine Entwicklung noch nicht am Ende. Um sein Spiel zu verbessern soll er auch oft mit Luke Kuechly Einzelgespräche führen. Mit dem Pick von Chinn ist ein absoluter Volltreffer gelungen und er ist der beste Pick der Panthers aus dem 2020er Draft.

Draftnote: 1++

Runde 4, Pick 113 Overall: Troy Pride

Pride in der vierten Runde zu bekommen haben viele als guten Pick angesehen, da die Cornerback-Position mit der des Defensive Tackle die größte Baustelle im Kader der Panthers war und Pride auch hätte in der dritten Runde weggehen können. Auch bei ihm war es in der Analyse klar zu erkennen, warum er zu Matt Rhule passt: Neben seiner Footballkarriere war er auch im Leichtathletikteam seines Colleges bei den Sprintern und war der beste sowohl im 60 als auch im 200 Meter Sprint. Passend dazu hatte Rhule noch vor dem Draft gesagt, er möchte die besten Athleten auf dem Feld haben und seine Aussage war auch „You can‘t teach speed“, also die Technik kann er einem schnellen Spieler beibringen, nicht umgekehrt.

Natürlich waren auch bei Pride mehrere Fragezeichen, weshalb er auch nicht früher gepickt wurde. Zum einen ist er mit 5‘11‘‘ (1,80m) eher etwas klein für einen Outside Corner, vor allem in einer Division mit Julio Jones (1,91m), Mike Evans (1,96) und Michael Thomas (1,91m), die alle zu den Top 10 Receivern der Liga zählen. Zum anderen unterliefen ihm auch schon im College Fehler, bei denen er die Receiver aus den Augen verlor.

Aufgrund der dünnen Cornerbacksituation der Panthers wurde er direkt in Woche 1 ins kalte Wasser geworfen als er startete und ordentlich Lehrgeld zahlen musste. Insgesamt spielte er in 14 Spielen mit 8 Starts und sammelte dabei fast genau die Hälfte aller Defensive Snaps. Man muss natürlich sagen, dass er oft auf dem falschen Fuß erwischt wurde und das Nachsehen hatte, was auch durch die 70% angekommener Pässe in seine Richtung und ein QBR von 118,3 bestätigt wird. Jedoch hat er nur 2 Touchdowns zugelassen.

Aber auch bei ihm war zu sehen, dass er sich zum Ende der Saison verbessert hat und bei der Cornerback-Position der Sprung vom College in die NFL in der Defense am schwierigsten ist. Die meisten Cornerbacks haben in ihrem ersten Jahr auf dem Profiniveau Probleme. Man hat gemerkt, dass er genau diese Probleme hatte, sich auf dem NFL-Niveau zurechtzufinden, was man von einem Rookie in der vierten Runde aber erwarten kann. Er hat das Potential, einen Sprung nach vorne in seiner zweiten Saison zu machen.

Draftnote: 4+

Runde 5, Pick 152 Overall: Kenny Robinson

Der Robinson-Pick der Panthers war ein eher fragwürdiger, da die Panthers größere Baustellen auf anderen Positionen hatten und bereits einen Safety mit Jeremy Chinn gepickt hatten. Auch der Spieler war ein Risikopick, da er noch ein sehr roher Spieler ist, den man eher unter die Kategorie „Prospect“ packen kann. Ein Pick in der fünften Runde ist jedoch etwas, bei dem eher selten Starter gepickt werden und auch mal ein Risiko eingegangen werden kann.

Kommen wir nun zu dem Spieler. Was bei ihm direkt ins Auge fällt, sind seine Ball Skills. Mit 7 Interceptions (2 für Touchdowns) in lediglich 25 Collegespielen und 2 Picks in 5 XFL-Spielen kann man ihn als „Ball Hawk“ bezeichnen. Mit 6‘2‘‘ (1,88m) bringt er auch die Maße mit, die die meisten Trainer bei einem Safety haben wollen. Wenn man diese beiden Punkte sieht, kann man verstehen, warum die Panthers ihn gedraftet haben. Zusätzlich ist er nach dem letzten Saisonspiel auch erst 22 Jahre alt geworden.

Aber auch den Trainern sind im Trainingcamp die deutlichen Defizite aufgefallen, die Robnison noch hat und die schon auf seinem College und XFL-Tape aufgefallen sind. Zu oft lässt er sich in Man Coverage ausspielen oder verfehlt die Tackles. Es bestätigte sich somit, dass er bei weitem noch nicht bereit für die NFL ist, weshalb er auch dem Finalen Roster Cut vor der Saison zum Opfer fiel, jedoch im Practice Squad der Panthers unter Vertrag genommen wurde. Gegen Mitte der Saison wurde er dann sogar in den aktiven Kader aufgenommen, sah jedoch lediglich 6 Snaps Spielzeit in der Defense. Diese bekam er auch nur bei sehr hohen Rückständen wenn das Spiel schon gelaufen war und sonst wurde er nur im Special Team eingesetzt.

Nach einer sehr enttäuschenden Rookie Saison kann man nur hoffen, dass er im zweiten Jahr einen deutlichen Schritt nach vorne macht und ein gutes Trainingscamp hinlegt. Sonst wird es schwer für ihn, den Sprung in den Kader zu schaffen. Aufgrund seines Alters und seiner sehr geringen Erfahrung am College kann man sich diesen Schritt zwar vorstellen, jedoch hat er viel Arbeit vor sich.

Draftnote: 5

Runde 6, Pick 184 Overall: Bravvion Roy

In der sechsten Runde kam dann das, was alle erwartet haben: Rhule holt sich einen seiner Spieler aus Baylor. Jedoch hatten die meisten mit James Lynch gerechnet und Roy war kaum jemandem ein Begriff. Der Pick eines weiteren Defensive Tackles war jedoch bitter nötig und Roy kannte bereits die Defense von Phil Snow. Dort zeigte er, dass er vielseitig in der D-Line einsetzbar ist und war somit für die sechste Runde ein durchaus vertretbarer Pick.

Auch er ist eher ein Spieler, der keine Highlight-Plays macht, sondern ein Spieler ist, der die anderen besser aussehen lässt. Er stoppt den Lauf und schließt Gaps damit die anderen das Play machen können. Er wurde gleich zu Beginn der Saison in der D-Line Rotation eingesetzt und zeigte eben diese Qualitäten auch in der NFL, sodass er im Laufe der Saison immer mehr Spielzeit sah und für die letzten neun Spiele sogar Starter war. Am Ende der Saison standen die drittmeisten Snaps aller Defensive Linemen für ihn zu Buche und er hatte auch einen Sack, 5 QB-Hits und 2 Tackles for loss gesammelt.

Roy erfüllte den Job, den man sich in den letzten Saisons von Dontari Poe erhofft hatte und den als letztes vernünftig Star Lotulelei übernommen hatte. Er stopfte die Löcher in der D-Line neben dem Star-Defensive-Tackle Derrick Brown (auch Lotulelei und KK Short wurden damals im selben Draft gepickt). Man kann also sagen, dass auch der Roy-Pick ein Volltreffer war, da selten Spieler aus der sechsten Runde in ihrer Rookie Saison Starter werden und dann auch noch Leistung bringen.

Draftnote: 1-

Runde 7, Pick 221 Overall: Stantley Thomas-Oliver

Um etwas mehr Tiefe auf der Cornerback-Position zu bekommen, holten die Panthers mit ihrem letzten Pick im 2020er Draft also einen siebten Defense Spieler. Da man nicht erwarten kann, in der siebten Runde noch einen Cornerback zu bekommen, der bereit ist in der NFL zu starten, gingen die Panthers mit Thomas-Oliver wieder zu der Philosophie von Matt Rhule zurück. Sie holten einen schnellen, jungen, athletischen und „normal“ großen Cornerback, der aber erst seit zwei Jahren die Position spielt, da er vorher Wide Receiver war. Somit ist er noch unerfahren, hat auch im College nicht auf dem höchsten Level gespielt, besitzt aber die physischen Voraussetzungen, um das NFL-Niveau zu erreichen. Hierfür muss er aber erst noch einiges lernen und wird zu Beginn wenig Spielzeit bekommen.

Trotzdem hat er in 10 Spielen Spielzeit gesehen und aufgrund der Verletzungen der Panthers auch 75 Snaps in der Defense, bei denen man zwar sah, dass er noch am Anfang seiner Entwicklung ist, aber trotzdem gute Ansätze zeigte. Auch bei ihm darf man auf die Entwicklung gespannt sein und auch er kann einen deutlichen Schritt nach vorne machen kann.

Draftnote: 3+

Gesamtnote Draft: 2+

Undrafted Free Agents

Die letzte Kategorie der Neuzugänge ist sogesehen die Mischung aus den Rookies und Free Agents, da sie auch direkt aus dem College kommen, aber nicht im Draft berücksichtigt wurden und somit im Prinzip ihren Verein frei wählen dürfen. Gerade bei diesen Spielern ist es Gold wert, wenn man unter ihnen Starter findet, weil diese extrem günstig sind. Beispiele für Undrafted Free Agents, die zu Startern wurden und teilweise auch großen Erfolg haben/hatten sind: Malcom Butler, Chris Harris Jr., Tony Romo, Kurt Warner, aber auch (ehemalige) Panthers Spieler wie Mario Addison, Andrew Norwell und Robby Anderson. Auch in diesem Jahr gibt es ein paar Spieler, die undrafted gegangen sind, es aber trotzdem in den Kader geschafft haben und auch einige Einsätze für die Panthers bekommen haben.

RB Rodney Smith

Smith wurde direkt nach dem Draft von den Panthers verpflichtet und war während des gesamten Trainingscamps Bestandteil des Kaders. Kurz vor Beginn der Saison wurde er jedoch von den Panthers gewaived und dann erst zu einem späteren Zeitpunkt der Saison zum Practice Squad hinzugefügt. Aufgrund der Verletzungen der anderen Running Backs wurde er vor dem Spiel in Woche 10 dem aktiven Kader hinzugefügt und sah in diesem Spiel direkt Einsatzzeit. Bis zum Ende der Saison wurde er dann in jedem Spiel eingesetzt und war im letzten Saisonspiel, da Mike Davis sich verletzt hatte, sogar Starter. Er machte sowohl als Runner (156 Yards und ein Touchdown) sowie als Receiver (59 Yards) einen ordentlichen Eindruck. Ich denke, dass er in der Offseason um einen Kaderplatz als Running Back Nummer 2 oder 3 kämpfen wird.

P Joseph Charlton

Punter ist eine Position, die in der NFL oft vergessen wird, aber auch nicht zu unterschätzen ist, da ein guter Punter dem Gegner eine schlechte Feldposition beschert und der Weg zur Endzone weiter ist. Charlton wurde in der Offseason verpflichtet, nachdem sich der Starting Punter der Panthers Michael Palardy das Kreuzband gerissen hatte. Er schaffte es, sich im Trainigscamp gegen andere Punter durchzusetzen und den Job als Starter zu sichern.

Diesen Job bestätigte er dann mit guten Leistungen, so war sein average von 46,3 Yards (12. Platz in der NFL) um 0,3 Yards besser als der von Palardy und sein net average von 40,8 Yards (15. Platz in der NFL) um 2,1 Yards besser. Er schaffte es außerdem bei 45 Punts den Ball 21 Mal innerhalb der gegnerischen 20 Yardlinie zu platzieren. Lediglich 3 Punts von ihm flogen bis in die Endzone  und 2 landeten im Aus.

Zusätzlich sammelte er bei einem Fake Punt gegen die Chiefs auf Zylstra noch 28 Passing Yards. Nach dieser guten Rookiesaison wird er sich vermutlich mit Palardy um den Job des Starting-Punter streiten und da er den deutlich günstigeren Vertrag hat, könnte es naheliegen kann, dass er auch in der nächsten Saison als Punter für die Panthers aufs Feld geht.

S Sam Franklin

Auch Franklin wurde kurz nach dem Draft von den Panthers verpflichtet und schaffte es auch, sich im Trainingscamp einen Kaderplatz zu sichern. Zu Beginn der Saison wurde er, bis auf wenige Snaps, ausschließlich im Special Team eingesetzt. Jedoch rückte er aufgrund der zwischenzeitlichen Verletzungen von Burris und auch von Chinn von Woche 7-10 für vier Spiele ins Starting Line-up. In den Spielen machte er seine Sache recht ordentlich und vor allem auf sich aufmerksam, als er in aufeinanderfolgenden Spielzügen erst einen Screen-Pass erahnte und diesen für 5 Yards Raumverlust beendete und direkt danach Patrick Mahomes sackte.

Nachdem auch er sich in Woche 10 verletzte und zwei Spiele ausfiel, spielte er in den letzten Spielen fast ausschließlich noch im Special Team. Er ist kein Spieler, der für die großen Highlights gesorgt hat, jedoch ist dies von einem UDFA eher selten zu erwarten. Insgesamt hat er einen sehr guten Eindruck hinterlassen und ist ein wichtiger Bestandteil für die Kadertiefe und das Special Team.

S/RB Myles Hartsfield

Vermutlich liest sich das jetzt für viele sehr verwirrend: Safety oder Running Back? Spielt Hartsfield etwa Offense und Defense? Die Antwort ist ja. Auch Hartsfield wurde von den Panthers zur gleichen Zeit wie Smith nach dem Draft für die Kadertiefe als Safety verpflichtet, nachdem er vier Jahre im College auf dieser Position gespielt hatte. Während des Trainingscamps jedoch traten die Coaches mit einer anderen Frage an ihn heran. Und zwar, ob er nicht auch bei den Running Backs mittrainieren könne, eine Position die er zuletzt in der Highschool gespielt hatte.

Somit verbrachte er das Trainigscamp damit, während des einen Spielzuges mit dem Ball zu versuchen in die Endzone zu gelangen und im nächsten eben dieses zu verhindern. Wegen der Möglichkeit, ihn für zwei sehr verschiedene Positionen zu verwenden, schaffte er den Sprung in den Kader, spielte jedoch in den ersten sechs Wochen der Saison lediglich im Special Team, bevor er in Woche 7 erstmals in der Offense eingesetzt wurde. Hierbei erreichte er aber nur 2 Rushing Yards bei zwei Versuchen.

Von dort an sah er in jeder Woche Spielzeit, jedoch nur noch in der Defense und meist nur wenige Snaps, bevor er in den letzten drei Spielen für fast 50% der Defensiven Snaps auf dem Feld stand. Hartsfield wird wahrscheinlich auch in der nächsten Saison wieder zum Kader gehören, da er aufgrund der Möglichkeit, ihn in der Offense und der Defense einzusetzen, somit zwei Spieler in einem darstellt.

 

Fazit: Abschließend lässt sich sagen, dass die Panthers vor allem mit ihren Rookies eine sehr gute Auswahl getroffen haben. Natürlich lassen sich im Nachhinein ein paar Entscheidungen kritisieren und es wären an manchen Stellen auch bessere Spieler verfügbar gewesen (z.b Sneed anstelle von Pride und Curl oder Onwenu anstelle von Robinson) aber die Entwicklungen von diesen Spielern sind auch nicht vorherzusehen. Bei den Free Agents haben die Panthers auch ein paar sehr gute Verpflichtungen getätigt, jedoch auch mehrere bei denen man nur den Kopf schütteln kann und froh sein muss, wenn man diese wieder los wird.

 

Quellen: Panthers.com, Spotrac.com, Pantherswire.com, Pff.com
Bilder: Panthers.com, Theathletic.com, theriotreport.com, catcrave.com, charlotteobserver.com

Free Agents 2021 – Wer soll bleiben, wer darf gehen?

Die Regular Season ist vorbei und für die Panthers geht es nach dem erneuten Verpassen der Playoffs nun mit voller Fokussierung in die Offseason. Das neue Ligajahr startet am 17. März mit dem Beginn der Free Agency. Auch bei den Panthers laufen einige Verträge aus und es wird interessant zu sehen sein, welche Spielerverträge verlängert beziehungsweise welche Spieler in die Free Agency entlassen werden.

Werfen wir also zunächst einen Blick auf die Free Agents der Panthers. Welche Rolle haben sie gespielt? Sollen sie nach unserer Einschätzung, und wenn ja, zu welchen Konditionen mit Verträgen ausgestattet werden? Dies alles erfahrt ihr in der folgenden und ausführlichen Analyse zur Free Agency!

Außerdem erfolgt meine persönliche Einschätzung zu den Vertragsdetails, falls wir eine Verlängerung mit einem Spieler für möglich erachten. Bei den Summen und Verträgen die dort genannt sind, handelt es sich selbstverständlich um Spekulationen. Orientiert wurde sich an der momentanen Marktsituation und anderen ligaweiten Vertragskonstellationen.

Restricted Free Agents

Insgesamt verfügen die Panthers über 4 Restricted Free Agents. Namentlich sind diese WR Keith Kirkwood, WR Brandon Zylstra, OT Trent Scott und DE Efe Obada.

WR Keith Kirkwood

Der 26 Jährige hatte eine sehr unglückliche Saison. Er spielte lediglich 35 Snaps in der Offense und 5 in den Special Teams. Zudem gelang ihm lediglich eine Reception für 13 Yards und fiel den Rest der Saison verletzt aus. Aufgrund der Tatsache, dass er ein Restricted Free Agent ist und somit mit ihm zu günstigen Konditionen verlängert werden kann, Matt Rhule ihn noch aus Temple kennt und er momentan der einzige „große“ Wide Receiver (6ft 3in = 1,91m) ist, ist eine Verlängerung durchaus denkbar.
Mein Tipp: 1-Jahresvertrag zum Ligaminimum

 WR Brandon Zylstra

Zylstra hatte die meistens Snaps im Special Team (244 Snaps, was ca. 58% der gesamten Special Teams Snaps ausmacht) und erzielte dort auch seinen ersten NFL Touchdown, welcher im Übrigen auch der einzige Special Team Touchdown der Panthers in dieser Saison war. In der Offense stand er lediglich bei 125 Snaps auf dem Feld und fing 3 Bälle für insgesamt 35 Yards. Häufig wurde er jedoch bei klaren Run-Situationen als Blocking Wide Receiver eingesetzt. Bei ihm könnte es sich ähnlich wie mit Kirkwood verhalten und eine Verlängerung für die Kadertiefe und das Special Team anstehen.
Mein Tipp : 1-Jahresvertrag zum Ligaminimum

 OT Trent Scott   

Aufgrund der großen Verletzungssorgen auf unserer Left Tackle Position spielte er mit 347 Snaps fast ein Drittel aller Offense Snaps der Panthers. Ihm gelang zwar keine überragende Saison, aber war er ein zuverlässiger Backup, der mit 26 Jahren noch relativ jung und günstig zu halten ist.
Mein Tipp: 1-Jahresvertrag zum Ligaminimum

 DE Efe Obada   

Der letzte Restricted Free Agent ist einer der Fan-Lieblinge und der einzige europäische Spieler der Panthers. Efe machte in seinem dritten Jahr bei den Panthers noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorne und zeigte Vielseitigkeit.

Der als Defensive End gelistete Obada spielte unterschiedliche Rollen in der schematisch abwechslungsreichen Defense von Phil Snow: In der Base 4-3 spielte er den klassischen Defensive End, wurde jedoch auch aufgrund seiner physischen Möglichkeiten (6ft 6in 265lbs, entsprechen 1,98m und 120kg) vor allem in offensichtlichen Pass-Situationen Inside eingesetzt. In der oft gespielten 3-3-5 Formation wurde er häufig als einer der drei Linemen aufgestellt.

Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch in seiner Statistik wider, so waren es lediglich Burns, Brown und Roy die von den Lineman mehr Snaps als Obadas 415, was 39 % der gesamten Defensive Snaps entspricht, vorweisen können. Mit einem Karrierehöchstwert von 5,5 Sacks hatte er auch die zweitmeisten Sacks im Team hinter Brian Burns.

Eine Verlängerung mit Obada sollte aufgrund seiner Leistungen und Vielseitigkeit ein No-Brainer sein. Außerdem ist die D-Line, gerade in der Tiefe, nicht allzu stark besetzt. Seine wichtige Rolle im Team könnte mit einem Tender einhergehen.
Mein Tipp: 1-Jahresvertrag mit dem Second-Round Tender

Unrestricted Free Agents

Die Liste der Unrestricted Free Agents ist deutlich länger.
FB Alex ArmahLS J.J. JansenC Tyler Larsen, LB Julian StanfordLB Adarius Taylor, LB Tahir Whitehead, RB Mike DavisWR Pharoh CooperOG Chris ReedTE Chris ManhertzOG John Miller, OG Michael SchofieldCB Rasul DouglasCB Corn ElderOT Russell OkungWR Curtis Samuel und OT Taylor Moton reihen sich in diese Liste ein.

FB Alex Armah

Der Rookievertrag von Armah läuft aus und er ist einer der eher unscheinbaren Spieler auf dem Roster gewesen. Dies liegt natürlich unter anderem daran, dass die Position des Fullbacks in der Offense in den letzten vier Jahren eine untergeordnete Rolle gespielt hat.

Die meisten Snaps hat er mit 203 im Special Team gesammelt (in dieser Saison 203 und damit 48% der gesamten Special Teams Snaps) und wurde eher selten in der Offense eingesetzt, obwohl er fast komplett verletzungsfrei blieb. In keiner seiner Saisons kam er über 10 Rushing Attempts und wurde vor allem als Blocker bei Short-Yardage Situationen oder wenn der Ball nahe der eigenen Endzone war, aufgestellt.

Aufgrund seiner limitierten Rolle sowie der Tatsache, dass Fullbacks auch spät im Draft oder undraftet geholt werden können, ist eine Verlängerung eher unwahrscheinlich.
Mein Tipp: Keine Verlängerung oder 1 Jahr Ligaminimum

C Tyler Larsen

Larsen hat mittlerweile 5 Jahre NFL-Erfahrung und ist seit 2016 bei den Panthers. Er ist ein solider Back-up Center, der auch schon 18 Mal gestartet ist, als Ryan Kalil verletzt war. Aufgrund seiner Erfahrung, die er in die zum größten Teil junge und unerfahrene O-Line bringt, würde eine erneute Verlängerung Sinn ergeben.
Mein Tipp: 2-Jahresvertrag über 2-3 Millionen

LS JJ Jansen

Der Longsnapper ist seit 2009 bei den Panthers und damit der dienstälteste Spieler im Kader. Die Position ist zwar wenig unter Beobachtung, jedoch ist ein guter Longsnapper Grundvoraussetzung eines guten Special Teams.
Mein Tipp: 4-Jahresvertrag über 4 Millionen

LB Julian Stanford

Stanford ist ein klarer Special Team Player, der mit 260 Snaps bei rund 62% der Special Team Snaps auf dem Feld stand. Mit seinen 30-Jahren hat er zwar schon etwas Erfahrung, fiel jedoch nicht großartig auf und kam über die o.g. Rolle nie hinaus. Eine Verlängerung erscheint unwahrscheinlich.

LB Adarius Taylor

Ebenfalls einer der Spieler, der vor allem im Special Team zum Einsatz kam, was seine 198 Snaps (47% aller Special Team Snaps) belegen. Obwohl er auch ungefähr 10% der Defense Snaps bekam, ist wahrscheinlich nicht längerfristig mit ihm geplant, da er bereits 30 Jahre alt ist und keinen großen Impact hatte. Er wird wohl keinen neuen Vertrag bekommen.

LB Tahir Whitehead

Tahir wurde geholt, um das Loch, was Luke Kuechly in der Mitte unserer Defense hinterließ, mit seiner Erfahrung und seinem Leadership zu stopfen. Natürlich wurde nie von ihm verlangt, Kuechly 1:1 zu ersetzen, jedoch enttäuschte er auf ganzer Linie. Mit dem Bewerbungsschreiben von vier aufeinanderfolgenden Saisons und jeweils 100-plus Tackles, begann er die Saison als Middle „Mike“ Linebacker. Im Laufe der Saison wurden seine Snaps jedoch immer weniger und er verlor seinen Platz an Jermaine Carter Jr. Eine Verlängerung sollte ausgeschlossen sein.

RB Mike Davis

Eine der Überraschungen, nachdem ihn vor der Saison viele aufgrund seines 3 Millionen Cap-Hits gerne gecuttet gesehen hätten. Es gelang ihm, CMC nach seiner Verletzung sowohl im Pass- als auch im Running-Game zu ersetzen.

Mit 59 Receptions belegte er den 5. Platz in der NFL unter den Running Backs und brachte es mit 21 gebrochenen Tackles im Running-Game auf den 4. Platz. Insgesamt verbuchte er 1015 Scrimmage Yards, davon 642 Rushing und 373 Receiving, und 8 Gesamttouchdowns, hiervon 6 Rushing und 2 Receiving.

Aufgrund seiner Leistungen wird er vermutlich um die 6 Millionen pro Jahr fordern. Die Panthers werden vermutlich nicht noch einem Running Back einen gut dotierten Vertrag geben.  Also wird mit ihm wohl nicht verlängert werden.

WR Pharoh Cooper

Cooper wurde vor der letzten Saison als hauptsächlicher Return-Specialist verpflichtet und mit einem 1-Jahresvertrag ausgestattet. Im Returngame machte er seine Aufgabe recht ordentlich, es kamen zwar keine sonderlichen Big-Plays zustande, jedoch lieferte er dauerhaft ab und das Wichtigste: er machte keine Fehler! Nachdem unsere Returner in den letzten Jahren regelmäßig die Bälle fallen ließen, unterlief ihm bei 38 Punt-und Kickreturns lediglich ein Fumble, der aber wieder gesichert wurde. Wegen seiner Rolle im Special Team und der geringen Tiefe im WR-Corps könnte mit ihm zu günstigen Konditionen verhandelt werden können.
Mein Tipp: 2-Jahresvertrag über 5 Millionen

OG Chris Reed

Reed war über die meiste Zeit in der Saison der Starting Left Guard. Die linke Seite der Offensive Line war über weite Strecken der Saison die Schwachstelle der Panthers und Reed war nicht unbedingt eine Ausnahme. Reed könnte bereits in der Free Agency oder durch einen Rookie im Draft ersetzt werden. Folglich sollte er nicht mit einem Vertrag für die nächste Saison ausgestattet werden.

TE Chris Manhertz

Manhertz ist, abwechselnd mit Ian Thomas, der Starting Tight End der Panthers gewesen, was im Übrigen nicht unbedingt für die hohe Qualität auf der Position spricht. Dass er in dieser Saison mit 6 Receptions einen Karrierehöchstwert aufgestellt hat, spricht auch nicht für seine Receiver-Qualitäten. Zu seinen Gunsten muss jedoch erwähnt werden, dass er lange nur als Blocking-Tight End (einer der besten der Liga) eingesetzt wurde. Diese Qualität darf man, gerade bei einer schwachen Offensive-Line, nicht unterschätzen. Aufgrund dessen könnte ihm ein neuer Vertrag für die Zukunft winken.
Mein Tipp: 2-Jahresvertrag über 3 Millionen

OG John Miller

Miller trat die Nachfolge des zu den Chargers getradeten, fünffachen Pro Bowlers Trai Turner als Starting Right Guard an. Auch wenn er Turner nicht vollends ersetzen konnte, machte er einen sehr ordentlichen Job. Er ließ lediglich 3 Sacks zu und nur 6 Strafen wurden gegen ihn ausgesprochen, was die siebtwenigsten unter allen Guards darstellt. Da man sicherlich nicht den Fehler, einen Starting Guard ziehen zu lassen, wiederholen möchte, ist eine Vertragsverlängerung zu passenden Konditionen wahrscheinlich.
Mein Tipp: 3-Jahresvertrag über 9 Millionen

OG Michael Schofield

Auch er wurde erst vor der Saison verpflichtet. Schofield arbeitete bereits mit O-Line Coach Pat Meyer, Matt Paradis und Russell Okung zusammen. Diese Erfahrung wollte man sich zu Nutze machen und somit die O-Line stabilisieren. Letzten Endes schaffte Schofield es nicht, sich durchzusetzen und wurde nur aufgrund der ganzen Verletzungen seiner Teamkollegen zum Starter. Eine Vertragsverlängerung scheint unrealistisch.

CB Rasul Douglas

Douglas wurde über den Waiver-Wire von den Panthers nur eine Woche vor dem Start der Regular Season geholt. Obwohl er kaum Eingewöhnungszeit hatte, bekam er direkt im ersten Spiel schon Einsatzzeit. Gerade zu Beginn der Saison war er eine der Überraschungen in der Defense und einer der Gründe, dass die Passing-Defense anfangs zu den Top 10 gehörte. Gegen Ende der Saison, vor allem nach seiner Coronaerkrankung, baute er jedoch ab und war nicht mehr so stark wie noch zu Beginn.

Er ist ein Corner, der am besten in Off-Ball Zone Coverage aufgehoben ist, wo er etwas entfernt vom Receiver aufgestellt ist und den Quraterback lesen kann, idealerweise mit einem tiefen Safety als Absicherung. Da Phil Snow bisher ein sehr zonelastiges Scheme bevorzugt, würde die Verlängerung Sinn ergeben, jedoch waren die Panthers eines der Teams, die am meisten Cover 3 gespielt haben, bei dem die Cornerbacks ein tiefes Drittel spielen müssen. Dies führte Douglas aufgrund seiner nicht übermäßigen Athletik vor Probleme.

Da es dem Cornerbackraum jedoch an Tiefe fehlt, könnte er mit einem Vertrag für die nächste Saison ausgestattet werden.
Mein Tipp: 1-Jahresvertrag über 2 Millionen

CB Corn Elder

In seiner vierten NFL-Saison ist Elder endlich auf dem Profi-Niveau angekommen. Vor dem Draft 2017 wurde er als einer der besten Slot Cornerbacks seines Jahres angesehen und es wurde als Draftsteal betrachtet, dass die Panthers ihn in der fünften Runde holen konnten. In der NFL verpasste er jedoch aufgrund einer Verletzung die erste Saison fast komplett und konnte in der Saison darauf nicht wieder an seine Collegeleistungen anknüpfen.

Erst in dieser Saison zeigte er was in ihm steckt. Dies lag vor allem daran, dass er, anders als in den letzten Jahren wo er teilweise auch Outside spielte, fast ausschließlich auf seiner Paradeposition, im Slot, eingesetzt wurde. Dies lässt sich auch mit Zahlen bestätigen. So hatten die Panthers NFL-weit die zweitmeisten Passing Stops im Slot und die viertbeste Slot Coverage Note in der NFL. Gerade der Slot bekommt in der NFL immer mehr Bedeutung, da die Offenses viel öfter auch ihre Nummer 1 Receiver in den Slot stellen um Missmatches zu kreieren. Defenses reagieren darauf häufig, indem viel öfter mit 5 oder mehr Secondaryspielern agiert wird, anstatt in der Base Defense zu bleiben.

In den letzten Jahren hat auch vornehmlich die Slot-Cornerback Position den Panthers Bauchschmerzen bereitet und so ist es wichtig, dass man da eine gute und vor allem dauerhafte Lösung findet. Aufgrund seiner Leistungen in der letzten Saison ist es sinnvoll, eine Verlängerung mit ihm anzustreben.
Mein Tipp: 3-Jahresvertrag über 10-12 Millionen

OT Russell Okung 

Okung kam in der letzten Offseason via Trade von den LA Chargers, die im Gegenzug Trai Turner von uns erhielten. Der Trade wurde von vielen Fans  mit Kopfschütteln betrachtet, da Turner ein fünffacher Pro Bowler und auch noch fünf Jahre jünger ist.

Jedoch erhoffte man sich von dem zweimaligen Pro Bowler (in den Jahren 2012, 2017), dass er das klaffende Loch auf der Left-Tackle-Position, welches seit dem Karriereende von Jordan Gross besteht, schließen kann. Zu erwähnen ist, dass die Left Tackle-Position weitaus wichtiger als die des Right Guards ist, beziehungsweise bei einem rechtshändigen Quaterback sogar die wichtigste in der Offensive Line darstellt. Okung hatte jedoch in der 2019er Saison 10 Spiele verletzungsbedingt verpasst und konnte in seiner 10-jährigen NFL Karriere erst ein Mal alle 16 Spiele bestreiten. Diese Verletzungsanfälligkeit bestätigte er auch bei den Panthers, wo er lediglich 7 Spiele absolvierte, welche durch Verletzungspausen auch des Öfteren unter- beziehungsweise abgebrochen werden mussten.

Wenn er denn gespielt hat, war er deutlich besser als die anderen Optionen und zeigte in Ansätzen, weshalb er zwei Mal im Pro Bowl stand. Nachdem in der letzten Saison schon Gerüchte die Runde machten, dass Okung seine Karriere beenden wollte, wird sich das in dieser Saison vermutlich wiederholen und es könnte gut sein, dass er aufgrund seiner Verletzungshistorie in Rente geht.

Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist es immer noch relativ unwahrscheinlich, dass mit ihm langfristig verlängert wird. Es ist eher davon auszugehen, dass Okung in die Free Agency ziehen gelassen wird und dann gegebenenfalls, wenn er länger keine Angebote bekommt, ihm ein 1-Year-prove-it-Deal angeboten wird, also ein 1-Jahresvertrag zu relativ geringen Konditionen, um sich für mehr zu beweisen. Es kann natürlich auch sein, dass die Panthers sich auf der Position sowieso verjüngen wollen und er auch dann nicht geholt wird. Er wird höchstwahrscheinlich als Free Agent ziehen gelassen.

WR Curtis Samuel

Oder auch die Allzweckwaffe in unserer Offense, einer von vier Spielern im Kader der Panthers, die über 1000 Scrimmage Yards gesammelt haben. Einer der Spieler, der den Fans diese Saison am meisten Spaß gemacht hat, weil Joe Brady wusste, wo man ihn am besten einsetzt, nämlich überall.

Egal ob als klassischer Running Back (200 Rushing Yards, 4,9 YPC und 2 TD), Receiver aus dem Backfield oder bei Jet Sweeps, wo er entweder den Ball bekam oder als Ablenkung für die Defense fungierte. Aber auch als Receiver, aus dem Slot oder Outside, war er eine Waffe (851 Receiving Yard und 3 Touchdowns), da er ja auf dem Papier nur unser Nummer 3 (!) Receiver war und er es somit oft auch mit dem Nummer 3 Cornerbacks der Gegner zu tun bekam.

Auch sein Route Running hat sich enorm verbessert und machte ihn noch gefährlicher, da die Gegner auch immer seinen Speed (4,31s beim 40 Yard Dash) berücksichtigen mussten. Vor allem bei dem so wichtigen dritten Versuch war er mit 18 First Down-Catches einer der besten Spieler ligaweit und oft Teddys Go-to-Guy. Mit einer Catchrate von 79,4% Catches pro Target war er sogar der beste Wide Receiver in der ganzen Liga!

Hinzu kommt, dass er erst 24 Jahre ist, obwohl er schon vier Jahre NFL hinter sich hat. Diese gute Entwicklung in seinem letzten Jahr führt nun natürlich auch dazu, dass sein Wert deutlich angestiegen ist und er vermutlich 10 bis 12 Millionen Dollar pro Jahr verdienen möchte. Auch hier kann man sich bei unserem ehemaligen GM Marty Hurney bedanken, dass man nicht schon vor der Saison mit ihm verlängert hat. Dort hätte man ihn zu deutlich niedrigeren Konditionen halten können.

Bei den momentanen Preisspekulationen ist es nahezu unvorstellbar, unserem Nummer 3 Receiver einen solchen Vertrag zu geben. Außerdem ist er nicht der wichtigste Free Agent, da wir trotzdem auf der Receiver Position zwei gute Spieler haben und eventuell im Draft einen Ersatz finden können. Wir werden uns also wahrscheinlich von Curtis verabschieden müssen.

OT Taylor Moton

Das Beste kommt zum Schluss heißt es doch immer. Und in diesem Fall stimmt es auch ohne Wenn und Aber. Taylor Moton ist die Konstante in der Offensive Line der Panthers, seitdem er zu Beginn der 2018er Saison den Platz des Rechten Tackles übernommen hat. Dort verdrängte er den 2nd Team All-Pro aus dem Jahr 2017, Daryl Williams.

In der letzten Saison spielte er atemberaubende 1032 Snaps in der Offense und damit volle 100% der Offensive Snaps. Damit ist er erst der dreizehnte Panthers-Spieler, der dies seit dem Jahr 2000 schaffte. Alleine diese Kontinuität ist schon beeindruckend. Hinzu kommt dann noch, dass er lediglich 3 Sacks zuließ und 2 Penalties verursachte, obwohl er gegen mehrere der besten Pass-Rusher der Liga spielte. So hielt er Cam Jordan in den beiden Spielen gegen die Saints ohne Sack und auch Chandler Jones und Joey Bosa hatten gegen ihn das Nachsehen.

Nicht umsonst wird er von den Experten als einer der besten Right Tackles der Liga angesehen und hat mit seinen 26 Jahren auch noch viele Jahre vor sich. Gerade die Top-Tackles spielen bis Mitte 30 oft noch auf höchstem Niveau. Auch bei Moton kann man sich nur ärgern, dass mit ihm nicht schon vor der Saison verlängert wurde, da er auch schon die letzten Saisons auf hohem Niveau agierte und mit seiner Entwicklung nicht am Ende schien. Nach dieser Saison will er vermutlich auch zu Top-Tackle-Konditionen bezahlt werden und da sich der Markt so entwickelt hat, dass die Right Tackles sich gehaltstechnisch fast auf dem Niveau der Left Tackles befinden, wird er auch einen ordentlichen Zahltag bekommen.

Der momentan bestbezahlte Right Tackle ist Lane Johnson von den Eagles mit einem 4-Jahresvertrag über 72 Millionen (18 Millionen pro Jahr). Moton wird nicht viel weniger verlangen. Er ist der Free Agent, mit dem so früh wie möglich verlängert werden muss oder der zur Not erst einmal mit dem Franchise Tag belegt werden sollte, welcher dieses Jahr bei ca 14-15 Millionen liegt. Es wäre sinnvoll, dass GM Scott Fitterer hier die Priorität sieht und mit ihm langfristig verlängert.
Mein Tipp: 5-Jahresvertrag über 80-90 Millionen

Unrestriced Free Agent? Restricted? Wenn ihr nochmal Hilfe zu den Begriffen benötigt, könnt ihr gerne den Beitrag zur Free Agency und dem Franchise Tag in unserer Rubrik „All about Football“ nachlesen.

 

Quellen
panthers.com, profootballfocus.com, overthecap.com, spotrac.com, stats.washington.com, nfl.com

Das Saisonfinale endet mit einer Niederlage: Panthers unterliegen den Saints deutlich

Die Saison der Carolina Panthers ist nun vorbei. Sicherlich gab es in den sechzehn Spielen viele Tiefschläge, doch diese Vorstellung überbot nochmal alles. In der Offense produzierte das Team ganze fünf Turnover und auch die Defense fand insgesamt auch nicht wirklich ins Spiel. Der 33-7 Endstand fällt am Ende vielleicht doch ein bisschen zu hoch aus, denn gerade in der ersten Halbzeit konnte Carolina noch oft über das Feld marschieren. Aber spätestens in der zweiten Halbzeit nahm das Unheil wirklich seinen Lauf und besonders in der Offense gab es ein katastrophales Play nach dem nächsten.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

In diesem Spiel gab es viele Plays, die entweder nah an einem Turnover waren oder dann tatsächlich von der gegnerischen Defense abgefangen wurden. Besonders die Spielweise von Quarterback Teddy Bridgewater war diesmal sehr überraschend. Spielte er zuvor immer sehr vorsichtig und warf lieber immer sichere und kurze Routen an, so war er in diesem Spiel deutlich aggressiver. Seine durchschnittliche Targettiefe lag bei 12 Yards. Lediglich Lions-Quarterback Matt Stafford warf an diesem Spieltag im Schnitt noch weiter.

Diese Art des Spielens stellte sich aber nicht wirklich als Stärke von Bridgewater heraus. Zwar gelangen ihm auch schöne Completions auf Moore und Samuel, aber insgesamt waren auf einmal viel mehr Pässe dabei, bei denen der Receiver keine Chance auf den Catch hatte. Noch schlimmer waren dann die beiden Turnover, die dafür sorgten, dass die Saints ziemlich schnell davonziehen konnten. Als dann PJ Walker hineinkam und für drei weitere Turnover sorgte, war das Spiel schon längst entschieden.


Wer konnte in der Offense überzeugen?

Wide Receiver Curtis Samuel konnte in diesem Spiel für 121 Total Yards sorgen. Besonders in der ersten Halbzeit war er die beliebteste Anspielstation. Die Saints konnten ihn überhaupt nicht stoppen und so machte Samuel insgesamt 5 First Downs.

Durch dieses starke Spiel konnte Samuel auch die 1000 Total Yards in dieser Saison erreichen. Nach Anderson, Moore und Davis ist er bereits der vierte Spieler, der das in dieser Saison erreicht hat. Vier Spieler mit 1000 Yards total in einem Jahr gab es in der Super Bowl Ära erst fünfmal. Das zeigt natürlich auch wie stark die Panthers um den Quarterback herum aufgestellt sind und dass durchaus Talent im Kader vorhanden ist.

Ein weiteres positives Zeichen konnte der neue Quarterback Tommy Stevens setzen. Er wurde mehrfach als Runner eingesetzt und sorgte bei allen vier Runs für Gewinn. Insgesamt konnte er dabei sogar zwei neue First Downs erzielen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Größte Schwachstelle war die Fehleranfälligkeit im Passing Game. Es gab sicherlich gute Plays der Quarterbacks, doch diese wurden immer wieder durch grobe Schnitzer zu Nichte gemacht.

Als PJ Walker in das Spiel kam, war die Partie sicherlich schon entschieden. Für ihn ging es eigentlich nur noch darum, Werbung für sich zu machen. Dies misslang ihm jedoch komplett. Walker konnte sich oft mit einem Scramble befreien, doch seine Präzision war sehr schlecht. Er hatte teilweise Probleme weit offene Receiver konstant anzuwerfen. Waren sie sogar eng gedeckt, gab es sofort die Gefahr einer Interception. Insgesamt wurden seine Pässe dreimal abgefangen, wobei eine Intereption auch ziemlich unglücklich für den Quaterback war, da der Pass von Samuel nochmal nach oben geschlagen wurde.

Die gesamte Passing Performance litt natürlich sehr unter den insgesamt fünf Turnovern der Quarterbacks (43 Dropbacks für 18 Completions, 3 Sacks, 3 Scrambels, 246 Passing Yards, 5 Interceptions und -0,57 Epa/Play). Für Bridgewater wird am Ende sein Platz als Starter in Frage stehen, bei Walker könnte sein Platz als Backup wackeln.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense spielte besser als noch im ersten Spiel gegen die Saints. Fünfmal mussten die Saints auf ihren Punter zurückgreifen und auch darüber hinaus konnte die Defense der Panthers besonders bei Third Down viel besser verteidigen.

Drew Brees hatte einige unpräzise Würfe in seinem Repertoire, die die Saints oft zum Punten zwangen. Schlecht war das Passspiel der Saints zwar nicht, jedoch leisteten die Panthers kaum Gegenwehr mit der eigenen Offense und folglich reichte den Saints eine durchschnittliche Leistung (35 Passversuche für 201 Passing Yards, 3 Touchdowns und 0,18Epa/Play). Für einen SB Contender benötigen sie dringend die Sicherheit in der Offense, die ihnen Brees die Jahre zuvor immer gab.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Edge Rusher Efe Obada sorgte mit seinem Strip Sack für den einzigen Turnover der Panthers Defense. Es könnte sein letztes Spiel für die Panthers gewesen sein, denn sein Vertrag läuft nach der Saison aus. Normalerweise sollte er sich aber keine Sorgen um seine Zukunft machen, da er bei den Panthers sowohl aus der Mitte als auch von außen als Pass Rusher überzeugen konnte und er sich somit zumindest als Rotationsspieler einen Platz in einem Kader erkämpfen kann.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Zum Ende der Saison konnten die Panthers das Laufspiel nicht mehr gut verteidigen. Schon gegen die Packers und Washington hatte das Team Probleme, den Gegner am Boden zu stoppen und das änderte sich auch nicht gegen die Saints (28 Läufe für 154 Yards, 1 Touchdown und 0,14 Epa/Play).

Das Passverteidigung war sicherlich auch nicht herausragend und sonstige Leistungsträger wie Shaq Thompson und Donte Jackson ließen in der Coverage mehr als in anderen Spielen zu. Abgesehen davon war die Passverteidigung insgesamt in Ordnung.

Wie fällt das Fazit aus?

Nach solch einem schlechten Spiel kann man als Fan schon fast froh sein, dass die Saison vorbei ist. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass das Team das letzte Spiel in der Saison absolviert, probierten die Panthers besonders in der Offense etwas Neues aus, was aber nicht funktionierte. Trotz der schlechten Vorstellung sollten aber auch nicht die Leistungen in den Wochen zuvor vergessen werden. In vielen Spielen konnte klar das Potenzial erkannt werden, welches in diesem Team schlummert. Besonders die drei Receiver Robby Anderson, DJ Moore und Curtis Samuel sorgten immer wieder für Highlights. In der Offseason gilt es nun ein Team zu formen, mit dem man dieses Talent auch nutzen kann und wichtige Spiele auch gewinnen kann.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com  nextgenstats.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

 

 

 

Wiedersehen mit Coach Rivera geglückt: Panthers nehmen Sieg aus Washington mit

Unverhofft kommt oft. Einige Fans hatten sich schon mit dem schwachen Record abgefunden und über einen Top 5-Pick im Draft gefreut. Nach dem 20-13 Sieg der Panthers gegen das Washington Football Team hat sich die Situation nun verändert, da Carolina aktuell an Stelle 9 picken würde. Folglich wird es nun schwieriger werden, den bereits von einigen geforderten Quarterback in der ersten Runde zu draften.

Im Spiel gegen das Football Team konnte vor allem die Defense überzeugen. Besonders in der ersten Halbzeit konnten viele Fehler von Washington für Turnover genutzt werden, die das Spiel auch für die Offense erleichterten. Um einen Touchdown zu erzielen brauchte sie oftmals nicht mehr allzu viele Yards.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Im ersten Durchgang konnte die Offense die Fehler von Washington noch sehr gut ausnutzen. Einige gute Aktionen – insbesondere von Curtis Samuel  reichten schlussendlich für eine hohe Führung aus. Nach der Pause funktionierte die Offense dann leider nicht mehr. Teddy Bridgewater verursachte eine Interception und zwei Fumbles und war damit wieder maßgeblich ein Faktor für die schwache Passing Offense (34 Dropbacks für 19 Completions, 4 Sacks, 4 Scrambles, 204 Yards und -0,09 Epa/Play).

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Woche für Woche kann immer mindestens ein Receiver genannt werden, der eine herausragende Leistung abgeliefert hat. Diesmal war es Curtis Samuel. Nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden konnte er für einige Highlights sorgen. Unter anderem gelang ihm ein Lauf über 45 Yards. Er war einer der Wenigen, die auch in der zweiten Halbzeit noch Akzente setzen konnten. Am Ende war Samuel allein für 5 First Downs und 158 Total Yards verantwortlich.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

DJ Moore und Robby Anderson hatten zwar insgesamt 20 Targets, doch leider konnten sie diese nicht für viel Raumgewinn nutzen. Anderson sorgte zwar für einen Touchdown, doch ansonsten war er in dieser Offense kaum ein Faktor.

Moore hatte zwar auch gute Momente, in denen er schwierige Catches machen musste, aber seine Performance wurde durch einige etwas ungenauere Würfe von Bridgewater geschmälert. Der Quarterback hatte bezüglich seiner Präzision keinesfalls ein katastrophales Spiel, da er unter anderem einige starke Würfe in enge Fenster und ein absolutes Highlight Play auf Curtis Samuel zeigen konnte. Aber seine Connection mit DJ Moore war in diesem Spiel nicht wirklich gegeben.

Dass Teddy auch noch für zwei Turnover verantwortlich war, unterstrich zudem auch wieder eindrücklich, dass er gegen eine starke Defense immer wieder Schwächen offenbart.

Ein weiteres Manko in dieser Offense war das Running Game. Zwar konnte Samuel mit seinem tollen Big Play den Weg für den Touchdown ebnen, doch ansonsten war der Raumgewinn insgesamt zu wenig. Folglich konnte das Laufspiel einen strauchelnden Quarterback nicht wirklich unterstützen (30 Runs für 113 Yards, 1 Touchdown und -0,27Epa/Play).

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense hatte einen großen Anteil an der siegreichen Vorstellung. Besonders gegen Dwayne Haskins konnte das Team mit vier Turnovern punkten (2 Interceptions und 2 Fumbles).

Gegen Ende wechselte Washington den Quarterback und somit stand der ehemalige Carolina Panther Taylor Heinicke auf dem Feld. Von dort an wurde die Offense auch gleich stärker, was jedoch in der Kürze der Zeit nichts mehr am Ausgang des Spiels änderte. Heinicke sorgte zwar noch für einen Touchdown, aber da der anschließende Onside Kick missglückte, musste Carolina nur noch zum Sieg abknien.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Shaq Thompson hatte in diesem Spiel wieder viele Stops. Zwar funktionierte zunächst noch das Running Game des Football Teams, doch nach den ersten Drives sorgte Thompson immer wieder für eine gute Verteidigung in der Mitte des Feldes. Somit wurde Dwayne Haskins immer wieder gezwungen, schwierige Bälle nach außen zu werfen, was des Öfteren nicht funktionierte.

Auch die Cornerbacks sahen lange Zeit sehr gut aus. Besonders Donte Jackson und Rasul Douglas konnten den Ausfall von Washingtons Wide Receiver Terry McLaurin gut ausnutzen und sich mit mehreren Pass Breakups ins Rampenlicht spielen. Oft kamen diese Aktionen sogar beim Late Down, sodass anschließend ein Turnover on Downs entstand oder Washington punten musste.

Neben der Defense war auch das Special Team sehr stark. Zwar verschoss Kicker Joey Slye einen PAT, doch direkt zuvor sorgte das Punt Team für einen Touchdown. Brandon Zylstra konnte einen Muffed Punt in der Endzone sichern und somit Carolina mit 6-0 in Führung bringen.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Leider hatte Rookie Jeremy Chinn kein gutes Spiel. Im Laufspiel lief er zu oft im falschen Winkel zum Ballträger und konnte folglich den Spieler nicht früh genug zu Boden bringen. Auch im Passspiel ließ er einige Yards zu, unter anderem auch den einzigen Touchdown Washingtons. In diesem Play ließ er nicht nur den Touchdown zu, sondern bekam noch eine Pass-Interference gegen sich ausgesprochen.

Dieses Spiel war mit Blick auf den Defense Rookie of the Year Award sehr wichtig. Mit Chase Young und Jeremy Chinn trafen die beiden Favoriten mit ihren Teams aufeinander. Während Chase Young zwei Turnover forcierte und oftmals den Quarterback unter Druck brachte, erwischte Chinn kein gutes Spiel. Mit diesem Spiel sollte nun leider der Washington Defender seinen Vorsprung gefestigt haben und am Ende den Award wohl auch gewinnen.

Wie fällt das Fazit aus?

In der NFL wird nicht für die Draft-Position gespielt. Wie man es auch bei den Jets und Bengals sehen kann, fangen schwächere Teams auf einmal spät in der Saison an zu gewinnen. Der Blick eines Coaches und besonders eines Spielers ist immer kurzfristig. Das nächste Spiel ist das wichtigste und darüber hinaus werden sich nicht so viele Gedanken gemacht. Coach Matt Rhule betonte einst, dass er keine Spieler im Kader haben möchte, die sich mit einer Niederlage anfreunden können. Wenn dann ein schwacher Gegner wie das Washington Football Team kommt, dann wird dieser auch natürlich besiegt, denn genügend Qualität ist im Kader der Panthers.

Ob das langfristig für die Franchise eine gute Strategie ist, ist gerade in der Community ziemlich umstritten. Im kommenden Draft hat Carolina nach langer Zeit die Chance, einen Franchise Quarterback zu finden. Je weiter das Team nach hinten rutscht, desto wahrscheinlicher ist aber auch das Szenario, dass die Verantwortlichen sich darauf einigen, einen Quarterback erst in den nächsten Jahren zu holen.

Andererseits haben wir auch schon häufiger gesehen, dass gute Quarterbacks nicht der erste Pick im Draft waren. Zwar ist die Trefferquote in der ersten Runde viel höher als in einer späteren, doch innerhalb der ersten Runde ist es oft genug vorgekommen, dass ein Team den besten Quarterback gezogen hatte, obwohl vorher schon Quarterbacks vom Board gingen.

Mit dem Sieg sollten die Diskussionen um das absichtliche Verlieren aber nun ein Ende finden. Eine Niederlage oder ein Sieg gegen die Saints im letzten Spiel wird nicht zu einer großen Veränderung bei der Draft-Position führen und somit kann als Fan auch wieder ohne Bedenken für die Panthers gejubelt werden.

 

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com

 

 

 

 

 

Game Preview: Carolina Panthers vs. Washington Football Team – Week 16

Hallo und herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 16!

Wie zu erwarten, war gegen die Packers nichts zu holen. Dennoch konnten die Panthers das Spiel überraschend eng halten. Nun steht am Sonntag das Duell gegen das Washington Football Team an.

Kann sich die Offense gegen die starke Defense aus Washington behaupten? Oder kann Washington die Playoff-Hoffnungen durch einen Sieg weiterhin offen halten? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Im Anschluss der Game Preview findet ihr ein Interview mit Ralf vom Podcast „Mics in Motion“.

Vorstellung des Washington Football Teams

Das Washington Football Team wurde 1932 als Boston Braves gegründet. Nur ein Jahr später wurde die Franchise auf Boston Redskins umbenannt, ehe sie 1937 nach Washington umgesiedelt wurde. 2020 wurde das Team im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung in das Washington Football Team umbenannt.

Bereits drei Superbowl-Siege kann die Franchise verzeichnen (1982, 1987, 1991).

Headcoach des Teams ist derzeit Ron Rivera.

In insgesamt 15 Spielen gegen Carolina konnte Washington 9 Spiele für sich entscheiden, währen die Panthers dagegen 6x als Sieger vom Platz gingen.

Das letzte Spiel fand am 12.01.2019 statt und ging mit 29-21 an das Team aus der Hauptstadt.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?


Carolina Panthers

Im letzten Spiel zeigte sich der Pass Rush deutlich verbessert. So konnte man Aaron Rodgers insgesamt fünf Mal sacken. Zudem hielt die Secondary überraschend gut mit und man hielt die Packers bei nur 143 Yards durch die Luft.

Im Gegensatz zu den letzten Wochen zeigte die Laufverteidigung eine schwache Leistung. Gegen Green Bay fand man überhaupt kein Mittel um den Lauf zu stoppen und ließ so 195 Rushing Yards und zwei Rushing-TDs zu. In der Offense war man oft zu harmlos. Nur einen Touchdown konnten die Panthers im gesamten Spiel erzielen.

Washington Football Team

Die Stärke liegt ganz klar bei der Defense. Die gegnerischen Teams hält das Football Team bei nur 312,6 Yards im Schnitt. Das ist der viertbeste Wert in der NFL. Besonders hervorzuheben ist die Pass-Defense – hier stellt man den drittbesten Wert bei den zugelassenen Yards durch die Luft (200,2). Zudem hält man die gegnerische Offense bei nur 21,1 Punkten im Schnitt. Das bedeutet Platz 5 in der NFL.

Die Offense von Washington ist als Schwäche des Teams anzusehen. Bei den Yards pro Spiel liegt man nur auf Patz 29 in der NFL (317,3 Yards). Auch bei den Passing-Yards pro Spiel steht man mit 217,3 Yards im unteren Drittel. Daraus resultierend, erzielen sie auch nur 21,6 Punkte pro Spiel – bedeutet Platz 26.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?


Carolina Panthers

Offense:

Da das Washington Football Team stark gegen den Pass verteidigt, wird es wichtig sein, dass DJ Moore seine gute Form weiterhin bestätigen kann und die wenigen Chancen, die er in diesem Spiel erhalten wird, nutzt. Moore konnte im letzten Spiel 6 Receptions für 131 Yards verzeichnen. In dieser Saison steht er bei 1.055 Yards56 Receptions und 4 TDs. In den letzten drei Spielen konnte er 319 Yards erzielen. Auch gegen Washington sollte es einige Möglichkeiten für Bridgewater geben, DJ Moore in Szene zu setzen

Defense:

Bei Washington ist derzeit noch unklar, wer auf der QB-Position startet. Nach der Verletzung von Alex Smith war Dwayne Haskins im letzten Spiel der Starter. Aufgrund von disziplinarischen Maßnahmen könnte er jedoch das Spiel vermissen. Es könnte sogar sein, dass Heinicke für Washington startet. Für die Panthers ist es deshalb wichtig, den Quarterback unter Druck zu setzen und so sein Spiel zu zerstören. In Abwesenheit von Brian Burns ist Efe Obada der Spieler mit den zweitmeisten Sacks – insgesamt bisher 4,5 Sacks und 5 Tackles for Loss. Zudem konnte er bereits zwei Fumbles returnen und hätte sogar beinahe einen Touchdown erzielt.

Am Sonntag könnte er sein Sack-Konto nochmals auffüllen.


Washington Football Team

Offense:

Die größte Waffe in der Offense ist ganz klar Terry McLaurin. Er konnte in dieser Saison 80 Receptions für 1.078 Yards und 3 TDs erzielen. Er ist der ganz klare Nummer 1 Receiver des Teams und immer für ein Big-Play gut. Gerade gegen unsere schwache Secondary kann er der Schlüssel für Washington sein.

Defense:

In der starken Defense von Washington sticht regelmäßig Rookie Chase Young heraus. Young überzeugt immer wieder mit Big-Plays und wichtigen Tackles. Zudem konnte er in dieser Saison 5,5 Sacks, 3 Forced Fumbles und 1 Recovered Fumble in seiner Statistik verzeichnen.

Es wird eine unglaublich schwierige Aufgabe für unsere O-Line sein, gegen die starke D-Line und insbesondere Chase Young standzuhalten.

Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Beide Teams sind eigentlich auf Augenhöhe. Die Panthers haben die bessere Offense – Washington hat die bessere Defense. Es wird abzuwarten zu sein, wer nachher bei Washington als Quarterback auftritt. Nichtsdestotrotz muss sich unsere Offense bei diesem Spiel beweisen. Teddy Bridgewater muss zeigen, dass er auch unter Druck die richtigen Entscheidungen treffen kann. Ich glaube aber, dass wir große Probleme in der Offense bekommen werden. Es wird ein extrem enges Spiel, in dem am Ende das Washington Football Team die Nase knapp vorne hat.

Tipp: Ein – 17:13 für das Washington Football Team.

Wieder einmal stellt sich Ralf vom Podcast „Mics in Motion“ für unser kleines Interview zur Verfügung. Bei „Mics in Motion“ handelt es sich um einen Stammtisch, der sich insbesondere mit den individuellen Defense-Spielern der NFL befasst. Regelmäßige Berichte findet ihr auf www.micsinmotion.de .

Eine ausführliche Vorstellung der Jungs könnt ihr außerdem in unserer Game Preview aus Woche 9 gegen Kansas City anschauen.

Hallo Ralf! Vielen Dank, dass du da bist!

1. Die Stärken von Washington liegen klar in der Defense. Wie groß ist daran der Anteil von Coach Rivera, der bekanntlich seine Wurzeln in der Defense hat? Oder setzte er sich bereits ins gemachte Nest, da einige gute Personalien bereits vorhanden waren?

Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass die Defense von Washington bereits mit Talent gespickt war. Mit Jonathan Allen, DaRon Payne, Montez Sweat und Rookie Chase Young spielen 4 First Round Picks in der Defensive Line. Dazu gesellen sich in dieser Saison außerdem Rückkehrer Kendall Fuller als Cornerback und Landon Collins, dessen Saison bereits durch eine Verletzung beendet ist.

Trotz des enormen Talents, war die Defense aus Washington in den letzten Jahren in den unteren Bereichen anzutreffen. 2019 ließ Washington bei 42% aller Offense Drives einen Score zu. In anderen Bereichen wie Hurries und Quarterback Pressures war die starke Washington Front Seven schon letztes Jahr sichtbar.

Durch Ron Rivera und Jack Del Rio als Defense Coordinator hat sich insbesondere die Identität der Defense verändert. In der Saison 2019/2020 begann die Washington stark in den ersten beiden Quartern und wurde dann von der Offense gelesen und Schwachstellen ausgenutzt. Die Rivera / Del Rio Defense ist das genaue Gegenteil. Washington startet aus einer sehr konservativen Defense, was häufig zu Punkten in den ersten beiden Quartern führt. Die Defense adaptiert dann entsprechend dem Gegner und ermöglicht wenig Punkte in den letzten beiden Quartern.

Zur besseren Übersicht die Points per Quarter:

1st quarter – 30th (6.7 ppq allowed)

2nd quarter – 25th (9.0 ppq allowed)

3rd quarter – 3rd (2.0 ppq allowed)

4th quarter – 5th (5.0 ppq allowed)

Dieses Phänomen ließ sich gegen die Seattle Seahawks letzte Woche sehr gut beobachten. Nach der Halbzeit hatte Seattle Probleme eine 20-3 Führung gegen Washington über die Runden zu bringen, da aufgrund der Adaption der Defense kaum noch Punkte möglich waren. Hatte Ron Rivera einen guten Nährboden? Ohne Zweifel, aber die Identität dieser Defense entstammt aus dem Rivera / Jack Del Rio Duo.

2. Wer ist Washingtons Schlüsselspieler in der Defense?

Dass die Schlüsselspieler aus der Washington Defense demnach aus der Front Four kommen, dürfte keinen verwundern. Montez Sweat und Chase Young bilden dieses Jahr ein kongeniales Edge Defender Duo. Insbesondere Chase Young verdelt seine Rookie Saison Woche für Woche durch neue Big Plays und zeigt, warum er als bester Spieler im Draft 2021 galt. 5,5 Sacks und 3 Forced Fumble, dazu auch einen Touchdown können sich sehen lassen. Mit seinem Partner Montez Sweat der auch 7 Sacks sein Eigen nennen darf, sind die beiden der Hauptgrund warum Washington die NFC East anführt.

3. Was wird von der Panthers Offense gefragt sein, um endlich wieder in Tritt zu kommen? (Welche Schwäche muss man nutzen?)

Im Matchup gegen die Panthers ist die Kreativität der Panthers Offense mehr denn je gefragt. Nach anfänglichem Hype zeigt sich, dass Teddy Bridgewater zwar Plays aus einer cleanen Pocket ausführen kann, aber zu selten eigene kreiert. Mit Tyler Moton als einzige Säule in der Offensive Line wird eine cleane Pocket gegen Washington sicher nicht die Normalität. Am einfachsten wäre es für die Panthers, Washington im Laufspiel anzugreifen und mit einem fitten Christian McCaffrey die Offense variabler zu machen. Ob die Panthers aber in Woche 16 der Regular Saison ihren Franchise Player nochmal auf das Feld schicken, bleibt zu bezweifeln.

Dass die Offense auch ohne McCaffrey flexibel sein kann, hat sie bereits durch kreative Ansätze bei Curtis Samuel gezeigt. Washington verfügt zwar über einen starken Pass Rush, die Secondary ist aber dennoch eine Schwäche. Die Panthers müssen also um den Pass Rush rumspielen z.B. mit Jet Sweeps, Outside Runs oder Quick Releases von Teddy Bridgewater. Ein guter Gameplan für Teddy Bridgewater gegen diesen Druck kann und muss der Schlüssel sein.

4. Wer ist Washingtons Schlüsselspieler in der Offense?

Der Schlüsselspieler der Washington Offense muss der Quarterback sein. Nicht etwa weil Washingtons Quarterbacks dieses Jahr herausragende Leistungen bringen, sondern weil keine Position in Washington für so viel Chaos sorgt.

Mit Ex-Panthers Quarterback Kyle Allen und Alex Smith auf der Verletztenliste wird Dwayne Haskins wohl erneut der Starter mangels Alternativen sein. Wie gut Haskins, trotz all der Diskussionen um ihn, noch performen kann wird Offensiv die große Frage sein. Vielleicht wird dahingehend auch das Spiel von Terry McLaurin belebt, denn Haskins und McLaurin spielen schon seit dem College zusammen und auch McLaurin erlebt bis hierhin eine Saison zum Vergessen.

Einziger Lichtblick dieser Washington Offense ist Tight End Logan Thomas, der auch in Seattle schon Go To Target von Haskins war. Die Panthers Defense sollte besonders auf Ihn ein besonderes Augenmerk werfen.

5. Welche Eigenschaft der jungen Panthers-Defense wird dem Football Team das Leben schwer machen?

Wenn die Panthers Front Ihre Leistung aus dem Green Bay-Spiel konservieren und erneut abrufen, wird das Washington vor besondere Probleme stellen. Die Offensive Line von Washington ist nicht die stärkste und Dwayne Haskins hält den Ball sehr lange.

Hier wird es am ehesten auf Rookie Derrick Brown und Brian Burns ankommen, die beide gegen die Packers schon gut aufgelegt waren. Der Druck auf Haskins oder den spielenden Washington Quarterback muss gegeben sein, um so Big Plays in der Defense forcieren zu können. Wenn die Panthers Line den Schwung aus dem Green Bay-Spiel mitnehmen kann, wird das ein schweres Spiel für Washington.

Ein besonderes Highlight könnte hier auch Rookie Jeremy Chinn werden. Carolinas Schweizer Taschenmesser kann frei über das Feld geschoben werden und der Offense falsche Looks geben. Zusätzlich haben die Panthers auch Chinn an der Defensive Line eingesetzt und sollten dies auch gegen Washington tun um zusätzlichen Druck aufzubauen. Flexibilität und Vielseitigkeit sollten einem unerfahrenen Quarterback mit Schwächen das Leben entscheidend erschweren können.

6. Der „Defensive Rookie of The Year“ – Award wird höchstwahrscheinlich auf Jeremy Chinn oder Chase Young hinauslaufen. Wer hat in deinen Augen die Nase vorne?

Mit Chase Young und Jeremy Chinn auf dem Feld, ist es auch das Duell der beiden heißesten Kandidaten um den Defensive Rookie of the Year Titel.

Während Chase Young bereits im Draft als Top Spieler galt, machte Chinn beim Combine auf sich aufmerksam und wurde trotzdem noch von Arizonas Isaiah Simmons überschattet. Acht Monate später dürften sicher die wenigsten Panthers Fans noch traurig sein, dass man in der ersten Runde Derrick Brown über Isaiah Simmons genommen hat.

Für mich ist Jeremy Chinn der Rookie of the Year. Die Panthers setzten Chinn auf Slot Corner, Outside Corner, Linebacker, Free Safety und auch an der Defensive Line ein. Kurz gesagt, Chinn war überall. Die einzige Downside, die Chinn dieses Jahr gezeigt hat, sind seine Missed Tackles und dass er in Coverage viele Receptions erlaubt.

Chase Young spielt bei allem Hype, der um seine Person generiert wurde, eher eine verhaltene Rookie Saison. Sie liest sich gut mit 5,5 Sacks, 3 Forced Fumbles und einem Touchdown. Für jemanden, der aber als “Generation Player” betitelt wurde, spielt er eine schwächere Saison als der DROY des Vorjahres Nick Bosa. Kurz gesagt, Chase Young spielt gut aber eben nicht so gut wie es mit der Washington Line und dem Draft Hype vorausgesagt wurde.

Die Vielseitigkeit, mit der Jeremy Chinn in seiner ersten Saison auf den unterschiedlichsten Positionen gute Leistungen abliefert, ist für mich nicht hoch genug zu bewerten und daher hat er die Nase vorn.

Wahrscheinlich wird der Award aber dennoch nach Washington gehen, da Chase Young als First Round Pick eben mehr Strahlkraft besitzt. Ein bisschen vergleichbar mit dem Rookie of the Year, der in der Regel von Quarterbacks gestellt wird. Ein bisschen hoffe ich aber auf einen Upset durch Jeremy Chinn oder die anderen Rookie Safeties Julian Blackmon (Indianapolis Colts) und Antoine Winfield (Tampa Bay Buccaneers).

7. Wie geht das Spiel aus?

Der Ausgang des Spiels ist schwer zu bewerten. Aber insbesondere aufgrund des Quarterback-Chaos’ in Washington denke ich, dass die Panthers das Spiel mit 24-17 gewinnen werden.

 

Quelle: NFL.com
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Panthers verschlafen erste Halbzeit: Knappe Niederlage gegen Green Bay

Am Ende wurde es nochmal knapp. Die Green Bay Packers gewinnen mit 24-16 gegen die Carolina Panthers. Gerade in der ersten Halbzeit sah es für das Team um Quarterback Aaron Rodgers noch so aus, als sei der Sieg in trockenen Tüchern. Doch im zweiten Abschnitt wachten die Panthers auf und waren am Ende gar nicht so weit vom eigenen Sieg entfernt.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Die Offense wirkte lange Zeit sehr gelähmt. Quarterback Teddy Bridgewater spielte mit seinen kurzen Pässen wieder sehr konservativ und kassierte erneut viele Sacks. Am Ende der Partie sollten es wieder drei Stück an der Zahl sein. Gerade in der ersten Halbzeit machten aber auch andere Spieler um ihn herum Fehler. Unter anderem mit einigen fallen gelassenen Bällen, was zur Folge hatte, dass Punter Joseph Charlton das ein oder andere Mal auf das Spielfeld musste.

Als die Offense dann doch mal ins Rollen kam, machte Bridgewater einen schlimmen Fehler an der Goalline. Mit einem QB Jump versuchte er den Ball über die Linie der Endzone zu halten. Die Defense hatte den Braten jedoch schnell gerochen und schlug Bridgewater den Ball aus der Hand. Der Fumble kostete den Panthers die Chance das Spiel zu diesem Zeitpunkt eng zu gestalten und so zogen die Packers zur Halbzeit mit 18 Punkten Vorsprung davon.

In der zweiten Halbzeit agierte das Team in der Offense sicherer und machte nicht mehr so viele Fehler. Robby Anderson wurde nun auch eingesetzt und hatte am Ende sogar 7 Targets. Er knackte das erste Mal in seiner Karriere die 1000 Yard Marke. Letztendlich konnten die Panthers den Vorsprung der Packers aber nicht mehr aufholen. Der Rückstand in der ersten Halbzeit war einfach zu groß.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

WR DJ Moore war lange Zeit der Spieler der Offense. Gerade in der ersten Halbzeit agierte Quarterback Teddy Bridgewater sehr vorsichtig und traute sich kaum zu, schwere Pässe zu werfen. Wenn er es mal versuchte, war sein Ziel in der Regel DJ Moore. So konnte dieser mit einigen Big Plays bestechen. Sein Catch im ersten Quarter für 37 Yards direkt neben der Sideline blieb nicht sein einziges Highlight, denn im dritten Quarter konnte er gleich drei Tackles nach einem Catch brechen und den Spielzug so für 18 Yards verlängern. Der Wide Receiver war der beste Spieler auf Seiten der Panthers und konnte in diesem Spiel nun auch die 1000 Yards Receiving Marke für das Jahr knacken.

Erstaunlich gut lief diesmal auch das Running Game über die Running Backs Rodney Smith und Mike Davis (18 Läufe für 82 Yards und 0,21 Yards/Play). Im Verlauf der Saison war das eigentlich immer eine große Schwäche der Panthers, doch gegen die Packers konnten die beiden Spieler immer wieder mit guten Aktionen am Boden glänzen und für 7 First Downs sorgen.

Wo waren die Schwachstellen in der Offense?

Quarterback Teddy Bridgewater machte in diesem Spiel wieder einige Fehler. Nach dem Spiel gegen Minnesota war dies nun seine zweite Partie in kurzer Zeit, wo die Präzision zu wünschen übrig ließ (Sein Completion Percentage über den Erwartungen lag bei -6,8%). Gleich zu Beginn verfehlte er den weit offenen Moore und auch im Verlauf des Spiels wirkte er nicht wirklich sicher. Die Drops von Curtis Samuel machten es dem Quarterback natürlich nochmal schwieriger, aber insgesamt war er in diesem Spiel nicht so akkurat wie sonst. Die Präzision war eigentlich immer die Stärke von Bridgewater, doch diese wurde gegen die Packers eher zur Schwäche und gepaart mit dem vorsichtigen Spielstil, war die Panthers Offense lange nicht vorhanden.

Der Fumble an der Goalline war natürlich ein ganz schlimmer Fehler. Die Panthers verloren deshalb ganz schnell den Anschluss zu den Packers. Immerhin funktionierten aber die Scrambles des Quarterbacks. Insgesamt konnte er damit für drei neue First Downs und einen Touchdown sorgen. Seine Stats waren deshalb noch in Ordnung (41 Dropbacks für 21 Completions, 3 Scrambles, 3 Sacks, 1 Touchdown und 0,15 Epa/Play).

Neben der Leistung des Quarterbacks fielen auch die Entscheidungen bei Fourth Down sehr negativ auf. Lediglich ein viertes Down spielte man bis vor dem letzten Drive aus, obwohl das Team weit mehr Möglichkeiten gehabt hätte. Insgesamt entschieden sich die Panthers trotz Rückstands immer wieder für den Punt und das Field Goal weshalb das Team nie wirklich in Schlagdistanz kommen konnte. Ganz kurios war am Ende die Entscheidung, auf den Touchdown zu verzichten, nur weil man so am Ende nochmal die Chance hatte, einen Drive mit weniger als einer Minute Spielzeit zu bekommen.

Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Die Defense ließ weniger zu als vielleicht viele Experten vor dem Spiel vermuteten. Die Packers entschieden sich, ein Kurzpassspiel aufzuziehen (Aaron Rodgers hatte eine Targettiefe von nur 4,5 Yards im Durchschnitt) und dieses konnten die Panthers sehr gut verteidigen. Warum die Packers diese Strategie auswählten, ist schon ein bisschen fragwürdig, denn schon zu Beginn der Saison konnte die Defense der Panthers oft beweisen, dass sie diesen Stil gut verteidigen kann. Davante Adams hatte lediglich ein Target über zehn Yards und war dementsprechend kein entscheidender Faktor in dieser Partie.

Die Defense der Panthers war dieses Mal aber extrem schwach in der Laufverteidigung (23 Läufe für 169 Yards, 1 Touchdown und 0,38 Epa/Play). Gerade in der ersten Halbzeit sorgte Green Bay mit guten Läufen für Big Plays und entschied so auch die Partie.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

Selten kommt es vor, doch in diesem Spiel konnten die Panthers den Druck aus der Mitte erzeugen. DT Derrick Brown erzielte seine ersten Sacks in der NFL und auch DT Bravvion Roy konnte mit ein paar QB Hurrys überzeugen. Natürlich hatten auch sie einige schlechte Pass Rush Snaps, in denen sie gerade gegen Double Teams jeweils sehr schwach aussahen, doch insgesamt ist bei beiden ein positiver Trend in puncto Pass Rush zu beobachten.


Wo waren die Schwachstellen in der Defense?

Größte Schwäche im Spiel war natürlich die Laufverteidigung. Gerade die beiden Leader in der Defense Shaq Thomspon und Jeremy Chinn wurden zu oft von der Offense dominiert und konnten dann immer nur viel zu spät zum Tackle ansetzen. Im ersten Drive konnte Packers RB Aaron Jones bereits ein Big Play kreieren und für einen Raumgewinn für 46 Yards am Boden sorgen. Auch danach sahen die Panthers in der Verteidigung des Laufs nicht stabil aus und so konnten die Packers über den Lauf 8 First Downs erzielen. So schwach am Boden war das Team aus Carolina bisher noch nicht in diesem Jahr.

Wie fällt das Fazit aus?

Die Bewertung des Spiels fällt ziemlich schwer aus, da die Packers sehr vorsichtig spielten und die Panthers Defense kaum prüften. Dass solch ein Auftritt aber schon ausreichend für einen Sieg gegen die Panthers ist, zeigt wiederum auch, dass Carolina noch weit weg von der Spitze spielt. Gerade die Offense hätte gegen die sonst gar nicht allzu dominante Defense der Packers viel besser auftreten müssen. Doch wieder wurde das Team durch die Limitierungen des eigenen Quarterbacks zurückgehalten.

Positiv lässt wiederum die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit stimmen. Wieder konnten die Panthers zum Ende des Spiels auf einen Score herankommen. Der Record in engen Spielen ist nun bei 2-8, was zeigt, dass Carolina in diesem Jahr auch besser ist als es der Gesamtrecord von 4-10 aussagt. Das Team aus Charlotte tritt eher wie eine Mannschaft auf, die bereits zu diesem Zeitpunkt zwei Siege mehr hat. Deswegen wird man in den kommenden Spielen gegen Washington und New Orleans bestimmt als Underdog in die Partie gehen, doch in beiden Spielen besteht auch eine realistische Chance, dass Carolina siegreich hervorgeht.

 

Quellen: rbsdm.com  espn.com

Bildquelle: panthers.com