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Game Preview: Carolina Panthers vs. Tampa Bay Buccaneers – Week 2

Hallo und herzlich willkommen zur Game Preview in Woche 2!

Die knappe erste Saisonniederlage in Woche 1 steckt vielen noch in den Knochen. Am kommenden Sonntag treffen die Panthers auf Tom Brady und seine Tampa Bay Buccaneers.

Sind die Panthers gegen die mächtige Offensive der Bucs chancenlos oder werden wir Zeuge eines überraschenden Auswärtssiegs? In der heutigen Ausgabe unserer wöchentlichen „Game Preview“ könnt ihr nachlesen, wo unsere Chancen liegen und was von dem Spiel zu erwarten ist.

Wie gewohnt, fangen wir immer eine Stimme der gegnerischen Fans ein. Unterstützung haben wir dieses Mal von der Fanpage “Bucsgermany” bekommen. Das Interview könnt ihr am Ende des Beitrags nachlesen.

Vorstellung der Tampa Bay Buccaneers

Die Tampa Bay Buccaneers wurden 1976 gegründet und traten im selben Jahr der NFL bei.

Von 1976 bis 1997 wurden die Heimspiele im Houlihan’s Stadium ausgetragen, ehe es vom aktuellen Raymond James Stadium abgelöst wurde. Den bisher einzigen Superbowl-Sieg konnten die Bucs 2002 mit einem 48:21 Sieg gegen die Oakland Raiders verzeichnen.

Der Besitzer des Teams ist die Glazer-Familie, welche auch den Fußballklub Manchester United besitzt.

Headcoach des Teams ist derzeit Bruce Arians.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?

Carolina Panthers:

Beim Spiel gegen die Las Vegas Raiders zeigte sich, dass unsere Offense schon sehr weit ist. Mit 388 Yards und 3 TDs wurde hier bereits ein Zeichen gesetzt. Gerade unser Running Back Christian McCaffrey zeigte, dass er keine anfängliche Ladehemmung hat. Mit 96 Rushing Yards, 2 Rushing TDs und 38 Receiving Yards war er der Key-Player unserer Offense. Auch Robby Anderson konnte mit 6 Receptions für 115 Yards und dem 75 Yard Touchdown unter Beweis stellen, dass er ein brandgefährlicher Spieler ist. Insgesamt wusste die Offense, unter anderem wegen des facettenreichen Playcallings, zu gefallen.

Das Spiel am Sonntag hat aber auch unsere Schwäche offenbart.

Unsere noch junge Defense hatte in allen Teilen ihre Probleme. 133 Rushing Yards und 239 Passing Yards wurden zugelassen. Zudem konnte nur wenig Druck auf Quarterback Derek Carr aufgebaut werden, was mitunter Grund dafür war, dass es weder Turnover noch Sacks gab. Teilweise waren gute Ansätze zu sehen, jedoch braucht die Defense noch Zeit, um sich zu finden.

Tampa Bay Buccaneers

Die Stärke der Buccaneers liegt vor allem an der vielseitigen Offensive. Trotz des Ausfalls von Mike Evans sind mit Chris Godwin, Scotty Miller, O.J. Howard und Rob Gronkowski genügend Waffen in der Offense aufzuzählen. Zudem ist die Running Back-Position mit Ronald Jones II, Leonard Fournette und LeSean McCoy bestens besetzt. (Anm. d. Red.: Mike Evans wird nach neuesten Informationen doch spielen können; Godwin hingegen steht weiterhin  im Concussion-Protokoll und wird nicht spielen)

In der Defense ist vor allem die gute Rush-Defense hervorzuheben. Im Jahre 2019 wurden nur 73.8 Rushing-Yards pro Spiel zugelassen und war damit mit Abstand auf Platz 1 in der NFL. Auch in Spiel 1 hielt man die Saints bei nur bei 82 Rushing-Yards. Man darf jedoch auch nicht außer Acht lassen, dass die Buccaneers den Weg zum gegnerischen Quarterback finden können. Das zeigten sie unter anderem in Person von Shaquil Barrett, der mit 19,5 Sacks die Statistik der letzten Saison anführte.  Klar ist, dass die Offensive Line der Panthers kommenden Sonntag auf eine harte Probe gestellt wird.

Gegen die Saints schwächelte jedoch das Laufspiel der Tampa Bay Buccaneers. Nur 3,31 Yards per Carry konnten sie erreichen, was momentan Platz 27 in der NFL darstellt. Zudem zeigte sich die Offensive Line noch sehr schwach. 3 Sacks und 8 QB Hits standen am Ende der Partie auf dem Zettel. Besonders Left Tackle Donovan Smith stach als Schwachstelle heraus.

Viele Strafen warfen die Bucs in ihrem Spiel zurück. Insgesamt kassierten sie neun Penalties für 103 Yards.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?

Carolina Panthers:


Offense:

Christian McCaffrey. Unser Workhorse wird auch dieses Mal viel Arbeit zu tun bekommen.

Wichtig wird es sein, dass das Run-Game etabliert wird. Es muss versucht werden, die Offense so lange wie möglich auf dem Feld zu halten, damit unsere noch schwächelnde Defense nicht zu viel Druck von der starken Bucs-Offense bekommt.

Kann sich McCaffrey auch gegen die gute Run-Defense der Bucs durchsetzen? Wird er, nachdem er im letzten Spiel nur 3 Bälle gefangen hat, mehr ins Passspiel integriert? Immerhin konnte der Runningback der Saints – Alvin Kamara – gegen Tampa Bay 5 Bälle für 51 Yards und einen Touchdown fangen und war damit der zweitbeste Receiver des Teams.

Defense:

Hier wird es wichtig sein, dass Tom Brady keine Zeit in seiner Pocket bekommt. Denn dann fängt er an Fehler zu machen, so wie es gegen die Saints zu sehen war. Brian Burns ist für den Pass-Rush der Carolina Panthers der Schlüsselspieler. Dies stellte er im letzten Jahr mit 7,5 Sacks unter Beweis, obwohl er lediglich 5 Spiele als Starter bestritten hat. Kann Burns an dieser Statistik anknüpfen und Brady so sehr unter Druck setzen, wie es die Saints-Defense geschafft hat? Die O-Line der Buccaneers ist anfällig, sodass Brian Burns seine Schnelligkeit ausspielen und Tom Brady unter Druck setzen könnte.



Tampa Bay Buccaneers:


Offense:

Der Schlüsselspieler wird Tom Brady sein. Bereits im ersten Spiel waren alle Augen auf ihn gerichtet. Ist er ein System-Quarterback oder kann er sich auch außerhalb von den New England Patriots beweisen? Nach dem enttäuschenden ersten Spiel wird der Druck für Brady im zweiten Spiel deutlich höher sein. Mit 23/36 angebrachten Pässen, zwei Touchdowns aber auch zwei Interceptions – davon ein Pick 6 – brachte Brady nicht die erwartete Leistung. Dennoch kann Brady eine so junge Defense wie die von den Panthers durchschauen und so Play für Play mürbe machen. Hat Brady genug Zeit in der Pocket, so wird es kaum möglich sein, ihn zu stoppen.

Kann er in diesem Spiel die Kritiker verstummen lassen?

Defense:

Mit Lavonte David steht bei den Buccaneers einer der wohl besten Linebacker auf dem Feld. 2019 konnte er in 16 Spielen 123 Tackles verzeichnen, davon 82 Solo-Tackles. Zudem konnte er noch drei Forced-Fumbles, eine Fumble-Recovery und eine Interception aufweisen. Auch gegen die Saints war er mit 11 Tackles – davon 7 Solo-Tackles und 2,5 Tackles for Loss – der Kopf der Defense. Zusammen mit Devin White bilden die beiden eines der besten Linebacker-Duos in der NFL.

Ziel für die Panthers muss sein, dass Linebacker-Duo aus dem Spiel zu nehmen.



Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Der Favorit in diesem Spiel ist klar. Die Tampa Bay Buccaneers werden, meiner Meinung nach, das Spiel gewinnen. Wichtig für die Panthers wird es sein, dass die Defense Fortschritte macht. Wie weit ist die junge Defense gegen den erfahrenen Quarterback?

Tipp: Ein 30:17 für die Tampa Bay Buccaneers.


Inaktive Spieler

  • Carolina Panthers
  • OG Dennis Daley (Knöchel)
  • DE Yetur Gross-Matos (Gehirnerschütterung)
  • DT Kawann Short (Fuß)
  • Tampa Bay Buccaneers
  • WR Chris Godwin (Gehirnerschütterung)
  • TE Antony Auclair (Wade)
  • DT Kawann Short (Fuß)

Interview mit der deutschen Fanpage der Tampa Bay Buccaneers “BucsGermany”

Die “BucsGermany”-Fanpage ist auf der Social Media-Plattform Instagram aktiv . Im Interview mit dem Betreiber / der Betreiberin wird euch eine Einschätzung zum Spiel aus der Sicht des Bucs-Fans dargestellt. Insbesondere werden die Hoffnungen in Tom Brady erläutert. Viel Spaß beim Lesen!

1. Grüß dich! Stell deine Fanpage bitte einmal vor!

Hallo! Die Bucsgermany-Fanpage wurde am 31. Juli 2018 gegründet. Seitdem betreibe ich die Fanpage, die mittlerweile über 2.021 Abonnenten verfügt. Ich persönlich bin seit 2016 ein Fan der Tampa Bay Buccaneers.

2. Wie schätzt Ihr die Panthers ein? Könnt ihr Stärken und Schwächen ausmachen?  Was muss euer Team umsetzen, um das Spiel zu gewinnen?

Ich denke, dass es die Saison schwer für die Panthers sein wird, mit den anderen Teams der NFC South mitzuhalten. Das gesamte Team ist echt noch jung und unerfahren. Als Stärke schätze ich definitiv das Laufspiel der Panthers ein. Schwächen sehe ich vor allem auf der Cornerback-Position.  Die Bucs müssen erst einmal eine gesunde Teamchemie in der Offense aufbauen. Das war bisher leider nur im Training möglich.

3. Welche Stärken und Schwächen hat euer Team?

Als sehr stark schätze ich die Kadertiefe unserer Offense und den gesamten Linebacker-Core ein.

4. Nenne den Schlüsselspieler eurer Defense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Als Schlüsselspieler in der Defense sehe ich ganz klar Linebacker Lavonte David. Meiner Meinung nach ist er der beste Linebacker in der NFL. Das lässt sich auch durch Statistiken belegen. Er ist ein unfassbar guter Mentor für unseren jungen Linebacker Devin White. David hat kaum Schwächen in seinem Spiel.

5. Nenne den Schlüsselspieler eurer Offense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Tom Brady. Von ihm erwarten die Bucs-Fans, dass er ein guter Starting Quarterback sein wird. Er hat ein unglaubliches Spielverständnis. Wenn er es hinkriegt, auf einer Wellenlänge mit seinen Wide-Receivern zu sein, sollte die Bucs-Offense kaum aufzuhalten sein.

6. Wie geht das Spiel aus? Gib bitte einen Tipp ab!

Ich tippe, dass die Bucs 31-14 gewinnen!

 

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: Panthers.com; bucsnation.com

Spieltagsanalyse: Las Vegas Raiders – Week 1

Lange haben wir auf das erste Saisonspiel hingefiebert. Das leider verloren gegangene Spiel am Sonntagabend stellte sich vor allem für die junge Defensive als der erwartete harte Brocken dar. In der folgenden Spieltagsanalyse könnt ihr das Spiel noch einmal Revue passieren lassen! Was lief gut? Was sollte noch dringend besser werden? Lest es hier nach! Viel Spaß!

Spieltagsanalyse Las Vegas Raiders – Week 1

Die Saison 2020 ist endlich gestartet. Die Carolina Panthers empfingen die Las Vegas Raiders und mussten sich in diesem Spiel leider mit 30-34 geschlagen geben. Viele tolle Aktionen konnten bestaunt werden und bis zum Schluss blieb die Partie offen. Ein Stopp der Raiders Defense – beim 4. Versuch & Inches kurz vor Schluss- entschied das so enge Spiel.

Wie ist die Performance der Offense zu beurteilen?

Vor dem Spiel waren alle Fans auf den neuen Look der Offense – mit Joe Brady als Offensive-Coordinator – gespannt. Die so sehr erwünschte Verbesserung konnte man bereits beim Season-Opener gegen die Raiders vernehmen. Bridgewater wurden viele Designs zur Verfügung gestellt, in denen er den Ball schnell werfen und somit bei der Offensive Line für Entlastung sorgen konnte. Zwischendurch kam es dennoch zu tiefen Pässen. Einer dieser Pässe führte zu einem 75-Yard Touchdown von Robby Anderson. Zwar wurde der Ball noch verhältnismäßig viel gelaufen, jedoch war eine Veränderung zur letzten Saison schon sehr deutlich zu erkennen. In den nächsten Wochen sind für die Offense weitere Schritte in die richtige Richtung zu erwarten.

Wer konnte in der Offense überzeugen?

Nachdem der große Umbruch eingeleitet wurde und nun das erste Spiel nach der Cam Newton-Ära stattfand, war der Druck auf Teddy Bridgewater enorm. In seinem ersten Spiel lieferte er dann aber eine sehr solide Vorstellung ab (22/34 Pässe angebracht, 270 Yards geworfen, TD, 0,23epa/Dropback, -1,5% Completion Percentage über den Erwartungen). Zwar gab es auch bei ihm noch schwächere Phasen im Spiel, doch insgesamt konnte er den Ball sehr gut und schnell an mehrere Receiver verteilen. Zwar muss seine Leistung innerhalb des Spiels noch konstanter werden, aber für den Beginn war die Performance vollkommen zufriedenstellend.

Im Running Game kam es wieder zu einer One-Man-Show von Christian McCaffrey (23 Carries, 96 Yards, 2 Rushing-TD, 0,13epa/Carry). Dort konnte er seine Klasse mit zwei Touchdowns unter Beweis stellen. Im Passing Game war er dagegen diesmal nicht der Dreh-und Angelpunkt. Bei seinen fünf Targets war er aber extrem effizient. Mit ihm in dieser Rolle scheint das Team sehr zu profitieren.


Was muss sich in der Offense bessern?

Das Play-Calling schien im Vergleich zur letzten Saison gerade im Passing Game deutlich verbessert. Zwar wurde der Ball sehr oft gelaufen, doch konnte man dies mit kreativen Passkonzepten lange Zeit immer wieder ausgleichen. Im letzten Drive übertrieb man es dann aber mit den vielen Runs. Folglich stellten die Raiders sich stärker auf das Laufspiel ein. Kurz vor Schluss durfte die Offense der Panthers noch einmal auf das Feld und hätte das Spiel mit einem Touchdown für sich entscheiden können. Nach drei Läufen durch McCaffrey entschied sich Carolina beim 3. Versuch & 4 erneut zu laufen. Im Zuge dessen kam es zu einem gefährlichen 4. Versuch & Inches. In einer engen Formation bekam Fullback Alex Armah dann die Chance, welche er aber leider nicht nutzen konnte. Die vielen Läufe kosteten den letzten Drive und somit auch den Sieg. Hier sollten die Panthers an einer besseren Balance zwischen Lauf- und Passspiel arbeiten.

Neben dem bitteren Ende fielen auch die vielen Drops bei fangbaren Bällen negativ auf. Schon in New Orleans war zu beobachten, dass die Receiver unter Teddy Bridewater fangbare Bälle viel häufiger fallen ließen als unter Drew Brees. Das Phänomen der vielen Drops ist nun auch in Carolina aufgetreten und zeigt, dass die Drops auf eine gewisse Art auch auf den Quarterback zurückzuführen sind. Um dem entgegenzuwirken muss die Offense am Timing arbeiten. Hier kann man den Spielern aufgrund der kurzen Vorbereitungen und ohne Preseason wenig Vorwürfe machen.


Wie ist die Performance der Defense zu beurteilen?

Der Umbruch zeigte sich besonders stark in der Defense. Vier Rookies mussten teilweise gleichzeitig auf dem Feld stehen. Dabei konnte weder der Lauf der Raiders (31 Carries, 133 Yards,  3 TD, 0,14epa/Carry) noch der Pass (22/30 Pässe angebracht, 239 Yards, TD, 0,43epa/Dropback) verteidigt werden. Wide-Receiver Henry Ruggs, TE Darren Waller und RB Josh Jacobs konnten immer wieder für Raumgewinn sorgen und auch Quarterback Derek Carr machte ein sehr solides Spiel. Auf die Panthers Defense kommt noch eine Menge Arbeit zu, wenngleich damit auch nach dem Umbruch zu rechnen war. Verpasste Tackles und Abstimmungsschwierigkeiten sollten mit jedem Spiel besser werden.

Wer konnte in der Defense überzeugen?

In diesem Jahr steht hauptsächlich die Entwicklung der jungen Spieler im Vordergrund. Zwar hatte im ersten Spiel kein Spieler ein wirklich gutes Spiel, doch konnte Safety Jeremy Chinn mit einigen tollen Aktionen auf sich aufmerksam machen. Erstrundenpick Derrick Brown hatte zwar noch große Mühen mit der starken O-Line der Raiders, doch gelangen auch ihm einige gute Aktionen. Einen Stopp und einen abgewehrten Pass an der Line of Scrimmage konnte er für seine Statistik verbuchen. Für die beste Aktion in der Defense sorgte schließlich Rasul Douglas – der durch die Verletzung von Donte Jackson früh ins kalte Wasser geschmissen wurde – im letzten Quarter. Beim dritten Versuch konnte er einen Pass abwehren, was schließlich einen Punt erzwang.

Was muss sich in der Defense bessern?

Dass es das erste Spiel in der NFL für einige ist, merkte man vielen Spielern an. Gerade für Troy Pride Jr. schien alles noch viel zu schnell zu gehen. Immer wieder wurde er als Schwäche ausgemacht und angeworfen. Neben Pride taten sich jedoch die gesamte Secondary und auch die Linebacker schwer. Abgesehen von der tollen Aktion von Douglas gab es kaum gute Aktionen in der Coverage.

In diesem Spiel war auch die Defensive Line der Panthers sehr schwach. Dass der Pass Rush gegen die Offense nicht gut aussehen würde, war durch die schnellen Pässe der Raiders abzusehen. Doch leider konnte auch die Laufverteidigung, trotz zahlreicher Neuzugänge, noch nicht die erhoffte Steigerung zur letzten Saison liefern.

Wie fällt das Fazit aus?

Das Spiel zeigte eindrucksvoll, dass die Panthers dieses Jahr ein konkurrenzfähiges Team stellen. Die Offense konnte stellenweise schon sehr überzeugen und sollte auch das Fundament für einige Siege sein. Die Defense schwächelte leider erwartungsgemäß. Hier bleibt aber abzuwarten, wie sich das Team im Laufe der Saison steigert. Für viele Spieler war es das erste Spiel, weswegen es auch zu vielen Fehlern kam. Die Niederlage ist natürlich schmerzvoll, doch durch einige vielversprechende Aktionen gibt sie auch Hoffnung auf eine spannende Saison.

 

Quelle: Rbsdm.com; Espn.com

Bildquelle: Panthers.com

Game Preview: Carolina Panthers vs. Las Vegas Raiders – Week 1

Hallo zusammen!

Mit unserer neuen Rubrik „Game Preview“ könnt ihr euch nun jede Woche darauf verlassen, dass wir euch gut auf die kommenden Spieltage vorbereiten und ihr folglich vor Familie und Freunden mit Fachwissen glänzen könnt.

In der heutigen Ausgabe wollen wir euch auf das erste Saisonspiel gegen die Las Vegas Raiders einstimmen.

Hierzu werden wir euch unseren nächsten Gegner zunächst vorstellen. Danach werden die Stärken und Schwächen der beiden Teams beleuchtet, sowie die Key-Player auf beiden Seiten benannt. Zum Schluss wird eine persönliche Einschätzung zum Spielausgang abgegeben.

Außerdem dürft ihr euch über die Stimmen der in Deutschland ansässigen gegnerischen Fanclubs freuen, indem sich diese zunächst vorstellen und schließlich ihre Sicht auf das Spiel kundtun.

Vorstellung der Las Vegas Raiders

Die Las Vegas Raiders nahmen 1960 erstmals am Spielbetrieb in der American Football Leauge (AFL) teil. Damals allerdings unter dem Namen Oakland Raiders.

Aufgrund eines juristischen Streits zogen die Raiders 1982 nach Los Angeles. Bis 1994 existierten die Los Angeles Raiders, bevor sie aufgrund von Streitigkeiten bezüglich des Baus eines neuen Stadions wieder nach Oakland zogen.

2020 zogen die Raiders dann in ihre neue Heimat – nach Las Vegas.

Headcoach des Teams ist derzeit Jon Gruden.

Der deutsche Fanclub heißt „The Black Hole Chapter Germany“ – kurz TBH Germany. Einzelheiten hierzu erfahrt ihr im Interview mit David vom TBH Germany.

Wo liegen die Stärken? Welche Schwächen haben die Teams?


Carolina Panthers:

Die größte Stärke der Carolina Panthers liegt in der Offense. Hervorzuheben ist unser Wide-Receiver-Trio, bestehend aus Robby Anderson, Curtis Samuel und DJ Moore. Alle drei sind Top-Receiver und ergänzen sich zudem sehr gut.

Auf der Running Back Position spielt Christian McCaffrey. Dieser ist viel mehr als ein einfacher Running Back. Mit über 1.000 Rushing und Receiving Yards im letzten Jahr zeigte McCaffrey, dass er für gegnerische Defenses unberechenbar ist.

Als eine Stärke der Defense ist der Pass Rush der Panthers zu erwähnen. In der letzten Saison konnten wir 53 Sacks verzeichnen, dies stellt den zweitbesten Wert der gesamten NFL dar.

Vorteilhaft auf beiden Seiten des Balles ist in jedem Fall, dass der Gegner die Taktiken der Panthers nur sehr schwer einschätzen kann, da der Trainerstab fast komplett ausgetauscht wurde und es noch kein Tape von den Spielen unter der Leitung der neuen Coaches gibt.

Die Schwäche in dieser Saison wird bei den Panthers in der Pass-Defense liegen. Durch den Verlust von Bradberry und die Verletzung von Eli Apple, sind wir auf der Cornerback-Position dünn besetzt. Es bleibt abzuwarten, wer neben Jackson spielen wird und wie die jungen Rookies sich in der NFL beweisen werden. Womöglich wird Troy Pride Jr. den Spot als Cornerback Nr. 2 bekommen.

Unsere Rush Defense war letztes Jahr mit 5,2 Yards per Carry, 143,5 Yards per Game im unteren Drittel der Liga. Folglich ist die Verteidigung gegen den Lauf als Schwäche der Panthers zu bezeichnen.  An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass unser neuer Starting Middle-Linebacker – Tahir Whitehead – die letzten beiden Saisons bei den Raiders verbracht hat. Beispielsweise trug er mit 108 Tackles im Jahr 2019 zu der starken Verteidigung gegen den Lauf bei.

Doch Whitehead könnte nicht nur ein Upgrade im Hinblick auf die Rush Defense der Panthers sein, vielmehr konnte er wichtige Informationen über das Playbook der Raiders preisgeben. Das kann durchaus insgesamt als Vorteil für die Panthers verbucht werden.

Las Vegas Raiders

Die Stärke der Las Vegas Raiders war 2019 vor allem die Rush-Defense. Mit nur 3,9 Yards per Carry und 98,1 Yards per Game belegten die Raiders damit den 8. Platz in der gesamten NFL.

Zudem war das Laufspiel mit Josh Jacobs auf der Runningback-Position jederzeit gefährlich. Gleich in seiner Rookie-Saison zeigte Jacobs was in ihm steckt. Mit 1.150 Yards und 7 erlaufenen Touchdowns, brauchte er sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken.

So gut die Defense gegen den Rush war, so schwach war die Defense gegen den Pass. Mit einem durchschnittlichem 103,8 Rating des gegnerischen Quarterbacks war die Passing Defense auf Platz 31 der NFL.

Wer kann sich in dieser Partie als Schlüsselspieler herausstellen?


Carolina Panthers:

Offense:

Alle Augen werden auf Teddy Bridgewater gerichtet sein. Die Ära von Cam Newton ist vorbei, nun beginnt eine neue auf der Position des Quarterbacks.

Kann Teddy Bridgewater an die Leistung bei den Saints (9 TD / 2 INT, 153,8 Rating) anknüpfen? Wie gut konnte sich die Offense in der kurzen Preseason ohne Vorbereitungsspiele schon auf den neuen Quarterback einstellen? Aufgrund der schwachen Passing-Defense der Raiders wird es wichtig sein, dass Teddy Bridgewater die Defense immer wieder mit gefährlichen Pässen attackiert und nicht zur Ruhe kommen lässt. Mit den schnellen Wide-Receivern sollte es möglich sein, Big Plays zu kreieren. Wenn das Passing-Game einmal ins Rollen kommt, wird auch unser Runningback  zu seinen Chancen gegen die gute Rush-Defense der Raiders kommen.

Defense:

Für die Panthers wird es wichtig sein, dass der Lauf gestoppt wird. Hier ist unser erster Pick im 2020er Draft im Mittelpunkt – Derrick Brown.

Brown hatte in der 2019er College Saison 11,5 Tackles for Loss und kann grundsätzlich sein Spiel gegen den Lauf als seine Stärke bezeichnen. Kann er in der NFL an seine starken Leistungen anknüpfen? Kann er sich gegen eine gute O-Line der Raiders beweisen? Dies wird im Duo mit dem wiederkehrenden KK Short interessant zu beobachten sein.

Las Vegas Raiders:

Offense:

Für die Raiders wird es wichtig sein, Josh Jacobs gut ins Spiel zu bekommen. Der Running Back war letztes Jahr mit 1,150 Yards, 4,8 Yards per Carry und 7 TDs der beste Spieler in der Offense der Raiders. Gegen die schwache Lauf-Verteidigung der Panthers kann es ein Schlüssel sein, die Defense immer wieder mit Läufen anzugreifen und lange auf dem Feld zu lassen.

Defense:

Cory Littleton kam von den LA Rams zu den Las Vegas Raiders. Littleton ist ein beweglicher Linebacker, welcher sehr gut in der Coverage ist. Er wird der sonst so schwachen Pass-Defense sicherlich gut tun. 2019 konnte er 2 Interceptions fangen. Dazu hatte er 2 Forced Fumbles und 4 Fumbles recovered.

Kann Littleton dem Backfield genug Unterstützung geben, damit die Pass-Defense stabil bleibt?

Meine persönliche Einschätzung zum Spiel

Eine persönliche Einschätzung zu diesem Spiel abzugeben ist schwierig. Bei beiden Teams kann man noch nicht sagen, was einen zu erwarten hat. Die Offense der Carolina Panthers ist stark genug, um gegen die Raiders viele Punkte zu erzielen. Schwieriger ist es, die Defense einzuschätzen. Wie weit sind die Rookies am Anfang der Saison?

Kann unsere Defense Josh Jacobs aufhalten, so ist ein Sieg hier durchaus möglich. Können wir den Lauf jedoch nicht stoppen, so wird das ein langer Abend für eine noch unerfahrene Defense.

Tipp: Knapper Sieg – 28:21 für die Carolina Panthers.

Interview mit dem Fanclub der Las Vegas Raiders “The Black Hole Germany”

Daniel vom “The Black Hole Germany” hat sich zur Beantwortung der Fragen bereiterklärt. Er teilt uns mit, wie er das Spiel einschätzt und auf welches Ergebnis er tippt. Vielen Dank dafür!

1. Hallo Daniel! Stell dich und deinen Fanclub bitte einmal vor!

Hallo! Mein Name ist Daniel Hambach vom TBH Germany. Stellvertretend werde ich probieren Eure Fragen zu beantworten. Unser Chapter besteht seit etwas mehr als 4 Jahren und wir haben knapp über 30 Mitglieder im Chapter!

2. Wie schätzt Ihr die Panthers ein? Könnt ihr Stärken und Schwächen ausmachen?   Was muss euer Team umsetzen, um das Spiel zu gewinnen?

Die Panthers stehen für mich in dieser Saison vor einem Neuanfang, da wirklich einiges passiert ist in dieser Franchise. Man weiß selbst nicht wo man steht.
Die Stärken der Panthers liegen für mich klar im Laufspiel! Als Schwäche sehe ich generell die Defense!
Die Raiders müssen in diesem Spiel klar auf die Offense setzen. Gerade die O-Line wird ein Schlüssel sein. Sollte Carr Zeit bekommen, hat er Waffen in dieser Saison!

3. Welche Stärken und Schwächen hat euer Team?

Auch für die Raiders ist vieles neu. Gerade was den Roster betrifft, ganz klar! Insgesamt ist das Team jetzt stärker besetzt, insbesondere in der Secondary und grundsätzlich in der Defense!
Auch in der Offense ist mehr zu erwarten diese Saison!

4. Nenne den Schlüsselspieler eurer Defense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

Als Schlüsselspieler in der Defense denke ich, wird es nur im Verbund funktionieren. Defensive-End Crosby hatte eine klasse Saison im ersten Jahr seiner NFL-Karriere. Es sind jedoch auch einige Gesichter neu dazu gekommen, es bleibt abzuwarten. Ich denke, dass Crosby ein neues Gesicht der Defense werden kann. Auch wenn er die letzte Saison bestätigen kann, wird es für mich nicht den einen Starspieler in der Defense der Raiders geben.  Es wird auf das Zusammenspiel im gemeinsamen Verbund ankommen!

5. Nenne den Schlüsselspieler eurer Offense. Was macht ihn so unverzichtbar? Was ist von ihm in diesem Spiel zu erwarten?

In der Offense ist es für mich im Laufspiel klar Josh Jacobs. Von ihm wird man noch einiges erwarten können!
Carr hat diese Saison viele Waffen. Ich denke aber auch, dass es in der Offense keine Stars gibt! Sie verfügt dennoch über Qualität, es bleibt abzuwarten.
Letztlich wird viel von Derek Carr abhängen.

6. Wie geht das Spiel aus? Gib bitte einen Tipp ab!

Das Spiel wird meiner Meinung nach knapp ausgehen und spannend werden. Das ist meine Einschätzung!
Ich denke, die Raiders gewinnen knapp mit 20:17!!

 

Quelle: NFL.com
Bildquellen: Panthers.com; Golden Gate Sports

 

Matt Rhule: Der neue Headcoach an der Sideline

Ein Umbruch beginnt meist schon im Coaching-Staff. So verkündeten die Carolina Panthers am 07.01.2020 ihren neuen Headcoach für die kommenden 7 Jahre – Matt Rhule.

Für viele Fans ist Rhule noch ein relativ unbekanntes Gesicht, deshalb wollen wir ihn euch in diesem Bericht etwas vorstellen.

Matt Rhules Werdegang

Matt Rhule wurde am 31. Januar 1975 in New York geboren. Er selbst spielte Football in der Highschool als Linebacker. Seinen ersten Trainer-Job erhielt er 1998 als Linebacker-Coach am Albright-College. Anschließend wurde er Defensive-Line Coach an der Universität in Buffalo. Stationen bei der UCLA und Western Carolina University folgten. Im Jahre 2006 schloss er sich der Temple University in Philadelphia als Defensive-Line-Coach an. Zwei Jahre später wurde er dort als Offensive Coordinator befördert.

Seine erste NFL-Erfahrung konnte er 2012 als Assistent Offensive Line Coach bei den New York Giants sammeln.

Ein Jahr später, im Jahre 2013, wurde er zum Headcoach der Temple Owls ernannt.

In dieser Zeit als Cheftrainer gewann er 28 Spiele und musste hingegen nur 23 als Niederlage hinnehmen. Eine Conference Championship konnte er mit seinem Team gewinnen.

2016 wurde er zum neuen Headcoach der Baylor-University.  Dort konnte er insgesamt 19 Spiele für sich und sein Team entscheiden. 18 Spiele verlor er als Headcoach der Bears. Erwähnenswert ist, Rhule gewann einen Texas Bowl und wurde zum Trainer des Jahres 2019 der Big 12 Conference gewählt.

Wie ist Matt Rhule als Headcoach?

“Matt ist ein guter Menschenkenner. Ich denke, es macht dabei keinen Unterschied, ob er am College oder in der NFL trainiert. Er wird hohe Standards setzen und fordern, dass alle an einem Strang ziehen”, erklärte der Panthers-Besitzer Tepper. “Er musste hart arbeiten, um an diesen Punkt zu kommen. Ich bin froh, dass er hier ist”, fuhr er fort.

Auch in der Eröffnungsrede zeigte Rhule auf, was ihm wichtig ist und wie er dieses Team leiten möchte: „Keep Pounding ist nicht nur der Mannschaftsslogan, sondern eine Arbeitseinstellung. Wir werden ein taffes, wettbewerbsfähiges Team auf den Platz stellen. Dafür werde ich jeden Tag unermüdlich arbeiten und ich erwarte dasselbe von meinen Spielern.”

Zum Abschluss der Eröffnungsrede fügte er selbstbewusst hinzu: „Ich werde den Super Bowl gewinnen. Diese Stadt, dieser Verein, diese Fans haben das verdient. Sobald ich hier fertig bin, lege ich den Anzug ab und werde anfangen zu arbeiten.“

Um sein selbstbewusstes Ziel erreichen zu können, setzt Rhule neben „Old-School-Discipline“ auch auf moderne Technologien. Die medizinische Abteilung sowie detaillierte Analysen und Sportwissenschaft genießen beim neuen Headcoach einen hohen Stellenwert. Genau diese Mischung aus Disziplin, gepaart mit modernen Spielansätzen hatte sich Besitzer Tepper zu Beginn der Kandidatensuche gewünscht.

Seitdem bekannt ist, dass Rhule bei den Carolina Panthers übernimmt, haben mehrere Spieler erwähnt, dass Rhule die Art von Trainer ist, für den sie durchs Feuer gehen würden.

Dazu gehört unter anderem Safety Juston Burris, der auf die Frage, wieso er bei den Panthers unterschrieben hat, folgendes antwortete: „Es ist einfach (Rhules) Anwesenheit. Es war etwas, dass man bei diesen (virtuellen) Teamtreffen erkennen konnte. Er befehligt einen Raum und er verlangt Respekt. Man merkt, wenn wir seinen Lehren folgen, werden wir erfolgreich sein.“

Hohe Intensität beim Training und im Lockerroom

Rhule ist ein Fan davon, das Tempo während dem Training hochzuhalten. „Ich denke, wenn es beim Üben etwas schneller ist, fühlt es sich beim Spiel viel, viel langsamer an”, sagte Rhule. “Dann ist man hoffentlich in besserer Form.“

Auch Taylor Moton scheint diese Art von Training zu gefallen. „Ich denke es ist wirklich gut, dafür zu sorgen, dass wir das Team mit der besten Kondition haben. Vor allem, wenn es auf die knappe Zeit des vierten Viertels ankommt. Wenn wir dann da draußen sind und uns 100-prozentig konzentrieren können, weil wir in der besseren Form sind. Mir gefällt, wie effizient das Training ist”

Rhule sagte, dass er gerne mit einer Wettkampfphase im Training beginnt,  um die Energie der Spieler zu steigern. Daraufhin zollte er seinen Assistenten Anerkennung dafür, wie sie die Spieler während der individuellen Drill-Einweisung mit der nötigen Energie versorgen.

“Ich sage unseren Trainern immer wieder: Lasst uns sicherstellen, dass wir die Energie selbst vorleben, die wir von den Spielern sehen wollen. Lasst uns sicherstellen, dass wir die Detailgenauigkeit haben”, sagte Rhule. “Wir sind kein Rah-Rah, sondern High-Five. Wir coachen und geben Details vor” Es geht also darum, dass man sich beim Trainieren viel Mühe gibt und viele Details kennt.

Aber wenn man bedenkt, wie merkwürdig diese Preseason und dieses Trainingslager ist, macht es Sinn, dass Spieler und Trainer auf dem Rasen voller Energie sind. Wie Burris es ausdrückte, ist Training, wenn sich die Dinge während einer Pandemie so normal anfühlen wie möglich.

Der Headcoach teilte eine ähnliche Einschätzung:

“Das ist es, was wir gerne tun. Wir sitzen hier in Meetings, wir kommen um 6 Uhr morgens ins Gebäude. Wir sind bis acht, neun Uhr abends hier. Die einzige Zeit, in der wir uns amüsieren können, ist das Training. Wir versuchen also, das Training gleichzeitig unterhaltsam, kompetitiv und hart zu gestalten.“

Matt Rhule glaubt an die Kontrolle – idealerweise über das Laufspiel – eines Footballspiels. Er coacht sein Team eher aggressiv, zum Beispiel spielt er gerne – in Absprache mit seinem Offensive Coordinator – kurze, vierte Versuche aus.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass er die Spielzüge der Offense callen wird. Jedoch wird er zusammen mit Brady das Schema bearbeiten und seine Ideen einbringen.

Auch mit Snow harmoniert Rhule perfekt, da diese schon lange zusammenarbeiten und ein super Verhältnis zueinander pflegen.

Einschätzung: Passt Matt Rhule zu den Panthers?

Matt Rhule ist ein Trainer, für den die Spieler durchs Feuer gehen.

Das merkt man unter anderem auch daran, dass Spieler wie Robby Anderson oder auch P.J. Walker, die bereits mit Rhule gearbeitet hatten, sich für die Carolina Panthers entschieden haben.

Gerade in einem jungen Team im Umbruch, ist ein neuer Headcoach, der den Locker-Room hinter sich hat, genau das Richtige.

Nicht nur das Team steht hinter Matt Rhule, sondern auch der Besitzer Tepper scheint sehr angetan vom neuen Headcoach zu sein. Das zeigt auch die Laufzeit des Vertrags von über 7 Jahren.

Rhule wird genug Zeit bekommen, um sich sein Team aufzubauen.

Wir hoffen, dass er sein Versprechen in der Eröffnungsrede halten kann und eines Tages den Superbowl nach Carolina holt.

Empfehlung:

Möchtet ihr mehr über die Spielzüge der Offense oder über die Aufstellungen der Defense wissen? Dann empfehlen wir die Beiträge über Joe Brady oder Phil Snow unter “On Field”

 

Das Geheimnis um Samuels Rolle in der Offense

Offensive-Coordinator Joe Brady äußerte sich bereits im Juni über die Pläne, die er für Curtis Samuel vorsieht. In einem Interview machte er deutlich, dass der 24-Jährige auf dem gesamten Feld eingesetzt werden kann. Hinzu kommt, dass Matt Rhule des Öfteren hervorhebt, welche Erfahrungen Samuel auch auf der Runningback-Position schon sammeln konnte.

Sind das die Indizien für eine neue Allzweckwaffe in der Offense der Carolina Panthers? Und ist vor allem Speed der neue Schlüssel zum Erfolg?

Am Donnerstag den 13.08.2020 stellte sich Curtis Samuel in einer Videokonferenz zur Verfügung, um Fragen zu seiner Rolle in der Offense und dem neuen System zu beantworten.

Vorab sei schon so viel gesagt. Die genauen Pläne von Joe Brady konnte man ihm leider nicht entlocken. Lediglich ein großes Grinsen machte sich bei der Frage nach seiner zukünftigen Rolle in der Offense in seinem Gesicht breit. Details behielt er für sich. Ein aufregendes Geheimnis, was die Vorfreude auf die nächste Saison nur noch mehr steigert.

Coaches wollen seine vielen Facetten ausnutzen

„Ich werde nicht in die Details gehen oder den Leuten irgendwelche Hinweise auf das, was noch alles kommt geben. Aber mit meinem Skillset habe ich Fähigkeiten außen, innen und auch als Runningback zu spielen. In meiner bisherigen Karriere habe ich viel Erfahrung gesammelt, da ich auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kam. Das gibt mir definitiv die Flexibilität, noch mehr machen zu können.“

In seiner letzten Saison auf dem College in Ohio, im Jahr 2016, gelangen Samuel lediglich 74 Receptions für 865 Yards und 7 Touchdowns. Erwähnenswert ist jedoch, dass er auch im Lauf stark war. Dort erzielte er in derselben Saison 771 Yards bei 97 Carries. Daher rührt der Gedanke, ihn auf dem gesamten Feld in Joe Bradys Offense zu installieren. Dies scheint eine faszinierende Chance für einen Spieler zu sein, der bereits stets am Rande einer Break-Out-Saison abliefert.

Samuel freut sich jedes Mal aufs Neue auf das Training. „Weil ich weiß, dass es etwas Besonderes ist, bin ich Tag für Tag gespannt, wenn ich den Trainingsplatz betrete.“

Auf einer Pressekonferenz zu Beginn des Trainingscamps äußerte sich Coach Rhule bereits über Curtis Samuel. (Anm. d. Red.: Den Artikel über die PK findet ihr auf https://www.germanriot.de/matt-rhule-absage-der-preseason-covid-19-und-wie-er-seinen-kader-fuer-2020-aufbauen-wird/). Dort sprach er die Besonderheiten von Samuels Spielstil und die Fähigkeiten von ihm an. Besonders das Spiel in der Tiefe pickte sich der Headcoach heraus, da er bei Samuel die besondere Fähigkeit sieht, hinter die Defense zu kommen. Aber auch unterstrich Rhule, dass unsere Nummer 10 außen, innen, im Slot oder auch als Runningback spielen kann.

Schnelligkeit soll der Schlüssel zum Erfolg werden

Mit dem neuen Quarterback Teddy Bridgewater an der Seite von D.J. Moore und Robby Anderson wird Schnelligkeit definitiv ein zentrales Thema der Joe Brady Offense werden.

„Wir haben so viel Speed in unserem Wide-Receiver-Raum. So viel Speed. Wir haben Leute, die dich einfach überlaufen können. Das stellt eine Bedrohung für andere da und das können wir auf jeden Fall als unseren Vorteil verbuchen. Wenn wir uns gegen die Defense aufstellen, wissen die schon, dass sie rennen werden müssen.“

„Wenn du schnelle Wide-Receiver hast, werden sehr viele Cornerbacks – egal in welchem System sie sich gerade befinden – eher keine Press-Coverage spielen. Dann bieten sich zum Beispiel mehr Räume für die kurzen Pässe unterhalb der Secondary. Auch werden viele Safeties hinten tief sichern, weil sie nicht überlaufen werden wollen. Für die kurzen Bälle – unterhalb der Secondary – können dann Tight Ends, andere Receiver oder auch Runningbacks ihre Routen laufen. Mit Speed hat man so viel mehr Möglichkeiten.“

Zwar beendete Samuel die letzte Saison mit Karriere-Höchstwerten – 757 Scrimmage Yards und 7 Touchdowns – , jedoch hatte man 2019 nicht das Gefühl, dass er richtig zünden konnte. Ursächlich dafür war wohl die schwierige Quarterback-Situation bei den Carolina Panthers. Kyle Allen – laut Josh Hermsmeyer bei „FiveThirtyEight“ als der schlechteste Deep-Passer der Liga gelistet – und Will Grier hatten Probleme damit, den Ball in die Tiefe zu werfen. Was die Separation vom Gegner angeht, hatte  Samuel 2019 einer der besten Werte von allen Wide Receivern der Liga.

Die Dinge, die letzte Saison passiert sind, gehören laut Curtis Samuel jedoch nun der Vergangenheit an.

„Mein Job ist ganz einfach mich frei zu laufen und dem Quarterback eine Möglichkeit mehr zu geben, den Football zu einem Spieler zu werfen. Manchmal laufe ich eine schlechte Route und manchmal ist es auch der Quarterback, der einen schlechten Ball wirft. Es ist wie es ist. Das darf mich dann nicht frustrieren. Es geht dann wieder darum, für den nächsten Spielzug bereit zu sein und weiter durch zu ziehen. Der Ball wird mich dann finden.“

Das Geheimnis um seine zukünftige Rolle in der Offense konnte zwar nicht ganz gelüftet werden, jedoch lassen die Coaches und Curtis Samuel durchblicken, dass er in der Offense jede Position bekleiden wird. Unter Quarterback Teddy Bridgewater kann er sich zu einem wichtigen Ziel als Passempfänger entwickeln. Dass er auch in manchen Spielzügen als Runningback fungieren wird, scheint auch nicht ganz unwahrscheinlich.Vielleicht kann ihm Bridgewater endlich zu der ersehnten Break-Out-Saison verhelfen. Man wird sehen, ob Samuel das neue Schweizer Taschenmesser neben All-Pro Runningback Christian McCaffrey in der Offense werden wird. Wir dürfen gespannt sein.

Quelle: Antwan Staley

Donte Jackson: “Alles oder Nichts”

Wahrscheinlich gibt es zurzeit keinen Spieler im Kader der Panthers, der einen Neustart so gut gebrauchen kann wie der Zweitrundenpick aus dem Jahr 2018, Donte Jackson.

Nicht nur wegen der Tatsache, dass eine Oberschenkelverletzung den Cornerback über weite Strecken der zweiten Saisonhälfte behinderte, jedoch vielmehr, dass Interims-Headcoach Perry Fewell den 24-jährigen für einige Zeit der letzten Saison auf die Bank verfrachtete.

Grund dafür waren laut Fewell mehrere Big Plays, die Jackson im Rahmen seiner Coverage zugelassen habe. Als sich Jackson dann nach dem Falcons-Spiel zu der Aussage „zwei schreckliche Calls von Perry Fewell“ hinreißen ließ, bedeutete dies die Bank für Jackson in Woche 16 gegen die Colts.

Donte Jackson will die Saison 2020 nun positiver als die letzte gestalten. Deswegen arbeitete er in der Offseason mit dem ehemaligen Pro-Bowl-Cornerback Ryan Clark der Pittsburgh Steelers zusammen. Ziel sei es, sein Spiel neu zu definieren sowie Körper und Geist gesund zu halten.

Am Donnerstag den 06.08.2020. stellte er sich einigen Fragen per Video-Liveschaltung.

Dontes Analyse zu den durchwachsenen Leistungen in den ersten zwei Jahren

Auf die Frage, woran er am meisten in der Offseason gearbeitet habe antwortete Jackson, dass er sein Spiel mit den Augen verbessert und an vielen Details für die Cornerback-Position gearbeitet hat. Er betonte, dass die Gesundheit sehr wichtig für ihn sei. Vor allem habe er auch darauf geachtet, dass er seine alten Blessuren aus dem letzten Jahr im Blick behält. In diesem Fall behielt er besonders seinen Oberschenkel, seinen Hüftbeuger und seine Oberschenkelsehnen im Auge. Diese angesprochenen Verletzungen sind laut Donte Grund dafür gewesen, dass er letzte Saison nicht laufen konnte, keine Cuts machen konnte und auch andere Dinge einfach nicht funktionierten.

„Ich muss sicherstellen, die 100 % zu erreichen. Wenn mir das gelingt weiß ich, dass ich einer der besten Cornerbacks dieser Liga sein kann und meinem Team die Möglichkeit gebe zu gewinnen.“

In der Amazon-Dokumentation „All or Nothing“ wurden seine Schwachstellen in seiner Rookie-Saison offengelegt. Schwächen in der Passdeckung und Auffälligkeiten im sozialen Verhalten kamen durch die Serie ans Tageslicht. Vergessen darf man jedoch nicht, dass sein zweifelloses Können mehrfach aufblitzte. Insbesondere seine 4 Interceptions in den ersten 8 Spielen erinnerten die Verantwortlichen daran, weshalb sie Donte im Draft ausgewählt haben. In der zweiten Saisonhälfte ließ seine Leistung nach. Diese Unbeständigkeit zog sich dann auch wie ein roter Faden durch die gesamte 2. Saison mit den Panthers.

In diesen Zeiten machten gegnerische Quarterbacks Donte Jackson vermehrt als Schwachpunkt aus  und warfen deshalb den Ball öfters in seine Richtung. Auch führte er in seiner 2. Saison weniger Tackles als im Jahr zuvor durch.

Seine Qualitäten als „Ball-Hawk“ müssen jedoch auch in seiner zweiten Saison hervorgehoben werden. Immerhin konnte Jackson 3 Interceptions in 13 Spielen verbuchen. Ihm selbst sei bewusst, dass er die vergangenen 2 Jahre nicht konstant genug gespielt hat. Deswegen weiß er, dass die Saison 2020 ganz im Zeichen von „Alles oder Nichts“ stehen wird.

„Letzte Saison hatte ich einige Verletzungen. In dieser Offseason lag deshalb mein Hauptaugenmerk auf meinem Körper. Dementsprechend brauche ich mir keine Sorgen darüber machen, ob ich nächste Saison nicht bei 100% bin.“

Donte hat deswegen diese Offseason mehr Zeit denn je im Kraftraum verbracht. Denn er weiß, dass die Schwierigkeiten auf dem Spielfeld im letzten Jahr mitunter auf die Probleme mit seinem Körper zurückzuführen waren. Ohne die körperlichen Probleme wird er sich mehr auf andere Dinge fokussieren können.

Jackson fügte hinzu, dass die nächste Saison sehr wichtig für ihn sei und dass er viel von sich selbst erwarte. Er ist bereit loszulegen und will am Ball bleiben. Dies will er bewerkstelligen, indem er mehr Zeit im Filmraum verbringt, mehr Zeit in die Physiotherapie steckt und sowohl auf als auch neben dem Spielfeld ein Anführer sein will.

Neuanfang mithilfe des neuen Trainerstabs

Der brandneue Trainerstab – u.a. mit Headcoach Rhule und dem neuen Defense-Koordinator Phil Snow – wird auf Donte Jackson bauen. Nachdem James Bradberry zu den NY Giants wechselte, ist Donte Jackson unter allen Spielern im Kader nun derjenige, der den Job des Cornerbacks bei den Carolina Panthers am längsten ausführt.

Coach Rhule und auch Phil Snow bekundeten bereits, dass sie sehr hohe Erwartungen an den jungen Cornerback stellen. Defensive-Coordinator Snow teilte mit, Donte müsse mehr an den Details in der Deckung arbeiten. Jackson und Snow haben in der Offseason deswegen sehr viel miteinander kommuniziert.

„Coach Snow und ich haben definitiv viel miteinander gesprochen. Auch Coach Rhule und ich tauschen uns in der Offseason sehr oft aus. Ich weiß um meine Qualitäten und auch die Coaches wissen wozu ich zu leisten im Stande bin. Das ist der Grund dafür, weshalb sie mir vertrauen. Sie vertrauen mir an, den Cornerback-Raum anzuführen und einer der besten Cornerbacks der Liga zu werden.“

„Mit jemandem wie Coop arbeiten zu dürfen ist sehr erfrischend und für mich ein Schritt nach vorne.“

Der neue Cornerback-Coach Evan Cooper wird Donte Jackson diese Saison als Hilfe zur Seite stehen. Cooper spielte bei Temple unter Matt Rhule. Später kam er dann als Assistent zu Rhule zurück und verhalf ihm und den Baylor Bears als Cornerback-Coach zu den zweitmeisten Interceptions US-weit.

Laut Jackson haben die beiden bereits in der Kürze der Zeit eine starke Beziehung zueinander aufgebaut. Um seine Techniken zu verbessern, schickte Donte seinem Coach Videos von seinen Spielen. An solch eine Zusammenarbeit war damals zwischen Jackson und dem damaligen Cornerback-Coach Perry Fewell – der später bekannterweise Interims-Headcoach wurde – nicht zu denken.

„Mit Coach Cooper habe ich in der Quarantäne-Zeit so gut wie jeden Tag gesprochen. Nicht ausschließlich über Football, sondern auch über Familie und grundsätzlich um eine Bindung herzustellen. Ich denke, dass wir beide sehr viel gemeinsam haben. Er ist sehr enthusiastisch, er sagt dir geradeaus ins Gesicht was er denkt und ist sehr detailverliebt. Er hat ein Auge für kleinste Details und ebenso auf meine Technik.“

Jackson in der Rolle als Mentor für den jungen Cornerbackraum

Mit den vielen Veränderungen des Kaders wurde Jackson sozusagen über Nacht von einem unerfahrenen Spieler der Defensive zu einem Veteran. Aufgrund dessen ist er für Rookies wie z.B. Troy Pride Jr. oder Stantley Thomas-Oliver zu einem Leader geworden. Da diese Jungs womöglich früh in die Saison eingreifen müssen, können sie bereits schnell in schwere Situation geraten. Diesbezüglich hat Donte Jackson auch seine Erfahrungen gemacht und bereits viel Lehrgeld gezahlt. Diese Erfahrungen kann er nun an die Rookies weitergeben und ihnen bei ihrer Entwicklung helfen.

„Lernen wie man mit Verletzungen umgeht. Damit umgehen zu können, wenn man nicht bei 100% ist. Nicht bei 100% sein und folglich nicht mit Gegnern mitlaufen zu können, mit denen man eigentlich mithalten kann. Das hat mein Selbstvertrauen gebrochen und hat mich völlig aus dem Tritt gebracht. An diesen Punkten will ich ansetzen. Gegen Widrigkeiten anzukämpfen und mit allem was passieren kann umzugehen. Das habe ich letzte Saison nicht hinbekommen.“

Jackson scheint ein wenig älter und weiser geworden zu sein. Ein Spieler, der bereit zu sein scheint, in seiner ausschlaggebenden 3. Saison etwas weniger frech wirken zu wollen. Als man ihn abschließend fragte, ob er oder Troy Pride Jr. – der beim Combine eine 4.4 gelaufen ist – schneller sei, antwortet er in gewohnter, groß tönender Action-Jackson-Manier:

„Komm schon, Mann!“, lachte er. „Was denkst du denn bitte was meine Antwort darauf ist? Er ist schnell, aber komm schon… Er ist nicht schneller als ich.“

Quelle: Antwan Stanley, The Riot Report

Shaq Thompson: Führungsqualitäten, das Team und die Defense

Viele Augen sind nach dem Abgang von Luke Kuechly nun auf Shaq Thompson gerichtet. Führungsqualitäten und der berühmte Schritt nach vorne ins Rampenlicht werden jetzt von ihm gefordert.

Im Trainingslager von Spartanburg sagte Shaq im letzten Jahr, dass er ein gutes Gefühl für die Saison 2019 hat. Was daraufhin folgte, lässt sich als ein ziemlich gutes Jahr betiteln. Unsere Nummer 54 verzeichnete letzte Saison so viele Tackles wie noch nie zuvor. Letztendlich krönte er die Saison mit einer großen Vertragsverlängerung.

In dem Interview vom 02. August 2020 beantwortet er Fragen zu seiner künftigen Rolle als Führungsperson, seine Eindrücke von seinen neuen Kollegen und natürlich auch die anstehenden Herausforderungen im Hinblick auf die etwas andere Preseason.

Saison 2020: Personelle Veränderungen und andere Rollenverteilungen

Dass Shaq Thompson nächste Saison den nächsten Schritt gehen muss, ist ihm bewusst. Er sieht keinerlei Probleme darin, dieser geforderten Rolle in der Saison 2020 gerecht zu werden. Er selbst hat sich dieses Ziel zur Aufgabe gemacht. Als sein Linebacker-Partner Luke Kuechly das Boot verließ, wusste Shaq Thompson, dass er nun die Rolle seines Freundes bekleiden muss.

„Meine Führungsspieler in der Defensive waren damals T.D. und Luke. Beide sagten nun zu mir, dass ich jetzt derjenige bin, der den Ton anzugeben hat. Das werde ich tun.“

In seinen Augen gibt es bei den Panthers auch viele andere Führungsspieler, mit denen er das Team gemeinsam vorantreiben möchte.

„Es gibt viele andere Führungsspieler auf ihren Positionen. Christian McCaffrey als Runningback. Russel Okung, Matt Paradis und Tyler Larsen in der O-Line. Teddy Bridgewater ist es bei den Quarterbacks. D.J. Moore ist ein Leader der Wide Receiver. Tre Boston bei den Safeties. Tahir und ich sind Leader der Linebacker. K.K. Short, Stephen Weatherly und all die anderen in der D-Line. Jede Position verfügt über Leader.“

Shaq Thompson mit Vorfreude und Zuversicht für die nächste Saison

Optimistisch schaut Shaq Thompson in die Zukunft, wenn er an die zukünftigen Leistungen seiner Defensive denkt. Auch scheint er von seinem neuen Defensiv-Koordinator sehr angetan:

„Wir haben ein völlig anderes Coaching Team und werden deren Spielweise umsetzen.“

„Dieses System erlaubt es, viele athletische Spieler auf das Spielfeld zu bringen. Wir werden Plays kreieren und einfach Football spielen. Ich denke Coach Snow hat einen guten Job gemacht und wir sind startklar.“

Vor allem ist er froh, dass er wieder K.K. Short in der D-Line begrüßen kann. Euphorisiert erwähnte er, dass er es kaum abwarten könne K.K. zusammen mit Derrick Brown in Aktion zu sehen. Für ihn ist Brown ein Spieler, der in Shaqs Augen einmal eine gute Rolle in der NFL spielen kann. Vor allem sieht er die D-Line – mit Brian Burns und Stephen Weatherly als Defensive Ends – sehr gut aufgestellt.

„Ich liebe es, dass K.K. wieder da dabei ist. Er ist so wichtig für die Defensive und macht einen so großen Teil aus. Er wird Derrick Brown sehr viel beibringen können.“

An der Vergangenheit will sich Shaq gar nicht messen lassen:

„Man braucht nicht mehr über letztes Jahr zu sprechen, weil alles anders sein wird. Wir haben auch neue Spieler dazu bekommen. Es bringt uns nichts, dem vergangenen Jahr hinterher zu trauern. Es zählt nur das nächste Jahr.“

Wie die Mannschaft nun zusammenwachsen muss

Dass die Verantwortlichen der Panthers ausschließlich Spieler für die defensive Seite des Balles drafteten, nahm Shaq gelassen hin. Er betonte, dass er dem Drafting-Stab vertraue und optimistisch sei, ein gutes Team mit den Rookies zu formen.

Bis jetzt hat er schon alle Rookies im Locker Room, aber auch vorher bei virtuellen Treffen, kennenlernen können. Auch hat er beispielsweise mit dem Neuzugang und zukünftigen Partner auf der Linebacker-Position Tahir Whitehead Kontakte geknüpft.

Gerade mit ihm habe Shaq sich auf Anhieb verstanden, sodass die Chemie sofort stimmte.

Auf die Frage, ob es Schwierigkeiten im sozialen Umgang aufgrund der besonderen Vorkehrungen in Bezug auf das Coronavirus gebe, antwortete Shaq, dass sich bis auf das Abstandhalten nichts geändert habe. „Die Jungs sprechen nach wie vor miteinander über Football und andere Themen.“

Auf was es in der nächsten Zeit besonders ankommt

Herausforderungen sieht Shaq Thompson dennoch  auf sich und die gesamte Defensive zukommen. Ihm ist bewusst, dass die Trainingsphase kürzer ist als gewohnt. Er betont, dass gerade diese junge Defensive viele Erfahrungen sammeln muss. Hervorhebend erwähnt er, dass es am Ende des Tages aber immer nur um die eine Sache geht, welche die Spieler ihr ganzes Leben lang schon betreiben. Und zwar das Footballspielen.

„Wir müssen uns schnell bewegen, raus gehen und spielen. Wir müssen unsere Techniken beherrschen und die Zuordnung in der Defensive muss stimmen. Dann wird alles gut werden.“

Shaq stellt klar, dass er sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft stellt. Als er nach einem weiteren persönlichen Ziel gefragt wurde, bestätigte er dies:

„Ich will mit dem Team Siege feiern und der Franchise helfen Siege einzufahren. Ich habe mir auf die Fahne geschrieben ein Teamplayer zu sein.  Darauf fokussiere ich mich. Es geht nur um das Team.“

Zu Zeiten der anhaltenden Pandemie stellte er klar, dass es in der gesamten NFL nun darauf ankomme, klug zu agieren und nicht in Egoismus zu verfallen. Gerade die jüngeren Spieler müssten zunächst den Spaß hinten anstellen. Alle Spieler in der NFL müssen besonnen reagieren, bis man Covid 19 im Griff hat.

In den Meetings habe man bereits mit den jungen Spielern geredet. Sollte Bedarf bestehen, wird auch Shaq den Austausch mit ihnen anregen. Er weiß, dass die jungen Athleten in Zukunft Profis sein werden und dass er sie bei dem Prozess unterstützen möchte. Man merke jedenfalls sofort, dass die Panthers intelligente Rookies in den Kader geholt haben.

„Wenn du die Saison spielen willst, musst du auch an andere Menschen denken und nicht nur an dich selbst.“

Diese Umstände bringt die Pandemie mit sich

Dass es diese Saison keine Preseason-Spiele gibt, birgt für Shaq Thompson sowohl Vor- als Nachteile.

„Der Nachteil ergibt sich für die Rookies, ungedraftete Free Agents oder die Jungs aus den ersten zwei Jahren. Sie wollen es ins Team schaffen, aber es gibt  keinen Film über sie. So ist es schwer zu zeigen, dass sie es drauf haben und sich in dieser Liga etablieren können.“

„Der Vorteil ist, dass wir uns vor der dem Ligastart besser ausruhen können.“

In der Offseason beteiligte sich Shaq an Protesten und Märschen im Rahmen der Black-Lives-Matter-Bewegung. Darauf angesprochen betonte er, wie wichtig es ihm ist, einen Wechsel auf allen Ebenen herbeizuführen.

„Ich will jeden afroamerikanischen Menschen unterstützen. In jeglicher Hinsicht.“

Schließlich fragte man ihn, was er von der NFL bezüglich der Bewegung sehen möchte. Diese Frage beantwortete Shaq nicht. Stattdessen machte er folgendes Statement :

„Ich will sehen, dass die Polizisten verhaftet werden, die Breonna Taylor getötet haben. Und ich will, dass die Ermittlungen im Fall von Stephon Clark neu aufgerollt wird.“

Auf die Frage, ob er schon Kontakt zu Luke Kuechly in dessen neuer Rolle als Pro Scout hatte, stellte er eindrucksvoll folgendes klar:

„Luke ist mein Bruder. Wir haben immer Kontakt. Wir reden über Football, Familie und so viele andere Sachen. Das halten wir auch so bei. Über sein Aufhören und seinen neuen Job reden wir nicht. Die Beziehung bleibt so wie sie immer war.“

Zusammenfassend machten Shaq Thompson’s Einblicke Lust auf die folgende Saison. Gewiss wird es neben hoffentlich vielen Hochs auch das ein oder andere Tief in der Defensive geben. Dies wird letztlich der Unerfahrenheit und der wenigen Spielpraxis geschuldet sein.

Man wird das Zusammenwachsen der Defense wohl mit Spannung verfolgen dürfen. Ein zentraler Baustein hierfür wird die Nummer 54 der Carolina Panthers, Shaq Thompson, sicherlich sein.

Quelle: Youtube
Bilder: Carolina Panthers

Die 5 größten Duelle im Trainingscamp der Carolina Panthers

Die Carolina Panthers haben ihre Franchise in der Offseason 2020 ordentlich umgekrempelt. Im Trainerstab, sowie auf dem Spielfeld haben einige Veränderungen stattgefunden.

Begonnen hat alles mit dem Trainerwechsel von Ron Rivera zu Matt Rhule, der 3 Jahre lang die College-Mannschaft von Baylor betreute. Seitdem wurde der Kader stark verändert. Unser jahrelanger Franchise-Quarterback Cam Newton wurde entlassen und durch Teddy Bridgewater ersetzt. Dieser wurde mit einem 3-Jahresvertrag in Höhe von 63 Mio. Dollar ausgestattet. Namen wie Luke Kuechly, Greg Olsen, Eric Reid oder Gerald McCoy werden nächste Saison nicht mehr für die Panthers auf dem Platz stehen.

Ein Lichtblick der Offseason war die Vertragsverlängerung von Star-Runningback Christian McCaffrey. Mit der Einigung auf einen 4-Jahresvertrag in Höhe von 64 Mio. Dollar machte man ihn zum bestbezahlten Runningback der NFL.

Zudem stimmte der Draft die Panthers-Fans größtenteils positiv. Historisch bisher einmalig drafteten die Carolina Panthers ausschließlich Defensivspieler mit ihren insgesamt 7 zur Verfügung stehenden Picks. Die Hoffnung auf eine starke Defensive in den nächsten Jahren wächst in allen Anhängern der Panthers heran.

 

 

 

 

Nach dieser kleinen Rückschau ist es Zeit in die Zukunft und somit auf die heißen Duelle des Trainingscamps zu schauen. Wer kann sich beweisen und sich einen Platz im Kader erkämpfen? Schauen wir es uns an!

Juston Burris gegen Jeremy Chinn um die Rolle des Strong Safety (SS)

Um Jeremy Chinn an der 64. Stelle des Drafts auszuwählen, tradeten sie extra hoch. Das ist ein Indiz dafür, welch hohes Ansehen Jeremy Chinn bei der Führungsetage genießt. Viele sehen ihn als zukünftigen Strong Safety der Panthers. Doch könnte es sein, dass hier die Rechnung ohne den Wirt gemacht wird? Ganz unwahrscheinlich ist es schließlich nicht, dass Juston Burris – kommt als Free Agent aus einer seiner besten Saisons – als SS gegen die Raiders starten wird. Es hängt auch davon ab, wie die Panthers Jeremy Chinn einsetzen wollen. Aufgrund seiner Athletik könnten sie ihn auch auf anderen Positionen gut gebrauchen. Und das muss nicht zwangsläufig direkt als Starter sein.

Coach Rhule äußerte sich via „The Charlotte Observer“ folgendermaßen über Chinn:

„Wir denken, dass wir ihn so trainieren können, dass er Safety, Nickel oder auch SAM spielen kann. Er kann aber auch als Cornerback Nr. 2 agieren, wenn er reinkommt. Danach wieder den Nickel oder Dime übernehmen. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass er die Runningbacks oder Tight Ends decken kann. Wenn ich mir anschaue, auf welche wir davon in der NFC South treffen, ist Jeremy Chinn ein Spieler, den wir auf sie ansetzen können.“

 

Eli Apple gegen Troy Pride Jr. im Duell um den Job als startender Cornerback (CB) neben Donte Jackson

 In der Secondary der Panthers hat sich in der Offseason einiges verändert. James Bradberry, Ross Cockrell und Javien Elliot werden nicht mehr für die Panthers auflaufen und wurden durch Troy Pride Jr., Thomas-Oliver und Eli Apple ersetzt. Eli Apple ist ein ehemaliger 1. Runden-Pick, der letzte Saison 15. Mal für die Saints startete. Donte Jackson ist der beste Cornerback des Teams. Die Panthers brauchen jedoch auf der anderen Seite eine solide Nr. 2. Es scheint so, als wäre Eli Apple favorisiert. Man darf jedoch nicht Troy Pride Jr. außer Acht lassen, der sich die Aufmerksamkeit des Head Coaches bereits erarbeitet hat.

Coach Rhule sprach in einem Interview über Pride Jr.:

„Ich hatte bereits eine großartige Videokonferenz mit ihm. Meine Frau bekam die Unterhaltung während sie kochte mit und fragte mich nach Beendigung der Videokonferenz, mit wem ich gesprochen habe. „Das ist ein Profi“ sagte sie zu mir. Bei Troy handelt es sich um einen sehr reifen Mann, der viel Football gespielt hat. Und bei solch einer Offseason, ohne die offiziellen Trainingseinheiten, denke ich, wird er aufgrund seiner Reife reinkommen und sofort helfen.“

Dass es keine richtige Vorbereitung gab, wird besonderen Einfluss auf die „Rookies gegen Veteranen“-Duelle haben. Die Rookies waren die letzten Monate sehr fleißig was ihre Vorbereitung angeht. Dies kann im Einzelfall dafür ausschlaggebend sein, dass sie am Ende die Nase vorne haben.

Es scheint so, als könnte Troy Pride Jr., der auf seinem College Notre Dame auch Teil des Sprintteams war, aus seiner guten Vorbereitung Kapital schlagen können.

 

Das Battle um den Spot als Rechter Guard (RG) zwischen Michael Schofield und Dennis Daley

 Center Matt Paradis und rechter Tackle Taylor Moton werden offensichtlich als einzige Starter aus der Saison 2019 zurückkommen. Unser ehemaliger Pro Bowler und rechter Guard Trai Turner wurde gegen Russel Okung, den linken Tackle der Chargers getradet.

Zudem verpflichteten die Panthers den 60-maligen Starter John Miller von den Bengals. Ihm scheint der Spot als Starter auf der linken Guard-Position so gut wie sicher.

Folglich bleibt nur noch der Platz des rechten Guards vakant. Und dieser wird schwer umkämpft sein. Hier könnte es zum Show-Down zwischen Michael Schofield und Dennis Daley kommen.

Dennis Daley wurde letztes Jahr in der 6. Runde gedraftet und wurde direkt ins kalte Wasser geworfen. Und man kann sagen, dass er hinsichtlich der Pass Protection ganz gut abgeliefert hat. Diese Erfahrung könnte ihm für eine komplette Saison 2020 weiterhelfen.

Ihm im Weg steht kein geringerer als Michael Schofield, der 7 Jahre Erfahrung mit sich bringt und die Panthers als rechter Tackle der Denver Broncos im SuperBowl 50 besiegte. Seine Erfahrung kann ausschlaggebend sein für seine Rolle als Starter bei den Panthers. Zudem hat Schofield bereits mit Okung und auch dem neuen Offensive Line Coach Pat Meyer in Los Angeles zusammengearbeitet. Zuletzt kommt hinzu, dass Schofield auch 3 Jahre lang zusammen mit Matt Paradis in der O-Line der Broncos stand.

Wer wird Backup Quarterback (QB) hinter Teddy-B ? Wird es Will Grier oder P.J. Walker?

Dass Teddy Bridgewater der gesetzte Quarterback ist, daran zweifelt niemand. Das Rennen und seinen Backup-Platz scheint jedoch offen zu sein.

Will Grier wurde letzte Saison in der 3. Runde des Drafts von den Panthers ausgewählt. 2 Mal stand Grier als Starter auf dem Spielfeld. Dort brachte er weniger als 54% der Bälle an den Mann. Zudem warf er insgesamt 4 Interceptions. Dass er die wiederkehrenden Spieler der letzten Saison schon kennt, könnte in seine Karten spielen und ihm einen Vorteil verschaffen.

P.J. Walker spielte in den Jahren 2013-2016 unter Coach Rhule für die Temple University. Letztes Jahr war auf bestem Wege der MVP der neugeschaffenen XFL zu werden, ehe diese inmitten der Saison abgebrochen wurde. Walker‘s Rekord mit den Houston Roughnecks lag bei 5:0 Siegen. Er warf 1,388 Yards, 15 Touchdowns und dabei 4 Interceptions. Walker lebt seit einigen Monaten in Charlotte und trainierte in der letzten Zeit mit Daniel Jones von den New York Giants und dem ehemaligen Duke Quarterback Anthony Boone.

Boone über P.J. Walker via „The Observer“:

„Er ist der Typ, der bei der richtigen Möglichkeit, in der richtigen Zeit und den richtigen Umständen, dieselben Leistungen in der NFL abrufen kann. Er ist geschärft und geschliffen“

 

Wird Tahir Whitehead der Nachfolger von Luke Kuechly als Middle Linebacker (MLB), oder hat Jermaine Carter eine Chance?

Bekannterweise begab sich die Franchise-Legende Luke Kuechly in die frühe, jedoch wohl verdiente Rente. Anstatt den einen Erben für den Posten neben Shaq Thompson zu verpflichten, priorisierte man eher den Aufbau der gesamten Defensive beim Draft. Tahir Whitehead wurde als Ersatz für Luke Kuechly in der Free Agency verpflichtet. Whitehead tat sich in der letzten Saison bei den Raiders schwer beim Verteidigen gegen den Pass.

Die langjährige Erfahrung von Whitehead wird ihm zunächst einen vorläufigen Vorsprung für das Duell mit Carter geben. Doch klar ist auch, dass die Türe für jüngere Athleten aus den eigenen Reihen offen steht.

Und in den Startlöchern steht Jermaine Carter, welcher der wohl interessantere Spieler im dritten Jahr bei den Panthers ist. Immerhin hat der 5. Runden-Pick im Saisonfinale gegen die Saints Tackles im zweistelligen Bereich auf dem Spielfeld gezeigt. Andre Smith, der 2 Runden später als Jermaine Carter im selben Draft gewählt wurde, wird sich wahrscheinlich hinten anstellen müssen. Denn bis jetzt konnte er noch nicht auf sich aufmerksam machen. Aber auch da ist abzuwarten, ob er den Trainerstab nicht doch durch starke Leistungen im Trainingscamp überzeugen kann.

Letztlich ist noch Pass-Rushing-Spezialist Christian Miller zu erwähnen, der normalerweise eine Rolle als Outside-Linebacker einnehmen wird. Wie Smith hat auch er nur eine minimale Chance auf den Job als Erbe von Luke Kuechly.) (Anm. d. Red.: Christian Miller gab am 03.08.2020 bekannt, dass er freiwillig die Saison 2020 aussetzen wird) . Der Trainerstab wird wohl auf ein gutes Trainingscamp vom jungen Jermaine Carter hoffen und ihn dann guten Gewissens in das Duell mit Whitehead schicken.

Quelle: CBS Sports
Bilder: Carolina Panthers

Das richtige Jersey: Fakten und Informationen

Die Begeisterung für den American Football in Deutschland gewinnt zunehmend an Bedeutung und hat bereits andere populäre Sportarten hier zu Lande in Teilen verdrängt. Das Angebot an Fanartikel und Merchandise der Teams ist förmlich explodiert, was die Entscheidung bei der eigenen Bestellung nicht immer erleichtert. Uns begleiten immer wieder Fragen, bei denen es sich zum einen um die Unterschiede und die Beschaffenheit der verschiedenen „Jersey-Typen“, aber auch um das vielfältige Angebot nationaler und internationaler Fanshops handelt.

Gerade in der Offseason wird sich intensiv mit dieser doch scheinbar einfachen Thematik auseinandergesetzt, denn einige Teams stellen bereits jetzt schon ihre neuen „Uniformen“ für die kommende Saison vor, gern gesehene Spieler wechseln das Team oder man möchte die Chance nutzen, um von Interessanten Rabatten in den Shops zu profitieren.

Auch wir haben uns diesem Thema etwas genauer gewidmet und geben gerne einen Einblick in Unterschiede, Materialien und Beschaffenheit. Im Fokus unserer Recherche stand hierbei der Team Store der Carolina Panthers, die ihre Zusammenarbeit mit Fanatics Experience in den vergangenen Wochen weiter ausgeweitet haben. Darüber hinaus lassen wir persönliche Erfahrungen mit einfließen, die bei der Wahl möglicherweise von Nutzen sein können und euch bei der Entscheidung helfen. Zugegebenermaßen kann einen das Angebot anfangs überfordern und auch die jeweils aufgerufenen Preise erleichtern einem die Entscheidung nicht wirklich.

Bezeichnungen

In den meisten Fällen handelt es sich bei allen zu bestellenden Jerseys im Team Store um sogenannte „Replicas“. Das Wort „Replica“ bedeutet nichts anderes als Nachbildung, denn es sind industriell hergestellte Fan-Jerseys, die nicht persönlich von Spielern getragen werden. Im Team Store selbst unterscheiden wir zwischen

  • Game Player Jerseys,
  • Limited Player Jerseys,
  • Pro Line Team Player Jersey,
  •  Throwback/Legacy Replica Jerseys

Zusätzlich finden wir ein sogenanntes “Legend” Jersey für Frauen.

Die Unterschiede erläutern wir im weiteren Verlauf, wobei wir auf einzelne Kategorien, wie Veredelungen, Material, Passform und dem Brand (Hersteller-Etikett) eingehen. Die einzelnen doch feinen Unterschiede können manchmal zu Verunsicherungen führen, sodass es zu einem Springen zwischen den Typisierungen kommen kann.

1. NFL – Game Player Jersey

Dieser Typ ist wohl das meist verkaufte Jersey im Team Store oder anderen Fanshops. Es gehört mit $99 (Spielerjersey) zu den günstigsten und kann auch ohne große Probleme individuell mit eigenem Namen und Nummer (Custom) veredelt werden.

Veredelungen:

Applikationen wie Name, Nummer, Hersteller, Team-Logo und das „Keep Pounding“ im Nackenbereich sind bis auf das Herstellungsetikett am unteren Rand (Brand) in einem Druckverfahren auf des Jersey gepresst worden. Das NFL Emblem im vorderen Kragenbereich besteht ähnlich wie die zuvor genannten Applikationen aus einem flexiblen gummiartigen Material, welches zumeist ein Indiz für das Game Player Jersey darstellt. Den Kragen des Jerseys ziert das in einem ähnlich gehaltenen Material stehende „Keep Pounding“.

 

 

Das Verfahren ist ebenso unterschiedlich wie die Bezeichnungen selbst, denn häufig finden wir eine glänzende und glatte oder gummiartige Beschaffenheit der Applikationen vor.

Material, Passform und Größe

Das Material besteht aus 100% Polyester und ist körperbetont geschnitten. Der Verbraucher soll sich in dem Jersey wohlfühlen und uneingeschränkte Bewegung wie beispielsweise beim Sport verspüren. In der Regel gleichen die Größen der eigenen Konfektionsgröße. Durch die Nutzung der amerikanische Größen führt dies zumeist zu  Problemen und weiteren Fragen. Durch die zusätzlichen „Mesh Side Panels“ im Rippen- und Seitenbereich, ist das Jersey atmungsaktiv und soll für eine entsprechende Zirkulation sorgen. Um den Tragekomfort so angenehm wie möglich zu gestalten, verzichtet man bei dem Game Player Jersey auch auf das eingenähte „neck label“, welches meistens wie die Applikationen eingedruckt wird.

Brand – Marke

Am unteren Rand des Jerseys findet man die Bezeichnung und Art des Jerseys (Etikett), welche in diesem Fall immer mit dem Hersteller – Nike, deklariert ist.

 

 

Persönliche Erfahrungen:

Abhängig von dem individuell mit Namen und Nummer veredeltem oder teils unterschiedlichen „Spieler-Jerseys“ variieren die Größen oftmals sehr stark. Grund für dieses Empfinden ist auch der Unterschied zwischen europäischen und amerikanischen Statuen und Körpermaßen. Die Haptik sowie die Verarbeitung der Applikationen fühlen sich aufgrund der Beschaffenheit oftmals billig an. Ein gekauftes Cam Newton Game Player Jersey im NFL Shop San Francisco konnte man im Ansatz nicht mit dem Luke Kuechly Game Player Jersey, gekauft in New York City vergleichen, ebenso ein im NFL Europe Shop gekauftes Luke Kuechly Game Player Jersey.

2. NFL – Limited Player Jersey

Dieses Jersey kommt einem authentischem „on-field-jersey“ wie sie es unsere Helden auf dem Platz tragen am nächsten. Mit $150 gehört es mit zum teuersten Jersey im Team Store, welches jedoch durch eine hohe Qualität und Tragekomfort besticht.

Veredelungen:

Sämtliche Applikationen wie Name, Nummer, Hersteller, Team-Logo sind gestickt und stehen dem Originalen in nichts nach. Das NFL Emblem auf der Brust in einem gummierten Metallic-Look gehalten und setzt einen farblichen Akzent. Den Kragen des Jerseys verziert hier das „Keep Pounding“.

 

 

Material, Passform und Größe

Das Material besteht aus 100% recyceltem Polyester und ist normal geschnitten. Wie bei dem „on-field-jersey“ befindet sich auf der Vorder- und Rückseite (Brust-, Bauch- und Rückenbereich) der „Chainmaille Mesh Stoff“, welches für ein hohe Beweglichkeit und Atmungsaktivität sorgt. Im Gegensatz zum Game Player Jersey ist der Tragekomfort höher und trägt sich angenehm leicht. Um den Tragekomfort ebenso angenehm wie möglich zu gestalten, verzichtet man auch hier auf ein eingenähtes „neck label“, welches wie beim Game Player Jersey eingedruckt ist.

Brand – Marke

Am unteren Rand des Jerseys findet man die Bezeichnung und Art des Jerseys (Etikett), welche in diesem Fall immer mit dem Hersteller – Nike, deklariert ist. Ebenfalls setzt sich das Etikett auch hier von anderen Jerseys ab, da das Emblem der NFL in einem gummiartigen Material gehalten ist.

Persönliche Erfahrungen:

Bei meinem Besuch in Charlotte im September 2019, kam ich um den Team Store im Bank of America Stadium selbstverständlich nicht rum und entschied mich für ein Christian McCaffrey #22 und Luke Kuechly #59 Limited Player Jersey. Die Passform sowie der Schnitt waren wie auf mich zugeschnitten, die Verarbeitung sehr hochwertig. Das Material vor allem im vorderen, wie auch hinteren Bereich ist besonders geeignet für hohe Temperaturen.

3. NFL – PRO LINE (Player) JERSEY

Das Pro Line (Player) ist das letzte Jersey im Bunde und besonders beliebt bei großen und kräftig gebauten Menschen. Es befindet sich preislich zwischen $99 und $125. Bei genauer Betrachtung des Team Stores stellt man fest, dass das Pro Line (Player) Jersey nur in einer Aufmachung erhältlich ist, der „Black Carolina Panthers Uniform“.

Veredelungen:

Applikationen wie Name, Nummer und Team-Logo sind bis auf das Herstellungsetikett am unteren Rand des Jerseys (Brand) und im Kragen in einem Druckverfahren auf des Jersey gepresst worden. Wie beim Game Player Jersey finden wir oftmals eine glänzende und glatte oder gummiartige Beschaffenheit der Applikationen vor. Im Falle des Pro Line Jerseys wird auf die Abbildung des Herstellers – Nike sowie dem “Keep Pounding” im Kragen komplett verzichtet.

Das NFL Emblem auf der Brust ist in Farbe gestickt.

 

 

Material, Passform und Größe

Das Material besteht wie das Game Player Jersey aus aus 100% Polyester und ist normal geschnitten. Auch das Pro Line Jersey besitzt auf der Vorder- und Rückseite (Brust-, Bauch- und Rückenbereich) einen „Mesh Stoff“, um hier ein bestimmendes Merkmal der „on-filed-jersey“ aufzugreifen und abzubilden. Im Vergleich zum Limited Player Jersey ist der Stoff engmaschiger, was die Zirkulation jedoch nicht gravierend beeinträchtigt.

Brand – Marke

Am unteren Rand des Jerseys findet man die Bezeichnung und Art des Jerseys (Etikett), welche in diesem Fall immer mit dem Logo der NFL (National Football League) – „NFL Pro Line“ deklariert ist. Auch farblich besticht das Etikett durch die Blaue Farbe und einem Feld für einen einzutragenden Namen.

Wie eingangs bei den Veredelungen erwähnt, finden wir keinen Hinweis auf den Hersteller, wie vergleichsweise auf dem Game Player- oder dem Limited Player Jersey.

 

 

Persönliche Erfahrungen:

Der Tragekomfort ist vergleichbar wie mit dem des Limited Player Jerseys, wirkt in der gesamten Betrachtung für mich jedoch etwas merkwürdig. Warum diese besondere Linie entworfen wurde ist mir ein Rätsel, da die Applikationen des Herstellers für mich eine gravierende Rolle spielen und das Gesamtbild eines Jerseys abrunden. Angesichts des Preises und einer „on-field“ Optik, macht man mit diesem Jersey, abhängig von dem eigenen Zweck nichts falsch.

4. Throwback/Legacy Replica Jersey

Im Team Store sind aktuell zwei Throwback/Legacy Replica Jersey erhältlich. Wie es der Name verrät „Legacy“ handelt es sich hierbei um die Huldigung von bestimmten Spielern, die die Carolina Panthers verkörperten und bis in die heutige Zeit prägten. Beispielgebend ist hier Sam Mills, der durch seinen Kampf gegen den Krebs und seiner Philosophie „Keep Pounding“, den Grundstein der heutigen Carolina Panthers setze.

Die verwendeten Materialien sowie Veredelungen gleichen dem NFL Game Player Jersey und weisen alle etwaigen Merkmale auf.

5. Color Rush Legend Jersey

Das Legend Jersey ist ein extra angefertigtes Jersey für Frauen und liegt preislich bei $79,99. Dieser Jersey-Typ setzt sich im Vergleich zu allen anderen käuflich zu erwerbenden Modellen erheblich ab.

Veredelungen

Sämtliche Applikationen wie Name, Nummer und Team-Logo sind bis auf das Herstellungsetikett am unteren Rand des Jerseys (Brand) in einem Sublimationsdruck (Verfahren) in den Trägerstoff eingedampft worden. Im Kragen finden wir zu dem Game Player- und Limited Player Jersey hingegen die Bezeichnung “Color Rush” anstelle des “Keep Pounding”, was in dem Fall ein klares Indiz für diese Art ist.

Das NFL Emblem im vorderen Kragenbereich besteht ähnlich wie bei anderen Jerseys, aus einem flexiblen gummiartigen Material.

 

 

Material, Passform und Größe

Das Material besteht aus aus 100% Polyester und ist tendenziell enger geschnitten als die eigentliche Konfessionsgröße (Abweichungen US Größen) . Durch den Sublimationsdruck trägt sich das Jersey leicht und bietet eine hohe Flexibilität. Ähnlich wie beim Pro Line Jersey sind Herstellungsetikett im Kragen sowie am unteren Rand zusätzlich angebracht und setzen sich hingegen aller anderen bestimmenden Merkmale vom Jersey ab.

Fact

Die NFL profitiert nicht vom Verkauf von Color Rush-Trikots. Im Gegenteil, die Erträge kommen der NFL Foundation zu Gute, welche gemeinnützige Organisationen im Gesundheitswesen oder der Jugendarbeit unterstützen. Vor allem Förderungsprogramme in den gesamten Vereinigten Staaten von Amerika können so mitunter finanziert werden.

Brand – Marke

Am unteren Rand des Jerseys findet man die Bezeichnung und Art des Jerseys (Etikett), welche in diesem Fall immer mit dem Hersteller – Nike, deklariert ist.

 

 

Persönliche Erfahrungen:

Bei dem ersten Betrachten dieses Jersey, muss ich zugegeben Maßen an ein Replica Trikot aus dem Fußball denken. Prinzipiell weist dieses Shirt alle Merkmale eines Jerseys auf, was Farbe, Nummer, Team Logo, NFL Emblem und Hersteller betrifft, dennoch ist es auch das einzige Jersey, was nicht einmal ansatzweise an ein “on-field” Jersey heran kommt. Für das Tragen bei sportlichen Betätigungen erscheint mir dieses jedoch als äußerst gut geeignet zu sein.

Fazit

Wie man erkennen kann gibt es eine Menge Unterschiede in der Beschaffenheit selbst, aber auch den Applikationen, die das Jersey des eigenen Teams im Detail erst abrunden. Wie geschildert finden wir das (1) NFL Game Player Jersey am häufigsten in unserer Umgebung und gar im Kleiderschrank. Nationale und internationale Fanshops wie: Taass, der NFL Shop Europe, andere Shops bieten in der Regel genau diesen Typ an. Die Bezeichnungen variieren oftmals was jedoch keinen Unterschied zu Art und Beschaffenheit macht.

Die qualitativ hochwertige Verarbeitung sowie detailreiche Veredelungen macht das (2) Limited Player Jersey zum klaren Favoriten. Mit §150 handelt es sich hier um das teuerste Stück im Shop, was aber durch Tragekomfort, Leichtigkeit, Schnitt und Passform sowie dem originalgetreuen “on field” Look besticht.

Hat dieser Bericht geholfen, haben sich weiteren Fragen daraus ergeben oder habt ihr das Gefühl, dass das Angebot und die Unterschiede für euch noch undurchsichtiger geworden sind? Viel Spaß beim Kauf und der Wahl eures nächsten Jerseys.

Matt Rhule: Absage der Preseason, COVID 19 und wie er seinen Kader für 2020 aufbauen wird.

Coach Matt Rhule stand am Mittwochabend per Videokonferenz Rede und Antwort bei Fragen rund um den Start des Trainingscamps. Zwangsläufig drehten sich viele Fragen um die Umstände, die der Coronavirus verursacht, was der Headcoach von seinen Spielern erwartet und wie er es meistern wird, einen schlagkräftigen Kader für die Saison 2020 auf die Beine zu stellen.

Zunächst startete Matt Rhule`s erste Pressekonferenz des Trainingscamps mit guten Nachrichten: Aktuell steht keiner seiner Spieler auf der COVID/Reserve-Liste der NFL. Dies teilte ein Sprecher der Panthers vor Beginn der Redezeit von Coach Rhule mit. Folglich kann der Coach auf alle seine Spieler zurückgreifen und verliert zu Beginn des Trainingscamps kein Personal an das Coronavirus. Die PR-Abteilung stellte für das restliche Trainingscamp klar, dass hinsichtlich des Coronavirus keine Einzelheiten über den Gesundheitsstatus der Spieler bekanntgegeben werden. Sollte sich also ein Spieler auf der COVID/Reserve-Liste befinden, wird man nicht erfahren ob derjenige Spieler selbst infiziert ist, oder lediglich Kontakt zu Infizierten hatte.

Um den Virus möglichst vom Team fernzuhalten, sendete unser Headcoach während der „Zoom“-Videokonferenz am Mittwochnachmittag eine eindeutige Nachricht an alle seine Spieler.

Das Wichtigste überhaupt ist, dass man sich verantwortlich fühlt. Jemand zu sein, der sich selbst und das gesamte Team davor schützt zu erkranken.

Im Folgenden könnt Ihr die wichtigsten Fragen und Antworten der Videokonferenz nachlesen:

 

Vor dem Hintergrund, dass bisher niemand das Spielfeld betreten konnte – Was ist die größte Herausforderung, die Spieler auf den Start der Saison vorzubereiten?

„Ich denke wichtig ist, dass jeder das Richtige tun will. Jeder möchte auf dem höchsten Niveau abliefern. Egal ob es die Coaches, Mitarbeiter des Teams oder eben die Spieler sind. Wir müssen bescheiden genug sein, um zuzugeben, dass wir alle Fehler machen und dann aus diesen Fehlern lernen. Dann müssen wir weitermachen und als Gruppe zusammenwachsen.“

„Die andere Seite ist das Aufbauen von gegenseitigem Vertrauen. Football lebt davon sich selbst, aber auch seinen Teamkameraden, den Coaches und dem ganzen System zu vertrauen. Das ist ein Prozess und der braucht seine Zeit. Ganz offensichtlich haben wir hierfür nur ein kleines Zeitfenster, aber die Jungs in der Spielerkabine und auch der Trainerstab sind für diese Herausforderung bereit“

 

Wieso haben Sie entschieden bei einem 90-Mann Kader zu bleiben, anstelle auf 80 Spieler zu kürzen? (Die Panthers müssen ihren Kader bis zum 16. August auf 80 Spieler herunterkürzen)

„Wir haben sehr hart daran gearbeitet 90 Spieler auszuwählen, mit denen wir ins Trainingscamp gehen wollen. Und auch diese Jungs haben die gesamte Offseason sehr hart gearbeitet. Die virtuellen Meetings und all das was wir von ihnen verlangt haben. Es hat sich einfach nicht richtig angefühlt diese Spieler rauszuwerfen, ohne sie jemals bei der Arbeit gesehen zu haben.

„Die Regeln sagen ja, dass wir zu jeder Zeit auf die 80 Spieler runtergehen können. Meiner Meinung nach bist du in diesen schwierigen Zeiten froh, wenn du so viele Spieler wie möglich um dich herum hast die mit deinem System vertraut sind. Deshalb wollten wir mit 90 Spielern starten und schauen, wie es sich entwickelt und in welche Richtung der Trend geht. Offensichtlich haben wir die Möglichkeit auf 80 Spieler zu kürzen. Mal schauen ob es erst am Stichtag oder vorher sein wird. (Anm. d. Redaktion: Am Samstag, dem 01.08. wurde der Kader auf 80 Spieler gekürzt)“

 

Sehen Sie die Möglichkeit, dass noch mehr Panthers-Spieler wegen dem Coronavirus freiwillig aussetzen? (Undrafted Free Agent LB Jordan Mack gab bekannt, dass er nächste Saison nicht spielen wird) Haben Sie diesbezüglich eine Nachricht an Ihre Spieler?

„Jeder von uns hat verschiedene familiäre Probleme. Meine 3 Kinder wurden als Frühchen geboren. Wir alle haben unsere Probleme. Manche von uns haben Eltern, manche haben schwangere Frauen, manche haben Kinder und manch einer selbst hat ein höheres gesundheitliches Risiko. Somit habe ich allen meinen Spielern verdeutlicht, dass dieses Virus uns alle in verschiedenster Form trifft und beschäftigt. Also wenn jemand irgendwelche Bedenken oder Fragen hat, kann er jederzeit mit mir über diese Dinge reden.“

„Die richtige Entscheidung muss dann jeder für sich selbst treffen. Ich werde niemanden etwas vorwerfen, wenn er sich für die eigene Sicherheit oder die der Familie entscheidet. Ich habe über die ganze Zeit der Pandemie versucht klarzustellen, dass ich ein Coach bin, der den Menschen helfen will und die Spieler dahingehend ermutigt, die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Familie als Priorität anzusehen. Ich hoffe, dass die Jungs sich bei allem Tun und Handeln durch meine Worte gestärkt und wirklich sicher fühlen.“

„Meine Nachricht ist einfach, dass jeder machen sollte, was er machen muss. Zur gleichen Zeit können wir alle zusammenarbeiten und sicherstellen, dass wir uns alle gesund und sicher fühlen.“

 

Denken Sie, dass Sie einen Wettbewerbsnachteil haben, weil sie einen neuen Quarterback haben und sich große Teile des Kaders verändert haben?

„Es ist alles anderes als ideal.“

„Selbst die Entscheidungen, die wir in diesen Augenblicken treffen, basieren noch lediglich auf Treffen in Räumen und ähnlichem. Aber es gibt nichts Schlimmeres als ein Football Coach, der sich beschwert. Ich kann nur das Beste daraus machen und es als Herausforderung ansehen. Sollte die Normalität wieder einkehren, wird man dieseals vorher zu schätzen wissen. Ich habe bis heute nicht alle Spieler persönlich getroffen. Wenn ich sie das erste Mal sehe, werde ich mich ihnen noch durch die Maske mit ‚Hey, ich bin Matt Rhule‘, vorstellen müssen.“

„Die Herausforderung ist da und ich werde sie auch so akzeptieren.“

 

Wie integrieren sich die verletzten Spieler? Und was führte zur Verpflichtung von dem neuen Punter Joseph Charlton?

„KK Short scheint mit seinen 315 Pfund in fantastischer Verfassung zu sein. Ich denke, dass er sich durch harte Arbeit in eine gute Ausgangsposition für ein tolles Jahr 2020 gebracht hat. Shaq Thompson ist zurück und ist gesund. Graham Gano sieht auch gesund aus. Ich habe ihn persönlich nicht kicken gesehen, aber der medizinische Stab ist zufrieden mit seinem aktuellen Stand (Anm. d. Redaktion: Graham Gano wurde am Donnerstag offiziell entlassen). Michael Palardy hat sich in der Offseason das Kreuzband gerissen. Für ihn tut mir das sehr leid. Michael ist ein ausgezeichneter Team-Player, der schon so viel durchgestanden hat. Dennoch denke ich, dass sein bester Football noch vor ihm liegt und dass auch dieser Vorfall für etwas gut sein wird. Ich weiß, dass er besser und stärker zurückkommen wird.“

„Marty Hurney hat Joseph bei seinem Schulbesuch kennengelernt. Er hat ein wirklich sehr, sehr starkes Bein. Damit kann er was reißen. Also dachten wir, dass wir ihn uns holen und schauen, was er so alles damit anstellen kann. Wir hatten ihn noch nicht auf dem Platz, aber wir wissen um sein Können und seine Voraussetzungen. Somit müssen wir zunächst einmal das richtige Umfeld für ihn schaffen damit er sich wohl fühlt und mit dem System vertraut macht. Er wird sich in keinem Preseason-Spiel beweisen können, aber wir werden Drucksituationen für ihn schaffen.“

„Er hat aber in der „SEC“ gekickt. Also auf einem hohen Niveau.“

 

Inwiefern beeinflusst die Tatsache, dass es keine Preseason gibt, den Bewertungsprozess?

„Das Schwierige ist, dass es Spieler gibt, die sich in den Spielen eher schwer tun, aber eine starke Trainingsleistung abrufen. Und manche Spieler machen genau das Gegenteil. Irgendwas Spezielles brennt in den Spielern, dass man erst erkennen kann, wenn es in die Spiele geht.“

„Ich bin seit 7 Jahren Headcoach und hatte noch nie ein Preseason-Spiel im College. Also musste ich mir für die Bewertungsprozesse Dinge im Training einfallen lassen. Nun werde ich mich jetzt auf mein Coaching-Team, Marty Hurney und sein Team verlassen. Ich sage meinen Leuten immer, kontrolliert was ihr kontrollieren könnt. Und gerade jetzt ist es für unsere Spieler, egal ob jung oder alt, an der Zeit, bei jedem virtuellen oder persönlichen Treffen zu glänzen. Sie müssen jetzt in dieser kontrollierten Umgebung zeigen, was sie drauf haben.“

„Und wir werden den Kader kürzen müssen. Dieses Jahr haben wir jedoch diesbezüglich mehr Flexibilität als in den Jahren zuvor. Auch wenn es nicht ideal ist, werde ich das Beste versuchen um gute Entscheidungen zu treffen. Wie die Preseason nun ausgelegt ist, kenne ich aus den letzten Jahren schon. Also bin ich damit vertraut und fühle mich ganz wohl damit.“

 

Gibt es Tricks, die Sie vom College in das NFL Training ohne Preseason einbringen können?

„Ich glaube einfach, dass wir sehr, sehr hart trainieren werden.“

„Es ist nicht so, dass wir Trainingsspiele absolvieren und man durch ein simuliertes Spiel geführt wird. Wir müssen uns in den Trainings, so wie in den alten Zeiten, harte Wettkämpfe liefern und dann schauen, wer dem Wettkampf standhalten kann. Man will dort sehen wie Donte Jackson gegen D.J. Moore spielt. Man will auch Ian Thomas gegen Tre Boston in Aktion sehen.“

„Ich denke, dass wir die Jungs auf der anderen Seite des Balls respektieren müssen und somit auf einem sehr hohen Niveau trainieren. Dann werden wir ins Stadion gehen, ein wenig Musik einspielen und versuchen ein paar Ablenkungen zu schaffen. Ich denke, dass all diese Faktoren wichtig sind. Am Ende des Tages ist es tatsächlich so, dass Eisen durch Eisen geschärft wird. Also wird es darauf ankommen, wie wir gegeneinander trainieren werden.“

 

Wie wichtig sind dieses Jahr jene Spieler, die in den letzten Jahren nicht so eine große Rolle gespielt haben?

„Man hat schon öfters Spieler gesehen, die auf dem Practice Squad eines Teams standen und dieses dann verließen. Bei ihrem nächsten Team wurden sie dann Starter.“

„Ich war ein College Coach, der an den Universitäten von Temple und Baylor gecoacht hat. Wir hatten keine 5 Sterne Rekruten. Ich habe unseren Stab immer dahingehend gelobt, dass er die Spieler entwickeln kann.“

„Ich weiß nicht, wieso man keine NFL-Spieler entwickeln können soll.“

„Ich habe mir immer vorgenommen einen großartigen Job mit dem Practice Squad und deren Spielern zu machen. In meinem Kopf hatte ich immer die Idee, Rohdiamanten zu finden. Mit den 16 Spielern auf dem Practice Squad hat man nun eine hohe Flexibilität für den Kader. Bei diesen Spielern soll es sich um Jungs handeln, die sich entwickeln können und auf lange Sicht gute Chancen haben, gestandene Spieler zu werden.“

„Gerade in diesem Jahr brauchst du Spieler, die vielseitig einsetzbar sind. Ich habe unseren Spielern Herausforderungen gestellt und ihnen gesagt, dass sie uns mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhelfen können, wenn sie das Football-Spiel verstehen und kennen.“

 

Wie wollen Sie diese Saison D.J. Moore und Curtis Samuel einsetzen?

„Wir sehen in beiden Potential und die Dinge, die sie im Stande zu leisten sind. Jetzt müssen wir sie in unser System integrieren. Ich habe Joe Brady unter anderem als Offensive Coordinator geholt, weil er die Stärken der Spieler erkennt und sein System auf diese Stärken zuschneiden kann. Er ist kein Coach, der ein starres System verfolgt, in dem Spieler alles machen müssen.

„An Curtis fasziniert uns, dass er die Fähigkeiten hat ‚Big Plays‘ zu kreieren und hinter die Gegenspieler zu kommen.r ist wirklich sehr vielseitig. Er kann Running Back spielen, sich als Slot-Receiver oder Outside Wide-Receiver aufstellen.“

„D.J. bringt auch eine Vielseitigkeit mit, die wir versuchen werden einzubeziehen. Er muss dieses Jahr den nächsten Schritt gehen und so dominant sein, dass er unser physischer Wide-Receiver wird, den man immer anwerfen kann. Das er derjenige ist, den wir beim 3. Versuch und noch 5 Yards zu gehen anspielen wollen. Er wird das Duell gegen den besten Cornerback des anderen Teams bestreiten müssen.“

 

Quelle: The Riot Report 
Autor: Antwan Staley